Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

Die Orgonomie und die moderne Physik

20. Oktober 2016

Wilhelm Reich, Physiker: 2. Orgonbiophysik, d. Kosmische Strahlung

Arbeitsdemokratie und Funktionalismus wider Mystizismus

11. Oktober 2016

Würde man den besten Wissenschaftlern der Erde Ende des 19. Jahrhunderts das Notebook aushändigen, auf das ich diese Notiz schreibe, hätten sie nichts, rein gar nichts damit anfangen können. Wie ohne Quantenphysik den Bildschirm verstehen? Was hätten sie mit dem Mikrochip anfangen sollen? Konzeptionell hatten sie keinen Zugang zum Konzept eines Transistors und schon gar nicht zu einem miniaturisierten. Ohne Elektronenmikroskop ist ein Chip einfach ein – Chip. Ohne das Konzept „Computersprache“ macht ein Schaltelement ohnehin keinen Sinn. So ein Notebook ist das Produkt des Hirnschmalzes ganzer Generationen von Wissenschaftlern und vor allem von Ingenieuren, die erst mal zimmergroße Computer entwerfen mußten, die mit Lochkarten gefüttert werden. Eine selbständige neue Wissenschaft mußte aus dem Boden gestampft werden, die Informatik. Ganze Industrien mußten entstehen, die die Komponenten produzieren können, aus dem so ein Notebook zusammengebaut wird. Diese parallel sich entwickelnden Industrien hatten am Anfang meist nichts mit dem Notebook zu tun. Betriebssysteme mußten entwickelt und vor allem anwenderfreundlich gemacht werden, ansonsten könnten nämlich nur Informatiker etwas mit einem Notebook anfangen. Es hätte also von vornherein gar keinen Impetus zur Entwicklung der Massenware Notebook gegeben!

Ein Notebook ist nicht das Ergebnis einer einzigen „Intention“, es fällt nicht vom Himmel – und wenn es, wie im obigen Beispiel, doch vom Himmel fallen sollte, könnte niemand etwas damit anfangen, allein schon weil es weder Speichermedien, Drucker, noch das Internet gäbe. Ein Notebook macht nur als Teil einer umfassenden Infrastruktur Sinn! Wäre einmal der Akku leer, könnte kein Wissenschaftler oder Ingenieur des 19. Jahrhunderts irgendetwas aus dem Notebook entwickeln. Es wäre nur ein Haufen aus Metall und Plastik, mehr nicht! So ein Notebook ist das Produkt unzähliger Entwicklungen, an deren Anfang ganz andere Intentionen standen, wenn es nicht schlicht Zufallsentdeckungen oder bloße Beiprodukte waren, denen zunächst eine ganz andere Funktion zuviel, wenn überhaupt. Die Geschichte des Notebooks ist ein schier unendlich komplexes Netz (zu dem auch die Finanzierung all der Forschung und beispielsweise das Marketing der diversen Produkte gehört). Niemand hat dieses Netz entworfen und ohnehin hätte es niemand entwerfen können. Diese autonome Entwicklung mit ihren komplexen Wechselwirkungen ist das, was Reich als „Arbeitsdemokratie“ bezeichnet hat.

Das Beispiel des Notebooks zeigt auch, daß Zweck und Zielsetzung etwas Sekundäres sind, das erst ganz am Ende in Erscheinung tritt. Am Anfang steht immer die Funktion, die sich immer weiter auffächert. Beispielsweise muß erst der Bildschirm dasein, bevor jemand auf den Gedanken kommen kann Folien zu entwickeln, die verhindern, daß der Sitznachbar mitlesen kann. Wir brauchen ja nur unseren eigenen Körper zu betrachten! Die Hände sind nicht für den Werkzeuggebrauch, sondern für das Klettern auf Bäume entstanden. Es ist zu einer Funktionserweiterung bzw. zu einem Funktionswechsel gekommen. (Wie neue Funktionen entstehen, hat Reich in Die kosmische Überlagerung beschrieben.)

Arbeitsdemokratie und Funktionalismus kann man mit einem Satz umschreiben: Nichts fällt vom Himmel!

