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Ist die Orgonomie prüde? (Teil 3)

13. Juni 2025

Der bioenergetische Kern des Lebens und dessen kosmischer Bedeutung ist die Orgasmusfunktion, d.h. die unwillkürliche Konvulsion des gesamten lebenden Organismus bei der beiderseitigen bioenergetischen Entladung während der genitalen Umarmung von Mann und Frau. (Christusmord, Freiburg 1978, S. 69)

Dies ist der Kern von all dem, wofür der Name „Wilhelm Reich“ steht. Ein Wissenschaftler, der nach eigenem Bekunden nur eine einzige Entdeckung gemacht hat: die Funktion der orgastischen Plasmazuckung (Äther, Gott und Teufel, S. 3). Jeder, der den Namen „Wilhelm Reich“ in einem anderen Sinne benutzt, wie es sogenannte „Reichianer“ tun… „Orgonomie“ ohne Orgasmutheorie ist wie ein Dampfkessel ohne Ventil. Sie ist schlimmer als alle bisherigen Formen des Faschismus.

Auf die kürzeste Formel gebracht lautet die Reichsche Orgasmustheorie (Scienza Orgonomica, Vol. I, No. 1):

Die Energie der Neurose (EN) entstammt der Differenz aus prägenitaler Energieanhäufung (EA) und genitaler Energieentladung (EE), so daß wir beim Gesunden haben:

Dies ist Ur- und Ausgangspunkt und die Grundlage der Orgonomie ohne alle Qualifikationen und Abstriche. Man kann über alles diskutieren, aber mit dem Infragestellen dieser einen Formel verläßt man die Orgonomie, so daß jede Diskussion innerhalb der Orgonomie absolut sinnlos ist. Wenn diese Formel nicht stimmt, wäre die gesamte Orgonomie null und nichtig.

Ursprünglich wollte Reich der Vegetotherapie die Bezeichnung „Orgasmotherapie“ geben, hat dies aber aus naheliegenden Gründen unterlassen. Auch die Orgonomie als Ganzes ist imgrunde nichts anderes als „Orgasmologie“. Leider kann man auch dies kaum öffentlich vertreten, ohne schwersten Mißverständnissen ausgesetzt zu sein. Aber andererseits wurde die Orgonomie auf pestilent verzerrte Weise ohnehin schon von je her so aufgefaßt, wie z.B. folgender Satz aus Psychologie heute (Aug. 1987) anläßlich der neuen Prüderie in den USA zeigt:

Auch in den sechziger Jahren, vor dem Eintritt der USA in den Vietnamkrieg, kämpften Politiker und Medien gegen eine angeblich steigende Promiskuität und Prostitution, die „Amerika in eine gigantische Reichsche Orgon-Box verwandelt“ hätten (so das Time-Magazine 1964).

Freiheit und sexuelle Gesundheit sind in der Orgonomie austauschbare Begriffe. Wenn sie für vollkommene sexuelle Freiheit eintritt, ist dies identisch mit der Einschränkung von „perverser ‚Freiheit’“. So steht die Orgonomie in einer unhaltbaren Stellung zwischen Zwangsmoralisten und Freiheitskrämern. Ausgerechnet diese „Orgasmologie“ fordert dazu auf, „mit allen Mitteln“ zu versuchen, „die pornographische Flut einer Epidemie permissiver Fickerei einzudämmen“ (Christusmord, S. 183). Denn es gäbe, so Reich,

kaum einen Zweifel, daß eine (…) Periode permissiver Fickerei(…), jede Spur einer menschlichen Existenz auslöschen würde, ohne auch nur etwas Glück und Befreiung zu bringen. (ebd. S. 184)

Natürliche Liebe, die sich in tote Genitalien ergießt, wird zu Haß und stumpfen Mord am sozialen Dasein. (S. 186)

In der Zwischenzeit hat Viagra impotenten Männern „kalte“ Erektionen beschert. Neue Medikamente sollen nun Männern mit Ejaculatio praecox helfen, ihren „Orgasmus“ länger hinauszuzögern.

Honda stellte 2003 den ersten Sexroboter der Welt vor. „Asimo“ imitiere die Bewegungen beim Akt naturgetreu. „Der Roboter erledigt das Vorspiel, zu dem die gestreßten Paare von heute nicht mehr kommen“, erklärt Projektleiter Dr. Naidu.

Anfang der 1920er Jahre setzte sich Reich über das Tabu seiner psychoanalytischen Kollegen hinweg, mit dem das aktuelle Sexualleben des Patienten belegt war. Reich gab sich nicht mehr mit der bloßen Aussage des Patienten zufrieden, er habe Verkehr gehabt, sondern er ergründete, wie genau und mit welchen Gefühlen dieser Verkehr vonstatten ging. Was sich ihm unter der Oberfläche bürgerlicher Normalität darbot, war die Spaltung zwischen der „schmutzigen“ Welt des Bordells einerseits und dem Krampf ehelicher „Pflichterfüllung“ andererseits.

In der „Sexuellen Revolution“ hat sich nicht mehr ereignet, als daß sich das Bordell ausgeweitet und sich mit dem „Geist“ ausgesöhnt hat. Die kalte Praxis des vorgeblich ältesten Gewerbes verbindet sich mit der „Liebe“, Sadismus und Mystizismus fließen wieder in eins. Zur Illustration diene folgender Text aus einer Werbeanzeige für Bild der Frau 1991:

Von A wie Autoerotik bis Z wie Zärtlichkeit: Das intime Wörterbuch der Frau z.B. ANAL SEX: Im Film „Der letzte Tango von Paris“ nahm Marlon Brando dafür Butter. Heute empfehlen Experten andere Gleitmittel, z.B. Babyöl und außerdem besonders strapazierfähige (reißfeste) Kondome. Denn seit Aids ist diese Praktik des Sexualverkehrs mehr denn je ins Gerede gekommen, weil sie wegen der möglichen Übertragung des Aidsvirus am gefährlichsten ist. (…) AYURVEDA: Eine altindische Heilslehre, die im menschlich-sexuellen Verhalten den Schlüssel für Wohlbefinden oder für Krankheit sieht. Basis der Gesundheit ist demnach der menschliche Samen, der den Körper von Männern und Frauen mir Lebenskraft versorgt und gegen jede Krankheit immun macht.

