Archive for the ‘Wissenschaft’ Category
nachrichtenbrief207
2. Juni 2024Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 133)
31. Mai 2024[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]
Imgrunde geht es, jedenfalls in Sachbüchern für Fachfremde, immer nur um eins und das betrifft das LSR-Projekt im Kern:
„Leute, ich erkläre euch hier mein Fach. OK, und was folgt aus diesem meinen Fach? Ja, das ist eine Frage des Sollens, da geht es um Werte, damit haben wir naturwissenschaftlichen Experten nichts zu tun, hier bist du, der Leser als politisches Wesen aufgerufen an der Ethik mitzuarbeiten.“ Oder so ähnlich.
Was ist also „die Folge“ von Quantenchromodynamik, Evolutionsbiologie, physikalischer Chemie etc.? Das Über-Ich! Die Wissenschaftler wurschteln so vor sich hin und dann, wenn es um die Resultate und die Vermittlung der Resultate bzw. um deren Konsequenzen geht…: es endet IMMER in einem Appell ans Über-Ich.
Das sieht man bei der Klimadebatte besonders kraß, weil dort seinerseits „das Über-Ich“ auf die Grundlageforschung direkt und unmittelbar rückwirkt. Es ist wirklich wie im finstersten Mittelalter: am Ende (und darum letztendlich auch am Anfang, da Naturwissenschaft von der Gesellschaft abhängt!) steht immer der Priester und die Religion. Heute ist es eher noch weit finsterer als damals. Wenn ich etwa an die „Ethik-Kommission“ für Corona denke, könnte ich mich vor Wut in der Auslegeware festbeißen!
Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 131)
21. Mai 2024[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]
Es ist interessant Reichs Folgerungen aus dem Gefühl, ein bloßer Wurm im Weltall zu sein, mit denen Freuds zu vergleichen. Freud:
Kritiker beharren darauf, einen Menschen, der sich zum Gefühl der menschlichen Kleinheit und Ohnmacht vor dem Ganzen der Welt bekennt, für „tief religiös“ zu erklären, obwohl nicht dieses Gefühl das Wesen der Religiosität ausmacht, sondern erst der nächste Schritt, die Reaktion darauf, die gegen dies Gefühl eine Abhilfe sucht. Wer nicht weiter geht, wer sich demütig mit der geringfügigen Rolle des Menschen in der großen Welt bescheidet, der ist vielmehr irreligiös im wahrsten Sinne des Wortes. (Die Zukunft einer Illusion, STUDIENAUSGABE Bd. 9, S. 166f)
Wie Marx und Diderot will sich auch Freud nicht überwältigen lassen, sondern im Gefolge seines Gottes namens „Logos“ Dämme gegen den Ozean errichten! Wobei Freud et al. verkennen, daß dieses Dämme errichten der wirkliche Ursprung der Religion ist. Man lese nur die Psalmen oder die babylonischen Mythen!
Bei Freud soll aus der unbewußten Verdrängung die bewußte Verurteilung werden (Dämme errichten) – dagegen Reichs gefühlsmäßige Einheit von Sexualität und Religion, d.h. die Versöhnung mit dem Ozean, mit dem „Menschentiersein“ – wie bei LaMettrie.
Die Religiösen spüren ganz genau, daß die Naturwissenschaft ihr Todfeind ist. Daß sie früher oder später langsam aber sicher die Fundamente der Religion unterspült. Die einzige Überlebenschance ist, Religion und Wissenschaft separat zu halten. Sobald aber Gott angetastet wird, rasten sie aus. Entsprechend können sie Freuds Die Zukunft einer Illusion akzeptieren (denn der hat, nach eigenem Eingeständnis in Das Unbehagen in der Kultur, keinen Zugang zum religiösen Gefühl), während Reichs Buch über „die Illusion einer Zukunft (für den Mystizismus)“, Äther, Gott und Teufel, niemals akzeptiert werden wird. Und das eben nicht nur, weil Freud das Über-Ich anerkennt, Reich nicht, sondern weil Reich den lieben Gott eben nicht nur eine bloße Illusion sein läßt, zu der jeder sagen kann, daß er es besser weiß („ich habe Gott geschaut“) – Reich nimmt ihnen Gott aus dem Himmel weg und untersucht ihn im Reagenzglas. Das können sie nicht ertragen. – Reichs Orgonphysik ist nichts anderes als eine konsequente Fortführung von dem, was Reich von der LSR-Essenz erfaßt hat!
