Posts Tagged ‘Nationalsozialismus’

Reichs phänomenologische Naturwissenschaft (Teil 1)

15. Februar 2026

War die Beschäftigung des Psychoanalytikers („Psychologen“) und Sozialreformers („Soziologen“) Wilhelm Reich mit Naturwissenschaft nicht nur eine Marotte, die man nicht ernstnehmen kann?

Mit der Naturwissenschaft ist das so eine Sache. Man denke nur an all die physikalischen Halbgebildeten, die beispielsweise davon schwätzen, daß die Mondlandung unmöglich gewesen wäre, weil die Astronauten den radioaktiven Van-Allen-Gürtel durchqueren mußten. Das hätte wie ein Aufenthalt im Sarkophag von Tschernobyl tödlich verlaufen müssen! Und erst die Kälte (170 Grad unter Null) und die Sonnenhitze (130 Grad über Null) auf der Mondoberfläche hätten sie in ihren Mondanzügen unmöglich überleben können! Nun, den Van-Allen-Gürtel durchquerten sie jeweils in etwa 50 Minuten, den wirklich gefährlichen inneren Bereich in 15 Minuten, wobei die Strahlenwirkung zwar nicht gerade gesundheitsförderlich war, aber weit unter dem lebensgefährlichen Bereich lag. Und im Vakuum haben „Kälte“ und „Wärme“ eine grundsätzlich andere Bedeutung als in der dichten Erdatmosphäre. Ansonsten wäre überhaupt jede Raumfahrt unmöglich!

Das, was dem Laien mit seinem beschränkten Sichtkreis als „logisch“ erscheint, muß in der Wirklichkeit ganz und gar nicht so sein. Man kann sich ausmalen, wie sehr Naturwissenschaftler angesichts von so viel dummdreister Arroganz leiden! Gehörte Reich mit seinen außerhalb des anerkannten naturwissenschaftlichen Betriebs stehenden „orgonomischen“ Thesen nicht auch zu dieser Kategorie nerviger Ignoranz? Alles Fehlschlüsse, Fehlinterpretationen, Mißverstehen?

Als Reich 1919 und 1920 sich während seines Medizinstudiums mit „Physik für Mediziner“ herumschlug, war die Existenz des Atoms als Baustein der Materie erst frisch etabliert. Kaum anderthalb Jahrzehnte zuvor galt das Atom noch als ein voraussichtlich bald obsolet werdendes hypothetisches Hilfskonstrukt. Auch die Vorstellung, daß Elektrizität so etwas wie eine „flüssige Substanz“ ist, war erst zur Jahrhundertwende am Verschwinden. Das heißt der Triumph des konsequent mechanistischen Models, das die Welt als eine Art „Legobaukasten“ betrachtet, war noch nicht wirklich etabliert. Beispielsweise lehnte der streng phänomenologisch denkende Ernst Mach bis zu seinem Tode 1916 die physische Realität des Elektrons und des Atoms ab, da man sie nicht direkt beobachten konnte. Es handele sich bei ihrer Postulierung also um „Metaphysik“, die in der Naturwissenschaft keinen Platz haben sollte!

Reich bewegte sich in den 1930er Jahre gewissermaßen noch immer im 19. Jahrhundert, als er seine Physik mit dem „Zerstören von Materie durch Kochen und Glühen“ begann und sich auf elektrostatische Phänomene konzentrierte. Um sich in diese „altertümliche“ Vorstellungswelt hineinzuversetzen denke man nur daran, daß wir bei der Elektrizitätslehre noch immer mit Begriffen arbeiten, die auf die Dynamik von Flüssigkeiten verweisen: Ladung = Quelle bzw. Senke, Spannung = Druckunterschiede, Stromstärke = Durchflußmenge, Widerstand = Rohrverengung, Isolator = Damm.

Weit besser kann man sich den besagten Bruch zwischen der gängigen und der Reichschen Naturwissenschaft anhand der Arbeit des Berliner Internisten Friedrich Kraus vergegenwärtigen, dessen Hauptwerk Allgemeine und spezielle Pathologie der Person (Leipzig: Thieme, 1927) Reich noch im Erscheinungsjahr besprach. Der zentrale Gedanke von Kraus‘ Buch war das Konzept der „Tiefenperson“, die den unmittelbar erfahrbaren vitalen „spontan dranghaft schöpferischen“ Kern des Menschen ausmache und die, so Reich, weitgehend identisch sei mit Freuds Libido – eine Assoziation, die Kraus selbst in dem besagten Buch herstellt. Das, was Reich als Spitze der bio-medizinischen Avantgarde rezipierte, war jedoch das letzte Aufbäumen einer bio-medizinischen Wissenschaft, in der das Lebendige noch auf so etwas wie „vegetative Strömungen“ (Kraus) zurückgeführt wurde und nicht, wie seit etwa 1936 (Kraus‘ Todesjahr), alles auf biochemische Strukturen zurückgeführt wurde und langsam jene Genetik sich entwickelte, die heute die Biologie und Medizin fast ausschließlich bestimmt nach dem Muster: Software (die DNA) und Hardware (die Proteinsynthese). Es war ähnlich wie zuvor, als die einheitliche Materie und die einheitliche Elektrizität jeweils „atomisiert“ wurden!

Reichs Ausgangspunkt seiner bio-medizinischen Forschung, die Orgasmusformel (Spannung – Ladung – Entladung – Entspannung), wirkt heute vollständig absurd, da wir seit nunmehr fast einem Jahrhundert systematisch darauf trainiert werden, das Lebendige rein auf Informationsverarbeitung und das Maschinelle zu reduzieren. Beispielsweise „findet Sex im Kopf statt“ und der Rest weiter unten sei bloße Mechanik, so daß wir mit dem Begriff „das Lebendigen“ als autonomer Instanz rein gar nichts mehr anfangen können. Kraus‘ Lehre von den funktionellen Zusammenhängen und der Ganzheit des Menschen, bei der nicht nur das Plasma der einzelnen Zelle, sondern das gesamtorganismische dynamische Kontinuum dieses Plasmas und das energetische Fließgleichgewicht, das in diesem immer wieder hergestellt wird, also die Selbstregulation, eben das besagte „dranghafte Lebendige“, im Mittelpunkt stand („Syzygiologie“), wurde abgelöst von einer merkwürdig mittelalterlich wirkenden rein morphologisch orientierten statischen neuen Lehre mit den Genen als dem unveränderlichen Bauplan des Organismus. Die Nationalsozialisten waren enthusiastische Vertreter dieser Erblehre, entsprechend betrachtete Reich seine „sexualökonomische Lebensforschung“ der 1930er Jahre und die „biophysikalische Orgonforschung“ der 1940er Jahre als antifaschistischen Widerstand gegen das heraufziehende neue Mittelalter.

Gleichzeitig begann er die immer noch hydrodynamische und damit mechanische Vorstellung („Fluida“) durch eine biologische zu ersetzen mit Begriffen wie Erregung und qualitativen Umschreibungen, die dem Gefühlsleben entnommen waren. Man denke nur an Reichs Ausführungen über das ORANUR-Experiment von 1951, die dem „Hineinsehen“ in der Phänomenologie entsprechen.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 33)

10. Februar 2026

Es hat etwas Befriedigendes, am Anfang einer Biographie über Joseph Goebbels (Narziß Goebbels. Eine psychohistorische Biographie) Reich zitiert zu sehen.

Im ersten Kapitel geht es um jene Gruppe, aus der Goebbels entwachsen ist und die die Hauptstütze des Nationalsozialismus war: das Kleinbürgertum, das durch den Untergang des Wilhelminischen Deutschland sich gezwungen sah, die sie tragenden gesellschaftlichen Strukturen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Dazu diene insbesondere die Aufrechterhaltung der gewohnten Feindbilder.

So steht [das Kleinbürgertum] den Vertretern des Großkapitals feindlich gegenüber, und zwar als unbewußte Wahrnehmung der ökonomischen und damit auch der sexuellen Freiheit, wie Wilhelm Reich darstellt, weshalb es Adolf Hitler und Joseph Goebbels später ein Leichtes sein wird, aus einem latenten einen massiv-aggressiven Antisemitismus in der Bevölkerung aufzubauen. (S. 18)

Reichs Analyse fassen die Autoren wie folgt zusammen:

Eine politisch-gesellschaftliche Diktatur, wie der Nationalsozialismus sie darstellt, gründet ihr Fundament auf Begriffe wie Reinheit, Ehre, Pflicht, Tapferkeit und Disziplin, wodurch ein vermehrter Druck auf die zwangsmoralischen gesellschaftlichen Vorstellungen ausgeübt wird. Da diese permanente sexuelle Selbstbeherrschung und die Angst vor der eignen Sexualität den Kleinbürger überfordern, entsteht eine Führersehnsucht, um die eigene individuelle (und damit auch sexuelle Verantwortung) abzugeben, womit die Strukturlegung für den reaktionären Menschen gegeben ist. (S. 19)

Reich hält Hitlers Persönlichkeit, oder gar die eines Goebbels, für vollständig nebensächlich und denkbar uninteressant. Ihm ging es darum, wie die Massen auf solche Knallchargen haben hereinfallen können. Die Frage ist demnach: Was geht in den Massen vor?

