Posts Tagged ‘Mystizismus’

THE JOURNAL OF ORGONOMY: chronological index vols. 1-57 (1967-2025)

7. Dezember 2025

THE JOURNAL OF ORGONOMY: chronological index vols. 1-57 (1967-2025)

Wilhelm Reich, Physiker: 1. Biophilosophie, c. Antifunktionalismus: Der Geist in der Maschine

6. Dezember 2025
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W:ilhelm Reich, Physiker: 1. Biophilosophie, c. Antifunktionalismus: Der Geist in der Maschine

Peter Töpfer (Teil 5)

24. November 2025

Zur Illustration der „tiefen Identität“, von der Dugin in Eurasische Mission spricht, beruft sich Töpfer in seinem Vorwort offensichtlich zustimmend auf Richard Wagner, der „Gefühl und Wirklichkeit (gleichsetzt)“ (S. XIV). Hier paßt, was Reich über das nationalsozialistische „Blutwallen“ geschrieben hat:

Was verbirgt sich also hinter dem Mystizismus der Faschisten (…)? Die Antwort darauf gibt die Analyse der von Rosenberg im Mythus des 20. Jahrhunderts geführten „Beweise“ für die Gültigkeit der faschistischen Rassentheorie. Rosenberg schreibt gleich im Beginne: „Die Werte der Rassenseele, die als treibende Mächte hinter dem neuen Weltbild stehen, sind noch nicht lebendiges Bewußtsein geworden. Seele aber bedeutet Rasse von innen gesehen. Und umgekehrt ist Rasse die Außenwelt der Seele.“ Hier haben wir eine der unendlich vielen, typisch nationalsozialistischen Phrasen vor uns, Sätze, die auf den ersten Blick keinen Sinn verraten, ja ihn wie absichtlich zu verhüllen scheinen, auch vor dem Schreiber dieser Sätze selbst. Man muß die massenpsychologische Wirkung gerade solcher mystischen Sätze kennen und gebührend einschätzen, um auch ihre politisch-irrationale Wirkung zu begreifen. Weiter: „Rassengeschichte ist deshalb Naturgeschichte und Seelenmystik zugleich, die Geschichte der Religion des Blutes aber ist umgekehrt die große Welterzählung vom Aufstieg und Untergang der Völker, ihrer Helden und Denker, ihrer Erfinder und Künstler.“ Die Anerkennung dieser Tatsache ziehe die Erkenntnis nach sich, daß das „Kämpfen des Blutes“ und die „geahnte Mystik des Lebensgeschehens“ nicht zwei verschiedene Dinge seien, sondern ein und dasselbe auf verschiedene Weise darstellen. „Kämpfen des Blutes“ … „geahnte Mystik des Lebensgeschehens“ … „Aufstieg und Untergang der Völker“ … „Blutsvergiftung“ … „jüdische Weltpest“ …, dies alles liegt auf einer Linie, die beim „Kämpfen des Blutes“ beginnt und weltanschaulich bei blutigem Terror gegen den „jüdischen Materialismus“ von Marx und beim Judenmord endet. Man tut der Sache der menschlichen Freiheit nichts Gutes an, wenn man diese Mystik nur verlacht, statt sie zu entlarven und auf den ihr zugrundeliegenden irrationalen Gehalt zu reduzieren. Das meiste und praktisch wichtigste daran ist irrational und mystisch aufgefaßter biologischer Energieprozeß, extremer Ausdruck reaktionärer Sexualideologie. Die Weltanschauung von der „Seele“ und ihrer „Reinheit“ ist die Weltanschauung der Asexualität, der „sexuellen Reinheit“, also im Grunde eine Erscheinung der durch die patriarchalische autoritäre Gesellschaft bedingten Sexualverdrängung und Sexualscheu. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 91f)

Töpfer ist bekennender Reichianer und der „Eurasier“ Dugin ist nun wirklich so ungefähr das Gegenteil eines Verfechters einer „reinen“ Rasse, was bleibt ist aber der Appell ans Gefühl und an die „Tiefe“. Nicht, daß irgendetwas gegen „Gefühle“ und „Tiefe“ spricht! Der Unterschied ist trotzdem ein fundamentaler: Wagner, Heidegger und Konsorten verlieren sich im Ungefähren und Ambivalenten, nicht klar Formulierbaren: die Wirklichkeit wird zu einer Sache bloßen „Empfindens“… Während für Reich klare Gedanken der Ausdruck klarer Gefühle und Emotionen sind, die sich orgonometrisch („dialektisch“) ausformulieren lassen, verkörpern diese Leute das Pathos des im Unklaren Lassens: das „Ahnen“.

Töpfer beruft sich bei seinen Querfrontbestrebungen, Dugin fortspinnend, nicht zuletzt ausgerechnet auf Reich (sowie Fritz Perls und Arthur Janov…). In Gestalt des frühen linken und des späten konservativen Reich biete sich ein Schnittstelle zwischen linken und rechten Antiglobalisten an (S. XVI). So, als wenn wir das ganze nicht schon hatten, etwa in Gestalt des bekennenden Sozialisten Joseph Goebbels. Jede Querfront, wie sie etwa im Begriff „Nationalsozialismus“ zum Ausdruck kommt, vereinigt den Mystizismus der Rechten, der biophysisch im Solar Plexus zentriert ist (verkörpert im Duginschen Symbol der acht Pfeile, die von einem Zentrum ausgehen) und den kopfzentrierten Mystizismus der Linken, mit ihren „Visionen“ einer besseren Welt. Letztendlich bestimmt hier nicht das Orgon („die Sexualität“) die Agenda, sondern die Panzerung („die Sexualabwehr“), weshalb das „offensichtlich deplazierte“ obige Zitat aus der Massenpsychologie eben doch trifft. In diesem Zusammenhang sei auch auf das „theistisch-agnostische Bündnis“, das Töpfer ein Jahr später in seinem Buch Pan-Agnostik anvisiert, mit dem wir uns im nächsten Teil beschäftigen werden. Ich habe diese ganze Syndrom als Blauen Verschißmus bezeichnet.

