Posts Tagged ‘Sympathikotonie’
29. November 2018
Reich hat das Ende der Laientherapie eingeläutet. In den 1920er Jahren opponierte er gegen Freud, der die Psychoanalyse zunehmend als bloße „Psychologie“ betrachtete und den bis dahin weitgehend auf Ärzte beschränkten Beruf des Psychoanalytikers für „Laien“ öffnen wollte. Reich argumentierte dabei, vor dem Hintergrund der sich formierenden Sexualökonomie, hauptsächlich von der Libidotheorie her. Die Neurosen hatten einen „ökonomischen“, also physiologischen Kern. Man lese nur sein Buch Die Funktion des Orgasmus aus dem Jahre 1927! Beispielsweise entspricht der Gegensatz von Angst und Lust dem Gegensatz zwischen Herz („Herzenge“) und Genital.
In den 1930er und 1940er Jahren führte er weiter aus, daß und wie Neurosen im Körper verankert sind. Er zeigte, daß die „Neurose“ in der Tat eine Nervenkrankheit ist, nämlich eine chronische Übererregung des Sympathikus („Sympathikotonie“). Um so idiotischer ist es, daß die von ihm entwickelte Therapieform (und ihre diversen illegitimen Abzweigungen) zunehmend von Laientherapeuten praktiziert wurde. Dabei hat Reichs „Schüler“ Charles Kelley, ein Psychologe, den Vogel abgeschossen, als er zur Rechtfertigung seiner therapeutischen Tätigkeit allen Ernstes ausführte, daß Neurosen gar keine „Nervenkrankheiten“ seien, die man ärztlich therapieren kann, sondern bloße Anpassungsstörungen. „Therapie“ sei deshalb mehr so etwas wie ein „Lernprogramm“, der „Therapeut“ ein Trainer für „Zielgerichtetheit und Fühlen“. Es gibt tatsächlich Leute, die derartigen Murx ernstnehmen! Am schlimmsten sind aber die „Körpertherapeuten“, etwa in der Tradition von Alexander Lowen, die weitaus mehr „mit dem Körper arbeiten“ als der Orgontherapeut, die aber nicht mal die Qualifikation als klinischer Psychologe geschweige denn Arzt vorweisen können. In dieser Szene tummeln sich Politologen, Kindergärtner, Betriebsschlosser, etc. Würdest du einen Politologen dein Auto reparieren lassen?!
Schlagwörter:Alexander Lowen, Charles Kelley, Herzangst, Körpertherapeuten, Körpertherapie, Laientherapeuten, Laientherapie, Libidotheorie, Nervenkrankheit, Neurose, Neurosen, Psychologie, Sympathikotonie, Sympathikus
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12. Februar 2018
Schlagwörter:Alexander Lowen, Babys, Emotionen, Empfindungen, Entwicklungsverzögerungen, Fibrositis, Gefühle, Körperpsychotherapie, Körpertherapie, Koordination, Krabbeln, Muskelrheumatismus, Neuralgien, Säuglinge, Schizophrenie, Solar plexus, Sympathikotonie, Triggerzonen
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31. Januar 2018
Schlagwörter:Abgasbelastung, ADHS, Aggressivität, alte Väter, Angst, Asthma, Autismus, Autonomes Nervensystem, Babypflege, Babys, Biochemie, Bioenergie, Biologie, DANN, Depression, Depressionen, Diabetes, Dialektischer Materialismus, DNA, DNS, Drogen, Drogenmißbrauch, Embryo, emotionale Kompetenz, Entwicklungspsychologie, Epigenetik, erblich belastet, Erblichkeit, Erinnerung, Erinnerungsvermögen, Fötus, Gebärmutter, Gedächtnis, Gehirnentwicklung, Gendefekt, Gene, Genetik, Genom, Gentherapie, Genvariante, Heimkinder, Herpesvirus, Immunsystem, Keimplasma, Keimschädigung, Kindererziehung, Kindergärten, Kindesmißhandlung, Kindheit, Kleinkind, Konstitution, Kortisol, Krippen, Krippenbetreuung, Medizin, Methylgruppen, Methylierung, Mikrobiologie, Mneme, Mutationen, Naziwissenschaft, Neugeborenes, Pädagogik, perinatale Betreuung, pränatal, Prävention, Psyche, psychische Störungen, Psychoanalyse, Psychotherapie, Säuglinge, Schizophrenie, Schwangerschaft, Serotonin, Soma, soziale Kompetenz, Spermaqualität, Stillen, Streß. Mißbrauch, Sympathikotonie, Tradition, Tragen, Uterus, Veranlagung, Vererbung, vorschulische Bildung, vorschulische BildungBabypflege
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23. September 2016
In Psychology Today ist zu lesen, daß Entzündungen oft die Antwort des Organismus auf Streß seien. Statt Medikation sei die Erhöhung des „vagischen Tonus“ eine Option, etwa durch Yoga und Meditation oder durch die Implantation von Geräten, die den Vagusnerv ständig stimulieren.