Daß [die] Massenorganisierung gelang, lag an den Massen und nicht an Hitler. Es lag an der autoritären, freiheits-ängstlichen Struktur der Menschen, daß seine Propaganda Wurzeln fassen konnte. Daher kommt das, was an Hitler soziologisch wichtig ist, nicht aus seiner Persönlichkeit, sondern aus der Bedeutung, die er von den Massen bekommt. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 57)

Es geht darum, ob die Massen ihr Leben selbst in die Hand nehmen oder irgendeinem „Sozial-Demokraten“ folgen, weil der ihnen verspricht, er werde sie an die Hand nehmen und sie „betreuen“. Es geht um die Übernahme von Eigenverantwortung.

Die Grundlage von Eigenverantwortung ist der ungehinderte „psychische“ Kontakt mit seiner Umgebung. „Psychohistorie“, wie sie in immer neuen Büchern über die Nazi-Größen zelebriert wird, verlagert jedoch die Energie ins Gehirn („Grübelei“, „Logelei“) und verstärkt dadurch die Kontaktlosigkeit des Lesers. (Sie ist in etwa mit dem Marxismus vergleichbar, dessen „Analysen“ den gleichen blöde machenden Effekt haben. Kein Wunder, daß Psychoanalyse und Marxismus bei „Intellektuellen“ so beliebt sind!)

Und dann ist da etwas, was die Bücher über die Protagonisten des Dritten Reiches schlichtweg ungenießbar macht: Es wird nie diskutiert, daß Leute wie Hitler und Goebbels nicht einfach nur „böse“ waren, auf den eigenen materiellen Vorteil bedacht waren und Lügen verbreitet haben, sondern vor allem auch Wahrheiten ausgesprochen haben, die nie über die Lippen unserer vermeintlichen „Demokraten“ kommen. Reich:

Es ist nie aus den Augen zu verlieren, daß Hitler stets an den berechtigten Haß des Massenmenschen gegen die Scheindemokratie und das Parlamentssystem anknüpfte – und mit viel Erfolg! (ebd., S. 233)

Für den gepanzerten Menschen ist Hitler ein absolutes Faszinosum. Manchmal will es scheinen, daß der Spiegel und das ZDF kein anderes Thema kennen und das Jahr ein, Jahr aus, über Jahrzehnte hinweg. Der paranoid-schizophrene Charakter Hitler hatte und hat diesen Erfolg seit nunmehr über 90 Jahren, weil er auf verzerrte Weise drei Dinge ansprach, die schlichtweg wahr sind:

  1. Seine Darstellung „des Juden“ ist fast eine perfekte Beschreibung der Emotionellen Pest im allgemeinen und des pestilenten Charakters im besonderen.
  2. Sein extremer Rassismus verweist darauf, daß der Mensch ein Tier ist und entsprechend gesellschaftliche Probleme letztendlich biologische Probleme sind.
  3. Sein Kampf gegen die christliche Mitleidskultur, mit dem er die abendländische Kultur vor dem Untergang bewahren wollte, ist von geradezu prophetischer Bedeutung.

Mit traumwandlerischer Sicherheit sind es gerade diese drei Aspekte, die dämonisiert werden: jedwede Analyse des Bösen als charakterologisches Problem ist Anathema, die biologische Bestimmtheit des Menschen, selbst seine Zweigeschlechtlichkeit, wird radikal infrage gestellt und christliche Tugenden werden auf masochistische Selbstverleugnung zugespitzt. Beide christliche Kirchen sind zu Todfeinden des deutschen Volkes mutiert. Auf diese Weise wird Hitler immer ein Faszinosum bleiben!

Ein weiteres Moment wird gerne verdrängt, da es zu sehr nach Apologetik klingt: Rechte Bewegungen appellieren immer an das Gesunde im Menschen, das „gesunde Volksempfinden“, während die Linke stets das Kranke in den Menschen beschwören. Wie bedürftig (infantil) doch alle „Unterdrückten“ seien, man müsse „Widerstand“ (sic!) leisten. Der Nationalsozialismus hingegen handelte zentral von nichts anderem als von Gesundheit und Schönheit und ihrer Erhaltung („Rassereinheit“). Siehe dazu den ausgezeichneten Film von Peter Cohen Architecture of Doom.

Die Frage stellt sich, ob die Nationalsozialisten wirklich „Rechte waren“, betrachtete sich doch Hitler als „Deutschen Lenin“.

Es läßt sich trefflich darüber streiten, ob der „Kampf gegen Rechts“ nicht Etikettenschwindel ist. Bzw. kann man streiten, solange man auf der oberflächlichen Ebene von Politik, Ökonomie, Soziologie und Psychologie verharrt.

Die Orgonomie behauptet, daß der ideologische Unterschied zwischen Liberalen („Linken“) und Konservativen letztendlich auf strukturellen Unterschieden beruht, d.h. grundsätzlich unterschiedliche Charakterstrukturen vorliegen. Den grundlegenden bioenergetischen Unterschied zwischen „Linken“ und „Rechten“ hat Charles Konia in seinem Blog herausgearbeitet.

Es wird unisono suggeriert, die National-Sozialisten seien natürlich Linke gewesen, was denn sonst?! Nun, die meisten Menschen haben dieses ach so „offensichtliche Faktum“ nicht so gesehen. Aber man kann dieses Thema von der Warte der Ideologie her ohnehin nicht sinnvoll behandeln.

Die beste Annäherung an das Thema ist, wie stets bei solchen Dingen, wenn man nach einem entsprechenden Problem in der Gegenwart sucht. Hier bietet sich der Islamismus an, der ohne jeden Zweifel „rechts“ ist: es geht um konsequente Fortschrittsfeindlichkeit, um blinden Glauben an Autoritäten, um Frauenfeindlichkeit, Kulturimperialismus, Rassismus, Geschäftemacherei, Machismo, Klassenunterschiede, Gewaltverherrlichung, Rückwärtsgewandtheit, etc.pp. Am eindeutigsten „rechts“ ist der alles durchdringende Mystizismus im Islam.

Der Islam ist zweifellos rechts und zweifellos wurde er von Menschen geschaffen und geprägt, die auch von ihrer Charakterstruktur rechts waren. Aber wie Charles Konia in seinem Buch The Emotional Plague (S. 256) ausführt, gibt es auch im Islam Menschen mit einer „linken“ Charakterstruktur. Konia zufolge erkennt man sie daran, daß es ihnen vor allem um ihre kulturelle Identität zu tun ist.

Wie ihre pseudo-liberale Entsprechung im Westen zieht es sie zu linksgerichteten politischen Versammlungen, etwa Demonstrationen von Feministinnen, oder sie schließen sich antiamerikanischen Antikriegs-Bewegungen an. Sie identifizieren sich mit den Unterprivilegierten und Außenseitern und betrachten Amerikaner als Rassisten, die gegen Moslems Vorurteile hegen. Ihre Identität gruppiert sich um die muslimische „Opferrolle“ und nicht um das westliche Land, das sie aufgenommen hat. Sie tragen Schleier nicht so sehr aus religiöser Überzeugung, sondern als Zeichen des Protests und um ihre „Gruppenidentität“ zu feiern. Sie blühen auf, wenn sie Kontroversen hervorrufen und beim Debattieren sozialer und politischer Fragen, weil auf diese Weise Energie in ihr Gehirn hochgezogen wird.

Ähnlich muß man die Nationalsozialisten betrachten. Beispielsweise war Goebbels von der Charakterstruktur her wohl doch eher ein „Linker“, während Himmler ein „Rechter“ war.

Die Frage, wie man die „Bewegung“ als ganzes einordnen soll, läßt sich nur beantworten, wenn man den Nationalsozialismus in die gesamte Geschichte des Abendlandes einordnet, wie Konia es getan hat. Dann geht es schlicht um die Frage, ob intellektuell durchschaubare mechanische Kräfte das Geschehen bestimmen (Mechanismus) oder ein undurchschaubarer Gott bzw. „die Vorsehung“ (Mystizismus). Diese beiden grundsätzlich unvereinbaren Weltanschauungen gehen auf die Charakterstruktur ihrer Anhänger zurück. Diese bioenergetische Ebene wird zwar von politischen, ökonomischen, soziologischen und psychologischen Verwerfungen überlagert, teilweise bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, kommt aber letztendlich doch zum tragen.

Was ist Faschismus? Was ist Antifaschismus?

9. Februar 2026

Was ist Faschismus? Faschismus ist, wenn hilflose Massen nach Hilfe rufen und dabei machthungrigen Gangstern in die die Hände fallen. Hitler selbst hat, in Anlehnung an den Rassisten und Frauenfeind Gustave Le Bon, das ganz offen in ein sexuelles Bild gekleidet: die „femininen Massen“ unterwerfen sich dem männlichen Willen eines „Führers“.

Das wurde nach dem politischen System benannt, welches von dem ehemaligen Sozialisten Benito Mussolini begründet wurde. Es ist nicht mehr als ein Wort, auf das man sich verständigt hat! Seine Etymologie ist vollkommen nebensächlich. Das, was es benennt, findet sich im deutschen Nationalsozialismus, im russischen Stalinismus oder im chinesischen Maoismus. Jeweils haben skrupellose Politgangster die Hilflosigkeit der von ihnen maßlos verachteten Massen ausgenutzt – und wurden dafür vergöttert.

