Posts Tagged ‘Körperpsychotherapie’

Der NACHRICHTENBRIEF: Eine Einordnung (Teil 1)

23. März 2026

Dieses Netztagebuch ist aus der Netzseite www.orgonomie.net herausgewachsen. Ursprünglich war der Nachrichtenbief eine wöchentliche Strompost, die die neusten Entwicklungen in Gesellschaft und Wissenschaft mit den Themen der Netzseite in Zusammenhang bringen sollte.

Problem bei solchen Netztagebüchern ist, daß sie zur Verbreitung von Weltanschauungen tendieren. Die Orgonomie ist jedoch Wissenschaft, keine Weltanschauung. Entsprechend war für Reich in den 1920er und 1930er Jahren die Psychoanalyse eine Wissenschaft und keine Weltanschauung, obwohl sie als Weltanschauung bekämpft wurde (Menschen im Staat, S. 238). Reich führte damals weiter aus, daß sich in der „objektiven Wissenschaft“ der weltanschauliche Konflikt nicht direkt zu äußern pflege. Man müsse unterscheiden, wo wissenschaftliche Differenzen Mängeln sachlicher Erkenntnis und wo sie weltanschaulichen Motiven entspringen, und ausmachen, wo es zur Bremsung der Erforschung der Wahrheit durch eine unbewußt festgehaltene Weltanschauung komme (ebd., S. 250).

Es kann also nicht darum gehen, hier eine vermeintlich „orgonomische“ Weltanschauung zu vertreten (was ein Widerspruch in sich selbst wäre!), sondern nur darum zu zeigen, wo und wie die diversen Weltanschauungen verhindern, daß sich die Wahrheit, d.h. die Wissenschaft durchsetzt. Ein solches Unterfangen ist natürlich nur möglich, wenn man selbst auf einem sachlichen Fundament steht.

Dieses Fundament ist die Orgonomie bzw. die folgenden vier Grundelemente (vgl. www.orgonomie.net/hdozeit.htm):

  1. die Funktion des Orgasmus
  2. die Entdeckung des Orgons
  3. der Orgonomische Funktionalismus
  4. das ORANUR-Experiment

Am wichtigsten, weil die Grundlage von allem, ist der 1. Punkt. Für den Leser dieser Zeilen bedeutet dies konkret psychiatrische Orgontherapie als die alles entscheidende Grundvoraussetzung, um überhaupt in irgendeiner Weise orgonomisch tätig sein zu können (siehe www.roomforhappiness.de).

Parallel dazu strebt die soziale Orgonomie danach, die „soziale Panzerung“ aufzulösen. Dies geschieht, indem den Massen bewußtgemacht wird, daß die Lösung ihrer Probleme nicht im politischen, sondern im bio-energetischen Bereich liegt. Wie der amerikanische Orgonom Charles Konia in seinem Netztagebuch schrieb:

Das erste und einzige, was den Menschen auf ihrem aktuellen emotionalen Entwicklungsstand gesagt werden kann, ist, daß es keine politischen Lösungen für ihre sozialen Probleme gibt und ihre politischen Lösungen, um den Himmel auf Erden zu erreichen, ein Schwindel sind. Wenn die Menschen diesen Gedanken fassen können, reicht das erst mal. Politische Sehnsucht ist bei den heutigen Massen an die Stelle der religiösen Sehnsucht getreten. Auf diese Weise drücken sie ihren Mystizismus aus.

Punkt 2 beinhaltet den Nachvollzug und die Weiterführung von Reichs Experimenten.

Punkt 3 ist mehr oder weniger Inhalt von www.orgonomie.net, desgleichen

Punkt 4, hier insbesondere der Kampf gegen die Emotionelle Pest, die Auswirkungen von DOR (abgestorbener, giftiger Orgonenergie) auf gesellschaftlicher Bühne (OREP).

 

Charles Konia in der Diskussion (Teil 8)

19. März 2026

Im Juni/Juli 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge Juni/Juli 2010

  • Der arabisch-israelische Konflikt und die Emotionelle Pest
  • Der Rechtstrend der türkischen Politik und die Emotionelle Pest
  • Das Ziel von Präsident Obamas Politik verstehen
  • Die sozio-politische Charakterstruktur bestimmt das ideologische Denken
  • Der Unterschied zwischen dem echten Liberalen und dem Pseudo-Liberalen
  • Die Islam-Nazi-Verbindung
  • Politik ist nicht die Lösung der sozialen Probleme
  • Das große Ausweichen vor dem Wesentlichen in der Debatte um die Reform des Gesundheitswesens
  • Die Zerfall der autoritären Gesellschaftsordnung

 

Zu „Der arabisch-israelische Konflikt und die Emotionelle Pest“

Peter schrieb 2013: Neues zum Neo-Nationalsozialismus in Deutschland:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/liebe_frankfurter_rundschau/

Robert : Oxford-Professor: „Israel half bei der Gründung der Hamas…“
Gerhard Wisnewski
„Ein Feind, ein guter Feind, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt!“, trällerte einst Heinz Rühmann. Pardon: Ein guter Freund, natürlich. Doch so absurd ist der Gedanke nicht. Denn über einen guten Feind geht ebenfalls nichts, wie Israels Unterstützung der islamischen Widerstandsbewegung Hamas beweist… [Link ist tot]

Darauf Peter: Schlicht und ergreifend QUATSCH, der darauf beruht, daß die Menschen nicht funktionell denken können, sondern alles aus dem Zusammenhang reißen und dann mit diesen Versatzstücken ihre wirren Verschwörungstheorien zusammenzimmern.
Die Islamisten hatten im Gazastreifen ein soziales Netz aufgebaut, jedoch ohne militärische Ambitionen. Sie gründeten in Gaza die islamische Universität und bezogen Gelder aus dem Ausland für den Bau von Moscheen. Israelische Genehmigungen dafür werden als ‚Beweis‘ für die Bevorzugung der Islamisten angebracht. „Das ist ein lächerliches Argument“, meint Harari. „In der gleichen Periode entstanden die ‚Bir Zeit Universität‘ und ‚ANadschach‘ in Nablus“. Im Gegensatz zur weltlichen ‚Fatah‘, DFLP oder PFLP unter dem Dach der PLO, enthielten sich die Islamisten bis 1989 des Terrors gegen Israel. Bewaffneter Widerstand sollte warten, „bis wir bereit sind und um Israel keinen Vorwand zu liefern, uns zu stoppen“, zitiert Harari. Kaum ein Moslembruder saß im Gefängnis. [Link nicht mehr vorhanden]

Matthias: Besonders die Schlußwende zeigt den Kopp-Verlag mal wieder von seiner widerlichen Seite. Das seltsame dabei ist doch: selbst wenn Israel die Hamas anfänglich unterstützte oder ‚abtastete‘, was sicher alles Andere als umfangreich war und durchaus im sicherheitspolitischen Rahmeninteresse liegt, wieso es Israel vorwerfen!? Um die kommunistisch gespeiste Enteignungsmentalität der anderen ‚weltlichen‘ Aktivisten und Terroristen ins Schach zu setzen durch Unterstützung einer religiös aufgebauten Bewegung war zu damaliger Zeit naheliegend – auch die Staaten versuchten sich mit dieser Strategie in Afghanistan. Aber gleich zu behaupten: unter wesentlicher Mithilfe oder gar Hamas von Israel selbst gegründet ist so idiotisch und umfeldverkennend, schlichtweg – ja, nicht blöde, sondern eigentlich.
Obendrein hintertreibt solch Gefasel der ‚aufklärerischen Weltöffentlichkeit‘ jeden wirklichen Lösungsansatz, indem Sie die Feinde Israels in ihrem Anspruchsdenken Israel gegenüber füttern – sorgt also selbst für das, was man Israel vorwirft.
Auch die Art oder besser die Haltung, aus der der Vorwurf kommt: ankreidend und schlichtweg klein. Ja, einfach klein. Wie das falsche Höhnen falscher Bekanntschaft.
Was der Kopp-Verlag wohl berichten würde, WENN Israel anfängt, seine Feinde ein für alle Mal zu bekämpfen? Schade um den Kopp-Verlag, manches las ich gern.

Robert: Eins stimmt aber nicht, nämlich dass der Text vom KOPP Verlag stammt. Gerhard Wisnewski zeichnet dafür verantwortlich, nicht die KOPP-Redaktion. Dabei werden bei KOPP-Online durchaus sich diametral entgegengesetzte Meinungen veröffentlicht.

Matthias: Danke für den Hinweis, Robert.
Gut, wird bedacht.
Zu Wisnewski kann ich garnichts sagen; seine Absonderungen sind zuweilen haarsträubend und allgemein irgendwie uninteressant. Ziemlich beschissene Welt, in die er sich da verrannt hat.
Bei Madrasa of Time kommt ab und an mal was über ihn und sein Haufen Freaks. Greulich!
Aber zum Thema mal was über das ‚palästinensische Volk‘: [Link nicht mehr vorhanden]

Robert: Das Problem bei W. ist, dass er alles allein macht und keinen Mitarbeiterstab hat. So macht er bei der Recherche auch Fehler, die sonst vermieden wären. Was ihn auszeichnet, ist sein Mut, wirklich jede Schweinerei aufzudecken, auch wenn es zuerst absurd erscheint. Sein Ziel, Verschwörungen aufzudecken, macht ihn natürlich besonders unattraktiv. Aber nicht umsonst wurde das Wort Verschwörungstheoretiker mit neuem Inhalt gefüllt, um so Verschwörungen besser verbergen zu können.