Die Wiederauferstehung der abgetöteten Lebensenergie, DOR

18. September 2016

Wir erkennen immer mehr wie wertvoll Moore als Ökosysteme sind. Von jeher wußten wir, wie wertvoll Torf ist. Als ich Kind war, haben wir unsere Gemüsebeete, insbesondere die Kartoffeln mit der schwarzen Jauche aus der Grube hinter dem Haus gedüngt. Jeder Schrebergärtner hat einen Misthaufen, in dem aus verfaulenden Gartenabfällen lebensspendender Humus wird. Das vor Leben geradezu explodiernde Watt der norddeutschen Küste ist ein einziger tiefschwarzer Modder. Es ist eine funktionelle Entsprechung des karzinomatösen Schrumpfungsprozeß, an dessen Ende eine schwarze unförmige Masse aus T-Bazillen steht:

Eines der wesentlichen Merkmale der Krebs-Biopathie ist der spontane Gewebezerfall mit CO2-Anstieg (analog zu dem organischen Zerfall, der zur Humusbildung führt) und den wir jetzt mit DOR-Produktion in Zusammenhang bringen. (Brief von Courtney F. Baker an Jerome Eden, PPCC Bulletin 8(1), S. 12)

Pflanzen nehmen das DOR-Äquivalent Kohlendioxid auf und geben das OR-Äquivalent Sauerstoff ab.

Taschenlampen-Phänomene in der Erdorgonenergie-Hülle

15. September 2016

https://nachrichtenbrief.com/?p=45049

Orgonotische Wetterfühligkeit

11. September 2016

In Die bio-elektrische Untersuchung von Sexualität und Angst und Der Krebs hat Reich gezeigt, daß erstens die Nerven keine starren „Stromkabel“ sind, sondern Gewebe, das sich ausbreiten (länger werden) und zusammenziehen kann. Krebsschmerzen führte er auf die Kontraktion der Nerven zurück und erklärte so die schmerzlindernde, da expansive Wirkung des Orgonenergie-Akkumulators. Zweitens zeigte er, daß die atmosphärische Orgonenergie bei feuchtem bedecktem Wetter kontrahiert, bei trockenem sonnigem Wetter expandiert.

Wissenschaftler der Universität Manchester haben in einer Studie mit 9000 Teilnehmern festgestellt, daß kaltes, feuchtes Wetter und Sonnenmangel chronische Schmerzen verstärken können. (…) Bei der Auswertung der Daten schauten die Wissenschaftler vor allem auf die Ergebnisse in den Städten Leeds, Norwich und London. Sie stellten fest, daß kaltes Wetter kritischer ist als warmes. So ist in allen drei Städten zu beobachten, daß mit der steigenden Anzahl der Sonnentage von Februar bis April die Zeit abnimmt, in der die Teilnehmer unter starken Schmerzen leiden. Von Juni an steigt das Schmerzniveau jedoch wieder. In dieser Zeit war das Wetter meist feuchter und die Zahl der Sonnenstunden sank.

Politische Biologie

29. August 2016

Seit Jahren überlegen sich Anthropologen, ob das Menschentier zu einem intelligenten und sozial kooperierenden Wesen geworden ist, weil er aggressiver Jäger oder weil er verängstigter Gejagter war. Im ersten Fall mußte er Jagden vorbereiten, organisieren, strategisch planen, mit anderen eng zusammenarbeiten, im zweiten Fall habe „der frühe Mensch Mechanismen entwickelt, die seine Fähigkeit zur Kooperation stärkten, sein Sozialverhalten und seine Teamfähigkeit. Diese Mechanismen haben den Menschen kooperativ gemacht statt aggressiv.“

Es ist offensichtlich, daß hier einiges durcheinander geraten ist, da Jäger, etwa Löwenrudel, und Gejagte, etwa Wildpferde, in ihrem Sozialverhalten innerhalb des Rudels bzw. der Herde kaum Unterschiede aufweisen! Hört man den Anthropologen zu, die den Urmenschen als brutale „kapitalistische“ Bestie zeichnen, und denen, für die er der geborene „Kommunist“ war, kommt einem der Verdacht, daß der oben konstruierte Gegensatz mehr eine Funktion der soziopolitischen Charakterstruktur des jeweiligen Anthropologen ist als eine der objektiven Wissenschaft. Das läßt sich auf die gesamte Biologie ausdehnen. Ich erinnere nur an die Diskussion um Stephen Jay Gould. Generell tendierten die Biologen in der alten autoritären Gesellschaft zu einer brutalen Version des Darwinismus, während sie heute, in der anti-autoritären Gesellschaft jedenfalls tendenziell überall friedliche Symbiose und Kooperation sehen wollen.