Hitler!
18. März 2024Gestern sprach ich eingangs über Hitler. Er beherrscht das wackelige Konstrukt „BRD“ weitaus totalitärer als je das Großdeutsche Reich. Er ist unser eigentlicher Staatschef! Alles, wirklich alles, was regierungsamtlich und „oppositionell“ in diesem Land geschieht, bestimmt einzig und allein er. Die Verdrängungseinwanderung, die Arabisierung und Vernegerung, die Vermännlichung des deutschen Weibes und die systematische Verschwuchtelung des deutschen Mannes, die woke Indoktrination von der Kinderkrippe anwärts, die Verschandelung und Entsakralisierung der deutschen Landschaft durch Vogelschredder, das Feiern und Preisen alles Kranken, Entarteten, Häßlichen, Degenerierten, Perversen, Fremden – alles nur, um etwas „gegen Hitler zu tun“.
Selbst die Außenpolitik wird einzig und allein von Hitler bestimmt. Wer erinnert sich noch an den grünroten Angriffskrieg gegen Jugoslawien „wegen Auschwitz“?! Man müsse etwas gegen „Putler“ tun, sonst wird er sich nicht mit der Ukraine begnügen, sondern auch andere Länder Ost- und Mitteleuropas angreifen, – genau wie es Hitler damals getan hat. Man dürfe nicht die Fehler der Appeasement-Politik wiederholen und wie damals sei auch heute Amerika das letzte Bollwerk gegen die Barbarei. „Putler will die Weltherrschaft!“
Das ganze kann man nur mit Reichs Massenpsychologie des Faschismus verstehen. Hitler war und ist ein nichts! Warum er dann alles bestimmt? Weil er alles war und alles ist! Er kam nur deshalb an die Macht und konnte sich bis zum bitteren Ende halten, weil seine Charakterstruktur auf denkbar perfekte Weise die Struktur des durchschnittlichen Massenindividuums widerspiegelte, dessen geheimsten Sehnsüchte und Ängste: „Rebellion gegen die Autorität mit gleichzeitiger Anerkennung und Unterwerfung“ (S. 54).
Heute ist, wie im gestrigen Blogeintrag erläutert, die Autorität aber nicht mehr vertikal, sondern horizontal. Die gesellschaftliche Dynamik wird nicht mehr vom Gegensatz zwischen dem Oben und dem Unten bestimmt („Rebellion gegen die Autorität mit gleichzeitiger Anerkennung und Unterwerfung“), vielmehr ist der gesellschaftliche Grundkonsens jedwede Autorität zu nivellieren, bis alles „horizontal“ eingeebnet ist. Entsprechend sind Figuren wie Trump oder Putin, „alte weiße Männer“, aus der Zeit gefallen. Insbesondere der Kult des Mächtigen und Schönen, den Hitler betrieb, wird unerträglich, da wir uns mit den Ohnmächtigen und Häßlichen identifizieren.
Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 113)
3. März 2024[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]
Warum betreibt „man“ Wissenschaft, Experimente, Beobachtungen, Studien, etc.? Um zu wissen, ob man noch „in tune“ mit der Natur ist. „Aber was geht mich ‚die Natur‘ an?“ Antwort: weil man sich ansonsten in der irrationalen Menschenwelt selbst verliert. Das war wohl auch Reichs Grund, warum er Wissenschaft (eben seine Orgonomie) betrieben hat: um nicht verrückt zu werden. In gewisser Weise nimmt die Wissenschaft die Rolle der Religion ein. In gewisser Weise! Religion ist Rückbindung an das Über-Ich, Naturwissenschaft ist das genaue Gegenteil: Rückbindung an die objektive Wirklichkeit.
