Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen
In der Demokratie sollte man sich immer fragen, ob die Massen nach ihrem eigenen Wohl stimmen. Logischerweise sollte die Selbstregulierung das Leitprinzip sein. In der heutigen Welt ist dies der Kampf gegen den „Globalismus“, die verrückte „Eine-Welt-Ideologie“, die EU, der Euro und die Islamisierung sowie die Afrikanisierung Europas. In früheren Zeiten gelang es dem Nationalsozialismus und in Italien dem historischen Faschismus, die soziale Fassade der westlichen Zivilisation zu durchbrechen (intellektuelle Abwehr) – und infolge die Massen der Gnade wilder Verrückter auszusetzen. Deshalb versuchen die Gutmenschen, in Italien „die Bewegung der Sardinen“, die intellektuelle Abwehr zu mobilisieren, um eine neue Katastrophe zu verhindern, aber tatsächlich halten sie die heutigen verrückten Psychopathen, nämlich die „faschistischen“ Globalisten, an der Macht. Gegenwärtig werden sowohl Italien als auch Deutschland durch den Globalismus auf eine Art und Weise zerstört, die Mussolini und Hitler ähnelt – aber Höcke und Salvini, die letzte Hoffnung, diesen Wahnsinn zu stoppen, werden als neuer Hitler bzw. neuer Mussolini bekämpft.
Dem Wahnsinn kann nur durch Reichs, Bakers und Konias gesellschaftspolitischer Charakterologie entgegengetreten werden. Hier ist nicht nur die Rolle von Faschisten, Reaktionären und Konservativen einerseits und Liberalen und Kommunisten (Pseudoliberalen) andererseits zu berücksichtigen, sondern auch (1.) die dramatische „Rotverschiebung“ (Konia) in Deutschland und ganz Europa und (2.) die dramatische politische Polarisierung aufgrund der antiautoritären Transformation (Konia), d.h. der Abbau der gesamten gesellschaftspolitischen Struktur, die Baker in Der Mensch in der Falle beschrieben hat. Zwar plazieren „politische Analysten“ Salvini ganz rechts (rechts neben Mussolini und Hitler), aber aufgrund der Rotverschiebung ist er funktionell konservativ, während funktionell die andere Seite aufgrund der Polarisierung von Kommunisten dominiert wird. Ganz wie in den USA, wo der angebliche „faschistische“ Trump der letzte Konservative ist, während seine angeblichen „liberalen“ Gegner eigentlich Kommunisten sind!
Es ist mehr als idiotisch und offen gesagt kriminell, daß sogenannte „Reichianer“ die Analyse über Hitler und Mussolini in der Die Massenpsychologie des Faschismus verwenden, um die Welt vor Trump und Salvini zu retten! Dies ist die mechanische Anwendung von funktionellem Wissen – und letztendlich die Emotionelle Pest selbst – alles im Namen von „Wilhelm Reich“!
Seit 2000 Jahren bilden Italien und Deutschland zusammen das Römische Reich mit einem gemeinsamen Schicksal. Das Schicksal der Welt ist hier geprägt worden. Konkret bedeutet dies, daß Höcke und Salvini die Ausbreitung des Globalismus entweder stoppen werden oder es keine Hoffnung auf Selbstregulierung in dieser Welt gibt. Das rotfaschistische China wird den afrikanisch-eurasischen Kontinent dominieren – und die Stimmenbasis des „Trumpismus“ wird täglich durch die „Lateinamerikanisierung“ der USA und die unerbittliche kommunistische Indoktrination der amerikanischen Jugend untergraben.
