Posts Tagged ‘Soziologie’
nachrichtenbrief38
26. Juni 2017nachrichtenbrief26
27. Mai 2017
Die gescheiterte Orgonomie (Teil 1)
13. Mai 2017Es gibt zwei grandiose Mißverständnisse hinsichtlich der Orgonomie, die sich in entsprechende Fragen kleiden lassen:
Wo sind denn die tollen Ergebnisse der Orgontherapie? Wo die umstrukturierten, entpanzerten, gesunden genitalen Expatienten?
Warum hat es nach Reich keine neuen weltbewegenden Entdeckungen und Entwicklungen gegeben?
Die Orgontherapie ist die einzige, die einzige, Therapieform, die ein eindeutig umrissenes, klar definiertes und objektiv nachprüfbares Ziel anvisiert: die orgastische Potenz. Es geht dabei nicht darum, dieses Ziel zu erreichen, sondern die Patienten auf dieses Gleis zu setzen. Das ist der einzige wirkliche Wirkmechanismus. Es ist schon viel erreicht, wenn die Therapie aus schier unerträglichen Nervensägen einigermaßen vernünftige Menschen macht.
Bei der Orgontherapie ist es wie überall in der Soziologie und Psychologie. Um beispielsweise den Einfluß des Protestantismus auf die Menschen zu erforschen, muß man zunächst den Durchschnitt und die historische Entwicklung betrachten, so daß man bei Fallstudien an Einzelnen weiß, was man sinnvoller Weise untersuchen soll, um die Dynamik des Protestantismus im Vergleich zum Katholizismus zu verstehen. Man kann sich also dieser Frage nicht „wertfrei“ nähern! Kurz gesagt können Protestanten klarer denken und „klarer fühlen“, weil sie sich weiter vom heidnischen Obskurantismus entfernt haben. Alles andere ist irrelevant. Ähnlich ist das bei der Bewertung der Orgontherapie: es geht um den Entwicklungsprozeß.
Wie willst du entscheiden, was „gesund“ ist? Es kommen unendlich dumme Einwände a la, daß in katholischen Ländern die Menschen fröhlicher sind und ähnlicher irrelevanter Unsinn.
Und was die mangelnde Produktivität betrifft: Es herrscht allgemein ein Mißverständnis vor, was Wissenschaft und technische Entwicklungen betrifft. Nach einer wissenschaftlichen Revolution (etwa Galilei und Newton, später die Quantenmechanik) oder einer technischen (die Dampfmaschine, der Verbrennungsmotor und der Elektromotor) wird jahrhundertelang dran rumgedoktert, aber es gibt keine wirklich neuen Entdeckungen oder grundlegenden neuen Erfindungen. Die Materie ist wie sie ist, die Orgonenergie ist wie sie ist, d.h. ihre Eigenschaften sind jeweils überschaubar, nachdem jemand den Schlüssel gefunden hat, diesen Raum der Natur zu öffnen.
Die historisch-materialistische Interpretation und die bio-psychologische Interpretation des Todestriebes und der gesellschaftlichen Ideologie
14. Januar 2017Der sozialistische Kampf, das theoretische Organ des Austromarxismus war im faschistischen Österreich verboten. Es wurde deshalb in der Tschechoslowakei veröffentlicht. Sein Herausgeber war der berühmte Otto Bauer, Führer des „Austromarxismus“. Anläßlich von Freuds 80. Geburtstag veröffentlichte das Magazin 1936 zwei Artikel. Einen von W.M. (d.i. Karl Frank): „Sigmund Freud und der revolutionäre Sozialismus“. Wegen dem historischen, d.h. bürgerlichen Hintergrund der Psychoanalyse und der Enge des zeitgenössischen Marxismus gäbe es bis heute (1936) keine marxistische Analyse der Psychoanalyse. Es gäbe eine Freudsche Philosophie, z.B. Freuds Todestrieb, die mit Oswald Spengler gemeinsame Wurzeln habe, nämlich die Philosophie der untergehenden Bourgeoisie. Trotzdem schuf Freud eine moderne Psychologie, indem er auf die soziale Verursachung psychologischer Tatbestände hinwies und dergestalt eine biologisch-materialistische Grundlage für eine Herangehensweise entwickelte, die dem historischen Materialismus ähnlich sei. Die grundlegende Leistung der Psychoanalyse sei ihr Beitrag zum Verständnis des sozialen Überbaus (Wolfgang Huber: Psychoanalyse in Österreich seit 1933, Wien: Geyer-Edition, 1977; Ernst Glaser: Im Umfeld des Austromarxismus, Wien: Europaverlag, 1981, S. 271).
