Posts Tagged ‘Genetik’
15. Februar 2026
War die Beschäftigung des Psychoanalytikers („Psychologen“) und Sozialreformers („Soziologen“) Wilhelm Reich mit Naturwissenschaft nicht nur eine Marotte, die man nicht ernstnehmen kann?
Mit der Naturwissenschaft ist das so eine Sache. Man denke nur an all die physikalischen Halbgebildeten, die beispielsweise davon schwätzen, daß die Mondlandung unmöglich gewesen wäre, weil die Astronauten den radioaktiven Van-Allen-Gürtel durchqueren mußten. Das hätte wie ein Aufenthalt im Sarkophag von Tschernobyl tödlich verlaufen müssen! Und erst die Kälte (170 Grad unter Null) und die Sonnenhitze (130 Grad über Null) auf der Mondoberfläche hätten sie in ihren Mondanzügen unmöglich überleben können! Nun, den Van-Allen-Gürtel durchquerten sie jeweils in etwa 50 Minuten, den wirklich gefährlichen inneren Bereich in 15 Minuten, wobei die Strahlenwirkung zwar nicht gerade gesundheitsförderlich war, aber weit unter dem lebensgefährlichen Bereich lag. Und im Vakuum haben „Kälte“ und „Wärme“ eine grundsätzlich andere Bedeutung als in der dichten Erdatmosphäre. Ansonsten wäre überhaupt jede Raumfahrt unmöglich!
Das, was dem Laien mit seinem beschränkten Sichtkreis als „logisch“ erscheint, muß in der Wirklichkeit ganz und gar nicht so sein. Man kann sich ausmalen, wie sehr Naturwissenschaftler angesichts von so viel dummdreister Arroganz leiden! Gehörte Reich mit seinen außerhalb des anerkannten naturwissenschaftlichen Betriebs stehenden „orgonomischen“ Thesen nicht auch zu dieser Kategorie nerviger Ignoranz? Alles Fehlschlüsse, Fehlinterpretationen, Mißverstehen?
Als Reich 1919 und 1920 sich während seines Medizinstudiums mit „Physik für Mediziner“ herumschlug, war die Existenz des Atoms als Baustein der Materie erst frisch etabliert. Kaum anderthalb Jahrzehnte zuvor galt das Atom noch als ein voraussichtlich bald obsolet werdendes hypothetisches Hilfskonstrukt. Auch die Vorstellung, daß Elektrizität so etwas wie eine „flüssige Substanz“ ist, war erst zur Jahrhundertwende am Verschwinden. Das heißt der Triumph des konsequent mechanistischen Models, das die Welt als eine Art „Legobaukasten“ betrachtet, war noch nicht wirklich etabliert. Beispielsweise lehnte der streng phänomenologisch denkende Ernst Mach bis zu seinem Tode 1916 die physische Realität des Elektrons und des Atoms ab, da man sie nicht direkt beobachten konnte. Es handele sich bei ihrer Postulierung also um „Metaphysik“, die in der Naturwissenschaft keinen Platz haben sollte!
Reich bewegte sich in den 1930er Jahre gewissermaßen noch immer im 19. Jahrhundert, als er seine Physik mit dem „Zerstören von Materie durch Kochen und Glühen“ begann und sich auf elektrostatische Phänomene konzentrierte. Um sich in diese „altertümliche“ Vorstellungswelt hineinzuversetzen denke man nur daran, daß wir bei der Elektrizitätslehre noch immer mit Begriffen arbeiten, die auf die Dynamik von Flüssigkeiten verweisen: Ladung = Quelle bzw. Senke, Spannung = Druckunterschiede, Stromstärke = Durchflußmenge, Widerstand = Rohrverengung, Isolator = Damm.