In kleinerer Form findet sich der Faschismus in jeder Ritze der gepanzerten Gesellschaft, die von hilflosen Menschen und gewissenlosen Kriminellen bevölkert wird. Das fängt bei faschismusartigen Politkulten, wie etwa dem heutigen Psychoverein SPD, an und hört beim alltäglichen Ressentiment auf. Man denke in diesem Zusammenhang etwa an die parteiischen Medien, die davon leben, den Massen deren eigenes Leben zu erklären.

Was Faschismus ist, wird erst deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, was Antifaschismus wirklich ausmacht. Reich:

Die sozialen Kämpfe toben heute, um es auf die einfachste Formel zu bringen, zwischen den Interessen der Lebenssicherung und Lebensbejahung und den Interessen der Lebensvernichtung und Lebensunterdrückung. Die soziale Gewissensfrage lautet heute (…): „Bist du und kämpfst für Sicherung und größtmögliche Freiheit des menschlichen Lebens? Tust du praktisch alles, was in deiner Macht steht, um die Millionen arbeitender Menschenmassen so selbständig im Denken, Handeln und Leben zu machen, daß die komplette Selbststeuerung des sozialen Leben in nicht allzu ferner Zeit die selbstverständliche Regel wird?“ (Die sexuelle Revolution, Fischer-TB, S. 13)

Und dann schaue man sich die heutigen Vertreter des „Antifaschismus“ an!

  1. Sie sind gegen „Sozialabbau“, treten also ganz offen dafür ein, daß die Massen auf den Status von Kindern gedrückt werden, die sich ihren Lebensunterhalt nicht selbst erarbeiten können und vor den Unbilden der Welt geschützt werden müssen. Kurioserweise wird ein Gutteil dieser „antifaschistischen“ „Projekte“ selbst vom verhaßten Staat subventioniert.
  2. Die Ästhetik des „Antifaschismus“ ist von den oben genannten Faschismen schlichtweg nicht zu unterscheiden. Massenmörderische Ideologien wie Stalinismus und Maoismus werden ganz offen propagiert. Fast nie fehlt der Bezug auf das homophobe und rassistische Monster Che Guevara. Vom Machismo und der pubertären Revolutionsromantik will ich gar nicht erst reden.

Mit „Antifaschismus“ hat das nichts, aber mit der obigen orgonometrischen Gleichung alles zu tun: Hilflosigkeit hier und Banditentum dort.

Bernd A. Laska liest den Roman IDEALISTEN von Hans Scherfig (Teil 4)

7. Februar 2026

Bernd A. Laska liest den Roman IDEALISTEN von Hans Scherfig (Teil 4)

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 31)

5. Februar 2026

Das Hauptproblem des Linksliberalen ist sein Schuldgefühl. Wegen seines wie auch immer verzerrten Kontakts zum bioenergetischen Kern, findet der Konservative Entlastung von seiner Schuld durch „die Vergebung Gottes“ bzw. deren emotionalen Entsprechungen. Der Linksliberale hat einen sehr prekären Kontakt zum Kern und muß deshalb seine Schuld durch „soziale“ Aktivitäten buchstäblich abarbeiten. Alles, was der Gutmensch tut, ist ein „Ablaßhandel“. Das funktioniert natürlich mehr schlecht als recht und deshalb kommt Hitler ins Spiel. Es muß etwas absolut Böses geben, gegen das man sich wohltuend als das absolut Gute abheben kann. Entsprechend wurde bereits vor langem der antitotalitäre Konsens gekündigt und die Sowjetunion zum „Befreier vom Faschismus“ exkulpiert. Den Holocaust in irgendeinen, wie auch immer gearteten Kontext zu stellen, wäre sozialer Selbstmord, und anzudeuten, daß Hitler durchaus etwas richtig gesehen hat, – man könnte sich wirklich gleich selbst die Kugel geben… Damit ist aus charakterologischen Gründen ein Verständnis des Phänomens „Hitler“ in der heutigen Zeit schlichtweg ausgeschlossen!

Soweit ich zurückdenken kann, habe ich Hitler verflucht, weil er „den Russen an die Elbe gebracht hat“. Tatsächlich kann man sich aber die berechtigte Frage stellen, ob die Wehrmacht nicht der in Angriffsstellung befindlichen Roten Armee in letzter Sekunde in den Arm gefallen ist und ob es nicht ihr heroischer Abwehrkampf war, der verhindert hat, daß die Russen bis zum Atlantik durchmarschiert sind. Man muß schlichtweg komplett verpeilt oder dumm wie Brot sein, um nicht zu sehen, daß Stalin, genauso wie etwa Trotzki, die Weltrevolution wollte. Es sollte nur alles schön kontrolliert ablaufen, nämlich auf einem Territorium das zuvor von Sowjetpanzern plattgewalzt worden ist. Aber, wie gesagt, niemand darf böser als der Böse schlechthin sein!

Die Verfolgung und Ermordung der Juden: Ohne den Holocaust macht der Nationalsozialismus keinen Sinn. Man muß sich einfach dazu bequemen, tatsächlich zu lesen, was Hitler und die Hitleristen über die Juden geschrieben haben. Die Juden seien eine Kraft, die allen biologischen Gesetzen (jedenfalls das, was ein Leser der populärwissenschaftlichen Schriften Ernst Haeckels damals dafür hielt!) entgegenarbeiten und die deshalb diesen Planeten über kurz oder lang in einen „weiteren Mond“ verwandeln würden. Die entsprechenden „Charaktereigenschaften“ seien angeboren und nicht veränderbar. Wegen diesem hanebüchenen Unsinn wurden sechs Millionen Kinder, Frauen, Greise, Greisinnen und Männer unterschiedslos ermordet und zu diesem Beginnen aus aller Herren Länder herangekarrt.

„Intellekt“ und „Intellektueller“ galt als „undeutsch“ und „jüdisch“. Die Nazis unterstellten den Juden, ganz im „Intellekt“ aufzugehen, d.h. im „kritischen zersetzenden, sterilen Denkvermögen“. Der Jude sei wurzellos, „intellektualisiert“ und zynisch, könne nur „zersetzen und negieren“. Weitere Stichworte: Stadtmenschen, Wurzellose, „Asphalt“, Literatentum, Kaffeehaus, entseelt und diesseitig, bar jeder Tiefe und bar jeder Leidenschaft. Am besten wird das ganze von Goebbels zusammengefaßt, wenn er von „einer bestimmten Geistes- und Charakterhaltung“ spricht, „die das Resultat einer völligen Überwucherung der Kräfte des Instinkts und des Gefühls durch solche eines diabolischen Intellekts und einer eiskalten, dunkelhaften Berechnung ist“ (Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus, Berlin 2007, S. 316f).

Was haben die psychotischen Nationalsozialisten eigentlich verfolgt? Nein, natürlich nicht den emotionell pestkranken „pseudo-liberalen Charakter“ bzw. „modern liberal“, aber eine Entsprechung. Das wird auch deutlich, wenn sie dieser irrealen Chimäre „Jude“ alle nur denkbare Hinterlist und Bösartigkeit andichten, so als wollten sie die Emotionelle Pest beschreiben.

Ähnlich ist es mit dem Haß der Nazis auf das Christentum und der Frage bestellt, warum Leute wie Hitler und Himmler den Islam bevorzugten. Aus ihrer Sicht würde das Christentum mit seiner Friedensbotschaft und dem „Hinhalten der anderen Wange“ im „Überlebenskampf der Rassen“ die christliche „weiße Rasse“ benachteiligen.

Ich will das hier nicht weiter ausführen. Man kann das ganze ohnehin nur vor dem Hintergrund der soziopolitischen Charakterologie verstehen. Als Schwarze Faschisten waren die Nazis in vieler Hinsicht das genaue Gegenteil der Kommunisten. Entsprechend hatten sie einen Blick für das, was zum Kommunismus führt: die „Zersetzungsarbeit“, des von seinem biologischen Kern abgeschnittenen pseudoliberalen Charakters und die Naivität und Blauäugigkeit des liberalen Charakters, der eben das ist: „liberal“.

Man kann den Antisemitismus und die Demokratiefeindlichkeit nicht mit Moral überwinden, sondern nur mit der Freilegung der von Reich, Baker und Konia dargelegten charakterologischen Zusammenhänge.

Ohne die Orgonomie muß jede Geschichtsschreibung belanglose Makulatur und Moralisiererei bleiben!

Das orgonomisch-progressive Manifest (Teil 1)

2. Januar 2026

Reich sprach ausgiebig von der kommunistischen Verschwörung gegen die Orgonomie. Der Kommunismus ist die finale Ausprägung der mechanistischen Weltanschauung, die die Welt als große Maschine betrachtet. In ihr ist das organisch gewachsene nichts weiter als ein Störfaktor. Zum Ausdruck kommt das beispielsweise im alles beherrschenden Vereinheitlichungswahn, angefangen bei gigantischen Schulfabriken („Gesamtschule“) bis hin zur EU, die dich mit einem Federstrich von Ursula gesellschaftlich und ökonomisch ausradieren kann. Neuerdings wird sogar der biologische Geschlechtsunterschied infrage gestellt und wenn du das infrage stellst, kannst du dir gleich eine Kugel durch den Kopf jagen! Die sich spontan bewegende Lebensenergie, die Grundlage der Selbststeuerung, hat hier keinen Platz. Geduldet werden können nur mechanische Energien (ORANUR und DOR).