Robert: Warum wichtige Fragen nicht gestellt werden
Der Palästinakonflikt dominiert seit Jahrzehnten die internationale Politik und Berichterstattung. Gemessen an den Opferzahlen, ist dies unverhältnismäßig. Doch derartige Fragen scheinen verpönt. Von Gunnar Heinsoh
http://www.welt.de/debatte/article112406530/Warum-wichtige-Fragen-nicht-gestellt-werden.html

Robert: Warum protestieren die Muslime diesmal nicht?
Das Leid der Palästinenser im Flüchtlingslager Jarmuk schreit zum Himmel. Nur: Die meisten Araber interessiert es nicht. Sie kümmern sich nur um palästinensische Opfer, wenn Israelis im Spiel sind.
Zitat:

Die Mehrheit der Muslime in Deutschland entlädt wiederum lieber ihren Hass auf die Juden und Israel, als den innermuslimischen Krieg zu beklagen.
Das Schicksal der Palästinenser kümmert die meisten von ihnen seit jeher wenig. Bedauernswerterweise lässt sich diese Kälte für viele arabische Regierungen feststellen. Anders lässt sich nicht erklären, warum es fast 70 Jahre nach der Flucht und der teilweisen Vertreibung der Palästinenser aus dem jüdischen Staat selbst noch im Gazastreifen palästinensische Flüchtlingslager gibt. Auch Jarmuk existiert schon seit einer halben Ewigkeit.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article139395820/Warum-protestieren-die-Muslime-diesmal-nicht.html

3 Antworten zu „Der Rechtstrend der türkischen Politik und die Emotionelle Pest“

Peter: Hier ein Beispiel für die Faschisierung der türkischen Community:

Rückständige türkische Buch- und Kulturmesse

O.: Ersetzt man in Konias Text die „türkischen“ mit die „amerikanischen“ und die „Islamisierung“ mit „Christianisierung“ würde man keinen Unterschied zwischen einer Aussage über der Türkei und Amerika finden, insbesondere „charakterlich“. Ist dies eines Lobes wert?

Darauf Peter: Erstens weiß Konia, wovon er spricht (rate mal, woher der Name „Konia“ stammt!), und zweitens ist es wirklich eine Medienverzerrung, wenn man Amerika von „rechten christlichen Fundamentalisten“ bevölkert sieht. Wirklich die gesamte amerikanische „Kultur“ und sogar der Staat sind durch und durch antichristlich. Als Lehrer an staatlichen Schulen kannst du schwul-lesbisch-was-weiß-ich die Kinder indoktrinieren, aber wehe du erwähnst den Namen „Jesus Christus“ im Unterricht.

Eine Antwort zu „Der Unterschied zwischen dem echten Liberalen und dem Pseudo-Liberalen“

Stefan Wehmeier: Wirtschaftliche Freiheit
Die persönliche Freiheit ist … die grundlegendste aller Freiheiten, sie vermag aber ebenso wenig wie die politische Freiheit das Herzstück der Freiheit zu verbürgen, auf das es entscheidend ankommt: die wirtschaftliche Freiheit, verkörpert in dem Recht auf Teilnahme am Wettbewerb.
Diese wirtschaftliche Freiheit ist heute offensichtlich arg eingeschränkt. Das will aber keineswegs besagen, dass sie etwa in der Vergangenheit in voller Gänze bestanden hätte.

War es nicht vielleicht gerade der ursprüngliche Mangel an wirtschaftlicher Freiheit gewesen, der zu immer weitergehenden Freiheitsbeschränkungen geführt hat? … War nicht der Staat, um diese aus der Vorenthaltung der wirtschaftlichen Freiheit entstehenden Störungen zu überbrücken, zu immer weitergehenden Eingriffen in die Wirtschaft genötigt, die ihrerseits nur in einer immer stärkeren Einschränkung des Wettbewerbes bestehen konnten?
Dieser Gedankengang hat um so mehr für sich, wenn man … die wirtschaftliche Unfreiheit mit einer Einschränkung oder gar Ausschließung des Wettbewerbs gleichsetzt. Jede derartige Behinderung des Wettbewerbs für den einen muss ja zugleich ein Monopol für den anderen darstellen. Monopol aber heißt rundweg Ausbeutung, und zwar Ausbeutung des einen durch den anderen, heißt Klassenbildung, Klassenstaat, soziale Frage, verstärkte Einmischung des Staates in das Wirtschaftsleben und die Sozialfürsorge, heißt Bürokratismus und schließlich allgemeines staatliches Wirtschaftsmonopol im Staatskapitalismus (Kommunismus).
Bereits auf dieser Stufe der Betrachtung beginnen sich die folgenden Zusammenhänge in groben Umrissen abzuzeichnen:
Erstens, dass wirtschaftliche Freiheit mit freiem Wettbewerb gleichzusetzen ist, den es bisher augenscheinlich noch nicht gegeben hat;
zweitens, dass zwischen der mangelnden wirtschaftlichen Freiheit und den Wirtschafts- und sozialen Störungen, die zu immer einschneidenderen Maßnahmen des Staates drängen, ein ursächlicher Zusammenhang besteht;
drittens, dass „wirtschaftliche Unfreiheit“, „Ausbeutung“, „soziale Frage“, „Beschränkung jedweden Wettbewerbs“ und „Monopol“ lediglich fünf verschiedene Bezeichnungen für ein und dasselbe sind.
Es ist jedenfalls erstaunlich, …dass der ursächliche Zusammenhang zwischen der sozialen Frage einerseits und der wirtschaftlichen Unfreiheit andererseits von den Berufsökonomen nur höchst unvollständig erkannt worden ist. Diese Tatsache ist … vor allem auf die ungenaue Auslegung des Begriffes des Monopols zurückzuführen, die es verhindert hat, die beiden uralten Monopole Geld und Boden als solche zu erkennen, obgleich es sich bei ihnen sogar um die beiden primären Monopole handelt, die alle anderen nach sich ziehen. So kam es, dass man von einer „freien Wirtschaft“ sprach und spricht, wo in Wirklichkeit der Zwang dieser beiden Monopole uneingeschränkt herrscht.
Halbwegs glücklich? [Link nicht mehr vorhanden]

5 Antworten zu „Die Islam-Nazi-Verbindung“

Robert: „Sowohl radikale Islamisten als auch Nazis sind emotionell pestkranke Charaktere, die der extremen Rechten des soziopolitischen Spektrums angehören. Aus diesem Grund fühlen sie sich politisch zueinander hingezogen.“
Wie immer hat Konia seine Holzhammerpsychologie, die an komplexen Tatbeständen scheitert. Gerade die islamische Hamas und der Mullah-Iran werden von den europäischen Linken am meisten unterstützt.