Das entspricht auch weitgehend Reichs damaliger Sichtweise (siehe dazu Otto Fenichels 119 Rundbriefe, Bd. 1, S. 379f). Reich ist nur weitergegangen, über die Psychoanalyse und den Marxismus hinaus. Zunächst einmal führte nicht die soziologische Verortung der Todestriebtheorie (Ideologie der „untergehenden Bourgeoisie“) zu deren Überwindung, sondern die Durchdringung des Masochismus als bio-psychologisches Problem, d.h. als einer Funktion der Panzerung (siehe Charakteranalyse). Und überhaupt, was den ideologischen „Überbau“ betrifft: dieser ist tatsächlich eine Funktion der dreischichtigen bio-psychologischen Struktur des gepanzerten Menschen (siehe Die Massenpsychologie des Faschismus).
Es ist ernüchternd, daß man sich noch heute mit der Denkungsweise, die im ersten Absatz dargestellt wurde, auseinandersetzen muß – selbst bei „Reichianern“.
Warum nicht mehr Arbeiten von den Orgonomen?
26. Oktober 2016Es stellt sich die Frage, warum die einzelnen Orgonomen in Amerika (und die paar in Europa) nicht viel mehr publizieren, insbesondere Arbeiten jenseits von Medizin, Psychologie und Soziologie? Erstens ist die Ausbildung zum Arzt, Psychiater und Orgonomen in den letzten Jahrzehnten immer zeitaufwendiger und vor allem teurer geworden, so daß von daher kaum noch Kapazität und Zeit übrigbleibt, sich im Labor kontinuierlich etwa mit Orgonphysik zu beschäftigen, zumal die horrenden Schulden, die sich angehäuft haben, mit geldbringender Arbeit abgebaut werden müssen. Und zweitens verlangen die zunehmenden Regularien, die den ärztlichen Beruf zu einem bürokratischen Alptraum voller juristischer Fallstricke machen (die teilweise schnurstraks ins Gefängnis führen können!), 150% der Arbeitszeit und Arbeitskapazität des Orgonomen. Hat er etwa in den USA eine reguläre psychiatrische Praxis und behandelt auch Patienten für Medicare (öffentliche Krankenversicherung für behinderte und ältere Bürger) und Medicaid (das gleiche für Bedürftige) kann es jederzeit zu unangekündigten Überprüfungen in der Praxis kommen und wehe es fehlt etwas in der Dokumentation, es stimmt was nicht bei der Ausstattung der Praxis oder es gibt gar Fehler in der Rechnungsstellung: ganz schnell hat er eine ruinöse Anklage wegen „Betrugs“ am Hals. Und ganz nebenbei hat er eine Familie mit Kindern. Es ist ein brutaler Kampf ums nackte ökonomische Überleben! Kein Arzt in Amerika hat die freie Zeit um nebenher noch irgendetwas anderes zu machen! Noch schlimmer ist es mit jenen bestellt, die in Kliniken arbeiten! Es ist geradezu ein Wunder, daß von medizinischen Orgonomen überhaupt irgendetwas veröffentlicht bzw. geforscht wird.