Weit besser kann man sich den besagten Bruch zwischen der gängigen und der Reichschen Naturwissenschaft anhand der Arbeit des Berliner Internisten Friedrich Kraus vergegenwärtigen, dessen Hauptwerk Allgemeine und spezielle Pathologie der Person (Leipzig: Thieme, 1927) Reich noch im Erscheinungsjahr besprach. Der zentrale Gedanke von Kraus‘ Buch war das Konzept der „Tiefenperson“, die den unmittelbar erfahrbaren vitalen „spontan dranghaft schöpferischen“ Kern des Menschen ausmache und die, so Reich, weitgehend identisch sei mit Freuds Libido – eine Assoziation, die Kraus selbst in dem besagten Buch herstellt. Das, was Reich als Spitze der bio-medizinischen Avantgarde rezipierte, war jedoch das letzte Aufbäumen einer bio-medizinischen Wissenschaft, in der das Lebendige noch auf so etwas wie „vegetative Strömungen“ (Kraus) zurückgeführt wurde und nicht, wie seit etwa 1936 (Kraus‘ Todesjahr), alles auf biochemische Strukturen zurückgeführt wurde und langsam jene Genetik sich entwickelte, die heute die Biologie und Medizin fast ausschließlich bestimmt nach dem Muster: Software (die DNA) und Hardware (die Proteinsynthese). Es war ähnlich wie zuvor, als die einheitliche Materie und die einheitliche Elektrizität jeweils „atomisiert“ wurden!
Reichs Ausgangspunkt seiner bio-medizinischen Forschung, die Orgasmusformel (Spannung – Ladung – Entladung – Entspannung), wirkt heute vollständig absurd, da wir seit nunmehr fast einem Jahrhundert systematisch darauf trainiert werden, das Lebendige rein auf Informationsverarbeitung und das Maschinelle zu reduzieren. Beispielsweise „findet Sex im Kopf statt“ und der Rest weiter unten sei bloße Mechanik, so daß wir mit dem Begriff „das Lebendigen“ als autonomer Instanz rein gar nichts mehr anfangen können. Kraus‘ Lehre von den funktionellen Zusammenhängen und der Ganzheit des Menschen, bei der nicht nur das Plasma der einzelnen Zelle, sondern das gesamtorganismische dynamische Kontinuum dieses Plasmas und das energetische Fließgleichgewicht, das in diesem immer wieder hergestellt wird, also die Selbstregulation, eben das besagte „dranghafte Lebendige“, im Mittelpunkt stand („Syzygiologie“), wurde abgelöst von einer merkwürdig mittelalterlich wirkenden rein morphologisch orientierten statischen neuen Lehre mit den Genen als dem unveränderlichen Bauplan des Organismus. Die Nationalsozialisten waren enthusiastische Vertreter dieser Erblehre, entsprechend betrachtete Reich seine „sexualökonomische Lebensforschung“ der 1930er Jahre und die „biophysikalische Orgonforschung“ der 1940er Jahre als antifaschistischen Widerstand gegen das heraufziehende neue Mittelalter.
Gleichzeitig begann er die immer noch hydrodynamische und damit mechanische Vorstellung („Fluida“) durch eine biologische zu ersetzen mit Begriffen wie Erregung und qualitativen Umschreibungen, die dem Gefühlsleben entnommen waren. Man denke nur an Reichs Ausführungen über das ORANUR-Experiment von 1951, die dem „Hineinsehen“ in der Phänomenologie entsprechen.