Wer Elsworth F. Bakers soziopolitische Charakterologie nicht studiert hat, kann die Welt nicht verstehen! Siehe dazu Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Zwei Fragen zu Reichs DER KREBS

23. August 2016

1. Warum bewegen sich T-Bazillen, die doch durch einen Mangel an (Orgon-) Energie, bzw. durch das immobilisierende DOR gekennzeichnet sind, so erratisch und schnell unter dem Mikroskop, verglichen mit gesunden Bionen?

T-Bazillen sind funktionell identisch mit einer Angst- und Panikreaktion, d.h. durch Anorgonie in der Peripherie bei gleichzeitiger, durch die extreme Kontraktion bedingte, Konzentrierung der kläglichen Restenergie auf einen kleinen Punkt, der wie wild gegen den endgültigen Erstickungstod ankämpft.

2. Warum werden bei einer Bestrahlung im Orgonenergie-Akkumulator nur die Erythrozyten (die Roten Blutkörperchen) und nicht auch die pathogenen Mikroorganismen aufgeladen und dadurch resistenter?

Weil die gesamtorganismische Funktion gestärkt wird (Expansion), während die Partikularinteressen (d.h. die Mikroorganismen), die auf Reorganisation auf niedrigerer, primitiverer Ebene zurückzuführen sind (Kontraktion), geschwächt werden.

Der Fehler des Fragestellers ist jeweils darin begründet, daß er auf die „mechanischen“ Einzelphänomene (die „lebendigen“ pathogenen T-Bazillen und die im Orgonenergie-Akkumulator geschwächten pathogenen Mikroorganismen) fixiert bleibt und das „widersprüchliche“ Geschehen nicht primär im Rahmen der gesamtorganismischen Funktionen (in diesem Fall der Pulsation) betrachtet.

Diese mechanistische Sichtweise kennzeichnet sowohl die Argumente der meisten Reich-Kritiker als auch die teilweise wirklich nervtötenden Fragen von wohlmeinenden Studenten der Orgonomie.

Siehe dazu auch Chronik der Orgonomie.

Orgonotische Post

19. August 2016

Die Verbindung zwischen der alltäglichen Elektrizität und der kosmischen Lebensenergie läßt sich sehr schön durch einen Brief Nietzsches an Erwin Rohde (3.9.1869) aus der Frühzeit der technischen Anwendung der Elektrizität illustrieren: „… werfe ich einen ganzen Brief mit guten Gedanken und Wünschen für Dich in den blauen Himmel, in der Hoffnung, daß der elektrische Draht zwischen unseren Seelen (oder, nach Reichenbach, die odische Lohe) diese Schnellschrift zu Dir befördert.“

Gepanzerte Kröten?

20. Juli 2016

Wandelnde Burgen – die heutige Funktion des Schildkrötenpanzers ist klar: Er schützt die langsamen und wehrlosen Reptilien vor Feinden. Doch offenbar stand diese Funktion gar nicht am Anfang der Entwicklungsgeschichte des Panzers: Seine Urform diente allein dem Graben, legen nun neue Fossilienfunde von Vorfahren der Schildkröten nahe. Erst später in der Evolutionsgeschichte verwandelten sich die ursprünglich nur verbreiterten Rippen dann in Rüstungen.

Damit ist die ab und an vorgebrachte These vom Tisch, der Panzer der Schildkröten sei irgendwie ein Analogon zum Muskelpanzer des neurotischen Menschen; eine „abpanzernde“ Reaktion auf eine bedrohliche Umwelt, die bei den Vorfahren der jetzigen Schildkröten, frei nach Lamarck, sozusagen über Generationen hinweg „in Fleisch und Blut übergegangen ist“.

Nach Hans Hass haben wir hier vielmehr eine „Funktionserweiterung“ vor uns (Organe und Werkzeuge lassen sich für unterschiedliche Aufgaben nutzen), gefolgt von einem „Funktionswechsel“ (ein Organ oder Werkzeug, das ursprünglich für die eine Funktionserfüllung entwickelt wurde, übernimmt eine grundlegend andere). Rippen, die ursprünglich Lunge und Herz einen möglichst flexiblen und nachgiebigen Halt geben sollten, wurden verbreitert, was zwar das Atmen erschwerte und die allgemeine Flexibilität des Körpers einschränkte, aber das Graben erleichterte (Funktionserweiterung). Aus diesen Strukturen entwickelte sich schließlich etwas ganz anderes, nämlich ein maximal rigider Ganzkörperpanzer (Funktionswechsel).

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.15.

5. Juni 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

14. Orgonomie ist Wissenschaft, keine Naturphilosophie!

15. Die Identitätsphilosophie