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Gesellschaftspolitik

19. Mai 2015

Das Elend Deutschlands läßt sich auf ein Wort eindicken: „Gesellschaftspolitik“. Es geht darum, daß Neurotiker statt ihre emotionalen Probleme zu lösen, versuchen die Gesellschaft zu verändern, um so selbst frei zu werden. Das trifft auf all die Marxisten, Kapitalismuskritiker und „Zinskritiker“ zu. Alles, was sie sagen, ist eine Funktion ihrer ganz persönlichen Neurose, ihnen Gehör zu geben, kann deshalb nur in die gesellschaftliche Katastrophe führen, ganau wie einst im Nationalsozialismus, der von einer ähnlichen Dynamik getragen wurde.

Die „Bewegung“, die von den Grünen und der heutigen (!) SPD repräsentiert wird, begann mit einem Knall, der sofort zeigte, worum es wirklich ging und geht: unterdrückte Energien sollen mobilisiert und „repressive Strukturen“ zerschlagen werden. Wir haben es mit Irren zu tun, deren Gemeingefährlichkeit der der Nationalsozialisten in nichts nachsteht!

Am 22. Mai 1967 wurde in Brüssel aus Protest gegen den Vietnamkrieg ein Kaufhaus in Brand gesetzt. 251 Menschen erstickten und verbrannten. In einem Flugblatt vom 24. Mai 1967 hatten die Politclowns der berühmten Berliner „Kommune I“ dazu folgendes zu sagen:

Ein brennendes Kaufhaus mit brennenden Menschen vermittelt zum ersten Mal in einer europäischen Großstadt jenes knisternde Vietnamgefühl, das wir bislang in Berlin noch missen mußten (…) Unsere belgischen Freunde haben endlich den Dreh heraus, die Bevölkerung am lustigen Treiben in Vietnam wirklich zu beteiligen: sie zünden ein Kaufhaus an, dreihundert saturierte Bürger beenden ihr aufregendes Leben, und Brüssel wird Hanoi. Keiner von uns braucht mehr Tränen über das arme vietnamesische Volk bei der Frühstückszeitung zu vergießen. (z.n. Aust: Der Baader Meinhof Komplex, Hamburg 1986, S. 43)

Am 2.4.1968 versuchten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein das blutrote Leuchtzeichen von Brüssel im Frankfurter „Kaufhof“ zu wiederholen. In einem konkret-Leitartikel rechtfertigte Ulrike Meinhof dieses „Fanal gegen den Einsatz von Napalm in Vietnam“, bei der ein Hausmeisterehepaar nur durch Zufall mit dem Leben davonkam.

1970 folgte die Befreiung Baaders, bei der ein Bibliotheksangestellter einen Lebersteckschuß erlitt, und schließlich kam die RAF. Im Juni 1968 hatte der Schriftsteller Peter Schneider, der später wortgewaltig gegen „rechte Gewalt“ wetterte, in konkret die damalige Gewaltdiskussion auf den Punkt gebracht:

In prinzipieller Hinsicht endet die Frage nach der Gewalt in der Frage, wie wir entschlossen sind, unsere Ziele zu erreichen. (z.n. Röhl: Linke Lebenslügen, Frankfurt 1994, S. 42)

Daß darauf kein neuer Holocaust folgte, hat rein materielle Gründe: der Wille war da, genauso wie die „klammheimliche Freude“.

Die 68er Neonazis? Es ist kein Zufall, daß später einige der damaligen Führer des SDS zu bekennenden Nationalsozialisten mutierten. Man denke nur an Günter Maschke, der als Genosse von Rudi Dutschke und Gudrun Ensslin sich bereits Ende der 60er Jahre zum „Nationalrevolutionär“ wandelte; an Horst Mahler, einst RAF später NPD; oder an Reinhold Oberlercher, der nach 1989 die Verfassung des „Vierten Reiches“ (sic!) ausgearbeitet hat, das im Geiste Hegels das Vermächtnis von Karl Marx und Adolf Hitler verwirklichen soll (sic!).

Ende 1998 veröffentlichten diese drei SDSler eine Kanonische Erklärung zur Bewegung von 1968:

Das deutsche ‘68 war der zweite deutsche Revolutionsversuch gegen die Weltherrschaft des Kapitals. Deswegen wurde es als „linker Faschismus“ tituliert.

Der erste Revolutionsversuch war natürlich ‘33 erfolgt. Und jenen Altachtundsechzigern, die von der „beginnenden Demokratisierung der Gesellschaft“ reden, für die angeblich sie verantwortlich seien, schreibt Peter Sichrovsky ins Stammbuch, sie sollten

vielleicht einmal ihre längst vergessenen Reden und Pamphlete zum Thema Israel, Antisemitismus und Antizionismus lesen. Es ist nicht einfach, daß einem dabei nicht schlecht wird. (Sichrovsky: Der Antifa-Komplex, München 1999, S. 125)

Ich erinnere an die Diskussion über Joschka Fischers Teilnahme an einem PLO-Kongreß in Algier, wo zum „Endsieg“ (sic!) über Israel aufgerufen wurde.

1972 mahnte Ulrike Meinhof anläßlich des Münchner Olympia-Massakers vom 5. September aus dem Gefängnis heraus die westdeutsche Linke, sie könne anhand dieser Aktion, der elf Israelis zum Opfer gefallen waren, ihre

politische Identität wiederfinden – Antifaschismus – antiautoritäres Lager – antiimperialistische Aktion – wenn sie noch nicht ganz der Springerpresse und dem Opportunismus verfallen ist, wenn Auschwitz, Vietnam und Abstumpfung der Massen hier durch das System sie noch was angeht. (z.n. Butz Peters: RAF. Terrorismus in Deutschland, Stuttgart 1991, S. 137)

Bei dieser Aktion ging es dem palästinensischen „Schwarzen September“ darum, Gruppenmitglieder aus israelischen Gefängnissen freizupressen. Eine Politik, die sich nun die RAF zu eigen machte. Wobei der Hochsicherheitstrakt mit Auschwitz gleichgesetzt wurde. Meinhof: „der politische Begriff für den toten Trakt, Köln, sage ich ganz klar – ist: Das Gas“ (ebd., S. 150).

Im Dezember des gleichen Jahres erklärte sich Horst Mahler in seinem Prozeß ebenfalls solidarisch mit der Aktion in München. Und Meinhof, die als Entlastungszeugin für Mahler auftrat, erklärte, daß es die Linke unterlassen habe, den deutschen Massen die richtige Erklärung für Auschwitz zu geben, denn sie wären erst für die Revolution zu mobilisieren, wenn man sie von der Schuld am Faschismus freispräche. Der berechtigte Haß der Massen auf den Kapitalismus und insbesondere das Finanzkapital sei von den Nazis auf die Juden „als Geldjuden“ umgelenkt worden. Ferner identifizierte sie die eigene Gruppe und ihren Widerstand mit den Juden des Warschauer Ghettos (Robert Wistrich: Der antisemitische Wahn, Ismaning 1987, S. 405).

Das kennzeichnet bis heute die „68er“ und ihre ekligen Nachgeburten: sich als Opfer geben und sich gleichzeitig wie Nazis benehmen. Besonders perfide ist das angesichts der multikulturellen Umgestaltung unserer Gesellschaft, die im Namen der „Menschlichkeit“ erfolgt, tatsächlich aber nur aus einem unbändigen Zerstörungswillen gegen unsere Kultur heraus motiviert ist. „Deutschland verrecke!“

In einem vom kanadischen Journalisten Mark Steyn verfaßten Artikel über den „Selbstmord Europas“ ist ein bewerkenswerter Satz gefallen:

So ziemlich alle Parteien im Westen haben sich dem verschrieben, was man die sekundären Impulse einer Gesellschaft nennen könnte.

Reich hat in Die sexuelle Revolution den Unterschied zwischen primären und sekundären Trieben herausgearbeitet.

Was kann man tun? In einer antiautoritären Gesellschaft, in der jede Art von Konsens zerbrochen ist und Gesetze nur noch auf dem Papier stehen, gilt es, diesen kontaktlosen Zustand aufzuheben, indem man das tut, vor dem die Träger der Emotionellen Pest eine alles zerfressende Angst haben: eine Auseinandersetzung, die kompromißlos beim Kern des Problems bleibt. Man denke nur mal daran, wie sie wild auseinanderstäuben und wie Vampire im Sonnenlicht kollabieren, wenn man sie darauf hinweist, daß jeder ehrliche Sozialarbeiter eingestehen wird, daß die Erhöhung des Hartz-IV-Satzes nicht etwa zu weniger Elend, sondern zu mehr Verwahrlosung führen wird. Daß die Pest in fast jeder Diskussion doch die Oberhand gewinnt, ist der Kontaktangst ihrer Gegner zu schulden, die die „Vampire“ aus vermeintlichem Mitleid feige davonkommen lassen.

Gunnar Heinsohn verlangt vollkommen zurecht: „Sozialhilfe auf fünf Jahre begrenzen“:

… Viertens: Die Abschaffung der Sozialhilfe wirkt für die Betroffenen hilfreicher als ihre Belohnung mit Quasiverbeamtung für immer mehr bildungsferne Kinder.

Diese unbequemen Einsichten haben in der amerikanischen Politik zu einem Umdenken geführt. Letztlich hat der Linksliberale Bill Clinton die entscheidende Wende eingeleitet. Ungeachtet aller „Rassismus“-Vorwürfe aus den eigenen Reihen setzte er zum 1. Januar 1997 die wichtigsten von Murrays Vorschlägen um. Clintons Reform beendete das seit 1935 geltende Recht auf lebenslange Sozialhilfe. An seine Stelle trat ein auf fünf Jahre begrenztes Recht auf Unterstützung bei tatkräftiger Hilfe nicht zu irgendeiner abstrakten Integration, sondern zum Übergang in Arbeit. Der Erfolg dieser Maßnahmen war durchschlagend: Bezogen vor der Reform 12,2 Millionen amerikanische Bürger Sozialhilfe, so waren es 2005 nur noch 4,5 Millionen. Die Frauen der Unterschicht betrieben nun Geburtenkontrolle. So sank die Zahl der „welfare mothers“ drastisch, ebenso die Kriminalität der Söhne dieses Milieus.

Solange die Regierung das Recht auf Kinder als Recht auf beliebig viel öffentlich zu finanzierenden Nachwuchs auslegt, werden Frauen der Unterschicht ihre Schwangerschaften als Kapital ansehen. Allein eine Reform hin zu einer Sozialnotversicherung mit einer Begrenzung der Auszahlungen auf fünf Jahre statt lebenslanger Alimentierung würde wirken – nicht anders als in Amerika. Eine solche Umwandlung des Sozialstaats würde auch die Einwanderung in die Transfersysteme beenden. Deutschland könnte dann im Wettbewerb um ausländische Talente mitspielen, um seinen demographischen Niedergang zu bremsen.

Soweit die „ideologische“ Auseinandersetzung. Sie wird ohne „polizeiliche“ Komponente niemals ausreichen: die Unterdrückung Sekundärer Triebe wirkt, solange konsequent vorgegangen wird. Sie war in der autoritären Gesellschaft bis etwa 1968 effektiv. Man denke nur daran, daß bis zu diesem Zeitpunkt Hollywood niemals Sekundäre Triebe glorifiziert hat. Seit dieser Zeit lebt die Industrie von einer Art Satanskult. Die Unterdrückung und Ausmerzung der Pest kann in Zukunft noch effektiver sein, da die Orgonomie erstmals einen Maßstab liefert, anhand dem primäre und sekundäre Triebe sauber voneinander getrennt werden können.

Was ich will: normale bürgerliche Verhältnisse.

Man trifft immer wieder auf basses Erstaunen, wenn man als jemand, der sich auf Wilhelm Reich bezieht, „konservative“ gesellschaftspolitische Positionen vertritt.

Dazu ist erstens zu sagen, daß „Gesellschaftspolitik“ an und für sich eine Verfallsform ist, denn sie bedeutet nichts anderes als den Einbruch irrationaler politischer Ideologien (seien diese nun links oder rechts) in den Bereich der rationalen Arbeitsdemokratie. Nun ist es aber gerade so, daß die Linke die „Gesellschaftspolitik“ auf ihre Fahnen geschrieben hat. „Gesellschaftspolitisch“ ist ein genuin linker Begriff!

Wie sich die Gesellschaftspolitik konkret auf die Massen auswirkt, hat Henryk M. Broder angesichts einer Debatte um den Hartz-IV-Satz in einem Gedankenexperiment beleuchtet, nachdem er drei Monate in Indien gelebt hatte:

Man nehme 100 000 deutsche Hartz-IV-Empfänger, deren Miete und Krankenversicherung „von oben“ getragen wird und die darüber hinaus ein schönes Taschengeld fürs Nichtstun erhalten, sich aber über die „soziale Kälte“ beklagen, verschiffe sie nach Indien und lade sie in einem der dortigen Slums ab. Gleichzeitig nehme man eine gleich große Gruppe von indischen Slumbewohnern und bringe sie mit einem Startkapital von jeweils, sagen wir, 1000 Euro nach Deutschland. Die Deutschen in Indien werden sich beim Verhungern nach dem Paradies zurücksehnen, während die nach Deutschland versetzten Inder lauter kleine Geschäfte gründen und innerhalb einer Generation zur steuerzahlenden Mittelschicht gehören werden. Das ist überall in der Welt geschehen, wo sich (nicht-moslemische) Asiaten niedergelassen haben!

Die Kommunisten, die Gesinnungsgenossen unserer hiesigen „Gesellschaftspolitiker“, haben dutzende Millionen von Asiaten ermordet, um ihnen diesen kapitalistischen Ungeist auszutreiben! Instinktiv importieren die Roten, die den Marsch durch die Institutionen geschafft haben, massenweise Moslems, die keine derartigen Probleme machen, sondern sich ins Heer der Hartz-IV-Empfänger einordnen.

Und man komme mir nicht mit den ausbeuterischen Kapitalisten! Die Gesellschaftspolitiker schaffen sich ihren eigenen „Markt“. Eine ganze milliardenschwere Sozialindustrie lebt sehr gut davon Menschen emotional zu zerstören – die dafür sehr dankbar sind!

Der Orgonom R.A. Harman hat dazu 1992 einen sehr interessanten Fallbericht veröffentlicht („The Function of Independence“). Darin geht es um eine junge schizophrene Frau, die Dr. Harman während seiner psychiatrischen Arbeit in einem „community mental health center“ traf. Es ging „psychisch“ (d.h. emotional) mit ihr bergab, solange sie, wenn man so sagen kann, von „Hartz IV“ lebte. Dann schlug die „soziale Kälte“ zu: ihr wurden im Rahmen der allgemeinen Sozialkürzungen die Gelder gestrichen und sie war gezwungen selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Die Sozialarbeiter sahen ein persönliches Desaster für die Frau voraus. Zunächst kam es tatsächlich zu einem psychotischen Zusammenbruch, doch dann entwickelte sich die Patientin, die einen kleinen Job gefunden hatte, zu aller Überraschung hervorragend. Die Besserung entsprach exakt dem, was theoretisch die Folge einer psychiatrischen Orgontherapie sein sollte. Aber es kam, wie es kommen mußte: die gutmeinenden Sozialarbeiter erstritten gerichtlich, daß eine schwer kranke Frau wie sie doch gar nicht arbeiten müsse. Sie gab die Arbeit auf, „genoß“ ihr von allen Zwängen befreites Leben – und verfiel innerhalb weniger Monate erneut. Die Sozialarbeiter hatten ein Leben, das grade eine hoffnungsvolle Wende genommen hatte, irreparabel zerstört.