1921 entdeckte der deutscher Physiologe Otto Loewi, daß Stimulation des Nervus vagus eine Reduktion der Herzfrequenz verursacht, indem er die Freisetzung eines Stoffes auslöst, den Loewi „Vagusstoff“ nannte. Der Vagusstoff wurde später als Acetylcholin identifiziert, der erste Neurotransmitter überhaupt, den Wissenschaftlern identifiziert haben.
Der Vagusstoff (Acetylcholin) ist wie ein Beruhigungsmittel, das man einfach sich selbst verabreichen kann, indem man ein paar tiefe Atemzüge mit langem Ausatmen macht. Das bewußte Erschließen der Kraft deines Vagusnervs kann einen Zustand der inneren Ruhe erzeugen und dabei den Entzündungs-Reflex zähmen. (…)
Ein gesunder Vagotonus wird durch einen leichten Anstieg der Herzfrequenz beim Einatmen angezeigt und eine Abnahme der Herzfrequenz beim Ausatmen. Tiefe Zwerchfellatmung – mit einem langen, langsamen Ausatmen – ist der Schlüssel, um den Vagusnerv zu stimulieren und die Herzfrequenz sowie den Blutdruck zu verlangsamen, vor allem bei Zeiten des Leistungsdrucks.
Ein höherer Index des Vagotonus ist mit körperlichem und psychischem Wohlbefinden verbunden. Umgekehrt geht ein niedriger Index des Vagotonus mit Entzündungen einher, Depression, negativen Stimmungen, Einsamkeit, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Mit derartigen Erkenntnissen und Erläuterungen ist die moderne Medizin wieder da, wo Reich in den 1920er Jahren mit der Entwicklung der medizinischen Orgonomie angefangen hat. Reichs Ansatz zur Bekämpfung der chronischen Sympathikotonie war die charakteranalytische Vegetotherapie (psychiatrische Orgontherapie) und später der Einsatz des Orgonenergie-Akkumulators (physikalische Orgontherapie). Das mechanische Äquivalent heute ist die direkte Stimulierung des Vagusnervs mittels eines kleinen unter die Haut implantierten „Schrittmachers“. Problem mit dieser neuen „bioelektronischen Medizin“, und übrigens auch mit den erwähnten „Yoga und Meditation“, ist, daß diese Interventionen nur oberflächlich wirken und der alte Zustand rasch wiedekehrt, wenn sie eingestellt werden.
Die Hoffnungen sind groß, daß die Nervenstimulation die kostspielige und nebenwirkungsreiche Medikation bei rheumatischer Arthritis, Parkinson, Morbus Chron und Alzheimer ersetzen könnte. Wie weit wären wir, wenn man vor 70 Jahren die medizinische Orgonomie unterstützt hätte, statt dem verbrecherischen Irrweg des Verabreichens giftiger Substanzen!
Schlagwörter:Acetylcholin, Alzheimer, Ausatmen, bioelektronische Medizin, Depression, Einsamkeit, Entzündungen, Herzfrequenz, Herzinfarkt, Meditation, moderne Medizin, Morbus Chron, Nervenstimulierung, Nervus vagus, Otto Loewi, Parkinson, Physiologie, rheumatische Arthritis, Schlaganfall, Sympathikotonie, Vagotonus, Vagusnerv, Vagusstoff, Yoga
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8. März 2016

1. Zusammenfassung
2. Die Hauptgleichung
3. Reichs „Freudo-Marxismus“
4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik
a. Die Atemsperre
Schlagwörter:Angst, Atemsperre, Ausatmung, Brustkorb, Einatmungshaltung, Exspiration, Freud, Hingabe, Inspirationshaltung, Orgasmusangst, Psychosomatik, Sexualität, Sympathikotonie, Traum, Traumarbeit, Träumen, Triebregungen
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28. November 2014
DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE
Elsworth F. Baker: Schizophrenie: Dynamik und Behandlung (Teil 1)

Schlagwörter:Atmung, Bleuler, Epilepsie, Freud, Gebärmutter, Hebephrenie, Jung, Katatonie, Körpertyp, Kraepelin, leptosom, Muskulatur, Paranoia, Psychiatrie, Psychoanalyse, Schizophrene, Schizophrenie, Sullivan, Sympathikotonie, Uterus, Verdrängung
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