Posts Tagged ‘Religion’

Der Islam in der antiautoritären Gesellschaft

27. März 2025

Religion ist, so Reich, fast unverzichtbar für die Existenz der gepanzerten Menschen.

Ohne sie verlören sie Gleichgewicht, Orientierung und Hoffnung, die Stützen ihrer unglücklichen Seelen. Der Teufel, der nun zwar herrscht, aber durch Moralgesetze eingeschränkt wird, würde sonst unangefochten herrschen. (Christusmord, Freiburg 1978, S. 86)

Was nun speziell den Islam betrifft hat Reich die Herausforderung, vor der Mohammed stand, mit jener von Paulus verglichen: gegen die „heidnischen“ sekundären Triebe vorzugehen, die ein gedeihliches gesellschaftliches Miteinander unmöglich zu machen drohten (ebd., S. 187).

Nun betrachte man die gegenwärtige antiautoritäre Gesellschaft, in der alle Orientierung droht verloren zu gehen. In der selbst das Christentum sich in Beliebigkeit verliert. Die Linke hat erfolgreich die Evangelische Kirche unterwandert und im Kern ausgehöhlt. Und die Katholische Kirche – ist seit dem Zweiten Vatikanum kaum mehr als ein schlechter Witz. Priester, die sich nicht mehr Gott, dem Altar, zuwenden, sondern den Menschen, machen sich zum Affen – zu „Humanisten“.

Menschen, insbesondere Jugendliche, die nach Halt suchen, finden ihn dort, wo noch Gott und seine Gebote im Mittelpunkt stehen. Dort wo klare Regeln gelten, die sich seit 1400 Jahren nicht geändert haben und sich bis zum Ende der Zeit nicht ändern werden. Vor allem wenden sie sich jener Lehre und Kultur zu, in der der Mann noch ein MANN sein kann, d.h. in erster Linie ein Krieger, und die Frau noch eine FRAU, d.h. in erster Linie Ehefrau und Mutter. Das finden sie in reinster Form im Islam.

Der antiautoritäre Deutsche macht sich nicht bewußt, durch was für ein autoritäres Stahlgewitter der durchschnittliche Moslem gehärtet wurde:

  1. ein strenge patriarchale Pyramide mit Allah an der Spitze und abwärts nur Sklaven, die nach oben buckeln und nach unten treten und sei es der ältere Bruder, der den jüngeren Bruder tyranisiert;
  2. wegen der strikten Geschlechtertrennung, gibt es kaum einen Mann, der keine, teilweise drastischen, homosexuellen Erfahrungen gemacht hat – in einer Gesellschaft, in der für (passive) Homosexualität die Todesstrafe gilt (wenn nicht offiziell, dann doch „sozial“);
  3. ein unglaublicher Machismo und eine alles erstickende Ehrpusseligkeit – die ewige Angst sein Gesicht und seine „Männlichkeit“ zu verlieren;
  4. da es sich fast durchweg um Stammesgesellschaften handelt, herrscht selbst in Friedenszeiten ständig ein unterschwelliger Bürgerkrieg mit Blutrache;
  5. massenhaft arrangierte Ehen, darunter ein Gutteil unter Familienangehörigen („Cousinen“);
  6. Leute, die sich genetisch sehr eng stehen, können sich buchstäblich nicht riechen – es ist eine ekelerregende Tortur mit einem Verwandten sexuell verkehren zu müssen, ein sexuelles Unglück unbeschreiblichen Ausmaßes;
  7. Gewalt in der Familie unterstützt durch eine zynische Religion, die von den arabischen Machthabern im Mittelalter künstlich geschaffen wurde, um ihre Perversionen zu rechtfertigen;
  8. die Unfähigkeit sich selbst zu beschäftigen, d.h. es muß immer die Familie anwesend sein oder diese Leute drehen buchstäblich durch – gleichzeitig bedingt das eine durchgehende soziale Kontrolle: man kann nicht allein sein und man kann niemals wirklich frei sein;
  9. durch die Inzucht über Generationen ein unglaubliches Ausmaß von angeborenen körperlichen und geistigen Behinderungen und Auffälligkeiten – klingt „rassistisch“, aber jeder, der in entsprechenden Einrichtungen arbeitet, wird das bestätigen können;
  10. das ständige Bewußtsein betrogen und VERARSCHT worden zu sein: man hat den einzig richtigen Glauben, einem wurde die Erde versprochen, doch den anderen geht es um so viel besser – zwangsläufige Erklärung: es sind Betrüger, Verschwörer, Diebe, absolut unmoralische Menschen, die die islamische Nation grausam unterdrücken;
  11. ein für deutsche Verhältnisse unfaßbar brutales nationales Selbstbewußtsein als Türke, Kurde, Araber, Perser, etc., vor allem aber als Moslem – etwas, was man nur als „Herrenmenschentum“ bezeichnen kann.

Gegenwärtig werden wir Zeugen eines bemerkenswerten Vorgangs: die Leute, die für die Verschwuchtelung unserer jungen Männer sorgen (was nicht unbedingt etwas mit Homosexualität zu tun hat!) und aus unseren jungen Frauen frigide Emanzen machen, holen gleichzeitig islamische Autoritäre ins Land, die die tradierten Rollenmuster der Geschlechter geradezu karikaturhaft verkörpern. Gerade jene, die den Antiautoritarismus mit allen Mitteln durchdrücken wollen, holen Millionen Repräsentanten des Autoritarismus ins Land.

Diese gewollte und aktiv beförderte „Migration“ ist Teil des antiautoritären Kampfes gegen die „alte Ordnung“. Als Neurotiker kämpfen die Antiautoritären die Gefechte der persönlichen Vergangenheit auf der gesellschaftlichen Bühne aus. Daß sie dabei die Zukunft verspielen, kommt ihnen nicht in den Sinn.