Und jetzt schaue man sich in Deutschland um: genau dies geschieht millionenfach.

Die Sozialpolitik macht genau das Gegenteil der Orgontherapie. In der Orgontherapie geht es darum das Energieniveau zu erhöhen, so daß sich Hemmnisse des Energieflusses bemerkbar machen und beseitigt werden können. Die Sozialpolitik hingegen senkt das Energieniveau der Massen, indem sie sie den „erregenden“ arbeitsdemokratischen Beziehungen entzieht.

Das gilt auch für die Arbeitenden, die ein Großteil ihrer Arbeitszeit nicht mehr im primären, gesunden arbeitsdemokratischen Austausch zubringen, sondern durch die sekundäre, krankhafte Sozialstaatsbürokratie malträtiert werden und denen ein Gutteil ihres Arbeitsertrages von der Sozialmafia schlichtweg gestohlen wird. Beispielsweise hat uns das Experiment „multikulturelle Gesellschaft“ bisher die phantastische Summe von 1000 Milliarden Euro gekostet. (Mehr als 30 Milliarden Euro jährlich über mehr als 30 Jahre hinweg.)

Die Umstände, unter denen die oben erwähnten Inder leben müssen, zwingen ihnen ein funktionelles Leben auf, während hier aus Menschen Haustiere gemacht werden.

Rede ich der „sozialen Kälte“ des Wort? Ganz im Gegenteil! Im heutigen System sind die Amtsstuben des Sozialstaates eine einzige Verkörperung bleierner Unmenschlichkeit. Und je „gerechter“ es zugehen soll, desto alptraumhafter wird das System. In einer rationalen Welt wären derartige Institutionen ein Hort der Freude, in denen Menschen der befriedigsten Tätigkeit überhaupt nachgehen: seinen Mitmenschen neue Lebensperspektiven zu eröffnen und aus dem Kreislauf der Abhängigkeit zu lösen. Das American College of Orgonomy bildet im Moment „soziale Orgonomen“ aus, die genau in diesem Bereich tätig werden könnten!

Man nehme als beliebiges Beispiel den Autismus als denkbar schwerwiegende Störung. Heute werden diese Menschen in ein lebenslanges Rentnerdasein gepreßt. Menschen, die zu einem Gutteil geradezu übermenschliche Sonderbegabungen besitzen. Sie könnten damit ein Vermögen verdienen, wenn man nur die eine oder andere Hürde beseitigen würde. Siehe dazu Das übersehene, unterdrückte und verachtete Lebendige (Teil 3).

Eine etwas andere Perspektive findet sich im Beitrag Superhartzie des Blogs Band of Brothers: ob Sozialstaat oder nicht, in diesem scheiß Land hat dank einer absurden, geradezu sadistischen Bürokratie niemand, auch nicht Broders Inder, die Chance, etwas auf die Beine stellen.

Ich werde nie einen Fernsehbeitrag von vor vielleicht 20 Jahren vergessen, in dem es darum ging, daß nach Jahrzehnten einem Beamten plötzlich einfiel, eine alteingesessene kleine Ein-Mann-Autowerkstatt müsse umgehend geschlossen werden, da sie widerrechtlich in einem reinen Wohngebiet stehe. Trotz inständiger Bitten, doch den Ermessensspielraum wie in den Jahrzehnten zuvor zugunsten des alten KFZ-Meisters walten zu lassen, wurde dessen Existenz nach „Recht und Ordnung“ erbarmungslos vernichtet. Was wurde nach der Leerräumung des Geländes dort gebaut? Eine Tankstelle, denn die sind in Wohngebieten zulässig.

Reich und Nietzsche

26. April 2015

Eine Nachbildung von Nietzsches Totenmaske hing an prominenter Stelle in Reichs Arbeitszimmer in Wien.

Also sprach Zarathustra war eines von Reichs „10 Büchern“. Nietzsche stand er in mancher Beziehung näher als Freud, z.B. sagte er in Reich Speaks of Freud ein Strindberg, Ibsen oder Nietzsche hätten keine Angst vor jenen intensiven Gefühlen des Lebens, wo „Freud anscheinend in seinem eigenen Bedürfnis zu ’sublimieren‘ befangen war.“

Für Reich stand Nietzsche mit Marx gegen den Zeitgeist Anfang des Jahrhunderts, als die Schuldidee und die absolute Moralität in den Vordergrund geschoben wurden. Nietzsches Kritik an der Moral öffnete den Weg „in den Bereich des unbewußten Seelenlebens, das von Freud erfaßt und erforscht wurde“ (Äther, Gott und Teufel).

Den Begriff „Es“ hatte Freud bei Georg Groddeck und dieser bei Nietzsche entliehen.

Reich schreibt in Der triebhafte Charakter:

„Im Manne ist ein Kind verborgen, welches spielen will.“ Mit diesen Worten hatte Nietzsche die klassische Formel Freuds über den neurotischen Konflikt antizipiert.

Reichs erster größerer Aufsatz über „Libidokonflikte und Wahngebilde in Ibsens Peer Gynt“ (Frühe Schriften) fängt mit einem Nietzsche-Zitat an, welches wohl auf die Leiden des Menschen an seinen inzestuösen Bindungen anspielen soll:

Ich lehre Euch den Übermenschen. Was ist der Affe für den Menschen? Ein Gelächter oder eine schmerzliche Schau. Und ebenso soll der Mensch für den Übermenschen sein: Ein Gelächter oder eine schmerzliche Schau.

Das Genie ist seinen orgonotischen Strömungen gewahrer als Homo normalis, er empfindet die gepanzerte Agonie stärker. Nietzsche war ein solch zutiefst kranker Mensch – der gleichzeitig gesünder war. Reich schreibt:

Die Fähigkeit, Unlust und Schmerz zu ertragen, ohne enttäuscht in die Erstarrung zu flüchten, geht einher mit der Fähigkeit, Glück zu nehmen und Liebe zu geben. Um mit Nietzsche zu reden: Wer das „Himmel-hoch-Jauchzen“ lernen will, muß sich auch für das „Zum-Tode-betrübt“ bereithalten.“ (Die Funktion des Orgasmus)

Als zu viel zu ertragen war, brach der „Wissende“ schließlich doch an seiner Gesund-/Krankheit psychotisch (siehe Charakteranalyse, KiWi, S. 583).

Der homo normalis, der seinen ersten Sinn verloren hat, macht das Leben für derartige Individuen zu schwer und unerträglich.

Nietzsche wurde gebrochen, indem man ihn isolierte, ihn in die Einsamkeit abdrängte. (Reich Speaks of Freud)

In seiner Autobiographie (Die Funktion des Orgasmus) kommt Reich auf seine Beschäftigung mit der Ibsenfigur zurück und beschreibt sie als einen Menschen, der „aus der marschierenden Reihe dieser Menschen herausspringt. Man verlacht ihn, wenn er harmlos ist, man versucht ihn zu vernichten, wenn er kräftig ist.“ Was sie aber nicht davon abhielt den Peer Gynt zu einem Teil ihres „Kultur“gutes zu machen.

Reich hat die Popularisierer seines Werkes schon in Nietzscheanischer Gewandung durchschaut:

Es gibt geistreichelnde junge Leute, die man in ernsten Kreisen in Europa als „Kulturschmöcke“ zu bezeichnen pflegte. Sie waren klug, aber ihre Intelligenz diente einer Art Kunstbetätigung um ihrer selbst willen, ohne die todernsten Probleme eines Goethe oder Nietzsche je praktisch begriffen oder erlebt zu haben, lieben sie es, einander Klassik vorzuzitieren. Gleichzeitig ist ihr Wesen von Visionen geprägt. Sie betrachten sich als moderne, freisinnige von keiner Konvention belastete Lebewesen. Da sie ernsten Erlebnissen unfähig sind, ist ihnen die Geschlechtsliebe eine Art Kinderspiel. (Charakteranalyse)

Reich und Nietzsche ist es nicht gelungen, die Schweine und Schwärmer aus ihren sauberen Gärten zu halten. Doch trägt Nietzsche ohne Zweifel selber beträchtliche Schuld an dem was später kam. Reich schreibt:

Es hat wenig Sinn (…) sich einen Übermenschen zu erträumen, der sich von den Menschen in der Falle total unterscheidet, wie es Nietzsche getan hat, bis er, selbst in der Falle eines Irrenhauses gefangen, endlich die volle Wahrheit über sich selber schrieb – zu spät… (Christusmord)

So geht es den meisten, die nicht stillehalten, und die anderen wollen sich gar nicht erst blamieren. Sie sind von vornherein klug und überlegen gewesen. (Die Funktion des Orgasmus)

Dem deutschen Orgontherapeuten Walter Hoppe zufolge verband Schopenhauer seinen Begriff des Willens, der eine zentrale Bedeutung in der Philosophie Nietzsches erlangen sollte,

mit der Sexualenergie, die er [Schopenhauer] als identische Kraft mit der Natur schlechthin zur Darstellung bringt. Der Wille schreibt er, ist ebenso wie die Sexualität eine Kraft, der der gesamten Natur zugrunde liegt, die Kraft, die Liebhaber und Planeten anzieht. (Wilhelm Reich und andere große Männer der Wissenschaft im Kampf mit dem Irrationalismus, München 1984)

So ist auch Nietzsches „Wille zur Macht“ zu verstehen, als Ausdruck des orgonomischen Potentials, das Energie vom niedrigeren zum höheren Niveau fließen läßt. Er schreibt 1888:

Das Leben als die uns bekannteste Form des Seins ist spezifisch als Wille zur Akkumulation der Kraft –: alle Prozesse des Lebens haben hier ihren Hebel: Nichts will sich erhalten, alles soll summiert und akkumuliert werden. (Umwertung aller Werte, der gesammelte Nachlaß)

Und „sollten wir diesen Willen nicht als bewegende Ursache auch in der Chemie annehmen dürfen? – und in der kosmischen Ordnung?“

Im Nachlaß sind auch Anklänge an den spezifisch orgonomischen Bewegungsbegriff zu finden:

Die Bewegungen sind nicht „bewirkt“ von einer „Ursache“ (das wäre wieder der alte [aristotelische, PN] Seelenbegriff!) – sie sind der Wille selber, aber nicht ganz und völlig!

1881 oder 82 hat Nietzsche seinen folgenden „Hauptgedanken“ formuliert, der zeigt, wie er wohl den anthropoiden „theistisch patriarchalen Gott“ für tot erklärte, aber gleichzeitig die Entdeckung des wirklichen „Gottes“ als Ausdruck der Vereinigung von organismischer und kosmischer Orgonenergie ohne „mystische Abweichung“ vorwegnahm (der große Mittag und die Ewigkeit“, „das kosmische Ich“, etc.) und damit nach Kopernikus, Bruno und Darwin das letzte illusionäre Zentrum (das Ich) aufhob:

Hauptgedanke! Nicht die Natur täuscht (…) die Individuen (…), sondern die (…) legen sich alles Dasein nach individuellen, das heißt, falschen Maßen zurecht (…) In Wahrheit gibt es keine individuellen Wahrheiten, sondern lauter individuelle Irrtümer – das Individuum selber ist ein Irrtum. (…) Wir sind Knospen an einem Baume, – was wissen wir von dem, was im Interesse des Baumes aus uns werden kann! Aber wir haben ein Bewußtsein, als ob wir alles sein wollten und sollten, eine Phantasterei von „Ich“ und allem „Nicht-Ich“. Aufhören, sich als solches phantastisches Ego zu fühlen! (…) Den Egoismus als Irrtum einsehen! Als Gegensatz ja nicht Altruismus zu verstehen! das wäre die Liebe zu den anderen vermeintlichen Individuen. Nein! Über „mich“ und „dich“ hinaus! Kosmisch empfinden! (Kritische Studienausgabe, Bd. 9, S. 442f)

Wo Nietzsche 1875 schrieb: „auf immer trennt uns von der alten Kultur, daß ihre Grundlage durch und durch für uns hinfällig geworden ist“ und bis auf die Vorsokratiker zurückging, schrieb Reich: „der orgonomische Funktionalismus steht von vornherein außerhalb des Rahmens der maschinell-mystischen Zivilisation“ der letzten 6000 Jahre (Äther, Gott und Teufel).

Beide hatten jenen „Durst nach großen und tiefen Seelen – und immer nur dem Herdentier zu begegnen!“ (Nietzsche) – Reichs „Kleiner Mann“. Beide sind schließlich an gebrochenem Herzen gestorben „alone, like a dog“ (Reich); im Bewußtsein des Kleinen Mannes, der es schon immer besser wußte, in Scham und Schmach verreckt. Nietzsche nannte sich in einer, einen Tag nach seinem endgültigen Zusammenbruch verfaßten, Postkarte „Der Gekreuzigte“.

Wie etwa ein Goethe mußten sie sich in ihrer Einsamkeit mit Christus identifizieren, als Gebende denen ewig die Lust des Nehmens verwehrt sein würde, als Werkzeug einer höheren Macht, unfreiwillig sich opfernd für die Sache des „Übermenschen“ – dem „Kind der Zukunft“.

Ich liebe den, dessen Seele sich verschwendet, der nicht Dank haben will und nichts zurückgibt: denn er schenkt immer und will sich nicht bewahren. (Also sprach Zarathustra)

Ich könnte auch viel Schlechtes über Nietzsche schreiben – ich laß es:

Wer das Hohe eines Menschen nicht sehen willl, blickt um so schärfer nach dem, was niedrig und Vordergrund an ihm ist – und verrät sich selbst damit. (Jenseits von Gut und Böse, S. 228)

Robert hat diesen Aphorismus dahin interpretiert, daß „die Schwächen des anderen auch meine Schwächen (sind) und lehne ich dessen Schwächen ab, so lehne ich auch mich ab – verrate mich also selbst“. Ich hab das anders verstanden: Wer bei den Großen, etwa Freud oder Reich, wie heute in Biographien üblich, das sucht, was die Großen klein („niedrig“) und unbedeutend („Vordergrund“) macht, zeigt nur, „verrät“ nur, daß er selbst klein und unbedeutend ist. Die „Entlarver“ entlarven sich selbst!