Es gibt keine „Rechts-Orgonomie“, sondern nur Orgonomie. Dieser zufolge sind etwa Gefängnisse dazu da, die sekundären Triebe bei Menschen in Schach zu halten, deren Panzerung versagt hat. Landesgrenzen dienen der Eindämmung der Emotionellen Pest, ähnlich wie Schutzzäune errichtet werden, um die Ausbreitung etwa der Schweinepest einzudämmen. Die Durchsetzung der „Leitkultur“ dient dem Zusammenhalt der Gesellschaft und der Verankerung der Menschen in Kernfunktionen (Tradition). All das ist zweifellos „rechts“ und muß politisch durchgesetzt werden. Doch das kann niemals die Lösung der Probleme sein, sondern allenfalls einen Freiraum schaffen und soll vor allem Zeit gewinnen, um auf bio-medizinischer Weise der Emotionellen Pest die Grundlage zu entziehen: die Kontaktlosigkeit der Massen und letztendlich die Panzerung des Menschentiers an sich.
Dr. Charles Konia beschreibt das biopolitische Gesetz von Aktion und Reaktion:
Die Emotionelle Pest ist die Krankheit, Inlandsterrorismus ist eines ihrer Symptome
Alles was ist, hat seine Berechtigung, einfach weil es ist. Alles, was ist, ist da, weil es eine FUNKTION erfüllt. Bevor man sich daran machen kann, irgendetwas zu ändern, etwa ein Panzersegment zu befreien, muß man erstmal begreifen, welche Funktion die jeweilige Gegebenheit, in diesem Fall die Panzerung, hat. Erst dann kann man vorsichtige Veränderungen in Angriff nehmen – oder es gegebenenfalls auch lassen.
In diesem Sinne ist der Konservatismus funktionell. Er schlägt in Emotionelle Pest um, wenn er sich gegen den rationalen Gang der Entwicklung, also letztendlich der freien Entfaltung der Orgonenergie entgegenstemmt. Das wird insbesondere im Bereich der Sexualökonomie evident.
Der Blick nach Amerika wurmt mich wirklich: wie viele, die „die Orgonomie vertreten“, etwa den Zugang zum Reich-Archiv kontrollieren, in „Wilhelm-Reich-Organisationen“ tätig sind, etc., sich den Protesten gegen Trump angeschlossen haben. Ihr gegen Trump gerichteter Fanatismus ist wirklich bemerkenswert. Ich denke dabei insbesondere an den „Women’s March“. Es wurmt mich, weil sie sich auf die Seite der Reaktion stellen.
Wie das? Reichs Kriterium für das Diktum „reaktionär“ (im Sinne von „lebensfeindlich“, da sich das Leben immer nach vorne bewegt, „fortschrittlich“ ist) war kein politisches, sondern ein bio-soziales. In den 1920er und 1930er Jahren war auf den ersten Blick deutlich, wo das sexualpositive (lebensfreundliche) und wo das sexualnegative (lebensfeindliche) Lager zu verorten war. Bemerkenswerte Ausnahmen im fortschrittlichen Lager waren die Stalinisten und eine bestimmte Kaste „sozialistischer Pfaffen“; Intellektuelle, die sich aus neurotischen Gründen (Rebellion gegen den Vater) dem sozialistischen Lager angeschlossen hatten.
Seit dieser Zeit, insbesondere aber seit Anfang der 1960er Jahre, d.h. dem Wandel von einer autoritären in eine antiautoritäre Gesellschaft, ist es zu einer kompletten Umkehr gekommen. Heute ist die Linke extrem sexualfeindlich, verbittert und verhärmt. Man schaue sich nur die Opfer des Feminismus bei den Grünen an: die Frauen sehen durchgehend wie Klobürsten aus und ziehen entsprechende Gesichter, die Männer wirken wie frustrierte Lesben. In Amerika war der „Women’s March“ in jeder Hinsicht abstoßend und grotesk. Die Gesichter der Trump-Gegner sprechen von sexueller Frustration, während die der Trump-Annhänger meistens entspannt sind. Die einen strahlen ein krankmachendes Miasma aus, die anderen – Orgon.
In autoritären Ländern, etwa der Türkei, ist es genau umgekehrt.
Und noch ein Kommentar zum Women’s March:
You mother fucking pieces of shit!
