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Charles Konia in der Diskussion (Teil 1)

1. September 2025

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia wird kritisiert, weil er die Orgonomie „politisiere“. Tatsächlich geht es ihm aber nicht um eine Parteinahme in der politischen Auseinandersetzung zwischen Sozialliberalen und Konservativen, sondern um den kompromißlosen Kampf gegen die organisierte Emotionelle Pest in Gestalt des Roten Faschismus. Jene, die sich diesem Kampf verweigern, tun dies aus politischen, d.h. irrationalen Gründen. Man lese dazu Konias Aufsatz Wo sind all die Kommunisten hin?

Daraufhin fragte Robert (Berlin) 2012: „Genau so gut könnte er fragen, wo sind all die echten Liberalen hin“? Und:

Wer würde eigentlich heutzutage in Deutschland zu den Pseudo-Liberalen zählen? Große Teile der Grünen, der SPD und auch der CDU. Die Liberalen wären tlws. in der FDP. Aber kann man es dermaßen schematisch machen? Die politische Tradition in Europa ist doch eine ganz andere als in den USA, wo es nur 2 Parteien zur Auswahl gibt und aber die Basisdemokratie stärker ist.

Daraufhin verwies ich damals auf https://pi-news.net/2012/11/grune-sind-kommunisten-nicht-burgerlich/ und fuhr fort:

[Der Grünen-Politiker] Trettin meinte neulich auf dem Grünen-Parteitag: „Die Mitte ist grün geworden!“ In Deutschland liegt die Mitte soweit links, daß heute die „Rechtsradikalen“ (jedenfalls die, die so bezeichnet werden) die wahren Liberalen sind. Es sind etwa Henryk Broder und DIE ACHSE DES GUTEN, die EURO-Rebellen, etc.

Dabei geht es natürlich primär um Charakterologisches. Man komme mir nicht mit irgendwelchen sozialen Ungerechtigkeiten etwa der Agenda 2010, die die Grünen mit durchgesetzt haben.

Sebastian warf ein:

„[…] kompromißlosen Kampf gegen die organisierte Emotionelle Pest in Gestalt des Roten Faschismus.“

Richtig, Sie beschreiben exakt meinen Eindruck. Es ist ein Kampf GEGEN und nicht FÜR. GEGEN dieses, GEGEN jenes:

„Die Arbeitsdemokratie ist aber im Grunde nicht ‚gegen‘, wie die Politik in der Regel ist, sondern sie ist für konkrete Aufgabenstellungen und Aufgabenlösungen.“ (Massenpsychologie, KiWi, S. 279)

Konkrete Aufgabenstellungen und Aufgabenlösungen sehe ich bei Konia nicht, im Gegenteil, erstmal unbestimmt die Massen behandeln, dann soziale Bedingungen verbessern:

“Before social conditions are to improve, people must first be made aware that they live in a contactless state regarding social problems and how this state prevents them from recognizing the emotional plague in the solutions offered by radicals. These tasks cannot be accomplished through political means. They are bio-social problems that have their roots in the armor of humanity and therefore must be treated medically.”

Außerdem: Wenn Konia davon ausgeht, dass die Menschen eh erst behandelt werden müssen, um ihren kontaktlosen Zustand zu erkennen, macht dieser „kompromißlose Kampf“ in seinem Blog überhaupt keinen Sinn!!! Zudem findet dieser „kompromißlose Kampf“ in einem unbedeutenden Winkel der virtuellen Welt statt…

Abschließend ist es kein Kampf gegen die organisierte Emotionelle Pest, sondern ein Kampf gegen Amerikahasser:

“For the most part, they are unable to recognize and address the evil intent behind the agenda of leftist political radicals to destroy America.

Es heißt nicht „to destroy the living in our society“, sondern „to destroy America“. Immer geht es ihm um Amerika, das muss einem doch auffallen! Patriotismus. Reich:

„Liebe, Arbeit und Wissen kennen keine Vaterländer, keine Zollgrenzen, keine Uniformen. Sie sind international, allmenschlich und allumfassend. […] Doch du bist weiter Patriot und willst es bleiben.“ (Rede an den kleinen Mann, S. 52)

Aber nach Konia ist diese Einstellung eben pseudo-liberal und anti-amerikanisch:

„Wo der Liberale pro-amerikanisch ist, ist der Pseudo-Liberale anti-amerikanisch und internationalistisch.“

Während Reich mit allen verfügbaren Mitteln an die Arbeit gehen und so die Grundlagen für die sozialen Schwierigkeiten beseitigen wollte, damit Politik überflüssig wird, möchte Konia die Massen medizinisch behandeln, bevor es daran geht die sozialen Bedingungen zu verbessern.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich möchte FÜR Liebe, Arbeit und Wissen kämpfen und zwar im realen Leben. Wenn mich die EP daran hindert, muss ich GEGEN sie kämpfen, aber auch nur dann. Alles andere ist Zeitverschwendung, weil man keinen Millimeter vorwärts kommt.

Das sind alles sehr gute Einwände. Ich zitierte daraufhin aus Christusmord, Freiburg 1978, S. 40:

Es würde an Wahnsinn grenzen, so große Projekte wie „Die Kinder der Zukunft“ (…) in Angriff zu nehmen, ohne begriffen zu haben, wie es möglich war, daß all dies Elend jahrtausendelang unvermindert, unerkannt und unangefochten bestehen konnte; daß nicht ein einziger der vielen glänzenden Versuche zur Erklärung der Situation und zur Linderung der Leiden Erfolg hatte; daß mit jedem Schritt hin zur Erfüllung des großen Traums das Elend nur schlimmer und tiefer wurde (…). Gegenwärtig ist eine sorgfältige Untersuchung des Christusmordes weit wichtiger als die wunderbarsten Kinder, die wir vielleicht aufziehen könnten. Jede Hoffnung, jemals den Sumpf unserer Erziehungsmisere zu durchdringen, wäre unwiderruflich verloren, wenn dieser neue und so hoffnungsvolle Versuch, Kinder auf bessere Art zu erziehen, sich festfahren und in sein genaues Gegenteil verkehren würde, so wie es allen früheren, hoffnungsvollen Unterfangen des Menschen auch ergangen ist.

Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, daß der Kampf GEGEN die Emotionelle Pest aktuell wichtiger ist als die Arbeitsdemokratie, die ohne unser Zutun ohnehin autonom funktioniert. Beispielsweise bietet das, was Trump in den USA getan hat (man denke nur an die Beendigung der illegalen Einwanderung und die forcierte Remigration, d.h. die Wiederherstellung des Rechts), zumindest eine kleine Chance, daß das Lebendige sich entfalten kann. Weitere Themen wäre der Kampf gegen die Wokeness, eine links-ideologisierte übergriffige Justiz und die trans Agenda. Aber, wie gesagt, Sebastians Einwurf ist sehr gut.

Das bringt mich zurück zu Roberts Frage, wo all die echten Liberalen hin sind. Die Linksverschiebung im politischen Spektrum der letzten Jahrzehnte, Konia spricht von „Rotverschiebung“, führte dazu, daß selbst die CDU sich offen zur Antifa, also linksfaschistischen Terroristen, bekennt und daß echte Liberale mittlerweile als rechtsextrem gelten. Die FDP redet ab und an noch „echtliberal“ daher, aber wenn es zum Schwur kommt, reihen sie sich dann doch stets in die Rotfront ein. Man denke nur an das pseudoliberale „Fairness-Abkommen“ im Kommunalwahlkampf in Köln, das fast „arbeitsdemokratisch“ klingt.

Max Stirner, Soter (Teil 24)

26. August 2025

Stirner sah sich als Vollender der Aufklärung. So wie einst die äußere Welt zu bloßem Material wurde, muß auch die innere Welt, die Welt der Gedanken und Ideen, sich ganz meiner Macht unterwerfen (Der Einzige, S. 402). Er hat sozusagen in aufklärerischer Fortführung des Christentums nicht nur die „Dinge dieser Welt“, sondern auch „die Wahrheiten und ihre Macht“ (= Über-Ich) (Der Einzige, S. 390) überwunden. Es geht darum den „Geist“ genauso zu entweihen, zu entheiligen, zu entgöttern und unbedenklich nach Gefallen zu gebrauchen, wie man es mit der Natur macht (Der Einzige, S. 104). Man könnte fragen: „Beschäftigen mich die Sachen“ (vom grüblerischen Denken bis zur Versklavung durch eine fixe Idee) oder beschäftige (gebrauche) ich umgekehrt die Sachen (vgl. Der Einzige, S. 380).

Hatten die „Ergebenen“ eine unbezwungene Macht zu ihrer Herrin erhoben und angebetet, hatten sie Anbetung von Allen verlangt, so kam ein solcher Natursohn, der sich nicht ergeben wollte, und jagte die angebetete Macht aus ihrem unersteiglichen Olymp. Er rief der laufenden Sonne sein „Stehe“ zu, und ließ die Erde kreisen: die Ergebenen mußten sich’s gefallen lassen; er legte an die heiligen Eichen seine Axt, und die „Ergebenen“ staunten, daß kein himmlisches Feuer ihn verzehre; er warf den Papst vom Petersstuhle, und die „Ergebenen“ wußten’s nicht zu hindern; er reißt die Gottesgnadenschaft nieder, und die „Ergebenen“ krächzen, um endlich erfolglos zu verstummen. (Der Einzige, S. 183.

Das Denken wird so wenig als das Empfinden aufhören. Aber die Macht der Gedanken und Ideen, die Herrschaft der Theorien und Prinzipien, die Oberherrlichkeit des Geistes, kurz die – Hierarchie währt so lange, als die Pfaffen, d.h. Theologen, Philosophen, Staatsmänner, Philister, Liberale, Schulmeister, Bedienten, Eltern, Kinder, Eheleute, Proudhon, George Sand, Bluntschli usw., usw. das große Wort führen: die Hierarchie wird dauern, solange man an Prinzipien glaubt, denkt, oder auch sie kritisiert: denn selbst die unerbittlichste Kritik, die alle geltenden Prinzipien untergräbt, glaubt schließlich doch an das Prinzip. (Der Einzige, S. 392f)

„Wem die Grundsätze der Moral gehörig eingeprägt wurden, der wird von moralischen Gedanken niemals wieder frei, und Raub, Meineid, Übervorteilung u.dgl. bleiben ihm fixe Ideen, gegen die ihn keine Gedankenfreiheit schützt. Er hat seine Gedanken ‚von oben‘ und bleibt dabei“ (Der Einzige, S. 383). „Wäre die Hierarchie nicht so ins Innere gedrungen, daß sie den Menschen allen Mut benahm, freie, d.h. Gott vielleicht mißfällige Gedanken zu verfolgen, so müßte man Gedankenfreiheit für ein ebenso leeres Wort ansehen, wie etwa eine Verdauungsfreiheit“ (Der Einzige, S. 385).

„Es ist dies das Wahrzeichen aller reaktionären Wünsche, daß sie etwas Allgemeines, Abstraktes, einen leeren, leblosen Begriff herstellen wollen, wogegen die Eigenen das stämmige lebenvolle Einzelne vom Wust der Allgemeinheiten zu entlasten trachten“ (Der Einzige, S. 254). Was bei Reich die Panzerung ist, ist bei Stirner die Welt der Begriffe, die eine Art Eigenleben führen. Ähnlich wie Reich mit der Beseitigung des Panzers den authentischen Menschen unter der Charaktermaske freisetzt, befreit Stirner mit dem Ruf „Komm zu Dir!“ (Der Einzige, S. 180) das Individuum aus dem „Reich der absoluten Gedanken“ (Parerga, S. 151), aus der Herrschaft der „inneren Hierarchie“, die nichts anderes ist als die „Herrschaft des Guten“ (vgl. Parerga, S. 174), d.h. des Über-Ich. Entweder ist man selbstbestimmt oder von „sittlichen Rücksichten“ (Der Einzige, S. 261): „Ich bin nur dadurch Ich, daß Ich Mich mache, d.h. daß nicht ein Anderer Mich macht, sondern Ich mein eigen Werk sein muß“ (Der Einzige, S. 256). „Denke nicht, daß ich scherze oder bildlich rede, wenn Ich die am höheren hängenden Menschen, und weil die ungeheuere Mehrzahl hierher gehört, fast die ganze Menschenwelt für veritable Narren, Narren im Tollhause ansehe“ (Der Einzige, S. 46).