Ein Jahr vor der Geburt des fanatischen Wagnerianers Hitler hat Nietzsche in seiner Beschreibung des Wagnerianertums praktisch schon alles über den Nationalsozialismus gesagt:

Dazu gehört bloss Tugend – will sagen Dressur, Automatismus, „Selbstverleugnung“. Weder Geschmack, noch Stimme, noch Begabung: die Bühne Wagner’s hat nur Eins nöthig – Germanen!.. Definition des Germanen: Gehorsam und lange Beine… Es ist voll tiefer Bedeutung, dass die Heraufkunft Wagner’s zeitlich mit der Heraufkunft des „Reichs“ zusammenfällt: beide Thatsachen beweisen Ein und Dasselbe – Gehorsam und lange Beine. – Nie ist besser gehorcht, nie besser befohlen worden. Die Wagnerischen Kapellmeister in Sonderheit sind eines Zeitalters würdig, das die Nachwelt einmal mit scheuer Ehrfurcht das klassische Zeitalter des Kriegs nennen wird. (Der Fall Wagner, A 11)

Trotzdem wurde immer wieder versucht, Nietzsches „Übermenschen“ mit für den rassistischen Nationalsozialismus verantwortlich zu machen. Nun, Hitler hat in Mein Kampf Nietzsches Namen, wie den jeder anderen deutschen Geistesgröße auch, nur als Mythus ausgenutzt und später in den Tischgesprächen gar nicht erwähnt. Wahrscheinlich hat er ihn nie gelesen, denn diesen Autor konnte Hitler nicht durchfliegen, wie es seine Art war, um ein ideologisches Destillat herauszuziehen. Der sich jeder Festlegung verweigernde Nietzsche eignet sich denkbar schlecht für die Verwurstung zur „fanatischen“ Weltanschauung:

Der Einwand, der Seitensprung, das fröhliche Misstrauen, die Spottlust sind Anzeichen der Gesundheit: alles Unbedingte gehört in die Pathologie. (Jenseits von Gut und Böse, A. 154)

Es stimmt, daß Nietzsches Schwester (mit ihrem unseligen Machwerk Der Wille zur Macht) und der Philosoph Alfred Baeumler versuchten, Nietzsche zum reaktionären „soziobiologischen“ Philosophen zu verkürzen. Doch der Versuch ihn zum neuen offiziellen Staatsphilosophen zu machen, war alles andere als erfolgreich. Die Nazis stoppten sogar die offizielle Kritische Gesamtausgabe, denn Nietzsche verkörperte all das, was die Nationalsozialisten haßten: Freigeist, Abweichler, Verächter der Volksgemeinschaft, Staats- und insbesondere Reichsfeind, Sympathisant der Judenheit und Frankreichs, etc. Man konnte beim vermeintlichen philosophischen Urvater der nationalsozialistischen Ideologie nachlesen, daß die Deutschen eine Mischrasse mit überwiegend vorarischen Anteilen seien (Jenseits von Gut und Böse, A 244), und was ihre „rassische Verbesserung“ betraf, fand Nietzsche die Juden als „Ingredienz bei einer Rasse, die Weltpolitik treiben soll, unentbehrlich“ (Studienausgabe Bd. 11, S. 457).

Neben Baeumler beriefen sich die beiden deutschtümelnden Existentialisten Karl Jaspers und Martin Heidegger auf Nietzsche. Aber beide zeigten in ihren Vorlesungen über Nietzsche auf, daß er so ungefähr das Gegenteil der Nazi-Ideologie vertrat. Georg Picht (Nietzsche, Stuttgart 1988) hält Heideggers Vorlesungen sogar für eine der mutigsten und wichtigsten Widerstandshandlungen in Hitlerdeutschland, denn Heidegger habe sich konsequent gegen jede oberflächliche Politisierung von Nietzsche, gegen jede biologistische Fehlinterpretation gewandt, das Gerede vom „wotanischen Archetypus der Macht“ verworfen und den Machtbegriff der Nazis verhöhnt.

Hatte Heidegger anfangs angenommen, „die Bewegung“ würde die Logik des von Nietzsche diagnostizierten Nihilismus überwinden und sich ihr zugewandt, weil sie scheinbar eine „grüne“ antitechnokratische Politik vertrat, sozusagen das Gegenteil der Tötungsfabrik Auschwitz, erkannte er in ihr schließlich die Vollendung des Nihilismus. Heidegger führt Nietzsches Diktum an, daß jeder Versuch, dem unvollständigen Nihilismus, in dem wir leben, zu entgehen, das Gegenteil des Erstrebten hervorrufen wird, nämlich den vollständigen Nihilismus, wenn bei diesem Versuch nicht alle bisherigen Werte umgewertet werden (Holzwege, Pfullingen 1963, S. 208).

Allenfalls kann man Nietzsche mit dem italienischen Faschismus in Zusammenhang bringen, denn Mussolini war in der Tat Nietzscheaner. Betrachtet man Nietzsches Schriften aus diesem Blickwinkel, findet sich dort ohne Zweifel faschistisches Gedankengut. Gleichzeitig hat Nietzsche aber auch die Psychoanalyse (sowohl Freud als auch Adler) vorweggenommen – und manchmal muß man sich beim Lesen die Augen reiben, wenn man über eine der vielen schlechthin orgonomischen Stellen bei Nietzsche stolpert. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären?

Am Ende seines bewußten Lebens wollte Nietzsche eine „Partei des Leben“ gründen und sie gegen die Kräfte des Nihilismus mobilisieren, die das unschuldige Leben „jenseits von Gut und Böse“ unterminieren. Diese Kräfte sind der nihilistische Mystizismus und der nihilistische Sozialismus, d.h. die Entwertung des konkreten Lebens durch eine fiktive ideale Welt. Die „Partei des Lebens“ macht „die Physiologie zur Herrin über alle anderen Fragen“, das bedeutet Höherzüchtung der Menschheit und das Ausrotten alles „Entarteten und Parasitischen“, das sich in der „Partei alles Schwachen, Kranken, Missrathenen, An-sich-selber-Leidenden“ findet.

Diese zweite Partei, die mystische und utopische Partei, wolle Rache am Leben nehmen und das Leben auslöschen, wenn die Partei des Lebens ihr nicht zuvorkommen würde (so Nietzsche in seinen letzten Notizen, Studienausgabe Bd. 13, S. 638 und im Ecce homo Bd. 6, S. 374).

Bereits 1882 hatte er sich notiert:

Wir als die Erhalter des Lebens. Unvermeidlich entstehend die Verachtung und der Haß gegen das Leben. Buddhismus. Die europäische Thatkraft wird zum Massen-Selbstmord treiben. (…) Wenn wir nicht uns selber erhalten, geht alles zu Ende. Uns selber durch eine Organisation. Die Freunde des Lebens. (Studienausgabe Bd. 10, S. 43)

Reich hat mit seiner „Partei des Lebens“ Nietzsches Differenzierung zwischen dem neurotischen Mystiker, der das Leben nihilistisch abtötet, und dem freien, gewissenlosen Menschen aufgenommen. Aber Reich unterschied in der letzteren Gruppe weiter zwischen den freien Menschen, die ihre sekundären Triebe leben, und den freien Menschen, die ihre primären Triebe leben (Emotionelle Pest und Genitalität, die in Nietzsches Vorstellung vom Übermenschen noch eins waren), zwischen Faschismus und Arbeitsdemokratie. Ganz entsprechend hatte sich schon der Nietzscheanismus in zwei Gruppen aufgespalten: Vertreter des faschistischen Herrenmenschentums auf der einen und Verteidiger des Lebendigen auf der anderen Seite.

Die faschistischen Nietzscheaner haben nicht nur primäre und sekundäre Triebe miteinander vermengt (was ja auch Nietzsche selbst getan hatte), sondern überhaupt Nietzsche und „die Partei des Leben“ verraten, indem sie sie von neuem mit der nihilistischen, christlichen Moral vergifteten. Nietzsche wurde von all dem eingeholt, was er überwunden hatte. Dieses national-christliche Gedankengebäude faßte Nietzsches Schwester Elisabeth, die spätere Hohepriesterin des nationalsozialistischen Nietzsche-Kults, noch zu Nietzsches Lebzeiten zusammen, als sie schrieb, gemeinsam mit den Wagnerianer Bernhard Förster, ihrem späteren Ehemann, würde sie „schwelgen“ in „Mitleid, heroischer Selbstverleugnung, Christentum, Heldentum, Vegetarismus, Ariertum, südliche Kolonien“ (Peters: Zarathustras Schwester, München 1983, S. 108).

So ebnete sich der Weg für den nationalsozialistischen Mißbrauch Nietzsches. Hermann Josef Schmidt schreibt dazu:

Auch nationalsozialistische „Nietzsche“interpretation wäre ohne vorherige „christliche“ Nietzscheverkleisterungen, beginnend spätestens 1895 mit der opportunistischen „großen“ Nietzschebiographie seiner Schwester – und ohne eine Serie von Textstellen, die, aus ihrem Zusammenhang gerissen, sich schaurig lesen (z.B. das geklitterte Buch Der Wille zur Macht, PN) – zumindest in ihrer Breitenwirkung nicht möglich gewesen. Auch hier hat deutsches Christentum – man lese nur die Reden und „Abschiedsworte“, die am 28.8.1900 an Nietzsches Grab gehalten bzw. vorgetragen wurden (…) – dem Nationalsozialismus glänzend vorgearbeitet. (Nietzsche absconditus, Berlin 1991, S. 274)

Der radikale Nietzsche darf nicht verwässert werden, wenn man nicht alles zerstören und in sein Gegenteil verkehren will, vielmehr muß man, wie Reich es getan hat, Nietzsche weiter radikalisieren. Dies ist der einzige gangbare Weg. Es gibt keinen Weg zurück.

Man betrachte nur die gegenwärtige moralistische Kampagne in Deutschland gegen den „Fremdenhaß“. Von der äußersten Linken bis zum Papst sind sich, unterstützt von den neusten soziobiologischen Erkenntnissen, alle einig, daß man das teuflische „Tier im Menschen“ mit seinem „angeborenen Rassismus“ überwinden müsse. Es ist kaum etwas gegen das wissenschaftliche Fundament dieses Konzeptes zu sagen, zumal Malinowski sogar bei den Trobriandern rassistische Ressentiments gegen angrenzende Stämme und gegen Polen (Malinowski) festgestellt hat. Müssen wir uns also auf unsere humanistische Wertewelt besinnen, diese steinzeitlichen Triebe durch unsere zivilisatorische Energie überwinden und dergestalt die archaischen Sümpfe trockenlegen? Oder haben wir mit Nietzsche die „Partei des Lebens“ zu ergreifen? Die Orgonomie, die mindestens so weitreichende humanitäre Ziele hat wie die Humanisten, will die Sümpfe nicht in eine Wüste verwandeln, aber auch nicht das Gesetz des Dschungels in die Städte tragen, sondern für einen geregelten Abfluß sorgen, so daß sich eine schöne Auenlandschaft ausbilden kann.

Islamophilie (Teil 1)

16. März 2015

Soweit ich mich zurückerinnern kann, kennen unsere Medien nur ein Thema: Israel.

Warum überhaupt ausgerechnet Israel zum Thema machen? Warum nicht die Moslem- und Christenverfolgung im buddhistischen Burma? Warum nicht die Animisten-Verfolgung in Indonesien? Warum nicht die Unterdrückung der Indios in Lateinamerika? Der Pygmäen und Buschmänner in Afrika? Warum nicht tägliche Berichte über den viel schlimmeren Kaschmirkonflikt? Tschetschenien? Die Sahauris? Die Unterdrückung der Berber in Algerien? Der Christen in der Türkei? Der Kopten in ihrem eigenen Land? Der Ureinwohner Vietnams? Der Bahai im Iran? Der Schiiten in Saudi Arabien? Der Kurden? Der Yessiden? Der Aleviten? Der Ahmaddhiya in Pakistan? – Warum ausgerechnet Israel? Ein Land, so groß wie Hessen! Warum klagt man nicht die arabische Welt an, die die Palästinenser unterdrückt, ihnen die Bürgerrechte verweigert und sie in Ghettos sperrt?

Niemand hat mehr moslemische Heiligtümer zerstört als die Saudis! Bis auf die Kaaba haben sie sogar das alte Mekka vollständig platt gemacht. Warum wird das nie erwähnt? Warum erwähnt niemand, daß die gegenwärtige „Reislamisierung“ ein kultureller Kahlschlag ist, der ganze moslemische Kulturen auslöscht? Tausendmal schlimmer als jede „westliche Überfremdung“! Regt sich heute irgendjemand über die Westtürkei auf, wo bis Atatürk mehr Griechen lebten als Türken – die sicher weniger ein Anrecht auf die sogenannte „Türkei“ haben als die Juden auf Israel. Wer spricht von der Besetzung Nord-Zyperns und dessen Neubesiedlung durch Anatolier? Wer von der Besetzung der nördlichen Küste Syriens durch die Türkei? Warum erwähnt niemand, daß die arabische Welt gegenwärtig eine Atomexplosion auslöst? Eine schier ungeheuerliche Bevölkerungsexplosion, die nicht nur Israel, sondern schließlich auch Europa wegfegen wird.

Imgrunde ist Israel nur eine Neuauflage des Kreuzritterstaates – und ohne die Kreuzritter würden wir jetzt in Kaftans und Burkas rumlaufen. Und was tun wir? Wir kritisieren Israel, das für uns die Drecksarbeit macht.

Nach einem Fundamentalisten-Aufstand und einem gescheiterten Attentat auf Assad wurde 1982 die Großstadt Hama in Syrien von der Luftwaffe (!) dem Erdboden gleichgemacht. Es gab 30 000 Tote! Der Bruder von Assad ging ins Gefängnis und schnitt eigenhändig (sic!) 300 (sic!) Islamisten die Kehle durch.

In einem solchen Umfeld muß sich Israel behaupten! Doch der Bürger erfährt davon nichts.

Unsere Medien wirken wie gleichgeschaltet. Wie leben in einer medialen Traumwelt, die nichts, aber auch rein gar nichts, mit der Realität zu tun hat. Und kaum will man einen klaren Gedanken fassen, wird er mit einer verqueren, aber mit aufklärerischer Emphase auftretenden Dialektik abgewürgt, die eines Goebbels würdig ist.

Als Mitte 2005 Kardinal Lehmann von den moslemischen Gemeinden in Deutschland forderte, daß sie sich endlich aktiv gegen den Terrorismus stellen und mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten sollten, warf Ulrich Wickert in den Tagesthemen dem Kardinal prompt eine „populistische Überreaktion“ vor, denn schließlich hätte der Islamrat (der übrigens so gut wie niemanden vertritt!) die Anschläge „eindeutig und unmißverständlich verurteilt“!

Bloße Lippenbekenntnisse und wohlfeile „Distanzierungen“ bedeuten gar nichts. Mit ihrer Hilfe (d.h. mit der Lüge) hat die Emotionelle Pest Jahrtausende überleben können. „Doch der Körper kann nicht lügen.“ Im soziopolitischen Bereich bedeutet das: das Verhalten kann nicht lügen. Das ist Orgontherapie auf den sozialen Organismus übertragen.

Die deutsch-persische Islamwissenschaftlerin und Publizistin Katajun Amirpur meinte 2005 Jahren im Presseclub der ARD:

Sie (die Moslems) hassen uns nicht für das, was wir sind (…), sondern wenn, dann gibt es einzelne Menschen, die den Westen oder die westliche Politik hassen, für das, was sie dort anrichten in der islamischen Welt.

Genau wegen dieser rationalistischen Denkweise in Psychologie und Soziologie hat Reich das Kapitel über die Emotionelle Pest nachträglich in die Charakteranalyse eingeschoben.

In der gleichen Sendung erwähnte damals der Korrespondent der Londoner Times eine Erhebung: im Gegensatz zu den Pakistanern haben die Inder kaum Probleme in der britischen Gesellschaft voranzukommen.

Charakteristischerweise wurde in der Diskussion unterschlagen, daß der einzige Unterschied zwischen sogenannten „Pakistanern“ und Indern die Religion ist. Offenbar ist doch der Islam das Problem. Aber das darf unter keinen Umständen ausgesprochen werden. Der zentrale Faktor, die organisierte Emotionelle Pest, darf nicht angerührt werden, vielmehr müssen alle Versuche diskreditiert werden, sich gegen die Emotionelle Pest zu wehren (Stichwort „Kreuzfahrermentalität“), auf daß die Pestilenz als Opfer dasteht, das unterstützt und gehätschelt werden muß, damit sie weiter sprießen kann.