Die von Elsworth F. Baker 1967 vorgestellte sozio-politische Charakterologie bzw. deren leichte Modifikation durch Charles Konia (The Emotional Plague, 2008) sieht wie folgt aus:
Nach links hin von einer hypothetischen „gesunden Mitte“ haben wir der Reihe nach den Liberalen, den Sozialisten, den Pseudo-Liberalen und den Kommunisten. Es ist kaum bis gar kein Kernkontakt vorhanden und die Fassade dient der Abwehr gegen die mittlere Schicht, um beim Kommunisten zu kippen, d.h. in den Dienst der mittleren Schicht zu treten. Man denke nur an die unterschiedlichen Funktionen des Pazifismus bei der westlichen Linken in den 1980er Jahren („atomfreie Zonen“) und des damaligen „Pazifismus“ der nuklear aufrüstenden UdSSR.
Nach rechts hin haben wir den Konservativen, den Erzkonservativen, den Reaktionär und den Schwarzen Faschisten. Hier ist mehr Kernkontakt vorhanden, wenn auch zu einem Gutteil mystisch verzerrt. Die Fassade drückt nach rechts hin immer prominenter und nackter die mittlere Schicht aus. Das macht etwa das berühmte „Faszinosum“ des Nationalsozialismus aus: „es wird die Sau rausgelassen“.
Es bringt wenig bis nichts, diese Aufstellung auf die deutsche Parteienlandschaft zu übertragen, da diese generell nach links verschoben ist und da jede Partei „eine Welt für sich ist“ mit einer jeweils komplexen Geschichte. Gehen wir die Parteien deshalb nacheinander durch:
Die Grünen waren eine Sammlungsbewegung aus den Erben Rudi Dutschkes, liberal gesinnten „Bürgerrechtlern“ und echten Ökologen, d.h. „Konservativen“ im eigentlichen Sinne des Wortes. Die beiden Extreme der Partei, echte charakterologische Kommunisten wie Jutta Ditfurth auf der einen und Menschen des „rechten Spektrums“ auf der anderen Seite, wurden sehr schnell aus den Reihen der Partei weggegrault bzw. verließen sie enttäuscht, weil diese eine „FDP mit grünem Anstrich“ geworden sei oder, auf der anderen Seite, sich als „Wassermelone“ entpuppt habe: außen grün, innen rot. Was blieb, waren vollkommen kontaktlose „pazifistische Liberale“, die von Pseudoliberalen, die so taten, als wären sie selbst ebenfalls genuine Liberale, mißbraucht wurden.
Nachdem Kommunisten erst einmal mit Hilfe der Liberalen und Sozialisten an die Macht gekommen sind, sind nicht etwa wie vorher die Konservativen ihr Hauptfeind, sondern ihre ehemaligen liberalen und sozialistischen Bundesgenossen. Nichts kann eine kommunistische Herrschaft weniger brauchen als „subversive“, „kritische“ Geister und Leute, die nach „Solidarität“ („Fraktionsbildung“!!) rufen. Was sie braucht sind willfährige Untertanen, die sich nicht viel um Politik scheren bzw. tun, was ihnen gesagt wird. Wenn die Kommunisten diesen „konservativen“ Bevölkerungsanteil mit Versatzstücken der kommunistischen Ideologie indoktrinieren können, um so besser! Beim Untergang des Kommunismus fand man entsprechend Liberale und Sozialisten eher bei den Regimegegnern als bei den Parteimitgliedern der SED/PDS. Zwar stirbt langsam das alte konservative Milieu der DDR weg, doch sind wohl immer noch weite Kreise der Parteimitglieder und Wähler der Linken in Ostdeutschland eher konservative Charaktere. In Westdeutschland ist das vollkommen anders, was die Partei Die Linke immer wieder an den Rand der Spaltung führt, denn hier dominiert das charakterologisch extrem linke Spektrum die Partei.