In Harmonie mit der soziopolitischen Orgonomie, Töpfer zitiert dazu ausdrücklich Elsworth F. Baker (S. XVI), wendet sich Dugin gegen die anti-autoritären („liberalen“) unipolaren (zentralistischen) „Atlantiker“ und setzt dagegen die kontinentalen autoritären („konservativen“) multipolaren „Eurasier“. Künstliche zentrale Autorität („Washington“) gegen gewachsene lokale Autoritäten. Energetisches Orgonom (weitausgreifende Kreiselwellen-Bewegung, Gehirn) gegen „konservative“ stationäre Pulsation (orgonotisches System, Solar plexus). „Die alte, zentralisiert unipolare Welt mit ihrem einzigen, satanischen Hirten zur reinen Versklavung aller Völker mittels Atomisierung – der verwüstenste aller Wüstenstürme, inakzeptabel, unerträglich –, sie geht unter“ (S. XXVI). Töpfer spricht im Zusammenhang mit DeMeos Saharasia-Theorie von der „Geopolitik des seelischen Elends“ und will das „neolithische Matriarchat“ mit der unserer Natur entsprechenden „Mikrogesellschaft“ wiederherstellen (S. XXV).

Klingt doch alles sehr gut! Nun ja, was die uns hier nicht weiter interessierenden geopolitischen Ausführungen von Dugin selbst betrifft: auf weltpolitischer Ebene ist die „Geopolitik“ eine exakte Entsprechung der „Gesellschaftspolitik“ auf nationaler (und mittlerweile europäischer und UN-) Ebene – sie ist Emotionelle Pest. Politik sollte einfach nur Staatskunst sein, wie sie beispielsweise die CDU bis Ende der 1960er Jahre betrieben hat, und sonst nichts. Es ging schlicht darum, der Wirtschaft und Gesellschaft eine effiziente Verwaltung zur Verfügung zu stellen, ohne großen Anspruch auf die Gesellschaft einzuwirken. Das änderte sich mit dem schleichenden Einfluß des Kommunismus durch die sozialdemokratische Pest, die das Land mit „Reformen“ überzog und die „Lufthoheit über die Babykrippen“ erlangen wollte. Genauso ist es auf globaler Ebene mit den „Neocons“ in den USA und den Dugins in Rußland und China bestellt. Statt einfach nur Diplomatie im Sinne Bismarcks zu betreiben, werden „Großräume“ abgesteckt und von einer „vierten politischen Theorie“ schwadroniert! Man verschone uns mit „Gefühlen“ und „Visionen“. Wer sowas in die Politik trägt, sollte, frei nach Helmut Schmidt, zum Arzt gehen.

Peter Töpfer (Teil 4)

23. November 2025

Wir springen ins Jahr 2022 und landen bei dem Buch von Alexander Dugin Eurasische Mission (Eine Einführung in den Neo-Eurasianismus, London: Arktos) bzw. bei Töpfers Vorwort: „Das Radikale Subjekt als Katechon“. Das gemahnt natürlich an Laskas Auseinandersetzung mit Carl Schmitt und dessen Ringen mit Max Stirner. Der „Katechon“ stellt sich dem Kommen des Antichrist entgegen, also dem nihilistischen, haltlosen Liberalismus des Westens bzw. dem, was Charles Konia als „antiautoritäre Gesellschaft“ mit ihrer nihilistischen relativen Moral bezeichnet hat.

Töpfer plaziert also das „radikale Subjekt“ in Stellung gegen den alles zersetzenden Liberalismus des Westens. Dieses Subjekt scheint jedoch merkwürdig verkümmert zu sein, denn er konstatiert, daß „die Motivation von Handlung, (…) immer aus einer Unzufriedenheit (Nichtbefriedigtheit) heraus geschieht. Und nur für uns soll alles geschehen. Dugins Manifest der Globalen Revolutionären Allianz wird mit dem Motto Unzufriedene auf der ganzen Welt, vereinigt euch! eingeleitet“ (S. X). In meiner Welt folgen Handlungen eher aus einem Wohlgefühl der Stärke und des Überflusses. Töpfer und Dugin hingegen geht es um den „existentialistischen“ Heideggerschen Menschen: ein Seiendes, das sich zu seinem eigenen Sein verhält. Es ist ein Da-Sein, dessen Hauptmoment die Sorge ist. Diese hört auf, wenn wir, frei nach Dugin und Töpfer, die Trennung von Objekt und Subjekt, Sein und Denken aufheben und ganz „postphilosophisch“ zum bloßen Ereignis werden: Authentizität, die in „existentieller Politik“ mündet (S. XII-XIV). An die Stelle der Moderne soll die Archaik treten, die, wie angedeutet, mit Heidegger „alle modernen philosophischen Konzepte auslöscht: Subjekt, Objekt, Realität, Zeit, Raum, Technik, das Individuum usw.“ (S. XXIII). Für mich klingt das nach infantilistischer Hippie-Kultur und – Nationalsozialismus!

Das rationale Individuum geht in einem irrationalen narzißtischen Brei aus purem Affekt auf. Dugin präsentiert seine „vierte Theorie“ als Alternative zum westlichen Antiautoritarismus, sie ist aber kaum mehr als eine weitere Facette dieses weltweiten Phänomens. Der Epochenbruch von 1960, der Übergang von einer autoritären zu einer antiautoritären Gesellschaft, ist an Rußland nicht vorbeigegangen, genausowenig wie beispielsweise an irgendeinem Landstrich der islamischen Welt. Ein beredtes Beispiel ist der Pop-Islamismus von ISIS.

Töpfer verbindet die von Reich und Elsworth F. Baker vertretene Theorie, daß der Liberale „keinen Kern“ hat, mit Dugins durch Heidegger inspirierte Vorstellung, daß der Liberale keine tiefe Identität hat, also quasi, wenn man so sagen kann, hohl ist und „implodieren“ muß, um „die Selbstbestätigung als die einzigartige und ultimative Instanz des Seins“ zu erreichen. Infolge erscheint das wahre Selbst. „Das Selbst entdeckt in seiner Radikalisierung nicht nur seine Transpersonalität und Weltverbundenheit, sondern auch sein Bedürfnis nach Verwurzelung“ (S. XVII). Aus dem Nichts erwächst so das Authentische und der „Katechon“ erhebt sein Haupt.

Was hier beschrieben wird, ist jedoch nicht etwa der Ausgang aus der Falle, sondern der Circulus vitiosus der Falle selbst. Die Falle ist: Die notwendige konservative Abwehr der sekundären Triebe betrifft auch die primären Triebe, die dergestalt in sekundäre Triebe umgeformt werden. Dagegen bäumen sich die freiheitskrämerischen Liberalen auf und setzen noch mehr sekundäre Triebe frei, bis sie schließlich desillusioniert dem Konservativen recht geben und zu Kreuze kriechen, auf daß die ganze Scheiße von vorne beginnt. Der einzige Ausweg aus der Falle ist die Aufklärung über diesen Mechanismus und die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Trieben. Genau das hintertreiben Töpfer und Dugin jedoch mit ihrem kategorienverwässernden Obskurantismus.