Das Fatale an der ganzen Angelegenheit, etwas, was keiner der rechten sogenannten „Islamkritiker“ begreift, ist, daß die Mohammedaner nicht etwa das im weitesten Sinne „Böse“ verkörpern, sondern ganz im Gegenteil die letzte Rettung vor dem totalen Zusammenbruch. Die einzige gesellschaftliche Kraft, die den endgültigen Triumph der Hölle verhindert.

Wie eingangs erwähnt sah Reich so die Rolle von Paulus im römischen Kaiserreich und die Rolle von Mohammed im heidnischen Arabien. Das macht die ungeheure Kraft des Islam in unserer Mitte aus.

Der grün-rote Abschaum hört sich John Lennons atheistische und kommunistische Schwuchtelhymne Imagine an. Übrigens wurde dieses Lied vor vier Tagen im bunten Staatsakt für die acht türkischen Mordopfer gesungen. Was für eine abgrundtiefe Demütigung für einen Moslem! Was für ein Mißverständnis auf beiden Seiten! Es war, als hätte die Kanzlerin der bunten Republik jedem der ermordeten türkischen MÄNNER, Märtyrer des Türkentums, einzeln posthum ins Gesicht gespuckt!

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Quantentheorie” und folgende

26. Februar 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Quantentheorie“ und folgende

Zeige Respekt vor dem Islam, indem Du ihn studierst (Teil 1)

17. Februar 2025

Immer wieder warnen uns öffentlich-verächtliche Staatsnutten, Vertreter der sogenannten „Zivilgesellschaft“, im Klartext Räte, irgendwelche „Zentralräte“ von Religionsgemeinschaft, die niemand demokratisch gewählt hat, und schließlich unsere Volkszertreter davor, „Stimmung gegen Muslime“ zu machen. Es sei ungeheuerlich eine Religionsgemeinschaft anzugreifen. Das Gutmenschentum fordert Respekt, zeigt dabei aber selbst die ultimative Respektlosigkeit: man hat sich ganz offensichtlich gar nicht mit dem Islam beschäftigt!

Reich war einer der wenigen, die Hitlers Mein Kampf wirklich gelesen und ernstgenommen haben. Den Koran auf gleiche Weise zu entschlüsseln, ist so gut wie unmöglich. Nur eine Übersetzung zu lesen, bringt so gut wie nichts. Und wer will schon all die größtenteils gar nicht in europäische Sprachen übersetzten Kommentare durchgehen, die eine sinnvolle Lektüre erst möglich machen? Robert Spencer hat uns diese Arbeit abgenommen und ermöglicht so eine „Massenpsychologie des Faschismus des 21. Jahrhunderts“.

Siehe seinen ins Deutsche übersetzten ausführlichen Kommentar Sure für Sure. Dabei geht es nicht darum, was dieser oder jener Imam oder Islamwissenschaftler sagt, sondern was die Tradition sagt und wie die Tradition gewichtet.

Ein unrühmliches Bespiel für eine willkürliche Exegese ist Obamas berühmte Rede in Kairo 2009, die Amerika mit der islamischen Welt versöhnen sollte. Europa war unisono begeistert! Weil er das moralisch unvergleichbare gleichgesetzt hat, etwa Sklaverei und die Apartheid mit dem Schicksal der „Palästinenser“ oder die Unterdrückung der Frauen in der islamischen Welt mit dem Kampf der Feministinnen in den USA. Der Höhepunkt der Anbiederung ist wohl folgende Stelle:

Der Heilige Koran lehrt, daß wenn jemand einen Unschuldigen tötet, es so ist, als habe er die ganze Menschheit getötet. Und der Heilige Koran sagt auch, wenn jemand einen Menschen rettet, ist es so, als habe er die ganze Menschheit gerettet. Der fortdauernde Glaube von mehr als einer Milliarde Menschen ist so viel größer als der engstirnige Haß einiger weniger.

Islamische Apologeten lieben diese Koran-Stelle. Sie ist ohnehin so gut wie die einzige, die zitierbar ist. Tatsächlich stammt dieser Satz ursprünglich aus dem jüdischen Bibelkommentar Mischna (aus dem sich wiederum der Talmud ableitet). Außerdem folgt im Koran unmittelbar das Gegenteil. Im Zusammenhang geht es in dem betreffenden Abschnitt der 5. Sure zunächst um die Geschichte von Kain und Abel – und führt nahtlos zu einem Aufruf zum Terror gegen die Juden:

30. Doch sein Sinn trieb ihn, seinen Bruder zu töten; also erschlug er ihn und ward der Verlorenen einer.

31. Da sandte Allah einen Raben, der auf dem Boden scharrte, daß Er ihm zeige, wie er den Leichnam seines Bruders verbergen könne. Er sprach: «Weh mir! Bin ich nicht einmal imstande, wie dieser Rabe zu sein und den Leichnam meines Bruders zu verbergen?» Und da wurde er reuig.

32. Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß wenn jemand einen Menschen tötet – es sei denn für (Mord) an einem andern oder für Gewalttat im Land -, so soll es sein, als hatte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so soll es sein, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen zu ihnen [den Juden] mit deutlichen Zeichen; dennoch, selbst nach diesem, begehen viele von ihnen Ausschreitungen im Land.

33. Der Lohn derer, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und Unordnung im Lande zu erregen trachten, wäre der, daß sie getötet oder gekreuzigt werden sollten oder daß ihnen Hände und Füße abgeschlagen werden sollten für den Ungehorsam oder daß sie aus dem Lande vertrieben würden. Das würde eine Schmach für sie sein in dieser Welt; und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe;

34. Außer Jenen, die bereuen, noch ehe ihr sie in eurer Gewalt habt. So wisset, daß Allah allvergebend, barmherzig ist.

Aber unsere ungebildeten Pseudointellektuellen, unsere „Kulturelite“, ist entsetzt, wenn der „tumbe Populist“ Geert Wilders Mohammeds Koran mit Hitlers Mein Kampf gleichsetzt!

