Israel und Sexualökonomie

13. August 2022

Kriminelle Psychopathen fühlen sich immer im Recht. Wenn sie dein Fahrrad klauen, bis du selbst schuld – weil du es schließlich nicht richtig abgeschlossen hast! Warum gehst du abends allein durch die Stadt? Selbst schuld, wenn du zusammengeschlagen und ausgeraubt wirst! Du gehörst nicht auf die Straße, sondern hinter die Gitter, mit denen du die Fenster deines Wohnhauses verbarrikadieren mußt. Tust du es nicht, fühlt sich jeder Dieb im Recht, bei dir einzubrechen. Für solche Nachlässigkeit muß Strafe sein! Tust du es, mißhandeln sie dich bis aufs äußerste, wenn sie doch einbrechen konnten, weil du ihnen das Leben so schwergemacht hast. Strafe muß schließlich sein!

Und wenn du dich wehren willst? Nehme dich zuerst einmal vor schrecklichen Juristen in acht, die aus jedem blauen Fleck deines Peinigers einen „Notwehrexzeß“ deinerseits konstruieren. Aber wie will man sich sonst gegen Ratten wehren, die sich in der Nacht von hinten heranschleichen? Von vorne und bei Tageslicht kommen sie nur, wenn sie in Überzahl sind. Deine einzige Chance, als freier Mann zu leben, ist die „Unverhältnismäßigkeit der Mittel“.

Angesichts der von den „Progressiven“ inszenierten Invasion des christlichen Abendlandes durch Barbaren, denen unser Ehrbegriff vollkommen fremd ist, insbesondere daß Mann gegen Mann kämpft und nicht Gruppen gegen Einzelne, befindet sich heute jeder indigene Europäer in der gleichen Situation wie das klitzekleine Land Israel (so groß wie Hessen!) im Nahen Osten.

Wie konnte es mitten im moslemischen Ghetto überleben? Erst einmal waren die Israelis stets darauf bedacht, in gutem Einvernehmen mit ihren unmittelbaren Nachbarn zu leben, etwa den Beduinen und den anderen israelischen Arabern. Man behandelt jene Menschen gut, und das ohne Ansehen der Person, mit denen man in einer arbeitsdemokratischen Beziehung steht. Man muß miteinander zurechtkommen. Und zweitens haben sich die Israelis den Respekt ihrer Umgebung durch eine komplementäre Vorgehensweise verdient: kompromißlose Härte dort, wo es unumgänglich ist.

Israelfunktionell

Das wird der liberale Geist nie begreifen: er wird nie verstehen, daß er mit seiner aus jedem arbeitsdemokratischen Zusammenhang losgelösten ständigen Nachgiebigkeit nur eins erreicht, nämlich daß er verachtet wird. Mehr, der archaische Mensch fühlt sich durch dieses ständige vollkommen grundlose „Wohlwollen“ zutiefst in seiner Ehre verletzt und das durchaus zurecht, denn so behandelt man gemeinhin Schwachsinnige! Auf diese Weise zieht sich der Liberale nicht nur Verachtung, sondern schließlich auch einen abgrundtiefen Haß zu. Noch wenn er wimmernd am Boden liegt und man seinen Kopf wie einen Fußball behandelt, wird er sich wimmernd fragen, womit er, der den „Mitbürgern“ doch alles gegeben hat, das verdient.

Der funktionelle (und weitgehend auch der konservative Mensch) verhält sich hingegen schlicht und ergreifend – normal. Im Alltag ist er freundlich und zuvorkommend, läßt sich aber nichts gefallen. Es ist ihm gleichgültig, daß er gegebenenfalls gehaßt wird, solange ihm Respekt entgegengebracht wird: der Respekt für den Feind, den man fürchtet. Das ist auch die einzige Grundlage für einen dauerhaften Frieden.

Die Liberalen in Israel sorgen mit ihrer Politik der „ersten Schritte“ nur dafür, daß der nächste Krieg noch unausweichlicher und vor allem noch verlustreicher für beide Seiten sein wird. Genauso sorgen hierzulande die Sozialdemokraten in den diversen Parteien mit ihrem sozialpädagogischen Ansatz in der Gesellschaftspolitik nur dafür, daß uns unsere „Mitbürger“ eines Tages tatsächlich als Gegner in einem Bürgerkrieg gegenüber stehen werden.

Was tun? Das Leben ist einfach! Im Alltag zusammenleben und das Gesetz durchsetzen – jeweils ohne Ansehen der Person.

Irgendwo hat Henryk M. Broder mal geschrieben, daß so mancher Israel-begeisterte Philosemit ziemlich entsetzt wäre, bekäme er den Alltag in Israel mit, denn Israelis wären letztendlich auch nur Orientalen.