Die SPD war in den Industriezentren und Metropolen Westdeutschlands so etwas wie die „SED des Westens“. Noch heute kontrolliert sie in weiten Teilen den gesamten Staatsapparat und die Medien, in NRW praktisch flächendeckend. Wie im Fall der SED war auch hier ein Großteil der Mitglieder, erst recht aber der Wähler, eher konservativ strukturiert. Das änderte sich spätestens in den 1970er Jahren, als die ehemalige Arbeiterpartei zunehmend eine Partei der Pseudointellektuellen wurde. Zentrum der Partei war natürlich stets die sozialistische Ideologie von „Gerechtigkeit“ und „sozialem Ausgleich“. Entsprechend findet die SPD erst seit kurzem zu sich selbst, da nun die sozialdemokratische Ideologie besser zur durchschnittlichen Charakterstruktur der Parteimitglieder paßt.
Am authentischsten waren seit jeher die beiden „bürgerlichen Parteien“ CDU/CSU und FDP, denn hier stimmte die offizielle konservative bzw. liberale Ideologie stets mit der jeweiligen Charakterstruktur der Parteianhänger überein. Wenn man mal von manchen sozialistischen Absonderlichkeiten am Anfang der Parteigeschichte der CDU absieht und davon, daß ausgerechnet die FDP lange Zeit geradezu ein Auffangbecken für „alte Kameraden“ war. Durch die Verschiebung des soziopolitischen Spektrums nach links ist von der genannten „Authentizität“ wenig geblieben. Nicht von ungefähr spricht man von der zunehmenden „Sozialdemokratisierung“ der CDU.
Die FDP hätte die Chance gehabt, als „Partei der Freiheit“ zu überleben, hat aber Selbstmord verübt, weil der Liberale bei all seinen hehren „Prinzipien“ wankelmütig ist. Wegen seiner Struktur und der ihr inhärenten Kontaktlosigkeit kann er sich dem Linkstrend nicht entgegenstellen. Der Konservative ist den Linken ebenfalls ausgeliefert, weil er an Werte wie Fairneß und „Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden!“ glaubt. Werte, auf die die extreme Linke, insbesondere der Kommunist, spuckt!
Der medizinische Orgonom Gary A. Karpf hat mit „Reactionary Socio-Political Traits in a Paranoid Schizophrenic Character“ eine Fallgeschichte präsentiert, die an den 15 Jahre später zu trauriger Berühmtheit gelangten norwegischen Terroristen Anders Behring Breivik gemahnt.
Der rechte Reaktionär sei, so Karpf, der sich wiederum auf Elsworth F. Baker und Reich bezieht, geprägt von stark mystischen Tendenzen, einem ausgeprägten Moralismus und er bewältige starke Ängste mit sadistischer kontraphobischer Aggression.
Karpf beschreibt einen Patienten weitgehend ohne soziale Fassade, d.h. er kümmerte sich kaum um andere, lebte sozial zurückgezogen und glaubte, daß andere ihn nicht mögen, weil er so „direkt“ sei. Er war voller Komplexe und Selbstzweifel und träumte davon, an der Seite „großer Heerführer“ sich bewähren zu können. Auch war sein „Denken“ vom Primärprozeß geprägt (beispielsweise „Neger = schwarz = schlecht = Schmutz“) und er hing mystischen Theorien an. Er glaubt an die Wiedergeburt und daß er beispielsweise einst an der Seite von Julius Cäsar kämpfte. Was seine Sexualität betrifft bevorzugte er das Masturbieren mit Phantasien von Dominanz. Geschlechtsverkehr konnte er nur ertragen, wenn er von hinten in die Partnerin eindrang, so daß er dominant und „im Kopf“ bleiben konnte. Seine Frau, die beiden Kinder und die gesamte Familie betrachtete er nicht als Individuen, sondern als bloße narzißtische Ausläufer seiner selbst. Jede Form von Zärtlichkeit war ihm fremd.
[Seine] Symptome und sein Auftreten stimmten mit der charakterologischen Diagnose einer paranoiden Schizophrenie überein. Obzwar er emotional sadistisch war, gab es keine Hinweise auf das Manipulieren von Menschen oder sozialen Systemen für lebensnegative Ziele, weshalb er kein pestilenter Charakter bzw. Faschist war. Das Vorliegen und die Schwere des Rassismus, Moralismus und Mystizismus rechtfertigte die zusätzliche Diagnose eines reaktionären soziopolitischen Charakters.