Gegen Ende der „Diskussion“ versucht die unsägliche Frau Amirpur uns den Islam nahezubringen: Man sollte auf die Autoritäten in der islamischen Welt zugehen, damit diese die Selbstmordattentate verurteilen. (Womit sie ungewollt zugibt, daß die Moral auf Seiten des Westens steht!) Immerhin hätten bestimmte Scheichs im Libanon, die „eigentlich beispielsweise in Bezug auf Israel“ (sic!) Selbstmordattentate ganz in Ordnung finden, sich eindeutig von den Attentaten in Madrid und London distanziert. Was bedeutet das anderes, als daß wir das islamo-faschistische Denken übernehmen sollen, nämlich daß das Leben jüdischer Zivilisten nichts Wert ist?! Und ist es nicht ein „logischer“ Schritt, auch die Zivilisten der „Kreuzfahrer“ ins Visier zu nehmen? Demnach bedeuten diese Distanzierungen gar nichts!

Hier führt Henryk M. Broder ein weiteres Beispiel für Frau Amirpurs Dialektik vor. Siehe auch hier.

Unermeßlich ist das Leid, daß der Islam in den letzten Jahren etwa im Sudan oder in Nigeria angerichtet hat – unsere vulgärmarxistischen Experten und Massenmedien versichern uns, dies habe nichts, aber rein gar nichts mit dem Islam zu tun, sondern mit dem Kampf um Ressourcen.

Papst Benedikt hat dargelegt, daß Gott und die Vernunft (der Logos) eins sind, Gott also nichts mit irrationaler Gewalt „im Namen Gottes“ zu tun haben kann.

Nicht vernunftgemäß handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider.

Leider ist Allah ein „voluntaristischer“ Gott, d.h. unberechenbar wie ein Terrorist. Den Beweis führen gegenwärtig Mohammeds verblendete Jünger. Allah ist etwas, was Reich in Massenpsychologie des Faschismus ursprünglich auf einen anderen Dämon der Zerstörung, Hitler, gemünzt hat: der „Generalpsychopath“, der die irrationale Grundstruktur der Massen Saharasias verkörpert. Man kann nur hoffen, daß Papst Franziskus endlich seiner Verantwortung gerecht wird und, eindeutiger als sein Vorgänger vor und während des Zweiten Weltkrieges, gegen die Höllenbrut sein Wort erhebt. Die Entwicklung hat gezeigt, daß „Dialog“, Verständnis für und „respektvoller Umgang“ mit der Emotionellen Pest diese nur bestärkt und zu immer neuen Forderungen animiert.

Überhaupt ist Hitler außerhalb Europas und Nordamerikas so beliebt wie kaum eine andere historische Gestalt. Beispielsweise hegen, wie in Der Blaue Faschismus erläutert, die Inder große Verehrung und Liebe für Hitler. Nach einer Umfrage an einem Elite-College in New Delhi nennen 6 von 10 Studenten Hitler als den Menschen, den sie am meisten verehren.

Der schmerzlich empfundene eigene Mangel an nationaler Selbstachtung gibt der Hitler-Verehrung eine psychologische Richtung. Die immer noch stark hierarchisch aufgebaute Gesellschaft sucht nach „Gurus“, auch nach Machtmenschen, die dem Volke [Selbstachtung geben]. (FAZ, 17.12.02)

Das folgende Video zeigte die Predigt des islamischen Religionsgelehrten Sheikh Muhammad Hussein Yaqoub im ägyptischen Fernsehen:

Wenn die Juden uns Palästina überließen, würden wir dann anfangen sie zu lieben? Natürlich nicht. Wir werden sie niemals lieben. Das ist vollkommen sicher. Die Juden sind Ungläubige, nicht weil ich das behaupte, und auch nicht, weil sie Moslems umbringen, sondern weil Allah gesagt hat: Die Juden sagen, daß Uzair (Elias) der Sohn Allahs ist und die Christen sagen, Christus sei der Sohn Allahs. Das sind ihre Worte. Sie ahmen die Worte der vorangehenden Ungläubigen nach. Möge Allah sie bekämpfen. Wie verblendet sie doch sind. Es war Allah, der gesagt hat, sie seien Ungläubige.

[Koran 9:30]

Dein Glauben in Bezug auf die Juden sollte zuerst sein, daß sie Ungläubige sind und, zweitens, daß sie Feinde sind. Sie sind nicht Feinde, weil sie Palästina besetzt haben. Sie wären auch Feinde, wenn sie überhaupt nichts besetzt hätten. Allah sagte: Du wirst die stärksten Widersacher der Ungläubigen [sic!] unter den Juden und den Polytheisten finden.

[Koran 5:82]

Drittens mußt Du glauben, daß die Juden niemals damit aufhören werden, gegen uns zu kämpfen und uns zu töten. Sie [kämpfen] nicht wegen Land und Sicherheit, wie sie behaupten, sondern wegen ihrer Religion: Und sie werden nicht aufhören zu kämpfen, bis sie Dich von Deiner Religion abgebracht haben, wenn sie können.

[Koran 2:217]

Das ist es. Wir müssen daran glauben, daß unser Kampf gegen die Juden ewig ist und nicht enden wird bis zur letzten Schlacht. Und das ist der vierte Punkt: Du mußt daran glauben, daß wir sie bekämpfen, besiegen und vernichten werden, bis kein einziger Jude auf dem Antlitz der Erde übrigbleibt.

Nicht ich bin es, der dies sagt. Der Prophet sagte: Der Jüngste Tag wird nicht kommen bis Du nicht gegen die Juden kämpfen und sie töten wirst. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken, und die Steine und Bäume werden rufen: Oh Moslem, oh Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komme und töte ihn. Außer dem Gharqad-Baum, dem Baum der Juden. Ich habe gehört, daß sie jetzt viele dieser Bäume pflanzen. […]

[Dieser Hadith findet sich in Sahih Muslim 6985]

Was Euch Juden betrifft: Der Fluch Allahs lastet auf Euch, ihr Nachfahren von Affen und Schweinen.

[Koran 2:62-65; 5:59-60; und 7:166]

Ihr Juden habt Haß in unsere Herzen gesät und wir haben ihn an unsere Kinder und Kindeskinder weitergegeben. Ihr werdet nicht überleben, so lange ein einziger von uns übrigbleibt.

[…]

Oh Juden, möge der Fluch Allahs auf Euch lasten. Oh Juden… Oh Allah, bringe Deinen Zorn, Dein Strafgericht und Deine Drangsahl über sie. Allah, wir beten, daß Du sie erneut verwandelst und die Moslems damit erfreust, sie wieder als Affen und Schweine sehen zu können. Ihr Schweine der Erde! Ihr Schweine der Erde! Ihr tötet die Moslems mit diesem kalten Schwein[eblut], das Euch eigen ist.

Die angeblichen „Antifaschisten“ (das rot-grüne Nazigesindel) haben nichts besseres zu tun, als gegen die „Islamophobie“ vorzugehen und Islamkritiker als „Nazis“ zu denunzieren.

Hier nochmal die Sache mit den Bäumen, von einem weiteren führenden islamischen Intellektuellen erläutert:

Liebe, Arbeit und Wissen: Zwei Arten von Arbeit

14. Februar 2015

Im Bereich der Arbeit finden wir den gleichen funktionellen Gegensatz wie im Bereich der Liebe, der gestern im Blog beschrieben wurde. Es ist der Gegensatz zwischen der „ehrlichen Arbeit“ und dem Handel („Übervorteilen“). Ein Gegensatz, der in vieler Hinsicht an den zwischen „ehrlicher Liebe“ und Sex erinnert. Es ist ein Gegensatz, der durch die Panzerung unüberwindbar geworden ist und für unendliches Leid gesorgt hat, wie sich am Beispiel des Nationalsozialismus am besten zeigen läßt.

Die ideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus sind mit denen der heutigen Grünen, Globalisierungsgegner, Verschwörungswichser und anderen („Anti“-) Faschisten identisch: es geht gegen die freie Entfaltung des Lebendigen. Man schaue sich doch die widerlichen, häßlichen Visagen der Ööööööööökos an! (Das folgende Gesicht gibt es wirklich – hunderttausendfach.)

In allen Gesellschaften Saharasias galt der Handel und der Umgang mit Geld von jeher als unmoralisch, unehrenhaft und schmutzig. Im Patriarchat konnte Lust nur als Schuld erfahren werden. Und wenn jemand zuviel Kapital, zuviel materielles Potential, sich Lust zu verschaffen, ansammelte, erwies er sich damit in den Augen der Moralisten und Ethisierer als (letztlich sexuelles) Schwein. Weshalb z.B. für die ursprünglichen Hebräer der Kaufmannsstand verboten war und den Kanaanitern überlassen wurde. Der Prophet Hosea 12,8-10 klagte an:

Ein Händlervolk bist du geworden, Efraim, nach dem Vorbild der Kanaaniter! Mit gefälschten Gewichtssteinen betrügst du die Leute. Du sagst: „Ich bin reich geworden und habe ein Vermögen verdient; aber daran ist doch nichts Schlechtes. Niemand kann mir Betrug vorwerfen!“ Aber ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat! Du wirst wieder in einfachen Zelten wohnen müssen, wie du das jetzt nur noch während ein paar Festtagen tust.

Unter umgekehrten Vorzeichen ereignete sich das gleiche im Mittelalter und selbst in der islamischen Welt. Im Koran ist über die Juden zu lesen:

Und wegen der Sünde der Juden haben wir ihnen gute Dinge verwehrt, die ihnen erlaubt waren, wie auch wegen ihres Abwendens vieler von Allahs Weg, und weil sie Wucher nahmen, wiewohl er ihnen verboten war, und das Gut der Leute in unnützer Weise fraßen. (Sure 4,158f)

In Hitlers Mein Kampf sind Sozialökonomie und „Sexualökonomie“ eins: die National-Sozialisten waren antikapitalistisch; Geldmachen war Sache der Juden, etwas Verächtliches, Unanständiges, Ungeistiges, Sexuelles.

Der sexuelle Gesichtspunkt spielte im Antisemitismus Hitlers durchaus keine un tergeordnete Rolle, sondern stand geradezu im Zentrum seiner Analyse der Ursachen der sozialen und nationalen Übelstände. (Robert Wistrich: Der antisemitische Wahn, Ismaning 1987, S. 38f)

Der Katholik Hitler (er trat nie aus der Kirche aus und zahlte bis zuletzt Kirchensteuer) folgte, J.P. Stern zufolge, der volkstümlichen Theologie seiner alpinen Heimat darin, daß er den Begriff der Sünde auf das Sexuelle beschränkte. (Daraus wurde dann die Sünde der „Rassenschande“.) Einzige Ausnahme dieses rein sexuellen Sündenbegriffs, die, wie wir hier sehen, eben doch keine Ausnahme ist, war die „’jüdische‘ Wucherei“ (J.P. Stern: Der Führer und das Volk, München 1978, S. 89).

Zentrales Moment stellte dabei Hitlers verblüffend an die heutige AIDS-Kampagne gemahnende Syphilis-Phobie dar, die sich mit entsprechenden ökonomischen Ängsten verband: alles zerfressende Inflation, Wucher, „Zinsknechtschaft“, Profitgier, „Mädchenhandel“, Prostitution, bolschewistische Zersetzung, etc. Die syphilitische Erkrankung des Leibes sei „hier nur das Ergebnis einer Erkrankung der sittlichen, sozialen und rassischen Instinkte“. Als Folge der Prostitution zeige sie, so der Moralist Hitler, die „Verjudung unseres Seelenlebens und Mammonisierung unseres Paarungstriebes“ durch „jüdische Mädchenhändler“: lüsterne „Schächerjuden“, die mit ihren wulstigen Lippen und ihren riesigen Nasen voll kannibalischer Gier auf blonde Maiden starren. Man denke nur an die berühmte Stelle aus Mein Kampf:

Der schwarzhaarige Judenjunge lauert stundenlang, satanische Freude in seinem Gesicht, auf das ahnungslose Mädchen, das er mit seinem Blut schändet und damit seinem, des Mädchens, Volke raubt.

Reich erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Ritualmordlegenden und an das Bild des Juden, der kleine Jungen beschneidet (Menschen im Staat, Frankfurt 1995, S. 178).

Hier, in sexuellen Komplexen, haben die Haßtiraden Hitlers gegen die „Zinsknechtschaft“ des „internationalen Finanzjudentums“ ihre Quelle.

Auf die Frage, ob der Jude ein Mensch sei, antwortete Goebbels:

Wenn jemand deine Mutter mit der Peitsche mitten durchs Gesicht schlägt, sagst du dann auch: Danke schön! Er ist auch ein Mensch!? Das ist kein Mensch, das ist ein Unmensch! Wieviel Schlimmeres hat der Jude unserer Mutter Deutschland angetan und tut er ihr heute noch an! Er (der Jude) hat unsere Rasse verdorben, unsere Kraft angefault, unsere Sitte unterhöhlt und unsere Kraft gebrochen… Der Jude ist der plastische Dämon des Verfalls… beginnt sein verbrecherisches Schächtwerk an den Völkern.

Zu dieser Stelle kommentiert Reich:

Man muß die Bedeutung der Vorstellung von der Kastration als der Strafe für sexuelles Begehren kennen, man muß den sexualpsychologischen Hintergrund der Ritualmordphantasien wie des Antisemitismus überhaupt erfassen und zudem das sexuelle Schuldgefühl und die sexuelle Angst des reaktionären Menschen richtig einschätzen, um beurteilen zu können, wie solche vom Schreiber unbewußt abgefaßten Sätze auf das unbewußte Gemütsleben der Leser aus den Massen einwirken. Hier liegt die psychologische Wurzel des Antisemitismus der Nationalsozialisten. (Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 73)

In Hitlers ältester überlieferter politischer Äußerung, einem Gutachten für seine Vorgesetzten bei der Propaganda-Abteilung der Reichswehr vom 16. September 1919, lesen wir:

Bewegt sich schon das Gefühle des Juden im rein materiellen, so noch mehr sein Denken und Streben. Der Tanz ums goldene Kalb wird zum erbarmungslosen Kampf um alle jene Güter, die nach unserem inneren Gefühl nicht die höchsten und einzig erstrebenswerten auf dieser Erde sein sollen. Der Wert des Einzelnen wird nicht mehr bestimmt durch seinen Charakter, die Bedeutung seiner Leistungen für die Gesamtheit, sondern ausschließlich durch die Größe seines Vermögens, durch sein Geld. (…) Alles was Menschen zu Höherem streben läßt, sei es Religion, Sozialismus, Demokratie, es ist ihm alles nur Mittel zum Zweck, Geld und Herrschgier zu befriedigen. (z.n. Werner Maser Adolf Hitlers MEIN KAMPF, Esslingen 1983, S. 233)

Sowohl der profitgierige Kapitalismus, als auch der materialistische raubgierige Kommunismus seien, so Hitler, auf den „jüdischen Mammonismus“ zurückzuführen.

Wie Henryk M. Broder neulich in der Welt konstatierte:

Geld zu verdienen, Geld zu haben, ist erst einmal anrüchig. Hitlers letzte Sympathisanten geben zwar zu, daß der Führer einiges falsch gemacht hat, betonen aber im selben Atemzug, er habe sich nicht persönlich bereichert und kein Nummernkonto in der Schweiz gehabt.

