
ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 7. Überlagerungs-Kosmologie. c. C.F. Baker über die kosmische Rotverschiebung
11. November 2021Orgonomie und Metaphysik (Teil 6)
9. November 2021Die „metaphysische Krise“ des Westens kann man am „Filioque-Streit” festmachen, der vor 1000 Jahren die Christenheit spaltete in West und Ost. Der Westkirche zufolge geht der Heilige Geist, „der Lebendigmacher“, nicht aus Gottvater hervor, sondern aus Vater und Sohn. Der Westen bestand auf dieser sperrigen Formulierung, um sich gegen den Arianismus zu behaupten, nach dem Christus einen niedrigeren Rang hat als Gottvater. Außerdem ist diese Formulierung näher am biblischen Text.
Im Effekt bedeutete dieses unglückliche Herumdoktern an der Dreieinigkeit, daß der Heilige Geist übertragen wurde: von Gottvater auf Christus auf den Papst und so weiter bis hinab zum getauften Baby. Der damit einhergehende Machtmißbrauch und die unausweichliche Willkür machte die Reformation und schließlich die Aufklärung unausweichlich, wo schließlich praktisch jeder seinen eigenen „Heiligen Geist“ hervorbrachte: jeder hatte seine eigene „Meinung“.
Entgegen dieser westlichen Tendenz zum „Nominalismus“ stand der „Realismus“ (Platonismus) der Ostkirche: alles hat seine unmittelbare Entsprechung in der „geistigen Welt“, weshalb der Heilige Geist unmittelbar ist – jeder weiß, was er zu tun hat, da jeder unmittelbar mit dem Heiligen Geist verbunden ist, solange er Teil der Kirche und ihrer Rituale bleibt, d.h. mit der Quelle in Resonanz bleibt.
Beide Kulturkreise haben einen hohen Preis für ihre jeweilige Weltsicht bezahlt: Zerfall und der „Tod Gottes“ im Westen, Versteinerung und Stillstand im Osten. Beide wurden auf unterschiedliche Weise Opfer des mechano-mystischen Grundirrtums unserer Zivilisation. Im Funktionalismus ist „Emanzipation“ möglich bei gleichzeitiger Verbundenheit mit der einen Quelle. Beides bedingt sogar einander!
ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 7. Überlagerungs-Kosmologie. b. Die Schalen des Lichtäthers
8. November 2021Orgonomie und Metaphysik (Teil 5)
6. November 2021Es gibt 8 Milliarden einzelne Menschen und es gibt „den Menschen“ (z.B. reagieren alle Menschen auf ein Lächeln gleich), aber dieser „Mensch“ wird uns nie entgegentreten können. In diesem Sinne gibt es „den Menschen“ eben nicht. Genauso ist es mit dem „Sein“. Die Dinge „sind“, haben „ein Sein“, aber „das Sein“ an sich gibt es natürlich nicht.
Was „Metaphysiker“ zum Ausdruck bringen wollen, wenn sie von „dem Menschen“ oder, wie Heidegger, vom „Sein“ sprechen und für den „Humanismus“, gegen die „Seinsvergessenheit“ etc. sprechen, ist in Wirklichkeit Tiefe, die sie auf eine mystisch verzerrte Weise wahrnehmen.
Der Humanismus ist eine vage Vorstellung vom genitalen Charakter, der ohne Fremdkonditionierung aus seinem bioenergetischen Kern heraus lebt: Ecce homo – Christus. Und „die Seinsvergessenheit“ deutet schlichtweg darauf, daß der Raum nicht leer ist: die kosmische Orgonenergie.
Der Humanist übersieht, daß sein Appell ins Leere zielt, solange nicht die Emotionelle Pest und ganz allgemein die menschliche Panzerung angegangen werden. Und Metaphysiker wie Freud, der Reich gegenüber sagte, „der Eros werde eine Anstrengung machen“, verkennen, daß jedwede „Seinsgeschichte“ durch die menschliche Panzerung modelliert wird.
ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 7. Überlagerungs-Kosmologie. a. Der Infrarot-Hintergrund
5. November 2021Orgonomie und Metaphysik (Teil 4)
4. November 2021Mystik ist der verzerrte Kontakt zum bioenergetischen Kern und damit zum kosmischen Orgonenergie-Ozean. Von besonderem Interesse sind die buddhistische, islamische und christliche Mystik, da sie auf einen Zusammenhang verweisen, auf den ich in Max Stirner und die Kinder der Zukunft verwiesen habe:
In der buddhistischen Mystik dreht sich alles um die Aussage „Das bist nicht du!“ Wir verstricken uns ins Unglück, wenn wir uns mit allem möglichen identifizieren, letztendlich sogar mit unserem vermeintlichen „Ich“. Lassen wir das alles fahren, werden wir Glückseligkeit, das Nirwana erlangen. Das ist nichts anderes als die metaphysische Überhöhung und Verabsolutierung dessen, von dem Wilhelm Reich und Max Stirner gesprochen haben: löse dich von deinen „inneren Hierarchien“ (dem Über-Ich, der Panzerung), die du durch Identifikation mit unterdrückerischen Personen (insbesondere den Eltern) verinnerlicht hast, indem du dich mit ihnen identifizierst hast.