Letztendlich stellt sich hier die Frage nach „Gott“. Wer oder was, zum Geier, das sein soll? Die einzige Möglichkeit nicht wahnsinnig zu werden! „Gott“ ist einfach Kontakt. Es ist die allmorgendliche Erleichterung, daß im Gegensatz zur surrealen Traumwelt, in der wir den alltäglichen Wahnsinn verdauen, die Naturgesetze noch immer gelten. In diesem Sinne ist selbst so eine esoterische Frage, wie die, ob es den Urknall wirklich gegeben hat, sinnvoll und wichtig. Wichtig zur Orientierung, zur Selbstvergewisserung. Es hat etwas ungemein Beruhigendes, aus der surrealen neurotischen Welt der Menschen in die „reale“ Welt der Naturgesetze treten zu können.
Der Neurotiker orientiert sich nach seinen Mitmenschen (d.h. seinem Über-Ich). Der freie („über-ich-lose“) Mensch muß sich auch nach etwas richten: nach der Natur. Das ist Orgonomie und deshalb gibt es jenseits der Orgonomie überhaupt keine Wissenschaft, sondern nur das blöde Geblöke der Herdentiere – das Über-Ich.
Was tun aber Wissenschaftler leider gemeinhin? Sie richten sich stets nach anderen Wissenschaftlern, was soweit geht, daß 99,9% aller Wissenschaftler Theorien, etwa der Urknall-Theorie folgen, die schon längst widerlegt sind. Das hat nichts mit Wissenschaft und alles mit Herdentrieb und Über-Ich zu tun. Und dann kommen Leute wie Reich und Halton C. Arp, die sich als „Eigner ihrer selbst“ (ein passender Begriff fällt mir im Moment nicht ein) nicht nach der Herde, sondern nach der Natur richten. Klar, daß die Massenwahnsinnigen ihnen vorwerfen einem Privatwahn verfallen zu sein. Auch klar, daß diese Solitäre aufgrund ihrer grotesk geringen Ressourcen hier und da einen unglaublichen Blödsinn verzapfen, aber diese Fehler sind proportional belanglos und nicht das Thema.
Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 112)
28. Februar 2024[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]
Reichs Ansatz kann man als „monomanisch“, wenn nicht „egomanisch“ kritisieren, weil er sich dem Druck des Wissenschaftsbetriebs entzogen hat. Entsprechende Kritik wehrte er ab mit einem „Egomanischem“: Wenn Ihr Euch nicht die Mühe gebt, mich zu studieren, warum soll ich mir dann die Mühe geben, all die Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen, die sich hinter Eurer Kritik verbergen?! – Natürlich hat er sehr wohl Kritik akzeptiert, aber nur solche, die ihn vorangebracht hat. Er hat nicht die Fachkritik an den bioelektrischen Experimenten akzeptiert, weil ein Eingehen auf diese Kritiken ihn zu viel Arbeit gekostet und ihn finanziell ruiniert hätte. Und das alles nur um einen Befund „wissenschaftlich“ zu sichern, der von Anfang an nach menschlichem Ermessen gesichert war (und mit heutigen Meßinstrumenten bestätigt wurde). Die Kritik an den Bion-Experimenten (mangelnde Sterilisation) hat ihn (über das Glühen von Seesand) zur Entdeckung des Orgons geführt.
Wie ist er denn zur Atomphysik gekommen? Seine Orgasmustheorie wurde kritisiert. Dagegen hat er die Bionforschung gesetzt, die zum Orgon führte. Er wurde wieder kritisiert und hat daraufhin das damals „wissenschaftlichste“ (zugängliche) Instrument zur Hand genommen: den Geigerzähler. Um daraufhin nur noch heftiger kritisiert zu werden.