Ein weiterer Schock für den unbedarften Philosemiten werden sicherlich die ultraorthodoxen Juden sein, die sich kaum von den schlimmsten Islamisten unterscheiden. Ruhige, unauffällige Leute, die unter sich bleiben, aber wehe sie gewinnen ob ihrer abenteuerlich hohen Geburtenrate im Viertel die Oberhand: dann beginnt der Terror, insbesondere zu Sabbat. Frauen haben sich züchtig zu kleiden, Geschlechtertrennung, etc.

Unter nationalreligiösen Fanatikern (nicht zu verwechseln mit den genannten durch und durch pazifistischen Orthodoxen!), wird er Leute finden, die sich in nichts von fremdenfeindlichen Faschisten irgendwo sonst auf der Welt unterscheiden.

Unser Philosemit wird eine unglaubliche Kleingeistigkeit finden, etwa im Umgang mit „Judenchristen“, etc. Kurz, er wird finden, „daß die Israelis nichts aus dem Holocaust gelernt haben“ und in einem ganz normalen Land voller unmöglicher Zustände leben.

Warum unterstütze ich also Israel? Die „Religion“ (tatsächlich ist es ein Rechtssystem!) finde ich idiotisch, den ganzen sich um die Bibel rankenden Obskurantismus zum Kotzen, die obligatorische Genitalverstümmelung verbrecherisch, das kokettieren mit der eigenen „Jüdischheit“ von Leuten, die nicht koscher essen, nicht in die Synagoge gehen und nicht den Sabbat einhalten, einfach lächerlich. Reich hat sich auf dieses saublöde Getue nicht eingelassen. Er war kein „jüdischer Intellektueller“!

Warum Israel? Weil die ganze Welt vollkommen meschugge ist! Wie gesagt, Israel ist so groß wie Hessen. Der „Nahostkonflikt“ ist ein lächerlicher, abseitiger, provinzieller, wirklich denkbar unwichtiger, vollkommen abwegiger Regionalkonflikt! Es haben sich nicht mehr oder weniger (im Zweifelsfall eher weniger!) Ungerechtigkeiten zugetragen als bei jeder anderen Staatenbildung im 20sten Jahrhundert. Warum wirft man beispielsweise Israel vor arabisches Land zu besetzen, aber nicht der Türkei? Daß vielleicht 99 Prozent der Leser jetzt gar nicht wissen, wovon ich rede, genau das ist der Skandal!

Dieser allgegenwärtige Doppelstandard: genau das ist, was einst zu Auschwitz geführt hat; diese weltweite Psychose, die einst „die Juden“ und die heute „die Zionisten“ für alles und jedes verantwortlich macht.

Der Antisemit ist der ultimative Kleingeist, der sich gerne an Schwächeren vergreift, an „Minderheiten“, und ausrastet, wenn diese Schwächeren nicht nur angesichts der Bedrängnisse nicht verschwinden, sondern sogar florieren. Das war einst mit den Juden so und ist heute mit Israel der Fall. Die Juden und Israel sind wie ein Damm, an dem sich die Flut der Emotionellen Pest bricht. Bis hier und nicht weiter. Punkt.

Sollte Israel fallen, ist alles verloren und das schmutzige Höllenpack aus Nazis, dem linken Gesindel und den Islamisten hat gewonnen. Aber ich bin zuversichtlich, daß die Emotionelle Pest an den Mauern Israels verbluten wird. Die Juden haben seit Moses darin Übung, der Tyrannei und dem Terror nicht nachzugeben.

Wirklich nachhaltend kann sich das Lebendige gegen die Emotionelle Pest nur wehren, wenn es aus dem Kern heraus operieren kann. Jede andere Quelle von Aggression (also die sekundäre Schicht oder die Fassade) führt dazu, daß die Pest durch diese (dann eben nicht mehr rationale) Aggression nicht etwa in die Schranken gewiesen wird, sondern vielmehr weitere Energie zugeführt bekommt. (Statt, daß ORgon das DOR sequestriert, fließt weiteres DOR zum bereits vorhandenen DOR!) Die Pest unterläuft die Möglichkeit, sie mit „Kern-Aggression“ zu bekämpfen, nicht nur durch das Anstacheln „faschistischer“ Gewalt (die, wie gesagt, dem existierenden DOR nur neues hinzufügt), sondern auch, indem sie sich hinter Frauen, Kindern und „Friedsamkeit“ versteckt. Der Teufel ist ein „armes Opfer“ und wird von lächelnden Gutmenschen, die glasig entrückte Augen haben, umhegt und gepflegt.