Die schon von Reich beklagte „allgemeine Yogakultur“ obsiegt, der Geist regiert die Maschine Körper und „Sex findet nur im Kopf statt“. Kurz, der „Freie Wille“ triumphiert über die Natur. Hingabe an sie ist nicht mehr nötig. „Orgasmus – Nur auf diese eine Weise?“ fragt die Sexexpertin von Bild am Sonntag (6.12.87). Nein, man kann die Natur überlisten und nach Bedarf „Orgasmen“ aus ihr herauskitzeln:

Ein normaler Höhepunkt – was ist das eigentlich? Unzählige Frauen und Männer meinen, daß ein Höhepunkt, der beim Liebesakt allein durch die Penisbewegung und ohne zusätzliche manuelle Reizung zustande kommt, normal ist. Frauen, denen dieses Kunststück nicht gelingt, bezeichnet die Sexualwissenschaft kurzerhand als „koital anorgastisch“. Brr, wie das schon klingt (…) Der naive Rückschluß, als koital anorgastische Frau nicht normal zu sein, liegt nahe. Was für ein widersprüchlicher Wahnsinn! Laut Statistik haben 70 Prozent aller Frauen Schwierigkeiten, ohne manuelle Reizung beim Liebesakt einen Höhepunkt zu erreichen. Wenn also die statistische Mehrzahl der Frauen bei der körperlichen Vereinigung ohne zusätzliche Stimulation mit der Hand nicht zum Orgasmus kommt, dann ist dieses Unvermögen die Norm; der Orgasmus beim Geschlechtsakt „ohne“ die Ausnahme. Ich kann mir aber gut vorstellen, daß es eine Frau nur wenig tröstet zu wissen, daß sie mit diesem Problem nicht allein ist. Schließlich zeigen die Männer ziemlich unverhohlen ihre Enttäuschung über das vermeintliche Versagen der Partnerin; oder aber sie lasten ihrem Liebesorgan die Schuld dafür an – selbst dann, wenn das männliche Liebesorgan an Potenz und Größe nichts zu wünschen übrig läßt. Wenn also eine Frau während einer Umarmung ohne manuelle Reizung keinen Höhepunkt erlebt, handelt es sich nicht um eine sexuelle Abweichung, sondern höchstens um eine Abweichung von den männlichen Vorstellungen weiblicher Normalität. Dennoch lassen sich Frauen immer wieder zu einer Lüge aus Liebe hinreißen und tun so, als kämen sie tatsächlich allein durch das Hin und Her seines guten und gewiß sehr willigen Stückes zum Orgasmus. Was alles noch schlimmer macht: Viele Männer lehnen es aus Phallus-Ängsten ab, beim Liebesakt ihre Finger zu Hilfe zu nehmen, um der Partnerin den letzten Schub zum Orgasmus zu ermöglichen. Was tun? Wir Frauen müssen unseren Männern dies klarmachen: Ein Orgasmus ist nicht minderwertiger, nur weil er durch ein geschicktes mechanisches Verfahren ausgelöst wurde! Wie oft ist ein ohne Gefühl gebrauchter Penis mehr Werkzeug, ja sogar Waffe als helfende Finger oder Lippen, die die gemeinsame sinnliche Erregung nur vollenden.

Die Frau hat sich, da Hingabe verpönt ist, mit starken Juckreizen zu begnügen, die das Gegenteil von Lust, nämlich unterschwellige Schmerzempfindungen sind.

Ein Orgasmus ist mehr und grundsätzlich verschieden von einem starken Jucken. (Christusmord, S. 79)

Der Drang zu ständiger Wiederholung des Schmerzes, den man ansonsten ja fliehen würde, vermittelt sogar die Illusion von Lust. Das natürliche genitale Gefühl ist verlorengegangen und „durch trockene, leere, frustrierende Pornographie ersetzt (…), die verzweifelt nach dem verlorenen Paradies drängt“ (ebd. S. 300). Die sexuelle Spannung sucht verkrampft nach Entspannung, so daß zwangsläufig schließlich der Tod als „letzter Ausweg“ mit Libido besetzt wird. Unsere ganze „erotische Kultur“, insbesondere in der neueren erotischen Literatur von Frauen für Frauen wird immer sadistischer, immer „schwärzer“, immer „spitzer“, genauso wie das Outfit der sexuell selbstbewußten Frau.

Auch der Zwillingsbruder des Sadismus, der Mystizismus, verspricht die ultimative Lösung der Spannung: den befreiten Geist, der unberührt über dem Tohuwabohu unbefriedigter Triebe schwebt. Es bildet sich eine sexfeindliche Ideologie heraus, wie sie z.B. die amerikanische Psychologin Gabrielle Brown in The New Celibacy vertrat:

Eine wachsende Zahl gleichgesinnter Amerikaner meiden den Sex. So überdrüssig sind sie der erotischen Lustbarkeiten, die ihnen die sexuelle Revolution beschert hat, daß sie sich frohen Herzens nur noch einem hingeben: dem Zölibat. (…) Übersättigt und doch nicht zufriedengestellt von Spontanfick, Gruppensex und fliegendem Bettwechsel, suchen diese Befreiungsmüden jetzt ihr Heil in der Enthaltsamkeit.

So 1980 der Stern (Nr. 41) lange vor AIDS.