Sie, die „Aufgeklärten“, „liberal Gesinnten“ und „Progressiven“, solidarisieren sich wieder mit den reaktionärsten, menschenverachtendsten, lebensfeindlichsten Regimen, die man sich überhaupt denken kann. Die panische Angst der Linken vor Bewegung, ihr abgrundtiefer Haß auf das Lebendige ist greifbar. Sie sind sowas von moralisch bankrott, Verfault bis ins Mark. Stinkende Zombies:

Zu sagen, das ganze linksreaktionäre Gutmenschenpack bestehe zum großen Teil aus abgewrackten Antisemiten, wäre so neu wie die Behauptung, daß tote Fische stinken. Sie haben es zahllose Male bewiesen und sie beweisen es jedes Mal aufs Neue: Die Palästinenser gehen ihnen am Arsch vorbei, ebenso wie die Armenier in der Türkei, die Baha’i im Iran, die Kurden im Irak. Es sei denn, für die Not der Palästinenser sind die Juden mitverantwortlich. Dann geraten sie außer sich, demonstrieren, hyperventilieren und lassen den antisemitischen Schweinehund von der kurzen Leine. Tote Seelen, die für einen Moment zum Leben erwachen, um gleich danach wieder in den Schlaf der Selbstgerechten zu fallen.

Aber bei der nächsten Intifada werden sie wieder mit von der Partie sein. Solidarisch auf der Seite der unterdrückten Palästinenser. Von Berlin, Freiburg, Köln, Dortmund und Kassel aus.

Was für ein Gesindel.

Bei den Wahlen in den Niederlanden konnte Geert Wilders’ Partei PVV immer wieder große Erfolge einheimsen. Das niederländische Volk wehrt sich gegen die erneute Okkupation des Landes. Dieser Befreiungskampf begann 2003 als die 10 Jahren zuvor aus Somalia eingewanderte Ayaan Hirsi Ali ins Parlament der Niederlande gewählt wurde. Sie hatte sich von der sozialdemokratischen Partei getrennt und wurde Mitglied der liberalkonservativen VVD, da sie bei den Sozialdemokraten nicht mit ihrer Botschaft durchkam, daß Ausländer (insbesondere Moslems) sich gefälligst an unsere Leitkultur anzupassen haben, was die Rechte von Frauen und Kindern betrifft. Endgültig Schluß mit der falschen, multikulturellen „Toleranz“: keine Beschneidung, keine „gottgewollten“ Züchtigungen, keine Zwangsheiraten, keine Kopftücher, keine Morde wegen der „Ehre“, keine straflosen Vergewaltigungen durch männliche Verwandte. Für Sozialdemokraten sind diese Themen tabu. 2006 wurde sie im Anschluß an eine vom „sozialdemokratischen“ (kommunistischen) Gesindel inszenierten Intrige aus der EUdSSR bzw. Eurabia nach Amerika vertrieben.

Der Islam hingegen ist die Emotionelle Pest! Das können einige aus eigener Anschauung bestätigen. Eine Familie türkischer Islamisten im Mehrfamilienhaus ist wirklich ein Traum: absolut angenehme, ruhige, zuvorkommende, freundliche Menschen. Bilden die türkischen Familien aber erst einmal die Mehrheit im Haus, wird es für die christliche Minderheit zu einem unerträglichen Alptraum. Und so überall und auf jeder Ebene. Die einzelnen Muslime sind wunderbare Menschen, aber der Islam…

„Nahostexperten“, „Islamwissenschaftler“ und ähnliche Fachleute weisen gerne darauf hin, wie naiv doch der Glaube sei, die Islamisten, etwa die Attentäter des 9. September, wären durch den Haß auf die westliche Demokratie und allgemein auf die westliche Lebensweise motiviert. Nein, dahinter stünden ganz spezifisch Kolonialismus, Neokolonialismus, daß der Westen im Nahen Osten (jedenfalls bis vor kurzem) die Gewaltherrscher unterstützt, der Genozid an den Palästinensern, etc. Die armen kleinen, unterdrückten Moslems!

Das ist natürlich alles vollkommener Unsinn, d.h. es entspringt eher den Köpfen westlicher Linksintellektueller. Und was die Palästinenser betrifft: der erste „Genozid“ der Weltgeschichte, der mit einer Bevölkerungsexplosion einhergeht…

Sie hassen uns nicht wegen dem, was Mossadegh widerfahren ist und auch nicht wegen der „willkürlichen Grenzziehungen“ im Nahen Osten, sondern aus einem ganz anderen Grunde!

Anläßlich des 11. September schrieb Charles Konia in „The Global Breakthrough of the Emotional Plague“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 35, No. 2, Fall/Winter 2001, S. 49-68):

Ohne die Vorgehensweise der Emotionellen Pest zu begreifen, ist es nicht möglich auf eine zufriedenstellende Weise zu verstehen, warum Amerika Ziel des islamischen fanatischen Hasses ist. Es ist ein Charakteristikum der Emotionellen Pest, daß der angegebene Grund für eine destruktive Tat nie das wahre Motiv ist. Einige dieser vorgeschobenen Gründe sind die folgenden: Zorn wegen der sozialen, politischen, ökonomischen und militärischen Vorherrschaft des Westens in der Welt, Empörung wegen der Unterstützung der Vereinigten Staaten für Israel, Groll wegen der empfundenen Erniedrigung des islamischen Volkes durch den Westen, die Dekadenz der westlichen Gesellschaft und so weiter.