Hier tut sich ein grundlegender Widerspruch auf zwischen einer immer mechanistischer werdenden Gesellschaft (Pfeil nach rechts), in der alles immer komplizierter wird, und der nach dem Gemeinsamen Funktionsprinzip der Natur suchenden Orgonomie (Pfeil nach links):
Warnende Worte Wilhelm Reichs, jedem Studenten der Orgonomie ins Stammbuch geschrieben
25. Juli 2016Eine Wahrheit, die ungeschickt ausgesprochen in kranke Köpfe dringt, kann Unheil für Generationen bedeuten. (Wilhelm Reich: Christusmord, Freiburg 1978)
Nur die stupide Selbstgerechtigkeit des Freiheitskrämers bringt es fertig, sich selbst für völlig gut und den Feind für völlig böse zu halten. (ebd., S. 304)
Man wird feststellen, daß diese zahlreichen Bestrebungen [das Elend des Menschen aufzuheben] in Ideen, Programmen oder politischen Ideologien gar nicht so weit voneinander entfernt liegen, wie diejenigen glauben, die meinen, daß alle anderen schuld sind, nur nicht sie selbst. (Äther, Gott und Teufel, S. 136)
Es gibt nicht revolutionäre Engel hier und reaktionäre Teufel dort. Es gibt nicht habgierige Kapitalisten hier und gebefreudige Arbeiter dort. Wenn die Soziologie und die Massenpsychologie als echte Wissenschaften praktisch funktionieren wollen, dann müssen sie sich von der politischen Schwarzweißmalerei radikal befreien. Sie müssen in das widersprüchliche Grundwesen des autoritär erzogenen Menschen eindringen und die politische Reaktion im Verhalten und in der Struktur der arbeitenden Menschenmassen aufsuchen, beschreiben und beseitigen helfen. (Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 203)
Jeder einzelne Mensch, ohne jede Ausnahme, hat in sich die Anlagen für pestilente Reaktionen („Emotionelle Pest“). Der Unterschied im tatsächlichen Verhalten wird nicht durch das Vorliegen oder Fehlen derartiger Mechanismen bestimmt, sondern von der Fähigkeit diese pestilenten Mechanismen rechtzeitig wahrzunehmen, zu verstehen und unter Kontrolle zu bringen. Ich zögere nicht einzuräumen, daß ich selbst nicht immer in der Lage bin diese Tendenzen rechtzeitig wahrzunehmen. Niemand ist vor diesem Schicksal gefeit. Am besten wartet man ruhig ab, bis sich die Situation geklärt hat. Niemals sollte man etwas tun, solange man von pestilenten Reaktionen beherrscht wird. („Work Democracy in Action“, Annals of the Orgone Institute, Vol. 1, S. 6).
Siehe dazu auch Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.
Die Charakteranalyse der Menschheit (Teil 2)
12. Mai 2016Die beiden grundlegenden Begriffe der Soziologie „Ordnung“ und „Grenzziehung“ sind in der Orgonomie im Gegensatz zwischen triebhaften und triebgehemmten Charakter aufgehoben. Reich beschreibt ihn in Werken wie Der triebhafte Charakter und Charakteranalyse. Später hat Reich das auf die Soziologie ausgeweitet: Panzerung ist demnach das Urmuster aller sozialen Ausgrenzung angefangen vom Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat. Zu diesem Zeitpunkt kam es zur Etablierung eines „göttlichen“ ausgrenzenden Kastensystems, Unberührbarkeit, Frauen gehören nicht in die Öffentlichkeit, etc.pp. auf der einen Seite und der „teuflischen“ Rebellion dagegen auf der anderen Seite.
Die patriarchalische Ausgrenzung ist funktionell identisch mit der Panzerung, der Barriere, die sich in den Menschen um den bioenergetischen Kern ausbreitet und bei der es durch Ausbrüche (das Versagen der Panzerung) zur Symptombildung kommt. Im gesellschaftlichen Bereich entsprechen dem all die Übelstände, die man mittels Ethik und Moral, Justiz und Polizei einzudämmen trachtet.
Immer wieder brechen beim Neurotiker „triebhaft“ Impulse durch den Panzer, die dann durch immer neue Hemmungen unter Kontrolle gehalten werden müssen, was aber nur neue triebhafte Ausbrüche provoziert, usf. Ganz entsprechendes ereignet sich auf der gesellschaftlichen Ebene: durch die Sexualunterdrückung werden Frauen zu störenden Objekten und müssen verschleiert gehen, was den Sexualdruck untergründig nur noch verstärkt, zu homosexuellen und sodomistischen Ausbrüchen führt, die hart bestraft werden, usf.
Diese funktionelle Identität zwischen Panzerung und Gesellschaftssystem sieht man besonders klar etwa im Iran oder in Saudi-Arabien. Dort bietet das öffentliche Leben ein Bild rigider Ordnung, während das Privatleben von Drogensucht, Gewalt, sexueller Perversion, etc. geprägt ist. Im Westen war es bis vor kurzem so, daß die Menschen sich unter Kontrolle hatten und sich dies organisch im gesellschaftlichen Leben fortsetzte. Seit ca. 1960 wird die Panzerung immer brüchiger und die entsprechenden Ausbrüche beherrschen zusehends auch das öffentliche Leben.
