Archive for the ‘Sozialpsychologie’ Category

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 8. Der Kampf der Götter / Illusion Atheismus

28. Juli 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 8. Der Kampf der Götter / Illusion Atheismus

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 11)

27. Juli 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Auf der einen Seite haben das humanistische Gesülze, gegen das man sich nicht wehren kann, wenn man nicht als „Faschist“ dastehen will, und auf der anderen Seite betritt urplötzlich ein sadistisches Über-Ich die Bühne, das jede konservative Repression in den Schatten stellt. Nicht ohne Grund ist der Foucaultsche Sadomasochismus so populär. Oder ich denke an die ultra„human“istischen „Veganer“, die in ihrer Menschenverachtung selbst die Nazis in den Schatten stellen. Muß ich lange ausführen, daß „Grüne“ Massenmörder sind, die systematisch darauf hinsteuern Milliarden Menschen schlichtweg verhungern zu lassen? Ganz zu schweigen von den Deutschlandhassern, die den „Volkstod“ feiern:

Kaum weniger psychopathologisch sind die Kastrations- und Mordphantasien mancher FeministInnen. Oder: die skandalöse Freigabe der Pornographie durch die „Sozial-Liberalen“ Mitte der 1970er Jahre: im Namen der „Befreiung“ wird das Lebendige vom sadistischen Über-Ich gefickt („Du geile Sau!“). Oder jetzt die ach so menschenfreundliche Freigabe von Cannabis, was eine Generation lobotomierter Zombies hinterlassen wird.

Es ist nicht nur so, daß unsere Aufklärer in einer Entente cordiale mit den Pfaffen die Aufklärung in die Degeneration zwingen, wichtiger, wenn nicht der Knackpunkt, den Laskas LSR-Projekt nicht erfaßt hat, ist die teuflische Dynamik von sich auflösender Panzerung („Aufklärung“, „Emanzipation“) und Orgasmusangst („sadistisches Über-Ich“).

Dieser Mechanismus ist nicht neu, also nicht spezifisch für die europäische „Emanzipationsbewegung“, sondern kennzeichnend für die gesamte Entwicklung „Saharasias“, das über die matristischen Völker genauso hergefallen ist, wie Reich es in Der triebhafte Charakter im Verhältnis zwischen Kindern und „asozialen“ Eltern zeigt. Oder man lese die Bibel oder den Koran: diese Mischung aus triebhafter Geilheit und einem sadistischen Über-Ich. Oder nehmen wir das poststalinistische Rußland:

Der gesamte natioalbolschewistische, antisemitische und „reaktionär-konservativ-revolutionäre“ Diskurs in Rußland ist auf eine verquere Art und Weise sexualökonomisch. Eine wilde Mischung aus russischen sexistischen Machosprüchen; Aussagen, die selbst für Streichers Stürmer untragbar gewesen wären („ich träume ständig davon, Jüdinnen zu vergewaltigen und dann abzuknallen“); verblüffende geradezu charakteranalytische Einsichten in die eigene Pathologie; und Aussagen, die wie schlechte Karikaturen der Reichschen Orgasmustheorie wirken (Koenen/Hielscher: Die schwarze Front, Reinbek 1991). Kurz: es ist wie in Reichs Beschreibung seiner schizophrenen Patientin: alles, was normalerweise abgepanzert ist, kommt wild und unkontrolliert nach oben. Rußland war schon immer so, siehe nur Rasputin oder Pasternaks Doktor Schiwago. Es ist ja auch interessant, daß Reich praktisch in Rußland (der West-Ukraine) aufgewachsen ist.

Warum gerade Rußland. Nun, in Japan ist es ganz ähnlich, diese „unvermischte Mischung“ aus matristischer Sexualökonomie und saharasischer Sexualparanoia. Hängt wohl damit zusammen, daß beide Länder direkt an Saharasia angrenzen, aber wegen dem Klima, bzw. der Insellage lange unberührt blieben, um dann verhältnismäßig spät von Saharasia unterworfen zu werden: Ergebnis war eine chaotische Abpanzerung und ein „triebhafter Charakter“. In Europa und China hingegen haben wir den triebgehemmten Charakter vor uns.