Schlagwörter:19. Jahrhundert, Antiquitech, Astronauten, Biologie, Elektrizität, Elektroskop, Erblehre, Ernst Mach, Fehlinterpretationen, Fehlschlüsse, Fließgleichgewicht, Freud, Genetik, Libido, mechanistisches Weltmodel, Medizin, Metaphysik, Mißverstehen, Mondlandung, Nationalsozialismus, Naturwissenschaft, Naturwissenschaftler, Phänomenologie, Physik, Psychoanalytiker, Psychologe, Radioaktivität, Raumfahrt, Syzygiologie, Tschernobyl, Van-Allen-Gürtel, Wilhelm Reich
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4. Januar 2026
Schlagwörter:Agricola, Animalischer Magnetismus, Charcot, Elektrophysiologie, Energieerhaltungssatz, Ernst Heinrich Weber, Fluidum, Franz Anton Mesmer, Freud, Genetik, Goethe, Gustav Theodor Fechner, Hans Christian Oerstedt, Heisenberg, Helmont, Henry Gray, Hermann von Helmholtz, Hypnose, Iatrochemiker, James Hutton, Joseph Black, Julius Robert Mayer, Léon Foucault, Lebenskraft, Luigi Galvani, Medizin, Mesmerismus, Naturphilosophie, Ontogenese, Phylogenese, Physik, Physiologie, Präformationslehre, Psychophysik, Puysegur, Santoro Santorio, Schelling, Thomas Young, Wilhelm Edward Weber, William Gilbert, William Prout
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13. Mai 2025
Im Verlauf der Evolution triumphiert die „Energetik“ (die Funktion des Orgasmus) über die Mechanik (die „egoistischen Gene“). Das sieht man etwa daran, daß der sexuell frustrierte Mann sich zusehends wie ein „asozialer“ Schimpanse benimmt bis hin zum Babymord, während der sexuell befriedigte Mann sich, for lack of a better term, sozial „rational“ verhält. Ethnographisch kann man das am Unterschied zwischen dem typischen Moslem des Nahen und Mittleren Ostens und dem Trobriander festmachen, also daran, was James DeMeo in seiner Saharasia-Theorie statistisch nachgewiesen hat, als er Kinderrechte, Frauenrechte, Sexualmoral, Freiheitsindex etc. en detail hinsichtlich der Unterschiede zwischen den Völkern untersuchte. Die genetisch orientierten Anthropologen können das, die von DeMeo gefundenen systematischen Unterschiede, nicht erklären: daß sich die einen „wie Tiere“ benehmen, die anderen – rational.
Konturiert wird das alles dadurch, daß die Genetik zum Orgon-Bereich der koexistierenden Wirkung gehört. Die ungelöste Grundfrage der konventionellen Genetik ist ja, wo die ersten genetischen Codes überhaupt herkamen, um Leben zu ermöglichen bzw. erst zu konstituieren. Nach dem Muster: es wäre so, als würde man Schimpansen auf Tastaturen rumklimpern lassen, bis durch Zufall ein Shakespeare‘sches Sonett entsteht.
Diese Frage nach dem ersten genetischen Code, der das Leben am Anfang erst ermöglichte, ist natürlich Einfallstor für Neuauflagen eines mittelalterlichen Kreationismus. Es regnet, weil der Regengott es regnen läßt! Leben existiert, weil der Schöpfergott das so wollte! Tatsächlich ist der genetische „Urcode“ unmittelbarer Ausdruck orgonotischer Funktionen, ähnlich wie es Pulsation und Orgonom-Form im Bereich nur relativen Bewegung sind, nur eben im Bereich der koexistierenden Wirkung.
Was soll man sich darunter konkret vorstellen? Zunächst einmal war es letztendlich das Orgon, das durch Shakespeare ein Sonett geschrieben hat. Man betrachte dazu, was Freud über die Wirkung des Unbewußten und was Reich 50 Jahre über die Urgründe des Bewußtseins im letzten Kapitel von Die kosmische Überlagerung geschrieben haben. Dazu möchte ich aus dem Artikel „The Phantom-DNA-‘Wave Biocomputer‘“ von Peter P. Gariaev et al. vom Institute Control of Sciences, Russian Academy of Sciences, Moskau zitieren:
Diese Arbeit ändert die Vorstellung über den genetischen Code grundlegend. Sie behauptet:
1) daß die Evolution der Biosysteme genetische „Texte“ geschaffen hat, die den natürlichen, kontextabhängigen Texten der menschlichen Sprachen ähneln und den Text nach sprachähnlichen Mustern formen.