Der Nazigeist ist quicklebendig:

Auf den christlichen Hintergrund des nationalsozialistischen Denkens verweist uns eine Notiz des (damaligen) Wagnerianers Nietzsche von 1870/71:

Das Wohlergehen auf Erden ist die jüdische Religionstendenz. Die christliche liegt im Leiden. Der Kontrast ist ungeheuer. (Studienausgabe, Bd. 7, S. 119)

In dieser Wagnerianischen weltverneinenden „Weg-vom-Tier-Ideologie“ und gnostischen Vorstellung des Kampfes zwischen der Geistseele und der Materie gründete der Haß von Hitlers Mentor, Dietrich Eckart auf die Juden. Für Eckart war der Arier Gottes Ebenbild (voll Mitgefühl und Moralität), der Jude das Ebenbild des Teufels (voll von Selbstigkeit und mörderischer Triebhaftigkeit, während der Arier keine selbstischen Antriebe hat). Dementsprechend stellte Eckart eine Hierarchie der Nationen auf, inwiefern sie sich gegen die Materie und ihre Triebhaftigkeit wehrten. An der Spitze der Völkerhierarchie würde der idealistische Deutsche mit seiner „Weltverneinung“ stehen, während unten als anderes Extrem der mit seiner vollkommenen „Weltbejahung“ dem Materialismus ganz verfallene Jude stünde. Der Arier Jesus habe das weltzugewandte Alte Testament überwunden, die jüdischen Geldwechsler aus dem Tempel gejagt, wofür ihn die Juden aus Haß gegen die geistige, nichtkäufliche Himmelreich gekreuzigt hätten. Der Jude Paulus habe die Botschaft Jesu verraten, woraufhin die arischen Germanen diese Botschaft von neuem freigelegt hätten. Hierbei verweist Eckart auf Der Cherubinische Wandersmann von Angelus Silesius und auf die „Teutsche Theologie“, die die Befreiung des Menschen von der Befangenheit in der Materie gepredigt habe.

Für Eckarts getreuen Schüler Hitler ist bei den Juden alles nur Geschäft, selbst ihre Religion nur Mittel des Geschäftslebens; den Juden ginge jede wahre Religion, jeder Jenseitsglaube und jede Ethik ab. In Mein Kampf schreibt Hitler weiter, der Jude sei „nur von dieser Welt“, und damit dem Christen wesensfremd. Niemals hätten die Juden etwas anderes angebetet als Geld, das „Goldene Kalb“.

Nur von diesem Denken aus kann man z.B. den späteren gelben „Judenstern“ verstehen: in den mittelalterlichen Farballegorien war Gelb die „Farbe der erfüllten Liebe“, stand für Prostitution, Weltlust und Hochmut. Und genau dies warf Hitler den Juden vor: „materialistische Lüsternheit“.

Für Hitler unterscheidet sich der materialistische Jude vom vergeistigten Christen dadurch, daß er sich nicht wie der Arier für ein Ideal opfern könne, deshalb müsse der Jude wider seinen Willen geopfert werden. Demgegenüber könne der opferwillige Arier seine rein persönlichen Interessen zurückstellen, was ihm ermöglicht habe Staaten zu bilden, während der Jude nur Staaten zerstören könne. Überwindung des Egoismus in der sozialistischen Volksgemeinschaft, Gemeinschaftsgefühl, Glaube an Unsterblichkeit und ewige Werte sowie vor allem Aufopferungswille sei nur beim Arier ausgebildet.

Die grundsätzliche Gesinnung, aus der ein solches Handeln erwächst, nennen wir zum Unterschied vom Egoismus, von Eigennutz – Idealismus. Wir verstehen darunter nur die Aufopferungsfähigkeit des einzelnen für die Gesamtheit, für seine Mitmenschen. (Mein Kampf)

Haben dort, Sein hier!

Für Hitler ist die „Auffindung des jüdischen Virus“ eine der größten Fortschritte der Menschheit.

Der Kampf, den wir führen, ist von derselben Natur, wie derjenige, der im vergangenen Jahrhundert von Pasteur und Koch geführt wurde. Wieviele Krankheiten finden ihren Ursprung im jüdischen Virus (…) Wir werden die Gesundheit nur wiederfinden, wenn wir den Juden eliminieren. (z.n. Werner Maser: Adolf Hitlers MEIN KAMPF, Esslingen 1983, S. 237)

Der Vorläufer Hitlers, Richard Wagner hatte die Juden als „Würmer“, „Ratten“, „Mäuse“, „Trichinen“ bezeichnet, als die „wahre Pest“, die es „auszurotten“ gelte. Hitler gehorchte und ließ die „Bazillen“, „Parasiten“ und „Schmarotzer“ mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel Cyklon B vernichten.

So reden diese Leute heute noch, wenn es gegen „Amerika“ und „Heuschrecken“ geht, die die Welt „ausbeuten“. Das Internet ist voll von Verschwörungstheorien über „Bilderberger“, „Illuminaten“ und, natürlich, „Zionisten“, die „die Fäden ziehen“. Es ist wirklich alles genauso wie zu Zeiten der Hitler-Herrschaft!

Dieses gesamte Ideologiegebäude ist eine einzige große Lüge.

Die Juden, die Hitler beschuldigt, ihre Mitmenschen auszuplündern, sind seit alters her infolge ihres Glaubens nicht nur zur konsequenten Arbeit, sondern ebenso streng auch zur Heilung des Feiertages verpflichtet, was immer von entscheidender Bedeutung sowohl für die Juden selbst als auch für die Nichtjuden in ihrer unmittelbaren Umgebung gewesen ist. Niemals war es möglich, daß im Rahmen der von gläubigen Juden bestimmten Arbeits- und Erlebniswelt Verhältnisse zustande kamen, wie sie in der Antike im Zusammenhang mit der Ausnutzung von Mitmenschen unter anderem im alten Babylon, in Griechenland und in Rom herrschten, wo Menschen wie Vieh auf Märkten verkauft, an Ketten gelegt und rücksichtslos ausgebeutet wurden. Ausdrücklich wird im Ex 23 codifiziert: „…am siebten Tage sollst du ruhen, damit dein Ochse und dein Esel raste, und der Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erhole.“ Und im Dtn 15,7 heißt es: „Wenn deiner Brüder irgendeiner arm ist in irgendeiner Stadt in deinem Lande … so sollst du dein Herz nicht verhärten noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder.“ (Vgl. auch Dtn 15,12ff, wo vom Verhältnis des Herrn zum Knechte die Rede ist.) Die Mißachtung dieser Gebote konnte die Todesstrafe zur Folge haben. (Maser, S. 252)

Im krassen Gegensatz zu den Griechen genoß die Arbeit allgemeine Wertschätzung.

Hitlers Feststellung, daß „die Juden“ niemals arbeiten wollten und ohne die anderen Völker „in Schmutz und Unrat ersticken“ würden, stets ohne „idealistische Gesinnung“ und ohne Aufopferungsbereitschaft seien, niemals eine eigene Kultur gehabt und die Grundlagen der geistigen Arbeit stets von anderen übernommen hätten, um hier noch einmal einige seiner wesentlichen Behauptungen zu wiederholen, widerlegen zahlreiche Tatsachen. So besaßen bereits die alttestamentlichen Juden einen Arbeitsethos, das in der alten Geschichte ohne Beispiel ist. Ausdrücklich hebt die rabbinische Theologie hervor, daß sich der Mensch mühen und „mit den Händen arbeiten“ müsse, wenn er wolle, daß Gott seinen Segen spende. Neunmal wird im Pentateuch kategorisch festgestellt, daß der Mensch arbeiten müsse. Die berühmten jüdischen Schriftgelehrten bestritten ihren Lebensunterhalt vornehmlich als Handwerker. Von mehr als 100 im Talmud genannten Rabbinern ist das Handwerk bekannt, das sie ausübten. Propheten, Könige, Richter, Schreiber und Lehrer erscheinen im Alten Testament als „Knechte“, „Diener“ und „Arbeiter“ Gottes. Mose, die Propheten und die Könige werden häufig als „Hirten“ bezeichnet. „Melaka“, die hebräische Bezeichnung für Handwerk, meinte eine konkrete Aufgabe, die der Mensch im Auftrag Gottes erfüllte. Das Alte Testament kennt keine Trennung zwischen geistiger und körperlicher Arbeit, was Karl Marx, den Hitler angeblich bereits in Wien sorgfältig studiert hat, auf eine besondere Weise in seine eigene Lehre einbaute. Die Arbeit wird im Judentum seit altersher als Dienst begriffen, der im Rahmen des göttlichen Heilsplanes die sich bewährende Wahrnehmung menschlicher Möglichkeiten darstellt. (ebd., S. 251f)

Unsere gesamte Zivilisation, unser ganzes Wohlergehen beruht letztendlich auf dem jüdischen Erbe, d.h. der Erschließung der biologischen Arbeitsenergie.

produktionarbeit

Sexpol 1933 und Sexpol 2015 (Teil 1)

27. Januar 2015

In seinen „Sexpol-Schriften“ führt Reich um das Jahr 1933 herum vor allem zweierlei gegensätzliche Dinge aus:

  1. Die „bürgerliche Sexualreform“ verfehlt das wirkliche Leben der Massen und hinkt den Entwicklungen hinterher, beispielsweise was den Paragraphen 218 betrifft.
  2. Die Abschaffung der Familie und die Herstellung sexueller Freiheit ist im Kapitalismus nicht möglich.

Übertragen wir das auf die Verhältnisse zu unseren Lebenszeiten, d.h. auf „Sexualreformer“ wie Oswald Kolle, Ernest Bornemann und Volkmar Sigusch. Eine Beschreibung ihres Wirkens erspare ich mir, denn die wird von Bernd A. Laska sehr gut zusammengefaßt. Sie mögen sich so aufgeklärt und progressiv geben, wie sie wollen, ihr ganzer Impetus ist doch darauf gerichtet, durch immer bizarrere Praktiken („Neosexualitäten“) den Menschen innerhalb des „kapitalistischen“ Systems eine illusionäre sexuelle Erfüllung zu verschaffen. Beispielsweise sollen sexuelle Perversionen (die Blockierung der Befriedigung) identitätsstiftend für ganze Gruppen sein!

Reich war stets darauf bedacht, die Menschen von unnötigem Leid zu entlasten, d.h. von antisexuellen Haltungen in der Gesellschaft und ihnen so den Kopf frei zu machen für „politisches Engagement“, so daß sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen und nicht blind den sozialdemokratischen und nationalsozialistischen Führern folgen, beispielsweise nicht in den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Heute geht es darum, nicht auf eine pornographisierte, gender-maingestreamte und vernunftwidrige „Kultur“ der angeblichen „Selbstverwirklichung“ hereinzufallen, die, wie die Päpste immer wieder zu Recht sagten, eine Kultur des Todes ist.

Das mangelnde Klassenbewußtsein (der mangelnde „Antiautoritarismus“) Anfang der 20. Jahrhunderts beruhte, so Reich, auf der Strukturbildung in der autoritären Familie. Heute setzt sich dieser Gegensatz von aktuellen Erfordernissen und der Charakterstruktur unter entgegengesetzten Vorzeichen fort. In vieler Hinsicht ist dabei die Sexualökonomie der Massen vielleicht sogar gestörter als vor 100 Jahren. Damals war es das Versagen der autoritär strukturierten Massen einer Rosa Luxemburg nicht zu folgen, d.h. durch europaweite Massenstreiks den imperialistischen Krieg zu verhindern (wie der Orgonom Robert Harman in „Practical Functional Economics (Part IV): The State of the Global Economy“, The Journal of Orgonomy, Vol. 47, No. 2, 2013/2014, ausgeführt hat). Heute ist es das Versagen der weitgehend antiautoritär strukturierten Massen passiv dabeizustehen, wie das entsprechende imperialistische Politikergesindel Europa systematisch umvolkt und „globalisiert“. Das Ergebnis wird das gleiche sein: ein vom Roten Faschismus (Political Correctness, Sozialdemokratie) und Schwarzen Faschismus (die pseudoreligiöse Ideologie „Islam“) zerstörtes Europa. Sogar die Opfer werden die gleichen sein: die Juden!

Politiker treibt dreierlei: 

  1. sind sie karrieregeil. Wären sie es nicht, würden wir sie nicht kennen. Karriere kann man in der deutschen Politik aber nur machen, wenn man sich der „Linie der Partei“ anpaßt. Ein kreativer und kritischer Geist ist hier nur hinderlich.
  2. bilden sie sich ein, „Führer“ zu sein, tatsächlich laufen sie jedoch irgendwelchen imaginären „Trends“ hinterher, die von spinnerten „Parteistrategen“ ausgemacht werden.
  3. „meinen sie es gut“. Das eigene gute Gewissen, das Gefühl der eigenen moralischen Überlegenheit und die Bewältigung ihrer eigenen Schuldgefühle sind ihnen wichtiger als die Interessen des Volkes.

Zusammengefaßt: es geht um die Selbstvergrößerung ganz besonders kleiner Kleiner Männer, um das Auffüllen ganz besonders leerer Seelen. Gott, man schaue sich doch diese Wichte an! 

Der vulgärmarxistisch verblödete Mann von der Straße sieht natürlich nur ein Motiv: Geld! Was ziemlich naiv ist, denn mit der Ausnahme einiger vollkommener Dummbratzen würden die meisten Politiker in der Wirtschaft weitaus mehr Geld verdienen. (Übrigens findet sich dieser Unsinn auch in der gegenwärtigen „antifaschistischen“ Schundliteratur, die uns erklären will, daß Geld das Hauptmotiv der Führungsschicht im „Dritten Reich“ war.) 

Die unheilvolle Melange aus Anpassung, Größenwahn und Gutmenschentum zerstört spätestens seit Anfang der 1980er Jahre unsere Demokratie, die nunmehr unmittelbar vor dem Kollaps steht. Ich verweise beispielsweise auf die folgende Analyse von Hans-Peter Raddatz: 

Es ist charakteristisch für den geistigen Zustand unseres Vaterlandes, wenn man im Kommentarbereich ausgerechnet dieses Videos folgende Naziergüsse lesen muß: 

die jüdische talmud legitimiert des kindesmissbrauch, laut jüdischer lehre sind 3 jährige mädchen reif für die jüdische vergewaltigung
die jüdische lehre nennt nichtjuden slaven und vieh, die dem juden dienen müssen, die jüdische lehre will die weltherrschaft, die sie ja mitlerweile in festen händen hält.
die jüdische lehre erlaubt ebenfalls das töten von nicht-juden, ausserdem muss jeder nicht-jude, der sich mit der jüdischen lehre befasst, ermordet werden, also auch ich. judentum=frieden 😉 

Wegen dieser Lügen wurde 2005 der Vize-Vorsitzende der NPD in NRW zu einem Jahr Haft wegen Volksverhetzung verurteilt. 

Ich kenne kein besseres Beispiel für Emotionelle Pest als den Antisemitismus (bzw. seine moderne Ausprägung, den „Antizionismus“ – der vielleicht noch widerwärtiger ist). Die Pest wirft den Juden (bzw. Israelis) genau das fälschlicherweise vor, was sie selbst praktiziert: 

„Materialismus“, so als wenn sich, beispielsweise, die britische Regierung auch nur einen Scheiß um das Los der sogenannten „Palästinenser“ kümmern würde, wäre sie nicht vom Öl und den Investitionen der Araber abhängig. (Hat sich beispielsweise auch nur ein westlicher Politiker um die Millionen geschert, die in den letzten Jahren im Kongo massakriert wurden?) 