Ich bringe diese doch recht brüchige „Empirie“ nicht etwa als Beleg für meine Argumentation, sondern einzig und allein um meine Argumentation deutlicher, farbiger, dreidimensionaler zu machen. Meine vorherigen Beispiele waren das katholische Italien vs. das protestantische Skandinavien und Süd- vs. Nordindien.

Die Folgen der antiautoritären Transformation Amerikas

25. Juli 2022

Jenseits der Politik.

Die Folgen der antiautoritären Transformation Amerikas

Liebe, Arbeit und Wissen und die Emotionelle Pest

24. Juli 2022

Liebe, Arbeit und Wissen sind wie ein „bioenergetisches Feuer“, d.h. orgonotische Erregung breitet sich aus. Ein Mensch steckt den anderen an.

Hier wird jeder, der auch nur Grundkenntnisse des Reichschen Werks besitzt sofort an die „Infektionskrankheit“ Emotionelle Pest denken, die sich ebenso ausbreitet. Was ist der Unterschied?

In der pornographischen Sexualität geht es, ähnlich wie bei Drogen, um den „schnellen Kick“, ohne daß die Menschen in ihrem Inneren berührt werden. Dieser Ersatzkontakt hat mehr mit oberflächlichen elektrischen Reizungen als tiefen orgonotischen Strömungen zu tun. Die letztere wird sogar explizit unterbunden, denn ansonsten könnte die Hure ihre Tätigkeit, ihre „Arbeit“ gar nicht verrichten.

Dort, wo man tatsächlich von Arbeit sprechen kann, etwa bei einer Krankenschwester, reduziert die Emotionelle Pest alles auf Oberflächlichkeit. Alles wird zu einem bloßen Job, den man ohne innere Anteilnahme erledigt. Die gegenseitige Verpflichtung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber reduziert sich auf den Austausch von „Anwesenheit“ gegen Geld. Das wird ganz offiziell durch „Volksvertreter“ vorexerziert, die „Sitzungsgelder“ einstreichen. Niemand ist wirklich bei der Sache. Niemand findet mehr Erfüllung in seiner sinnstiftenden Arbeit, sondern alles ist auf die billigen Kicks in der Freizeit ausgerichtet.

Wissen wird durch die Emotionelle Pest durch Propaganda ersetzt. Wie einst im Realsozialismus kann jeder Idiot, solange er nur die offizielle Parteilinie vertritt, dem Spezialisten in die Parade fahren. Allgemein wird Wissen auf bloße Information reduziert. Man denke nur an die heutige Medizinerausbildung, die den Arzt auf einen Mechaniker des Körpers reduziert: „Blutbild –> Medikament“. Auf den Menschen selbst wird nicht mehr eingegangen.

Liebe, Arbeit und Wissen hingegen beruhen auf einem organischen, bioenergetischen Spannungsaufbau, das Halten der Spannung und die erfüllende Entladung (Orgasmus, Arbeitsprodukt, „Heureka“). Genau das zeichnete Reichs Forschungstätigkeit aus: das vorurteilslose, d.h. nicht von der „Parteilinie“ bestimmte Beobachten der Natur, der eine Chance gegeben wird sich zu entfalten und ihre Geheimnisse preiszugeben. Die von der Rockefeller Foundation finanzierten Biologen in Oslo wußten sofort, worum es sich bei den Bionen handelte („Kontamination der Probe mit dem wohlbekannten Mikroorganismus xy“) und Einstein und seine Assistenten „kannten sich mit den thermodynamischen Gesetzen aus“. Die mechanistische Wissenschaft ist ein Ausdruck der Emotionellen Pest, bei der sich alles um den schnellen Fick dreht, um ja nicht am Orgon zu rühren.

Imgrunde geht es immer um wechselseitige Verpflichtungen, die Aufrechterhaltung bioenergetischer Spannung, sei dies in der Liebe, im Kreditwesen (dem Kern jeder Marktwirtschaft) oder im Eingehen auf die Natur. Es geht um den Kontakt (das Zusammenfließen von Erregung und Wahrnehmung) zwischen orgonotischen Systemen und letztendlich um den Kontakt des orgonotischen Systems mit dem ihn umgebenden Orgonozean. Die Emotionelle Pest kann diese Spannung nicht ertragen und schließt alles kurz: Ficken, Jobben, Brabbeln.