Die islamische Mystik ist ähnlich aufgebaut: Ordne Gott nichts anderes bei, denn das ist Götzendienst, der dich versklavt. Genauso die „negative Theologie“ der christlichen Mystik: alles, was man Gott zuschreiben kann, trifft ihn nicht. Um ihn zu erfahren, muß man alles von sich fallenlassen. Was uns wieder zum Buddhismus führt, wenn Meister Eckhart sagt: „Nimm dich selber wahr und wo du dich findest, da laß von dir ab. Das ist das allerbeste.“ Das ist geradezu eine Beschreibung der Orgontherapie!
Mystiker nehmen auf verzerrte (und deshalb letztlich destruktive) Weise das wahr, worum es in der Orgonomie geht! Gewisserweise sind es Wahrheitskrämer, die sich mit Dingen beschäftigen, von denen sie nicht wirklich Ahnung haben, sondern nur eine vage „Ahnung“… Ziel der Orgonomie ist es, Mystik ein für allemal auszumerzen, da sie genau das erzeugt, was sie implizit vorgibt zu bekämpfen: Panzerung!
Warten auf Charles Konias Buch CLUELESS
3. November 20212008 erschien Charles Konias Buch The Emotional Plague: the Root of Human Evil, 2013 Neither Left Nor Right: Preventing America’s Decline into Socialism. Sein neues Buch Clueless: the Great Human Disconnect steht kurz vor der Auslieferung. Als Vorbereitung auf diese Lektüre verlohnt ein kurzer Rückblick auf die genannten vorangehenden Bücher.
Bei oberflächlicher Lektüre wird man Konia politisch rechts verorten, doch tatsächlich führt er aus, wie kontraproduktiv es ist, gesellschaftliche Entwicklungen einseitig von einer linken oder einer rechten Warte aus zu betrachten. Vielmehr bräuchte es eines funktionellen Blicks. Dessen Richtigkeit zeigt sich darin, wohin diese Annäherungsweise an die gesellschaftlichen Probleme führt, nämlich zur Förderung von Freiheit und Unabhängigkeit, während linke und rechte Ansätze letztendlich immer in Unfreiheit und Sklaverei münden.
Gesellschaften und Kulturen müssen dem Wohl und der Freiheit des Einzelnen verpflichtet sein. Das ist letztendlich aber nur durch sexuelle Freiheit möglich, auf daß sich beim Einzelnen kein verhärteter, unnachgiebiger Charakter ausformt. Dieser beruht auf der moralistischen Regulierung unserer Triebe von Kindheitsbeinen an, statt der Natur zu vertrauen. Die künstlichen sexuellen Hemmungen führen zu antisozialem Verhalten, das mehr Hemmungen nötig macht: die „gepanzerte Gesellschaft“ entsteht, in der sich Linke und Rechte gegenseitig blockieren.
Das Denken der Linken ist vor allem mechanistisch, d.h. sie leitet alles vom Funktionieren der Maschine ab. Alles sei kontrollierbar nach den Vorgaben des Kollektivs und seiner „Ideale“. Der gute Planer, das Supergehirn, könne eine utopische Gesellschaft hervorbringen. In der heutigen Welt haben sich generell die gesellschaftlichen Einstellungen weit nach links verschoben. Sie ist entsprechend immer mechanistischer geworden. Diese allumfassende Linksdrift bedingt, daß diejenigen, die heute als Rechts gelten, früher in der Mitte standen. Konia spricht von „Rotverschiebung“ bzw. der „antiautoritären Transformation“, die mit einer Verlagerung der Panzerung vom Gesamtkörper hin zum Augensegment einhergeht.
Das mystische Denken der Rechten beruhte darauf, daß die Natur unerkennbar und etwas Bedrohliches sei, das eingehegt werden muß. Das Leben sei ein Überlebenskampf. Immerhin sah die Rechte die moralische Schwäche und Unvollkommenheit des Menschen und damit die Gefahr, die von einer übergriffigen Regierung ausgeht. Wir alle erleben, daß dieses einigermaßen „klarköpfige“ Bedenken fast vollkommen verschwunden ist und heute alle träumerische Hoffnung in einen alle Lebensbereiche bestimmenden Staat gelegt wird.