Gesellschaften formieren sich entsprechend der Charakterstruktur ihrer Mitglieder. Setze eine Gruppe von Zwangsneurotikern auf einer Insel aus und eine Gruppe von Phallischen Narzißten auf einer anderen Insel: du wirst nach einiger Zeit zwei vollkommen verschiedene Gesellschaftsstrukturen vorfinden. Und tatsächlich werden derartige Feldversuche alltäglich gemacht: durch Firmengründungen. Die „Firmenkultur“ wird jeweils ziemlich genau die Charakterstruktur des Firmengründers und der Leute widerspiegeln, die er im Führungskreis um sich geschart hat. Schaut man genauer hin, wird man sogar feststellen, daß sich in der Firmenstruktur selbst (z.B. in der Art, wie Anordnungen sich ausbreiten) getreulich die Panzerungsstruktur des Firmengründers widerspiegelt (vgl. Kapitalismus und die Funktion des Orgasmus (Teil 6)). So etwas kann auf ganze Kulturkreise zutreffen. Man denke nur an die moslemische Kultur, die fast ausschließlich von der narzißtischen Persönlichkeitsstörung Mohammeds geprägt wurde.
Während sich im Westen die Kultur hauptsächlich um die Frage der Schuld drehte und wie mit ihr umgegangen werden soll, ging es im Osten stets um Scham. Das Gefühl der Schuld ist eine Funktion der Mittleren Schicht, es ist in der Muskulatur „festgefahrene“ Aggression gegen unsere Mitmenschen. Schuld dreht sich entsprechend um die Verantwortung zum Mitmenschen, ist immer auf den anderen Menschen bezogen, hat also eine reife, verantwortungsbewußte, erwachsene Qualität („Zurückhaltung“). Das Schamgefühl, d.h. in der Haut steckengebliebene Lust-Energie (Erröten), ist hingegen eine Funktion der charakterlichen Fassade: es dreht sich um Selbstbespiegelung, es ist imgrunde narzißtischer und exhibitionistischer Natur und entspricht einem tiefsitzenden Infantilismus, einer emotionalen Unreife („Distanzlosigkeit“).
Der „Charakter“ des Westens ändert sich zunehmend in diese Richtung. Beispielsweise ist die Rolle der Scham wichtig, um das Verhalten von heutigen Jugendlichen zu verstehen. Wenn man sie etwa anspricht: „Laß das sein, Du Idiot. Ich muß mit meinen Steuergeldern für Deine Zerstörungswut blechen!“ – hat man gleich ein Klappmesser im Bauch. Und das nicht, weil der Jugendliche besonders wütend ist oder Frust loswerden will, sondern einfach, weil er mit der unerträglichen Scham, dem Gesichtsverlust gegenüber seinen Kameraden und gegenüber seinem Ichideal nicht fertigwerden kann. Früher hätte er mit Schuldgefühlen (gehemmt) reagiert, heute „rastet er aus“ (triebhaft).
Im Westen waren bis ca. 1960 Gesetze nur Ausdruck der verinnerlichten Werte. Die Menschen hatten sozusagen „den Polizisten im Kopf“. Nur auf dieser Grundlage konnten der Kapitalismus (der Austausch zwischen „ehrbaren Kaufmännern“) und die Demokratie (der institutionalisierte und formalisierte Bürgerkrieg) funktionieren, ohne daß alles in einem blutigen Chaos versank. Man schaue etwa nach Schwarzafrika, wo regelmäßig freie Marktwirtschaft in reines Banditentum und „Demokratie“ in Bürgerkrieg umschlägt. Es sei auch an die teilweise blutigen Saalschlachten in den Parlamenten Asiens erinnert.
Es ist eine Illusion zu glauben, man könne massenweise Schwarzafrikaner, Moslems und Asiaten mit ihren unreifen Charakterstrukturen nach Deutschland „migrieren“ lassen und gleichzeitig Wohlstand und Demokratie bewahren.
In der Süddeutschen Zeitung frägt Prof. Andreas Wirsching „Gehört der Islam zu Europa?“ und wendet sich dagegen, den „Kampf der Kulturen“ herbeizureden. Wie heutzutage in solchen Fällen beim geistes-„wissenschaftlichen“ Diskurs üblich, betrachtet er das Problem vom Gegensatz „Eigenes“ und „Anderes“ her. Was immer ganz „anti-faschistisch“ auf die Verdammung des Eigenen hinausläuft. Tatsächlich geht es dabei in der Tradition der Frankfurter Schule um die weitere Zersetzung der Panzerung des Westens. Aus dem resultierenden Chaos soll dann, frei nach Lenin, der neue Mensch erwachsen – irgendwie.
