Posts Tagged ‘Geschlechtsverkehr’

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 8)

15. März 2021

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 8)

David Holbrook, M.D.: LIEBE UND ORGASMUSANGST BEI EINEM PARANOID-SCHIZOPHRENEN CHARAKTER (Teil 4)

18. Dezember 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Liebe und Orgasmusangst bei einem paranoid-schizophrenen Charakter

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Teuflisch geiler Sex

30. November 2020

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Teuflisch geiler Sex

Von „Die Funktion des Orgasmus“ (1927), über „Die Entdeckung des Orgons, Bd. 1“ (1942) zu „Genitalität“ (1944)

20. Mai 2020

1927 beschrieb Reich, wie von der gesunden Frau beim Höhepunkt der Atem angehalten wird, was von heftigem Atmen abgelöst wird, „das sich bei der Frau gewöhnlich in Schreien auflöst“ (Die Funktion des Orgasmus, S. 25). In der revidierten Fassung von 1944 ist dieser Satz schlichtweg gestrichen (Genitalität, S. 41), desgleichen zuvor 1942 in Die Entdeckung des Orgons, Band 1 (Fischer TB, S. 82). Und da, wo es 1927 noch hieß, daß das Atmen in der Erregung „frequenter“ wird, wird er in der neuen Fassung „tiefer“.

1942 ergänzt er:

Die Frauen reagieren auf die Orgasmusangst verschieden. Die meisten halten den Körper mit halbbewußter Aufmerksamkeit ruhig. Andere bewegen ihn sehr forciert, weil die sanfte Bewegung allzu starke Erregung bewirkt. Die Beine werden aneinander gepreßt. Das Becken wird zurückgezogen. Zum Zwecke der Bremsung der orgastischen Empfindung wird er Atem regelmäßig angehalten. Das letzte sah ich merkwürdigerweise erst 1935. (Die Entdeckung des Orgons, Band 1, S. 124f, Hervorhebungen hinzugefügt)

Bei der Beschreibung der Behandlung eines zwangsneurotischen Charakters wird von Reich nachträglich ebenfalls ein ganzer Satz gestrichen. Hier geht es um die Forderung nach sexueller Abstinenz, nachdem der Patient in einen „Zirkel“ gefangen ist zwischen Befriedigung im Geschlechtsakt, darauffolgendem Verschwinden der Symptomatik und deren Wiederkehr nach einigen Tagen. Sexuelle Abstinenz bis zum Erfolg der Analyse sollte das durchbrechen. Aus sexualökonomischer Sicht war dieses psychoanalytische Vorgehen natürlich absurd! (Die Funktion des Orgasmus, S. 25).

Reich wandte sich dagegen, den Patienten die angebliche „Ersatzbefriedigung“ des Geschlechtsverkehrs während der Behandlungszeit zu verbieten, damit die Symptome klarer hervortreten. Gerade diese Regel würde das Behandlungsziel hintertreiben: die Freilegung der Genitalität. In der psychiatrischen Orgontherapie gilt allenfalls, daß der Patient etwa 24 Stunden vor der Sitzung keinen Geschlechtsverkehr haben sollte, damit die Blockaden besser hervortreten.

Lore Rubin Reich: ERINNERUNGEN AN EINE CHAOTISCHE WELT

26. März 2020

Dieses Buch ist eine Übersetzung des unveröffentlichten Originalmanuskripts. Obwohl die Autorin diese Übersetzung ausdrücklich lobt (S. 9), ist sie holprig und voller Fehler. Sätze wie: „Es gab kein Bedürfnis nach einer Revolution und auch kein Verlangen danach“ (S. 218). Es gab keinen Bedarf! Fast alle unterschätzen, wie schwer das Übersetzen vom Englischen ins Deutsche ist. Außerdem sollte der Übersetzer sich im Sujet auskennen. Wie kann man etwa von „Kamerad Thomas“ sprechen, statt „Genosse Thomas“! Und dann Reichs Tochter Lore selbst: wie, äh, aaarghhhh muß man sein, um Reichs Theorie damit zu „erklären“, daß nur der Orgasmus Neurosen auflösen könne (S. 30)?! Das macht ebensoviel Sinn, als behauptete man, nur Geschlechtsverkehr könne erektive Impotenz heilen oder nur das Gehen einen Querschnittgelähmten. Oder etwa zu schreiben: „Ich bin mir sicher, daß er seine Patienten dazu brachte, ihre Hemmungen soweit fallen zu lassen, daß sie vor ihm einen Orgasmus hatten“ (S. 155). Sic! Aus dem ganzen spricht einfach nur Böswilligkeit und Verachtung! Und dann sich fragen, warum Reich so „aggressiv“ gewesen sei!