Der wahre Grund dafür, daß die islamischen Fanatiker dazu getrieben werden Amerika zu zerstören, ist, daß sie die freifließenden, unvermittelten und lebensbejahenden Impulse, die aus dem biologischen Kern stammen und die Teil des amerikanischen Lebens sind und mit ihm identifiziert werden, nicht tolerieren können. Im Prinzip verkörpert die amerikanische Regierung die Kernfunktionen des menschlichen Lebens (Freiheit, Verantwortung, Unabhängigkeit, Ehrlichkeit, Anständigkeit, Fairness, Großzügigkeit und so weiter). Da der pestilente Mensch nicht in der Lage ist, Lust aus dem biologischen Kern heraus zu erfahren, erzeugt das Leben in Amerika eine unerträgliche, tiefempfundene Sehnsucht im islamischen Fanatiker, das unmittelbar zu einem mörderischen Haß wird, der sich gegen die Quelle seiner emotionalen Erregung richtet. Er muß deshalb Amerikaner töten und Amerika zerstören. Um das zu erreichen, schreitet er aggressiv und siegesgewiß zur Tat. (S. 60)

Intellektuellen ist das zu einfach, zu „unhistorisch“ – außerdem sind ihre eigenen Gefühle weitgehend identisch mit den beschriebenen Gefühlen der Islamisten.

Erinnert sei auch an Vorfälle, wie die Taliban, die vor einem Jahrzehnt im Süden Afghanistans 17 Menschen geköpft hatten, weil diese bei einem Dorffest getanzt haben. Es ist beim islamistischen Terror immer das gleiche: er ist spezifisch gegen das Lebendige gerichtet, d.h. gegen alles, was die Islamisten in genuine bioenergetische Erregung versetzt. Irgendwelche „Strategien“ sind nur vorgeschoben. Westliche „Experten“ tun ein Übriges, um vom Wesentlichen, der Emotionellen Pest, abzulenken.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Phantasie” und folgende

31. Januar 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Phantasie“ und folgende

Die fünf Lügen der Letzten Generation

29. Dezember 2024

1. Um die Wahrheit zu erkennen, muß ich unter-scheiden, d.h. trennen. Wenn mir zwei Verdächtige vorgeführt werden und ich den Täter identifizieren soll, bringt es nichts, ihr gemeinsames „Menschsein“ zu erkennen, sondern ich muß deren Unterschiede hervorheben. Leider wird in der antiautoritären Gesellschaft, im krassen Unterschied zur einstigen autoritären Gesellschaft, in einer Art „Pseudofunktionalismus“ reflexartig stets nach dem Gemeinsamen gesucht. In fast allen Bereichen, d.h. überall, solange es nicht um die Abgrenzung gegen Räääächtz geht, werden keine Unterschiede mehr gemacht. Man muß mal auf die Reaktion achten, wenn man darlegt, daß es keine „Gleichgeschlechtlichkeit“, keine Homosexualität gibt, denn einer der Partner übernimmt immer die weibliche, der andere die männliche Rolle. Es ist Travestie, genauso wie das ganze Gender- und Transzeugs. Aber Kindern das indianerspielen verbieten…

2. Oder nehmen wir den Antirassismus. Mal abgesehen davon, daß die Evolutionsbiologie immer mehr zeigt, daß die Unterschiede zwischen den Rassen drastischer sind, als wir uns das jemals ausgemalt haben, weil sie durchweg auf die Kreuzung mit unterschiedlichen Hominiden zurückgehen, sind die wirklichen Rassisten jene, die den Weißen eine Sonderstellung einräumen: „Black Power“ ist positiv, während „White Power“ unaussprechlich verdammenswert sei. Der Witz dabei ist, daß dieser Rassenmasochismus auf die rassischen Eigenschaften der Weißen zurückgeht, die sich in der christlichen Ethik, dem Naturschutz, Ritterlichkeit Frauen gegenüber etc. zeigt. Etwas, was es bei keiner anderen Rasse, die durchweg alle extrem „Darwinistisch“ sind, in diesem Ausmaß gibt. Es ist nicht ohne Ironie, daß deshalb auch die Weltretter der „Letzten Generation“ so schneeweiß sind, daß es „weißer“ gar nicht geht!

3. Wer es bis hierher ohne Herzattacke geschafft hat: Der Hauptfeind der antiautoritären Ideologie ist anders als in der autoritären Gesellschaft nicht etwa die Religion, sondern die Wissenschaft. Zwar schieben die schneeweißen Linksliberalen stets „die Wissenschaft“ vor, wenn es um „das Klima“ und Corona geht, doch ist genau dies der Frontalangriff auf die Wissenschaft schlechthin, denn die ist ja eben keine unhinterfragbare Religion, „der wissenschaftlich Konsens“, sondern ganz im Gegenteil ein ständiges Infragestellen. Die ehernen Theorien von heute sind die lächerlichen Irrtümer von morgen, doch die Letzte Generation hält ausgewählte Doktrin hoch wie Gottesoffenbarungen und rastet schlicht aus, wenn man es wagt, sich über ihre lächerlichen Monstranzen lustig zu machen. Wie in der mystischen autoritären Gesellschaft zuvor, müssen die Menschen auch in der mechanistischen antiautoritären Gesellschaft an etwas glauben, sich an etwas „Absoluten“ festklammern. Dieses Festklammern ist ein direktes Äquivalent der Panzerung, wie Reich in Äther, Gott und Teufel dargelegt hat.

4. Es bleiben die letzten beiden Glaubenssätze der Letzten Generation: daß die guten Armen von den bösen Reichen ausgebeutet werden und die Menschheit ein quasi außerweltlicher, böser Fremdkörper in der guten Natur ist. Das arbeitsdemokratische Gedankengut ist der Letzten Generation wesensfremd, entsprechend sind sie durch und durch „Marxisten“. Daß auch und gerade Unternehmer „Arbeiter“ sind, von denen Impulse ausgehen, man denke nur an Trump und Musk, ist der Letzten Generation unbegreiflich, da sie genauso von der Arbeitssphäre entfremdet sind, wie die Multimilliardäre, a la George Soros, von denen sie finanziert und instrumentalisiert werden, um den Mittelstand, d.h. die Arbeitsdemokratie zu zerstören.