Die vorgebliche „Sexuelle Revolution“ endet dort, wo sie angefangen hat. Angewidert wendet sich der Geist wieder ab, ohne daß der bioenergetische Kern der Sache, die Funktion der genitalorgastischen Plasmazuckung des Gesamtkörpers in der Genitalen Umarmung, auch nur berührt worden ist. Das einzige Ergebnis der „Sexuellen Revolution“ ist nur, daß sie als erledigt abgehakt ist. Die weitaus meisten Menschen verstehen auch gar nicht, wovon hier eigentlich die Rede ist, da sie nicht nur orgastisch impotent sind, sondern darüber hinaus das Gefühl für ihren Kern unterhalb der orgastisch impotent machenden Panzerung verloren haben.

Diese Kontaktlosigkeit wird offensiv in der „Sexualerziehung“ verbreitet. Ohnehin paßt das intime Thema nicht in den Schulalltag. Schon gar nicht die politisch korrekte Indoktrination gegen die Genitalität; Stichwort „sexuelle Orientierung“. Zumal die Sexualerziehung in einem zunehmend antigenitalen sozialen Klima erfolgt, in der wohl Pornographie und alle Arten der Perversion toleriert werden, jedoch die Genitalität massiv unterdrückt wird.

In Amerika ist es so weit, daß jede Äußerung heterosexueller Gefühle in Schulen, jeder körperliche Kontakt zwischen Schülern, strengstens untersagt ist.

Anfang 2008 planten Tausende südafrikanische Teenager ein
landesweites „Massenküssen“. Sie wollten damit gegen ein neues Gesetz protestieren, das unter 16-Jährigen auch einvernehmliche sexuelle Aktivitäten verbietet – Küssen und Schmusen eingeschlossen.

Und in Deutschland:

Es ist das erste Date. Ein 14-jähriges Mädchen, frisch verliebt, lädt ihren 17-jährigen Freund ins Kino ein. Endlich können sich die Teenager unbeobachtet von den Eltern ihren Gefühlen hingeben. Freudig erregt sagt das Mädchen zu ihrem Freund, daß sie die Dunkelheit im Kinosaal zum Schmusen nutzen und ihn auch zum ersten Mal küssen und streicheln will. Der Junge überlegt nicht lange und stimmt diesem Wunsch zu, schließlich ist auch er verliebt – und bekommt den Kinobesuch geschenkt. Doch statt im siebten Liebeshimmel findet sich das 14-jährige Mädchen wenig später vor Gericht wieder. Sie ist wegen des sexuellen Mißbrauchs eines Jugendlichen angeklagt. Ihr droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Dieses Szenario spielt nicht in einem fernen Land, sondern könnte bald in Deutschland Realität werden. Das befürchten zumindest Oppositionspolitiker im Bundestag. Denn am Donnerstag soll das Parlament ein Gesetz beschließen, daß die Ausweitung des Sexualstrafrechts vorsieht. (Stern , 2007)

Das Gesetz der Großen Koalition wurde zum Glück Ende 2007 von der Legislative gestoppt, doch der Geist ist aus der Flasche. In den USA ist es bereits zu Anklagen gegen Kinder gekommen, die Nacktphotos von sich selbst ins Netz gestellt haben: sie hätten „Kinderpornographie“ verbreitet.

Ist die Orgonomie prüde? (Teil 2)

12. Juni 2025

Aus evolutionsbiologischer Sicht ist die gesellschaftliche Ablehnung von Homosexuellen rätselhaft, denn sie fallen ja als Konkurrenten beim Kampf um die Gunst des jeweils anderen Geschlechts aus und stellen auch keinerlei Belastung für die Gemeinschaft dar.

Entsprechend reagieren auch Genitale Charaktere auf Homosexualität: während der emotional („psychisch“) gesunde Mensch sich vor Pornographie ekelt, sind ihm Perversionen im allgemeinen und Homosexualität im besonderen vollkommen gleichgültig.

Demnach müßte Homophobie ein typisches Produkt von Panzerung sein. Und tatsächlich werden in dem erwähnten Artikel Forschungsergebnisse referiert, denen zufolge, genau wie Freud einst sagte, insbesondere jene homophob sind, die selbst homosexuelle Tendenzen in sich hegen. Beispielsweise reagierten bei einem entsprechenden Versuch homophobe Männer zu 54 % auf homoerotische Filme mit sexueller Erregung, während es bei (zumindest in dieser Hinsicht) psychisch gesunden Probanden nur 24 % waren.

Besonders interessant ist die Sache, wenn man sie von der soziopolitischen Charakterologie her betrachtet, wie sie von Elsworth F. Baker und Charles Konia beschrieben wird. Hier spielt das fehlgeleitete Ekelgefühl eine zentrale Rolle:

So fanden Psychologen der Cornell-Universität in Ithaca in Tests mit hundert Probanden heraus, daß Männer und Frauen mit größerer Tendenz, Ekel zu entwickeln, auch bei der Konfrontation mit homosexuellen Praktiken mehr Ekelreaktionen zeigen als für dieses Gefühl weniger empfängliche Versuchspersonen. Ekelgefühle waren bei konservativen Menschen grundsätzlich stärker ausgeprägt als bei politisch eher links stehenden, ergaben weitere Studien – was erklären könnte, weshalb in konservativen Kreisen die Ablehnung von Homosexualität größer ist.

Ekel ist per se nichts „Verwerfliches“ oder „Ungesundes“, sondern gehört zu unserer grundlegenden biologischen Ausstattung. Dieses Gefühl ist für das Überleben ähnlich wichtig wie die Angst. Aber genau wie bei der Angst bringt es die Panzerung, und die damit einhergehende Fehlsteuerung der organismischen Orgonenergie, mit sich, daß wir dieses überlebenswichtige Gefühl auch bei Dingen empfinden, wo es keinerlei rationale Funktion mehr erfüllt. Daß diese Fehlsteuerung bei Konservativen, die mehr „in ihren Gefühlen leben“, stärker ausgeprägt ist als bei eher „verkopften“ Linken ist naheliegend.