Trotzdem verlohnt es „Mein Leben als Tochter von Annie Reich und Wilhelm Reich“ zu lesen, einfach weil es die Reich-Biographie plastischer macht. Da wäre die graue Kindheit der beiden Reich-Töchter und die Knappheit der Mittel, die es zum Problem machte eine vernünftige Hauskraft/Kindermädchen anzustellen. Die Familie war imgrunde arm, weil Reich nur genausoviel zur Familienkasse beitrug wie Annie, die als Mutter und psychoanalytische Anfängerin nur wenig verdiente. Wo erfährt man sonst, daß Annie sieben Abtreibungen hatte oder daß Lore dem armen Reich aufgedrängt wurde, um die Ehe zu einer Zeit zu retten, als Reich „politisch“ aktiv wurde. Entsprechend betrachtete er Lore stets als Annies Kind. Die ungemütlichen Wohnverhältnisse, da, wie damals bei Psychoanalytikern üblich, zuhause gearbeitet wurde; Reichs aufbrausendes und manchmal verstörendes Temperament; dazu das Kontrastprogramm: der dickliche und kleine Genosse Thomas als „Hausfrau“ (S. 140); bis hin zur Beschreibung von Reichs Beerdigung, bei der die Familie an den Rand gedrängt wurde. Lore hatte große Probleme im trüben November zum abgelegenen Orgonon zu gelangen, nur um auf der Beerdigung zu erfahren, daß gleich drei ihrer Kollegen an der psychiatrischen Klinik, in der sie zu der Zeit tätig war, führende Orgonomen waren und einen Flug nach Orgonon organisiert hatten. Sie hatten sich ihr nie zu erkennen gegeben und ignorierten sie auch auf der Beerdigung demonstrativ (S. 247f).

Die ganze Dynamik von Reichs erster Ehe wird in einer Szene deutlich, die gleichzeitig das definitive Ende der Beziehung zwischen Annie und Wilhelm beschreibt. Reich floh nach dem Reichstagsbrand sofort mit seiner Frau Richtung Österreich und zwar als Bergtouristen getarnt, um Grenzkontrollen zu entgehen. „Meine Mutter berichtete, daß mein Vater voller Angst war. Auf einmal verspürte sie eine enorme Verachtung ihm und seiner Angst gegenüber. In diesem Moment konnte sie sich endlich von der Knechtschaft, in der er sie gefangenhielt, befreien. Deswegen konnte sie umkehren und ihn auf dem Berggipfel alleine lassen. Sie kehrte nach Berlin zurück und organisierte den Umzug der Möbel aus der Wohnung“ (S. 38). Offensichtlich war bei einer Hysterikerin die Übertragung zerbrochen, als sich der angebetete Held selbst „hysterisch“ benahm.

Oder wie inflationär und laienhaft der Begriff „verrückt“ von Psychoanalytikern benutzt wurde, um das Renommee „abtrünniger“ Psychoanalytiker nachhaltig zu zerstören. Nicht nur Reich war Opfer dieser Taktik, sondern auch Rado, Rank, Jung, Adler, Tausk, Ferenczi, Melanie Klein und deren Tochter Melitta Schmiedeberg (S. 67). „Mein Vater war ein naiver und vertrauensvoller Mann“, der die psychotherapeutische Behandlung seiner Tochter Eva zwei Frauen überließ, nämlich Berta Bornstein und Anna Freud, welche Bornstein supervidierte, „die voller Haß ihm gegenüber waren“ (S. 77). Beide lebten „ihre Neurose wie bösartige Geister unter dem Deckmantel der psychoanalytischen Rechtschaffenheit aus“ (S. 80).