Nach den diversen „Bewegungen“ im Westen, die alles taten und tun, um den Roten und Islamo-Faschismus zum Sieg zu verhelfen, wenden auch die Palästinenser verstärkt die Methode an, den Gegner durch „passiven Widerstand“ und „menschliche Schutzschilde“ lahmzulegen. Auf die gleiche Art und Weise wird Deutschland systematisch zerstört. Wer immer sich gegen die Überfremdung unseres Vaterlandes wehrt oder neuerdings gegen den Great Rest, steht als Faschist da, der sich die Ärmsten und Schwächsten als Opfer aussucht.

Man spürt unmittelbar die Doppelgesichtigkeit der diversen „Aktivisten“: einerseits eine destruktive Aggression, die ihrerseits destruktiv aggressiv macht, und andererseits das Auftreten als armes Opfer, was einen moralisch entwaffnet. Beides verhindert, daß rationale Aggression (OR) mobilisiert und damit Kommunismus und Islam (DOR) sequestriert werden kann.

Die Situation ähnelt der alten Masche, die Kleinsten und Schwächsten vorzuschicken, um zu provozieren und dann unvermittelt aus den Büschen zu springen, um denjenigen halbtot zu prügeln, der sich gegen die Unverschämtheiten des kleinen Provokateurs gewehrt hat.

Man male sich die Perfidie aus! Linke Demonstranten haben es zur großen Kunst entwickelt, sich als bemitleidenswerte Opfer von „Polizeibrutalität“ hinzustellen. Dabei gibt es nur ein Opfer: den unterbezahlten und durchnächtigten Bereitschaftspolizisten, der kaum ein Wochenende mit seiner Familie verbringen kann, weil er sich mit der extraordinären Freizeitgestaltung verzogener Rotzlöffel rumplagen muß!

Die „Kern-Aggression“ wird durch eine sozusagen künstlich hergestellte „Panzerung“ hintertrieben, so daß sie schließlich „frustriert“ durch diese Panzerung hindurchbrechen muß, d.h. die Eigenschaften eines sekundären Triebs annimmt. Kommt es dann beispielsweise tatsächlich zu „Polizeibrutalität“, hat die Polizei ihr angeblich „wahres Gesicht“ gezeigt: die Linke (DOR) triumphiert. Ähnlich werden ständig Israel und die USA „demaskiert“.

Das bringt mich zu George W. Bush, den Robert neulich in einem Kommentar angegriffen hat. Bush Jr. war ein Konservativer, der eine überwiegend liberale Außenpolitik betrieben hat, d.h. unter weitgehender Ignorierung der irrationalen Beweggründe der arabischen Massen alles auf Demokratie und den freien Markt gesetzt hat. Kurzfristig mögen dann, so Bush, vielleicht die Moslembrüder an die Macht gelangen, doch langfristig setze sich Demokratie und Freiheit doch durch, da alle Menschen frei sein wollen. Niemand würde in freien Wahlen für eine Partei stimmen, die Krieg führen wolle. Deshalb werde Hamas bald abgewählt werden.

Er glaubt an „das Gute im Menschen“, insbesondere aber daran, daß alle Menschen und alle Religionen gleich sind. Und er hat gute Gründe so zu denken. Erinnert sei an die Demokratisierung Japans und Deutschlands! Die Fehlkalkulation ist nur, daß beide Länder nicht von religiösem Fanatismus und von Tribalismus geprägt waren, so wie es Arabien ist.

Letztendlich waren die meisten Moslems gegen Mubarak (genauso wie gegen Sadat, der von den Moslembrüdern ermordet wurde) wegen dessen „Verwestlichung“, den wenigen widerwillig erlassenen Gesetzen zum Schutz von Frauen und Kindern vor sexueller Sklaverei, und natürlich auch wegen der Aufrechterhaltung von Frieden mit den verhaßten Juden in Israel. Dabei scheinen die sexuellen und anti-israelischen Elemente ähnlich miteinander verschränkt zu sein, wie sie es im Nationalsozialismus waren (siehe Reichs Massenpsychologie des Faschismus). Die religiöse Sehnsucht der Massen ist (genauso wie die „sozialistische Sehnsucht“) selbstverständlich nur sexualökonomisch vollends auszulöschen. Das wird schließlich auch, wie es Reichs Hoffnung war, der jüdischen Sonderstellung, der Jüdischheit ein Ende setzen.