Die Menschen müssen die die Panzerung erzeugenden mechanistisch-mystischen Denkweisen der Linken und der Rechten von sich weisen und eintauschen gegen ein funktionelles Denken, das in Übereinstimmung mit dem naturgegebenen organismischen Funktionieren steht. Das würde vor allem die Kindererziehung betreffen und die Kultur von den Hindernissen befreien, die einer angemessenen Sozialisierung und dem Streben nach Glück im Wege stehen.
Daß dies nicht geschieht, ist der Emotionellen Pest zu schulden, dem zerstörerischen Ausleben der charakterstrukturell bedingten, „neurotischen“ Symptome im Gesellschaftsleben. Sie erkennt man daran, daß das vorgeschobene Motiv nicht mit den wirklichen Beweggründen übereinstimmt. Man behauptet mit einer Aktion „a“ erreichen zu wollen, doch tatsächlich ist „b“ das sich einstellende Resultat dieses Projekts. Entsprechend fühlt sich das Opfer der Emotionellen Pest desorientiert und vollständig verwirrt. „Was geschieht hier!“
Es ist wie beim Zauberer, dessen vermeintlich magische Kunststücke nur funktionieren, weil er deine Aufmerksamkeit auf „a“ richtet, während das entscheidende Geschehen sich bei „b“ zuträgt. Beispielsweise wird deine gesamte Aufmerksamkeit und seelische Energie auf das angeblich weltbewegende Problem der Rechte von Transgender-Menschen und der unmittelbar bevorstehenden Machtübernahme durch Hitleristen gerichtet, während gleichzeitig deine Meinungs- und Bewegungsfreiheit und deine Rechtssicherheit auf null gefahren werden.
Illustrieren wir die individuelle und gesellschaftliche Panzerung: Plötzlicher Wintereinbruch, die Gehwege sind gefroren, Rutschgefahr. Normalerweise habe ich einen sehr guten Gleichgewichtssinn und hervorragende Reflexe, was mich schon häufiger vor dem Rollstuhl bewahrt, wenn nicht das Leben gerettet hat. Jedesmal hatte sich mein Bewußtsein ausgeschaltet und mein Körper tat, was zu tun ist. Jetzt aber fühle ich mich beobachtet und im doppelten Sinne „unsicher“ bei meinen „schwulen“ Trippelschritten in meinen vollkommen unangebrachten, profillosen Sommerschuhen. Ich bin das, was die Engländer unübersetzbar als „self-aware“ bezeichnen. Wie der Tausendfüßler, der auf seine Schritte achtet, statt einfach zu gehen, falle ich auf meine Schnauze. (Ich erinnere an das Schlußkapitel von Reichs Die kosmische Überlagerung, wo er den Ursprung der menschlichen Panzerung erkundet.)
In meinem Fall sind es Auswirkungen der Panzerung der autoritären Gesellschaft; die Unsicherheit meiner Eltern hinsichtlich dessen, was sich gehört und wie man sich zu benehmen hat, die autoritäre Schule, eine gesellschaftliche Atmosphäre, die Menschen erzeugt, die ständig Angst haben, gegen gesellschaftliche Konventionen zu verstoßen und die deshalb immer verkrampft sind und entsprechend einen Trottel aus sich machen. Das wird sehr schön in Loriots Sketchen gezeigt und unübertroffen in John Cleese‘ Fawlty Towers.
In der antiautoritären Gesellschaft zeigt sich das gepanzerte Trotteltum anders: Etwas derangiert an meinem Zielort angekommen, werde ich Zeuge einer Diskussion von höheren Verwaltungsbeamten, die auf den Beginn eines Lehrgangs warten. Es geht um die Bedrohung von Einsatzkräften. Da war beispielsweise eine fünfköpfige Familie, die bei einem Hausbrand in einen Bus der Feuerwehr evakuiert wurde. Nach drei Stunden ist dieser restlos vollgemüllt, beschmiert, teilweise zerstört. Es wären Menschen gewesen, die Ethnie tue nichts zur Sache, vielmehr stelle sich die Frage nach dem Warum, d.h. wie wir „als Gesellschaft“ versagt haben. Es fehlt nur noch, daß sich diese Verwaltungstrottel bei der Familie Üsösügürz entschuldigen und eine großzügige Entschädigung anbieten! Wir leben in einer Gesellschaft, die durch und durch verunsichert ist und alle sich bemühen, ja nicht den Anschein zu erwecken, man wäre ausländerfeindlich und Sympathisant der AfD. Die autoritäre Gesellschaft ließ sich noch den Spiegel vorhalten, d.h. Comedy war möglich. Heute wäre selbst die Scary Movie-Filmreihe (2000 bis 2013) schlichtweg undenkbar. Mit den Roten Garden ist nicht zu scherzen und alle Menschen sind vollständig verpeilt – clueless.

