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 10)

20. Juli 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Stirner will sich von der „Negerhaftigkeit“ (dem Verhaftetsein an Heiligen Dingen) und der darauffolgenden „Mongolenhaftigkeit“ (dem Verhaftetsein an Heiligen Gedanken) befreien. Er hat nach eigener Aussage als Vorfahren jenen, „der mittels des Geistes die Natur als das Nichtige, Endliche, Vergängliche darstellte“ und er, Stirner will nun weitergehen und „auch den Geist zu gleicher Nichtigkeit herabsetzen“ (vgl. Der Einzige und sein Eigentum, Reclam, S. 71-77).

Ausgerechnet jene „rationalen“ Gesellschaften, auf die sich Reich und später James DeMeo berufen haben (Murias und Nagas in Indien, die Trobriander, einige Indianerstämme, die Eskimos und sehr wenige Stämme in Afrika) – ausgerechnet diese „matristischen“ Völker haben ausgesprochen nicht-rationale und größtenteils sogar ausgesprochen schwachsinnige Tabus (Marke: Berühre niemals mit dem linken Knöchel des rechten Fußes einen fruchttragenden Baum!), die absolut heilig sind, weit heiliger als etwa die katholischen Tabus.

Was ich sagen will: es kann nicht abstrakt philosophisch um „Aufklärung“ und „Irrationalismus“ gehen, sondern in unserem Zusammenhang nur um den Gegensatz eines lustfeindlichen vs. eines prinzipiell lustbejahenden Über-Ich. Zum Beispiel ist das Verbot, Freitags Fleisch zu essen, weder rational noch gerade lustbejahend – aber prinzipiell beschränkt es die Lustfähigkeit in keinster Weise – und nur darum kann es gehen.

Und noch was zum Über-Ich. Neulich hat mich ein Leserbrief über Rechtskultur und Mentalität sehr nachdenklich gemacht, weil er etwas in Worte brachte, was mich schon seit langem beschäftigt: „Einem Deutschen genügt meist ein deutlicher Hinweis auf eine Vorschrift, um ihn zum Einlenken zu bewegen. Ein arabischer oder muslimisch-türkischer Ausländer – besonders wenn er noch jung ist – beurteilt oft erst nach der Schulterbreite seines Kontrahenten, ob der berechtigt ist, ihm Anweisungen zu geben.“ Unsere Gesellschaft funktioniert, weil unser Über-Ich so stark ist, während insbesondere Mohammedaner in einer Gesellschaft leben, wo die gesellschaftliche Gewalt weniger „harmonisch“ inkorporiert worden ist, da der äußere Zwang unvorhersehbar und brutal ist. Und etwa Weiblein und Männlein von vornherein gar nicht in Versuchung kommen. Das, also die zeitweise Schwäche des Über-Ichs, erzeugt noch gestörtere Menschen, als man sie in Mitteleuropa findet. Tatsächlich faszinieren die Menschen aus dem moslemischen Kulturraum so manchen unbedarften „Reichianer“ sogar als verhältnismäßig „ungepanzert“. Tatsächlich haben sie jedoch einen weitgehend triebhaften Charakter mit einem isolierten Über-Ich, das schließlich weitaus heftiger, nämlich „triebhaft“ zuschlagen kann.

Ich muß beispielsweise an den Unterschied zwischen dem katholischen Süden Europas denken, etwa das „anarchistische“ Italien – oder die humoristischen Erzählungen eines griechischen Freundes über den Alltag in seinem Heimatland: legal, illegal, scheißegal. Und im Gegensatz dazu an das von Lutheranischen Schuldgefühlen zerfressene Skandinavien. Ähnliches läßt sich über den Gegensatz von Nord- („saharasische Anarchie“) und Süd-Indien („matristisches Law-and-Order“) sagen. Den Unterschied kann man sogar hören: da die irgendwie nach „Hasch-Pfeife“ klingende Hindustani-Musik des Nordens, dort die strenge hoch-stilisierte karnatische Musik des drawidischen Südens.

Es kommt ein weiteres „Ausgerechnet“ hinzu: Das Über-Ich steht für unsere Identifizierung mit den Eltern, unseren Kontakt mit unserem eigenen Wesenskern. Wenn wir gegen dieses Über-Ich rebellieren, trennen wir uns von unserem Kern. Genau das ist in der Aufklärung passiert, als man sich auf naive Weise von „Gott“ abwandte, so als wäre das, worum sich vorher alles gedreht hatte, ein bloßes Nichts. Aber „Gott“ stand für etwas und dieses „Etwas“ hat Reich herausgearbeitet, etwa in Äther, Gott und Teufel. Den rationalen Kern im irrationalen Wahnwitz.