Ahmadinedschad und deutsche Amigos

O.: „…Kenntnis von der soziopolitischen Charakterologie gehabt hätte, derzufolge der individuelle Charakter die primäre Determinante im Sozialverhalten darstellt. Sowohl radikale Islamisten als auch Nazis sind emotionell pestkranke Charaktere, die der extremen Rechten des soziopolitischen Spektrums angehören.“ Zitat Konia.
Zunächst scheint dieser Satz plausibel, man kann verstehen was Konia (irgendwie) meint.
In meinen Schüler-Englischbuch stand immer der Einschub – „Stop to think!“ – und mahnte zum Innehalten der Lektüre, um über das Gelernte oder Gesagte nachzudenken.
Kritische Gedanken könnten in einer solchen Phase auftreten: Was meint der Author? Welche Konzepte werden hier erwähnt (Charakteranalyse und soziopolitische Charakterologie)? Welches Modell bezieht sich auf Reich, welches auf Baker oder beide auf beide?
Eindeutig hingegen bezieht sich Konia (ohne das hervorzheben, was hinderlich für einen späteren Nachvollzug ist – ist im Buch vielleicht auch anders …) auf Bakers Mensch in der Falle.
Meine „destruktive Kritik“ hat bereits (in aller Klarheit) darauf verwiesen, dass ein noslogisches Babylon hier entstanden sein mag bzw. entstanden ist. Der Mensch kann frei nach Baker in einen „oralen Charakter“, „depressiven Charakter“ oder auch politisch orientierten (soziopolitschen) Charakter eingestuft werden, bspw. den „liberalen Charakter“, mit weiteren Unterstufen nach Konia. In Anlehnung an Reichs Konzept der „emotionellen Pest“ sei die soziopolotische Charakterologie (nach Baker und Konia) entstanden, so dass Konia hier von einer „emotionell pestkranken Charaktere“ spricht als Eigenschaft der Persönlichkeit eines radikalen Islamisten oder Nazi.
Ein Versuch einer „konstruktivern Kritik“ würde nun mit Vorschlägen kommen und das Dilemma, was noch nicht als solches (vom Publikum und ACO) erkannt ist, zu lösen versuchen.
Als Nörgler gebe ich nur den Hinweis und hoffe, dass die „destruktive Kritik“ verstanden und beseitigt werden kann. Eine Nachbesserung könnte und „muss“ vom Author erfolgen.
Als „konstruktiver Kritiker“ gebe ich auch noch die Lösung des Problems vor, diese kann dann übernommen werden und das ursrpünglicher Werk würde besser als zuvor darstehen, in den meisten Fällen ohne die destruktive Kritik (und damit die Entwicklung der Theorie) zu benennen. Da sich noch weitere „Fehler“ einschleichen mögen, kann dieser Prozess unzählige Male wiederholt werden, bis dann kein „Nörgler“ mehr etwas findet.
Dies würde aber bedeuten, dass die fehlerhaften Grundannahmen nicht korrigiert wurden, sondern die oberflächliche Beschreibung stimmiger erscheint.
Ein Forscher- oder Therapeutenteam könnte innerhalb des ACO mögliche Schwachpunkte diskutieren und gegebenenfalls eine Veränderung der Theorie aufstellen oder sich von der Kritik mit Argumenten distanzieren.
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Die eigentlich relevante Frage, die dahinter steht, ist: Bewegen sich die Authoren noch auf dem Weg Reichs oder haben sie – mit Angabe von Gründen – diesen Weg „erweitert“ und sind die von Reich gemachten Prämissen noch gültig.
Möglicherweise kann sich auf Reich „geirrt“ haben und er muss korrigiert werden, aber nicht heimlich, sondern belegt.
Das ACO muss die Frage nach dem Verständnis von der Orgontherapie – wie sie es verstehen – klären. Baker hat dies nicht deutlich gemacht oder Widersprüche entwickelt, die so nicht fortgesetzt werden dürfen. Erst dann kann man zu neuen „soziopolitischen“ Charakteren kommen und Vorschläge finden wie diese zu behandeln sind. Es fehlt in Grunde eine Tranparenz der Therapieausbildung.
Sprachliche Fehler in der Verwendung des Charakterkonzeptes verweisen auf ein evtl. falsches Verständnis der Charakteranalyse im „Zeitalter der Orgontherapie“ und dies fällt letztlich auf Reich zurück, ob berechtigt oder nicht.
Da ich nur medizinischer Laie bin und keine ACO Therapieausbildung genossen habe, sehe ich mich für die Lösung des Problems nicht in der Verantwortung oder in der Lage. Als Kritiker in diesem Punkt denke ich, dürfte meine Beschäftigung mit Reich hinreichend genug sein, dass sie nicht als „extern“ empfunden werden kann.
Letztlich ist dieser kritische Punkt kein Reich spezifischer aus dem Verständnis der Orgonomie heraus, sondern ein allgemein-therapeutischer, dem man sich nicht einfach entziehen kann.

O. weiter: Oben bin ich nur auf die theoretischen Überlegungen eingegangen, nicht auf die Inhalte. Hier ein wie ich finde gelungener Beitrag eines Neu-Deutschen, an den ich mich erst gewöhnen muss, der aber zur „Deutschlandkritik“ versöhnlich Stellung bezieht und wohl nicht ins „antiauthoritäre“ Muster fällt.

Peter: Ein Nazi-Überfall in Holland: http://gatesofvienna.net/2013/01/kicked-in-the-head-and-left-for-dead/

Klaus: Dass es sich um Mitmenschen mit Migrationshintergrund handelt, ist der deutschen Berichterstattung selten oder gar nicht zu entnehmen.

Antworten zu „Politik ist nicht die Lösung der sozialen Probleme“

Peter: Der Sieg der Volldeppen. Der Sieg jener, denen „Umweltpolitik“ wichtig ist, so als gäbe es in Deutschland Umweltprobleme. Das einzige Umweltproblem sind allenfalls die Vogelschredder (sogenannte „Windräder“), die die norddeutsche Landschaft für immer zerstört haben. Jene, die mehr Geld für Bildungspolitik wollen, so als könne nicht jeder kostenlos Bücher in Leihbibliotheken lesen. Jene, denen die „Sozialpolitik“ wichtig ist, d.h. die Behinderung der Wirtschaft und damit der Wegfall von immer mehr Arbeitsplätzen. In Niedersachsen hat das hirnlose Gesindel gewonnen.

O.: Wenn man in Niedersachsen die „Umweltprobleme“ einmal übersehen möchte, die Asse unter den relativ neu aufgestellten Windräderpark, der es schön ökologisch erscheinen läßt.
Konservative Informationen stellen es selbst so dar:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schachtanlage_Asse
http://de.wikipedia.org/wiki/Schacht_Konrad
Und wer hat die Finger drin und weiß (angeblich) nicht was passiert, wenn Metall(-behälter) und Salz zusammenkommen … [Link nicht mehr vorhanden]
Die strahlende Gegend um den Schacht Konrad wurde „ökologisch“ aufgewertet mit einem „Vogelschredderpark“, da fliegt vermutlich sowieso nix mehr.
Also einen ORAC würde ich da (weiträumig) nicht hinstellen!

Klaus: „Das einzige Umweltproblem sind allenfalls die Vogelschredder „.
Natürlich Unfug. Nur aus Trotz über die Atommüllangelegenheiten hinwegzusehen, hat wenig mit ‚Rationalität‘ zu tun.

Peter: Ich lasse das von Akif Pirincci beantworten, der den ganzen Öko-Quatsch durchschaut hat:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wie_sound_of_music_vom_gruenen_panikorchechster_uebertoent_wurde/

Klaus: …Weil ehemalige Maoisten, Marxisten, Kommunisten, Kinderficker (nicht vergessen, eine der Hauptforderungen der jungen Grünen war, Kinderficken zu legalisieren, Volker Beck hält dafür weiterhin die wortwörtliche Stange) und andere Wegelagerer in der Mitte der Siebziger gemerkt haben, daß in einem Land, in dem ein einfacher Arbeiter alle fünf Jahre ein fabrikneues, bar bezahltes Auto kaufen kann (ja, liebe Kinder, das konnte man damals wirklich), einfach keine Revolution zu machen ist. Da diese Leute aber nichts Gescheites gelernt und auch keinen Bock hatten, bei VW am Fließband zu stehen, schwenkten sie plötzlich auf die Naturschiene um und wurden GRÜN. …
Hat mit dem Thema nicht viel zu tun, eher mit linken Motiven.

Klaus:In der Tat übernahmen die Linken in den Siebzigerjahren das Umweltthema. Das ist weder sachlich begründet – ich sehe keinen besonderen Zusammenhang zwischen sozialistischer Doktrin und dem Umweltthema – noch waren sie die einzigen, denen an diesem Thema lag. Im Gegenteil: Die typischen Linken konnten so schnell wieder davon ablassen, wie Ökomoden an Reiz verloren. Leute hingegen, die sich vor Ort betroffen sahen, hatten drängendere Gründe für ihr Engagement und sind auch konstanter dabei geblieben. (Wir hatten das hier öfter, und es muss ja nicht ständig wiederholt werden.) Wie gefährlich und giftig dies-und-das längerfristig ist, kann man schwer beweisen, nur anhand gegenwärtigen Wissens abzuschätzen versuchen. Vielleicht sind die gängigen Erklärungen, die Waldsterben, Klimawandel, … betreffen, Quatsch und ‚orgonomische’ Erklärungen näher dran an der Wirklichkeit. Was KKW’s betrifft, wäre ich lieber vorbeugend vorsichtig – auch wenn es zurzeit in Brokdorf sauberer aussieht als in einer chinesischen Metropole. Und wer sich überzeugt gibt, dass KKW’s relativ harmlos sind, insbesondere deutsche, möge bereit sein, direkt daneben zu wohnen. Am besten gleich mit ORAC? Ist das nicht ein gutes Kriterium: ;Man soll anderen keine andere Umgebung zumuten als eine solche, in der man einen (sachkundig gepflegten) ORAC aufstellen würde.’ ?

Klaus: Und bitte nicht wieder: Orgonomie wird bald das Problem lösen.

Körper und Seele (Teil 1)

9. März 2026

Die innige Beziehung zwischen „Äußerlichkeiten“ und dem Innersten des Menschen zeigt sich an so etwas simplen wie der Körperlänge oder etwa der Breite des Gesichts.

Jane Green, University of Oxford, et al. haben die Daten von mehr als 1,3 Millionen Frauen mittleren Alters ausgewertet, die über ein Jahrzehnt hinweg beobachtet wurden. In dieser Zeit traten 97 000 Krebsfälle auf. Nachdem man alle anderen Risikofaktoren heraus rechnete, ergab sich, daß das Krebsrisiko pro 10 Zentimeter mehr Körpergröße um 16 Prozent steigt.