2) daß der Chromosomenapparat gleichzeitig als Quelle und Empfänger dieser genetischen Texte fungiert, indem er sie dekodiert bzw. kodiert, und
3) daß das Chromosomenkontinuum multizellulärer Organismen einem statisch-dynamischen Multiplex-Zeit-Raum-holographischen Gitter entspricht, das die Raum-Zeit eines Organismus in einer verschachtelten Form umfaßt. Das bedeutet, daß die DNA-Wirkung, die die Theorie vorhersagt und die das Experiment bestätigt,
i) die eines „Gen-Zeichen“-Lasers und seiner solitonischen elektroakustischen Felder ist, so daß der Gen-Biocomputer diese Texte in einer Weise „liest und versteht“, die dem menschlichen Denken ähnlich ist, aber auf seiner eigenen genomischen Ebene des „Denkens“. Es wird behauptet, daß natürliche menschliche Texte (unabhängig von der verwendeten Sprache) und genetische „Texte“ ähnliche mathematisch-linguistische und entropisch-statistische Merkmale aufweisen, wobei diese die Fraktalität der Verteilung der Zeichenhäufigkeitsdichte in den natürlichen und genetischen Texten betreffen, und wobei im Falle genetischer „Texte“ die Zeichen mit den Nukleotiden identifiziert werden, und
ii) daß die DNS-Moleküle, die als Gen-Zeichen-Kontinuum eines jeden Biosystems konzipiert sind, in der Lage sind, holographische Vorabbilder von Lebensstrukturen und des Organismus als Ganzes als ein Register dynamischer „Wellenkopien“ oder „Matrizen“ zu bilden, die aufeinanderfolgen. Dieses Kontinuum ist das messende, kalibrierende Feld für den Aufbau seines Biosystems.
Wenn die Orgonomie recht hätte, müßte auf anderen Planeten in fernen Galaxien das Leben erstaunlich ähnlich wie hier sein. Wenn die mechanistische Biologie recht hätte, wäre das nicht der Fall – wenn es überhaupt anderes Leben gäbe.
Schlagwörter:Anthropologen, Chromosomen, des Unbewußte, egoistische Gene, Ethnographie, Evolution, Frauenrechte, Freiheitsindex, Freud, Genetik, Kinderrechte, Kreationismus, Leben, Mittlerer Osten, Moslems, Naher Osten, Schimpansen, Sexualmoral, Shakespeare, Sonett, Trobriander
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3. August 2024
Schlagwörter:Befriedigung, Biochemie, Bioenergetik, DNA, DNS, Entspannung, Epigenetik, Genaktivität, Gene, Genetik, Gentherapie, Glück, Human Genome Project, Immunabwehr, Leukozyten, Liebe, Methylierung, Mutter-Kind-Beziehung, Narrative Expositionstherapie, Orgasmus, Oxytocin, Posttraumatische Belastungsstörung, Psychotherapie, Sex, Streß, traumatische Belastungen, Umwelt und Vererbung
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1. Dezember 2023
Schlagwörter:Alterungsprozeß, Antipsychotika, Apoptose, Biochemie, Brustkrebs, Chromosomen, DNA, Duesberg, Gene, Genetik, Genmutationen, HIV-AIDS-Theorie, Krebs, Krebsentstehung, Krebsforschung, Krebskrankheit, Krebstherapie, Krebstumor, Krebszellen, Medizinstatistik, Mikroskopie, mitogenetische Strahlung, Mitose, Molekularbiologie, Prostatakrebs, Schizophrenie, Telomere, Tumore, Umwelt und Vererbung, Uterus, Vererbungskrankheit, Zellbiologie, Zellkern, Zellteilung
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28. November 2023
Alle sprechen vom bösen Tier im Menschen, seiner teuflischen genetischen Erbschaft, die der Mensch mit seiner Vernunft in den Griff bekommen muß, soll ihn nicht das tierische Böse, das in seinen Genen angelegt ist, in den Untergang treiben (angeborener Machismo, Fremdenfeindlichkeit, Aggressivität, Promiskuität, Frauenunterdrückung, etc.). Die Lebensfeindlichkeit, oder sagen wir lieber Kulturfeindlichkeit sei in den Genen festgelegt und deshalb alle Therapie im Sinne Reichs, also die Befreiung der inneren Natur, ein falscher Weg, der in die kulturbolschewistische Barbarei führen wird. Frei nach Freud: der Todestrieb in der Geschichte.