In Der triebhafte Charakter unterscheidet Reich zwischen der reaktiven Über-Ich-Bildung und der „sublimierenden Wandlung des väterlichen Ideals“: „Es ist (…) nicht gleichgültig, ob ein Revolutionär auf sozialem Gebiet lediglich aus Reaktion gegen den Vater ‚revolutioniert‘ oder aus Anlehnung an eine revolutionäre Vaterimago, ohne Rücksicht auf die väterliche Einstellung“ (Frühe Schriften, S. 269). Es geht darum, ob man neurotisch rebelliert und alle Verbindungen „zum emotionalen Bereich der Väter und Mütter“ kappt (die dann wie alles Verdrängte an anderer Stelle um so stärker auftauchen, wie Stirner gezeigt hat: die „Humanität“ als Gott der vermeintlichen Atheisten) oder sich rational damit auseinandersetzt und es z.B. besser machen will als der Vater.

Stirner war der einzige Aufklärer, der sogar den allerletzten Ersatzkontakt des Linken, dessen kollektivistischen „Menschheits-Glauben“ zertrümmert hat. Das erklärt auch, warum der ultimative „Über-Ich-Vernichter“ derartig (von rechts und links gleichermaßen) dämonisiert wird, daß nicht mal sein Name ausgesprochen werden darf, um „nicht den Teufel an die Wand zu malen“! Indem Stirner das Über-Ich angreift, greift er nicht nur „Flausen im Kopf“ an, sondern direkt den innersten Wesenskern der Individuen. Es geht um mehr als nur um Leben oder Tod: es geht um alles, d.h. um das, wofür Menschen sogar freudig ihr Leben hingeben. Es geht um „Gott“, in dem Sinne, wie Reich von „Gott“ sprach. Es geht um die kosmische Orgonenergie…

Ich habe ein Problem mit dem Begriff „rationale“ Gesellschaft und all das „Rationale“, das beispielsweise Bernd Laska in seinem LSR-Projekt anklingen ließ. Da klang er fast wie Habermas. Sozusagen: „Reden wir drüber, an was wir glauben wollen. Keine präkognitiven irrationalen Tabus, sondern rationale Einschränkungen, nachdem wir unsere Probleme rational durchdiskutiert haben.“ Der Mensch war nie so und er wird nie so sein.

Wir können natürlich versuchen den „animistischen Sumpf“ auszutrocknen („Aufklärung“). Problem ist nur, daß wir dabei wahrscheinlich uns selbst zerstören oder es zu einer Gegenreaktion des Obskurantismus kommt, die auch noch den letzten Rest von Rationalität hinwegfegt. Es ist wie bei den „Reichianischen“ Körpertherapeuten, die die Panzerung beseitigen (als wenn das eine große Kunst wäre), sich dann aber wundern, wenn der dergestalt aufgerissene Körper nur um so heftiger kontrahiert und z.B. irreparabel psychotisch wird.

Alles was ist, auch das Irrationalste, ist durch seine bloße Existenz zunächst einmal gerechtfertigt. Hier geht es beispielsweise darum, ob man fremdbestimmt ist; durch das Über-Ich bestimmt. „Fremdbestimmt“ in dem Sinne, daß dieses Fremde (etwa die Sexualfeindlichkeit der Eltern) Teil der eigenen Psyche wird. Imgrunde eine Psychose im Kleinen (bzw. im Großen). Doch genauso wie es in der menschlichen Triebstruktur nur Dinge geben kann, die eine Entartung primärer Anlagen ist, egal wie sekundär die Triebe auch immer sein mögen, ist auch das „schlechte Gewissen“ trotz allem immer noch eine innere Stimme, sozusagen eine grotesk-tragische Imitation von Autonomie. Naturwissenschaft und Technik und Emanzipation im Sinne Stirners konnten sich eben wegen der erwähnten „grotesk-tragischen Imitation von Autonomie“ durch all das Irrationale zur gesellschaftlichen Realität hindurchquälen. Das fehlt in anderen Kulturen, wo die Gewalt eine äußere bleibt und die Menschen in der Position verschreckter Kinder gehalten werden.