Was Reichs Fokus weitgehend entging, ist die, wenn man so will, „mystische Seite“ dieser Verschwörung, die praktisch die gleichen Ziele hat: die Vereinheitlichung der Welt. Die „Maschine“ muß letztendlich von einem „Geist“ gesteuert werden. Es stehe eine weltweite „Bewußtseinsveränderung“ ins Haus, bei der der Menschen ihr Ego verlieren. Die energetische Schwingungsfrequenz und der energetische Druck würden sich erhöhen, so daß nur Menschen mit einem höheren Bewußtsein, einer entsprechenden bioenergetischen Struktur, überleben könnten.

Mechanistizismus

Das ist die „Verschwörung“, der Rest ist nur Firlefanz.

Der größte Fehler von Verschwörungstheoretikern ist es, sich in technischen Details zu verlieren. Man nehme nur „9/11“. Warum sich in Fragen der Baustatik verirren, wenn es doch für mögliche Verschwörer viel leichter gewesen wäre, das bekannte offizielle Szenario sich einfach entfalten zu lassen und dabei die enge Verzahnung der US-Regierung mit den Saudis auszunutzen. Es ist einfach eine Frage der Ökonomie: die Verschwörer gehen den einfachen geraden Weg, während sie die, die ihnen auf die Schliche kommen könnten, sich hoffnungslos verzetteln lassen. Man muß einfache Fragen stellen.

Reich wurde nicht fertiggemacht im Rahmen einer grandiosen Machination, sondern es wurden nur zweckdienliche Gerüchte gestreut. Der Rest ist dann automatisch abgelaufen, ohne großes Dazutun der Verschwörer.

Ähnliches spielt sich heute vor unser aller Augen ab. Warum will die Orgonomie einfach keinen Fuß fassen? Die Antwort ist einfach: Weil Hollywood, das durchgehend dem Kult des Teufels verfallen ist, nichts mit Reich zu tun haben will. Ohne die richtige kulturelle Atmosphäre kann sich die Orgonomie nicht entfalten. Es ist schlichtweg kein Platz für die Genitalität in einer Kultur, die von sexueller Perversion und der kompensatorischen Anbetung von Macht geprägt ist. Ich meine das nicht mystisch, sondern so, wie Reich es in Äther, Gott und Teufel beschrieben hat.

Man nehme die Teeny-Stars, etwa eine Britney Spears oder eine Lady Gaga. Sie kommen aus dem Nichts, werden uns vor die Nase gesetzt, um die Hölle in die Zimmer unserer Kinder zu tragen; sind offensichtlich seit frühster Kindheit sexuell mißbrauchte multiple Persönlichkeiten:

Eine andere Geschichte sind die Drogen. Wie, um alles in der Welt, sind die Hippies Mitte der 1960er Jahre an all das LSD gekommen und wie konnte die entsprechende Drogenkultur (Beatles, Jimmy Hendrix, Grateful Dead, etc.) derartig explodieren? Seit den 1970ern gibt es keinen Teeny-Film mehr aus Hollywood, der nicht eine offene Werbesendung für Cannabis ist! Es gibt schlichtweg keinen Hollywood-Streifen mehr, in dem man nicht in die Welt der Dämonen bzw. der „Dämonie“ eingeführt wird. Seit den 1960er Jahren ist die populäre Musik kaum etwas anderes als Dauerwerbung für die Crowleyanity.

Wollte man im Kalten Krieg die rebellische akademische Jugend der USA ruhigstellen? Verschwörungstheoretiker können einen mit entsprechenden Dokumenten über die CIA und das FBI erschlagen! Sind noch heute sinistere Kräfte am Werk, um die Jugend massenhaft in ein „anderes Bewußtsein“ zu initiieren?

Es geht hier um Verschwörungstheorien der Marke: Obama, ein Mann ohne Vergangenheit, wurde, genauso wie sein Vorgänger, von der Trilateral Commission, die von David Rockefeller und seinen Kumpanen von der Bilderberg Society gegründet wurde, an die Macht gebracht, um die Massen der Welt in ein globales faschistische System einzubinden. Derartige „Theorien“, man denke nur an „9/11“, werden sowohl von Links- als auch von Rechtsextremen verbreitet und überschwemmen das Internet ähnlich wie Pornographie. Der von der Orgonomie geprägte Schauspieler Orson Bean hat dazu etwas sehr Kluges und Kontaktvolles gesagt. Er schreibt über die links- und rechtextremen Verschwörungstheoretiker:

Sie würden erst dann befriedigt sein, wenn sie in den rauchenden Ruinen der Gesellschaft stehen… – egal welcher Gesellschaft. Sie fühlen sich nur im Chaos wohl. Sie peitschen die Ängste der Menschen auf und bieten ihnen dann etwas, an das die Ängste festgemacht werden können.
Das Internet (…) ist ein mächtiges Werkzeug zum Guten und zum Bösen. Dieses Zeugs ist böse. Es bleibt und wie alles Böse ist es auf eine verführerische Weise anziehend. Kein Konservativer kann jemals konservativ genug sein und kein Liberaler jemals liberal genug, um die Anhänger von Verschwörungstheorien zu befriedigen. Es sind politische Nyphomanen, süchtig aber unfähig Befriedigung zu finden, und das Zeugs, das sie verbreiten, ist wie Pornographie. Wenn du dich erst darauf eingelassen hast, brauchst du mehr und mehr.

Linke und rechte Obskurantisten, „Anti-Zionisten“, Antiamerikaner, „Reichsdeutsche“ und so weiter und so fort, sind wirklich nichts anderes als Verschwörungswichser! Früher ebneten Leute wie sie dem Nationalsozialismus und dem Realsozialismus die Bahn. Aktuell liefern sie uns systematisch dem Islam aus, unterminieren jede Abwehrstrategie und belegen jedes klare Denken mit einem Tabu. Ein vernünftiges Wort und du wirst mit den absurdesten Vorwürfen abgekanzelt.

Das Problem fängt damit an, daß die Leute, wie eingangs anhand von „9/11“ erläutert, viel zu kompliziert denken und sich entsprechend in einer Wahnwelt verfangen. Das wird etwa deutlich, wenn David Icke gegen die Verschwörung der Eliten predigt und dabei nichts anderes tut, als die Gedankenwelt von Madame Blavatsky, also die luziferische Ideologie der Eliten, zu verbreiten…

Um was es wirklich geht, sind einfache energetische Zusammenhänge. Ich kann nur jedem raten, das folgende 16teilige Video anzuschauen und dabei die wahnhaften Elemente, das christlich verbrämte New-Age- und Verschwörungsgeschwafel und die Ausfälle gegen den angeblichen „Schwarzmagier“ Wilhelm Reich und gegen James DeMeo schlicht zu überhören. Was die Autoren ab dem 6. Video beschreiben ist, wie ORANUR bzw. Dorgonit buchstäblich ein Loch ins Raumzeitgefüge reißt. Ich verweise dazu auf meine Erörterungen in Ea und die Wellenfunktion .

Die Orgonomie bzw. eine Travestie der Orgonomie begann erst zu blühen, als sie sich in Gestalt von „Körpertherapeuten“, die massenhaft die okulare Panzerung verstärken (d.h. das organismische Orgonenergie-Feld zerstören), Esoterikern, die etwa von St. Germain faseln, und nicht zuletzt dem Dorgonit vom bioenergetischen Kern löste (Genitalität und ORgon) und dergestalt „Hollywood“ dienstbar wurde.

Neoscholastik (Teil 3)

3. Dezember 2025

Es gibt in diesem Land Gruppen, die über dem Gesetz stehen und unantastbar sind, weil die feige, „liberale“ Gesellschaft durch zweierlei eingeschüchtert wird: erstens durch körperliche Gewalt und zweitens durch Moral. Der Liberale ist von seinem bioenergetischen Kern getrennt, ihm fehlt die Verankerung im eigenen Körper und er klammert sich an abstrakte, lebensferne Ideale. Deshalb knickt er sofort ein, wenn Moslems und radikale Linke mit drohender Faust Forderungen stellen. Das funktioniert so gut, weil ihre Gewalt moralisch gerechtfertigt erscheint. Wer kann schon gegen die sich wehrenden Opfer des europäischen Imperialismus vorgehen oder gegen jene, die sich konsequent auf die Seite der Opfer stellen?

Daß Moslems und Linksradikale in diesem Land absolute Narrenfreiheit genießen, hat letztendlich charakterologische Ursachen. Ich erkläre das in Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Man denke an die nicht enden wollenden Skandale um den AstA, den Allgemeinen Studierendenausschuß, mit dem ich mich gestern beschäftigt habe. Es gibt Gruppen in diesem „Rechtsstaat“ die vollständige Narrenfreiheit haben! Das geht bis hin zu klaren Anweisungen an die Polizisten im Einsatz. Man unterhalte sich mit einem beliebigen Polizisten!

Als der AstA der Berliner Humboldt-Universität 1999 3000 DM an die „Rote Hilfe“ und weitere finanzielle Unterstützung an andere linksradikale Organisationen und Projekte spendete, wurde es acht Studenten, von deren Zwangsabgaben der AstA schließlich lebt, zu bunt und sie zogen vor Gericht.

Wenige Monate später verbot daraufhin das Berliner Verwaltungsgericht dem AstA allgemeinpolitische Aktivitäten und drohte bei Zuwiderhandlung Ordnungsgelder an. Als der AstA das Urteil einfach ignorierte, wurde im März 2001 ein Ordnungsgeld von 5000 DM, im folgenden November von 10 000 DM und im Mai 2002 sogar von 15 000 EUR festgelegt.