Der Mensch entschließt sich in einer bestimmten Situation zu etwas, der Wille „erstarrt“ quasi – so daß, selbst wenn sich die Situation grundlegend geändert hat, dieser zurückliegende Willensäußerungen Tribut gezahlt wird. Der Mensch macht sich zum Deppen seiner selbst: „Mein Geschöpf (…) wäre mein Gebieter geworden“ (Der Einzige, S. 215). „Beruf –Bestimmung – Aufgabe!“ (Der Einzige, S. 364) Beruf = Aufgabe, Pflicht (Der Einzige, S. 376). – Stirner unterscheidet zwischen „Beruf“ und der „natürlichen Tat“ (Der Einzige, S. 368). Der Gegensatz von „Beruf“ ist „sich ausleben, sich auflösen“ (Der Einzige, S. 372). Während ein Tier sich „realisiert“, „indem es sich auslebt, d.h. auflöst, vergeht“, versucht der wahnsinnige Mensch Begriffe zu „realisieren“, z.B. indem er bestrebt ist „Mensch“ zu sein (Der Einzige, S. 372). Der Mensch hält an sich und vertut so sein Leben, das nichts anderes ist als „Auflösen“, „wie die Zeit alles auflöst“ (Der Einzige, S. 373; Hervorhebung hinzugefügt; vgl. auch Der Einzige, S. 366).

Imgrunde steckt hinter dem Gegensatz zwischen „Begriff“ und „Leben“ der Gegensatz zwischen Raum und Zeit. Wenn Stirner eine Philosophie hat, dann ist es diese quasi „Bergsonianische“ Dialektik von abstraktem Denken („Raum“) und konkretem Leben („Zeit“). Die räumliche Vorstellungswelt hat natürlicherweise die Qualität des Statischen, während das Lebendige dadurch gekennzeichnet ist, daß es sich in einem ständigen Fluß befindet. Dazu steht nicht im Widerspruch, daß das lebendige (funktionelle) Denken nichts anderes ist als die „rastlose Zurücknahme aller sich verfestigenden Gedanken“ (Der Einzige, S. 342); es ist nur dadurch möglich, daß man jeden Augenblick gedanken- und sprachlos wird (Der Einzige, S. 389). Es geht hier, beim bloß abstrakten Denken, nämlich um das „heilige Denken“, der vermeintlich „Denkenden“, d.h. jener, die alles in Begriffssysteme pressen und deshalb in Wirklichkeit gedankenlose Dummköpfe sind. Entsprechend sieht die gegenwärtige Welt aus (Der Einzige, S. 371). „Dem Realisierenden liegt nämlich wenig an den Realitäten, alles aber daran, daß dieselben Verwirklichungen der Idee seien“ (Der Einzige, S. 408f).

Die besagten „Realisierenden“ sind blind gegen die Unmittelbarkeit der Dinge und unfähig sie zu meistern. Deshalb erscheinen sie Stirners bereits erwähnten „kräftigen Natursohne“ als unbeholfene närrische Käuze (Der Einzige, S. 381), die kontaktlos in ihrer eigenen Traumwelt leben (Der Einzige, S. 30). Sie sind irrational, da sie sich nicht als Ganzheit wahrnehmen. Um rational zu sein, muß der Mensch sich ganz vernehmen, d.h. sowohl den Geist als auch das „Fleisch“, denn „nur, wenn er sich ganz vernimmt ist er vernehmend oder vernünftig“ (Der Einzige, S. 68, Parerga, S. 90).

Bei Stirner ist denkbar viel Reich vorweggenommen: funktionalistisches Denken; die Erstarrung versus das Lebendige, sich Hingebende und Fließende; das Abstrakte und Kontaktlose versus das handelnde und sich entfaltende Leben; fast die ganze Menschheit irre.

Wohin könnte man blicken, ohne Opfern der Selbstverleugnung zu begegnen? Da sitzt Mir gegenüber ein Mädchen, das vielleicht schon seit zehn Jahren seiner Seele blutige Opfer bringt. Über der üppigen Gestalt neigt sich ein todmüdes Haupt, und bleiche Wangen verraten die langsame Verblutung ihrer Jugend. Armes Kind, wie oft mögen die Leidenschaften an Dein Herz geschlagen, und die reichen Jugendkräfte ihr Recht gefordert haben! Wenn Dein Haupt sich in die weichen Kissen wühlte, wie zuckte die erwachende Natur durch Deine Glieder, spannte das Blut Deine Adern, und gossen feurige Phantasien den Glanz der Wollust in Deine Augen. Da erschien das Gespenst der Seele und ihrer Seligkeit. Du erschrakst, Deine Hände falteten sich, Dein gequältes Auge richtete den Blick nach oben, Du – betetest. Die Stürme der Natur verstummten, Meeresstille glitt hin über den Ozean Deiner Begierden. Langsam senkten sich die matten Augenlider über das unter ihnen erloschene Leben, aus den strotzenden Gliedern schlich unvermerkt die Spannung, in dem Herzen versiegten die lärmenden Wogen, die gefalteten Hände selbst lasteten entkräftet auf dem widerstandslosen Busen, ein leises, letztes Ach stöhnte noch nach, und – die Seele war ruhig. Du entschliefst, um am Morgen zu neuem Kampfe zu erwachen und zu neuem – Gebete. Jetzt kühlt die Gewohnheit der Entsagung die Hitze Deines Verlangens und die Rosen Deiner Jugend erblassen in der – Bleichsucht Deiner Seligkeit. Die Seele ist gerettet, der Leib mag verderben! O Lais, o Ninon, wie tatet Ihr wohl, diese bleiche Tugend zu verschmähen. Eine freie Grisette gegen tausend in der Tugend grau gewordene Jungfern!“ (Der Einzige, S. 66f).

Elsworth F. Baker und die starken Männer (Teil 1)

17. August 2025

Immer wieder von neuem bestätigt sich Reichs Satz, daß „die soziale Existenz des Lebewesen Mensch bioenergetisch betrachtet an sich nur ein kleiner Gipfel auf dem gigantischen Berg seines biologischen Daseins [ist]“ (Ausgewählte Schriften, S. 24).