Die Duginsche „Implosion“ mit ihrem Tribalismus, Emotionalismus und untergründigem Mystizismus ist nicht etwa Ausdruck eines Impulses, der sich gegen die antiautoritäre Gesellschaft und den Gesamtwahnsinn der Falle stellt, sondern direkter Ausdruck dieser. Das reicht vom „Tribal Tattoo“ der Jahrtausendwende bis hin zum heutigen „Meine wahre Identität ist ein lila Space-Fury-Fuchs vom Andromeda“ und anderen Besessenheitsphänomenen. Die Gesellschaft implodiert und reorganisiert sich auf immer primitiverer Ebene – gesellschaftlicher bionöser Krebszerfall! Aus diesem Grund hat die Orgonomie in den 1960er Jahren in keinster Weise sich der „Gegenkultur“ der 1960er und dem New Age der 1980er Jahre angeschlossen. Das ganze ist ihr so fremd und antithetisch wie – Arthur Janov. In diesem Zusammenhang ist es kein Zufall, daß sich Töpfer in seinen Schriften ständig auf eben diese „Gegenkultur“ beruft von Bob Dylan und John Lennon bis hin zu den heutigen Entsprechungen.

Das Neue Zeitalter (Teil 1) (ERGÄNZUNG zu: EA UND DIE WELLENFUNKTION: 4. Götter, Geister und Dämonen, c. Der Ursprung der Religionen)

31. Juli 2025

Was wollen die Außerirdischen von uns? Wahrscheinlich war ihr Interesse an der Tierart Homo Sapiens von Anfang an zweierlei: erstens bot sie ihnen langfristig die Möglichkeit, ihren „biologischen Pool“, ihre genetische Stärke und Variabilität aufzustocken; und zweitens konnten sie von einer fremden Intelligenz profitieren, die Entwicklungen zuwege bringt, die ihnen selbst unzugänglich sind. Es mag lächerlich klingen, daß eine technisch so überlegene Zivilisation von uns lernen will, aber tatsächlich ist es so, daß unsere Ingenieure und Soziologen selbst Ameisen- und Bienenvölker gewinnbringend beobachten. Voraussetzung für diesen Plan der Außerirdischen war erstens eine weitgehend von außen unbeeinflußte Entwicklung von Homo Sapiens, denn nur so konnte man diese Tierart effektiv abschöpfen, und zweitens war die Kontrolle von Homo Sapiens langfristig zu gewährleisten. Das bedeutete, daß die Außerirdischen niemals offen in Erscheinung treten durften und gleichzeitig doch Kontrolle ausüben mußten: dies gelang durch die Erschaffung der Religionen, den Glauben an „Überirdische“.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo sie ihr Ziel erreicht haben: ihre Zivilisation und unsere Biologie sind in eins geflossen, sie wissen wie wir „ticken“, so daß unsere Autonomie ihnen keinen Nutzen mehr bringt. Die Zeit ist gekommen, wo sie selbst die direkte Kontrolle übernehmen können, um diesen Planeten ganz ihren Bedürfnissen zu unterwerfen. Die Menschheit wird nur in jenen Bruchstücken weiterleben, die die Außerirdischen bei sich integrieren konnten: die eine oder andere kleine Erfindung und Denkungsart und ein paar hominide Mischwesen, die verhindern sollen, daß die Außerirdischen biologisch vollends degenerieren.

Die Außerirdischen müssen eine sehr große Angst vor uns haben, weil wir so fremdartig sind und durch unsere Spontanität unberechenbar und unkontrollierbar. Deshalb setzen sie alles daran, diese Spontanität zu brechen. In diesem Zusammenhang ist es aufschlußreich, wenn man sich die „außerirdische“ Ideologie anschaut, die uns von den Religionen und „Weisheitslehren“ eingetrichtert wird. Ich halte es jedenfalls für sehr wahrscheinlich, daß die Hochreligionen tatsächlich buchstäblich Offenbarungen „höherer“ Lebewesen darstellen, die telepathisch von entsprechend anfälligen Menschen empfangen wurden. Vielleicht sind tatsächlich die religiösen Gemeinschaften nichts weiter als feindliche Agenturen, die uns auf den Untergang der Menschheit einstimmen.

Die „esoterische“ Gerede über Licht, Liebe, Frieden und „Engelenergie“, mit dem sich das außerirdische Ungeziefer umgibt, hat exakt die gleiche Funktion, die dieses debile Geseire beim einzelnen Mystiker hat: das eigene DOR soll verborgen und die konkrete Auseinandersetzung zwischen OR und DOR verunmöglicht werden – also das genaue Gegenteil dessen, was gepredigt wird. Dieses undurchdringliche Gespinst aus Mystizismus und Obskurantismus entspricht dem Nebel, mit dem die Skeptiker das UFO-Phänomen umgeben, so daß sich die Außerirdischen frei zwischen uns bewegen können.

Reich schrieb 1956 über psychotische Mystiker (und zwanghafte Skeptiker):

Sicher, der Weg vor uns schien voller Hindernisse, aber wir schienen eine sichere Balance bei unserem Herangehen an das Raumproblem zu wahren – zwischen dem des schizophrenen Phantasten, der die Stimmen in seinem Kopf für Gespräche mit Außerirdischen hält, und dem des verängstigten kleinen Mannes in allen Berufsbereichen, dessen Welt sich um seine chronische Verstopfung und seinen Mangel an männlicher oder weiblicher animalischer Potenz dreht. Beide Typen gehörten der Vergangenheit an. (Das ORANUR-Experiment II, S. 248)

Die Geschichte (der historische Prozeß) ist nichts weiter als die Entwicklung der Orgonenergie auf dem Planeten Erde. Im materiellen Bereich äußert sie sich gegenwärtig hauptsächlich im Vordringen der Wüste, im emotionalen („geistigen“) Bereich im ansteigenden Irrationalismus in den Menschenmassen.