Reich meinte, die Welt mit seiner „einzigen Entdeckung“ (orgastische Plasmazuckung) aus den Angeln zu heben: bei einem solchen Anspruch kann es keine Grenzen zwischen Physik, Medizin, Politik, Religion, Kunst, Kindererziehung, Mathematik, etc. geben. Es geht um eine ganze Gegenzivilisation: „Bin ich ein Außerirdischer?“ Letztendlich geht es doch darum, ob man an „das System“ (die gepanzerte Zivilisation) glaubt oder ihm in Fundamentalopposition gegenübersteht. Das meinte Reich wohl auch letztendlich mit „immanenter Kritik“: „Auf welcher Seite der Barrikade stehst du?!“
Was ist eigentlich „Wissenschaft“? Doch nichts anderes als der Versuch, die „Magie“ durch eine bessere Methode zu ersetzen. Statt Gebete an den Flußgott bessere Kanus bauen. etc. In diesem Sinne waren auch LaMettrie („die Kunst Wollust zu empfinden, indem man die moralistischen Hirngespinste vertreibt“) und Stirner („die Magie der platonischen Begriffe [‚Menschheit‘] zerschlagen“) sehr wohl Wissenschaftler. Für Reich wurde Wissenschaft synonym mit der Zerschlagung der Panzerung (sozusagen = „Totem und Tabu“) – und deshalb waren für ihn alle anderem Wissenschaftler im tiefsten Sinne unwissenschaftlich. Oder, um mit Stirner zu reden: alles wird toleriert, solange man nicht die „Sittlichkeit“ selbst angreift.
Reichs Schüler Morton Herskowitz, der sicherlich zu denen gehörte, die bei Reichs Experimenten nur verständnislos nicken konnten, hat einmal gesagt, daß er im Laufe der Jahre immer wieder zu sich selbst gesagt habe: „Ach, haben die das auch endlich entdeckt, Reich wußte das schon vor x Jahren!“ Reich wußte das, weil er außerhalb der Falle, „jenseits der Barrikade“ stand, und von daher die Natur ohne ideologische Brille betrachten konnte.
Noch mal: Woher wußte Reich Dinge, die „die“ bis heute nicht kennen? Weil er einer anderen Logik gefolgt ist. Oder überhaupt einer Logik. Wenn man die „normale“ Wissenschaft so betrachtet, fragt man sich immer wieder, was die da eigentlich machen: es ist alles so zusammenhanglos und macht imgrunde gar keinen Sinn, aus dem einfachen Grunde, weil alles gleich gewichtet wird. Das wird unmittelbar einsichtig, wenn man die Sexualforschung, also Reichs ureigenstes Gebiet betrachtet. Und dann kommt da Reich, behauptet „ego- und monomanisch“, daß seine und nur seine Sichtweise die einzig naturgemäße ist – und behält recht. Dieses „Ich und nur ich allein halte den Schlüssel für die Zukunft des Planeten in den Händen!“
Der schwarze Pharma-Modju und seine roten Bluthunde
24. Februar 2024Wie in Der Rote Faden (Bd. 2) dargelegt, hat der schwarzfaschistische Pharma-Modju im Verbund mit den roten Faschisten Reich ermordet. Wovon ich um alles in der Welt rede? Hallo! Man schaue sich doch bitte die gegenwärtigen Regierungen von Deutschland („Deutschland“ Lol!), Großbritannien und insbesondere Frankreich an!
Frankreich, mit dem wir durch die antidemokratische Organisation „EU“ verbunden sind wie siamesische Zwillinge, hat jetzt etwas ratifiziert, was Kritiker als „Pfizer-Gesetz“ bezeichnen. Es kriminalisiert Kritik an mRNA-Impfstoffen und sichert im Namen der Political Correctness dergestalt die Profite der Pharmariesen. Auf Deutschland übertragen würde dich Kritik an Lauterbachs Politik bis zu 45.000 Euro kosten und dir bis zu drei Jahre Gefängnis eintragen. Man muß schließlich hart gegen Schwurbler vorgehen!