Daß „der Konflikt um Palästina“ zentral sexualökonomischer Natur ist, zeigt Daphne Burdman, die die Wurzeln des palästinensischen Terrors auf extreme und praktisch universelle Kindesmißhandlung zurückführt. Schwere und schwerste körperliche Bestrafungen sind an der Tagesordnung. 50 Prozent der Jungen und 31 Prozent der Mädchen sind Opfer sexuellen Kindesmißbrauchs. Jungen werden zwei oder drei Jahre gestillt, um dann abrupt abgestillt zu werden, was mit einem extremen Trauma der Zurückweisung einhergeht. Die Beschneidung der Jungen ist sehr schmerzhaft und ebenfalls extrem traumatisch. Hinzu kommt die weitverbreitete Genitalverstümmelung der Mädchen. Im Westen würden diese Opfer schließlich gegen die Familie und die Gesellschaft rebellieren, doch bei den kollektivistischen, autoritären und patriarchalischen Arabern muß sich dieser mörderische Haß auf ein Ersatzobjekt richten: die Juden.

Berichte über das bizarre Sexualleben der Taliban zeigen, daß heute die Grundthesen von Reichs Massenpsychologie des Faschismus treffender und aktueller sind als zu Zeiten des National- und Realsozialismus. Es geht um die weitverbreitete unterdrückte Homosexualität in der arabischen und islamischen Welt. Sex mit Jungen und weiblich wirkenden Männern zu haben, ist in Ländern wie Afghanistan gesellschaftliche Norm! Ein Mann, in den nicht eingedrungen wird, wird nicht als homosexuell betrachtet und ein Junge wird nicht als Mann betrachtet: es liegt also kein homosexueller Akt vor – der sofort mit dem Tode bestraft werden würde. Ohnehin wird in diesen Gesellschaften der Geschlechtsakt nicht als ein wechselseitiges Geben und Nehmen betrachtet, sondern es geht einzig um das Erlangen von männlicher Lust, die Männer ausschließlich durch gewalttätige Dominanz erreichen.

Wilhelm II. und die Folgen

12. August 2022

Anfang des letzten Jahrhunderts konnte man kaum einen auffälligeren Namen tragen als „Wilhelm Reich“. Der Name war Programm, denn Reichs Vater war Preußen-Fan mit allen Konsequenzen. Es wurde akzentfreies Deutsch gesprochen, alles „Jiddische“ und die dekadente österreichische Gemütlichkeit waren streng verpönt. Man hatte „konsequent und gradlinig“ zu sein. Entsprechend hat Reich gelebt. Von Anfang an ging seinen Weggenossen sein „aggressives“ (herrisches) Auftreten auf den Keks. Auf den Photos aus den 1920er und 1930er Jahren sieht er vor allem eins aus: schneidig. (Siehe dazu meine Ausführungen in Der verdrängte Christus: „Der Mann Reich“.) Kompromißlos gab es in Theorie und Praxis nur eins: vorwärts! Er machte das, was sich sonst niemand getraute: die logische Konsequenz aus der Libidotheorie ziehen, Ernstmachen mit der Widerstandsanalyse und dem Klassenkampf; Sozialforschung und „Lebensforschung“ wird nicht am Schreibtisch betrieben, sondern auf der Straße und im Labor. Welche fatalen Konsequenzen Reichs „anti-jiddisches“ Preußentum für Reich in Amerika haben sollte, habe ich hier (S. 40f) ausgeführt.

Ein Jahrzehnt zuvor kam Adolf Hitler zur Welt. Er wuchs in einer Umgebung auf, in der Preußen das leuchtende, fortschrittliche Gegenbild zum hoffnungslos in sich verrannten Vielvölkerstaat Österreich darstellte. Zu seiner wahren Identität fand Hitler erst, als er Wilhelm II. dienen konnte und nach dem Zusammenbruch einen Weg fand ihm, bzw. dem, wofür er stand, weiter zu dienen. Hitler blieb im Bezugssystem des Ersten Weltkrieges gefangen, was gleichzeitig auch seine ansonsten schlichtweg unerklärlichen Fehler während des Zweiten Weltkrieges erklärt.

Wilhelm II. war nicht einfach Herrscher in einer konstitutionellen Monarchie. Er sehnte sich nach den Zeiten absoluter Herrschaft und inszenierte sich, entgegen aller Realität (und entgegen der Tradition deutschen Kaisertums), zu einer im übrigen sehr populären „Führer“-Gestalt, die vor allem durch ihr verantwortungsloses, radikales Gerede auffiel. Wie wirklichkeitsfern diese Medieninszenierung war, zeigt seine randständige Rolle während des Ersten Weltkrieges. Im Generalstab hat der Inzuchttrottel nur gestört.