Genauso wie bei irrationalen Ängsten kann hier nur beharrliche Aufklärung weiterhelfen, um das Leben von Homosexuellen in unserer Gesellschaft langfristig erträglicher zu machen. Provokationen wie die typischen „Christopher Street Day-Paraden“ wirken hier eher kontraproduktiv. (Viele konservativ eingestellte Homosexuelle beklagen, daß ihre Gemeinschaft politisch instrumentalisiert wird und sie von Linken zynisch als „Bürgerschreck“ verheizt wird. Traditionell sind Homosexuelle Träger der Hochkultur, des guten Geschmacks und der „guten Sitten“!)

Zwar ist es löblich, daß Biologen sich in den Kampf gegen die Homophobie einreihen, aber wie das geschieht, ist mehr als fragwürdig. Nicht etwa anhand der Funktion des Orgasmus, sondern ausgerechnet anhand einer Perversion überwinden sie ihre Fixierung auf den Reproduktionserfolg. Wie aus heiterem Himmel fällt ihnen urplötzlich ein, daß Sexualität noch andere Funktionen hat als den bloßen Austausch von Genmaterial.

In Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht habe ich mich zur Genüge mit dem Unsinn befaßt, den eine in dieser Hinsicht vollkommen politisierte Biologie in den letzten Jahren verzapft hat. Hier nur folgendes zur Ergänzung:

Der Neuroethologe Donald Edwards (Georgia State University, Atlanta) hat „Pseudo-Geschlechtsverkehr“ zwischen Flußkrebs-Männchen untersucht. So etwas hatte man bisher nur bei Säugetieren, insbesondere Primaten beobachten können. Von den 20 männlichen Flußkrebs-Paaren, die getestet wurden, versuchte bei 16 Paaren das eine Männchen das andere in die Rolle des Weibchens zu drängen. Bei 12 Paaren führte dies zu einer „Pseudo-Paarung“. Diese Tiere überlebten alle den Beobachtungszeitraum von 24 Stunden. Bei den restlichen 8 Paaren blieben die rivalisierenden Männchen aggressiv und die Hälfte der unterlegenen Männchen wurde vom jeweiligen Gegner sogar getötet, zerlegt und verspeist.

„Homosexualität“ bei Tieren ist also nichts weiter als eine Anpassung, um die innerartliche Gewalt zu regulieren. Der hier evident werdende Gegensatz von Aggression und Sexus unterstützt Reichs sexualökonomische Thesen.

Nun zur Pädophilie:

The Telegraph berichtete 2013 von einer Konferenz der University of Cambridge über die psychiatrische Klassifikation der diversen sexuellen „Spielarten“. Philip Tromovitch (Doshisha University, Japan) sagte: „Pädophile Interessen sind für Männer natürlich und normal. Zumindest eine beträchtliche Minderheit der normalen Männer hätte gerne Sex mit Kindern… Normale Männer fühlen sich von Kindern angeregt.”

Tom O’Carroll, ein Intensivtäter und langjähriger Kämpfer für die Legalisierung von Sex mit Kindern war anwesend und kommentierte später auf seinem Blog: „Wunderbar! Es waren einmalige Tage, an denen ich mich relativ beliebt fühlte!“

Es gäbe, so The Telegraph, in Teilen des akademischen Establishments das Bestreben, die Grenzen dessen, was an „Kindersex“ akzeptabel sei, immer weiter auszuweiten. Hier werde ein Diskurs wieder aufgegriffen, der in den 1970ern und 80ern dominierte:

Mit der Pille, der Legalisierung von Homosexualität und abnehmenden Tabus gegenüber vorehelichem Sex waren die Siebziger die Zeit einer ziemlich plötzlichen sexuellen Emanzipation. Viele Liberale durchschauten natürlich die zynische Rhetorik von PIE [eine Pädophilen-Organisation] von wegen „Kinderbefreiung“. Aber für andere auf der linken Seite war Sex von oder mit Kindern nur eine weitere repressive Grenze, die geschleift werden mußte – und der akademische Bereich war einer der wichtigsten Unterstützer.

Aus Deutschland kennen wir das von der entarteten Kinderfickerpartei, die Grünen! Wenn sie nur könnten, wie sie wollten, d.h. wenn das hinderliche gesunde Volksempfinden selbst in der eigenen ansonsten maximal degenerierten Klientel nicht wäre…

Die Demokraten im U.S. Congress kämpfen für die Bürgerrechte: alle möglichen Gruppen sollen vor „Hate Crimes“ geschützt werden, etwa Stadtstreicher und alle denkbaren ethnischen und sexuellen Minderheiten. Tatsächlich sollen alle gegenwärtig von der American Psychiatric Association aufgelisteten „Paraphilien“ so geschützt werden wie heute bereits die Homosexuellen. Es wäre nach dieser Gesetzgebung möglich, daß beispielsweise ein Exhibitionist nur eine Ordnungswidrigkeit begeht, während die Frau, vor der er sich entblößt hat und die in einem Anfall von Panik nach ihm getreten und ihn wüst beschimpft hat, in Zukunft ein Bundesgesetz bricht und dafür ins Zuchthaus kommen könnte.

Selbstverständlich werden in Zukunft auch Kinderficker geschützt werden.

Parallel sind seit Jahren Bemühungen innerhalb der American Psychiatric Association im Gange, das Werk zu vollenden, daß 1973 begann, als auf Druck der Schwulenbewegung die Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten gestrichen wurde.

2003 haben während des jährlichen Treffens der American Psychiatric Association in San Francisco Charles Moser und Peggy Kleinplatz dafür plädiert, „Paraphilien“ aus dem „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM-IV-TR) zu streichen. Dazu zählen sie ausdrücklich Sadomasochismus, Exhibitionismus, Fetischismus, Transvestismus, Voyeurismus und – Pädophilie! Die Situation der „Paraphilen“ heute würde jener der Homosexuellen Anfang der 70er Jahre entsprechen.

Dieser Aufruf zur „Emanzipation“ der Perversen ist nur folgerichtig, zumal die beiden bis zum heutigen Tag Psychiater darauf hinweisen, daß es keinerlei Kriterien dafür gibt, was gesunde Sexualität eigentlich ausmacht.