Bemerkenswerterweise gilt dies für die unterschiedlichsten Arten von Krebs, sagt also etwas über „den Krebs an sich aus“, – den es für die moderne Medizin zunehmend gar nicht mehr gibt. Der mechanistische Erklärungsversuch:

Entweder gibt es bestimmte Umweltfaktoren oder genetische Besonderheiten, die sowohl das Wachstum als auch das Krebsrisiko beeinflussen. Oder die größere Anzahl von Zellen, die in einem großen Körper vorhanden sind, erhöht per se die Wahrscheinlichkeit, daß es zu Entartungen kommt. In jedem Fall könnte der Größeneffekt laut den Forschern zumindest zum Teil erklären, warum es in unterschiedlichen Ländern verschiedene Krebsraten gibt – und warum die Anzahl von Krebserkrankungen seit Jahren stetig zunimmt, denn auch die Durchschnittsgröße steigt kontinuierlich an.

Zunächst einmal hat Reich in Der Krebs ebenfalls die Behauptung aufgestellt, daß die Anzahl der Biopathien, insbesondere aber die der Krebserkrankungen steigt. Reich:

Es wird in der Literatur der Krebsstatistik behautet, daß das Anwachsen der Zahl der Todesfälle infolge Krebses in den letzten Jahrzenten der besseren Diagnostik am Lebenden und an Leichen zuzuschreiben ist; daß also das Anwachsen der Todesziffern ein Artefakt ist. (Der Krebs, Fischer TB, S. 407f)

Die mechanistische Wissenschaft müsse das sagen, „um an der rein erblichen Natur des Krebses (festhalten zu können)“ (ebd., S. 408).

Wir sehen anhand der obigen Meldung, daß aus heutiger Sicht das Anwachsen des Krebsrisikos kein Artefakt ist. Die mechanistische Wissenschaft kann das heute einräumen, weil sie gleich eine naheliegende genetische Erklärung zur Hand hat: mehr Zellen bedeutet, daß mehr Zellen genetisch entarten, d.h. sich zu Kondensationskernen von Krebstumoren entwickeln können. Und da in den industrialisierten Ländern die Menschen von Generation zu Generation immer größer werden, wachse dort das Krebsrisiko, während es in den unterentwickelten Ländern, wo dieses Längenwachstum nicht in diesem Ausmaß auftritt, in etwa gleich bleibt.

Für Reich ist Krebs eine Art „Enttäuschungsreaktion auf Zellebene“. Große Erwartungen, d.h. ein entsprechend mobilisiertes Energiesystem, führen zu entsprechend verheerenden Enttäuschungsreaktionen; eine bioenergetische Reaktion, die bis auf die Zellebene zurückwirkt. Wir alle wissen aus eigener Anschauung, wie es „bis ins Mark geht“, wenn große Erwartungen brutal enttäuscht werden. „Bremsen bei voller Fahrt!“

Und warum breitet sich dann die Krebserkrankung immer weiter aus? Reich:

Menschen, die durch die Veränderung der Sitten zur Bewußtheit ihrer sexuellen Bedürftigkeit kommen, denen aber die Mittel und Wege fehlen, der sexuellen Energie den natürlichen Ablauf durch volle natürliche Befriedigung zu geben, müssen notwendigerweise zerrissen werden, müssen biopathisch erkranken (…). (ebd., S. 412)

Die Lebendigkeit der Menschen bliebe, so Reich weiter, immer mehr hinter ihren Ansprüchen zurück, was zu immer weiter steigender sexueller Frustration führt.

Parallel zu der von Reich beschriebenen sexualökonomischen Entwicklung wurden die Menschen auch immer größer. Anthropologen fanden anhand von Knochensammlungen heraus, daß es immer wieder Zeiten mit regelrechten Wachstumsschüben gegeben hat. Sie sprechen von „säkularer Akzeleration“. Seit Ende des 19. Jahrhunderts, als die Industrialisierung begann, sind wir größer geworden als jemals zuvor. Die Ursachen dafür sehen sie in den optimalen Umweltbedingungen. Wir haben ausreichend Nährstoffe und Nahrung zur Verfügung. Aber auch die sonstigen Bedingungen, wie ein hoher Standard an Hygiene, sind sehr gut.

Was die Körpergröße betrifft, war es im Laufe der Jahrhunderte entscheidend, in welcher Familie man geboren wurde. So haben soziale Unterschiede im vergangenen Jahrhundert eine sehr große Rolle gespielt. Gleichaltrige Schüler, die auf Schulen für Arme gingen, waren oft 20 cm kürzer als diejenigen, die Schulen für Adlige besuchten. Auch heute sind solche Unterschiede, je nach sozialer Schicht, erkennbar. Allerdings beträgt der Unterschied nur noch zwei bis drei Zentimeter.

Und was hat eine Zunahme der Körpergröße direkt mit einer Zunahme des Krebsrisikos zu tun? Aus bioenergetischer Sicht ist Krebs gleichbedeutend mit einem Hang zur Anorgonie.

In der Anorgononie ist weniger biologische Energie frei und tätig; die träge Masse des Organismus wird im Verhältnis zur tätigen Energie, die den Körper zu bewegen hat, größer, also schwerer. (ebd., S. 400)

Offenbar, so können wir angesichts der heutigen Daten spekulieren, „hinkt die organismische Orgonenergie der hypertrophierenden Masse hinterher“.

Interessanterweise haben große Menschen ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Herz-Kreislauferkrankungen sind in vieler Hinsicht das Gegenteil der Krebs-Schrumpfungsbiopathie, nämlich eine „Stauungsbiopathie“. „Zu viel Energie für die zu kleine Masse.“

Weitere Ausführungen würden vollends in Spekulation abgleiten, weshalb ich es mit folgender Aufstellung bewenden lassen will:

Michael Haselhuhn und Elaine Wong (University of Wisconsin in Milwaukee), haben in zwei Studien gezeigt, daß je breiter ein Männergesicht im Verhältnis zur Höhe ist, es desto wahrscheinlicher ist, daß Männer lügen und betrügen. Das gilt nur für Männer, bei Frauen ist die Gesichtsform in keinster Weise mit dem Hang zum Betrug verbunden.

Ein breites Gesicht ist [bei Männern] ein klares Indiz dafür, daß sein Besitzer zum Mogeln und zum Betrügen neigt. Damit sei zum allerersten Mal eine Verbindung zwischen unethischem Verhalten und einem genetisch festgelegten körperlichen Merkmal nachgewiesen worden, jubeln Haselhuhn und Wong. Vermittelt werde diese Verbindung ganz offensichtlich durch das persönliche Machtgefühl. Das mache auch aus Sicht der Evolution Sinn: Wäre das breite Gesicht lediglich ein Indikator für einen Hang zum Lügen, dürfte es seinen Trägern in der Vergangenheit ausschließlich Nachteile gebracht haben und müßte mittlerweile völlig verschwunden sein. Ist es jedoch gleichzeitig ein Anzeichen für positiv gewertete Qualitäten, könnte das den negativen Effekt aufgehoben haben. Genau das sei hier der Fall: Macht beziehungsweise das Gefühl von Macht bringe auch Optimismus, zielgerichtetes Verhalten und Führungsqualitäten mit sich.

1980 hat mich meine damalige Freundin zu einer „charakterkundlichen“ Vorlesungsreihe mitgeschleppt. Im Anschluß an Johann Caspar Lavater (der heute vor allem durch seine Beziehung zu Goethe bekannt ist) ging es darum, aus der Schädelform und den Gesichtszügen den Charakter zu lesen. Entsetzt saß ich da im altertümlichen Vorlesungssaal, den der Veranstalter von der Hamburger Universität angemietet hatte, und fühlte mich um 40 Jahre in die Vergangenheit versetzt. Ich ärgerte meine Freundin, indem ich sie als „Ernährungstyp“ charakterisierte und sie mich: ich sei vom Typus des „genialen Verbrechers“ (hohe Stirn mit unausgewogenen Gesichtszügen).

Merkwürdigerweise sahen fast durchweg alle Schachgroßmeister, Teilchenphysiker, Mathematikprofessoren, etc., denen ich im Leben begegnet bin, ausgesprochen „unintelligent“ aus.

Weniger witzig war, daß dieses System auch auf „Rassen“ angewendet wurde, wobei die „weiße Rasse“ als „vergeistigt“ galt, die „schwarze Rasse“ als „animalisch“.

Bereits Reich mußte sich bei seiner Formulierung der Charakteranalyse mit derartigen Vorstellungen herumschlagen, insbesondere mit der Charakterkunde von Ludwig Klages (Charakteranalyse, KiWi, S. 198).

Das ganze läuft darauf hinaus, daß der Mensch aus drei Schichten aufgebaut ist: bioenergetischer Kern, Mittlere Schicht und soziale Fassade.