Hitler war kaum mehr als ein Ersatzkaiser. Genauso radikal und vermeintlich „fortschrittlich“ wie Wilhelm II. Der Staat funktionierte autonom weiter, richtete sich aber an den Vorgaben des „Führers“ aus. Wirklich „geherrscht“ hat Hitler erst im Zweiten Weltkrieg, je länger der andauerte desto unmittelbarer. Er wollte die Fehler von Wilhelm II. nicht wiederholen – und beging deshalb seine Fehler:

  1. Keinem modernen Staatenlenker fällt es ein, seinen Feldherren ins Handwerk zu pfuschen. Roosevelt und Churchill sind ihren Generälen gefolgt, nicht umgekehrt. Selbst Stalin hat aus der anfänglichen Katastrophe gelernt und sich schließlich dem militärischen Sachverstand unterworfen. Hitler hingegen hat aus Wilhelm II. vermeintlichem Fehler gelernt und seinen zunehmend frustrierten Generälen zum Verzweifeln laienhafte Befehle gegeben.
  2. Von jeher war England der Todfeind jeder europäischen Großmacht, d.h. abwechselnd von Frankreich, Österreich, Preußen und Rußland. Das britische Weltreich konnte unmöglich mit einer bedrohlichen Großmacht jenseits des Ärmelkanals koexistieren. Wilhelm II. größter Fehler war es, vollkommen ohne Sinn und Verstand England herauszufordern nicht zuletzt durch den Ausbau einer Kriegsmarine, die England als existentielle Bedrohung empfinden mußte, zumal Deutschland als typische Kontinentalmacht mit beschränktem Zugang zum Meer traditionell nie eine Seemacht war. Hitler wollte diesen fatalen Fehler korrigieren, hintertrieb nicht nur jeden zu diesem Zeitpunkt aus deutscher Sicht geostrategisch absolut notwendigen Vernichtungsschlag gegen England (man denke nur an Dünkirchen!), sondern verhinderte auch den konsequenten Ausbau der Marine, insbesondere der U-Boot-Macht. Ein „rational“ denkender Militär hätte alles daran gesetzt England zu unterwerfen und den Atlantik abzuriegeln.
  3. Gleichfalls selbstmörderisch war die Überdehnung der Grenzen des „Großdeutschen Reiches“. Nicht nur, daß die Sicherung großer eroberter Gebiete alle Ressourcen hoffnungslos aufsaugt: irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, in dem selbst ein Millionenheer an der endlos langen Front so viele Lücken lassen muß, daß man gar nicht mehr sinnvoll von „Front“ sprechen kann. Es ist geradezu ein Wunder, daß die Russen nicht schon zwei Jahre vorher bis Berlin durchmarschiert sind! Hitlers große Lehre aus dem Ersten Weltkrieg war jedoch, daß Deutschland große Landmassen so schnell wie irgend möglich erobern und lückenlos kontrollieren müsse, um eine „Hungerblockade“, die das Deutsche Reich während des Ersten Weltkrieges (und bösartigerweise auch noch danach!) beinahe in die Knie gezwungen hätte, von vornherein zu verhindern.
  4. Die hoffnungslose Überdehnung des „Großdeutschen Reiches“ war auch deshalb fatal, weil Hitler auf einer unbedingten „Germanisierung“ beharrte. So wurden die durchaus deutschenfreundlichen „Ostvölker“ sinnlos zu Todfeinden gemacht. Doch Hitler hatte gelernt, daß die (jedenfalls im Vergleich zu Österreich-Ungarn) ethnische Homogenität Deutschlands im Ersten Weltkrieg das größte Kapital in der Kriegsanstrengung war.
  5. Es wird gerne vergessen, daß während des Ersten Weltkrieges die Reichswehr genausoweit ins russische Reich vorgestoßen war, wie später die Wehrmacht. Es war geradezu ein Kinderspiel – aus dem Deutschland kaum Kapital geschlagen hatte. Hauptsache es war nach Brest-Litowsk Ruhe an der Ostfront. Hitler wollte diesen geostrategischen Fehler wettmachen und das ach so kinderleichte Unternehmen wiederholen…
  6. Die Opfer, die während des Ersten Weltkriegs der „Heimatfront“ abverlangt wurden, führten zu einer zunehmenden Radikalisierung der Bevölkerung und das ganze wäre fast in einer kommunistischen Revolution gemündet. Hitler wollte eine Neuauflage verhindern, was trotz allem Gerede vom „totalen Krieg“ zu einer sträflich geringen Mobilisierung des deutschen Volkes führte. Statt dessen wurden aus allen Ecken und Enden Europas unproduktive „Sklaven“ herangekarrt, die eroberten Volkswirtschaften rücksichtslos ausgeplündert und nicht zuletzt die Juden enteignet.
  7. Wilhelm II. hat nie verstanden, wie Deutschland, das während des Ersten Weltkriegs von keinem einzigen feindlichen Soldaten betreten wurde, besiegt werden konnte. Es konnte sich nur um Verrat an der „Heimatfront“ handeln. Als geistliches Oberhaupt der evangelischen Kirche gab es für Wilhelm II. nur eine Gruppe, die „letztendlich“ für den Verrat verantwortlich sein konnte: die Juden („Judas!“). In einem Brief an seinen amerikanischen Freund Poultney Bigelow schrieb Wilhelm II. am 15. August 1927: „Die Presse, die Juden und Mücken sind eine Pest, von der sich die Menschheit so oder so befreien muß – I believe the best would be gas.“
  8. Eines der Merkwürdigkeiten des Zweiten Weltkrieges ist, daß es in Europa nicht zum Einsatz von Massenvernichtungswaffen, d.h. chemischen und biologischen Waffen, auf dem Schlachtfeld gekommen ist. Die Italiener und Japaner haben sie in Abessinien bzw. China angewendet und die Amerikaner in Japan (atomare Waffen). Warum hat ausgerechnet Hitler am Ende auf ABC-Waffen verzichtet (etwas, was Goebbels empörend fand)? Im Ersten Weltkrieg waren chemische Waffen eine deutsche Spezialität. Für den deutschen Generalstab war es geradezu ein humanes Unterfangen mit diesem unschönen Mittel den inhumanen Stellungskrieg zu beenden und endlich wieder vorwärtsmarschieren zu können, um dem sinnlosen Gemetzel ein möglichst schnelles Ende zu machen. Doch der „Gaskrieg“ war eines der größten Desaster der Militärgeschichte, da das Gas kaum gezielt einsetzbar war und der Feind schnell entsprechend zurückschlagen konnte. Hitler wollte die Fehler Wilhelm II. auf keinen Fall wiederholen. Und Hitler sah sich bis zum Ende eben nicht in einer ausweglosen Lage, in der sowieso alles egal ist: Wilhelm II. hatte „5 Minuten vor 12“ aufgegeben, dieser Fehler würde ihm, Hitler, nicht unterlaufen.