Die außerirdische Invasion geht wie die patriarchale Invasion dieses einst matriarchalen Planeten vor: in erster Linie „spirituell“. Cortez konnte das (bereits halbpatriarchale) Aztekische Reich nur zerstören, weil er als Vertreter Quetzalcoatls, als Sohn Gottes, als übermenschlicher Erlöser betrachtet wurde, was er mit seinen übermenschlichen Fähigkeiten bewies (die Pferd-Mensch-Waffen-Einheit und Immunität gegen die neuen Krankheiten, die aus Saharasia eingeschleppt wurden). Damit erlangte er die furchterregende gottgleiche Stellung, den tatsächlichen Charakter jedes einzelnen indianischen Individuums zu verändern, indem er die alten Wertesysteme zerstörte und durch neue ersetzte. Diese Umwertungen aller Werte wirken wie „T-Bazillen“, die die karzinomatöse Emotionelle Pest weitertragen. Saharasia hat sich wie ein Ansteckungskrankheit ausgebreitet. (Seit etwa 1960 erleben wir eine solche Umwertung in Gestalt des Wechsels von der autoritären zur antiautoritären Gesellschaft.)

Mit der „Patriarchalisierung“ der Menschheit bis hinab zum letzten Eingeborenenstamm ist ein Prozeß abgeschlossen. Das UFO-Geschehen nach dem Zweiten Weltkrieg signalisiert den zweiten Abschnitt dieser patriarchalen Invasion, die in Wirklichkeit „durch Stellvertreter“ immer eine außerirdische war. Jetzt, wo der Mensch vollkommen in der Falle steckt, ist seine Sehnsucht nach „Befreiung“ ebenfalls auf dem Höhepunkt. Und genau hier spielen die Drahtzieher der nicht enden wollenden Esoterikwelle ihre Rolle, die endgültige Transformation und „Einstimmung“ der menschlichen Charakterstruktur vorzubereiten. Dies ist die „kosmische“ Funktion des Blauen Faschisten (siehe Der Blaue Faschismus) und des UFO-Enthusiasten.

Das religiöse Moment findet man beispielsweise in Whitley Striebers UFO-Büchern Communion (deutsch: Die Besucher) und Transformation. Er ist einer der Hauptvertreter der Vorstellung einer himmlischen Erlösung durch einen deus ex machina. Besonders interessant ist seine Beschreibung einer „direkteren“ Einflußnahme in die Menschenwelt: spirituelle Kommunion, d.h. telepathische Techniken werden angewendet. Wir haben es mit einer ständig wachsenden Gruppe von Menschen zu tun, die vorgeben von Außerirdischen stammende Botschaften zu „channeln“. Aus „anderen Dimensionen“ wird die Gute Nachricht von einem bevorstehenden Neuen Zeitalter „geoffenbart“, in der der Mensch ein neues Bewußtsein und eine „höhere Frequenz des Daseins“ erlangen werde. Der Mensch wird endlich frei sein, wenn er nur der „inneren“ Stimme folge.

Ich bin davon überzeugt, daß ein Gutteil des religiösen Erbes von satanischen telepathischen „Eingebungen“ stammt, die bloß Schaden anrichten. Man denke an den Koran – der nur Menschen als Menschen anerkennt, die einer solchen himmlischen Offenbarung folgen. Man muß sich nur die essentielle Botschaft aller Religionen vergegenwärtigen, die einen „Erlöser von oben“ versprechen – die Apokalypse, gefolgt von der Herabkunft der Geistigen Welt. Vielleicht sind tatsächlich alle religiösen Gemeinschaften nichts weiter als feindliche, außerirdische Agenturen, die uns auf den Untergang der Menschheit einstimmen. Die Geschehnisse um religiöse Gurus, die ihre Anhänger in den Selbstmord, den emotionalen und physischen Tod führen, sind die ersten beängstigenden Vorzeichen des ultimativen „Erlösers“, der aus dem kosmischen Orgonenergie-Ozean selbst kommt, aus Gott selbst sozusagen – der Sohn Gottes.

Max Stirner, Soter (Teil 15)

14. Juli 2025

Der Ruf der Gutmenschen nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit weckt in Wirklichkeit nur Rachsucht, Intoleranz und schiere Boshaftigkeit. Dem Egoismus wird vorgeworfen, die Leute zu entzweien, doch unterdessen, „hören Wir nichts mehr als das Schwertergeklirr der uneinigen Freiheitsträumer“ (Der Einzige, S. 176), deren unterschiedliche „Visionen“ sie voneinander entzweien. Hingegen ruft der Egoismus einfach nur zur Freude über sich selbst, d.h. zum „Selbstgenuß“ auf (Der Einzige, S. 180).

Und was nochmals den „satanischen Egoisten“ betrifft: es ist „uneingestandener, heimlicher, verdeckter und versteckter Egoismus“, der „betrogene Egoismus, wo Ich nicht Mich befriedige, sondern eine meiner Begierden“ (Der Einzige, S. 182). „Also auch die Religion ist auf unseren Egoismus begründet, und sie – beutet ihn aus, berechnet auf unsere Begierden, erstickt sie viele andere um Einer willen. Dies gibt denn die Erscheinung des betrogenen Egoismus, wo Ich nicht Mich befriedige, sondern eine meiner Begierden, z.B. den Glückseligkeitstrieb“ (Der Einzige, S. 182). Auf diese Weise wird aus Egoismus „Knechtschaft, Dienst, Selbstverleugnung“ – Besessenheit. Und wenn die derart verbogenen Pseudo-Egoisten vermeinen am meisten egoistisch zu sein, ziehen sie dem Wort „Egoist“ nur Abscheu und Verachtung zu (Der Einzige, S. 182).

Der Thelemit handelt nicht nur um keinen Deut besser, als die religiösen (also „anti-liberalen“) und die „liberalen“ Narren, sondern letztendlich sogar aus den gleichen Gründen: so wie der religiöse Mensch (inkl. dem „Atheisten“, der irgendwelchen heiligen Ideen folgt) hartherzig und „strenggerecht“ ist, in seinem „heiligen Verlangen“ sich vor Gott und den göttlichen Gesetzen selbst verleugnet und so zum Deppen macht, verhält sich auch sein angeblicher Gegenspieler gegenüber Gott Mammon. „Von Gelddurst getrieben verleugnet der Habgierige alle Mahnungen des Gewissens, alles Ehrgefühl, alle Milde und alles Mitleid: er setzt alle Rücksichten aus den Augen: ihn reißt die Begierde fort“ (Der Einzige, S. 64). Imgrunde ist das die gleiche Situation, wie zu Zeiten der religiösen Erziehung (Der Einzige, S. 182). Es ist die gleiche Ungezügeltheit wie in der Religion, die nichts anderes ist als „Freiheit des Geistes“. Der Geist („fixe Ideen“) und die Lüste („Süchte“) sind im Mystizismus und im „Materialismus“ im Sinne eines selbstbezüglichen Leerlaufs „frei“: sie drehen sich um und in sich selbst, sind ohne Kontakt und unbefriedigbar (orgastische Impotenz) (Der Einzige, S. 53). – Nebenbei: der Unterschied zwischen orgastischer Potenz und Impotenz: „(…) Dies eigene Denken unterscheidet sich von dem freien Denken ähnlich, wie die eigene Sinnlichkeit, welche Ich nach Gefallen befriedige, von der freien, unbändigen, der Ich erliege“ (Der Einzige, S. 381).