Lores Buch bietet einige Ergänzungen zu Der Rote Faden etwa, daß viele fanatische Trotzkisten später Neokonservative wurden. Lore selbst war von den späten 1940er bis zu den frühen 1960er Jahren in einer Trotzkistischen „Partei“ (Sekte!) aktiv. Oder etwa, wenn sie beschreibt, unter welcher Daueranspannung ihr Schwiegervater Genosse Thomas litt: „Eines Tages sah er in unserem Wohnhaus einen Psychoanalytiker in Begleitung eines Agenten der sowjetischen Geheimpolizei, den Thomas kannte. Aus Angst entdeckt zu werden, eilte er zurück in den Aufzug; er war schockiert von diesem Vorfall“ (S. 140). Dieser Vorfall habe, so Lore, auch gezeigt, welchen Zuspruch Stalins KP noch in den USA genoß. So hätten auch Psychoanalytiker Umgang mit der KP gepflegt, trotz all der Greueltaten.

Sie beschreibt die kommunistische Unterwanderung Amerikas sehr gut: Während sie in Europa nur Menschen getroffen hatte, die von der KP desillusioniert waren, traf sie in Amerika viele Erwachsene, die Kommunisten waren. New York sei voller genauso idealistischer wie ignoranter Leute gewesen, die die UdSSR verherrlichten. „Jahrelang, sogar nach dem Krieg, bis Mitte der 1950er Jahre, folgten diese Leute der kommunistischen Parteilinie ohne zu wissen, daß diese von Moskau aus diktiert wurde, marschierten in Maiparaden und hielten sich für ‚die Guten‘.“ Sie hielten sich stets an die jeweilige Linie der Partei, selbst wenn die, wie zu Anfang des Krieges, die Unterstützung Hitlers vorsah. „Heute sind Menschen der Meinung, daß man damals ‚unter jedem Bett einen Kommunisten sah‘ und verleugnen, wie groß die Anhängerschaft, zumindest in New York, war. Natürlich waren diese Menschen keine Spitzel, da sie diese Überzeugungen offen zur Schau stellten. Stattdessen übten sie enormen Druck auf die öffentliche Meinung, die Kunst und die Medien aus“ (S. 145f).

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Der kosmische Hintergrund von Liebe, Arbeit und Wissen (Teil 2)

25. Februar 2020

Der Puls ist mit dem Genital verbunden. Dies erinnert mich an das „Mahlen“ als zentrales Merkmal der von Robert Harman beschriebenen Puls-Funktion. Es ist funktionell identisch mit der Friktion während der genitalen Umarmung („Reiben“). Das „Vorwärtsschwingen“ ist zwiefach: Die „Kundalini-Bewegung“ die Wirbelsäule hinauf und natürlich der Orgasmus, begleitet vom gerichteten, strahlartigen Ausstoßen hochenergetischer Flüssigkeiten:

  • Was ist Arbeit (nach Marx und damit Reich)? Geist, Planung, Erstellung von Blaupausen (Kopf, Wellenfunktion) → gefolgt von Armen und Händen (Pulsfunktion). Nach Reich sind die Arme/Hände sozusagen kleine Genitalien.
  • Was ist Sex? Wahrnehmung, Flirten mit den Augen, Riechen und Schmecken (wir sind Säugetiere!), gefolgt von genitaler Aktivität: Welle → Puls, Kopf → Genitalien.

Was nun unsere vermeintlich „höheren Aspirationen“ betrifft, gibt es prinzipiell zwei Empfindungsbereiche. Da wäre zunächst das Empfinden, wie es insbesondere von der nordwestindischen Religionsgemeinschaft der Sikhs verkörpert wird: das „Wow!“, wenn dir die Nackenharre abstehen und der energetische Impuls des Orgonoms sozusagen „über das Ziel hinaus“ nach oben geht.

Das wird in den folgenden beiden Illustrationen aus einem Sikh-Broschüre sehr schön dargestellt:

Welche Rolle der Turban dabei spielt, habe ich an anderer Stelle dargelegt.