Bei all dem muß ich immer an Nietzsche denken, der am falschen, zutiefst undeutschen Bombast des Wagnerianertums und dem beginnenden Wilhelminismus schier verzweifelt ist – und der alles kommen sah.

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 9. Zwischen Himmel und Hölle / Opfer

11. August 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 9. Zwischen Himmel und Hölle / Opfer

Modju im Weißen Haus

10. August 2022

Die Beziehung zwischen dem Wirken eines Politikers und seiner „soziopolitischen Charakterstruktur“ ist nicht immer eindeutig. „Sachzwänge“ und der politische Opportunismus haben selbst Politiker wie Stalin und Hitler zu positiv zu bewertenden Entscheidungen gezwungen, umgekehrt erwiesen sich Entscheidungen von dezidiert nicht-pestilenten Politikern, etwa Adenauer und Gorbatschow, als zerstörerisch. Manche Entscheidungen sind jedoch derartig irrational und in ihren Auswirkungen derartig verheerend, daß sie eindeutig als Aktionen des pestilenten Charakters in seiner schlimmsten Ausprägung („Modju“) dastehen. Man denke etwa an die Paranoia von Stalin und Hitler, die Millionen aus jedem Blickwinkel betrachtet vollständig sinnlos das Leben gekostet hat. Dieser Einbruch des „mörderischen Absurden“ brandmarkt auch Modju im Weißen aus. Insgesamt hat es vier Stück gegeben, allesamt pseudo-liberale Charaktere (modern liberals).

Thomas Jefferson hat mit seinem subversiven Liberalismus dafür gesorgt, daß sich die Zentralregierung kaum gegen die einzelnen Staaten der Union durchsetzen konnte, so daß drei Generationen später der Bürgerkrieg praktisch unvermeidlich war. Das vorgeschobene Motiv war die Freiheit, die Sicherung gegen die Tyrannei, das wirkliche Motiv war neurotische Rebellion gegen den Vater, das Grundmotiv der pseudo-liberalen Psyche.

Woodrow Wilson, ebenfalls ein „Idealist“, hat während des Ersten Weltkrieges mit seiner Intervention in Europa und substanzlosen Versprechungen für die kleinen Völker Europas („Unabhängigkeit“) für genau jenes heillose Durcheinander gesorgt, aus dem heraus der Zweite Weltkrieg zwangsläufig sich entwickeln mußte. Wilson rief im Weltmaßstab genau den gleichen unhaltbaren Zustand hervor wie zuvor sein „Charakterbruder“ Jefferson.