„Kontrolle der westlichen Medien“, so als wären die nicht eindeutig antizionistisch (antisemitisch). Man mache doch nur mal den Fernseher an oder schlage eine Zeitung auf. Selbst in den Unterhaltungsmedien: dort sind Juden grundsätzlich nur als solche erkennbar, wenn sie antisemitische Klischees erfüllen. Jüdische Onkel Toms spielen diese Rolle mit kindlicher Begeisterung. Und dann erst die Onkel Toms hinter der Kamera: man denke nur an Spielberg und sein antizionistisches (antisemitisches) Machwerk München

Ständig wird Israel als Bedrohung für den Weltfrieden hingestellt. Man schaue doch mal bitte auf eine Weltkarte und versuche Israel auszumachen – es ist in diesem Maßstab gar nicht darstellbar. 

Am drolligsten sind aber die Hinweise auf angeblich erschreckende Stellen aus dem Talmud, die beweisen würden, wie die Juden tatsächlich über die Nichtjuden denken. Diese Vorwürfe sind so unglaublich frech erlogen und selbst fabriziert, daß einem die Spucke wegbleibt. 

Dank unserer Politiker wird alles wiederkommen. Europaweit Verhältnisse wie bereits heute in der Stadt Malmö, aus der die Juden vor den Pogromen der Muselnazis fliehen. Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte! 

Reich schrieb über den Antisemitismus: 

Unbewußte Sehnsucht nach sexueller Lebensfreude und sexueller Reinheit bei gleichzeitiger Angst vor der natürlichen und gleichzeitiger Angst vor der perversen Sexualität ergibt faschistisch-sadistischen Antisemitismus. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 184) 

Reich illustriert das wie folgt (Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie, Band II, Heft 3(7), 1935): 

DER JUDE IM FASCHISTISCHEN LICHT

Die Sexpol behauptet, daß ein wesentliches Stück des faschistischen Antisemitismus der unbewußt irrationalen Auffassung entspricht, der Jude repräsentiere brutale, schmutzige Sinnlichkeit und den sexuellen Schächer. Hier ein Beleg:

Deutscher Volksgenosse, weißt Du:

daß der Jude

  • Dein Kind vergewaltigt
  • Deine Frau schändet
  • Deine Schwester schändet
  • Deine Braut schändet
  • Deine Eltern mordet
  • Dein Besitztum stiehlt
  • Deine Ehre verspottet
  • Deine Sitten verhöhnt
  • Deine Kirche vernichtet
  • Deine Kultur verdirbt
  • Deine Rasse verseucht

daß der Jude

  • Dich belügt
  • Dich betrügt
  • Dich bestiehlt
  • Dich als Vieh bezeichnet
daß jüdische

  • Ärzte Dich langsam morden,
  • Rechtsanwälte Dir nie zu Deinem Recht verhelfen,
  • Lebensmittelgeschäfte Dir verdorbene Ware verkaufen,
  • Schlächterläden dreckiger sind als Schweineställe,


daß der Jude
obiges nach seinen Talmudgesetzen tun muß,
da es für ihn eine gottgefällige Tat ist.

Deutsche Volksgenossen, darum fordert:

Für Deutsche, die mit
Nichtariern Geschlechtsverkehr unterhalten,
Zuchthausstrafen, Aberkennung der Staatsbürgerrechte,
Vermögensbeschlagnahme und Ausweisung. Im Rückfall
Todesstrafe. Die Nachkommen sind unfruchtbar zu
machen und dürfen keine Staatsbürger werden, sie und
der nichtarische Teil sind auszuweisen. Frauen und
Mädchen, die sich freiwillig mit Juden einlassen, ist
in keinem Fall gesetzliches Schutz zu gewähren. Für
Betrügereien hohe Zuchthausstrafen. Der Jude lebt von
der Lüge und stirbt an der Wahrheit.

Nora-Druck, Berlin

Das Verbot des Geschlechtsverkehrs zwischen Juden und Ariern wurde Gesetz!
Von fünfzehn Beschuldigungen beziehen sich zehn unmittelbar auf Sexuelles!
Rationelle Sexualpolitik ist die wichtigste Waffe gegen faschistische Mystik!
 

„Freudo-Marxismus“ (Teil 2)

13. Januar 2015

Wenn Marx Leute wie Stirner oder Proudhon zu seinen „kleinbürgerlichen“ Hauptfeinden erklärte, erklärte er damit „funktionell gesehen“ auch Reich zu seinem Hauptfeind. Mit Stirner habe ich mich bereits befaßt.

Stirner hatte bei der Kritik der idealistischen Philosophie, insbesondere Hegel, angesetzt: Es gehe nicht abstrakt um „den Menschen“, sondern jeweils um mich. Ich sei kein Abstraktum, sondern die unmittelbare, nicht weiter reduzierbare Realität, die sich nicht von inkorporierten Hirngespinsten (Freuds „Über-Ich“) definieren und unterdrücken lassen sollte. Würden solche sozusagen „realistischen“ Individuen in Freiwilligen Vereinen zusammenfinden, würde die Welt von der Realität und nicht mehr vom Irrsinn bestimmt (Reichs „Arbeitsdemokratie“).

Marx hatte auf diese, um mit Reich zu reden, „umwälzende Kritik sämtlicher moraltheoretischer Systeme“ keine Antwort. Ähnlich wie Freud, der die Konsequenz seiner eigenen Theorie damit abwehrte, daß er das Über-Ich kurzschlußartig in der Biologie verankerte, benutzte auch Marx einen üblen Taschenspielertrick: Er behauptet, daß Stirner ein Idealist sei, da er nicht den „wirklich tätigen Menschen“ im Blick habe, der in bestimmte Produktionsverhältnisse eingebunden sei. Das Sein bestimme das Bewußtsein! Reich mußte sich mit diesem kurzschlußartigen Soziologismus in der Massenpsychologie des Faschismus abquälen.

Die Antwort sowohl auf Freud als auch auf Marx ist Reichs Konzept des „Charakters“, mit dem er zeigt, wie konkret das Über-Ich in der Biologie verankert ist und daß diese Verankerung auf ganz bestimmten soziologischen Mechanismen beruht. (Elsworth F. Baker und Charles Konia haben das dann später weiter ausgerollt.)

psysozbio2

Proudhon trat gegen den ökonomistischen Marxismus auf. Proudhon vertrat eine Art von „Sozialpsychologie“, Selbstbestimmung, Antipolitik und die Arbeitsdemokratie. Proudhon:

Indem die Tätigkeitssphäre jedes Bürgers durch die natürliche Teilung der Arbeit und durch die Wahl des Berufes bestimmt ist, indem die sozialen Funktionen in einer solchen Verbindung zueinander stehen, daß sie eine harmonische Wirkung hervorbringen, entsteht die Ordnung aus der freien Tätigkeit aller; es gibt keine Regierung.

Dagegen ist „Zentralisation“ einer der wichtigsten Begriffe im Kommunistischen Manifest, wo von der Zentralisation der „vielen Lokalkämpfe zu einem nationalen, zu einem Klassenkampf“ die Rede ist, gefolgt von der Zentralisation der Instrumente der Produktion.

Bereits 1846 warnte Proudhon „den Bandwurm des Sozialismus“, d.h. Marx, sich nicht zum „Führer einer neuen Intoleranz“, zum „Apostel einer neuen Religion“ zu machen, der mit „Exkommunikationen“ und „Bannflüchen“ operiere.

Reich hat Marx vollständig fehlbeurteilt, z.B. in Rede an den Kleinen Mann erwähnt Reich Marx 5 mal, dabei 3 mal in Verbindung mit Jesus (der von Reich 7 mal erwähnt wird). Reich nennt Marx „einen wahrhaft großen Mann“ (S. 19), jemand der, im Gegensatz zum Kleinen Mann, „den Preis für echte Freiheit zahlt“ (S. 22). In Christusmord versteigt sich Reich gar zu dem Satz:

In die heutige Zeit übertragen ist Stalin im Verhältnis zu Marx das, was Paulus in bezug auf Christus war.

In Menschen im Staat weist er darauf hin, daß die Emotionelle Pest von den Parteipolitikern in den Marxismus getragen wurde, indem sie die ökonomischen Begriffe wie „Kapitalist“ oder „Mehrwert“ mit Haßgefühlen besetzten, um so „die Massen“ emotional aufzustacheln.

Dazu eine Erinnerung des Zeitzeugen Carl Schurz an Marx:

Ich erinnere mich noch wohl des schneidend höhnischen, ich möchte sagen, des ausspuckenden Tones, mit welcher er das Wort „Bourgeois“ aussprach; und als „Bourgeois“, das heißt, als ein unverkennbares Beispiel einer tiefen geistlichen und sittlichen Versumpfung, denunzierte er jeden, der seinen Meinungen zu wiedersprechen wagte.

Proudhon hatte bereits die Gegenwahrheit zum Freiheitsstreben des Menschen erkannt, – daß

jeder in der Menschheit zu verwirklichende Fortschritt (…) zum Hauptgegner in der Philosophie diejenigen [hat], deren Aufklärung er zum Zweck [hat]; in der Freiheit diejenigen, deren Emanzipation er zum Gegenstand hat; in der sozialen Ökonomie diejenigen, die er zu bereichern sich vornimmt.

Proudhon hat sogar dieselbe Lösung der Problems wie Reich gefunden: die Praxis verantwortlicher Freiheit, „d.h. die Schaffung von möglichst vielen und gegenseitigen Beziehungen (Mutualismus)“ (P.J. Proudhon: Bekenntnisse eines Revolutionärs, rororo 1969).

Ja, aber war nicht Proudhon ein schlimmer Antisemit? Diese Art von Fragen stellen Marxisten stets, wenn es darum geht, andere Propheten der sozialistischen Bewegung abzuwerten. Aber schauen wir uns doch einmal Marx selbst an:

Dazu ein Zitat aus Marxens Schrift Zur Judenfrage, die er im Herbst 1843 schrieb:

Die Judenemanzipation in ihrer letzten Bedeutung ist die Emanzipation der Menschheit vom Judentum. (…) Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld. Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judentum [= Kapitalismus] wäre die Selbstemanzipation unserer Zeit.

Daß Marx dies genau so meinte, wie es hier steht, wird aus einem 13 Jahre später veröffentlichten Artikel deutlich, den er für The New York Tribune schrieb, damals die größte Zeitung der Welt. Marx:

Wir wissen, daß hinter jedem Tyrannen ein Jude steht, wie hinter jedem Papst ein Jesuit. Wie das Heer der Jesuiten jeden freien Gedanken tötet, würde der Wunsch der Unterdrückten Erfolgsaussichten haben; die Nützlichkeit von Kriegen, angestiftet von Kapitalisten, würde enden, wenn sie nicht für die Juden sein würden, welche die Reichtümer der Menschheit stehlen. Kein Wunder, daß vor 1856 Jahren Jesus die Wucherer aus dem Tempel Jerusalems gejagt hat. Sie waren die zeitgenössischen Wucherer, die hinter Tyrannen und Tyranneien stehen. Die Mehrheit von ihnen ist jüdisch. Die Tatsache, daß die Juden so stark geworden sind, das Leben der Welt in Gefahr zu bringen, veranlaßt uns, ihre Organisation und ihr Ziel zu enthüllen, damit ihr Gestank die Arbeiter der Welt zu Kampf aufrütteln möge, um solch ein Übel auszulöschen.

Man lese dazu Reichs Ausführungen über Julius Streicher und die Verbindung zwischen Antisemitismus (heute Marxistischer „Antizionismus“) und Antikapitalismus in Menschen im Staat:

Der Jude wird im allgemeinen, besonders unter dem Druck so konsequenter Propaganda wie der des Banditen Streicher, als „Schächtjude“ erlebt, also als ein Mensch mit einem langen Messer, der christliche und deutsche Kinder zum Pessachfest abschlachtet. Da er kleine Kinder am Glied beschneidet, untermauert sich die Angst vor ihm durch die uralte Kastrationsangst, die in allen sitzt. Solche Dinge tut nur ein Wesen, das selbst alle Lust, speziell Sexuallust für sich rauben will. Der Jude nimmt also dem Arier die Mädchen weg, nachdem er die Männer kastriert hat. Der Jude nimmt immer etwas weg. Da er zudem das Unglück hat, durch frühere Judenverfolgungen dem Handel zu frönen, raubt er Geld. Nur ein Schritt noch, und er ist der Inbegriff des „Kapitalisten“ geworden. So kann sich unter geschicktester Ausnützung der Sexualangst vor dem Schächtjuden der gesamte Gefühlshaß der Massenmenschen gegen den Geldwucherer, mit anderen Worten, den „Kapitalisten“, auf den Juden verlagern. Der Jude zieht somit sowohl den sozialistischen Kapitalistenhaß wie die erworbene Sexualangst auf sich.

Hier hat Reich unbewußt eine orgonomische Analyse auch des Marxismus geliefert! Er ist ein Wahnsystem, in dem das Kapital aus einem nicht weiter ableitbaren Trieb heraus („Habgier“, „Judentum“) die lebendige Arbeit zerstückelt („Entfremdung“, „Arbeitsteilung“) und wie ein unersättlicher Vampir aus der Arbeitskraft heraussaugt. Um dieser Blutschande ein Ende zu setzen, müsse der Markt zerstört, also das gesellschaftliche Leben stranguliert und das „jüdische“ Geld („Energie“, „Blut“) abgeschafft werden.

Der faschistische Mythos, der sich in der Marxistischen „Kritik der politischen Ökonomie“ verbirgt, tritt besonders klar zutage, wenn „Reichianer“ hinter dem äußeren „dialektischen Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital“ einen inneren „dialektischen Widerspruch zwischen lebendiger und erstarrter Triebenergie“ wahrzunehmen vermeinen. Es ist prinzipiell der gleiche Wahn, der in „den Juden“ den geldaussaugenden Vampir „erkennt“. Marx‘ „Denken“ ist eine Pest!

Weimarer Verhältnisse

1. Dezember 2014

Wir haben Weimarer Verhältnisse. Die Republik wird von zwei Seiten in die Zange genommen, während das „Mittelfeld“ von einer dritten Gruppe innerlich ausgehöhlt wird. Die drei Mitspieler des Infernos sind:

  1. Die Kommunisten, d.h. pseudo-liberale Ideologen, die insbesondere die Grünen, die SPD und fast flächendeckend die Medien, aber auch den gehobenen Beamtenapparat dominieren. Sie sind für die absurde Flut von Wirtschaftsflüchtlingen und die schleichende rechtsradikale Islamisierung verantwortlich, die absurderweise von einer linksradikalen Kultur („Gendermainstreaming“) flankiert wird, um für eine Spannung zu sorgen, die über kurz oder lang zum vollständigen Kollaps der Gesellschaft führen muß.
  2. Die Entsprechung dieser Leute auf der rechten Seite sind rechte Obskurantisten (siehe dazu meine Ausführungen in Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie). Gemeint sind insbesondere die verpeilten Putin-Fans und Verschwörungstheoretiker in Sachen NSU. Wie einst ihre Geistesverwandten, die Nationalsozialisten, verunmöglichen sie jede rationale Debatte und machen es Konservativen unmöglich Gehör zu finden, d.h. der bioenergetische Kern hat keinerlei Chance mehr sich zu Wort zu melden. Charakteristischerweise bilden sich immer wieder zeitweise „Querfronten“, bei denen sie sich mit der extremen Linken, insbesondere „Die Linke“, zusammenfinden. Ihr gemeinsames Funktionsprinzip ist die Emotionelle Pest, der mörderische Haß auf das Lebendige (den bioenergetischen Kern).
  3. Die verweichlichten Liberalen, die für alles und jedes Verständnis haben, insbesondere aber für die „Bürgerrechte“ der Emotionellen Pest kämpfen. Das ist überhaupt das einzige, für das sie die Energie zum Kampf aufbringen!