5. Daß der Mensch Teil der Natur ist, ist mehr als eine Binsenweisheit, wenn man sich vergegenwärtigt, daß beispielweise der CO2-Gehalt der Atmosphäre im Verlauf der Erdgeschichte auf einen grenzwertigen Niedrigstand abgefallen ist, der das Überleben der gesamten Biosphäre gefährdet, würde nicht der Mensch beispielsweise soviel Braunkohle wie irgend möglich verbrennen. Zu Beginn der Industrialisierung war der CO2-Wert in der Atmosphäre auf gerade mal eben 280 ppm (parts per million) abgesunken, heute mißt man glücklicherweise immerhin etwa 410 bis 420 ppm, womit wir knapp an einer absoluten Katastrophe vorbeigeschrammt sind, denn ab 150 ppm würde alles Leben auf der Erde an CO2-Mangel ersticken. Tatsächlich grünt der dem sicheren Tod entgegentaumelnde Planet dank des Menschen wieder, nachdem wir dabei sind den unrettbar in den Sedimenten abgelagerte Kohlenstoff zumindest teilweise wieder freizusetzen. Dergestalt sind wir Teil einer kosmischen Arbeitsdemokratie, ein Organ der Biosphäre, gegen die sich die als Letzte Generation organsierte lebensfeindliche Emotionelle Pest stemmt. Man beachte die Unterschiede zwischen 150, 280 und 410! WIR STANDEN KNAPP VOR DER FINALEN KATASTROPHE! Und dieser erzreaktionäre, zutiefst rassistische und menschenfeindliche anaerob riechende grotesk häßliche, geistig minderbemittelte, rotgrün versiffte Bioabfall…

Christliche Trinitätslehre und orgonomischer Funktionalismus

8. Dezember 2024

Jeder Gegenstand hat ein Sein. Etwa die Lupe, die in diesem Moment vor mir liegt. Lebewesen haben auch ein Sein, aber darüber hinaus sind sie auch eine Person, manche auch mehrere. Beispielsweise ist ein Hauptfeldwebel in der Kaserne (hoffentlich!) eine ganz andere Person als bei sich zu Hause bei Frau und Kindern und wenn er abends sich mit alten Freunden trifft, um Skat zu spielen, ist er wieder eine ganz andere, eine dritte Person, wobei aber sein Wesen trotz seiner „drei Persönlichkeiten“ eins bleibt. Genauso, nein, ähnlich, nein, im übertragenen Sinne ist es beim christlichen Gott. Er ist ein Sein, das aber drei voneinander distinkte Personen umfaßt, die jeweils ihre spezifischen Aufgaben und ihr jeweils spezifisches Agieren haben: Vater, Sohn und Geist. Wobei der Sohn vom Vater geboren wird, während der Geist vom Vater ausgestrahlt wird. Das sind aber keine zeitlichen Ereignisse, sondern das Gebären und Ausstrahlen ist jeweils eine ewige Aktivität, da der Sohn Christus und der Heilige Geist genauso ewig sind wie der Vater und sie in ihrer Natur eins sind.

Was diese Ausführungen in einem Blog über Orgonomie zu suchen haben? Zunächst einmal fällt auf, daß die Begriffe „Eingeboren“ und „Ausgesendet“ auf Körper und Geist verweisen und damit auf das Grundschema des orgonomischen Funktionalismus:

Was ich damit sagen will: Das oberflächlich betrachtet, „absurde“ und „in sich widersprüchliche“ Denken, das den Menschen durch die christliche Lehre von der Dreieinigkeit eingeprägt wurde, bereitet sie auf die orgonomische Denkweise vor. Und das auf eine nicht triviale Weise, denn Dreiergespanne von Gottheiten gibt es (bezeichnenderweise!) in fast jeder Religion vom Hinduismus (Trimurti: Brahma, Vishnu, Shiva – Schöpfer, Erhalter, Zerstörer) bis zur dreieinigen Muttergöttin unterschiedlichster heidnischer Traditionen (Jungfrau, Mutter, Greisin). Neben der Psychosomatik hat das Christentum nämlich den Aspekt einer Unterscheidung zwischen einer zeitlichen Abfolge, die durch „Gebären“ und „Aussenden“ suggeriert wird, und einem von der Zeit unabhängigen funktionellen Zusammenhang („ewige Aktivität ohne Anfang und Ende“).

Der dreieinige Gott ist etwas Dynamisches, aber nicht auf eine mechanische Weise (etwa „Hauptfeldwebel, Familienvater, Kumpel“ in Abfolge), sondern auf eine funktionelle Weise: etwas ist getrennt und gleichzeitig identisch („funktionelle Identität bei gleichzeitiger Gegensätzlichkeit“) und dieses „Etwas“ hat eine innere Dynamik ohne daß es „Teile“ hätte, die man räumlich und zeitlich voneinander trennen könnte, genausowenig wie man Geist und Körper trennen kann, solange die Lebensenergie pulsiert.

Das Christentum war, wenn man so will, eine „abstrakte Trockenübung“ für das wirkliche Leben, die Orgonomie. Man kann natürlich sagen, daß die Heiden dem Lebendigen näher stehen oder „der Osten“ all diese „lebensenergetischen“ Vorstellungen hat, aber die außerchristlichen Traditionen haben trotzdem nicht die Jahrhunderte dieses „geistigen Trainings“ hinter sich. Es gibt einen Grund, warum sich Gewaltenteilung, Demokratie und Wissenschaft nur im Westen entwickelt haben. Wir beteten zu etwas, daß in sich selbst Liebe und Vernunft ist. Die drei Personen sind durch ihre wechselseitige Liebe miteinander verbunden, Gott IST Liebe, und ihre Beziehung untereinander ist im ausgeführten Sinne funktionell. Die Nichtchristen beteten hingegen zu toten Götzen.

„Orgonomie“: das große Mißverständnis!