Konkret strebt Prof. Wirsching eine Überwindung des Freund-Feind-Denkens an und eine kulturelle Anverwandlung. Der Islam müsse integrativer Teil Deutschlands werden! Gleichzeitig beruhigt er uns: die Migranten haben sich natürlich gefälligst, wie alle anderen Bürger auch, an unsere Gesetze zu halten.
Wie naiv und zerstörerisch das ganze ist, habe ich eingangs anzudeuten versucht. Alles, was sonst noch über Prof. Wirschings unglaublichen Essay zu sagen ist, wurde gestern in Politically Incorrect gesagt.
Die Auseinandersetzung mit dem Isam in diesem Land läßt sich beispielsweise anhand von Kristiane Backers Buch Der Islam als Weg des Herzens beschreiben. Es sei, so die Rezensenten, ein Beitrag zu einer realitätsgerechteren Islam-Diskussion. Man könne den Islam nämlich nicht auf die üblichen Schrecklichkeiten verkürzen, sondern müsse ihn „als ganz normale Religion“ wahrnehmen lernen.
Allen ernstes wird uns der von einer minderbegabten ehemaligen MTV-Moderatorin zusammengezimmerte Privat-„Islam“, die Ergüsse irgendwelcher vollständig isolierter „Islam-Reformatoren“ oder gar „islamischer Feministinnen“, als wahrer Islam angedient.
In den letzten 1400 hat wirklich jeder Moslem den Dschihad als kriegerische Verbreitung des Islam verstanden. Uns soll aber weisgemacht werden, daß Dschihad einfach nur die Bewältigung der eigenen (gewalttätigen) Triebe bedeutet.
Der Rezensent zitiert Backer:
„Gott liebt nicht diejenigen, die Überschreitungen begehen“ (Koran, 2:190), heißt es […] ausdrücklich. Terrorismus gründet sich auf Haß und Rache, und genau davor warnt der Koran: „Euer Haß gegen einige Menschen soll Euch nicht dazu führen, ungerecht zu sein“ (Koran, 5:8).
Der Rezensent weiter:
Ein an mehreren Stellen aufgegriffenes Thema ist das Vergelten von schlechten Taten mit guten Taten. Auch hier beruft sich Backer auf den Koran und zitiert Sure 41:34: „Die gute Tat ist der schlechten nicht gleichzusetzen. Erwidere die schlechte, die dir geschieht, mit einer guten! So wird derjenige, mit dem eine Feindschaft bestand, zu einem Freund.“
Ähmmm, ähmmmmm, ähhhhhhmmmmm, – Sure 2 Vers 190 handelt vom Verhalten im – Dschihad! Der nächste Vers lautet:
Und tötet sie, wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verführen ist schlimmer als Töten. Kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie gegen euch kämpfen, dann tötet sie. So ist die Vergeltung für die Ungläubigen.
Islam als Weg des Herzens! Dazu sehr schön in Onkel Allahs Mekka-Ecke: Der blinde Scheich Omar Abdel Rahman von der Al-Azhar Universität in Kairo antwortete 1980 auf eine Studentenfrage nach der Friedfertigkeit im Koran:
Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure, die „Die Kriegsbeute“ heißt. Es gibt keine Sure, die „Frieden“ heißt. Der Djihad und das Töten sind das Haupt des Islam, wenn man sie herausnimmt, dann enthauptet man den Islam. (Mark A. Gabriel: Islam und Terrorismus, S. 44)
In einem Leserkommentar wird darauf hingewiesen, der Islam sei die einzige Religion, in der von einem Gott das Töten anderer Menschen zur Pflicht für die an ihn Glaubenden gemacht wird.
In keiner anderen Kultur, geschweige denn Religion findet sich die Kodifizierung von Mord, Raub, Versklavung und Tributabpressung als religiöse Pflicht. In keiner anderen Religion findet sich die geheiligte Legitimation von Gewalt als Wille Gottes gegenüber Andersgläubigen, wie sie der Islam als integralen Bestandteil seiner Ideologie im Koran kodifiziert und in der historischen Praxis bestätigt hat. Nicht zuletzt findet sich kein Religionsstifter, dessen Vorbildwirkung sich wie bei Muhammad nicht nur auf die Kriegsführung, sondern auch auf die Liquidierung von Gegnern durch Auftragsmord erstreckte. (Hans-Peter Raddatz: Von Allah zum Terror?, S.71)
Und was ist mit Sure 5, Vers 8 und Sure 41, Vers 34? Klingt das nicht nach der Goldenen Regel? Es ist schlichtweg unumstritten, daß der Islam die einzige Religion ist, in der die Goldene Regel explizit nicht gilt!