Es geht um exakt das gleiche wie bei der Verfolgung Reichs in den 1950er Jahren. Damals mußte die Bevölkerung vor der Propaganda für den Orgonenergie-Akkumulator geschützt werden, damit sich die Kranken richtig behandeln lassen. Das „Pfizer-Gesetz“ zielt nun gleichfalls auf die Bekämpfung von Fehlinformationen ab, insbesondere was die mRNA-Technologie betrifft. Der „wissenschaftliche Konsens“ wird letztendlich mit Waffengewalt durchgesetzt!
Ich habe hier immer noch das Flugblatt von meiner lokalen Antifa bzw. den Pfizer-Partisanen von vor drei Jahren rumliegen. Irgendwie läßt mich dieser Text selbst nach all dieser Zeit nicht los:

SCHLUSS MIT SCHWURBEL
Beinahe jede Woche sieht man seit vielen Monaten in Deutschland dasselbe Bild: Ohne Abstand und Masken tanzen Querdenker*innen und Schwurbler*innen mit Nazis und Reichsbürger*innen Polonaise durch die Innenstädte, sei es im letzten Sommer in Berlin oder wie zuletzt in Leipzig, Kassel und Stuttgart. Auf den Bühnen wird dabei unter großem Applaus keine Chance ausgelassen, absichtlich wissenschaftliche Fakten zu verdrehen, mit Nazis und Pädophilen zu kuscheln und den Holocaust zu relativieren. In den krudesten Verschwörungstheorien wird vor allem Antisemitismus immer wieder befeuert. Nicht selten werden auf den Demonstrationen Journalist*innen und Gegendemonstrant*innen attackiert. Die Polizei lässt sie dabei gewähren, immer wieder tauchen Fotos von Polizist*innen auf, auf denen sie Hand in Hand mit Querdenker*innen gehen. Die Gegendemonstrationen hingegen werden mit Gewalt zerschlagen, obwohl sich hier an die Hygienemaßnahmen gehalten wird. Auch in Hamburg gab es mehrfach größere Demonstration (sic!) auf denen sich dieses Bild gezeigt hat.
Von rechten und rechtsextremen Parteien und Gruppierungen hat man schon von Anfang an ein großes Interesse an der sogenannten „Querdenken-Bewegung“ beobachten können. Dabei beteiligen sie sich aktiv an Demonstrationen und übernehmen Themen und Parolen. NPD, AfD und auch gewaltbereite Bruderschaften sehen in der Bewegung ein großes Mobilisierungspotential für sich und versuchen dadurch massiv neue Wähler*innen und Mitstreiter*innen zu gewinnen.
In diesem Zusammenhang kann man auch in Hamburg wieder ein verstärktes Auftreten rechtsextremer Gruppierungen beobachten, so hat die npd vor (sic!) in letzter Zeit auch in Hamburg Nord großflächig plakatiert und auch völkische Gruppen wie die sogenannte „Identitäre Bewegung“ treten immer selbstbewusster auf. Recherchen des Online-Portals „EXIF“, die durch die WDR-Sendung „Monitor“ bestätgt wurden, legen ein breites Netzwerk an Mitstreiter*innen rund um die rechtsextreme sogenannte „Gruppe S.“ offen, die Terroranschläge in ganz Deutschland plante. Auch Hamburger Neonazis waren darin verstrickt, die in öffentlichen faschistischen Facebookgruppen verkündeten, dass sie dabei sind, sich zu bewaffnen. Nach den rassistischen Anschlägen in Halle, Hanau und der Ermordung Walter Lübckes müssen solche Ankündigungen mit aller Ernsthaftigkeit verfolgt werden. Die Hamburger Behörden lassen diese Vorfälle jedoch ohne Konsequenzen geschehen.
Die „Querdenken-Bewegung“ wirkt wie ein Nährboden, auf dem die alten vergammelten rechtsextremem und faschistischen Ideologien wieder neu und ungestört gedeihen können. Indem sie sich mit antisemitischen Verschwörungstheorien und pseudo-wissenschaftlichen Falschbehauptungen verflechten schaffen sie ein brandgefährliches Klima, dem wir uns entschlossen entgegenstellen müssen.