Politik ist die Verlagerung der Neurose auf den sozialen Bereich. Die linke Seite will aus ödipalen Motiven den Vater töten, die Rechte mit ihm wetteifern. Entsprechend hat die Linke den Kontakt zum bioenergetischen Kern verloren, während die Rechte zumindest noch einen verzerrten Kernkontakt hat.

Als die Türme des World Trade Center fielen, fiel symbolisch die (phallische) Macht des Vaters der Welt (die USA), mit all seinem Reichtum und seinem Geld (seinem Zugang zu Frauen).

Ein typischer Linkintellektueller ist der „Vorurteilsforscher“ Wolfgang Benz. Bei einer Podiumsdiskussion kurz nach dem 11. September sagte er:

[Die Zwillingstürme von Manhattan] sind Symbole von Stolz und Reichtum und Arroganz. Solche Gebäude aufzurichten, das ist die äußerste Arroganz, und die Verletzlichkeit ist damit mit eingebaut. Und die Attacke gegen diese Gebäude, mit dieser Attacke kann man eigene Ohnmachtsgefühle und eigene Demütigungen auslöschen und in die Ohnmacht und Demütigung des Gegners verwandeln… Und das provoziert die drastischen und dramatischen Reaktionen und die martialischen Reaktionen, und das macht es so gefährlich und so verheerend, gerade diese Symbole anzugreifen und zu zerstören.

Wie konnten die USA nur so provozieren! Als der Vater zurückschlug, kam es zur Panik unter jenen, deren subversive Phantasien sich erfüllt hatten.

In seinem Thriller Der Rächer thematisiert Frederick Forsyth, einer der wenigen wirklich authentischen Konservativen im kulturellen Leben, das verhängnisvolle Wirken Clintons, der aus Gründen der Political Correctness dem FBI und der CIA verboten hatte, moralisch zweifelhafte Quellen anzuzapfen. Resultat war der 11. September!

Unter den führenden europäischen Politikern war die 2003 ermordete Außenministerin Schwedens, Anna Lindh, einer der schärfsten, wenn nicht der schärfste, Kritiker des Vorgehens von Sharon und Bush im Nahen Osten. In der Konsequenz war sie einer der Hauptunterstützer der mörderischten Regime und Ideologien, die der Planet heute kennt. Die syrische Ministerin Bouthaina Shaaban widmete Anna Lindh einen hymnischen Artikel im libanesischen Daily Star.

Lindhs Politik lief darauf hinaus, Israel und den gesamten Westen zum kollektiven Selbstmord aufzurufen. Der vollkommen denaturierte und gesellschaftlich gemeingefährliche liberale „gutmenschliche“ Geist, den sie prototypisch verkörperte, zeigte sich auch posthum:

Der Eheman von Anna Lindh empfand keinen Haß für den Mörder seiner Frau, einen serbischen Einwanderer, der nichts, aber auch rein gar nichts in Schweden zu suchen hatte. Bo Holmberg:

Anna hat gesagt, wer haßt und Rache will, der ist kein guter Mensch. Ich muß solche Gefühle herunterschlucken.

Seit der Weimarer Republik hat sich nichts geändert: die politische Klasse und die „kulturelle Elite“ Deutschlands ist nach wie vor bis ins Mark verdorben. In ihrer Dummheit, aus ihrem falschen Liberalismus heraus, liefert dieses elende Gesindel Deutschland von neuem der organisierten Emotionellen Pest aus und bereitet einer Zweitauflage des Holocaust den Boden!

Reich zufolge haben die „weichlichen“ und „gefühlsschwachen“ Liberalen Deutschland dem Nationalsozialismus ausgeliefert (Christusmord, Freiburg 1978, S. 382).

Ähnliches findet heute in der Berliner Republik statt. Als die Regierung die NPD verbieten wollte, schmetterte dies 2003 das Bundesverfassungsgericht ab. Die denkbar abwegige Begründung: der Verfassungsschutz habe die NPD unterwandert! Faktisch kritisierten die Verfassungsrichter, daß die Verfassungsschützer ihre Arbeit getan hatten! Oder sollen sie sich aus der Zeitung informieren? Dank der Sorge des Verfassungsgerichts um die „Bürgerrechte“ der Todfeinde der Verfassung, tanzt die NPD unangreifbar dem Rechtsstaat auf der Nase herum.

In den USA setzte sich der Supreme Court für die „Bürgerrechte“ der Guantanamo-Häftlinge ein. Mittlerweile sind die ersten, die freigelassen wurden, wieder fleißig dabei, amerikanische Bürger zu ermorden.

Die linksliberalen Meinungsmacher tun alles, um Europa zu unterminieren:

Politiken aus Kopenhagen ging 2007 wie folgt auf die anhaltende Diskussion über eine verstärkte Terrorbekämpfung ein:

Wir verstärken die Nachrichtendienste, schränken die demokratischen Rechte ein und überzeugen die Moslems davon, daß sie unsere Feinde sind. Bislang haben wir diesen inneren Krieg gegen den Terrorismus ohne Terroristen geführt. Doch das ist nur eine Frage der Zeit. Machen wir so weiter, schaffen wir diese selbst.

Wenn wir uns gegen die Islamisierung Europas zur Wehr setzen, sind letztendlich wir selbst daran Schuld, wenn es zu Terroranschlägen kommt. Diese verquere Logik findet sich auch in einem Kommentar der Westdeutschen Zeitung:

Nun zeigt sich, daß auch [Bushs] liberaler Nachfolger Barack Obama den Sicherheitswahn seines Landes nicht zu bannen vermag. Wenn als Folge eines versuchten Attentats auf ein Passagierflugzeug ab sofort alle Flugreisenden aus arabischen Ländern mit besonderer Akribie kontrolliert werden, dann ist dies nichts anderes als eine von der US-Regierung verordnete Diskriminierung (…).Wenn das Racial Profiling nun seine Auferstehung feiert, dann ist dies nichts als ein Triumph der Terroristen, denen es mit ihren feigen Anschlägen um genau das geht: Argwohn und Haß zwischen den Kulturen zu säen; eine Atmosphäre der Angst zu schaffen, in der jeder unter Verdacht steht; schließlich die zentralen Werte und damit das ideelle Fundament des Westens zu unterhöhlen. Wir werden uns – unter bestimmten Voraussetzungen – mit Körperscannern an Flughäfen abfinden müssen, denn sie dienen der Sicherheit aller. Aber wir dürfen es uns nicht erlauben, im Namen der Sicherheit ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht zu stellen.

Genau dieses Vorgehen hat die israelische El Al zur sichersten Fluggesellschaft der Welt gemacht! Aber Logik und Vernunft anzumahnen ist ein hoffnungsloses Unterfangen, weil die Unterhaltungsindustrie, etwa die Lindenstraße und wirklich alle anderen Sendungen, der Bevölkerung tag ein tagaus die richtige, d.h. „liberale“ und sozialdemokratische, Gesinnung eintrichtert. Ein vernünftiges Wort – und man wird angestarrt, als käme man vom Mars!

Systematisch haben die Linken über 40 Jahre hinweg jenen Acker bestellt, von dem sie leben: die Hilflosigkeit der Massen. Sollten die infolge sozialistischer „Wohltaten“ von der Arbeitsdemokratie entfremdeten Massen aus Angst vor der Freiheit erneut der Linken folgen, die diese Freiheitsangst weiter verankert, zeichnet sich eine unaufhaltsame Abwärtsspirale ab.

Nie wurde funktioneller plakatiert als in den 1950er Jahren von Adenauer: „Alle Wege des Sozialismus führen nach Moskau!“

„Moskau“ liegt mittlerweile im Zentrum Saharasias. Genauso wie die „freiheitliche“ Linke Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre von einer aussichtslosen Lage sprach, in der sich die USA in Indochina angeblich hineinmanövriert hätten, – obwohl es Nordvietnam „und“ der Vietkong waren, die langsam alle Hoffnung fahren ließen, – wird uns heute teilweise von den gleichen Leuten eingehämmert, die Lage im Nahen Osten sei ausweglos. Damals kapitulierte der von der Linken moralisch ausgehöhlte Westen vor dem Roten Faschismus, heute sollen wir uns den Islamo-Faschisten beugen.

Wie sehr sich die „liberalen“ Eliten und sogenannten „Intellektuellen“ nach einem neuen Holocaust sehnen, erkennt man allein schon daran, wie sehr sie einerseits ständig Israel in Stürmer-Manier angreifen und andererseits jüdische „Onkel Toms“ bzw. Kapos anhimmeln.

Will man sich eine mögliche, wenn nicht wahrscheinliche Zukunft Deutschlands anschauen, blicke man nach Malaysia.

Vor fünfzehn Jahren wurde berichtet, ein islamischer Religionslehrer (27) aus Kuala Lumpur (Malaysia) habe seine jüngere Schwester (16) brutal zu Tode geprügelt. Grund: Sie war zu spät aus der Schule nach Hause gekommen. Schon in der Vergangenheit soll er sie öfter geschlagen haben – um ihr „Disziplin“ beizubringen.

Der schiere Irrsinn ist, daß diese für die islamische Welt typische Meldung ebenso gut aus Deutschland stammen könnte! Wenige Tage zuvor vorher hatte hier in Deutschland ein türkischer Religionslehrer eine ganze türkische Familie erschossen, weil er deren Tochter nicht zur Zweitfrau nehmen durfte.

Zu dieser Zeit mußte ich mir bei einer der täglichen Talkshows von einer tiefverschleierten Muslima anhören, im Islam seien die Geschlechter gleichberechtigt – nachdem sie gerade bekannt hatte, daß sie natürlich abends nicht alleine das Haus verlassen dürfe.

Aber diese Leute haben natürlich alle den Islam nicht verstanden!

Der Islam ist wie eine ansteckende Geisteskrankheit, die sich ausbreitet. Massenhysterie. Im eigenen Haus sind es die Frauen, die auf bestialische Weise erniedrigt und gequält werden, im öffentlichen Raum sind es die drei Hauptfeinde der Moslems: die Juden (da diese dünn gesät sind, deren „Stellvertreter“), danach die Christen und natürlich die Schwulen.

2003 ermahnte der damalige langjährige Premierminister von Malaysia, Mahathir Mohamed, bei seiner Eröffnungsrede des Gipfeltreffens der islamischen Länder (Organisation of Islamic Conference, OIC) die Moslems dieser Welt: im „antizionistischen“ Kampf sollten sie sich an den Juden selbst orientieren, die 2000 Jahre voller Pogrome überlebt hätten, indem sie nicht zurückschlugen, sondern nachdachten. Die Juden würden, so Dr. Mahathir, „die Welt durch Stellvertreter regieren“ und andere für sich kämpfen und sterben lassen.

Genauso wie Mahathir haben die Nazis gedacht: sie haben das (heute in der moslemischen Welt äußerst populäre) Machwerk Die Protokolle der Weisen von Zion ernst genommen.

Apropos Nazi-Abschaum: die Nazis von heute sind jene Linken, die sich seit „dem 11. September“ den gleichen antisemitischen und antiamerikanischen Verschwörungstheorien hingeben, wie die Jünger Mohammeds. Vollends pathologisch und schlichtweg reif für die Klapsmühle sind jene, die von „Chemtrails“ stammeln, mit denen die „Illuminati“ (also die Juden) die Welt vergasen wollen.

Genau wie bei den Nazis kommt bei den Moslems und Linken nach dem Judenhaß (wenn auch mit einigem Abstand) der Christenhaß. In Kuala Lumpur wurden Brandanschläge auf chirstliche Kirchen verübt. Ein Gericht hatte einer katholischen Zeitung erlaubt, den christlichen Gott wie im moslemischen Kulturkreis üblich als „Allah“ zu bezeichnen. Für radikale Moslems ist das eine Beleidigung. Eine Entweihung des heiligen Namens durch unreine Schweinefleischfresser und Götzenanbeter.

Eine der erfreulichen Entwicklungen der letzten Jahre in Deutschland war, daß sich Politiker offen zu ihrer Homosexualität bekennen können, ohne negative Folgen für ihre politische Karriere. Man kann Außenminister werden, eine Landesregierung führen. Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, weil das die ultimative Normalisierung ist. Kaum eine Menschengruppe mußte so viel leiden – wegen nichts und wieder nichts. Jetzt sind sie endlich frei!

Im Alltag erfahren Schwule bereits, das diese Freiheit kaum von Dauer sein wird. Sie wissen ganz genau vor welcher wachsenden Bevölkerungsgruppe sie sich in acht nehmen müssen. Es ist unausdenkbar, wenn der Islam eines Tages dieses Land zu bestimmen anfängt!

In Malaysia ließ Mahathir seinen ehemaligen Stellvertreter Anwar Ibrahim mit dem Vorwurf, eine homosexuelle Verbindung zu seinem Chauffeur zu unterhalten, zu einer neunjährigen Gefängnisstrafe verurteilen.

Genauso wird die Zukunft Deutschlands aussehen: das Land wir von allen „jüdischen“, christlichen und „entarteten“ „Elementen“ gereinigt werden.

Der Focus hat zu Malaysia einen beängstigenden Artikel veröffentlicht. Ein Abgeordneter der bedrängten chinesischen Minderheit zur Islamisierung Malaysias: „Das ist ein gefährlicher Trend, den wir wohl nie wieder umkehren können.“

Man bedenke dabei, daß der Islam in dieser Region von jeher als „gemäßigt“ galt. Genauso wie ja auch der türkische Islam „gemäßigt“ ist…

reichbrand

Hitler und die Orgonomie (Teil 2)

15. August 2014

Ich bin immer wieder verblüfft, wie sehr doch die modernen Kämpfer gegen die „Illuminati“, die „Bilderberger“, die „Neue Weltordnung“, die „Globalisierung“ und das „faschistische Regime“ in der Ukraine imgrunde nichts weiter sind als Hitleristen. Insbesondere, wenn sie mich auf Die Protokolle der Weisen von Zion verweisen. Das ist mir in letzter Zeit wiederholt passiert: gruselig ohne Ende!

In Die Massenpsychologie des Faschismus beschreibt Reich, wie die Nationalsozialisten „links geredet“ und „rechts gehandelt“ haben. Die verbindende Klammer war der Antisemitismus. Heute sprechen die (National-) Sozialisten wieder vom Gegensatz „national“ und „asozial“.

In der Rheinischen Post verglich 2005 der Historiker Michael Wolffsohn die damalige Kapitalismuskritik des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering mit der antijüdischen Hetze Hitlers. Wieder einmal würde eine Bevölkerungsgruppe mit Tieren gleichgesetzt, die wie eine „Plage“ das deutsche Volk ausplündere und deshalb „vernichtet und ausgerottet“ werden müsse. Heute nennt man sie „Heuschrecken“, damals waren die Bezeichnungen für das „Ungeziefer“ noch abstoßender.