Bill Warner, Direktor des Center for the Study of Political Islam:
Diese Regel hat Gültigkeit auf Grund der Erkenntnis, daß wir alle auf einer grundlegenden Ebene gleich(berechtigt) sind. (…) Auf der Grundlage der goldenen Regel – der Gleichheit aller Menschen – haben wir die Demokratie errichtet, die Sklaverei beendet und alle Männer und Frauen politisch gleichberechtigt. Also ist die Goldene Regel eine vereinheitlichende Ethik. Alle Menschen müssen gleich behandelt werden. Alle Religionen wenden die eine oder andere Version der Goldenen Regel an außer dem Islam. (…) Der Begriff „menschliches Wesen“ hat im Islam keinerlei Bedeutung. Es gibt den Begriff der Menschheit nicht, es gibt lediglich die Dualität der Gläubigen und der Ungläubigen. (…) Ein Muslim sollte nicht lügen, betrügen, töten oder stehlen. Aber ein Muslim darf einen Ungläubigen belügen, täuschen oder töten, wenn es der Verbreitung des Islam dient. Im Islam gibt es keinerlei universelle ethische Aussagen. Muslime werden auf eine Art und Weise behandelt und Ungläubige auf eine andere. Der Islam kommt am nächsten zu einer universellen ethischen Aussage, indem er befiehlt, daß sich die ganze Welt dem Islam unterwerfen muß. Nachdem Mohammed zum Propheten geworden war, behandelte er nie mehr einen Ungläubigen auf dieselbe Weise wie einen Muslim. Der Islam negiert die Wahrheit der Goldenen Regel.
Der Islam gehört einfach nicht zu den Weltreligionen! Aber unser Rezensent insistiert:
Backer verweist in ihrem Buch gleich zweimal auf die Metapher, der zufolge die Religionen nichts anderes seien als Schöpfkellen, mit denen der Mensch aus dem Brunnen der Gotteserfahrung schöpft. In diesem Zusammenhang zitiert die Autorin auch Sure 5:48 des Korans: „Jedem Volk haben wir einen Rechtsweg und eine Glaubensrichtung zugewiesen. Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einem einzigen Volk gemacht. Er hat euch aber verschieden geschaffen, um euch zu prüfen und zu erkennen, was ihr aus den euch offenbarten verschiedenen Rechtswegen und Glaubensrichtungen macht. Wetteifert miteinander, gute Werke zu vollbringen!“
Ähmmm, ähmmmmm, ähhhhhhmmmmm, – in Vers 51 der gleichen Sure verbietet Allah seinen Gläubigen Juden und Christen als Freunde zu haben!
O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind untereinander Freunde. Wer von euch sie zu Freunden nimmt, gehört zu ihnen. Gott leitet ungerechte Leute gewiß nicht recht.
Der Rezensent will, daß wir nicht auf die (an Moslems gerichteten und aus dem Arabischen übersetzten!) Aussagen der Al-Azhar Universität, der höchsten Autorität im sunnitischen Islam, hören, sondern – auf Frau Backer.
Es ist vollkommen irrelevant, was Frau Backer, ich oder sonstwer über den Islam aussagt. Mehr, es ist im höchsten Grade respektlos gegenüber der islamischen Kultur! Das einzige, was zählt, ist die Interpretation des heiligen Textes durch das Kollektiv der Rechtsgelehrten, die sich seit 1400 Jahren mit nichts anderem beschäftigen.
Es ist schlichtweg ungeheuerlich, wie in den deutschen Medien mit dem Koran umgegangen wird. Wie Textstellen aus dem Zusammenhang gerissen und vollkommen willkürlich interpretiert werden. Welch eine Verachtung für den Autor des Buches, Allah!
Mohammed ist nur der Überbringer des Buches! Warum taucht er dann im Glaubensbekenntnis auf? Weil nach der Aussage des Koran selbst die Aussagen und das Tun des Propheten der Schlüssel zum Verständnis des Koran sind. Das Leben des Propheten ist sozusagen die Brille mit der der Gläubige den Koran zu lesen hat.
Jeder der eine andere Brille aufsetzen will, wie Frau Backer und ihre Gewährsmänner, fällt vom Glauben ab und verdient, nach islamischer Lehre, den Tod, um nicht andere unschuldige Seelen mit sich in die Hölle reißen zu können. Ein Moslem ist jemand, der sich wie Mohammed verhält. Punkt.