Diese drei Schichten entsprechen der angeborenen Natur des Menschen (ich habe beispielsweise das aufbrausende Temperament meiner Mutter geerbt), sein Charakter, d.h. die Art und Weise, wie er sich im Leben durchsetzt und schließlich seine Persönlichkeit, mit der er sich mehr oder weniger willentlich der Umwelt präsentiert (beispielsweise: „Immer nur lächeln, auch wenn einem zum Weinen zumute ist!“). „Charakterologen“, wie Klages, werfen diese drei Bereiche wild durcheinander. Dergestalt ist „Charakterkunde“ ein Beispiel für die Emotionelle Pest.

Der Charakter zeigt, wie man mit dem „angeborenen Material“ umgeht. Meist ist dies kontraproduktiv, läßt sich aber in einer Orgontherapie weitgehend verändern.

Orgontherapie 2026 (Teil 5)

24. Februar 2026

Ich habe mit mehreren Orgontherapeuten und „Orgonpatienten“ darüber gesprochen: Orgontherapie über eine Videokamera ist möglich. Damit fällt (mal abgesehen von den Finanzen!) jedwede Ausrede weg, sich keiner Orgontherapie lege artis zu unterziehen.

Panzerung kann man durchaus mit einer Art „Amputation“ vergleichen: wir haben ganze Bereiche unseres Körpers abgespalten, entsprechend erstarrt und zerstückelt ist unser Innenleben. Das spiegelt sich zweifellos auch in der neuronalen Struktur unseres Gehirns wider. Wir sind, mechanistisch ausgedrückt, sozusagen hoffnungslos „falsch verdrahtet“.

Neurologen aus den USA berichten jedoch über den Fall eines 56jährigen Mannes, dem vor 35 Jahren die rechte Hand amputiert worden war. Während dieser dreieinhalb Jahrzehnte wurde die betreffende Hirnregion anderweitig genutzt, doch offenbar kann sich dieses Areal nach der Transplantation einer neuen Hand seiner alten Funktion erinnern und von neuem beispielsweise dem Tastsinn dienen.

Schon allein die Erkenntnis, daß das Gehirn die Umstrukturierung während all der Zeit ohne Hand wieder rückgängig zu machen scheint, ist bemerkenswert, erklärt [Scott Frey von der Universität von Oregon in Eugene]. Für noch erstaunlicher hält er indes die Tatsache, daß dieser Vorgang eintritt, obwohl das Gehirn des Patienten zum Unfallzeitpunkt schon vollentwickelt war. Die Ergebnisse seien somit sehr bedeutsam für das Verständnis der Flexibilität des Gehirns bei Erwachsenen und in der Neurorehabilitation.

Das menschliche Protoplasma erstarrt nicht unwiderruflich, sondern bleibt bis ins hohe Alter erstaunlich flexibel und anpassungsfähig. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, daß wir bis zum Zeitpunkt unseres Todes die Möglichkeit haben, uns mit Hilfe der Orgontherapie zu verändern und zu erneuern: wir sind durch die Panzerung nicht unwiderruflich verstümmelt.

Eine Fallstudie der Johns Hopkins University (Daniel Dilks et al.) über einen Patienten, der infolge eines Schlaganfalls teilweise erblindet war, deutet darauf hin, daß das Gehirn von Erwachsenen genauso formbar ist, d.h. neue Nervenbahnen bilden kann, wie das von Kindern.

Der Schlaganfall hatte einige Nervenbahnen geschädigt, die die Information von den Augen zum visuellen Cortex im hinteren Teil des Gehirns übertragen. Als Folge war im oberen linken Teil des Gesichtsfeldes ein blinder Fleck entstanden. Tests zeigten jedoch, daß der vom Auge abgeschnittene Teil des visuellen Cortex auf Bildinformationen anspricht, die vom unteren linken Gesichtsfeld kommen. Etwas, was bei Erwachsenen nach der gängigen Theorie gar nicht auftreten kann, weil alles sozusagen bereits fest und unveränderbar „verschaltet“ ist. Schon vorher hatten Forscher berichtet, daß bei „erwachsenen“ Mäusen Neuronen im Gehirn nachwachsen können.

Diese Forschungsergebnisse deuten erneut darauf hin, daß die orgontherapeutische „Umstrukturierung“ des Charakters mit dem Ziel einen neurotischen, d.h. „unveränderbar verschalteten“, Charakter in einen lebendigen, einen genitalen Charakter umzuwandeln, eine reale Möglichkeit ist. Es besteht keinerlei Grund für einen therapeutischen Nihilismus, der sich teilweise auf Reich beruft („Krumm gewachsene Bäume kann man nicht wieder geraderichten!“), der aber nichts anderes ist als Ausdruck von Lebensfeindlichkeit. Wer nicht an die eigene Veränderung glaubt, soll von den „Kindern der Zukunft“ gefälligst schweigen!

Orgontherapie 2026 (Teil 4)

13. Februar 2026

Ich habe mit mehreren Orgontherapeuten und „Orgonpatienten“ darüber gesprochen: Orgontherapie über eine Videokamera ist möglich. Damit fällt (mal abgesehen von den Finanzen!) jedwede Ausrede weg, sich keiner Orgontherapie lege artis zu unterziehen.

Reich hat immer wieder betont, daß Orgontherapie unmöglich die Lösung für eine neurotische Menschheit sein kann. Es hat auf der Welt gleichzeitig nie mehr als höchstens zweidutzend Orgontherapeuten gegeben. In Europa gibt es zur Zeit gerade mal drei. Trotzdem sind sie nicht gerade heillos überlaufen, was die ganze Verlogenheit jener Leute offenbart, die Reich im Munde führen („Therapie ist nicht die Lösung!“) – um gepanzert bleiben zu können.

Immerhin können auch jene, die partout keine Orgontherapie machen „können“ (sie wollen nicht!), etwas tun, was zwar auf keinen Fall ein Ersatz für die Therapie sein kann, aber immerhin in ihrem Sinne wirkt. Man kann sich seiner Charakter- und Muskelpanzerung bewußt werden und allein schon dadurch dem chronischen Kontraktionszustand entgegenwirken:

Erstens kann man im sozialen Umgang Risiken eingehen, auf seine Mitmenschen zugehen, den eigenen Kokon verlassen und so mit der eigenen charakterlichen Erstarrung konfrontiert werden. Und zweitens kann man beispielsweise „Stretchübungen“, etwa Callanetics machen, um zu spüren, wie sehr die Muskulatur erstarrt ist. Man verliert die Illusion, daß mit einem „alles in Ordnung ist“ und gleichzeitig bewegt man sich in Richtung Expansion.

Und schließlich gibt es Myriaden Dinge, die man unterlassen könnte: Rauchen, Stoffe einnehmen, die der Lebensenergie schaden, Fernsehgucken, aus Bequemlichkeit in einer Umgebung verharren, die nicht gut für einen ist, weltanschaulichen oder religiösen Kulten anhängen, etc.

Siehe zum Thema auch Richard Schwartzmans Artikel über Intermittierende orgonomische Intensivbehandlung.

Orgontherapie setzt sich aus drei Elementen zusammen:

  1. Charakteranalyse
  2. Atmen
  3. das Lösen verkrampfter Muskelgruppen

Es kann zwar keine „Selbst-Charakteranalyse“ geben, schlicht weil ja gerade dieses vermeintliche „Selbst“, der Charakter, aufgelöst werden soll. Aber wie gesagt kann jeder in jedem Augenblick sich willentlich Situationen aussetzen, in denen die eigene Charakterstruktur infrage gestellt wird.

Neurotiker atmen nicht und keine Atemübung der Welt kann etwas daran ändern. Aber jeder kann zumindest versuchen sich „fallen zu lassen“, wirklich alles hinter sich zu lassen, was man je über angeblich „gesundes Atmen“ gelernt hat, und einfach spontan zu atmen bzw. das versuchen, – geschehen lassen. Allein schon der Kontakt zur eigenen, wenn man so sagen kann, „Spontanlosigkeit beim Atmen“ ist heilsam.

Und was schließlich die Muskelpanzerung anbetrifft, von der die Atemsperre der zentrale Mechanismus ist: buchstäblich in jeder Sekunde kann man der eigenen Verkrampfung gewahr werden. Beispielsweise sind so überaus viele Menschen so häßlich und unattraktiv, weil sie von Kindheit an gelernt haben, „keine Grimassen“ zu schneiden, solange bis das Gesicht zu einer häßlichen Fratze erstarrt ist. Kämpfe gegen die Erstarrung an und schneide Grimassen!

Generell beruht unsere gesamte neurotische Existenz darauf, daß wir viele kleine Ängste und Schmerzen in Kauf nehmen, um ja der einen großen Panikattacke, dem einen großen Schmerz zu entgehen. Manche Menschen ziehen es vor tagein tagaus jahrzehntelang still vor sich hinzuleiden und „hinzufaulen“, statt sich das eine Mal zusammenzureißen und beispielsweise die angehimmelte Traumfrau anzusprechen. Der teuflische Witz dabei ist, daß die befürchtete Katastrophe nie, wirklich nie, eintritt. Kaum stellt man sich seiner Angst, verfliegt sie auch schon in nichts.