Das, was früher der Todestrieb war, sind heute die egoistischen Gene, die etwa Löwenmännchen dazu bringen, bei einer Übernahme des Harems alle Kinder seines Vorgängers zu töten. Davor war es der Aggressionstrieb von Alfred Adler (aus dem Freud den „Todestrieb“ machte, siehe dazu Reichs Brief an Ferenczi von 11.02.1923, der in Reich Speaks of Freud abgedruckt wurde) und der Aggressionstrieb von Konrad Lorenz. Dazu schreibt Walter Hoppe Anfang der 1980er Jahre: „Der Verhaltensforscher Lorenz hält den angeborenen Aggressionstrieb noch heute für gegeben, wobei es ihm entgangen zu sein scheint, daß selbst die Raubtiere keine sadistische Aggression gegen die eigene Art kennen (…)“ (Wilhelm Reich und andere große Männer…, S. 58f). Nun ja, wie gesagt: die besagten Löwen und so gut wie jede andere Tierart…
Wir kennen alle Geschichten, wo Stiefmütter vor allem aber Stiefväter ihre Stiefkinder vernachlässigen und in Einzelfällen sogar tatsächlich töten. Brechen da die „natürlichen Triebe“ durch? Auffallend ist, daß die Täter durchweg alles andere als „natürliche Menschen“ sind, sondern frustrierte Neurotiker, die besonders starkem Streß ausgesetzt sind, etwa Arbeitslosigkeit, Armut, gesellschaftliche Marginalisierung etc. Warum verhalten sich solche Leute immer „tierisch“, während entspannte, glückliche, weitgehend „ungepanzerte“ Menschen ganz und gar nicht von ihren „egoistischen Genen“ am Gängelband geführt werden?
Die generelle Antwort in der Tradition von Adler, Freud und Lorenz wird sein, daß sie halt „der Kultur“ folgen, d.h. mit ihrer Vernunft den archaischen Antrieben, die tief in ihnen wie angekettete Löwen wüten, Einhalt gebieten. Reich konnte zeigen, daß das genaue Gegenteil der Fall ist: sie sind „ungepanzert“, womit ihr Über-Ich eben kein Diktator im Zoo der inneren Bestien ist und – diese Bestien scheinen gar nicht vorhanden zu sein, egal wie immer sich diese Leute auch gehenlassen. Selbst unter dauerhaften Streß werden sie nicht zu Kindermördern. Wie kann das sein?
Sie werden von einer ganz anderen „Kontrollinstanz“ (auch wenn das in diesem Fall ein denkbar unpassender Begriff ist) als dem Über-Ich bestimmt: einer geregelten Energieökonomie, genauer Sexualökonomie. Wer befriedigt ist (oder zumindest befriedigt sein könnte, weil er orgastisch potent ist), bei dem greift der „Aggressionstrieb“ bzw. die „egoistischen Gene“ nicht. Psychoanalytisch ausgedrückt: diese sind nicht „libidinös (energetisch) besetzt“.
Das ist eine weitaus reliablere Art und Weise mit unserem „tierischen Erbe“ umzugehen, als sich abzupanzern, d.h. wie ein Roboter unglücklich und frustriert durchs Leben zu tapsen; ein Roboter, bei dem jederzeit irgendwelche Sicherungen durchbrennen können. Das Über-Ich ist einfach eine ungemein fehleranfällige und letztendlich kontraproduktive, da unglücklich machende Kontrollinstanz – im Gegensatz zur „Kontrollinstanz“ intakte Sexualökonomie (orgastische Potenz).
In diesem Bereich sind sowohl Reich als auch Freud Fehlkalkulationen aufgesessen. Reich leugnete schlichtweg unser „tierisches Erbe“; eine Leugnung, die noch bei dem Orgontherapeuten Walter Hoppe nachwirkt, was aus Reichs Opposition gegen Freud und die Nazis, wie Lorenz einer war, durchaus verständlich war, aber kein wirklich notwendiger Teil seiner sexualökonomischen Theorie sein muß. Umgekehrt wurde Freud sozusagen „von der anderen Seite her“ in seinen letzten Jahren, d.h. nachdem er Reich aus der Psychoanalyse beseitigt hatte, in dieser Hinsicht immer unsicherer. Walter Hoppe berichtet, Arnold Zweig sei „weitgehend verunsichert“ gewesen, „nachdem er sich von Freud hatte sagen lassen müssen, daß er, Freud, die Bewunderung seines Freundes Zweig für sein Buch Unbehagen der Kultur nicht mehr begreifen könnte, nachdem er selbst längst nicht mehr dazu stünde, einem Buch, das ein Resultat heftiger Auseinandersetzung zwischen Freud und Reich gewesen und Freuds Gedankengänge bei Reich auf entschiedensten Widerspruch gestoßen waren“ (ebd. S. 234)