Endgültig fällig wurden die Ordnungsgelder durch einen Beschluß des Oberverwaltungsgerichts im November 2005. Daraufhin ging der AstA nach Karlsruhe. Das mit der Vollstreckung beauftragte Verwaltungsgericht wartete nun auf das höchstrichterliche Urteil. Der im Juli 2006 eingereichte Einwand der acht Kläger, daß der Gang nach Karlsruhe rechtlich keine aufschiebende Wirkung habe, wurde vom Verwaltungsgericht mit Nichtbeachtung bestraft. Berlin hat offenbar zu viel Geld!

Als die acht Kläger dann auch noch erfuhren, daß die Eingabe des AstA erst gar nicht von Karlsruhe zur Entscheidung angenommen worden war, wendeten sie sich im August 2008 erneut an das Verwaltungsgericht. Am 28. Oktober 2008 wurden sie dann endlich darüber unterrichtet, daß die Vollstreckung nun unverzüglich eingeleitet werde. Tatsächlich gewährte das Gericht dem AstA gegen Ende Januar 2009 jedoch eine erneute Fristverlängerung – zur Prüfung von Rechtsmitteln.

Mittlerweile wurde die Vollstreckung endgültig eingestellt, da nach 10 Jahren Verjährung eingetreten ist.

In Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie habe ich darzulegen versucht, daß all die „Beauftragten“ und „Beiräte“, die sich mit absurden Dingen wie „Gender Mainstreaming“ beschäftigen und zunehmend unser Leben bestimmen, exakt jenen „Kommissaren“ entsprechen, die zwischen 1917 und 1989 einhundert Millionen Menschen ermordet haben. Das meine ich nicht nur im übertragenen Sinne! Es sind exakt die gleichen Charakterstrukturen. Wer nur etwas Leben in sich hat, spürt, daß einem in der Nähe solcher Menschen und besonders ihrer Ideologen, etwa „Erziehungswissenschaftler“, förmlich das Blut in den Adern gefriert. Allein schon das moralinsaure Gehabe.

Die Münstersche Zeitung machte mit der Schlagzeile auf: „Fitneß nur für Deutsche?“ „Migrantenvertreter üben scharfe Kritik an Ausländerquoten in Sportstudios.“ Liest man den entsprechenden Artikel im Netz, stellt sich die Sachlage jedoch etwas differenzierter dar.

Es wird beschrieben, wie die Betreiber von Fitneßstudios aus Erfahrung klug geworden sind. Sie haben wahrhaftig nur ein einziges Interesse, nämlich so viel zahlende Kunden wie nur möglich zu haben. Ihnen zu unterstellen, sie würden aus „rassistischer“ Gesinnung auf junge „Südländer“ verzichten, und sich dergestalt wirtschaftlich selbst schaden, ist dermaßen absurd, irrational, abwegig, hirnzerfressend dämlich, – daß derartige Unterstellungen wirklich nur von Kommissaren stammen können.

Die Betreiber von Fitneßstudios begründen ihr Verhalten mit der „schlechten Zahlungsmoral und leichten Reizschwelle südländischer Männer“. Sie hätten „massive Probleme“ mit südländischen Männern, weshalb eine gewisse Quote nicht überschritten werden dürfe.

Wenn man die Zahl „südländischer Männer“ nicht begrenze, blieben viele andere Kunden weg, insbesondere Frauen. Es gebe immer wieder Beschwerden. „Die südländischen Männer haben ein gewisses Temperament im Blut“, meint Mallwitz [Geschäftsführer eines Studios in Lünen]. Auch hier kann Siamak Pourbahri [von der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen (LAGA) NRW] nur den Kopf schütteln. „Ich würde dem Betreiber eine interkulturelle Schulung empfehlen. Denn offensichtlich sind die Vorurteile noch sehr groß.“

Auf Fehlverhalten im Einzelfall mit Rauswurf zu reagieren, statt bestimmte Gruppen pauschal auszuschließen, hält Mallwitz für nicht praktikabel: „Wenn eine junge deutsche Frau zum Probetraining kommt und sieht hier fast nur südländische Männer, dann kommt die nie wieder. Jedem eine Chance zu geben funktioniert nicht. Ich will Geld verdienen.“

Aber in diesem Land zählt die praktische Lebenserfahrung und das Recht, mit seiner eigenen Hände Arbeit Geld zu verdienen und (oh welche Sünde!) reich zu werden, gar nichts. Die Deutschen müssen „interkulturell“ umerzogen werden. Die Opfer werden zu Tätern umfunktioniert. Sie werden gezwungen, sich ihre Existenz kaputtmachen zu lassen.

Warum werden eigentlich die Männer aus dem geheimnisvollen „Südland“ nicht „umerzogen“ und öffentlich aufgefordert, sich wie zivilisierte Menschen zu benehmen? Glaubt wirklich ernsthaft irgendjemand, daß es Probleme mit Chinesen, Tamilen, Koreanern, Japanern, etc. geben würde und auch nur ein Deutscher protestieren würde, wenn diese „fremdrassischen“ neben ihm Fitneß betrieben? Hat überhaupt schon mal ein Deutscher ein Problem mit Chinesen, Tamilen, Koreanern, Japanern, etc. gehabt? Und die sind uns nun wahrhaftig „rassisch“ und kulturell um Welten fremder als die Menschen aus dem – „Südland“!

Kurz gesagt ist der Artikel aus der Münsterschen Zeitung, und zahllose andere derartige pseudointellektuelle Ergüsse, mit denen wir seit Jahrzehnten tagtäglich indoktriniert werden, eine bodenlose Unverschämtheit und Volksverdummung der allerübelsten Sorte. Man kann schier verzweifeln, daß die Massen weiterhin derartige Schundblätter kaufen und dafür bezahlen, daß ihnen tagtäglich ins Gesicht gespukt wird.

„Rassismus“! „Diskriminierung“! Geht’s noch?

Hier willkürlich ein Beispiel für die tamilische Kultur in Deutschland:

Fällt etwas auf? Keine aggressive Stimmung. Keiner fragt, wer dir denn erlaubt hat zu filmen. Es ist wie im deutschen Karneval. Umgekehrt fühlt sich auch kein Deutscher unangenehm berührt. Wen stört schon der Hindu-Tempel in Hamm? Wer fühlt sich durch die Chinesen, Tamilen, Koreaner, Japaner, etc. bedroht? Niemand!

Und umgekehrt: Was ist unser Lohn dafür, daß wir Millionen „Südländer“ in unser Land aufgenommen haben, ihnen Arbeit und im vollen Umfang unsere Sozialleistungen haben zukommen lassen? Man kann abends kaum noch ausgehen, ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Buchstäblich! Bald wird man dank der Kommissare auch nicht mehr ins Fitneßstudio gehen können.

Zeitungen muß ich nicht kaufen, aber die öffentlich-rechtliche Rotbestrahlung muß ich finanzieren, ob ich will oder nicht. Und nicht nur deswegen bekommen ich regelmäßig einen Wutanfall, denn wenn man sich diese Scheiße ansieht bzw. anhört, fällt immer wieder auf, wie ungebildet und uninformiert diese öffentlich Verächtlichen sind. Dazu paßt ein Artikel aus Politically Incorrect.

Als Beispiel eine beliebige Folge der „Sendung für politische Literatur“ des Deutschlandfunk. Die Sendung ist geradezu der Prototyp dessen, was ich mir tagtäglich anhören muß.

Hier die Eingangssätze:

Warum ist der Westen so verhaßt in der südlichen Hemisphäre? Warum setzen sich die Völker Asiens, Afrikas und Lateinamerikas so energisch zur Wehr, gegen den Imperialismus, gegen den alten und neuen Kolonialismus europäischer Mächte und der USA? (…)

Ich verweise auf die Kritik des deutschen Botschafters in Kamerun Volker Seitz: Ausbeutung? Der Westen hat gigantische Summen ins unabhängige Afrika gepumpt! Und im übrigen war der Kolonialismus ein Zusatzgeschäft.

Aber weiter mit dem Deutschlandfunk:

Keine Frage, der Westen steht am Pranger der Dritten Welt. Es waren Männer wie Gammel Abdel Nasser, Pandit Nehru, Achmed Sukarno und Fidel Castro, die ihn auf die Anklagebank setzten, die Imperialismus und Kolonialismus gnadenlos geißelten und das Signal zur Erhebung der jahrhundertelang unterdrückten Völker der südlichen Hemisphäre gaben. (…)

Gehen wir doch einmal diese Heroen der Linken durch:

Nasser war ein „Nationalsozialist“, der viele Nazis ins Land holte, um ihn im Kampf gegen die Juden zu unterstützen.

Nehru und Sukarno vertraten ebenfalls eine Art „Nationalsozialismus“, der diese Länder nachhaltig wirtschaftlich ruiniert hat und in Indonesien schließlich in antichinesischen Massakern mündete. Dazu muß man wissen, daß in Südostasien das „Händlervolk“ der Chinesen traditionell ähnlich betrachtet wurde, wie die Juden in Europa.