Während sich der eine vor dem Gott des Himmels und den göttlichen Gesetzen verleugnet, ist der andere der Knecht Mammons der Erde. „Wer aber aus Liebe zu schnödem Gewinne handelt (…) ist (…) ein Sklave des Gewinnes, nicht erhaben über Gewinn, ist Einer, welcher dem Gewinn, dem Geldsack angehört, nicht sich, ist nicht sein eigen. Muß ein Mensch, den die Leidenschaft der Habgier beherrscht, nicht den Geboten dieser Herrin folgen, und wenn ihn einmal eine schwache Gutmütigkeit beschleicht, erscheint dies nicht eben nur als ein Ausnahmefall gerade derselben Art, wie fromme Gläubige zuweilen von der Leitung ihres Herrn verlassen und von den Künsten des ‚Teufels‘ berückt werden? Also ein Habgieriger ist kein Eigener, sondern ein Knecht, und er kann nichts um seinetwillen tun, ohne es zugleich um seines Herrn willen zu tun, – gerade wie der Gottesfürchtige“ (Der Einzige, S. 335). „(…) auf gleicher Stufe stehen Geldgier und Sehnsucht nach dem Himmel“ (Der Einzige, S. 379)

Das kann man noch am ehesten mit dem Reich‘schen Dreischichten-Modell erklären. Die Schicht zwischen der sozialen Fassade und dem bioenergetischen Kern, also die „sekundäre Schicht“, ist sowohl der Ort der „sekundären Triebe“ (Perversionen, ungesunden Begierden) als auch der der Panzerung („Über-Ich“, Moral). Die Perversionen machen die Moral notwendig und die Moral erzeugt die Perversionen!

Rationalität und Irrationalität des Religiösen

11. April 2025

Charles Konia befaßt sich in seinem Artikel „Applied Orgonometry IV: Mysticism“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 39, No. 2, Fall/Winter 2005, S. 60-69) u.a. mit einem recht überzeugenden Argument gegen die von Elsworth F. Baker entwickelte „sozio-politische Charakterologie“, derzufolge Konservative („verzerrter Kontakt zum Kern“) zum Mystizismus neigen, Liberale („fehlender Kontakt zum Kern“) eher zum Mechanismus. Seit den 1960er Jahren, d.h. seit dem Aufkommen der antiautoritären Gesellschaft, hat nämlich die Linke ein auffallendes Interesse für den Mystizismus gezeigt.

Wie diesen offensichtlichen Widerspruch erklären? Bakers Formulierungen gehen nicht tief genug, d.h. der alles entscheidende bioenergetische Unterschied zwischen Konservativen und Liberalen wird nicht klar formuliert: bei Konservativen steht die Emotion und das im Solar Plexus zentrierte „orgonotische System“ im Mittelpunkt, bei Liberalen die Sensation und das im Zentralen Nervensystem zentrierte „energetische Orgonom“.

Entsprechend können sich Liberale durchaus vom Ersatzkontakt „Mystizismus“ angesprochen fühlen, solange dieser ein „Head Trip“ bleibt. Während der „emotionale Rechte“ sich dem „unergründlichen Ratschluß Gottes“ unterwirft, versucht der „zerebrale Linke“, der sich zum Mystizismus hingezogen fühlt, die Welt in ihrem Innersten zu ergründen. Ein Gutteil dessen, was heute unter dem Titel „Orgonomie“ und 100 Prozent dessen, was unter dem Titel „Reichianismus“ abläuft, entspricht dieser Art von mystischer Perversion. Es ist Neurose, wenn nicht Emotionelle Pest und nichts außerdem.

Im Gegensatz zu den Mystikern der Rechten glauben die Mystiker der Linken, daß man im Diesseits Gesundheit („Ganzheit“) und Glück erlangen kann: holistische Medizin, spirituelles Wachstum, „Heilung“, etc. Typischerweise geht es um das Erlangen eines „höheren Bewußtseins“. Die Wahrheit hänge von der Sichtweise des Einzelnen ab, alles ist „relativ“. Von den etablierten Religionen, insbesondere aber von „Gott, dem Vater“ will man nichts wissen. Alles sei machbar.

Allen Arten von Mystizismus ist gemeinsam, daß sie Ersatz für sexuelle Befriedigung sind. Oder mit anderen Worten: ohne orgastische Impotenz kein Mystizismus.

koniamystik

Der Panzer verzerrt die ursprünglichen sexuellen Empfindungen und an ihre Stelle tritt der mystische Ersatzkontakt. Dieser ist antisexuell und gleichzeitig eben das: Ersatz für Sexualität. Bei den einen ist die Angst vor der Sexualität unmittelbar an die autoritäre Vaterfigur bzw. „Gott“ gebunden, bei anderen sind es pseudowissenschaftliche Theorien, die die antisexuelle Haltung rationalisieren. Man denke nur einmal daran, wie linke „Reichianer“ die Orgonomie mit Tantra, Taoismus, Yoga, Buddhismus und anderem extrem antisexuellen Theorien „erweitern“!

Zusammenfassend kann man sagen: Die religiösen Anwandlungen des Konservativen können inspirierend sein und auf tiefe zugrundeliegende Wahrheiten verweisen. Das zeigt sich etwa in Reichs Umgang mit dem Christentum in Christusmord. Die Entsprechung beim Linken bzw. „Liberalen“ ist fruchtlos, im Zweifelsfall destruktiv, in jedem Fall aber schlichtweg meschugge.

Die Rolle von Cannabis in der gegenwärtigen Kultur (Teil 1)

22. März 2025

Der aufmerksame Leser dieses Blogs könnte sich wirklich fragen, ob das ganze nicht eine schreiende Ungerechtigkeit ist: der Papst wird ständig gelobt, es wird exzessiv die christliche Mystik ausgeplündert, doch beispielsweise der Dalai Lama wird niedergemacht und östliche Mystik als perverses Gegenteil der Orgonomie gezeichnet. „Schweinerei!“

Dahinter steckt das gleiche wie hinter dem „vorurteilsbelasteten“ Umgang mit dem Cannabis, wohingegen starker Alkohol sogar als Gegenmittel gegen eine akute DOR-Attacke gepriesen wird! Es sei, so der Kritiker, doch noch niemand an Cannabis gestorben, im krassen Gegensatz zur gemeingefährlichen Droge Alkohol!