Ohne Reich steht die Psychiatrie vor der Wahl zwischen Relativismus und Moralismus.

In DNP – Der Neurologe & Psychiater (10/05) präsentiert der bekannte Sexologe Volkmar Sigusch so etwas wie eine Zusammenfassung seines 2005 erschienenen Buches Neosexualitäten (Frankfurt: Campus). Trotz seines notorischen Reich-Hasses lohnt sich ein Blick auf sein Resümee der sexuellen Revolution:

Das, was einst als Lust, Rausch und Ekstase ersehnt wurde, wird seit zwei oder drei Jahrzehnten von dunklen Wolken voller Ekel, Wut, Bitterkeit, Rache, Angst und Haß überschattet: Übergriffe, AIDS, Ausbeutung, Pornographie, Kindesmißbrauch, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Vergewaltigung, Abhängigkeit, etc. Hinzu komme eine Tendenz zur „Entleiblichung des Sexus“: Telefon-Sex, Partner-Treffs im Internet, „Cybersex“.

Die „sexuelle Revolution“ ist die schlimmste Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Siehe dazu den Abschnitt „Üble Entstellungen orgonomischer Wahrheit“ in Christusmord (1978, S. 333-342).

Der „sozial-demokratische“ Abschaum im U.S. Congress ist dabei, die endgültige Zerstörung der westlichen Kultur zu besiegeln. Es ist nur eine Frage der Zeit, wenn die Orgontherapie verboten wird, denn die will ja Neurosen und Perversionen heilen. Herbert Marcuse wird über Wilhelm Reich triumphieren. Stichwort: „Reorientierungstherapien“.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Theorie” und folgende

6. April 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Theorie“ und folgende

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Phantasie” und folgende

31. Januar 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Phantasie“ und folgende

Art fickt dich!

29. Oktober 2024

D.H. Lawrence hat geschrieben, Pornographie sei der Versuch, den Sex zu beleidigen, ihn zu beschmutzen. Nun, sie ist etwas weitaus Schlimmeres! Es geht um das Vernichten des Lebens selbst.

Orgastische Impotenz kann man auf die Formel „Sex ohne Liebe“ reduzieren. Bei orgastischer Potenz liefert man sich im Sexualakt in wirklich jeder denkbaren Hinsicht vollkommen aus. Das geht nur mit absolutem Vertrauen, mit einem anderen Wort: Liebe. Ohne sie ist die vollkommene Hingabe an das Erleben (= orgastische Potenz) ausgeschlossen. „Liebe“ kann sich hier auf eine lebenslange Beziehung oder auf den Gefühlsrausch eines einzigen romantischen Abends beziehen.

Auch schwindet das Bewußtsein bzw. die „Wachsamkeit“. Zwar gilt dem Partner und dem eigenen Erleben die volle Aufmerksamkeit, aber erstens verschwimmen hier die Grenzen, d.h. das Lusterleben des einen ist von dem des anderen nicht mehr zu trennen, und zweitens verschwimmt die Umwelt. Man ist nicht mehr „auf der Hut“. Die Pupillen weiten sich und man sieht nur noch unscharf. Man ist vollkommen „ausgeliefert“.

Von daher ist jedwede Art von Pornographie, d.h. distanziertes, objektivierendes Beobachten (VOYEURTUM), das Gegenteil von orgastischer Potenz, egal ob man den Partner im Akt selbst „objektiviert“, d.h. wie ein losgelöstes Ding, ein „Sexualobjekt“ betrachtet (heutzutage sogar mit dem Smartphone filmt) oder Pornographie „konsumiert“ (den ins Netz gestellten soeben erwähnten Film anschaut) und dergestalt das „Objektivieren“ geradezu antrainiert.

Es gibt kaum etwas Schlimmeres als Pornographie. Sie macht den Wesenskern der orgastischen Impotenz aus: das Gegenüber wird zum bloßen Objekt, die Trennung von Liebe und Sex. Der Partner wird zu einem Stück Fleisch. Das wird besonders evident, wenn sich die beiden Genres „Porno“ und „Horror“ im Torture Porn überschneiden. Man denke nur an den gegenwärtigen Hype um „Art, den Clown“ von Terrifier:

Im weiteren Verlauf der „Handlung“ wird der Horrorclown u.a. die Blondine an den gespreizten Beinen aufhängen, von der Vagina angefangen mit einer Säge in der Mitte durchschneiden und ihre im Blut erstickenden Schmerzensschreie lustig finden. Man betrachte nochmal die obige Szene: die Emotionelle Pest macht sich über die Genitalität lustig. Sie haßt und verachtet das Leben selbst.

Eines der zentralen Punkte in Reichs Christusmord ist, daß die Pornographie („Pornographie“ im weitesten Sinne, siehe oben) den Untergang des Römischen Reiches einleitete und das sexualfeindliche Paulinische Christentum an die Macht brachte, das wenigstens Reste von Menschlichkeit bewahrte. Heute, nach dem Untergang des Christentums, führt die Pornographie definitiv zum Untergang der Menschheit.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Kalzium” und folgende

28. Oktober 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Kalzium“ und folgende

James Reichs WILHELM REICH VERSUS THE FLYING SAUCERS (Teil 5)

6. Oktober 2024

Mit dem Ende der Expedition nach Arizona bricht die biographische Skizze ab und im 10. Kapitel beschäftigt sich der Autor mit dem Einfluß des amerikanischen Films auf Reich – ohne zu erwähnen, daß Filmkritik bereits in Reichs Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie eine gewichtige Rolle gespielt hatte. Siehe etwa hier.