Die Polizei stellt gegen diese Umtriebe nicht nur immer wieder ihre eigene Unfähigkeit unter Beweis, vielmehr sieht man nicht nur anhand der immer wieder aufgedeckten rechtsextremen Netzwerke in der Polizei, dass sie selber tief in diesen verwurzelt ist. Deshalb ist die Organisation und Vernetzung eines stabilen antifaschistischen Widerstandes um so wichtiger. Kein Fußbreit den Faschisten und Leerdenker*innen in Hamburg Nord!

FÜR EINEN SOLIDARISCHEN UMGANG IN DER KRISE
Corona ist so real wie alle knapp 80.000 Todesfälle (stand 5. April), die es bisher allein in Deutschland gefordert hat. Ohne uns von der zweiten Welle aus dem Januar erholt zu haben, befinden wir uns jetzt schon mitten in der dritten Welle. Das ist die Folge vorschneller Lockerungen und eines zu schwachen Lockdowns, der nur die Freizeit einschränkt und die Wirtschaft weiter laufen lässt. Immer wieder kommt auch der Vorschlag für eine Ausgangssperre auf, auch bei uns in Hamburg wurde über Ostern und erstmal bis zum 18. April eine solche beschlossen – Das Problem: Während die Ausgangssperre sich weiter nur auf das Privatleben auswirkt, bleiben Fabriken und Betriebe weiter offen. Die Kosten für diese inkonsequente Ausklammerung der Wirtschaft müssen sowohl Kultur, Gastronomie und Einzelhandel, die seit Monaten geschlossen bleiben müssen, als auch die Gesellschaft, die trotz harter Einschränkungen in der Freizeit immer mehr Tote zu beklagen hat.
Auch im Privaten trifft die Krise nicht trifft alle gleich. Während sich die Quarantäne in exlusiven (sic!) Villen mit großen Gärten an der Alster und uneingeschränkten Online-Möglichkeiten ganz gut aushalten lässt, fällt den Menschen in vielen anderen Haushalten mit viel zu kleinen Wohnungen die Decke auf den Kopf. Auch die technischen Voraussetzungen reichen oft nicht fürs Home-Office oder -Schooling. Die Folgen sind unter anderem eine Zunahme häuslicher Gewalt, Jugendliche, die in der Schule nicht mehr mitkommen und totale Überforderung. Durch die Umstellung auf Kurzarbeit oder dem kompletten Verlust des Arbeitsplatzes kommt noch ein größeres Armutsrisiko dazu. Trotzdem schütten die Konzerne, die ihren Mitarbeiter*innen jetzt weniger Lohn geben, Rekord-Dividenden an Aktionäre aus, die Kluft zwischen Arm und Reich wird durch die Krise nochmal deutlich größer. Die kapitalistische Absurdität und soziale Ungerechtigkeiten zeigen sich in der aktuellen Krise unverschönt!
Wir fordern einen echten solidarischen Lockdown, der im Interesse der Menschen steht und nicht nur das kapitalistische System schützt. Um unzählige weitere Todesfälle zu verhindern, müssen alle nicht lebensnotwendigen Betriebe für ein paar Wochen geschlossen werden und zwar bei vollem Lohnausgleich für die Beschäftigten, finanziert durch die Profite der Krisengewinnler!
Kommt mit uns auf die Straße! Stellt euch dem Verschwörungswahn und den neuen rechten Umtrieben entschlossen entgegen und erkämpft euch einen solidarischen Lockdown!
Politik und Polizei werden uns nicht helfen – wir müssen selber aktiv werden!
Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 111)
21. Februar 2024[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]
Im letzten Teil erwähnte ich die Entdeckung des Orgons. Was, um alles in der Welt, hat „Der Einzige und sein Eigentum“ mit dem Orgon zu tun?
Betrachten wir die Übersetzungen des Titels von Stirners Buch, denn Übersetzungen sind immer auch Interpretationen.