Wenn man die Sache prozentual betrachtet hat Castro mehr Bürger des eigenen Landes interniert als Stalin. Ganz zu schweigen davon, daß er ein Land, das bei seiner Machtübernahme einen europäischen Lebensstandard hatte, wahrscheinlich für immer zugrundegerichtet hat.

Das also sind die Helden des „profilierten Globalisierungskritikers“ Jean Ziegler, dessen Buch Der Hass auf den Westen vorgestellt wird. Der Titel sagt wahrscheinlich mehr über den modern liberal Ziegler als über die Menschen in der Dritten Welt!

Als zweiter Beitrag wird ein Buch über Karl Marx vorgestellt. Daß diese Besprechung nichts anderes als eine Werbesendung für den Marxismus ist, wird allein schon daran ersichtlich, daß selbst die leichte Kritik des Buchautors an Marx, er habe ein „weltfrommes“ eschatologisches Programm vertreten, vom Rezensenten zurückgewiesen wird

Im übrigen ist das Zitat von Marx, das in diesem Zusammenhang gesendet wird, schon interessant:

Das jetzige Geschlecht gleicht den Juden, die Moses durch die Wüste führt: „Es hat nicht nur eine neue Welt zu erobern, es muß untergehen, um den Menschen Platz zu machen, die einer neuen Welt gewachsen sind.“

Ich muß dabei an die 100 000 000 Opfer des Kommunismus denken, die Platz machen mußten für die neue Welt.

Marx hat eben doch an Massenmord gedacht! Siehe beispielsweise:

Marx und Engels glänzten durch die Denunziation aller Gemäßigten. Die Revolution mußte für sie nach dem Schema der Französischen Revolution ablaufen und am Ende die radikalste Partei – ihre Partei – an die Macht bringen. Mittel dazu war der Vernichtungskrieg gegen konterrevolutionäre Klassen und Völker.

Aber wir haben ja schon gesehen: unsere ach so humanistischen (Pseudo-) Intellektuellen denken nie an die Opfer!

In den beiden anschließenden Rezensionen geht es um die deutsche Geschichte.

Da ist erstmal ein Radioessay über ein 1961 erstmals erschienenes Buch zum Ersten Weltkrieg und der daran anschließende Historikerstreit, der sich daran entbrannte, daß in dem Buch der Versailler Vertrag gerechtfertigt wurde: Deutschland sei Schuld am Krieg gewesen, der von Anfang an eine imperialistische Ausrichtung hatte.

Prophetisch ist der vom Rezensenten zu Anfang zitierte Beitrag von Gerhard Ritter zur damaligen Diskussion:

In diesem Werk wird ein erster Gipfel erreicht in der politisch-historischen Modeströmung unserer Tage: In der Selbstverdunkelung deutschen Geschichtsbewußtseins, das seit der Katastrophe von 1945 die frühere Selbstvergötterung verdrängt hat und nun immer einseitiger sich durchzusetzen scheint. Nach meiner Überzeugung wird sich das nicht weniger verhängnisvoll auswirken als der Überpatriotismus von ehedem. So vermag ich das Buch nicht ohne tiefe Traurigkeit aus der Hand zu legen: Traurigkeit und Sorge im Blick auf die kommende Generation.

Man denke nur an Joschka Fischer, aus der besagten Generation, der offen bekannt hat, Deutschland müsse man von außen eindämmen und von innen völkisch ausdünnen. Mit anderen Worten: das deutsche Volk muß vernichtet werden!

In der Besprechung eines Buches zum 18. Jahrhundert in Deutschland, wird die deutsche Fehlentwicklung darauf zurückgeführt, daß Deutschland nie so zentralisiert und „aufklärerisch“ war wie Frankreich, d.h. nie so war, wie es im Inneren des modern liberal aussieht: die Zentrale, „das Gehirn“, bestimmt alles.

Die Fehlentwicklung habe im 18. Jahrhundert begonnen:

Man verwies Politik und Gesellschaft ins zweite oder dritte Glied und erwärmte sich an Literatur und Musik. Das Verhängnis einer solchen Verhaltensweise bestand darin, daß es immer wieder zu Durchbrüchen ins Politische kam, bei denen ein ressentimentdurchtränktes Volk auch machtpolitisch die Spitzenposition für sich beanspruchte, die es in Kunst und Kultur innehatte.

Derartige Sendungen sind die Norm! Diese Gehirnwäsche Woche für Woche, ja Tag für Tag, seit mindestens fünf Jahrzehnten! Die Hegemonie der linken „Intellektuellen“ ist erdrückend. Dies ist nur wegen der Panzerung der überwältigen Mehrzahl der Bevölkerung möglich, denn das linke Gesindel ist selbst saublöd und hätte im freien Austausch der Ideen keinerlei Überlebenschance. Saublöd, weil sie ihr Gehirn nicht zum Denken benutzen, sondern umgekehrt bei ihnen das Denken der Abwehr der bioenergetischen Impulse dient. Diese zutiefst sexualfeindliche („bioenergie-feindliche“) Charakterstruktur erklärt, warum sie dem Westen im allgemeinen und dem eigenen Volk im besonderen so viel Mißtrauen, Haß und Verachtung entgegenbringen und warum sie die faschistischen Unterdrücker der lebendigen Impulse in dieser Welt so sehr lieben.

Der Prototyp dieser Journaille war die stalinistische Journalistin, die Reich ins Gefängnis gebracht hat:

brady

Neoscholastik (Teil 2)

2. Dezember 2025

Ähnlich wie vor der „Machtübernahme“ der Nationalsozialisten werden auch heute die deutschen Universitäten von „National-Sozialisten“ dominiert. Dazu eine typische Veranstaltungsankündigung eines beliebigen Allgemeinen (!) Studierendenausschusses:

„Grenzgänge – Critical Whiteness Studies und Weißseinsforschung in Deutschland“ (sic!). Eine Frau Dr. Soundso diskutiert die Bedeutung der Hautfarbe in Deutschland. „Weißsein“ gelte „als Signatur für Deutschsein, als das Normale und somit Normative.“ Wie in den USA müsse nun auch in Deutschland die Debatte um Rassismus und „Weißsein“ geführt werden.

Zu den Feldern, auf denen diese Debatte geführt wird, gehört auch die Richtung von Queer Theorie, deren Fokus auf De/Konstruktionen von Gender und Sexualität liegt. (sic!)

Diese Leute mögen sich für „Antifaschisten“ halten, aber die systematische Zerstörung („Dekonstruktion“) wissenschaftlichen Denkens und die Aufteilung der Gesellschaft in willkürlich konstruierte „Gruppen“ brandmarken sie als Nazis.

In der Massenpsychologie des Faschismus hat Reich gezeigt, wie die ursprünglich noble Idee eines internationalen Sozialismus aufgrund der Struktur der Massen und ihrer „Führer“ unweigerlich in einen nationalen Sozialismus degenerieren muß: in Absonderlichkeiten wie etwa „nationale Befreiungsbewegungen“ und die Kreierung und Instrumentalisierung immer neuer derartiger „Nationen“ (beispielsweise der „queer nation“).

Siehe dazu auch Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht, wo die funktionelle Identität solcher modern liberals mit rechtsradikalen Obskurantisten diskutiert wird.

Hier ein bezeichnender Einblick in das alltägliche Geschehen deutscher Universitäten: die „antifaschistische“ Einheitsfront von Stalinisten und Islamisten.

Wie der neue Stalinismus, der dieses Land überzieht, konkret aussieht, hat Henrick M. Broder sehr schön beschrieben: „Der nackte Wahnsinn gibt den Ton an“.

Für diesen Wahnsinn steht ein Name: Judith Butler:

Konsequent verweigert Butler auch in ihrem politischen Denken die Unterscheidung von sex und gender. Ihr Ausgangspunkt ist die Annahme, dass auch das biologische Geschlecht/sex durch materialisierende Akte von Sprache entstehe. Durch Dekonstruktion gelte es auch hier, Spielraum für ein Erproben von alternativen Geschlechtsidentitäten, „queer identities“, zu schaffen. „Queer“ ist hierbei nicht als ständig wechselbare Identität gedacht, ebenso wenig wie „queer“ auf den Wunsch eines Körpers jenseits von Macht verweist. Ziel sei vielmehr, die Kontingenz von anatomischen Körpermerkmalen und performativer Geschlechtsidentität aufzuzeigen und Geschlechter-Verwirrung zu stiften. Butlers Konzept der Subversion setzt voraus, dass Subjekte, die gegebene Geschlechtsidentitäten annehmen, zwangsläufig inkohärente Konfigurationen erzeugen, die durch die Valenz überschneidender und widersprüchlicher Diskurse Widerstand hervorrufen. Durch diese Koexistenz der Diskurse entsteht die Möglichkeit der Rekonfiguration und Neu-Einsetzung: zum Beispiel durch Parodie, Travestie oder andere experimentelle Praktiken.

Vor der Linken bzw. vor obskurantistischen Linken kann man heutzutage nur noch angewidert ausspucken! Geistig korruptes debiles stinkendes Nazi-Dreckspack! Ekelhaft wie Julius Streicher und dumm wie Brot.