Im Einzelnen bespricht James Reich den Einfluß der beiden Filme Walk East on Beacon! (1952) und Bad Day at Black Rock (1955) auf Wilhelm Reich. Hier ist er in seinem Element und das Buch wird wieder lesenswert. Zu recht hebt er hervor, daß der Emigrant Wilhelm Reich durch den amerikanischen Film zum Amerikaner wurde. Dazu ist aber etwas zu sagen, was der Autor nicht erwähnt: alle Amerikaner wurden durch das jüdische Hollywood zu „Amerikanern“, d.h. durch den denkbar un- wenn nicht anti-amerikanischen Blickwinkel, den aus Osteuropa immigrierte Juden auf das durch und durch christliche Amerika hatten.

Der jüdische Geist ist durch zweierlei geprägt: erstens durch einen messianischen Komplex („Sozialreform“, „Gerechtigkeit“) und zweitens durch einen tiefsitzenden mörderischen Haß auf die christliche „geschlossene“ Gesellschaft, die es unter allen Umständen zu öffnen gilt, indem sie in ihren Grundfesten zerstört wird – womit wir wieder beim messianischen Komplex wären. Man braucht nur die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung, die Auseinandersetzung um Abtreibung, das Waffenrecht oder auch neuerdings das Gender-Zeugs in Amerika zurückverfolgen! Es sei nur an einen weiteren Lieblingsfilm von Reich, High Noon, erinnert, aber auch an den erwähnten Bad Day at Black Rock: der aufklärerische Außenseiter gegen eine geschlossene böse und feige Volksgemeinschaft aus weißen protestantischen Anglosaxen.

Es gibt aus Hollywood natürlich auch seltene christliche „Gegenfilme“, die durch und durch wirklich amerikanisch, d.h. orgonomisch sind – orgonomischer als das, was Reich vorgesetzt wurde: The Omega Man (DER orgonomische Film schlechthin) und Pale Rider.

Nach Reichs Tod drehten die Juden vollkommen auf zu einer offenen Rebellion gegen das christliche Amerika; eine Rebellion, die Amerika zerstört hat. Nach 1960 hat sich ein Film nach dem anderen über amerikanische Werte lustig gemacht, die amerikanische Geschichte ins denkbar finsterste Relief gesetzt und vor allem Werbung für kriminelle Rebellion, Drogenkonsum und pornographische Pseudosexualität gemacht. Und, ja, die amerikanische Pornoindustrie wird ebenfalls praktisch zu 100% von Juden kontrolliert, wobei es wieder um zwei Dinge geht Sozialreform („sexuelle Befreiung“) und Zerstörung einer „unterdrückerischen Gesellschaft“: Guckst du hier.

Warum erwähne ich das? Weil es zu den Anfängen der Orgonomie ins Jahr 1919 zurückführt, als Reich im Rahmen des Wiener sexuologischen Seminars mit der damals wirklich 100%ig jüdischen Psychoanalyse konfrontiert war und sein Lebenswerk mit der Empfindung anhob, ich paraphrasiere: „Hier stimmt etwas nicht, ich empfinde die Sexualität als grundlegend anders als ein Isidor Sadger!“

Noch ein Punkt, warum ich auf das ganze eingegangen bin, und soeben gesellschaftlichen Selbstmord begangen habe: der in einem der obigen Links erwähnte Gottvater der amerikanischen Pornoindustrie, Reuben Sturman, hat sich bei seiner rebellischen „sozialrevolutionären“ Rechtfertigung ausdrücklich (u.a.) auf Henry Miller berufen. Siehe dazu dieses tatsächlich neo-nazistische Video, aber ich habe sonst nirgends dieses Video-Statement von Reuben Sturman gefunden (Minute 02:22 bis Minute 05:31), der den ganzen Messias/Zerstörungs-Komplex zusammenfaßt. Zu Henry Miller mehr in Teil 6…

…zurück zum Thema: Bad Day at Black Rock ist ein „jüdischer“ Anti-Nazi-Film, geht es doch im Kern um die amerikanische Schuld hinsichtlich der Internierung von japanisch-stämmigen Amerikanern in kalifornischen Konzentrationslagern nach Pearl Harbor (vgl. S. 159). Der Autor behauptet, Reich hätte diese Parallelen im Kinosaal sicherlich erkannt, zumal er ja selbst zu der gleichen Zeit als „feindlicher Ausländer“ in New York inhaftiert worden war. Nun, auf Ellis Island saß er vor allem mit „Nazis“ ein und hatte (fälschlicherweise) seine psychoanalytischen Kollegen im Verdacht, ihn angeschwärzt zu haben… Nein, Reich hat sich nie als Jude identifiziert und hat Anfang der 1920er Jahre standesamtlich die jüdische Glaubensgemeinschaft verlassen und sich, im Gegensatz zu Freud und praktisch allen anderen Psychoanalytikern, auch „kulturell“ von seiner Judenheit komplett und endgültig losgesagt. Entsprechend interpretierte Reich diesen Film, wie überhaupt alle Hollywood-Filme, rein „christlich“. Man lese in dieser Hinsicht insbesondere Reich Speaks of Freud. Ein Interview, auf das der Autor gründlich eingeht, ohne aber diesen Subtext („Ich bin kein Antisemit!“, „Ich sympathisiere mit der Katholischen Welt!“) auch nur anzudeuten.

James Reichs WILHELM REICH VERSUS THE FLYING SAUCERS (Teil 3)

4. Oktober 2024

Der ganze Ansatz des Buches wird durch folgenden Absatz verkörpert:

Die emotionale Wüste rekapitulierte die Emotionelle Pest. Die „innere“ und die „äußere“ Wüste waren ein und dasselbe. „Der Mensch selbst ist es, der die Bekämpfung der Wüste von alters her verhindert hat und noch heute verhindert“ [OROP Wüste, S. 13]. Einerseits erinnert Reichs orgonomische Theorie an die Fruchtbarkeitsmythen, die die Mythen- und Ritualschule der Mythographen und Dichter beschäftigten, nicht zuletzt Sir James G. Frazers The Golden Bough (1890), Jessie L. Westons From Ritual to Romance (1920), und die alten Fruchtbarkeitsriten und die Gralslegende, die in T.S. Eliots The Waste Land (1921) einfließen – eine Wissenschaft und Literatur, die die sexuelle Vitalität des Herrschers mit der Vitalität des Landes in Einklang bringt. Der Souverän, der durch einen schmerzhaften Schlaganfall in die Ohnmacht gestürzt wird, leidet, wie Reich es ausdrückt, an der „Immobilisierung biologischer Energie“ [OROP Wüste, S. 14]. Das Radikale daran ist, daß Reich die Panzerung, die DOR im Körper hält, vom Souverän als Galionsfigur auf die Masse der Menschheit verlagert und die individuelle Ikone durch das Gemeinwesen ersetzt, indem er The Golden Bough mit Thomas Hobbes‘ Leviathan (1651) verschmilzt. Reichs Denken von 1952 bietet ein starkes Bild: die Massen-Rekapitulation des Fruchtbarkeitsmythos als ökologische Vorhersage. Die Emotionelle Pest, die die Menschheit heimsucht, befällt die Orgonhülle der Erde; ersetze die Worte „Orgonhülle“ durch Klima oder Atmosphäre, und Reichs Ansicht ist alltäglich geworden, wo ich dies fünfzig Jahre später schreibe, nach dem Aufkommen von Umweltbewegung und Ökopsychologie. (S. 106)

Zwei Seiten weiter suggeriert der Orgonakkumulator „gebärmutterartige Inkubation“, während der Cloudbuster eine „phallische Projektion“ sei. Das ist schlichtweg Schwachsinn, Freudianischer und Jungianischer Schwachsinn; Mißbrauch von Assoziationen, die vielleicht innerhalb einer (schlechten) Psychotherapie sinnvoll sind, aber außerhalb derselben den Diskurs vergiften. Es ist exakt das „Denken“, das Reich bereits bei seinen allerersten Kontakten mit der Psychoanalyse in den sexologischen Seminaren an der Universität Wien abgestoßen hat. Es ist schlichtweg Pornographie und sollte nicht toleriert werden. Zusammen mit pseudo-Marxistischem Quark bestimmt dieser Dreck seit Jahrzehnten das Feuilleton der westlichen Welt. Man spürt beim Lesen geradezu, wie dieses widerliche Zeugs eine Hirnzelle nach der anderen aus schierer Verzweiflung in den Selbstmord treibt… Sowas in einer an sich durchaus wertvollen Analyse des Reich‘schen Werks lesen zu müssen, ist einfach nur traurig. Und: die Universitäten, in deren Seminaren sowas gelehrt wird, haben die Verachtung des arbeitenden Volkes verdient, das diesen DRECK finanzieren muß.

Mildred Brady hatte behauptet, Reich hätte behauptet, der Orgonenergie-Akkumulator würde „orgastische Potenz“ hervorrufen, indem die Leute mit Orgon aufgeladen werden. 77 Jahre später behauptet nun James Reich, daß durch das Abziehen von Orgon durch Ea die orgastische Potenz ihrer Opfer beseitigt wird (S. 121). Tiefer geht es einfach nicht!

Der untergründige Haß und die Verachtung des Autors für Reich wird auch deutlich, wenn er, drei Seiten weiter, Jerome Greenfield dahin zitiert, daß Contact with Space zwar etwas chaotisch geschrieben sei, doch, so Greenfield, „hieße (dies) freilich zu ignorieren, daß andere Personen zugegen waren und diese ‚Kämpfe‘ [mit UFOs] bezeugen konnten“ (Greenfield: USA gegen Wilhelm Reich, S. 205). Dazu James Reichs Kommentar: „Ich vermute, daß Greenfield etwas übersehen hat, was die Formen der Ambivalenz bei den anderen Zeugen und ihre familiären und beruflichen Beziehungen zu Reich betrifft” (S. 124). So einen Dummquatsch muß sich ein Elsworth F. Baker, den Greenfield im Anschluß als Augenzeuge zitiert (was James Reich ignoriert), und eine Eva Reich, deren Zeugnis ich unten präsentiere, bieten lassen!

Der Autor geht sogar einen Schritt weiter mit seiner Impertinenz und richtet Reichs Massenpsychologie des Faschismus gegen Reich selbst:

Reichs eigene Erklärung der Beziehung zwischen der Emotionellen Pest und der Autoritätsperson erklärt ein Stück weit, warum die Zusammenarbeit zwischen den anderen [UFO-] Zeugen und Reich so funktionierte, wie sie funktionierte. Ohne die aufwärtsgerichtete libidinöse Besetzung der Zeugen [d.h. deren Führerbindung!] hätte Reichs Programm nicht das sein können, was es war. (S. 125)

Dieses Thema setzt sich auf S. 128 fort, wo sich mit Robert A. McCulloughs (einer der Assistenten Reichs) Reise von Orgonon nach Tucson befaßt wird. McCullough beschreibt die Auswirkungen von DOR auf die Landschaft, seine Mitmenschen und nicht zuletzt auf sich selbst und seine Familie. James Reich dazu ganz im Stil Mildred Bradys:

Es mag sein, daß McCullough, erschöpft von der Fahrt mit seiner Familie, eine psychosomatische Hysterie erlebte, oder daß der Reichianische Erfahrungsrahmen McCullough für so etwas wie neurasthenische Symptome anfällig gemacht hatte, als er mit der Tristesse der Moderne außerhalb von Orgonon konfrontiert wurde. Man kann es nicht mit Sicherheit wissen, aber was man sagen kann, ist, daß die Orgonomie, die nun auf die natürliche Umwelt und auf einen kosmischen Orgonozean mit einem galaktischen Orgonstrom ausgedehnt wurde, zu einer totalisierenden Ontologie geworden war, in der alle Phänomene, vom Affekt einer Kellnerin bis zur Wolkenbildung, der Erosion von Gestein und den fliegenden Untertassen, die in den 1950er Jahren am Himmel und auf den Kinoleinwänden herumspukten, einbezogen und verstanden wurden. (S. 128)

Das Problem ist, daß der Literat James Reich überhaupt nicht weiß, wovon er da eigentlich schreibt. Seine Welt besteht aus Büchern, Büchern, Büchern und verfilmten Büchern – null Kontakt mit der Wirklichkeit der Natur und seiner Mitmenschen – aber unsereins Realitätsferne andichten! Der Typ weiß gar nicht, was ORANUR und DOR (die bezeichnenderweise im Buch gar nicht auseinandergehalten werden!) sind und wie sie sich anfühlen!