Michael Bang Petersen von der Universität Aarhus, Dänemark und Daniel Sznycer von der University of California, Santa Barbara sammelten bei Hunderten Amerikanern, Argentiniern und Dänen Daten zur Größe des Bizeps, zum sozioökonomischem Status und der politischen Unterstützung für wirtschaftliche Umverteilung. Es zeigte sich, daß Männer, die körperlich stark sind, insbesondere was die Muskulatur des Oberkörpers betrifft, eher rechtsgerichtete politische Ansichten verfechten und das vollkommen unabhängig von den teils drastisch unterschiedlichen Sozialsystemen der drei Länder und vor allem auch unabhängig vom wirtschaftlichen „Klassenstatus“ der untersuchten Personen. Schwächere Männer hingegen neigen eher zur Unterstützung von Wohlfahrtsstaat und Umverteilung.

Die beiden Forscher erklären das ganze natürlich evolutionsbiologisch, d.h. noch heute werde die soziopolitische Haltung von jenen primitiven Mechanismen bestimmt, die unsere Gene prägten. Ein Wladimir Klitschko konnte sich in der steinzeitlichen Menschenhorde auf seine Muskeln verlassen, während ein Woody Allen von der Solidarität abhängig war. So ließe sich auch erklären, daß es bei Frauen keinen Zusammenhang zwischen soziopolitischer Einstellung und Muskelmasse gibt: sie hatten in der Steinzeit bei körperlichen Auseinandersetzungen mehr zu verlieren als zu gewinnen.

Die Erklärung, die Elsworth F. Baker in Der Mensch in der Falle 1967 gab, lange bevor die mechanistische Wissenschaft auf diese Zusammenhänge stieß, war bioenergetischer Natur.

In seinem Buch (S. 228f) erklärt Baker u.a. die „selektivistische Einstellung“ des Konservativen zum Gemeinschaftsleben und die kollektivistische Einstellung des „Liberalen“ (nach der amerikanischen Nomenklatur, es handelt sich um Sozialdemokraten!) mit zwei grundsätzlich unterschiedlichen Arten der Panzerung. Konservative haben sich ein natürliches Gefühl zum Leben bewahrt, während Liberale mechanistisch entartet sind. Baker führt dazu aus:

Die Abwehr von Gefühlen kann auf zwei Arten erfolgen (…) : (1) Muskelkontraktion, bei der der Kontakt zum Wesenskern nicht verlorengeht, Empfindungen aber, die von dort kommen, vermindert oder entstellt sind, und (2) intellektuelle Abwehr, bei der es dem Betreffenden weitgehend oder ganz gelingt, den Kontakt zum Wesenskern zu verlieren, so daß er hauptsächlich in der [auf das Soziale ausgerichtete] Oberflächenschicht seiner Struktur leben kann. Man darf nicht vergessen, daß dies nicht in erster Linie eine Frage der intellektuellen Fähigkeiten oder der Intelligenz ist, sondern daß es vielmehr von der Verwendung solcher Fähigkeiten als Abwehr gegen die Ängste des Lebens abhängig ist. Dies ist ein späterer oder raffinierterer Abwehrmechanismus als die muskuläre Panzerung. Abgesehen von den wenigen gesunden Individuen, kann man die Menschen grob in diese beiden Typen unterteilen, nämlich jene, die eher ein Verstandes- als ein Gefühlsleben führen, und die anderen, die noch Kontakt zu ihren Grundgefühlen haben, sei er nun echt oder entstellt, und weitgehend von ihnen regiert werden.

Aber wie ist das nun mit dieser bioenergetischen Erklärung bei den Frauen bestellt, bei denen es ja offensichtlich keine Unterschiede im Muskelaufbau zwischen Konservativen und Liberalen gibt? Wenn ich so die politischen Diskussionen in Amerika und Deutschland verfolge, fällt auf, daß linke Frauen, mit Verlaub, generell geradezu abartig häßlich aussehen. Die Spitzenfrauen der Grünen sehen typischerweise aus wie sprechende Klobürsten! Bei konservativen Frauen ist das im Durchschnitt (im Durchschnitt!) vollkommen anders. Sie sind meist attraktiv und tun auch alles, um den Männern zu gefallen. „Sie folgen dem traditionellen Rollenmuster.“ Oder mit anderen Worten: sie sind halt konservativ. Sie stellen sich entsprechend hinter „starke Männer“, d.h. sie identifizieren sich mit ihnen. Die Muskelpanzerung konservativer Frauen ist sozusagen ausgelagert worden. Die liberalen Frauen tun sich mit den schwächlichen liberalen Losern zusammen. Bei Linken verschwimmen aber ohnehin die Geschlechtsunterschiede. Ich für meinen Teil finde, daß viele Männer bei den Grünen wie lesbische Frauen aussehen und viele Frauen bei den Grünen wie abgetakelte Transen. Wirklich abartige Gestalten, die aus reinem Ressentiment mit ihrem degenerierten Multikulti-, Umverteilungs- und Ökowahn uns das Leben zur Hölle machen.

bakerpsychsozbiol

Max Stirner, Soter (Teil 21)

16. August 2025

Die Auflösung der Gesellschaft ist der Verkehr oder Verein. Der Verein ist „die eigen gewollte Einheit“ (Der Einzige, S. 254). Den Verein kann man genausowenig auf den Begriff bringen wie den Einzigen: beides sind keine fixen „Gedanken“, sondern stehen jenseits davon, d.h. sind „bestimmungsloses“ Leben (Parerga, S. 202). „Der Verein ist nur dein Werkzeug oder das Schwert, wodurch Du deine natürliche Kraft verschärfst und vergrößerst; der Verein ist für Dich und durch Dich da, die Gesellschaft nimmt umgekehrt Dich für sich in Anspruch und ist auch ohne Dich; kurz die Gesellschaft ist heilig, der Verein dein eigen: die Gesellschaft verbraucht Dich, den Verein verbrauchst Du“ (Der Einzige, S. 351). Stirners Ziel ist „die Anarchie, die Gesetzlosigkeit, die Eigenheit“ (Der Einzige, S. 115), weshalb er gegen die Liberalen war mit ihrer Tyrannei der Vernunft, denn die vertragen „keine Ungezogenheit und darum keine Selbstentwicklung und Selbstbestimmung“ (Der Einzige, S. 116).