Wir panzern uns ab, um dem Leben nicht schutzlos ausgesetzt zu sein. Dabei gibt es eine offensichtlich Alternative: statt sich vor der Welt zu verschließen (= sich abzupanzern), kann man sich auch in der Welt verankern. Man kann sich sozusagen im dreidimensionalen Raum verankern: gewahr werden, daß das Leben kein Film ist, der vor einem abläuft, sondern daß man wirklich im Leben, im dreidimensionalen Raum steht und fest im Raum verankert ist.

Eine ausnahmsweise mal sinnvolle Übung, die auf das „esoterische Erbe“, insbesondere die Kampfkünste, zurückgeht, ist das aussenden von „mentalen Strahlen“, sozusagen „Radarstrahlen“, in die vier Ecken des Raumes (oder etwa einer Straßenflucht, etc.) in dem man sich befindet. Auf diese Weise ist man wirklich im dreidimensionalen Raum und es stößt einen nichts so leicht um.

Was das dreidimensionale, d.h. ungepanzerte Sehen angeht, denke ich beispielsweise an eine Augenübung des südindischen Kalari-Payat-Kampfsports (eine Art indisches Kung-Fu): mit dem jeweiligen Daumen und Zeigefinger spreizt man die beiden Augenlieder auseinander, also reißt die Augen weit auf, und fixiert in mehr oder weniger rascher Folge Punkte der Umgebung. Diese Übung macht schnell wach und stellt den Kontakt wieder her. Damit haben die indischen Krieger ihre Wahrnehmungsfähigkeit erhöht.

Ein wirklich sehr gutes Hilfsmittel, sind Übungen mit dem „Magischen Auge“. Eine Schule des dreidimensionalen Sehens und damit der biophysischen Integration.

Generell kann man sagen, daß Menschen entweder in ihren Augen oder in ihren Beinen gepanzert sind, d.h. trainiere deine Beinmuskulatur! Und höre unter allen Umständen mit jeder „Selbstanalyse“ und Selbstanschuldigungen, etwa was irgendwelche sexuellen Vorlieben betrifft, auf. Nicht nur, daß das zu nichts führt und die Neurose nur immer weiter vertieft, es perpetuiert auch die Augenpanzerung.

Diese ganzen Zwangsgrübeleien über das eigene Leid haben die gleiche Funktion wie all die Gedanken, die einen davon abhalten auf eine Frau zuzugehen, die Blickkontakt sucht und einen gar anlächelt. Bringe den plappernden geisteskranken Affen in deinem Kopf brutal zum Schweigen, gehe einfach auf sie zu und sei glücklich. Und das auf das ganze Leben übertragen: höre auf dir Gedanken über dich selbst zu machen. Nicht nur, daß sie zu nichts führen – sie sind das einzige, was dich daran hindert, dich aus der Falle zu befreien und zu leben.

Dieser Blogeintrag ist entstanden, weil ich von Zeit zu Zeit Leserzuschriften bekomme, die mich richtiggehend aus der Bahn werfen. Da ist von der eigenen „Panzerung“, „orgastischen Impotenz“, „Homosexualität“, etc. die Rede – Dinge, die irgendeiner imaginären „orgonomischen“ Wahrheit, Moral, Lebensauffassung oder einem angeblich „orgonomischen“ Ideal zuwiderlaufen. Das ist das Fatale an der gesamten orgonomischen Literatur angefangen bei Reich über Baker bis zu dem, was ich hier ab und an etwa aus dem Journal of Orgonomy referiere: daß es dazu benutzt wird, um zu kategorisieren und nicht zuletzt sich selbst fertigzumachen. Laßt „es“ doch einfach geschehen, ohne gleich alles „zu zerdenken“ und zu zerreden. Kein Orgonom, der wirklich Orgonom ist, denkt in solchen Kategorien, sondern nimmt einfach wahr was ist bzw. sich ereignet. Nur so kann er die Natur erforschen und seinen Patienten helfen. Patienten, die sich selbst zerstören, wenn sie sich mit irgendwelchen angeblich „orgonomischen“ Vorgaben selbst malträtieren.

Oder anders ausgedrückt: das hier ist keine Glaubenslehre, kein Erlösungsweg, kein „Pfad“, keine Philosophie oder Weltanschauung. Es ist schlicht und ergreifend der Versuch so zu denken, wie die Natur funktioniert. Und eins tut das Lebendige auf keinen Fall: es zerbricht sich nicht den Kopf über sich selbst und das eigene „Schicksal“.

Orgontherapie 2026 (Teil 3)

31. Januar 2026

Ich habe mit mehreren Orgontherapeuten und „Orgonpatienten“ darüber gesprochen: Orgontherapie über eine Videokamera ist möglich. Damit fällt (mal abgesehen von den Finanzen!) jedwede Ausrede weg, sich keiner Orgontherapie lege artis zu unterziehen.

Kann man sich selbst therapieren? Könnte es nicht ein „Muskelrelaxans“ geben, das die Panzerung auflöst? Wie kann Orgontherapie funktionieren, wenn der Therapeut seinen Patienten während der gesamten Therapie nicht ein einziges Mal anfaßt? Wie sollen mir bloße Gespräche weiterhelfen?

Praktisch alle Fragen zur Orgontherapie lassen sich mit folgendem funktionellen Schema erklären (nach Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 110):

Man nehme etwa eine Frau, die vollkommen übertriebene Angst vor Einbrechern hat. Der drängende Sexualtrieb wird von der verinnerlichten Moral unterdrückt und kommt stattdessen durch das Symptom (das letztendlich Ausdruck einer Vergewaltigungsphantasie ist) zum Ausdruck. Entsprechend läßt sich ausnahmslos jedes neurotische Symptom mittels des obigen Funktionsschemas erklären.

Man kann sich nicht selbst therapieren, weil die neurotische Erkrankung soziale Ursachen hat. Wir haben die triebfeindliche (heute permissive) Moral verinnerlicht und können uns entsprechend auch nur mit Hilfe anderer Menschen wieder von ihr befreien. Es geht um weit mehr als bloße Muskelverspannungen!

Die Panzerung entstand im frühen Kindesalter im Umgang mit unseren unmittelbaren Bezugspersonen, also größtenteils durch die Eltern. Das therapeutische Setting bedingt, daß wir uns zunehmend in diese Zeit zurückversetzen. Man kann sich in der Therapie gegen diesen Vorgang der „Übertragung“ gar nicht wehren. (Mehr dazu gleich!) Der neue „Elter“ (der Orgontherapeut) macht die Verinnerlichung der gesellschaftlichen lebensfeindlichen Moral rückgängig, so daß wir die Triebabwehr aufgeben können. Wir sind befreit!

Voraussetzung ist natürlich das absolute, wirklich vorbehaltlose Vertrauen in den Therapeuten. Ohne dieses ist eine Orgontherapie vollkommen sinnfrei! Und genau hier fängt das ganze Elend des sogenannten „Reichianismus“ an. Viele Patienten hintertreiben bzw. verunmöglichen nämlich eine Heilung, indem sie sich exzessiv mit den Orgontherapeuten, deren Organisationen, Ausbildung, jeweiligem „Hintergrund“, etc. beschäftigen. Unbewußt suchen sie nach „Schmutz“, der eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung verunmöglicht, damit sie in ihrer gepanzerten Existenz verharren können. Sie können in alle Ewigkeit Atmen und den Muskelpanzer bearbeiten – sie werden niemals gesunden, weil es kein menschliches Wesen gibt, das ihren Anforderungen jemals genügen wird. Sie werden nie jemanden finden, der den Knoten ihrer Existenz wieder löst!

Das obige Funktionsschema sagt auch, daß es eine von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen isolierte, sozusagen „unpolitische“ Orgontherapie nicht geben kann. Leute, die sagen, daß Orgonomen sich auf Wissenschaft und Therapie beschränken und sich nicht als eine Art „Sozialreformer“ betätigen sollen, wissen schlichtweg nicht wovon sie reden! Panzer ist verinnerlichte Gesellschaft. Orgontherapeuten haben immer die Gesellschaft im Auge – oder sie sind gar keine Orgontherapeuten.

Mein Dschungelkönig (Teil 2)

23. Januar 2026

Gestern ging es vor allem um Peer Kusmagk. In seinem ersten Interview als Dschungelkönig hatte er die wichtigste Lektion verraten, die er in der RTL-Show gelernt hat: „Wenn man seinem Herzen folgt, dann kann einem eigentlich nichts passieren.“ Zwei Jahre später war Joey mein Dschungelkönig.