Die Sache ist ganz einfach. Diejenigen, die hier „Gerechtigkeit“ und „Gleichbehandlung“ anmahnen, betrachten die Welt auf eine abstrakte, d.h. mechano-mystische Art und Weise, so als ginge es um „Platonische Ideen“, statt das ganze funktionell, d.h. vom Lebendigen her zu betrachten.

Es stimmt, daß Alkohol eine Horrordroge ist, die das Gehirn und alle anderen vitalen Organe zerstört. Doch ein Glas Rotwein am Abend oder ein Glas Whisky einmal die Woche ist eher gesund und selbst ein isolierter Rausch hat praktisch keine Folgen. Durch mäßigen Alkoholkonsum oder durch einen isolierten Alkoholrausch kommt es zu keiner Persönlichkeitsänderung und die organismische Orgonenergie wird in ihrer Qualität nicht verändert. (Nebenbei: ich trinke seit eh und je so gut wie nie Alkohol!)

Ganz anders sieht das bei Cannabis aus. THC wird im Körperfett gespeichert und entsprechend nur ganz langsam aus dem Körper wieder ausgeschieden, d.h. nimmt man regelmäßig Cannabis zu sich, ist man ständig „unter Einfluß“, auch wenn man vermeintlich klar im Kopf ist. Wichtiger aber ist, daß Cannabis die Persönlichkeit verändert und dazu reicht manchmal bereits ein Joint. Es kommt nämlich anfangs zu einer dramatischen Öffnung des okularen Segments, gefolgt von einer unausweichlich nachfolgenden um so heftigeren Kontraktion, d.h. zu einer reaktiven Verstärkung der Augenpanzerung. Später nimmt die Energie des Körpers langsam ab, die Aura verliert an Kontur (man ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr „straight“, d.h. man wird „konturlos“) und wird zunehmend schmutziger („DORiger“). Mystisch ausgedrückt: die spirituelle Schutzschicht löst sich auf und der Mensch öffnet sich der Welt der Dämonen.

Das sieht man unmittelbar an langjährigen Cannabiskonsumenten: sie wirken „verwaschen“ und „schmutzig“. Nichtkonsumenten fühlen sich in ihrer Umgebung unwohl und umgekehrt Konsumenten in der Umgebung von uns „Spießern“. Es ist nichts andere als die gegenseitige Sequestration von OR und DOR:

Spezifisch ist jedoch etwas ganz anderes: Während Alkoholkonsumenten dazu neigen „leutselig“ und „emotional“ zu werden, ziehen sich Cannabiskonsumenten eher in sich selbst zurück, werden geradezu „kontemplativ“. Emotion, also die radiale energetische Bewegung vom Solar plexus nach außen und umgekehrt, wird in die longitudinale Bewegung umgewandelt, die den Sensationen zugrundeliegen. Cannabiskonsumenten können sich stundenlang mit der Textur des Mauerwerks beschäftigen oder dem Soundschwall von Ambient hingeben, d.h. ganz in Sensationen aufgehen, ohne im eigentlichen Sinne irgendetwas zu empfinden. Sie sind „cool!“ Dieser Effekt ist ihnen besonders wichtig, weil er sie von der Emotion Angst befreit. Es ist alles „easy“!

Was ist mit den jungen Leuten los? (Teil 1)

23. Februar 2025

Bis weit ins letzte Jahrhundert hinein war die westliche Gesellschaft, wie heute noch die mohammedanische Welt, weitgehend vom Mystizismus bestimmt. Die Menschen orientierten sich an „Gott“ und seinen Vorgaben. Die Welt war mehr oder weniger wohlgeordnet, die Rollenverteilung in Familie und Gesellschaft festgelegt und unhinterfragbar. Staat und Familie ergänzten sich auf geradezu perfekte Weise. Reich hat diese „autoritäre Gesellschaft“ und den Beginn ihres Verfalls infolge von Industrialisierung und „Massenkultur“ ausführlich beschrieben, beispielsweise in Die Massenpsychologie des Faschismus.

Die autoritäre Gesellschaft begann zu zerfallen, als immer mehr „die Maschine“ den Alltag und das Denken der Menschen zu beherrschen begann. Die Fabrik- und Büroarbeit und der beginnende Massenkonsum zerstörten zusehends die alte Ordnung in Familie und Gesellschaft. Hinzu kamen die großen Kriege mit ihren Massenheeren. Die Väter waren teilweise über Jahre abwesend und kehrten als gebrochene Menschen heim. In den Schulen lernten derweil ihre Kinder, daß der Mensch kaum mehr ist als eine Maschine und daß das Universum kalt, leer und sinnlos ist. Kein Religions- oder gar „Ethikunterricht“ konnte das auffangen, was sie im Biologie- und Physikunterricht gelernt hatten. Hinzu kamen die zunehmend „zersetzend“ wirkenden Massenmedien.

Dergestalt bildete sich langsam aber sicher die antiautoritäre, d.h. „mechanistische“ Gesellschaft aus. Die ersten Ansätze dazu gab es in den 1920er Jahren, d.h. nach dem Trauma des Ersten Weltkrieges. Man denke nur an „Dada“, den Jazz, den Bubikopf, etc. Der Nationalsozialismus war teilweise eine rückschrittliche Reaktion („der Tag von Potsdam“) auf diese Strömung, teilweise aber selbst Ausdruck dieser Strömung. (Noch deutlicher ist in dieser Beziehung der italienische Faschismus.) Nach der noch schlimmeren Verwerfung durch den Zweiten Weltkrieg hat die westliche Gesellschaft verzweifelt versucht die „alte autoritäre Ordnung“ wiederherzustellen, man denke nur an die McCarthy-Ära in den USA und die Adenauer-Ära in Westdeutschland, doch war die antiautoritäre Gesellschaft nicht mehr aufzuhalten und brach sich seit etwa 1960 freie Bahn.

Der Zerfall der autoritären Ordnung, die von gehemmten Charakteren (insbesondere Zwangscharaktere, „unterdrückte“ phallische und hysterische Charaktere und chronisch depressive Charaktere) geprägt war, ging mit der Verbreitung von triebhaften Charakteren einher („unbefriedigte“ phallische und hysterische Charaktere, manisch depressive Charaktere). Zumindest in Großstädten findet man mittlerweile in psychotherapeutischen Praxen kaum noch die Menschen, die Freud, Reich und Baker in ihren Werken beschrieben haben. Stattdessen hat man es zunehmend mit „Freaks“ zu tun – als solche hätten sie jedenfalls in der alten autoritären Gesellschaft gegolten.