Wird durch eine Gesellschaft nur meine Freiheit beschränkt, dann ist sie tatsächlich ein „Verein“, wird aber meine Eigenheit beschränkt, so ist die Gesellschaft „eine Macht für sich, eine Macht über Mir, ein von Mir Unerreichbares, das Ich zwar anstaunen, anbeten, verehren, respektieren, aber nicht bewältigen und verzehren kann, und zwar deshalb nicht kann, weil Ich resigniere. Sie besteht durch meine Resignation, meine Selbstverleugnung, meine Mutlosigkeit, genannt – Demut. Meine Demut macht ihr Mut, meine Unterwürfigkeit gibt ihr die Herrschaft“ (Der Einzige, S. 343f).

Allerdings entsteht auch durch Verein eine Gesellschaft, aber nur wie durch einen Gedanken eine fixe Idee entsteht, dadurch nämlich, daß aus dem Gedanken die Energie des Gedankens, das Denken selbst, diese rastlose Zurücknahme aller sich verfestigenden Gedanken, verschwindet. Hat sich ein Verein zur Gesellschaft kristallisiert, so hat er aufgehört, eine Vereinigung zu sein; denn Vereinigung ist ein unaufhörliches Sich-Vereinigen; er ist zu einem Vereinigtsein geworden, zum Stillstand gekommen, zur Fixheit ausgeartet, er ist – tot als Verein, ist der Leichnam des Vereins oder der Vereinigung, d.h. er ist – Gesellschaft, Gemeinschaft. Ein sprechendes Exempel dieser Art liefert die Partei. (Der Einzige, S. 342)

Man darf den Verein nicht einfach nur als ein einseitiges Instrument betrachten, mit dem der Einzelne seine Mittel multipliziert (Der Einzige, S. 287) und sich dergestalt in eine gottgleiche Position bringt, vielmehr beruht der Verein in einer Welt, in der nichts mehr heilig ist, notwendigerweise auf Gegenseitigkeit, d.h. dem Verkehr zwischen Einzigem und Einzigem zu beiderseitigem Genuß; ein Verkehr gegen den sich die ach so soziale Gesellschaft wehrt, da er ihre Heiligkeit untergräbt (Der Einzige, S. 240f). „Verkehr ist Gegenseitigkeit“, während Gesellschaft nur eine von außen definierte rein mechanische Anordnung ist, – die durch den Verkehr zwischen Einzelnen nur gestört wird. Der wirkliche, d.h. persönliche Verkehr ist vollkommen unabhängig von der Gesellschaft (Der Einzige, S. 239f). In der Gesellschaft darf der Mensch „nicht unbekümmert mit dem Menschen verkehren, nicht ohne ‚höhere Aufsicht und Vermittlung‘“ (Der Einzige, S. 249). „Statt das Volk frei machen zu wollen, hätte er auf die einzig realisierbare Freiheit, auf die seinige, bedacht sein sollen“ (Der Einzige, S. 252). „Aber die Eigenheit, die will Ich Mir nicht entziehen lassen. Und gerade auf die Eigenheit sieht es jede Gesellschaft ab, gerade sie soll ihrer Macht unterliegen“ (Der Einzige, S. 343).

In was für einem Ausmaß wir in einer luftleeren, gespenstischen Scheinwelt leben, in der wir zu ersticken und zu erfrieren drohen, kann man sich an der „Liebe“ vergegenwärtigen: wir lieben nicht etwa, um in ihr unseren Genuß zu finden, sondern aus edler Uneigennützigkeit. Wenn es unser Gegenüber mit uns ebenso macht – „hätten wir das ideale Paar einer Narrenehe: zwei Menschen, die sich in den Kopf gesetzt haben, ohne sich selbst im anderen zu genießen, aus purer Aufopferung eines das andere zu lieben“ (Parerga, S. 221). Noch schlimmer als diese „Liebe“ zwischen altruistischen Irrenhäuslern, ist die „coole“ machiavellistische Manipulation von „Liebe“, wie sie in der westlichen Magie und im östlichen Tantra gelehrt wird und gerade en vogue ist: sie beruht auf den „yogischen“ Verzicht des Selbstgenusses, d.h. Sexualität soll in Macht transformiert werden.

Nur dem Besessenen und Unechten kann Stirner als „autistisch“ und herzlos erscheinen – in Wirklichkeit ist es derjenige, der aus der lebendigen Liebe eine nekrophile Farce macht: derjenige der von der Gesellschaft, der Familie, der Gemeinschaft schwärmt. (Vgl auch Reich über „sexuelle Dauerbeziehung“ und „ewigwährende Zwangsehe“ in Die sexuelle Revolution: dem Katholiken ist das erstere ein herzloser, autistischer, „ironistisch-nihilistischer“ Graus – dem „Reichianer“ ganz entsprechend das letztere.)

Es ist immer das gleiche: statt sich und das Leben zu genießen, opfert man sich und das Leben irgendwelchen Chimären (Der Einzige, S. 361). Stirner geht es einzig und allein um eben diesen egoistischen Selbstgenuß, – weshalb die Gemeinschaft und die Liebe sein Element sind. Konsterniert frägt er seine Kritiker, die ihm „lieblosen Egoismus“ vorhalten, was an der Isoliertheit eigentlich „egoistisch“ sein solle. Was um alles in der Welt sei daran egoistisch, auf den Genuß der Geselligkeit und der Liebe zu verzichten? (Parerga, S. 180). „Wer einen Menschen liebt, ist um diese Liebe reicher als ein anderer, der keinen liebt; aber ein Gegensatz von Egoismus und Nicht-Egoismus ist darin keineswegs vorhanden, da beide nur ihrem Interesse folgen“ (Parerga, S. 181).