Noch eine persönliche Notiz von mir, Peter Nasselstein: Wie am Anfang dieser in Teile zerstückelten Buchbesprechung deutlich wurde, gebe ich mir bei meinen Reviews stets alle Mühe positiv und geradezu enthusiatisch an das jeweilige Werk heranzugehen („wir sind doch alle Reichianer!“), nur um immer und immer und immer wieder enttäuscht zu werden: siehe hier, hier und hier. Wer mich verarscht, dem polier ich die Fresse. Punkt!

Der Planet der vertrockneten Muschis

9. September 2024

Was will das Weib? Diese Frage konnte nur einem intellektuellen, impotenten Stubenhocker wie Freud ein ewiges Rätsel bleiben. Die Antwort ist denkbar einfach. Was törnt eine Frau sexuell ab? Wenn sich der Mann als „Hausfrau“ geriert und die „traditionellen Geschlechterrollen“ nivelliert. Der gezähmte Mann. Würgggg! Die Frau sagt sich: „Ich habe schon eine Muschi, eine zweite brauch ich nicht!“ Was törnt eine Frau sexuell an? Den „gefährlichen, wilden Mann“ zu zähmen. Man rate mal, warum all die verbiesterten linken Weiber feuchte – Augen bekamen, als 2015 „edle Wilde“ aus Bürgerkriegsgebieten ins Land strömten?!

DIE linke Utopie einer befriedeten, satten, „gleichberechtigten“ Welt – der BUCHSTÄBLICHE Wärmetod des Universums – wird eine Gesellschaft gebieren, der der, wenn man so will, „sexuelle Treibstoff“ entzogen wurde. Diese sozialistische Jauche wird den Buben und Mädels aber ab der Geburt an eingetrichtert. Der gesamte „Antifaschismus“ ist heutzutage nichts anderes als Antigenitalität. Jungen im Rahmen der „Friedenserziehung“ ihre Pistolen und die Identifikation mit den Ahnen zu nehmen (also sozusagen den Samenleiter zu durchtrennen), ist eine buchstäbliche Kastration.

Nur Kastraten sind links! Hier eine entsprechende US-Studie:

Wir haben die Beständigkeit der politischen Präferenzen von 136 gesunden Männern während der Präsidentschaftswahlen 2011 in den USA getestet, indem wir den Teilnehmern, die ihre politische Zugehörigkeit angegeben hatten, synthetisches Testosteron bzw. Placebo verabreicht haben. Vor der Testosteronbehandlung stellten wir fest, daß Demokraten mit schwacher Parteipräferenz einen um 19 % höheren Testosteron-Grundspiegel hatten als diejenigen, die sich stark mit der Partei identifizierten (p=0,015). Als die schwach parteigebundenen Demokraten zusätzliches Testosteron erhielten, sank die Stärke ihrer Parteipräferenz um 12 % (p=.01) und sie berichteten zu 45 % von mehr Neigung zu den republikanischen Präsidentschaftskandidaten (p < 0,001). Unsere Ergebnisse zeigen, daß Testosteron bei schwach parteigebundenen Demokraten eine „Verschiebung nach rechts“ auslöst. Dieser Effekt war mit einer verbesserten Stimmung verbunden. Die Verabreichung von Testosteron hatte keine Auswirkungen auf stark den Demokraten Zugewandte, sowie nicht auf Republikaner, ob nun mit starker oder schwacher Parteibindung. Unsere Ergebnisse belegen, daß neuroaktive Hormone die politischen Präferenzen beeinflussen.

Das stets übellaunige linke Gesocks in der heutigen antiautoritären Gesellschaft ist weitaus sexualnegativer als alles, was Reich an der autoritären Gesellschaft in dieser Hinsicht kritisiert hat. Trotz all der „sexuellen Freiheit“ und der allgegenwärtigen Pornographie (die für sich testosteron-zerstörend genug ist – ein anderes Thema) verschwindet die Spannung zwischen den Geschlechtern zunehmend. Die Linke, all dieses Sozial- und Gerechtigkeitsgetue, ist an und für sich weiblich. Kein echter Mann engagiert sich für „soziale Gerechtigkeit“, sondern er fordert seinen („gerechten“) Anteil am Kuchen (an dem gemeinsam erlegten Mammut). Wenn er von „sozialer Gerechtigkeit“ rumschwuchteln hört, entsichert er seine Pistole! Sozialismus ist etwas zutiefst Feminines, was auch unmittelbar an den Wahlstatistiken jeder beliebigen sogenannten Demokratie evident wird.

Thomas Sowell zufolge „verringert der Wohlfahrtsstaat die Anreize zur Entwicklung von Humankapital [die Fähigkeit etwas zu produzieren]. Und die Produkte des Humankapitals anderer Menschen zu erhalten, ist keineswegs so grundlegend wie die Entwicklung des eigenen Humankapitals.“ So entstehe ökonomische Armut. Was Ökonomen wie Sowell leider übersehen, ist die sexual-ökonomische Seite: die „sexuelle Armut“, die mit einer feminisierenden Politik einhergeht. Die Frauen schneiden sich mit ihr ins eigene Fleisch (weshalb Frauenwahlrecht auch so problematisch ist!), denn am Ende, wenn sie mit ihrer Utopie Erfolg haben werden, wird der Planet nur noch von vertrockneten Muschis bevölkert sein.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Blutkörperchensenkungsreaktion” und folgende

16. April 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Blutkörperchensenkungsreaktion“ und folgende