Nachdem er Vertrauen gefaßt hatte, gestand der Patient gegenüber Karpf seinen gegen Juden und Schwarze gerichteten Rassismus und seine mit diesem einhergehenden Phantasien, die um Folter, Erniedrigung und Mißhandlung kreisten. Gleichzeitig war sein Leben geprägt von Reinlichkeitsritualen, um nicht von der Umwelt „kontaminiert“ zu werden.
Beim Patienten hätte es, so Karpf, zwei Zustände gegeben: im ersten wäre die okulare Panzerung sehr ausgeprägt, was mit einem falschen Gefühl der Expansion und „rassischen Überlegenheit“ einherging; wenn diese okulare Panzerung nachließ, stiegen depressive Gefühle auf, die innere Konfusion wurde evident und sein Leben wurde desorganisiert. Entsprechend schwer, langwierig und für den Patienten gefährlich war die Auflösung des okularen Panzers!
Die soziale Isolation, der verschrobene „Kriegerkult“, der Mystizismus, der Narzißmus, die Gefühlskälte, der hohe moralischen Anspruch, die überwertige Idee „Rassenreinheit“ und nicht zuletzt die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie verbinden Karpfs Patienten mit Breivik, der sein von Mißerfolgen und Versagen geprägtes Leben nur zusammenhalten konnte, indem er immer mehr „in den Augen wegging“ und ganz in einer Phantasiewelt aus „Tempelrittern“ und verwickelten Verschwörungstheorien aufging.
Breivik ist nur Extrembeispiel der allgemeinen sozialen Tragödie, die mit der Panzerung des Menschen einhergeht. Je mehr sich die Menschen den politischen Rändern nähern, desto gepanzerter sind sie, insbesondere aber okular gepanzert. Sie werden zusehends unfähig klar und folgerichtig zu denken. Was gemeint ist, wird unmittelbar evident, wenn man in Internetforen, „dem engagierten Volk aufs Maul schaut“ (in diesem Fall „auf die Finger“): der nackte, sinnleere Wahnsinn grinst einen an. Karpf:
Am Ende der Analyse, d.h. mit einem Verstehen des einzelnen Menschen aus einer orgonomischen sozio-politischen Perspektive heraus, wird deutlich, daß das irrationale soziale Funktionieren während der gesamten Geschichte Ergebnis des gemeinsamen sozialen Funktionierens von Menschen mit Augen- (Gehirn-) Panzerung ist und weiterhin sein wird. Bis das beim Massenindividuum rückgängig gemacht wird durch eine verbesserte Betreuung von Säuglingen und Kindern, kann es keine umfassende Verbesserung im sozialen Verhalten und Funktionieren geben. Die Gesellschaft reproduziert sich, indem sie ihre Werte im Charakter des Einzelnen verankert. Umgekehrt verewigt der Einzelne die Gesellschaft.
Was die beiden, Karpfs Patient und Breivik, trennt, ist Breiviks Versuch andere zu manipulieren. Etwas, was bei Karpfs Patient fehlt. Breiviks Bluttaten sollten in Norwegen eine „Hetzjagd auf Kulturkonservative und Nationalisten provozieren“, deren Gegenwehr dann schließlich in der von Breivik ersehnten nationalistischen Revolution münden würde. Diese boshafte Hinterhältigkeit erweist ihn als pestilenten Charakter. Beispielsweise versuchte Breivik vergebens das Gericht und die Medien in seinen grandiosen Plan einzuspannen. Für einen derartigen manipulativen Pestcharakter und Faschisten ist Orgontherapie keine Option. Er ist prinzipiell untherapierbar ist.
Karpfs Patient hatte immerhin eine eigene Familie und eine Berufslaufbahn aufzuweisen, während Breivik, ähnlich fast der gesamten Führungsmannschaft des Nationalsozialismus, allen voran Hitler selbst, eine gescheiterte, berufslose Existenz ohne Kontakt zu Frauen fristete.