7. Dezember 2024

Was ist die „Orgonomie“? Normalerweise werden als Antwort irgendwelche „Lehren“ aufgetischt bzw. sozusagen „Glaubenssätze“, wie: das Weltall wird von einer Energie durchtrömt, aus der durch „Überlagerung“ von „Energieströmen“ Materie und Leben hervorgehen, wobei Leben vor allem durch Pulsation gekennzeichnet ist. Weitere Stichworte sind dann „orgastische Plasmazuckung“, „Panzerung“, „Körperpsychotherapie“, „Arbeitsdemokratie“, „Kinder der Zukunft“ etc. – ein ganzes Lehrgebäude aus „fixen Ideen“. Das ist keine Wissenschaft, das ist eine Religion! Sie hat sogar ihr eigenes Symbol, ihr eigenes spezielles „Kreuz“:

Dabei steht dieses „Symbol des orgonomischen Funktionalismus“ genau für das Gegenteil einer „Weltanschauung“! Ungefähr das Letzte, was die Welt braucht, sind weitere (diesmal „orgonomische“) Theorien, Konzepte, Weltmodelle, „Therapien“, Erziehungskonzepte und Gesellschaftsmodelle! Was die Menschheit hingegen unbedingt benötigt, ist bioenergetischer Kontakt und klares Denken – und genau dafür steht das obige Symbol!

Das „Orgon“ ist nichts anderes als eine Abstraktion, will sagen die Zusammenführung unterschiedlichster Beobachtungen und Messungen zu einem Konzept, das sich schließlich als handfeste Realität erweist: bioenergetischer Kontakt. Die „Orgontherapie“ ist nicht einfach ein weiterer Ansatz wie viele andere mit irgendwelchen „therapeutischen Techniken“, sondern die Herstellung von bioenergetischem Kontakt. Das Entsprechende gilt für alle Aspekte der Orgonomie.

Es ist unvermeidlich, daß sich aus diesen „Ein-Sichten“ etwas ergibt, was den Anschein einer weiteren Weltanschauung („Aus-Sichten“) unter vielen anderen „Doktrin“ vermittelt: eben das, was gemeinhin als „Orgonomie“ präsentiert wird. Doch das ist ein grundlegendes Mißverständnis, „[e]s geht vielmehr um ein Denkwerkzeug, das man gebrauchen lernen muß, wenn man das Lebendige erforschen und handhaben will“ (Äther, Gott und Teufel, S. 7).

Beispielsweise ist die Orgonphysik nicht eine „Äther-Physik“, sondern das, was Orgonomen in der Natur und im Labor beobachten, kommt teilweise dem „Äther“ recht nahe, aber dieser ist eine mechanistische Vorstellung. Entsprechendes gilt für mystische Konzepte, etwa „Prana“ oder „Qi“. Ja, Orgontherapeuten wenden die gängigen psychotherapeutischen Techniken an, aber das niemals mechanisch, sondern immer im Rahmen der Herstellung von bioenergetischem Kontakt. Entsprechend ist die Orgontherapie eben keine „Psychotherapie-Schule“ neben anderen. Ähnliches läßt sich über Erziehungsmethoden und andere Bereiche der praktischen Soziologie sagen. Es ist eben nicht so, daß der Orgonom auftritt und fixe „orgonomische Ideen“ „anwendet“, sondern er stellt schlichtweg Kontakt zum Lebendigen her und versucht sein Denken und Handeln entsprechend wirklichkeitsgerecht auszurichten. SECUNDUM NATURAM!

Leider ist das Mißverständnis „Orgonomie“ unvermeidlich, weil im praktischen Umgang mit deinen uninformierten Mitmenschen allein schon aus Zeitgründen Stichworte wie „Äther“, bestimmte „Therapietechniken“ oder „Erziehungsmaximen“ immerhin eine vage Ahnung dessen vermitteln, was Orgonomie ist. Tatsächlich ist die Orgonomie aber wie das Leben selbst: man muß sich über die Jahre in sie „ein-leben“, um sie erfassen zu können. Man muß schlicht und ergreifend LEBEN! Alles anderer ist religiöser Wahn.

West und Ost: Schließt sich die Wolkendecke?

18. November 2024

Nach Elsworth F. Baker gibt es drei Grundtabus, auf denen gepanzerte Zivilisation beruht, d.h. sie dürfen nicht offen analysiert werden oder alles würde kollabieren: Religion, Politik und Sexualität.

Der Westen zeichnete sich, spätestens seit dem Investiturstreit Anfang des letzten Millenniums, durch die Trennung von weltlicher und geistlicher Macht aus, was den Hebel zur Untergrabung unserer Zivilisation ansetzte. Am Ende des Millenniums trat mit der Befreiung der Moral von der Religion die Emanzipation der Sexualität (wenn man so will der „häuslichen Macht“) hinzu. Parallel dazu haben Reich und Baker Religion (Mystizismus) und Politik (Mechanismus), wie man heute so schön sagt, „dekonstruiert“. Sie entsprechen den beiden Grundformen, wie wir die durch die Panzerung verzerrte Orgonenergie in uns empfinden. In der Religion ist das die Erfahrung „Gottes“ bzw. allgemein des „Ominösen“, die dadurch zustande kommt, daß sich zwischen der Wahrnehmung der Orgonenergie und der orgonotischen Erregung die Panzerung schiebt, die das Orgon in ein „Jenseits“ versetzt. Grundlage der Politik ist, daß die Menschen ihre gesellschaftliche Umwelt entsprechend der Gewichtungen in ihrer eigenen biophysischen Struktur (Fassade, sekundäre Schicht, Kern) einrichten: die Linken aufgrund ihres mangelnden Kernkontakts, die Rechten aufgrund ihres verzerrten Kernkontakts. Und was die Sexualität betrifft: Reich separierte ihre „Entladungsfunktion“ (die Funktion des Orgasmus) von ihrer Fortpflanzungsfunktion (Fortführung des göttlichen Schöpfungsakts und Kinderkriegen für den Staat).