J.F. Kennedy traf sich Anfang Juni 1961 mit Chruschtschow in Wien gegen den ausdrücklichen Widerstand seiner Berater und des State Department. Kennedy wollte „Entspannung“, was nach übereinstimmender Einschätzung der Historiker Chruschtschow dazu animierte die Mauer bauen zu lassen und im Oktober 1962 Atomraketen auf Kuba zu stationieren. Kennedy hat mit seinem unverantwortlichen Auftreten dafür gesorgt, daß sich die Sowjetunion bis zum Amtsantritt Reagans der Illusion hingab, sie könne den Kalten Krieg gewinnen, angefangen mit der Eskalation in Indochina, gefolgt von den „Befreiungsbewegungen“ in der Dritten Welt und endend mit Afghanistan. All das ist einzig und allein Produkt von Kennedys persönlichem Wirken! In dieser Hinsicht kann man Kennedy allenfalls mit Hitler vergleichen, dem deutschen Modju.

Kaum waren die USA dabei diese dritte Krise endlich zu bewältigen, sorgte Jimmy Carter höchstpersönlich für die vierte Krise, in der wir gegenwärtig noch immer stecken. Ein „Idealist der Demokratie“; ähnlich wie Jefferson, Wilson und Kennedy, sorgte er für den Sturz des Schahs von Persien – und damit für den Startschuß der weltweiten „islamischen Revolution“.

Die Katastrophe begann mit Präsident Carter der, im Namen der „unteilbaren Menschenrechte“ von irgendwelchen Roten Faschisten in iranischen Gefängnissen, den Untergang des „Schahregimes“ einleitete. Sie wurde besiegelt, als Präsident Bush durch einen weiteren dieser wirrköpfigen „Idealisten“, einen Verfechter der „offenen Gesellschaft“, des „internationalen Rechts“, der „Entspannung“ und des „Dialogs“ abgelöst wurde.

Jimmy Carter war derjenige, der „im Namen der Demokratie“ darauf bestand, daß nach Ende der weißen Alleinherrschaft in Rhodesien, statt Bischof Abel Muzorewa, der Marxist Mugabe an die Macht kam. Zu allem Überfluß fordert er in seinem Buch Palestine. Peace not Apartheid, daß sich Israel „im Namen der Demokratie“ gegenüber den „Palästinensern“ öffnet.

Es ist bezeichnet, daß alle vier Modjus eine extrem gute Presse haben. Jefferson ist der Held aller Libertären, inklusive der konservativen, sogar konservative Blogs werden regelmäßig von einem Jefferson-Zitat geziert. Jeder Reichianer, inklusive Reich selbst, würde sicherlich ihn als den freiheitlichsten und „lebenspositivsten“ Gründervater küren. Eine geradezu christus-artige Gestalt!

Reich hat Wilson in Rede an den Kleinen Mann und in Christusmord sogar explizit in die Nähe von Christus gerückt! Kennedy wird nicht zuletzt durch seine Ermordung allgemein als moderner Christus betrachtet. Carter ist der Gutmensch vom Dienst.

Nach Jimmy Carter ist mit Hussein Obama erneut ein pestilenter Charakter Präsident der USA geworden. Aus orgonomischer Sicht besonders bemerkenswert ist erstens, daß Hussein Obamas Wahlkämpfe wie eine Illustration von Reichs Massenpsychologie des Faschismus wirkten. Das Auftreten von Hitler und Hussein Obama ist praktisch identisch: eine leere Form, in die die Massen ihre infantilen Sehnsüchte projizieren. Oder man betrachte die Wahlkampfplakate, die exakt so aussehen, daß man das Gesicht Hussein Obamas durch das Stalins, Maos oder Kim Il Sungs ersetzen und dergestalt problemlos in eine Ausstellung über den Realsozialismus hängen könnte.

Hussein Obamas politische Karriere begann 1995 in der Wohnung von Bill Ayres und Bernadine Dohrn – sozusagen die amerikanische Entsprechung von Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Die Details kann jeder im Netz selbst suchen.

Wir haben es hier mit zwei waschechten Stalinisten zu tun. Man betrachte ihre Gesichter und ihre Körpersprache ganz genau… Dohrn wirkt wie eine Reinkarnation von Mildred Brady. Genau mit der gleichen Art von „Kommissaren“ mußte sich Reich in der sozialistischen Bewegung in Europa und in dem seit der Roosevelt-Administration kommunistisch unterwanderten USA herumschlagen – bis sie ihn zur Strecke gebracht haben.