Dese Menschen sind vor allem durch das Diktum geprägt, daß Freiheit wichtiger ist als Verantwortung. Freiheit ist überhaupt das wichtigste. Kinder und langfristige Partnerschaften sind nur hinderlich. Man ist auf der Suche nach seinem „Selbst“. Das Individuum ist unendlich wichtiger als die Gruppe (auch was die Verantwortung in der Generationenfolge betrifft). Das führt zu immer mehr Unordnung und gesellschaftlicher Instabilität, worauf die Menschen mit verstärkter Augenpanzerung reagieren. Die so erzeugte Kontaktlosigkeit geht mit immer mehr Verantwortungslosigkeit einher. Und das immer so weiter in einer unaufhaltbaren Abwärtsspirale.

Natürliche Unterschiede, etwa die zwischen den Geschlechtern, verschwinden zusehends. An ihre Stelle treten „individuelle Lebensentwürfe“ und eine Zersplitterung der Gesellschaft in „Szenen“, die kaum noch gemeinsame Berührungspunkte haben („Tribalismus“). Charakteristischerweise ist der Konformitätsdruck innerhalb dieser in sich geschlossenen Kreise, „Cliquen“, weitaus höher als er in der autoritären Gesellschaft je war. Auf Gesamtgesellschaftlicher Ebene kommt es zu einer zunehmenden Polarisierung zwischen „links und rechts“, wobei die Rechte zunehmend marginalisiert wird. Unterstützt wird dies dadurch, daß die Rechte in einer Welt, die nicht die ihre ist, im Laufe der Zeit immer unbeholfener und „fehl am Platze“ wirkt. Wer etwa für das traditionelle Rollenmodel der Frau eintritt, muß sich angesichts des Hohn und Spotts, dem er ausgesetzt ist, in haltlose Widersprüche verfangen.

Man kann die „antiautoritäre“ Strömung vielleicht am ehesten von der Krebsschrumpfungs-Biopathie her verstehen, bei der das Gewebe zerfällt und sich auf primitiverem Niveau im Krebstumor neu organisiert. Krebszellen sind geradezu die Verkörperung des „antiautoritären Rebellen“. Da die natürliche Organisation des Körpers zunehmend zerfällt, funktioniert beim Krebs der Organismus nur mehr wie eine Maschine, mechanisch.

Der Endzustand, auf den die antiautoritäre Gesellschaft zusteuert, ist der Kommunismus. Da die Individuen immer mehr wie „Krebszellen“ funktionieren, d.h. aus sich heraus nicht mehr existieren können, wird die Gesellschaft so reorganisiert, daß das Geld „von oben kommt“ („Sozialstaat“), ähnlich wie bei Krebs der Organismus schließlich nur noch dazu dient die Krebstumoren am Leben zu erhalten. Die Senkung des Energieniveaus, die energetische Schrumpfung, kommt beispielsweise in der Geldwirtschaft zum Ausdruck, die an „Anämie“ zu leiden beginnt. Die großen Kriege, gigantische Infrastrukturprogramme und nicht zuletzt der „Sozialstaat“ machten eine Ausweitung der Geldmenge notwendig, die sich schließlich verselbständigte und nach einer „Bändigung der Finanzmärkte“ rief. Das läuft auf einen „Staatskapitalismus“ hinaus, der sich in letzter Konsequenz in nichts vom sowjetischen Model unterscheiden wird. Der krebsige Zerfall ist abgeschlossen.

Die antiautoritäre Gesellschaft ist genausowenig „freiheitlich“, wie der an einer Krebsschrumpfungs-Biopathie leidende Organismus „selbstreguliert“ ist, nur weil sich Gewebe „selbständig“ machen. Da die Menschen in der antiautoritären Gesellschaft zunehmend unselbständiger werden, wird sie tatsächlich immer „autoritärer“. Man denke nur daran, wie wir zunehmend wie Kinder behandelt werden, denen man alles sagen muß: keine Plastiktüten über den Kopf ziehen, seinen Müll nicht in die Landschaft schmeißen, sich im Auto anschnallen, einen Fahrradhelm tragen, nicht zuviel essen, für Bewegung sorgen, etc.pp. In der autoritären Gesellschaft waren die Menschen selbständiger! Wie noch heute in der mohammedanischen Welt waren die Menschen früh erwachsen, während heute noch 40jährige sich wie „rebellische“ Jugendliche benehmen, die letztendlich darauf zählen, daß sie „geführt“ werden.

Das Wesen der antiautoritären Gesellschaft wird von Hollywood sowohl beschrieben als auch weiter propagiert: es gibt schlichtweg keinen Jugendfilm, in dem nicht Marijuana verharmlost, wenn nicht sogar offen propagiert wird; Filme wie Der englische Patient zeigen, daß private (sexuelle) Glück weitaus wichtiger ist, als das Schicksal der eigenen Schicksalsgemeinschaft; Agenten- und Actionfilme, etwa die Bourne-Reihe, verbreiten die Botschaft, daß die alten Werte wie Patriotismus, Ehre und Loyalität geradezu das Grundübel dieser Welt darstellen; in Das Beste kommt zum Schluß werden zwei Krebskranke im Endstadium gezeigt, die nicht etwa „ihr Haus ordnen“ und die letzten Tage mit der Familie verbringen, sondern wie wildgewordene Teenager „voll auf die Kacke hauen“. Vor 1960 wären die Menschen angewidert aus den Filmtheatern gelaufen, heute halten sie diesen nihilistischen, zutiefst deprimierenden Dreck für eine humanistische Offenbarung!

Besonders gut kann man die Entwicklung der antiautoritären Gesellschaft anhand der Liedtexte der Popmusik verfolgen. Den Anfang macht Imagine von John Lennon, in der von einem leeren, gottlosen Universum geträumt wird, in dem es nichts gibt, für das es sich lohnen würde sich zu opfern. (Ich wußte schon damals, daß ich nicht dazu gehöre, denn kaum etwas habe ich mehr gehaßt als diese widerliche Kommunisten-Hymne!) Am Ende steht die Verherrlichung von Mord, Todschlag, Vergewaltigung und Diebstahl im Gangsterrap.