Das Wesen der psychiatrischen Orgontherapie (Teil 1)

7. August 2025

Für „Reichianer“ bedeutet Therapie nicht Durchsetzen des Eigenen, sondern Offenheit für das Fremde, für das Über-Ich, für das Kollektiv. Es handelt sich hier um den Konflikt zwischen Identität und Universalismus. Für den liberalen Geist ist die eigene Identität als Person und die Identität der eigenen Nation ein Hindernis für die freie Entfaltung universalistischer Ideen, die der Linksliberale durchsetzen will und weshalb er sich irrigerweise und vollkommen deplaziert zu Reich und der Orgontherapie hingezogen fühlt. Wegen deren Fokus auf das Eigene hassen Liberale Trump und die AfD aus tiefstem Herzen. Trump und der archetypische „AfDler“ sind eigenwillige Persönlichkeiten mit eigenem Kopf, d.h. sie ziehen „Grenzen“, sie sind keine Kollektivisten und „Idealisten“, sondern „ruchlos“, und sie bringen die realen Landesgrenzen sowie die immateriellen Grenzen von Recht und Ordnung zurück. Für den liberalen Geist ist das ein Greuel, denn für ihn ist das Grenzensetzen (in allen drei oben genannten Bedeutungen des Wortes), um es mit den Worten Reichs zu sagen, nichts als „Panzerung“.

Tatsächlich aber hat der Liberale nicht die geringste Vorstellung davon, was „Panzerung“ wirklich bedeutet, denn der Kern der Panzerung ist das, worauf der Liberalismus aufgebaut ist: Schuld (Unterwerfung des Eigenen unter das Über-Ich), Scham (Selbstausgrenzung des Eigenen) und ein tiefes Gefühl der Nicht-Verbundenheit mit dem Eigenen, der Vergangenheit, d.h. der Tradition, und mit der Tiefe, d.h. den angeborenen Instinkten. Patriarchalische Figuren wie Elsworth F. Baker und Charles Konia treiben sie in den absoluten Wahnsinn, zumal diese in gewisser Weise revolutionärere Figuren sind, als sie selbst es je sein könnten, da die „Reichianischen“ Liberalen nichts anderes sind als ohnmächtige, schuldbeladene Rebellen und geborene Verräter der Orgonomie.

Es gibt einen tieferen Sinn, warum Orgontherapie abwärts vom Kopf in Richtung Genital erfolgt, von der Fassade nach innen zum Kern und von der Gegenwart in die Vergangenheit. Ziel ist Verankerung, weg vom Kopf hin zum „Menschentier“, weg von Oberflächlichkeit hin zur Tiefe, zu Instinkt und Tradition. Also genau das, was Linke so gerne als „Biologismus“ und „Individualismus“ denunzieren.

In einer Orgontherapie lege arte werden eben nicht die „Grenzen im Süden“ geöffnet, sondern zunächst einmal das „Über-Ich im Norden“ angegangen, d.h. nicht etwa „sexualökonomisch“ das Becken entpanzert, sondern der Kopf. Es geht nicht darum, theatralisch den Kern zu mobilisieren, sondern zunächst einmal ganz nüchtern die angenommenen kollektivistischen Verhaltensstereotypen zu hinterfragen, statt sich im Sinne des zutiefst kollektivistischen Linksliberalismus „zu öffnen“. Es soll nicht durch „Aufarbeitung“ die Kindheit mit wohlfeilen, doch nur verkopften „Deutungen“ „aufgearbeitet“ werden, sondern das konkrete Verhalten und die Denkmuster im Hier und Jetzt sollen angegangen werden. Mit anderen Worten, soll Kontakt hergestellt werden.

Man könnte sagen, in der „Reichianischen“ Pseudo-Orgontherapie ist der Kopf, das Kollektiv, die Ideologie das Ziel. In der authentischen Orgontherapie, so wie sie einzig und allein vom American College of Orgonomy vertreten wird, geht es hingegen um die Herstellung von orgastischer Potenz („tugendhafter Lust“) und von Selbstregulation („Eigner seiner selbst sein“).

Endlich werden wir massenpsychologisch demaskiert!

3. Juli 2025
@jayneconverse3

6/27/25 They’re not following Trump because of what he does. They’re following him because of how he makes them feel. Understanding it is the first step in breaking the spell. #cultpsychology #Authoritarianism #PoliticalPsychology #TrumpSupporters #fyp #CultOfPersonality

♬ original sound – Jayne – Jayne

Ich wollte schon seit Jahren unbedingt der Frage auf den Grund gehen, warum Trumps Anhänger die Realität nicht sehen können, also habe ich nachgeforscht und werde es mit dir teilen. Laß uns über die Psychologie hinter dem Trump-Kult sprechen. Denn das ist es, was es ist. Es handelt sich nicht mehr um eine normale politische Bewegung, sondern um einen Personenkult. Und wenn wir ihn bekämpfen wollen, müssen wir ihn verstehen. Schauen wir uns das also an.

Erstens: Trump bietet keine Politik, sondern Identität. Er ist nicht beliebt wegen dem, was er tut, sondern wegen dem, was er repräsentiert. Für viele seiner Anhänger ist er der sprechende Mittelfinger gegenüber einem System, von dem sie glauben, daß es sie im Stich gelassen hat. Sie sehen ihn als ihren Mann, nicht weil er ehrlich ist, nicht weil er ihnen hilft, sondern weil er so redet wie sie, so wütet wie sie und die Leute schlägt, die sie für alles verantwortlich machen sollen. In der Psychologie gibt es dafür einen Begriff: Identitätsverschmelzung. Dabei verschmilzt die persönliche Identität mit der Gruppe oder dem Anführer. Deshalb fühlt sich Kritik an Trump für seine Anhänger wie ein persönlicher Angriff an. Nicht nur er wird kritisiert, sondern ich werde kritisiert.

Zweitens: Er bietet Rache statt Lösungen. Er verspricht nicht, die Gesundheitsversorgung zu verbessern oder die Löhne zu erhöhen oder deine Rechte zu schützen, sondern er verspricht, „sie“ zu verfolgen, egal ob es sich dabei um Einwanderer, die Presse, schwarze Aktivisten, LGBTQ-Personen, Liberale, College-Studenten, Eliten, jeden außerhalb des Stammes handelt. Das ist klassischer Autoritarismus. Vermittle den Menschen ein Gefühl des Verlustes, sage ihnen, daß sie es von ihnen gestohlen haben. Dann verspreche, sie dafür bezahlen zu lassen, und für manche Menschen ist diese Wut, dieses Versprechen auf Rache emotional befriedigender als tatsächliche Politik. Es löst ihre Probleme nicht, aber es fühlt sich nach Macht an.