Um den Obskurantismus abzurunden Butler zu Freuds – Todestrieb:

Es paßt, daß die linken Obskurantisten ein symbiotisches Verhältnis zu den heutigen Nationalsozialisten haben, d.h. den „Islamisten“. Der Islam ist Nationalsozialismus. Da wäre Rassismus und das Führerprinzip. Zum ersteren hat, wie oben verlinkt, Hartmut Krauss gesagt: „Der Reinrassigkeit als totalitärem Druckmittel im faschistischen Terrorstaat entspricht die Rechtgläubigkeit als totalitärem Druckmittel im gottesherrschaftlichen Terrorstaat.“

Der Journalist Gideon Böss erzählte im Netz eine Begebenheit aus dem Berliner Wedding:

Ich wartete auf den Bus und las dabei einen Artikel über die Satanischen Verse von Salman Rushdie, da setzt sich ein Mann neben mich und fragt nach der Uhrzeit. Sein Blick fällt auf den Artikel. „Allah wird ihn bestrafen!“, bemerkt er, nicht aggressiv, eher wie eine Feststellung. (…) Ich überlege, ob ich eine Diskussion über Meinungs-, und Kunstfreiheit führen will und entscheide mich dagegen. „Ich glaube eigentlich, daß Allah Rushdie ziemlich mag, immerhin läßt er ihn mit Models schlafen, während die iranischen Mullahs Frauen gewaltsam dazu zwingen müssen, mit ihnen das Bett zu teilen. Es ist doch eindeutig, auf wessen Seite Allah da steht.“ Der Tunesier lacht und verabschiedet sich wieder.

Was an dieser Geschichte bemerkenswert ist? Der Nordafrikaner bzw. „Araber“ wäre schier ausgerastet, vielleicht sogar handgreiflich geworden, wäre nicht von Allah, sondern von Mohammed die Rede gewesen! Im Islam steht Mohammed über Gott.

Martin Bormann hat auf die Frage seines Sohnes, was denn nun eigentlich „Nationalsozialismus“ sei, lapidar geantwortet: „Der Wille des Führers!“ Nichts anderes ist der Islam: der Wille Mohammeds, wie er im Koran, in den überlieferten Aussprüchen und Handlungen und in der Biographie des „Propheten“ niedergelegt ist.

Nur ein eurozentrisch beschränkter Mensch kann glauben, der Islam sei einfach eine „Religion“ wie jede andere auch. Der spirituelle Gehalt des Islam ist gleich Null. Das einzige, was ihn zu einem Faszinosum macht, ist seine politische Dimension.

Leider fehlt heute das, was nur ein lebendiger Führer geben kann: der unmittelbare Befehl, an dem es nichts zu deuteln gibt und der aus der Gemeinschaft eine schlagkräftige Armee macht. Das strebt die Kalifats-Bewegung an: eine Umma, ein Weltreich, ein Führer. Ihr Motto ist: „Der Islam wird die Welt beherrschen!“

Imgrunde ist bereits heute alles so wie zu Reichs Lebzeiten! Die Nazis (Hamas und die Hisbollah) bedrohen Israel mit Raketen, die nur eine Funktion haben: so viele Zivilisten wie nur irgend möglich zu verstümmeln und zu töten und auf diese Weise Angst und Schrecken zu verbreiten. Die Hisbollah droht mit „Wunderwaffen“. Es gibt gewisserweise sogar den Hitler-Stalin-Pakt: heute unter dem gemeinsamen Dach „Antizionismus“.

Hier ein weiterer Blick in den Wahnsinn:

  1. Strategischer Essentialismus und Klassen-Hurenkampf (Class Whorefare): Evangelische Christen als Analogie
  2. Die „Ander-ungen“ („Other-ings“) des Zionismus und der Apartheid: Reflektionen über schwules und jüdisches Aufwachsen im Südafrika der Apartheid
  3. Das Pinkwashing meiner Diaspora: LGBTQ-Geburtsrechts-Trips und der Homonationalismus der zurückblickt
  4. Vom Heteronormativen zum Homonationalen: Die gegenderte Verrassung (Racialization) des „Jüdischseins“ im Zionismus
  5. Homonationalismus/Ethnizität: über die Selbstproduktion der Zionisten als eine liberale und kritische Gesellschaft durch die Erschaffung des Araber-Juden (Mizrahi) als des Anderen

Peter Töpfer (Teil 7)

26. November 2025

Wir waren bei dem Bündnis mit dem Theismus. Töpfer sieht die Annäherung insbesondere in der Frage des Gewissens gegeben – ausgerechnet:

Das Gewissen ist das Autonome schlechthin – die tiefste Stimme. Gott, so verstanden, hat nicht nur einen Sinn und Nutzen, er ist dann der oberste oder tiefste Befehlsgeber in existentiell unklaren Lagen und Fragen. Auch wenn es den Anschein haben könnte, als sei das Gewissen eine externe Instanz (Gott), so ist es doch die innerste Instanz – die innere und eigentliche Instanz par excellence. (Hervorhebung hinzugefügt)

Und noch unglaublicher:

Eine Teileinpflanzung des Gewissens muß (…) gar nicht unbedingt schlecht sein, muß der Eigenheit des Kindes nicht widersprechen, ja, das Kind braucht zu seiner Sozialisierung und Kultivierung einen Appell an sein Gewissen. (S 78, Hervorhebung hinzugefügt)

Das ist dermaßen hanebüchen, dermaßen das diametrale Gegenteil von allem wofür LaMettrie, Stirner, Reich und Laskas gesamtes LSR-Projekt stehen… Mir fehlen schlichtweg die Worte! DAS meint also Töpfer mit „Bündnis“: Verrat an LSR!

Apropos Emotionelle Pest: Eines der Hauptmankos derartiger Unternehmungen wie Töpfers Pan-Agnostik ist das Verfehlen der Emotionellen Pest. Stattdessen wird von der angeblich unausweichlichen Tragik des menschlichen Lebens mit seinen „unaufhebbaren Gegensätzen“ schwadroniert, die man „mannhaft“ zu tragen habe. In diesem Zusammenhang zitiert Töpfer Kierkegaard: „Heirate, und du wirst es bereuen. Heirate nicht, und du wirst es ebenfalls bereuen“ (S. 55). Aber erst angesichts des absoluten Nichts würde man wirklich anfangen zu beten, denn „Nichts und Gott (sind) funktional identisch“ (S. 56). Es geht hier nämlich um die letzten Fragen der ins Nichts geworfenen menschlichen Existenz. Aber genau DAS, diese Perspektive, ist „Metaphysik“, die vom Wesentlichen, nämlich der Emotionellen Pest ablenkt – und damit die offensichtliche Funktion der Töpferschen „Pan-Agnostik“ erfüllt, – die doch vorgeblich die Wertlosigkeit der Metaphysik für die Existenz erweisen will.

Wir haben es im Leben immer genau dann mit der Emotionellen Pest zu tun, wenn wir, was immer wir auch tun, wie immer wir uns auch entscheiden, das Falsche machen, etwa heiraten oder Single bleiben. Genauso ist es stets und in jedem Fall nichts weiter als Emotionelle Pest, wenn wir vor „existentielle Dilemmata“ gestellt werden, aus denen es prinzipiell kein entkommen gibt. Am Ende würdest du doch sterben, jede Sinngebung bzw. Sinnhaftigkeit sei letztendlich Illusion, es wäre besser du wärst nie geboren worden, etc. Beides, die Ausweglosigkeit des Alltags und die „metaphysische“ Ausweglosigkeit unserer Existenz, blockiert und verunmöglicht die Lösung konkreter Probleme insbesondere die sexualökonomischer Natur. Reich hat darüber ein ganzes Buch geschrieben, Die sexuelle Revolution. Ich verweise ausdrücklich auf das Motto „Aus dem Tagebuch des Schülers Kostja Rjabzew“: Leben ist die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Die Probleme des Alltags werden wir entsprechend mit einer wirklichen sexuellen Revolution lösen. Und was die unlösbare „existentielle Not“ betrifft: zur Hölle mit Kierkegaard, Heidegger und den restlichen Dunkelmännern mit ihrem unerträglichen lebensuntüchtigen Geseier über den „Urschmerz“! Wir haben es mit dem wirklichen Leben zu tun, nicht mit den „existentiellen“ Problemen lebensferner Randexistenzen.

Ja, das sind auch Probleme, mit denen man sich auseinandersetzen kann, aber es ist wie bei den öffentlichen Sexpol-Abenden Reichs in Wien und Berlin: die genitalen Probleme der Massen werden öffentlich debattiert, während die prägenitalen Perversionen im persönlichen Gespräch mit dem Arzt besprochen werden. Außerdem wird verhindert, daß die perversen Sonderlinge den öffentlichen Raum dominieren, wie es im damaligen Berlin ansatzweise tatsächlich gegeben war. Ja, die Seelenleiden, die „existentielle Not“ und der „Urschmerz“ von schizophrenen Charakteren sind ernst zu nehmen, haben aber im öffentlichen Diskurs nichts, aber auch rein gar nichts zu suchen. Leider ist es so, daß sie heutzutage alles bestimmen und das Lebendige marginalisieren. Reich und Laska haben diese Befindlichkeiten stets ihrerseits marginalisiert!