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 9)

19. Juli 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Wenn man den Glauben der Menschen angreift, ihre Moral, ihr Über-Ich, ist es, als würde man ihren ureigensten Wesenskern attackieren. Und tatsächlich ist es auf eine ungute, tragische, perverse Weise so, daß das religiöse Irrationale nicht nur „fixe Ideen“ sind, sondern sich bioenergetische Gegebenheiten dahinter verbergen. Das ist so, weil das irrationale Über-Ich, das berühmte „Gewissen“, das über allem steht und für das wir bereitwillig in den Tod gehen, für den vermeintlich „eigenen Wesenskern“ steht, den freilich die meisten Menschen später für ihren ureigenen halten, d.h. etwa der Katholik hält sich sozusagen für einen „geborenen Katholiken“! Gemeinhin spricht man vom „höheren Selbst“, sozusagen das „Über-Ich“, wenn man von dem spricht, was wir als „bioenergetischen Kern“ bezeichnen. Kriegsdienstverweigerer haben sich beispielsweise darauf berufen.

Es ist fatal, diese Verwechslung des „Glaubens“ mit dem Ureigenen durch „Aufklärung“ einfach vom Tisch wischen zu wollen, d.h. die „Gewissensnot“ nicht ernst zu nehmen. Es geht ums Eingemachte, so daß, wenn denn die „Aufklärung“ überhaupt funktioniert, es allenfalls zu einer Verlagerung kommen wird. Wie Stirner so schön sagte: unsere angeblichen Atheisten sind doch nur Pfaffen, nur daß sie jetzt „die Menschheit“ oder „die Humanität“ anbeten. Und dieses Festklammern an einen Ersatzkontakt ist nicht einfach „irrational“, sondern hat eine verquere Rationalität – denn letztendlich verteidigt man sein vermeintlich Eigenes. Man lebt zwar ein gebeuteltes, verpanzertes Leben, aber es wird lebenswert, indem man für „sein“ Vaterland, „seine“ Religion, „seine“ Überzeugungen etc. streitet. Wie Reich in Äther, Gott und Teufel darlegte, muß sich der durch die Panzerung „bewegungsängstlich“ gewordene Mensch („Orgasmusangst“) an etwas Absolutes festklammern.

Waren für den Konservativen das Absolute, Gott, Natur, Volk etc., der das Individuum und seine Eigenheit geopfert werden, sind es für den Liberalen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Wir haben nach Stirner:

  1. den politischen Liberalismus (Freiheit): Erzeugung „freier Völker“ durch Knechtung des Einzelnen unter die Staatsidee;
  2. den sozialen Liberalismus (Gleichheit): Erzwingung der „Gerechtigkeit“ dadurch, daß allen das Eigentum genommen wird und alle „gleiche Lumpe“ werden; und
  3. den humanen Liberalismus (Brüderlichkeit): der die „Menschlichkeit“ erzeugt, indem er alles Individuelle negiert.

Dieser Schwachsinn funktioniert, weil die Menschen auf dem Weg in die Versklavung vermeinen, sie würden für sich selbst eintreten, wenn sie fanatisch für die Götzen „Freiheit“, „Gleichheit“ und „Brüderlichkeit“ eintreten. Es geht um das Geheimnis der Religion – der Rückbindung an das eigene Selbst.

Über die antiautoritäre Transformation der westlichen Gesellschaft

2. Juli 2022

Jenseits der Politik.

Über die antiautoritäre Transformation der westlichen Gesellschaft

Über die Zerstörung der amerikanischen Nation durch die Politik

30. Juni 2022

Zur Abtreibungsdebatte in den USA.

Über die Zerstörung der amerikanischen Nation durch die Politik

Der Kommunismus ist in der Demokratischen Partei lebendig und wohlauf

25. Juni 2022

Die kommunistische Verschwörung.

Der Kommunismus ist in der Demokratischen Partei lebendig und wohlauf

Die Emotionelle Pest gedeiht auf der Unwissenheit und Verwirrung der Öffentlichkeit

16. Juni 2022

Der Griff der Emotionellen Pest nach unseren Kindern.

Die Emotionelle Pest gedeiht auf der Unwissenheit und Verwirrung der Öffentlichkeit