Drittens sehnen sich die Menschen nach Ordnung, und Trump verspricht Stärke, wenn Institutionen versagen, wenn man den Medien, den Gerichten, den Wahlen, den Schulen nicht mehr traut, beginnt man, nach einem Retter zu suchen. Jemandem, der sagt, nur ich kann es richten. Deshalb tut Trump so, als sei er ein starker Mann. Er schafft die Krisen und verkauft sich dann als der Einzige, der stark genug ist, sie zu beenden. Er hat das immer und immer wieder getan. Er führt keine Bewegung an, er führt eine Abhängigkeit an.

Viertens: Seine Anhänger sind in einer Informationsblase gefangen. Sie glauben nicht nur Lügen, sie leben in ihnen. Fox News, MAGA-Influencer, rechtsextreme Kirchen, Trumps eigene App, Truth Social – es ist ein geschlossenes Ökosystem, das ihnen jeden Tag sagt: die Eliten hassen dich, die Medien lügen, nur Trump sagt die Wahrheit. Das nennt man epistemische Schließung, wenn man keine Informationen von außen mehr akzeptiert. Das ist die Logik der Sekte. Wenn Trump es sagt, ist es wahr. Wenn die Welt etwas anderes sagt, dann lügt die Welt.

Und fünftens ist die Scham zu groß, als daß sie einen Rückzieher machen könnten. Einige Trump-Anhänger wissen tief im Inneren, daß sie betrogen worden sind. Sie haben die Grausamkeit, die Korruption und das Chaos gesehen, aber sie haben bereits Jahre ihrer Identität investiert, um ihn zu verteidigen. Jetzt wegzugehen würde bedeuten, daß sie sich der Schande stellen müßten, ihre Gemeinschaft zu verlieren und zuzugeben, daß sie sich geirrt haben, und das ist für sie erschreckend und sie verbarrikadieren sich noch mehr.

Und schließlich, und das ist wichtig, gibt Trump ihnen das Gefühl, gesehen zu werden. Er sagt ihnen, daß sie nicht hinter mir, Trump, her sind, sondern hinter dir. Ich bin ihnen nur im Weg. Dieser Satz ist emotionale Manipulation, aber er funktioniert, denn für Millionen von Menschen, die sich von den Eliten ignoriert, abgewiesen und verspottet fühlen, sagt Trump: Ihr seid wichtig, ihr seid nicht verrückt, sie sind es. Er gibt ihnen Zugehörigkeit, und in einem Land, in dem die Einsamkeit zunimmt und Ungleichheit allgegenwärtig ist, ist Zugehörigkeit alles.

Wenn man sich also fragt, warum lieben die Menschen ihn? Warum sollten sie ihm über einer Klippe hinaus folgen? Das hat nicht nur mit Politik zu tun, sondern auch mit Psychologie. Es ist Identität und es ist Angst. Das ist beabsichtigt. Trump hat den Kult nicht erfunden. Er hat nur die Risse in unserer Gesellschaft gesehen und sie als Waffe eingesetzt. Aber hier ist der Punkt: Nicht jeder in dieser Sekte ist unerreichbar, einige sind zu weit gegangen, aber andere stehen noch am Rande. Wir können sie nicht mit Fakten zurückgewinnen. Wir gewinnen sie zurück, indem wir etwas anbieten, was Trump niemals anbieten wird. Echte Gemeinschaft, echte Fürsorge und echte Lösungen. Denn Menschen treten nicht in Sekten ein, wenn sie glücklich und sicher sind, sondern wenn sie Angst haben, isoliert sind und verzweifelt nach einem Sinn suchen.

Hier ist also dein Aufruf zum Handeln. Sage weiterhin die Wahrheit, decke den Betrug auf und biete den Menschen einen Ausweg, der nicht mit Scham, sondern mit Würde beginnt. In diesem Kampf geht es nicht nur darum, Trump zu besiegen, sondern auch darum, den Bann zu brechen und an seiner Stelle etwas Besseres aufzubauen. So bringen wir sie dazu, ihn aufzugeben. Laßt es uns tun.

Das klingt annähernd überzeugend, aber diese Leute, diese „politischen Aufklärer“, haben nur eine einzige Agenda, Amerika den „demokratischen Sozialismus“ zu bringen. Das würde wirklich die letzte Resthoffnung der Menschheit für Freiheit vernichten. Man kann diese Tirade eins zu eins auf die AfD in Deutschland übertragen: DAS ist die inhaltliche Auseinandersetzung, die sie uns bisher schuldig geblieben sind. Um sie einzuordnen schaue man sich die Propaganda-Tagesschau an, erinnere sich an Hausdurchsuchungen (sic!) für Memes und dumme Sprüche, schaue sich die Gerichtsurteile an, betrachte die „Wissenschaft“, die aus den Latrinen der geisteswissenschaftlichen Latrinen unserer Universität sickert und betrachte die Vollidioten, die heute nach Jahren der Indoktrination Abitur machen!

Man kann auf diese TikTok-Tirade gar nicht sinnvoll antworten. Es ist als würde man auf die Frage reagieren, wenn man denn aufgehört habe seine Frau zu schlagen! Immerhin, ein amerikanischer Freund, den ich um eine Stellungnahme bat, schrieb mir:

Was Trump anbietet, sind praktische Lösungen, keine Politik. Wenn sich die Menschen von seinem pragmatischen Ansatz angezogen fühlen und meinen, daß es der richtige Ansatz ist, und sich deshalb mit ihm identifizieren, ist das kein Identifikationskult. Das ist einfach nur eine enthusiastische Zustimmung zu etwas oder jemandem.

Trump löst die okulare Panzerung auf, indem er, ganz Amerikaner, pragmatisch agiert und an das Bauchgefühl appelliert, was den verkopften liberalen Charakter in Panik versetzt: „Nazi!!!“

Ich zitiere diesen liberalen Quark so ausführlich, da man eh nicht zum Rechten wird, wenn man Rechten, sondern nur, wenn man Linken zuhört! Wichtig ist nur zweierlei: Erstens, daß dies amerikanische und deutsche „Reichianer“ voller Begeisterung verbreiten und sich dabei auf Reichs Massenpsychologie des Faschismus berufen. Was soll ich dazu groß sagen? Wie viele „Reichianische Bücher“ soll ich noch besprechen… Seufz! Und zweitens: man betrachte diese Frau (oder sagt man heute vorsichtshalber „dieses Ding“, um sich nicht wegen Menschenfeindlichkeit, trans und gender und so, strafbar zu machen?) und lasse sie/es auf sich wirken.