Soweit der Westen, der schließlich die Orgonomie gebar. Der Osten hingegen ist vollkommen anders geprägt. Man betrachte etwa die Orthodoxie: hier bilden Religion, Politik und Sexualmoral eine unlösbare Einheit. Soweit es möglich war, wie im russischen Zarentum, galt das Prinzip der Staatskirche, d.h. die Kirche unterwarf sich vollkommen dem Staat und umgekehrt war die Ideologie des Staates die Religion, so daß für eine separate politische Sphäre gar kein Platz blieb, geschweige denn für so etwas wie „moralische Freiheit“. In der Orthodoxie bedeutet das Verbot jedweder Verhütung, geschweige denn Abtreibung, Unauflöslichkeit der Ehe und Verbot der Wiederverheiratung. Dieses Modell der Einheit von Religion, Politik und Sexualmoral finden wir heute in verschiedenen Variationen im islamischen Saudi-Arabien und im sich zum Neo-Zarismus hinbewegenden Rußland unter Putin, in Indien unter den Hindu-Nationalisten und auch in einem China, das wieder „unter dem Mandat des Himmels steht“, wird dieses Modell immer aktueller.

Im Osten versucht sich die gesellschaftliche Panzerung, die seit mindestens 200 Jahren durch den Westen unter Druck stand, wieder zu konsolidieren, während sie im Westen auf eine katastrophale Weise am endgültigen Kollabieren ist. Ob das ganze tatsächlich in einer Katastrophe mündet und die Welt schließlich wieder von den undurchdringlichen Wolken des Aberglaubens eingehüllt wird, oder die Aufklärung endlich eine neue stabile Ordnung auf der Grundlage von kosmischem Kontakt (statt Religion), gesellschaftlicher Selbststeuerung (statt Politik) und individueller Selbststeuerung, d.h. „tugendhafter Lust“, aus sich heraus gebiert, hängt von uns ab.

Wie Nietzsche im „Zarathustra“ schrieb:

Wohin ist Gott? Ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet, ihr und ich. Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht Laternen am Vormittag angezündet werden? Hören wir noch nichts vom Lärm der Totengräber, die Gott begraben? Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? – Auch Götter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unsern Messern verblutet – wer wischt dies Blut von uns ab? Mit welchen Wassern könnten wir uns reinigen? Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht die Größe dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Es gab nie eine größere Tat – und wer nur immer nach uns geboren wird, gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 11)

19. Oktober 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 11)

Der neue Prometheus: Christian Fernandes‘ LA METTRIES „TUGENDHAFTE LUST“ – und Mary Shelleys FRANKENSTEIN

14. Oktober 2024

Das große Verdienst von Christian Fernandes ist es, mit seiner bahnbrechenden philosophiegeschichtlichen Studie über die „tugendhafte Lust“ die Orgasmustheorie, Charakteranalyse („Lehre von der Schuldgefühlen“) = Sexualökonomie = Orgonomie neu begründet zu haben, ohne auf Wilhelm Reich rekurrieren zu müssen, der zum Glück (sic!) nur am Rande erwähnt wird, LaMettrie reicht dazu nämlich vollkommen aus. Hier ein beliebiges Zitat aus Fernandes‘ Doktorarbeit:

In einer atheistischen Gesellschaft wären die Sterblichen „ruhig“. „Tranquilles“ bedeutet im Kontext friedlich, frei von der durch Religion kriegerisch gewordenen Natur. Die Religion nimmt im Homme machine genau die Stelle ein, die ein Jahr später im Discours sur le bonheur den Schuldgefühlen zukommt. Die „ruhige und tugendhafte Lust“ der idealen Gesellschaft dort entspricht der Ruhe der Sterblichen in der atheistischen Gesellschaft hier. Sie verhalten sich nicht bösartig, sondern ruhig, friedlich, tugendhaft, weil sie ohne den negativen Einfluß der Religion nur den „spontanen Ratschlägen ihres eigenen Ichs“, ihrer unverfälschten, reinen Natur, den angeborenen Triebfedern, ihrer per se tugendhaften Lust folgen. Für „jede andere Stimme“ sind sie „taub“. Da die Verunreinigung, die Infizierung der Natur durch Einflüsterung „anderer Stimmen“ der Ursprung des Bösen ist, sind sie immun dagegen, eine Neigung zum Bösen zu entwickeln. Anderen zu schaden, kommt für sie nicht infrage. Die von La Mettrie gemeinte Strafe, die auf die Mißachtung jener Ratschläge der Natur folgt, sind persönliches Leid, aber auch ein gesteigertes Aggressionspotential und das schreckliche gesamtgesellschaftliche Unglück, das daraus entsteht.

Daß die Tugend der Weg zum Glück sei, könnte als Gemeinplatz mißverstanden werden. Das Spezifikum La Mettries, die Parallele zur „Moral der Natur“ des Discours préliminaire verbirgt sich in der Aussage, daß diese „Pfade der Tugend“ selbst bereits „angenehm“ sind. Der Weg zum Glück führt also über das Glück selbst, über das dem natürlichen Luststreben Angenehme, nicht über Entsagung, Opfer, Unterdrückung des Eigenwillens. Das Angenehme, das Glück ist mit der Tugend verknüpft. Die Lust selbst ist tugendhaft und begründet das Wohlergehen des Einzelnen sowie der Gesellschaft, weil die Natur des Menschen so beschaffen ist, daß die eigene Lust von der des anderen abhängt und sie daher aus eigenem Antrieb befördert. Darin besteht „das natürliche Gesetz“ der Moral. Wird ihm gemäß erzogen, entsteht der „rechtschaffene Mensch“, auf den man sich verlassen, dem man vertrauen kann. (S. 23f)

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre jedes „Reichianers“ sein, denn allzuleicht wird die Beschäftigung mit Reich zur Routine, nur bloßen intellektuelle Geste und zur Gebetsmühle, die ständig „orgonomisch korrektes“ Zeugs absondert. Mit Fernandes‘ nach 300 Jahren erstmaliger Freilegung des Kerns der LaMettrie’schen Philosophie, wurde uns die Chance eines Innewerdens unseres Eigensten möglich gemacht und damit die Chance eines Neuanfangs geboten, sozusagen „Orgonomie ohne Wilhelm Reich“.