Wieder hatte derjenige Ich bin ein Star – Holt mich hier raus gewonnen, der als einziger frei von der Emotionellen Pest war. Oder wie die Kommentare in den einschlägigen Foren lauteten:

  • Im Dschungel hat er sich als einziger fair und anständig benommen.
  • Glückwunsch lieber Joey, Du bist liebenswert, natürlich und keine angeschminkte Kunstfigur.
  • So ein natürlicher Jüngling, unverdorben und so naiv. Ja, man merkt eben, die Menschheit ist hier bei uns in Germanien noch richtig normal- – bei dem freundlichen Ergebnis für Joey.
  • Joey ist ein würdiger Sieger. Er war der einzige, welcher im Dschungel ehrlich und anständig den anderen gegenüber blieb. Der Intrigenstadl hat verloren und das ist gut so.
  • Joey kam mir vor wie vom anderen Stern. Herzlich, kindhaft direkt, neugierig, für sein Alter erstaunlich naiv.
  • Ich freue mich für Joey, dem ich es von Folge zu Folge immer mehr gegönnt habe. Er ist ein feiner Kerl der sich gibt wie er nun mal ist. Wo andere sich vor lauter Depressionen in den Keller begeben, weil sie im Leben nicht den Großen stand halten können, stand er seinen Mann! Er ist dankbar über jede kleine Freundlichkeit und hat ein riesengroßes Herz.

Auf die Frage an einen Holocaust-Überlebenden, was er aus seiner Zeit in Sobibor, das sonst so gut wie niemand überlebte, gelernt hat, antwortete er, daß er nur eins mitgenommen habe: in Extremsituationen zeigen Menschen ihren wahren Charakter.

Irgendwann bricht die Maske weg, wenn man (ohnehin schon pleite und vor dem Nichts stehend) mit wildfremden Leuten zwei Wochen unter offenem Himmel und Dauerbeobachtung schlafen muß, sich nur von Reis und Bohnen ernährt – und vielleicht sogar von Maden, Kakerlaken und Känguruh-Hoden.

Die meisten verzweifeln an der Menschheit, wenn sie diese „menschenverachtende“ Sendung sehen. Solche Leute haben nie unfreiwillig (!) ein Bundeswehrmanöver im Februar mitgemacht, wo man sich fast die Zehen abfriert, mitten in der Nacht bei der Wache im Nirgendwo von einem bizarr leise daher rasenden Leopard um Haaresbreite zermanscht wird, etc. pp. – Ich jedenfalls schöpfe aus dieser Sendung immer wieder Hoffnung, weil regelmäßig jene zum Dschungelkönig gewählt werden, die fast frei von der Emotionellen Pest sind.

Joeys 19jähriger Körper ist von Narben übersät, die ihm sein psychopathischer Vater, der unbedingt eine Tochter haben wollte, in nicht enden wollenden Prügelorgien während der Kindheit zugefügt hatte. Mit 14 rauchte er sich mit Marijuana und Crack den Verstand weg, bis er schließlich unmittelbar vor dem Selbstmord stand, nachdem er einfach nicht mehr tiefer sinken konnte. Seine Bildung tendiert gegen Null, sein IQ liegt wohl eher bei 75 als 85. Er ist schlichtweg dumm und hat das Gemüt eines Erstklässlers. Aber er ist so, wie oben beschrieben und genau deshalb wurde er zum Dschungelkönig gewählt.

Besonders anrührend ist die Liebesgeschichte mit seiner Freundin. Er war der einzige, der sich aller Anzüglichkeiten enthalten hat. Eine wirklich in jeder Hinsicht reine Seele.

Mag sein, daß die beiden Fragen, die sich stellen, zusammengehören:

  • Warum ist die Welt wie sie ist, wenn die weitaus meisten Menschen nicht auf die Emotionelle Pest hereinfallen, sondern zum stotternden Naivling „Billy Budd“ halten?
  • Wie können Menschen, die in ihrer Kindheit durch die Hölle gegangen sind, so verhältnismäßig gesund sein, während andere, die nie Probleme hatten, intrigante Seelenkrüppel sind?

Die Emotionelle Pest ist sozusagen ein, for lack of a better term, „Punktphänomen“. Gesellschaftlich ist sie dünn gesät, fast inexistent, bis ein Modju wie John Claggert auftaucht, um den herum sich die Pest kristallisiert. Der einzige Schutz ist, diese „Infektionsquellen“ rechtzeitig auszumachen und zu isolieren, „zu sequestrieren“.

Im Dschungelcamp, wirklich die einzige Sendung im deutschen Fernsehen die man sich anschauen sollte, gelingt genau das, weil sich hier niemand verstellen kann. Über kurz oder lang stellt sich hier jeder Pestkranke bloß und wird prompt aus der Horde ausgestoßen.

Ähnlich sieht es auch im Inneren der Menschen aus. Man kann die Emotionelle Pest sozusagen ignorieren. Es gibt Kinder, bei denen die schlimmsten Mißhandlungen, wenn man so will, „bei einem Ohr rein und beim anderen wieder rausgehen“. Es ist, als wenn „das Böse“ sich in ihrem Organismus nicht festsetzen kann.

Wie kann das sein? Warum ist es bei den einen so, bei den anderen – anders?

Jeder, der eine fachgerechte Orgontherapie am eigenen Leib erfahren hat, weiß, daß es immer einen Rest von „Willensfreiheit“ gibt. Das macht Orgontherapie, bei der sich wirklich alles nur um einen einzigen Faktor dreht: die MOTIVATION, erst möglich! Es geht nicht um „Körperübungen“, „Muskelquetschen“ und ausgefeilte charakteranalytische Interventionen, sondern darum in Kontakt mit der eigenen Kontaktlosigkeit zu kommen. Letztendlich ist man es immer selbst, der die Muskeln verspannt.

Deshalb, weil sie spontan diesen Rest an Selbstbestimmung wahrgenommen haben, bleiben Menschen wie Joey Menschen, während irgendwelche verwöhnten Ziegen eben das bleiben – blöde Ziegen.

Peter Töpfer (Teil 20)

18. Januar 2026

Uns langsam dem Ende nähernd, sollten wir angesichts der Töpferschen Tiefenwahrheit betrachten, was Wahrheit wirklich ist und welche therapeutische Funktion sie wirklich hat.

Die Psychologin Anita Kelly und der Statistiker Lijuan Wang von der University of Notre Dame, Indiana konnten eine Verbindung zwischen einer verbesserten Gesundheit und dem Verzicht auf das Lügen nachweisen. Dazu wurden zwei Gruppen von Versuchsteilnehmern über einen Zeitraum von zehn Wochen beobachtet. Weniger Lügen, sowohl Notlügen als auch wohlüberlegte Lügen, gingen einher mit einer besseren psychischen (emotionalen) Verfassung, etwa deutlich weniger Gefühle der Anspannung und Melancholie, und weniger körperlichen Beschwerden, wie Halsweh und Kopfweh. Auch verbesserten sich die Beziehungen und das soziale Leben.

[Die Forscher] vermuten, daß Streß, der beim Lügen entsteht, der Drahtzieher hinter den Effekten ist. Seine negativen Folgen auf die Psyche des Menschen, aber auch auf seinen körperlichen Gesundheitszustand sind bereits bekannt. Die Studie bietet diesbezüglich nun eine ermutigende Botschaft: „Viele Teilnehmer konnten die täglichen Lügen tatsächlich drastisch reduzieren und wurden dafür belohnt“, resümiert Studienleiterin Anita Kelly.

Lügen ist anstrengend, Wahrheit entspannt. Die konzeptionelle Nähe zur Panzerung ist offensichtlich.

Von orgonomischer Warte aus betrachtet ist Wahrheit der bioenergetische Kontakt zur Wirklichkeit:

Wer lügt, leugnet entsprechend nicht nur einfach die Wirklichkeit, sondern er stört auf eine fundamentale Art und Weise den orgonotischen Kontakt selbst. Das umfaßt dann automatisch soziale (zwischenmenschliche), psychische (emotionale) und körperliche Komplikationen: ein wirklichkeitsgerechtes Funktionieren wird hintertrieben.

Was Beziehungen betrifft wissen wir alle, wie heilsam „Aussprachen“ sein können. Aus einem toten Nebeneinanderherleben, in dem jeder dem anderen etwas vormacht, wird wieder eine lebendige Beziehung.

Orgontherapie ist in mancher Hinsicht „bewußtmachen des Unbewußten“. Natürlich nicht im psychoanalytischen Sinne, sondern im Sinne des Bewußtmachens von Lügen. Das ständige Grinsen ist eine Lüge. Es soll die unbewußte Traurigkeit zurückhalten. Die hochgezogenen Schultern sind eine Lüge, denn sie sollen etwas schützen, was aktuell gar nicht mehr bedroht ist, den „Nacken“. Indem das Bewußtsein wieder in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit gebracht wird, wird bioenergetischer Kontakt hergestellt.

Ein Leben in Wahrheit beeinflußt uns auf denkbar grundlegender Ebene. Wie Charles Konia gezeigt hat, beruht unser gesamtes plasmatisches System (d.h. das autonome Nervensystem, das kardiovaskuläre System, das endokrinologische System und nicht zuletzt das Immunsystem) auf orgonotischem Kontakt.