Eine freie Übersetzung im Sinne von englischem Sprachgefühl und Eingängigkeit ist „The Ego and Its Own“, also „Das Ich und sein Eigentum“. Diese Übersetzung ist ganz offensichtlich sinnentstellend und befördert sofort DAS Mißverständnis, dem Stirners Werk von jeher ausgesetzt war: Stirner vertrete einen engherzigen, „kleinbürgerlichen“ Egoismus und untermauere nur das ideologisch, was im realen Leben ohnehin vorherrscht.
Die korrekte Übersetzung ist natürlich „The Unique One and Its Own“, „Der Einzigartige und sein Eigentum“, aber das verschlimmbessert eher noch den genannten, mehr gängigen englischen Titel. Man muß unwillkürlich an eine Apotheose des Narzißmus denken, „Cäsarentum“, Größenwahn, sozusagen „egozentrischer Egoismus“!
Die Einzig passende Übersetzung ist die Wortwörtliche: „The Only One and His Own“. Es handelt sich, wie Marx es in Die Deutsche Ideologie ausdrückt, um ein Buch, das, ähnlich dem Koran, „bekanntlich gegen Ende 1844 aus dem Himmel herabgefallen (war) und bei O. Wigand in Leipzig Knechtsgestalt angenommen (hatte)“. Es geht um Gott! „Der Einzige“ ist Gott und „sein Eigentum“ ist die Schöpfung; seine Schöpfung, die er aus freier Willkür aus dem Nichts erschaffen hat.
Das wird ja immer schlimmer! Will sich Stirner, in einem allen Grenzen sprechenden Egoismus, Narzißmus, „Solipsismus“, quasi „satanisch“ an die Stelle Gottes setzen? Fragen wir lieber, wer oder was denn dieser „Gott“ ist! Gott ist „einzig“, weil vor ihm nichts war, d.h. er ist der Einzige der wahrhaftig spontan, WILLKÜRLICH handeln kann außerhalb jedweder Kausalkette. Und genau darum geht es dem Atheisten Stirner, um nichts anderes: spontanes Funktionieren und dessen Rehabilitation.
„Der Einzige und sein Eigentum“ bedeutet: du (jeder von uns) ist seinem Wesen nach „einzig“, d.h. nicht in Kategorien zu fassen. Und was soll wiederum das bedeuten? Du bist Spontanität, du bist spontanes Funktionieren. (Bist du nicht spontan, bist du bereits tot!) Du hast, um Stirner zu paraphrasieren, deine Sache auf nichts gestellt! Du bist du selbst, d.h. keine Marionette, die von einem Über-Ich mit Fäden bewegt wird.
Und genau hier kommt die Orgonenergie ins Spiel, denn ihr Grundcharakteristikum ist eben das: spontanes Funktionieren, spontane Bewegung jenseits von mechanischen und thermodynamischen Gesetzen. Das reicht vom spontanen Temperaturanstieg im Orgonenergie-Akkumulator (Einstein sprach gegenüber Reich von „einer Bombe in der Physik“) bis zur Selbstregulation des Kindes.
„Der Einzige und sein Eigentum“ ist der ungepanzerte Mensch, der Mensch ohne „Über-Ich“, der zusammen mit anderen Ungepanzerten seine ihm gemäße Welt erschafft. Entsprechend ist es so, daß nicht nur die vermeintlichen „Atheisten“, die „den Einzigen“ beispielsweise die Aufgabe „Humanität“ aufoktroyieren wollen, tatsächlich nichts weiter als Pfaffen sind, sondern auch die vermeintlichen „Naturwissenschaftler“ sind bloße „Mechanisten“ – einer Mechanik, an deren Schalthebeln doch nur wieder „Gott“ steht. Das zeigt sich spätestens dann, wenn diese vermeintlichen „Naturwissenschaftler“ Fragen der Ethik, Fragen „des Sollens nicht des Seins“, explizit den ausgesprochenen Pfaffen überlassen. Spontanes Funktionieren ist ihnen wesensfremd, das Orgon ist ihnen fremd, letztendlich sind sie sich selbst fremd – sie sind gepanzert. Tote Marionetten des Über-Ich!
