Die faschistische Partei Wilhelm Reichs (Teil 4)

21. Januar 2025

In The Journal of Orgonomy Vol. 52, No. 2, S. 39f findet sich folgende Aufstellung:

Der rote Faschismus umfaßt:

1. Den Einsatz von verdeckten, hinterhältigen Mitteln, um andere zu kontrollieren.

2. Einen starren, unverrückbaren Idealismus im Gegensatz zu realistischen Erwägungen.

3. Den Gebrauch der [charakterlichen] Fassade, um die mittlere Schicht [des Charakters] mittels Einsatz des Intellekts, d.h. ausgeklügelten Theorien, Rationalisierungen und Programmen verborgen zu halten.

4. Eine mächtige [charakterliche] Abwehr gegen Selbstprüfung und neurotische Schuldgefühle.

Schwarzer Faschismus beinhaltet:

1. Die Anwendung offener, Mittel zur Kontrolle anderer.

2. Einen starren, unverrückbaren Mystizismus, der fanatische, wahnhafte Züge trägt, die den Wahnvorstellungen paranoid-schizophrener Mörder sehr ähneln.

3. Ein ungehinderter Ausdruck der mittleren Schicht mit sadistischen, mörderischen, brutalen Handlungen.

4. Eine mächtige Abwehr gegen Introspektion und das Spüren des inneren Elends.

Der rote Faschist will den verhaßten autoritären Vater vernichten, während der schwarze Faschist sich mit dem gefürchteten brutalen Vater identifiziert. (Alberto Foglia, Virginia Whitener)

Daß die Grünen den Schwarzen Faschismus in Gestalt des Islam in unserem Land etablieren wollen, brauche ich nicht ausführen. Er ist, wie wir mittlerweile alle aus dem Alltag wissen, gekennzeichnet durch offene Einschüchterung, in jeder Hinsicht „irres“ Sendungsbewußtsein, das vollständige Fehlen auch nur eines Hauchs von Selbstreflektion und Selbstkritik. Und das alles getragen durch die komplette Identifikation mit dem gottgleich idealisierten Übervater Mohammed. (Übrigends wählt eine Mehrheit der Türken, die in der Heimat überwiegend den schwarzen Faschisten Erdogan wählen, in Deutschland rotfaschistisch! Man könnte auf die absurde Idee verfallen, eine Land wollten sie erhalten, das andere zerstören und unterwerfen.)

Warum bringt die Kinderfickerpartei ausgerechnet „Nazis“ ins Land? Destabilisierung und Zerstörung der biologischen (genetischen) und ökonomischen (Arbeitsmoral) Grundlagen der Nation! Diese Strategie ist Teil ihrer oben beschriebenen Charakterstruktur. Auf hinterfotzige Weise versuchen sie die Menschen zu kontrollieren, indem sie an deren Mitmenschlichkeit und Schuldgefühle appellieren. Das dann ein kleiner Promillesatz der Schutzsuchenden die Frauen und Kinder der Schutzgewährenden massakrieren, erfüllt den Grünen mit einem klammheimlichen wohligen Gefühl. Ich muß da immer an eine Szene aus einer Pfarrei hier in Hamburg denken: Irgendwelche „Schutzsuchenden“ fanden mit Hilfe einer zeckigen Unterstützergruppe Kirchenasyl und tyrannisierten fortan das gutwillige Pastorenehepaar, so daß der Frau eines nachts die Nerven durchgingen und sie heulend darum flehte, daß doch endlich mal Ruhe sei, damit sie schlafen könne. Die deutschen Unterstützer reagierten darauf nur mit einem höhnischen sadistischen Lachen. – Glaub mir, das Zeckenherz geht auf, wenn die Knochen deines Kindes von einem einfahrenden ICE zermalmt werden!

Der „Idealismus“ der Grünen kennt keine Grenzen. Je schlimmer die Folgen der Umvolkung, der Landschaftszerstörung durch Vogelschredder, der Verelendung der Arbeiterschaft und des unteren Mittelstandes, die nur noch für ihre Miete, den Wagen (um zur Arbeit zu gelangen!) und das Essen schuften, desto mehr reden sie von der unbedingten Notwendigkeit den eingeschlagenen Kurs nicht nur beizubehalten, sondern weiter zu radikalisieren und angesichts der immer näher kommenden Betonwand maximal aufs Gas zu drücken. Dabei haben sie die gleiche irre sadistische Lache im Gesicht wie in der besagten Pfarrei!

Das ganze wird verpackt in hehre Theorien, die ganz offensichtlich nur eine Funktion haben: rationales Denken und unverzerrtes Fühlen zu verunmöglichen und die wahre Motivation des ganzen zu verbergen – die Rache am Vater, den Autoritäten, den Altvorderen, letztendlich an Gott selbst. Die Grünen sind das absolut Böse!

Übertreibe ich nicht maßlos? Ähhh, einfach auf das aktuelle Resultat der Politik von Rudolf Habeck schauen! Ich zitiere The Journal of Orgonomy Vol. 56, No. 2, S. 94f:

Kennzeichen der Emotionellen Pest ist, daß die wahren Absichten und die Auswirkungen eines Verhaltens, einer sozialen Aktivität, eines sozialen Programms usw. im Gegensatz zu den erklärten Absichten der Aktivität stehen. So wohlwollend der anfängliche Anstoß und die Präsentation einer Aktivität auch sein mögen, die Absicht des Initiators zeigt sich in den emotionalen und körperlichen Schmerzen, dem Leiden, den Funktionsstörungen, der Krankheit und dem Tod, die daraus resultieren. Die Auswirkungen können sich bei Einzelpersonen, Gesellschaften und Nationen zeigen.

Wirksame emotionell pestilente Aktivitäten verschaffen dem Initiator eine gewisse Erleichterung, da die Personen oder Bevölkerungsgruppen, auf die sie abzielen, körperlich und emotional geschwächt werden, Angst bekommen und in einem verwirrten Zustand leben. Schwächer geworden sind sie dann leichter zu kontrollieren, zu zerstören und für die Zerstörung anderer zu gewinnen. Die Befriedigung, so flüchtig sie auch sein mag, liegt für den emotionell pestilenten Charakter in dieser Kontrolle und darin, die Gesundheit, Spontaneität und Vitalität des Einzelnen, von Gruppen und Gesellschaften zu vermindern, zu schädigen und zu töten.

Die Einführung von Praktiken, die Schaden anrichten und Gesundheit und Vitalität vermindern, ist für den emotionell pestilenten Charakter und für die fortlaufende Entfaltung seiner Macht und der ihn unterstützenden Organisation unerläßlich. (Virginia Whitener)