Die Sikhs gehen letztendlich auf die hinduistische Bhakti-Bewegung des Mittelalters zurück, die wir vor allem durch die „Hare Krishnas“ kennen. „Bhakti-Yoga“ beruht auf der Liebe zu Gott und drückt sich vor allem im „Chanten“ aus, bei den Sikhs ist das das Wort „Waheguru“ (der „wunderbare Guru“, der ein „Wow“ erzeugt, das man erlebt, wie oben dargestellt). Beim Bhakti-Yoga geht es aber natürlich vor allem um die Liebe, „die vom Herzen kommt“, d.h. hier geht es um das Erstrahlen des bioenergetischen Zentrums im Solar plexus, im „Sonnengeflecht“:

Bisher wurde alles im Rahmen der Funktion „relative Bewegung“ (insbesondere Kreiselwelle) erläutert, hier geht es schließlich um die parallele Funktion „koexistierende Wirkung“:

Wenn man das Video auf sich wirken läßt, wird unmittelbar offensichtlich, daß diese Art von Religion auf einer Blockierung der genitalen Befriedigung beruht und nichts als ein abgeschmackter Ersatzkontakt darstellt.

David Holbrook, M.D.: FRAGE UND ANTWORT: SEX UND LIEBE

7. September 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Frage und Antwort: Sex und Liebe

 

Frage und Antwort: Sex und Liebe

3. Juni 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Frage und Antwort: Sex und Liebe

 

Ein dritter Blick auf Reichs Triebtheorie (Teil 6)

23. Februar 2019

Eines der Hauptmißverständnisse, unter denen die Orgonomie leidet, ist, daß Reich für „Sex“ stand. Wenn es, frei nach Aldous Huxleys „Schöner neuer Welt“, keinen Triebstau mehr gäbe, weil Sex, frei nach Lenin, so einfach zu haben ist wie ein Glas Wasser, wären die Menschen erst recht unglücklich und – Reich hätte Unrecht. Tatsächlich haben wir dank Tinder solche Verhältnisse. Aber gemach: wer als Mann Geld hatte und als Frau Mut bzw. ausreichend Selbstverachtung konnte ohnehin schon von jeher jederzeit so viel Sex haben, wie er bzw. sie wollte. Sexualökonomisch ist das alles vollkommen wertlos, teilweise sogar kontraproduktiv, da wirkliche Befriedigung nur möglich ist, wenn die Emotionen mitspielen („Liebe“). Emotionen sind unmittelbarer Ausdruck der Bewegung der organismischen Orgonenergie. Sind sie nicht vorhanden (innere Leere), ziehen sie sich zurück (Angst) oder versuchen ganz im Gegenteil das „Liebesobjekt“ zu vernichten (Haß): was soll das mit Wilhelm Reich zu tun haben?

Eine Frau, die sich nach einer frustrierenden Ehe von ihrem Mann trennt und sich bei „Gangbangs“ austobt, kann behaupten, sie sei noch nie so sehr befriedigt wie jetzt, doch das hat NICHTS mit wirklicher genitaler Befriedigung zu tun. Sie rächt sich an ihrem Mann, letztendlich an ihren Eltern, lebt ihren Masochismus aus und „befriedigt“ ihren Narzißmus, aber dieses Ausleben der Neurose… Ausführungen erübrigen sich. Das gleiche gilt für das heutige Geschlechtsleben weiter Kreise junger Menschen, für die Sex nicht etwa die Besiegelung und Erfüllung einer romantischen Beziehung ist, sondern umgekehrt an deren Anfang stehen kann. Heute ist es für junge Frauen durchaus nicht absonderlich, beim elektronischen „Flirten“ erst mal nach einem „Schwanzbild“ zu fragen, bevor man sich trifft – um zu ficken. Bei Sympathie ist danach ein engeres (sic!) Kennenlernen nicht ausgeschlossen…

Man täusche sich nicht: die „Generation Tinder“ ist nicht freier als vorangegangene, denn die Spaltung zwischen Körper („Sex“) und Seele („Liebe“) wird aufrechterhalten, hat sich vielleicht sogar noch verschärft. In der sexualfeindlichen Welt vor der vermeintlichen „sexuellen Revolution“ gab es zumindest Anklänge an die Genitalität und ihren natürlichen Ablauf:

ZUKUNFTSKINDER: 6. Das sexuelle Elend der Jugend, f. Die sexuelle Revolution

12. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

6. Das sexuelle Elend der Jugend, f. Die sexuelle Revolution