(Wie in Die Nomenklatura der „Markwirtschaft“ erwähnt, ist der heutigen Kapitalismuskritik in einer Hinsicht beizupflichten: die Kapitalströme werden weltweit von einer quasi „kommunistischen“ Planwirtschaft bestimmt [„Geldmengensteuerung“]. Die Weltwirtschaft krankt an einer Art zerstörerischer Krebsschrumpfungsbiopathie. Für diesen Systemfehler aber einzelne Kapitalisten moralisch verantwortlich zu machen, ist niederträchtige Hetze. Siehe dazu auch Reichs entsprechende Ausführungen im Marx-Kapitel von Menschen im Staat.)

Liest man in Reichs Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie (1934-1938) die Darstellungen über die Lage im Reich, tut sich eine Kluft auf gegenüber dem Bild, das neuere Historiker über eine Art „Nazi-Wirtschaftswunder“ und einen „Nazi-Sozialstaat“ zeichnen.

Die Wirtschaftshistoriker Andrea Wagner vom Department für Volkswirtschaft der LMU und Jörg Baten von der Universität Tübingen haben festgestellt, daß in der Tat der Lebensstandard unter den Nationalsozialisten nicht etwa anwuchs, sondern ganz im Gegenteil sank. Dabei orientieren sie sich nicht am Bruttoinlandsprodukt, das (vor allem wegen steigender Militärausgaben) tatsächlich anstieg, sondern an arbeitdemokratischen Indikatoren. Während in den übrigen europäischen Ländern die Körpergröße weiter zunahm, stagnierte sie unter den Nationalsozialisten. Entsprechendes galt für die Lebenserwartung. Besonders bei Kindern zwischen 5 und 15 stieg die Sterbensrate drastisch an. Die gesundheitliche Vorbeugung wurde vernachlässigt, z.B. Impfprogramme. Entsprechend nahm die Diphtherie drastisch zu. Die Lebensmittelqualität verringerte sich, die Ernährungslage verschlechterte sich. Ganz allgemein führte der verordnete Preisstopp zu Qualitätsverschlechterung der Konsumgüter, denn genausowenig wie später die Kommunisten in der „DDR“ konnten die Nationalsozialisten die Gesetze der Ökonomie außer Kraft setzen.

Der Hauptgrund für die wirtschaftliche Verwüstung Deutschlands war darin zu suchen, daß die Nationalsozialisten, also die „Globalisierungsgegner“ von damals, sich von der Weltwirtschaft abkoppelten. (Ein funktionierender globaler Kapitalismus macht Kriege so gut wie unmöglich. Hitler hat Deutschland ins Unglück geführt, weil er es „national-sozialistisch“ vom weltweiten ökonomischen Prozeß entkoppelt hat.)

Hitler fand nicht deshalb Zustimmung im deutschen Volk, weil es diesem materiell besser ging, wie uns Götz Aly in seinem sehr erfolgreichen Buch Hitlers Volksstaat weismachen will. Aly hat aber zumindest in einer Beziehung Recht: das wirtschaftlich bankrotte Regime war auf Expansion angelegt und hätte ohne Krieg, d.h. die Ausbeutung eroberter Gebiete, gar nicht weiterexistieren können.

Hitler konnte deshalb die Massen hinter sich scharen, weil, wie Reich in Die Massenpsychologie des Faschismus (Fischer TB, TB, S. 53) ausführt, „seine persönliche Anschauung, seine Ideologie oder sein Programm an die durchschnittliche Struktur einer breiten Schicht von Massenindividuen anklingt“. Es sei, so Reich, die Frage, „welcher historischen und soziologischen Situation diese Massenstrukturen ihr Entstehen verdanken“. Es sei also eine Frage der Massenpsychologie.

Nur dann, wenn die Struktur einer Führerpersönlichkeit mit massenindividuellen Strukturen breiter Kreise zusammenklingt, kann ein „Führer“ Geschichte machen. Und ob er endgültig Geschichte macht oder nur vorübergehend, hängt einzig und allein davon ab, ob sein Programm in der Richtung des fortschreitenden gesellschaftlichen Prozesses liegt oder sich dagegen anstemmt.

Obwohl Hitler nichts weiter als ein schlechter Witz war, ein eitriger Wurmfortsatz der Geschichte, wurde er auf eine derartig groteske Weise dämonisiert und tabuisiert, daß er geradezu als „Genie des Bösen“ erscheint und neuerdings zu befürchten ist, daß das „…des Bösen“ unversehens wegfällt. Deshalb:

Die „Machtübernahme“ war ein sinnleere Schmierenkomödie, da die NSDAP schon längst ihren Zenit der Popularität überschritten hatte und Hitler am Verzweifeln war. Das „Dritte Reich“ war Chaos pur, das nur von der guteingespielten Bürokratie der Weimarer Republik und später von der Reichswehr bzw. „Wehrmacht“ zusammengehalten wurde. Hitler selbst (sozusagen der „Obama“ seiner Zeit) war ein arbeitsscheuer, willensschwacher und hypochondrischer Bohemien, der sich um nichts kümmerte. Die anfänglichen außenpolitischen und militärischen Erfolge gehen auf die Dekadenz des „liberalen“ Westens zurück. Als Hitler sich schließlich zum Feldherrn aufschwang, besiegelte das den Untergang des Deutschen Reiches.

Er war wie ein Landstreicher, der unvermittelt auf einer Gartenpartie von blasierten Millionären auftaucht. Er hat die moralisch bankrotte „Elite“ des alten Europa demaskiert.

Auf deutschen Straßen grölen enthemmte Massen antijüdische („antizionistische“) Parolen. Hitlers Traum wird wahr. Am Ende seines Lebens bedauerte Hitler, daß er nicht, da doch „die islamische Welt in Erwartung unserer Siege bebte“, die Völker Ägyptens, des Irak und des ganzen Nahen Ostens in ihren antikolonialistischen Befreiungsbestrebungen unterstützt habe (Robert Wistrich: Der antisemitische Wahn, Ismaning 1987, S. 114f).

Der Historiker Karlheinz Weißmann führt aus, daß Hitler glaubte, seine Ideologie könnte eines Tages in Deutschland auferstehen und daß sich die Länder der „Dritten Welt“ erheben würden. Tatsächlich haben dort, so Weißmann, Elemente des National-Sozialismus überlebt. Teilweise gäbe es sogar eine direkte Kontinuität – „etwa bei Nasser, der aus der Bewegung der ägyptischen Silvershirts kam oder bei den großsyrischen Nationalsozialisten, die in der heutigen Baath-Partei aufgegangen sind“ (Karlheinz Weißmann: Der Nationale Sozialismus, München 1998, S. 337).

Die heutige Weltlage kann man auf „1968“ zurückverfolgen, als eine kleine Gruppe von studentischen Krypto-Nationalsozialisten (a la Horst Mahler) und Neo-Stalinisten eine größere Gruppe von „Anti-Autoritären“ dominierten und die wiederum eine ganze Generation. Bis heute ist die Höllenbrut von „1968“ und ihre Kinder aktiv dabei, Hitlers Werk zu vollenden. „Boykottiert Israel!“ Damit schließen sie sich lückenlos in die islamische Einheitsfront gegen die Juden ein.

Man nehme eine beliebige Verpackung aus dem Küchenschrank, auf der die Produktinformationen in allen möglichen Sprachen angegeben werden. Man wird nie die hebräische Schrift und Israels Flagge finden. Rücksicht auf die islamische Welt! 70 Jahre nach dem Holocaust wird der nächste Ausrottungsversuch systematisch eingeleitet.

Weltweit wurde gegen „Vietnam“ demonstriert. Mit Erfolg: die Amerikaner räumten dem Roten Faschismus das Feld. Daraufhin fühlten sich Moskau ermutigt, in Afghanistan einzumarschieren und damit die Endphase der Weltrevolution einzuleiten. Sie scheiterten am Islamismus (Schwarzer Faschismus). Ohne die „Afghanen“, d.h. Araber, die im afghanischen Befreiungskampf gegen die UdSSR gekämpft haben, wäre der gegenwärtige islamische Terror undenkbar.

Für den 11. September, den 11. März und Lage im Irak sind letztendlich jene verantwortlich, die vor vier Jahrzehnten mit „Ho Ho Ho Chi-minh“ durch die Straßen zogen und in Berlin gegen den Schah protestierten: ausgerechnet gegen den Schah!

Der Schah war ein entscheidendes Bollwerk sowohl gegen die Expansionsgelüste des Roten Faschismus als auch gegen den Islamismus. Seine Ehen mit Soraya und Farah Diba waren ein Fanal gegen Saharasia. Man stelle sich so etwas in der heutigen arabischen Welt vor! Das, was damals in der Regenbogenpresse über das Paar und die verschwenderischen Luxus am Hofe berichtet wurde, hatte unendlich mehr sexualökonomische Relevanz als alle damaligen pseudo-Reichianischen Ergüsse, „Kinderläden“ und Kommunen! Siehe Ökonomie und Sexualökonomie.

Wie von den Anti-Schah-Protesten heiß ersehnt, wurden Farah Diba und der Schah weggeputscht – und das finstere Mittelalter hielt Einzug. Die persische Nation, die auf dem Sprung stand, sich aus den Fängen Saharasias zu emanzipieren, wurde tiefer in die Jauche Saharasias gestoßen als jemals zuvor… Die Kinder Hitlers haben ein Regime an die Macht gebracht, von dem man mit Peitschenhieben und ruinösen Geldstrafen belangt wird, nur weil man beispielsweise im Park mit Frauen herumalbert. Oder es wird Haftbefehl gegen eine Schauspielerin und einen Regisseur erlassen, weil sie ihn zum Schluß eines Filmfestivals auf die Wange geküßt hat. Fundamentalisten demonstrieren am Ort des schockierenden Vorfalls. Oder man denke an die juristischen Folgen eines albernen Musikvideos!

Genauso wie einst im Ostblock wollen die normalen Menschen im Iran nichts mit diesem Regime zu tun haben. Bereits vor Jahren hat die iranische Dissidentin Farideh Tehrani, eine damals 27jährige Doktorandin in Teheran, darauf hingewiesen, daß die Iraner verwundert sind, wie sehr sich doch ihre Wirklichkeit von dem beschönigenden Bild in den westlichen Medien unterscheidet:

Hört auf uns: wir wollen genausowenig in einer islamischen Republik leben, wie die Ungarn, Tschechen oder Polen unter einer kommunistischen Diktatur leben wollten.

Die „ausgewogenen“ Journalisten verhalten sich gegenüber dem Iran exakt genauso wie einst gegenüber der Sowjetunion und dem Ostblock: sie sind strukturelle Verräter, modern liberals. Genau die gleichen Leute und Gruppen, die einst „aufklärerisch“ gegen den Antikommunismus wetterten, agitieren nun gegen das „Feindbild Islam“. Es waren und sind Todfeinde der Freiheit und des Lebens. Siehe dazu die Ausführungen in Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Wir stehen unmittelbar davor, daß uns die Islamofaschisten in einem „Gleichgewicht des Schreckens“ mit Atomwaffen genauso erpressen können, wie einst die Kommunisten. Und genauso wie einst unterstützt die „gemäßigte Linke“ (ein Widerspruch in sich selbst!) die organisierte und schwerbewaffnete Emotionelle Pest.

Genauso wie die Kommunisten sind die Moslems nicht daran interessiert, etwas zu schaffen, sondern nur daran, das Alte („die Herrschaft der Götzen“) zu zerstören. Wo immer sich der Islam verbreitet hat, kam es nach einer anfänglichen Scheinblüte, d.h. dem sinnlosen Verpulvern des in der vorislamischen Zeit angehäuften Kapitals, zu einer alles erstickenden allumfassenden Depression. Heute spielt die islamische Welt im allgemeinen und Arabien im besonderen wirtschaftlich und kulturell keinerlei Rolle – gäbe es nicht das Rohöl, das der Westen erschlossen und dann irrwitzigerweise den Führern der islamischen Räuberbanden überlassen hat. Genauso wie einst die Kommunisten überleben sie nur durch Diebstahl, brutale Gewalt, Einschüchterung, Terror, Betrug und Lüge. Das einzige, was sie an der westlichen Technologie interessiert, sind Waffen.

Aber wer so etwas sagt, ist in dieser Republik der Irren „Nazi!“.

Warum etablieren die Roten Faschisten in Europa eine schwarz-faschistische Kultur?

15. November 2013

Warum sorgen die Kommunisten in Deutschland („Sozialdemokraten“ und sogenannte „Grüne“), Frankreich, England, den skandinavischen Ländern, etc. dafür, daß sich immer mehr Türken, Araber, Nordafrikaner in Europa niederlassen, deren Lebenseinstellung extrem konservativ ist und deren Feindbilder Neger, Schwule und Kommunisten sind. Wenn irgendwo „Nazigesinnung“, einschließlich Antisemitismus und „Antifeminismus“, zu finden ist, dann dort!

Was überführt den naturgegebenen antagonistischen Gegensatz, in den derartig widernatürlichen einfachen Gegensatz?

linksrechtswiderspruch

  1. Der Linke identifiziert sich mit dem Underdog, insbesondere den „kleinen braunhäutigen Opfern des Kolonialismus“. Das ist nur mit dem Ödipus-Komplex zu erklären. Während der Rechte, beispielsweise so gut wie alle Türken, seinen Ödipus-Komplex dadurch verarbeitet, indem er sich mit dem Vater auf einer erwachsenen Ebene auseinandersetzt, d.h. mit ihm in Augenhöhe in Konkurrenz tritt, bleibt der Linke das ewige rebellische Kind, daß „gegen die da oben“ protestiert und sich mit anderen vermeintlichen Opfern des Establishments solidarisiert.
  2. Der Linke ist von seinem bioenergetischen Kern vollständig abgeschlossen und lebt ausschließlich in der sozialen Fassade und in seiner destruktiven mittleren Schicht. Das äußert sich u.a. in seiner Naturferne. Der moderne „Ökologismus“ ist nur eine Möglichkeit den Kapitalismus (den Vater!) zu untergraben und sich mit der „ausgebeuteten Kreatur“ zu solidarisieren, ist also ausschließlich eine Funktion der sozialen Fassade und der destruktiven mittleren Schicht. Kaum wird es konkret, d.h. betrifft das soziale Leben und damit den eigenen bioenergetischen Kern, ist sofort von „Biologismus“, „Rassismus“, etc. die Rede! In vieler Hinsicht verbindet dieser Punkt den Linken mit dem „Südländer“, der ebenfalls ein gebrochenes Verhältnis zur Natur hat. Zwar sieht er die naturgegebenen Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen, doch wer ist schon einmal einem Südländer im deutschen Wald begegnet? Beide leben in einer emotionalen Wüste, sind in DOR und ORANUR verliebt und haben eine tiefsitzende Aversion gegen OR.
  3. Der rote Faschist und der schwarze Faschist haben einen gemeinsamen Todfeind. Diese Todfeindschaft überstrahlt zeitweise alle Gegensätze zwischen diesen beiden Parteien und macht aus ihnen eine Partei. Dieser Todfeind ist die freie Marktwirtschaft (der Kapitalismus), die westliche Freiheit und Demokratie. Der Linke haßt sie, weil er gegen den Vater, den „Kapitalisten“, rebelliert und alles ablehnt, was aus dem bioenergetischen Kern kommt, also auch nur ansatzweise an die Arbeitsdemokratie erinnert. Der südländische Rechte haßt Kapitalismus und Freiheit, weil sie die (sexuelle) „Unmoral“ fördern und traditionelle Autoritären unterminieren. Beide, rote und schwarze Faschisten, können das Lebendige nicht ertragen und tun alles, um es zu strangulieren und zu vernichten.