Die Ehre LaMettrie (zusammen mit Max Stirner) für die Orgonomie entdeckt zu haben, kommt natürlich Bernd A. Laska zu, doch das beschränkte sich auf die Lehre von den schädlichen Schuldgefühlen = Charakteranalyse = Panzerung = Über-Ich. Daß dies bei LaMettrie (genauso wie bei Wilhelm Reich) mit der Lehre von der tugendhaften Lust = Orgasmustheorie = Sexualökonomie untrennbar verbunden ist, hat (nach ersten Andeutungen bei Laska) erst Fernandes im vollen Umfang gezeigt.

LaMettrie war der „Wilhelm Reich des 18. Jahrhunderts“ und wurde deshalb mit aller Wahrscheinlichkeit auch ermordet. Beide sahen sich jeweils als „neuer Prometheus“, der die Flamme der Wollust bringt und damit gleichzeitig die Zivilisation begründet. Bisher herrscht die bloße Barbarei!

DANKE Bernd A. Laska! DANKE Christian Fernandes! Wenn jetzt noch jemand eine Brücke von LaMettrie nach, keine Ahnung, Luigi Galvanis „animalischer Elektrizität“ oder Franz Anton Mesmers „animalischem Magnetismus“ = Orgonenergie schlägt…

Man erlaube mir dazu einen Anhang, denn mir fällt dazu folgendes ein:

Victor Frankenstein war in Mary Shelleys Roman „der neue Prometheus“ – der so, praktisch in der gleichen Funktion, in La Mettries Der Mensch als Maschine (Laskas Ausgabe, S. 83) auftritt. Seine Maschine bzw. sein „Monster“ wurde durch eine „atmosphärische Lebenskraft“ ins Leben gerufen, zu der Shelley von Galvanis Experimenten und der Praxis des Mesmerismus inspiriert worden war – kurioserweise auch durch die Arbeit von Mesmers Nemesis, Benjamin Franklin, mit Gewitterblitzen. Und drittens: ihr Roman dreht sich, vor dem Hintergrund der Geschichte der Aufklärung seit LaMettrie und der durch Rousseau initiierten Romantik um die tugendhafte Lust bzw. deren Negation.

Was ich meine wird zunächst hier deutlich:

Der Entstehungszeitraum von Mary Shelleys Frankenstein fällt in eine (…) Phase hoher technischer, medizinischer und allgemein naturwissenschaftlicher Fortschrittsdynamik. L’Homme machine des französischen Arztes und Philosophen Julien Offray de La Mettrie scheint ebenso die Zeit zu prägen und die Idee eines Maschinen-Menschen zu beflügeln wie die Erfindung der Elektrizität und die Versuche mit der solchen von Luigi Galvani (Galvanismus).

Und zusätzlich durch folgendes Abstract:

Beeinflußt von Philosophen der Aufklärung wie Rousseau und Smith, feiern romantische Schriftsteller wie Coleridge und Percy Shelley die erhabene Kraft der sympathischen Liebe, die das Selbst und den anderen (sei er menschlich oder unmenschlich) zu einem wundersamen Ganzen verschmelzen läßt und damit die Gefahren der Einsamkeit und des Solipsismus ausschließt. Nicht alle romantischen Schriftsteller teilen jedoch die gleiche sanguinische Sicht der Liebe. In Frankenstein zum Beispiel bietet Mary Shelley eine Alternative zur optimistischen Sichtweise auf die Fähigkeit zur (gegenseitigen) Sympathie. Sie formt den Roman zu einer Geschichte bitterer Einsamkeit, die durch den Mangel an sympathischem Verständnis zwischen Victor und der Natur, zwischen dem Monster und den De Laceys und zwischen dem Monster und seinem Vater Victor verursacht wird. In diesen wechselseitigen Beziehungen, so meine These, beschwört Shelley Elemente der aufklärerisch-romantischen Liebe herauf, nur um deren erhabene Kraft zu widerrufen und sie darüber hinaus in Verzweiflung zu verwandeln. Anstelle der romantischen Freude der transzendenten Fülle ist der Roman von gothic Verzweiflung, der völligen Negation der Erlösung, umhüllt.

Da das Monster nicht liebenswert ist, sich aber nach Liebe sehnt, rastet es aus und wird zum – Monster. „Das Wesen, das [Frankenstein] erschafft, trägt die ganze menschliche Natur in sich. Es verlangt nach Liebe, ist aber physisch nicht liebenswert, und Dr. Frankenstein verweigert ihm jede Möglichkeit der Liebe. Im Gegenzug und aus freiem Willen entscheidet es sich, die Liebesbeziehungen anderer zu zerstören“ (hier). Es ist bezeichnend, wie sehr Mary Shelleys abgründiger Horrorroman über einen „LaMettrie“ (gleichzeitig auch „Anti-LaMettrie“) und die tugendhafte Lust (bzw. die dramatischen Folgenden unterdrückter Lust) seit 200 Jahren die Menschen absolut unwiderstehlich in seinen Bann zieht…

Der Roman ist eine Erzählung über den Maschinenmenschen mit einer „romantischen“ Wendung („Lebenskraft“), über das Schuldgefühl (das Victor zerfrißt und von dem sein namenloses „Monster“ vollkommen frei ist – mit verheerenden Folgen) und nicht zuletzt eine über die „aufklärerisch-romantische Liebe“, die auf LaMettries „tugendhafte Lust“ zurückgeht und die verheerenden Folgen, wenn das Liebesbedürfnis zerstört wird. Victor liebt seinen künstlichen „Sohn“ nicht und tötet dessen künstliche Gefährtin sofort nach deren Erschaffung. Vielleicht lese ich zuviel hinein, aber zu diesem Thema paßt auch etwas, das für einen LaMettrie-Kenner kein Zufall sein kann: daß Victor Frankensteins Romanze mit Elizabeth Lavenza (die aus Rache vom „Monster“ getötet wird), jedenfalls in der ursprünglichen, unveränderten Originalversion des Romans von 1818, inzestuöse Geschwisterliebe war.