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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:
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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:
Der Konservative lebt (wenn auch mystisch verzerrt) aus seinem biologischen Kern heraus, der Liberale („Linke“) ist von diesem Kern getrennt und lebt ganz in der sozialen Fassade. Diese Trennung vom biologischen Kern geht einher mit einer Trennung von den Mitmenschen (Selbstsucht) und vom Kosmos („Atheismus“).
Beim Linken dreht sich alles um ihn selbst. Alles dreht sich um das ach so kostbare Ego. Für die Nation, die Familie, den religiösen Glauben, für Traditionen, etc. empfindet er nur Verachtung. Für Mutti war er ein Gott, entsprechend tritt er für den Sozialismus ein, der ihn vor aller Konkurrenz schützt. Wenn er sich opfert, dann nie für andere, sondern aus Protest, weil es nicht nach seinem Willen geht, oder um hinter seine hohlen „Ideale“ ein Ausrufungszeichen zu setzen. Man denke nur an die Selbstmorde der RAF-Mitglieder in Stammheim.
Der Konservative nimmt sich nicht so wichtig. Instinktive weiß er, daß er Teil einer Kette ist, die von der Vergangenheit in die Zukunft reicht, ein winziger Teil eines Ganzen, das für ihn auf ewig unüberschaubar bleibt. Deshalb glaubt er nicht an gesellschaftliche und ökonomische „Eingriffe“. Gleichzeitig ist sein Selbstgefühl und sein Selbstbewußtsein nicht so prekär wie das des Linken, denn der Konservative weiß, wo er steht, kennt seine Identität und kann sich wenn nötig durchsetzen. Sein „Ich“ hat sozusagen Substanz, so daß er sich niemals für eine bloße Idee wie den „Weltfrieden“ opfern würde, sondern allenfalls, wie im Tierreich üblich, für seine Gene. Der Linke haßt Kinder, ermordet sie („Schwangerschaftsunterbrechung“) auf dem Altar seiner „Selbstverwirklichung“ und zerstört die Zukunft der weniger Überlebenden. Für Reichs Konzept „Kinder der Zukunft“ hat er von jeher nur Verachtung übrig.
Es stimmt zwar, daß im Realsozialismus das Wort „Ich“ tabu war und bei den heutigen Linken das „Wir“ im Mittelpunkt steht, aber das ist alles hohl. Der Staat tat alles, um die Menschen zu einer homogenen Masse von lauter Einzelnen ohne Vergangenheit und ohne Verortung zu machen, die sich nicht autonom organisieren können. „Fraktionsbildung“ war die große Sünde. Und das rot-grüne „Wir“ gilt immer nur einer rein abstrakten Menschheit. Kaum sagt jemand auf eine inhaltlich substantielle Weise „wir“ (etwa „wir Deutschen“), wird er niedergeknüppelt. Auch im täglichen Umgang wird man kaum kältere und rücksichtslosere, ja gemeinere Menschen finden als Linke. Dieses Gesocks hat kein Vaterland, keine Vergangenheit und – keine Zukunft!
Ich war ganz und gar nicht zu streng, denn auf die eigentliche Übersetzung, nämlich die des von Reich im Original auf amerikanisch verfaßten Materials, bin ich kaum eingegangen. Ich müßte ein Buch von der Dicke von Kinder der Zukunft schreiben, um darzulegen, was hier fabriziert wurde!
Deshalb nur ein einziger Paragraph, in dem es um die Frage geht, wo der Zugang zur ungepanzerten Rationalität zu finden ist, von der jeder „tief drinnen“ weiß, daß sie der Wahrheit entspricht. Reich weiter (in der Übersetzung von 2018):
Für jemanden, der menschliche Verhaltensweisen wirklich versteht, ist offensichtlich, daß der Zugang zu diesem Gebiet nicht nur verdeckt ist, wie manch anderes Rätsel der Natur, sondern sicher geschützt wird gegen alle Zugangsversuche. Man fühlt sich erinnert an die biblische Legende vom Erzengel Michael, der mit seinem Flammenschwert Adam und Eva den Eintritt ins Paradies verwehrt. Solche Mythen haben tiefere Bedeutung. Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Garten Eden entspricht dem Kontaktverlust des Menschen mit der Natur vor langer Zeit. Er kann nicht mehr zurück, denn er ist „sündig“. Aus unserem Blickwinkel kann er nicht mehr zurück zur Natur aufgrund etwas, was dieser Natur widerspricht. Da der Mensch ein winzig kleiner Teil der Natur ist, muß er deren Gesetze einhalten, ansonsten verliert er seine wahre Natur, wird schwach und gerät in das Durcheinander, das wir heute haben. Es macht wenig Sinn, den Menschen „zurück zu Gott“ zu rufen, ohne daß verstanden ist, was „Gott“ wirklich bedeutet und darstellt. Nicht zu wissen, daß Gott ein Teil dieses Verwehrens des Zugangs ist und die Strafe ein Teil des menschlichen („Sünden“-)Falls. (S. 71f, Hervorhebungen hinzugefügt)
Reich hat aber das Gegenteil geschrieben:
To the one who understands human affairs it is quite obvious that the entrance to this domain is not only hidden as are other riddles of nature; it is well guarded against entry. One thinks of the archangel who, with flaming sword, forbiddingly guards the entrance to paradise in the biblical legend of Adam and Eve. Myths have a very deep significance. The expelling of Adam and Eve from the Garden of Eden refers to man’s loss of his contact with nature long ago. He cannot enter again as long as he is “sinful.” From our viewpoint, he cannot return to nature because of something that contradicts nature. Since man is a tiny part of nature, he must obey its laws, lest he lose his true nature, become unfit, and land in the mess he is in now. There is not much use in calling man „back to God“ unless it is finally understood what „God“ actually means. Not to know God is a part of guarding the entrance, the punishment, a part of man’s downfall. (Hervorhebungen hinzugefügt)
Korrekt übersetzt:
Für jemanden, der menschliche Verhaltensweisen wirklich versteht, ist offensichtlich, daß der Zugang zu diesem Gebiet nicht nur verdeckt ist, wie andere Rätsel der Natur, sondern gegen alle Zugangsversuche sicher geschützt ist. Man fühlt sich an den Erzengel erinnert, der in der biblischen Legende von Adam und Eva mit seinem Flammenschwert den Eintritt ins Paradies verwehrt. Mythen haben eine sehr tiefe Bedeutung. Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Garten Eden entspricht dem Kontaktverlust des Menschen mit der Natur vor langer Zeit. Er kann nicht mehr zurück, solange er „sündig“ ist. Aus unserem Blickwinkel kann er nicht mehr zurück zur Natur aufgrund von etwas, was dieser Natur widerspricht. Da der Mensch ein winzig kleiner Teil der Natur ist, muß er deren Gesetze einhalten, ansonsten verliert er seine wahre Natur, wird lebensuntüchtig und gerät in das Durcheinander, das wir heute haben. Es macht wenig Sinn, den Menschen „zurück zu Gott“ zu rufen, ohne daß endlich verstanden wird, was „Gott“ wirklich bedeutet. Gott nicht zu kennen, ist Teil des Verwehrens des Zugangs, der Strafe, ein Teil des Niedergangs des Menschen. (Hervorhebungen hinzugefügt)