Die Wahrheit heilt nicht, weil irgendwelche mystischen Kräfte wirksam werden, sondern weil das Lügen unmittelbar den einen Faktor kompromittiert, der die Grundlage unserer sozialen, emotionalen und sogar körperlichen Existenz ist: den orgonotischen Kontakt.

Immerhin bringen Mystiker, die zumindest einen gewissen, wenn auch verzerrten Kontakt zum bioenergetischen Kern bewahrt haben, das hochpoetisch im Satz „Gott ist die Wahrheit und die Liebe!“ zum Ausdruck. Jene, die die Lüge, das Lügen, zum Prinzip gemacht haben, die Roten Faschisten und die Islamisten (Stichwort „Taqiyya“, „Taquiya“), verkörpern entsprechend das Böse schlechthin.

Orgontherapie 2026 (Teil 2)

17. Januar 2026

Ich habe mit mehreren Orgontherapeuten und „Orgonpatienten“ darüber gesprochen: Orgontherapie über eine Videokamera ist möglich. Damit fällt (mal abgesehen von den Finanzen!) jedwede Ausrede weg, sich keiner Orgontherapie lege artis zu unterziehen.

Man begegnet immer wieder Leuten, die sich der „Selbstbefreiung“ verschrieben haben und sich deshalb niemals einem (Orgon-) Therapeuten aussetzen würden. Wie Münchhausen wollen sie sich selbst am Schopf packen und aus dem Sumpf ziehen. Ihr Denkfehler liegt darin, daß, wenn sie sich selbst aus ihrer Neurose befreien könnten, sie gar nicht neurotisch wären!

Immerhin kommen sie der Wahrheit ziemlich nahe, denn es gäbe für ihre langfristige seelische Gesundheit kaum etwas verheerenderes als aktionistische Therapeuten, die sie mit allen möglichen Techniken, insbesondere „körpertherapeutischen“ Interventionen, von außen befreien wollen. Derartige „Erziehungsdiktaturen“ mögen oberflächlich betrachtet zu einer Verbesserung führen, doch tatsächlich wird so die Unfähigkeit zur Selbstregulation nur noch tiefer verankert. Deshalb sind „Orgontherapeuten“, die an ihren Patienten eine „körpertherapeutische“ Intervention nach der anderen ausführen, ihnen eine Vorgabe nach der anderen machen, in Wirklichkeit das Gegenteil von Orgontherapeuten: es sind pestilente Charaktere, die auf sadistische Weise das Lebendige drangsalieren und narzißtisch ihre angemaßte „Autorität“ genießen.

Ein richtiger Orgontherapeut macht dem Patienten klar, daß er ihn nicht „gesund machen“ kann. Oder wie mir mein erster Orgontherapeut sagte: „Die Patienten wollen immer, daß ich sie von ihrer Neurose befreie. Wie soll ich das machen? Ich bin doch kein Magier!“ Der Orgontherapeut ist kein „Führer“, der schon alle Antworten kennt und dem man nur zu folgen braucht, sondern ein, wie Reich ihn in Christusmord nannte, „Neuer Führer“, der jede Verführung „ein Führer“ zu sein, zurückweist, vielmehr nimmt er die Menschen ernst und läßt sie sich selbst retten, indem er ihnen die Verantwortung für ihr eigenes Leben auferlegt. Das macht er, indem er verhindert, daß sie ständig dem Wesentlichen ausweichen.

Ein Orgontherapie-Patient übernimmt selbst die Verantwortung für seine Gesundung – oder er ist gar kein Orgontherapie-Patient.

Man kann immer wieder beobachten, daß „Reichsche Therapie“ bei vielen einfach keine Wirkung zu zeitigen scheint. Sie bleiben irrational, werden teilweise sogar pestilent (Emotionelle Pest). Es fehlt ihnen an „Magnetismus“, vielmehr wirken sie „hohl“ und „leer“. Statt sich wohler und integrierter zu fühlen, werden sie entweder immer wehleidiger und „sensibler“. Oder sie verwandeln sich in narzißtische, blasierte Kotzbrocken, die sich einbilden „umstrukturiert“ zu sein.

Therapie macht nur Sinn, wenn man sich der Panzerung bewußt wird und sich entsprechend von innen her verändert. Solange die grundlegenden Verhaltensmuster, etwa eine alles erstickende Indifferenz, nicht bewußtgemacht werden, wird jedwede „bioenergetische“ Intervention verpuffen oder diesen Widerstand sogar noch weiter verstärken.

Heutzutage, wo der Charakterpanzer in der Struktur der Menschen immer wichtiger wird, auf die Charakteranalyse zu verzichten, d.h. es zu unterlassen, die okulare Panzerung aufzulösen, ist ein Kunstfehler. Was „Körpertherapeuten“, sogenannte „originale Reich-Therapeuten“, „Bioenergetiker“, etc. treiben, ist zutiefst reaktionär, weil sie die pathologische Tendenz der Gesellschaft zur Oberflächlichkeit nur noch weiter verstärken. „Nur nicht den Kern des Problems berühren!“

In der Orgontherapie muß Kontakt hergestellt werden und der Patient von seinen Ersatzkontakten entfremdet werden. Stattdessen bieten die „Neoreichianischen Körpertherapeuten“ Ersatzkontakt in Form von mechanischen Übungen und Massagen. Diese Therapien sind nur ein Spiegel dieser Gesellschaft: „action“ und „event“ bei Vermeidung von wirklichem bioenergetischen Kontakt.

Genauso wie der Sozialist alles von „der Gesellschaft“, d.h. dem Staat, erwartet und von der Eigenverantwortung entlastet werden will, soll der Therapeut den Patienten von außen her durch „Körperübungen“ und „Muskelmassage“ oder gar durch das „Bewegen der Lebensenergie“ heilen.

Das ist imgrunde eine mechanistische Einstellung, die sich kaum von der der „Schulmedizin“ unterscheidet. Wirkliche Veränderung kann nur Frucht von Eigenverantwortung sein. Aufgabe des Therapeuten ist es, die Selbststeuerung wieder in Gang zu bringen, d.h. den Patienten mit Verantwortung zu belasten, statt ihn zu entlasten.

Zerfaserung, Vernebelung und das Reich der Dämonen (Teil 2)

15. Januar 2026

In seinem Artikel „Orgone Therapy: The Application of Functional Thinking in Medical Practice. Part XVII: The Province of Medical Orgonomy“ (S. 165-174) beschäftigt sich Charles Konia u.a. mit Figuren, die zwar als „Orgontherapeuten“ und „Orgonomen“ auftreten, jedoch nicht die charakterstrukturellen Voraussetzungen dazu nicht mitbringen.

Ein besonderes Problem sind notorische Mystiker:

Mystische Menschen haben (…) einen gewissen Grad des Kernkontakts aufrechterhalten, wenn auch verzerrt (…). Obwohl einige die Orgonomie anfangs annehmen können, bauen sie sie früher oder später in ihr System von mystischen Einstellungen und Verzerrungen ein. Diese Untergruppe, diejenigen, die ihre Mystik nicht aufgeben können, sind häufig in den Tiefen ihrer Struktur psychotisch. (S. 171)

Jeder, der mystischen Lehren anhängt, kann unmöglich Orgontherapeut sein. Reich hat dazu geschrieben: „Ein Ingenieur wird bei seiner Arbeit von seinem Glauben an ein jenseitiges Glück vielleicht nicht gestört, bei einem Sexualökonomen wäre ein derartiger Glaube jedoch eine Katastrophe“ („Work Democracy in Action“, Annals of the Orgone Institute, Vol. 1, 1947, S. 32).

Was zieht dann diese armen Irren ausgerechnet zur Orgonomie? Das, was Reich als „kosmische Sehnsucht“ bezeichnet hat. Reich:

Die mystischen Vorstellungen so vieler Religionen, der Jenseitsglaube, die Lehre von der Seelenwanderung etc. entstammen ausnahmslos der kosmischen Sehnsucht; und die kosmische Sehnsucht ist funktionell in den Ausdrucksbewegungen des Orgasmusreflexes verankert. (Charakteranalyse, KiWi, S. 515)

Was diese unglückselig ver(w)irrten Seelen von uns Normalsterblichen unterscheidet, was sie erleben, hat Reich wie folgt beschrieben:

[Die] Ablösung der Funktion der Selbstwahrnehmung von den organismischen Funktionen kann in einigen Fällen nicht anders erlebt werden als in der Form „Seele verläßt Körper“ oder „Seele befindet sich außerhalb des Körpers“. Da die Wahrnehmung nur geringen und schließlich gar keinen Kontakt mehr mit den bioenergetischen Funktionen hat, die sie subjektiv widerspiegelt, erlebt man auf sehr typische Weise „Selbstentfremdung“ oder „Selbstentrücktheit“. Dementsprechend haben Prozesse wie Projektion, Trance, Depersonalisation, Halluzination usw. eine konkrete Spaltung im bioenergetischen System zur Grundlage. (ebd., S. 572)

Bei allem Mitleid und Verständnis, es wird Zeit diesen wahrscheinlich unheilbar strukturell gestörten Leuten endlich Einhalt zu gebieten.