Figuren wie Frau Backer werden von ihren vermeintlichen Glaubensbrüdern nur deshalb toleriert, weil sie gegenwärtig eine ganz andere Funktion ausfüllen: sie machen den Westen weich, „überreden ihn zum Islam“, führen also Menschen ins Paradies. Das ist der einzige Grund, warum Frau Backer von den Islamisten am Leben gelassen wird.
Das ganze ist eine exakte Wiederholung des Geschehens während des Kalten Krieges, als uns teilweise die gleichen Pseudo-Intellektuellen, nützliche Idioten, weismachen wollten, wie human doch der Kommunismus bzw. Marxismus im Kern sei und daß es nichts Schlimmeres gäbe als unsere „antikommunistischen Vorurteile“. Hat Marx nicht gesagt, daß solange der Mensch ein geknechtetes… usw. (Irgendeins der Handvoll Marx-Mantren.)
Man muß miterlebt haben, wie die linken „Reichianer“ auf den Antikommunismus der amerikanischen Orgonomen reagiert haben – genauso wie wenig später auf den „Anti-Islamismus“ von James DeMeo („Saharasia-Theorie“). Es ist wirklich ein und dasselbe: alles, wirklich alles, ist für diese Leute besser als „der Westen“. Der denkbar mörderischten Ideologie, die widerwärtigsten Pseudo-Religion, wird mit aller Macht der Weg geebnet. Das sind die Abgründe des Ödipus-Komplexes wie Elsworth F. Baker sie in Der Mensch in der Falle beschrieben hat.
Es hat etwas zutiefst Obzönes, daß ich ständig mit diesen infantilen Neurosen belästigt werde, kaum daß ich eine Zeitung aufschlage oder ein Radio anmache. Was mich aber wirklich in die Raserei treibt, ist, daß diese niederträchtigen Volldeppen sich als höchste Verkörperung von Anstand, Menschenliebe, Vernunft, Aufklärung, Demokratie, Fairneß und „wissenschaftlich-kritischem Denken“ hinstellen.
Bitte lesen Sie die oben verlinkte Rezension von Backers Buch! Diese Gedankenfäule zerstört unser Land. Es ist ein Verbrechen. Es ist pseudo-liberale Emotionelle Pest und nichts außerdem!
Und zum Schluß eine echte islamische Feministin:
Das Schicksal der Orgonomie (Teil 1): Die „Orgonomie“ des Kleinen Mannes
4. Februar 2016Die Orgonomie wird zerstört, indem sie in ein „Gedankensystem“, eine Ideologie überführt wird: „One size fits all!“ und was nicht passend ist, wird passend gemacht. Diese zerstörerische Herangehensweise zeigt sich vor allem in drei Bereichen: 1. Erziehung, 2. Therapie und 3. Soziologie.
Ideologen fragen stets nach den Ursachen für etwas. Danach kann man dann Ideologien einteilen, etwa, frei nach Lenin, in idealistische und materialistische. Psychische Erkrankungen können beispielsweise tiefenpsychologisch auf frühkindliche Ereignisse zurückgeführt werden oder es wird verhaltenstherapeutisch eine „Lerngeschichte“ rekonstruiert. Reich hingegen hat gezeigt, daß man möglichst voraussetzungslos, d.h. ohne „Vor-Urteile“ (letztendlich ohne Augenpanzerung, „Verblendung“), an die Phänomene herangehen soll. Insbesondere trifft dies jedoch auf Menschen, hier Patienten, zu.
Deshalb sind aus orgonomischer Sicht die Ursachen für eine neurotische Erkrankung zunächst einmal denkbar gleichgültig. Der eine wurde von gewalttätigen Alkoholikern großgezogen und ist ein genitaler Charakter, der andere von Orgonomen und ist ein neurotisches Wrack. Jedes Neugeborene reagiert anders auf seine Umgebung. Es gilt diese nicht weiter reduzierbare Eigenheit zu erkennen und zu schützen. Das ist das Projekt „Kinder der Zukunft“ und nicht das Aufstellen irgendwelcher Erziehungsmaximen. Diese haben seit Neills mißverstandenem Buch Antiautoritäre Erziehung dazu beigetragen, diese Gesellschaft zu zerstören und aus Reichs Projekt „Kinder der Zukunft“ etwas zu machen, dem jeder anständige Mensch entgegentreten muß.