Ein dritter Punkt, der mich ganz persönlich umtreibt, hat tatsächlich explizit mit „Gott“ zu tun, den der Agnostiker ehrfurchtsvoll auf Abstand hält, wie es die Juden mit ihrem Gott tun, dessen Namen sie nicht mal auszusprechen wagen. Hier tut sich die Lücke auf, in der der Agnostiker Raum für die Moral und „Metaphysik“ schafft, die doch LSR angetreten ist, radikal zu liquidieren. Entsprechend sollten wir „Gott“ im Gegenteil ganz genau und vollkommen distanzlos betrachten. Lieber Theist, ich analysiere, seziere und rekonstruiere deinen „Gott“, diese Über-Ich-Mißgeburt selbstherrlich ohne den leiseste Anflug von Ehrfurcht und „erkenntniskritischer“ Bescheidenheit!

Namen haben eine Bedeutung, da sie einen ganzen Kontext herstellen, der sich in einer Persönlichkeit verkörpert. Töpfer tut so, als wäre „Gott“ etwas, das so jenseitig ist, daß man sich nicht drum kümmern muß. Tatsächlich ist es aber etwas grundlegend anderes, ob eine Gesellschaft ständig „Allah“ evoziert bzw. „herabbeschwört“, den „Waheguru“ der Sikhs, den Wotan der Neuheiden, den Seth der Satanisten oder Jesus, der eine Person des „dreifaltigen Gottes“ ist. Religionen sind so etwas wie „Energiefelder“, die etwas mit der Gesellschaft und dem Einzelnen machen. An seinen Früchten wird man den jeweiligen Gott erkennen. Beispielsweise war der Nationalsozialismus nichts anderes als ein Wotanskult:

Peter Töpfer (Teil 5)

24. November 2025

Zur Illustration der „tiefen Identität“, von der Dugin in Eurasische Mission spricht, beruft sich Töpfer in seinem Vorwort offensichtlich zustimmend auf Richard Wagner, der „Gefühl und Wirklichkeit (gleichsetzt)“ (S. XIV). Hier paßt, was Reich über das nationalsozialistische „Blutwallen“ geschrieben hat:

Was verbirgt sich also hinter dem Mystizismus der Faschisten (…)? Die Antwort darauf gibt die Analyse der von Rosenberg im Mythus des 20. Jahrhunderts geführten „Beweise“ für die Gültigkeit der faschistischen Rassentheorie. Rosenberg schreibt gleich im Beginne: „Die Werte der Rassenseele, die als treibende Mächte hinter dem neuen Weltbild stehen, sind noch nicht lebendiges Bewußtsein geworden. Seele aber bedeutet Rasse von innen gesehen. Und umgekehrt ist Rasse die Außenwelt der Seele.“ Hier haben wir eine der unendlich vielen, typisch nationalsozialistischen Phrasen vor uns, Sätze, die auf den ersten Blick keinen Sinn verraten, ja ihn wie absichtlich zu verhüllen scheinen, auch vor dem Schreiber dieser Sätze selbst. Man muß die massenpsychologische Wirkung gerade solcher mystischen Sätze kennen und gebührend einschätzen, um auch ihre politisch-irrationale Wirkung zu begreifen. Weiter: „Rassengeschichte ist deshalb Naturgeschichte und Seelenmystik zugleich, die Geschichte der Religion des Blutes aber ist umgekehrt die große Welterzählung vom Aufstieg und Untergang der Völker, ihrer Helden und Denker, ihrer Erfinder und Künstler.“ Die Anerkennung dieser Tatsache ziehe die Erkenntnis nach sich, daß das „Kämpfen des Blutes“ und die „geahnte Mystik des Lebensgeschehens“ nicht zwei verschiedene Dinge seien, sondern ein und dasselbe auf verschiedene Weise darstellen. „Kämpfen des Blutes“ … „geahnte Mystik des Lebensgeschehens“ … „Aufstieg und Untergang der Völker“ … „Blutsvergiftung“ … „jüdische Weltpest“ …, dies alles liegt auf einer Linie, die beim „Kämpfen des Blutes“ beginnt und weltanschaulich bei blutigem Terror gegen den „jüdischen Materialismus“ von Marx und beim Judenmord endet. Man tut der Sache der menschlichen Freiheit nichts Gutes an, wenn man diese Mystik nur verlacht, statt sie zu entlarven und auf den ihr zugrundeliegenden irrationalen Gehalt zu reduzieren. Das meiste und praktisch wichtigste daran ist irrational und mystisch aufgefaßter biologischer Energieprozeß, extremer Ausdruck reaktionärer Sexualideologie. Die Weltanschauung von der „Seele“ und ihrer „Reinheit“ ist die Weltanschauung der Asexualität, der „sexuellen Reinheit“, also im Grunde eine Erscheinung der durch die patriarchalische autoritäre Gesellschaft bedingten Sexualverdrängung und Sexualscheu. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 91f)

Töpfer ist bekennender Reichianer und der „Eurasier“ Dugin ist nun wirklich so ungefähr das Gegenteil eines Verfechters einer „reinen“ Rasse, was bleibt ist aber der Appell ans Gefühl und an die „Tiefe“. Nicht, daß irgendetwas gegen „Gefühle“ und „Tiefe“ spricht! Der Unterschied ist trotzdem ein fundamentaler: Wagner, Heidegger und Konsorten verlieren sich im Ungefähren und Ambivalenten, nicht klar Formulierbaren: die Wirklichkeit wird zu einer Sache bloßen „Empfindens“… Während für Reich klare Gedanken der Ausdruck klarer Gefühle und Emotionen sind, die sich orgonometrisch („dialektisch“) ausformulieren lassen, verkörpern diese Leute das Pathos des im Unklaren Lassens: das „Ahnen“.

Töpfer beruft sich bei seinen Querfrontbestrebungen, Dugin fortspinnend, nicht zuletzt ausgerechnet auf Reich (sowie Fritz Perls und Arthur Janov…). In Gestalt des frühen linken und des späten konservativen Reich biete sich ein Schnittstelle zwischen linken und rechten Antiglobalisten an (S. XVI). So, als wenn wir das ganze nicht schon hatten, etwa in Gestalt des bekennenden Sozialisten Joseph Goebbels. Jede Querfront, wie sie etwa im Begriff „Nationalsozialismus“ zum Ausdruck kommt, vereinigt den Mystizismus der Rechten, der biophysisch im Solar Plexus zentriert ist (verkörpert im Duginschen Symbol der acht Pfeile, die von einem Zentrum ausgehen) und den kopfzentrierten Mystizismus der Linken, mit ihren „Visionen“ einer besseren Welt. Letztendlich bestimmt hier nicht das Orgon („die Sexualität“) die Agenda, sondern die Panzerung („die Sexualabwehr“), weshalb das „offensichtlich deplazierte“ obige Zitat aus der Massenpsychologie eben doch trifft. In diesem Zusammenhang sei auch auf das „theistisch-agnostische Bündnis“, das Töpfer ein Jahr später in seinem Buch Pan-Agnostik anvisiert, mit dem wir uns im nächsten Teil beschäftigen werden. Ich habe diese ganze Syndrom als Blauen Verschißmus bezeichnet.

In Harmonie mit der soziopolitischen Orgonomie, Töpfer zitiert dazu ausdrücklich Elsworth F. Baker (S. XVI), wendet sich Dugin gegen die anti-autoritären („liberalen“) unipolaren (zentralistischen) „Atlantiker“ und setzt dagegen die kontinentalen autoritären („konservativen“) multipolaren „Eurasier“. Künstliche zentrale Autorität („Washington“) gegen gewachsene lokale Autoritäten. Energetisches Orgonom (weitausgreifende Kreiselwellen-Bewegung, Gehirn) gegen „konservative“ stationäre Pulsation (orgonotisches System, Solar plexus). „Die alte, zentralisiert unipolare Welt mit ihrem einzigen, satanischen Hirten zur reinen Versklavung aller Völker mittels Atomisierung – der verwüstenste aller Wüstenstürme, inakzeptabel, unerträglich –, sie geht unter“ (S. XXVI). Töpfer spricht im Zusammenhang mit DeMeos Saharasia-Theorie von der „Geopolitik des seelischen Elends“ und will das „neolithische Matriarchat“ mit der unserer Natur entsprechenden „Mikrogesellschaft“ wiederherstellen (S. XXV).

Klingt doch alles sehr gut! Nun ja, was die uns hier nicht weiter interessierenden geopolitischen Ausführungen von Dugin selbst betrifft: auf weltpolitischer Ebene ist die „Geopolitik“ eine exakte Entsprechung der „Gesellschaftspolitik“ auf nationaler (und mittlerweile europäischer und UN-) Ebene – sie ist Emotionelle Pest. Politik sollte einfach nur Staatskunst sein, wie sie beispielsweise die CDU bis Ende der 1960er Jahre betrieben hat, und sonst nichts. Es ging schlicht darum, der Wirtschaft und Gesellschaft eine effiziente Verwaltung zur Verfügung zu stellen, ohne großen Anspruch auf die Gesellschaft einzuwirken. Das änderte sich mit dem schleichenden Einfluß des Kommunismus durch die sozialdemokratische Pest, die das Land mit „Reformen“ überzog und die „Lufthoheit über die Babykrippen“ erlangen wollte. Genauso ist es auf globaler Ebene mit den „Neocons“ in den USA und den Dugins in Rußland und China bestellt. Statt einfach nur Diplomatie im Sinne Bismarcks zu betreiben, werden „Großräume“ abgesteckt und von einer „vierten politischen Theorie“ schwadroniert! Man verschone uns mit „Gefühlen“ und „Visionen“. Wer sowas in die Politik trägt, sollte, frei nach Helmut Schmidt, zum Arzt gehen.