Die Massen leben in einem bizarren Paralleluniversum, in dem die Massenmedien einen US-Präsidenten an die Macht bringen, über den die Wähler so gut wie gar nichts wissen; der, aufgrund seiner Verbindungen mit Dutzenden von zwielichtigen Gestalten, keine Anstellung in einem sicherheitsrelevanten Bereich finden würde; der nichts, wirklich nichts in seinem Leben zustande gebracht hat; und der nicht mal „schwarz“, sondern, wie sein Name schon sagt, arabischer Abstammung ist. In Kenia würde man auf der Stelle getötet werden, sollte man es wagen, einen Moslem als „Neger“ zu bezeichnen! Hussein Obamas Vorfahren haben mehr Schuld am Sklavenhandel auf sich geladen, als die jedes „weißen“ Amerikaners.

Der ganze Irrsinn kulminiert jetzt mit Biden, der mit seiner Politik gegenüber Rußland und China den Untergang Amerikas einleitet: die Waffen für die durch und durch und durch korrupte Ukraine landen auf dem Schwarzmakt und werden Europa und den Nahen Osten destabilisieren; die Länder Osteuropas werden sich das Schicksal der Ukraine zu Herzen nehmen und sich wieder an Rußland orientieren; die Sanktionen „gegen Rußland“ treiben Westeuropa, insbesondere aber Deutschland, an den Rand des Kollaps und wird amerikafeindliche Parteien an die Macht bringen; Rußland und China werden immer engere Verbündete; die Taiwanesen und ander ostasiatische Länder werden es den osteuropäischen Ländern gleichtun und sich eher China annähern, als Amerika in den Untergang zu folgen.

Die Ausbreitung der Emotionellen Pest in der medizinischen Praxis

9. August 2022

Die gottverfluchte Kommunistenpest in der Medizin.

Die Ausbreitung der Emotionellen Pest in der medizinischen Praxis

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 9. Zwischen Himmel und Hölle / Selbstaufopferung

8. August 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 9. Zwischen Himmel und Hölle / Selbstaufopferung

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 13)

7. August 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Es kann genausowenig „ein bißchen Stirner“ geben, wie es „ein bißchen sexuelle Befreiung“ geben kann. Entweder ganz oder gar nicht. Genauso wie „Pornographie“ (so umfassend verstanden, wie Reich das Wort gebraucht) von der Genitalität wegführt, führt auch jede Art von „Anarchie“ von Stirner weg und ist nicht etwa eine unvollkommene Vorstufe zu Stirner. Was also in den vorangegangenen Abschnitten wie eine Einschränkung und Relativierung von Stirner wirkt, ist dies mitnichten.

Außerdem haben wir Reich, der uns im Gegensatz zu Stirner ganz genau sagen kann, wie „selbstbestimmt“ und „fremdbestimmt“ konkret voneinander zu scheiden sind. Reich hat gezeigt, wo es sinnvoll ist, von „Eigenem“ zu reden: Selbstregulierung jenseits von Gesundheitsnormen und trivialem Hedonismus („Doing your own thing“), der nur auf der eigenen Befriedigungsunfähigkeit beruht. Imgrunde geht es bei der Entwicklung von Stirner zum frühen und schließlich zum späten Reich um die schrittweise Eingrenzung des abstrakten Freiheitsbegriffs.

Stirner hat gezeigt, daß das Gerede von „Freiheit“ reines Gesülze ist, da es, da nicht erfüllbar, zu abstrakt und inhaltsleer, vom eigentlichen Problem wegführt: der „Eigenheit“. Der frühe Reich hat gezeigt, daß „Eigenheit“ solange illusionär ist, solange man nicht z.B. den Brechreiz willentlich auslösen oder mit den Augen Angst ausdrücken kann: „orgastische Potenz“ (genuine Glücksfähigkeit). Und der späte Reich hat schließlich gezeigt, daß dieses Gerede von „biophysischer Freiheit“ reines Gesülze ist, solange nicht die tiefe Rationalität in der irrationalen Freiheitsunfähigkeit erkannt ist, also die unfassenden Zusammenhänge, mit der sich die Orgonomie beschäftigt. Am klarsten kommt dies wohl in Reichs Aufsatz „Die emotionale Wüste“ zum Ausdruck, in dem er seine frühen Beiträge (Beseitigung von Panzerblockaden = Über-Ich) in den Zusammenhang des „kosmischen Metabolismus“ stellt (siehe Ausgewählte Schriften).

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 8. Der Kampf der Götter/ Im Reich der Dämonen

6. August 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 8. Der Kampf der Götter / Im Reich der Dämonen

Über das Erkennen der Emotionellen Pest

5. August 2022

Sozialmedizin.

Über das Erkennen der Emotionellen Pest

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 8. Der Kampf der Götter/ OR gegen DOR

4. August 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 8. Der Kampf der Götter / OR gegen DOR