Entsprechend geht es in der Orgontherapie um den neurotischen Charakter, wie er sich gegenwärtig darstellt. Die vermeintlichen Ursachen der neurotischen Symptome, die irgendwo in der Vergangenheit liegen, sind ziemlich gleichgültig. Wichtig ist einzig, was man jetzt praktisch tun kann. Bei, beispielsweise, einer Hysterikerin verhindert man, daß sie wegrennt. Sie muß sich stellen. Sie muß miterleben, wie sie es mit der Angst bekommt und wie sie dann reagiert. Sie muß mit ihren neurotischen Mechanismen in Kontakt treten und sie kontrollieren lernen. Sie mit irgendwelchen vom Therapeuten zusammenphantasierten „ödipalen Geschehnissen“ aus der Vergangenheit zu konfrontieren, bzw. diese „gemeinsam aufzuarbeiten“, führt nur zu einem: die angstmachende, freiflotierende Energie wird im Gehirn gebunden – der Patient wird noch verpanzerter.
Eine genuin orgonomische Herangehensweise hat nichts mit „Körperpsychotherapie“ zu tun. Irgendwelche Deutungen oder gar Körperübungen führen zu nichts und tragen allenfalls zu einer weiteren Vertiefung der charakterlichen Abwehr bei. Zurück bleiben entweder restlos verunsicherte Menschen oder blasierte Arschlöcher, die wie Kultmitglieder wirken und sich benehmen, als hätten sie ein „höheres Bewußtsein“ erlangt. Sie sind niemals mit sich selbst in Kontakt getreten. Die Welt hat bereits genug „Kleine Männer“, sie braucht keine „Reichianischen“ Therapeuten, um zusätzliche zu produzieren.
Als Beispiel für ideologisches Denken nehme man das Locked-in-Syndrom. Nach eigenen Aussagen haben die Betroffenen eine teilweise sehr hohe Lebensqualität, obwohl sie ihren gesamten Körper nicht bewegen können. Das widerspricht allen „Reichianischen“ „Erkenntnissen“. „Du bist dein Körper!“
In der sozialen Orgonomie schließlich wird ein Destillat der Erkenntnisse Reichs gebildet und auf die Gesellschaft angewendet, nicht anders wie bei jeder anderen Ideologie auch. Irgendein ungenießbares Gebräu, das man aus Reichs Büchern herausdestilliert hat: Freud, Marx, Trobriander, sexuelle Revolution, Arbeitsdemokratie, etc. Wie in den unterschiedlichen „Schulen“ der Psychotherapie (die imgrunde nur den Dachschaden der jeweiligen Schulgründer weitertragen) der Einzelne mit einer Theorie malträtiert („analysiert“) wird, wird hier gleich die ganze Gesellschaft auseinandergenommen und wieder zusammengefügt. Oder mit anderen Worten: die Orgonomie wird zu einer weiteren beliebigen Ideologie ähnlich der „Kritischen Theorie“ und dergleichen Gehirnkaugummi für Neurotiker.
Was wir tatsächlich auf dem gesellschaftlichen Schauplatz vor uns haben, sind Menschen mit immer wiederkehrenden Verhaltensmustern, die die gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmen. Oder mit anderen Worten: wir haben die soziopolitischen Charaktertypen vor uns. Von hier aus betrachten wir dann die unterschiedlichen Ideologien, inklusive „Reichianische“ Gesellschaftstheorien, und führen sie auf bioenergetische Gegebenheiten zurück.
Die Menschheit braucht einiges, aber kein weiteres „Erziehungssystem“, keine weitere „Therapieform“ und mit Sicherheit keine weitere „Gesellschaftstheorie“. Das sind alles Dinge, mit denen die Falle dekoriert wird, um so weiter sicherzustellen, daß niemand die Falle, das Irrenhaus, verläßt.
Selbstkritisch muß ich hinzufügen, daß wir sicherlich auch keine „naturphilosophischen“ Ergüsse brauchen, sondern Daten aus einem gut ausgestatteten, von gut ausgebildeten Wissenschaftlern betriebenen Laboratorium. Wissenschaft steht und fällt mit der Reproduzierbarkeit ihrer Ergebnisse.
Hier ein Interview mit A.S. Neill, das sofort zeigt, warum Reich diesen Mann so sehr geliebt hat: er ist vollkommen unprätentiös, versucht niemanden zu beeindrucken und er vertritt keinerlei Ideologie.



