Schlagwörter:Aggression, Aggressionstrieb, Aggressivität, Alfred Adler, Arbeitslosigkeit, Armut, Arnold Zweig, Über-Ich, Barbarei, böses Tier, egoistische Gene, Ferenczi, Frauenunterdrückung, Fremdenfeindlichkeit, Freud, Genen, Genetik, Geschichte, gesellschaftliche Marginalisierung, Konrad Lorenz, kulturbolschewistisch, Kulturfeindlichkeit, Lebensfeindlichkeit, Machismo, Natur, Neurotiker, Promiskuität, Raubtiere, Sadismus, Stiefkinder, Stiefmütter, Stiefväter, Streß, tierisches Böse, tierisches Erbe, Todestrieb, Verhaltensforschung
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13. Oktober 2023
Schlagwörter:Apoptose, Blutkreislauf, Genetik, Krebs, Krebsforschung, Krebsgen, Krebsmäuse, Krebstheorie, Krebszellen, mikroskopische Lebendbeobachtungen, Priorität, Resignation, Rote Blutkörperchen, Simeon J. Tropp, Tumor, Zelltod
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7. Oktober 2023
Schlagwörter:Aneuploidie, Angst, Beklemmung, Biologie, Chromosomen, Flüssigkeitsdruck, Genetik, Krebs, Krebszellen, Membran, Mikrobiologie, Panik, Zellen, Zellteilung
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21. August 2023
Warum ist das Leben der gefallenen Engel eine derartige Tortur? Weil sie entgegen ihrer „engelhaften“ Natur leben – gegen ihre Natur leben, werden sie von ständigem Selbsthaß geplagt. Das sieht man etwa in der 2SLGBTQIA+„Community“, insbesondere bei den Transleuten, „die im falschen Körper geboren wurden“. Sie mögen vor „Pride“ fast platzen, tatsächlich hassen sie sich aber selbst. Etwa so wie die Drag Queen, die ohne Schminke und Firlefanz ein Häufchen Elend ist. Transgender ist nichts anderes als eine (teilweise grausige wortwörtliche) Selbstverstümmelung.
Viele Stirnerianer berufen sich auf das „non serviam“ Luzifers und sind überhaupt erst zu Stirner gekommen, um ihre 2SLGBTQIA+Sein ideologische rechtfertigen zu können. „Ich bin ich selbst!“ Das grundlegende Mißverständnis könnte aber kaum größer sein, denn wer gegen seine Natur, seinen bioenergetischen Kern („Gott“) rebelliert, ist eben nicht er selbst, sondern spielt eine fremde Rolle, die er im tiefsten Herzen selbst verachtet. Wichtiger ist aber, daß er Kinder in diesem Sinne erzieht, d.h. in ein Leben der Selbstverachtung und des Selbsthasses führt. Freaks gebären Freaks. Nichts anderes ist die Satansmesse „Drag Queen Hour“.
Dabei ist das „transgender“ („Du bist nicht kein Körper!“) nur die Vorbereitung auf das „transhuman“: du kannst sein was du willst, da du keinen Kern, keine Natur, keine Seele hast. Werkzeuge dafür sind nicht nur Hormone (Biochemie) und das Skalpell, sondern vor allem die Kombination von Robotik, Mikroelektronik und Genetik. Satan schwingt sich zu Gott auf und nutzt den bereits erwähnten „Bauplan der Natur“, um eine eigene Schöpfung zu kreieren. Da wie erläutert der abgrundtiefe Selbsthaß in ihr angelegt ist, ihr eigentliches Fundament ist, wird das natürlich in der Selbstzerstörung münden. Man schaue sich um: das ist genau das, worauf das Streben aller Mächtigen und aller Ideologen gegenwärtig hinausläuft. Das ist das, was Reich als „Emotionelle Pest“ bezeichnet hat. Es ist alles mehr als offensichtlich, doch niemand sieht, was vorgeht…
Schlagwörter:2SLGBTQIA+, Drag Queen Hour, Freaks, gefallene Engel, Genetik, Luzifer, Mikroelektronik, non serviam, Pride, Robotik, Satan, Satansmesse, Selbsthaß, Selbstzerstörung, Stirner, Trans, transgender, transhuman
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