Woran merkt man, daß man in einer Informationsblase lebt und einem Kult anhängt? Deine Mitmenschen sehen es an deinen Augen, ob sie klar oder glasig, verschleiert, weggetreten, „nicht da“ sind. Sektenzugehörigkeit und dreidimensionales Sehen schließen sich gegenseitig aus. Und du selbst merkst Deine Lösung vom Kult, wenn deine Gedanken und Gefühle immer tiefer und „einsichtsvoller“ werden. Der Kult sagt Dir, es gehe immer so weiter mit Staatsverschuldung, Ideologisierung der Justiz und Umvolkung. Der Verstand macht, daß du in einer Irrenanstalt aufwachst und den Irrsinn SIEHST, während dir das obige Ding vorsäuselt, du mögest doch wieder deine Sedativa nehmen und dich in die Klappsmühle „unsere Demokratie“ widerstandslos einfügen – im Namen Wilhelm Reichs…

Warum sind „Liberale“ bzw. „Linke“ in der Orgonomie so gefährlich?

26. Juni 2025

Zunächst einmal gibt es grundsätzlich zwei soziopolitische Grundcharaktere: erstens den Konservativen, der sozusagen „konservativ vor sich hinpulsiert“, d.h. biophysiologisch einseitig von der Funktion der orgonotischen Pulsation, die im Solar plexus zentriert ist, bestimmt wird; und zweitens den Liberalen, der biophysiologisch ganz vom auf die kosmische Kreiselwellen-Bewegung zurückgehenden „Orgonom“ bestimmt wird und entsprechend ständig „nach vorne strebt“, „progressiv“ ist, wie man so schön sagt.

Ohne den letzteren würde es die Wissenschaft im allgemeinen und die Orgonomie im besonderen gar nicht geben! Das Problem ist, daß der Liberale („liberal“ im amerikanischen Sinne!) kein Halten kennt. Er ist der Feind alles Bestehenden, so rational es auch immer sei. Das ist im übrigen auch das Geheimnis des Stalinismus: nirgends wurden mehr Kommunisten umgebracht als unter Stalin, weil man mit „Trotzkisten“ und „Kosmopoliten“ buchstäblich keinen Staat machen kann. Man könnte geradezu von einer „Dialektik des Linksradikalismus“ sprechen, der stets in der Karikatur eines spießigen Pseudo-Konservatismus mündet. Oder kann man sich etwas Spießigeres vorstellen, als den „Realsozialismus“, wie er bis 1989 herrschte?

Ähnlich sieht es in der Orgonomie aus. Schon zu Reichs Lebzeiten war der Rand der Orgonomie unter Reichs verbliebenen „liberalen“ Schülern in Skandinavien und Figuren wie Alexander Lowen, Paul Ritter und David Boadella heillos und teilweise bis zum Gegenteil der Orgonomie zerfranst. Heute ist das Schild von Orgonon regenbogenfarbenbunt und die üblichen Verdächtigen tun alles, um die Orgonomie populär zu machen, d.h. neben andere „bunte Trends“ zu plazieren, Hauptsache diese sind auf eine unbestimmte Art und Weise „progressiv“ und sei das beispielsweise „Tantra“. In den Händen „dieser Leute“ wird nichts, aber auch rein gar nichts von der Orgonomie übrigbleiben, außer einer hohlen Geste. Das ist kein „böser“ Wille, sondern fast schon zwangsläufige Folge des charakterstrukturellen Zwangs, dem sie tragischerweise unterliegen.

Weniger neutral kann man auf den zweiten, den biopsychologischen Aspekt schauen: bioenergetischer Kern, sekundäre Schicht, soziale Oberfläche. Der Liberale geht ganz und gar in der dritten, der oberflächlichen Schicht auf und hat, da dieser so fremd und unheimlich ist, eine Todesangst vor dem Kern, letztendlich vor der Orgonenergie selbst. Deshalb auch der so auffällige und überaus penetrante, nervige und allgegenwärtige „Antifaschismus“ dieser Leute! Die sekundäre, „faschistische“ Schicht wird nicht etwa deshalb abgewehrt, weil sie lebensfeindlich ist, sondern ganz im Gegenteil, weil sie tiefer liegt und der „schwarze Faschismus“ (eine entstellte Extremform des Konservatismus) beispielsweise mit seinem „Blut und Boden“ tatsächlich verzerrte (!) Kernimpulse repräsentiert.

„Roter Faschismus“, die extremste Form der Emotionellen Pest, liegt dann vor, wenn die soziale Fassade auf zynische Weise genutzt wird, um desto effektiver lebensfeindlich, sozusagen „sekundär-schichtig“ sein zu können. Schöne Beispiele sind linke Gegendemonstrationen anläßlich von Aufmärschen echter oder auch nur vermeintlicher Rechtsextremisten: unvermittelt wird für „trans“, also die Amputation der Geschlechtsorgane schon bei Kindern, geworben und zur systematischen Ermordung ganzer Bevölkerungsgruppen aufgerufen. Der psychotische Haß und der mörderische Fanatismus machen einen schlichtweg sprachlos:

Von Rechtswegen sollten weder der Konservative noch der Liberale in der Orgonomie ein Problem darstellen, da die beiden Funktionen „Pulsation“ und „Kreiselwelle“ einen einfachen funktionellen Gegensatz bilden, d.h. sich gegenseitig anziehen und dabei wechselseitig verstärken. Entsprechend sollte die Orgontherapie, die Beobachtung und Erforschung des Orgons, sowie das Eintauchen in die Gefühls- und Gedankenwelt des orgonomischen Funktionalismus entsprechend einen konservativen Charakter „öffnen“ und einen liberalen Charakter „schließen“, aber leider Gottes spielt die Panzerung ihr übles Spiel. Auf der konservativen Seite führt das zum Stillstand und der Erstarrung der Orgonomie, auf der liberalen Seite jedoch, wie erläutert, zu ihrer Zerstörung. Das ist keine bloße Theorie, sondern jeder, der Augen hat, kann das plastisch am Beispiel der liberalen („antiautoritären“) Gesellschaft in ihrer Gesamtheit beobachten. Ich will nicht, daß die Orgonomie mit in den Orkus „unserer Demokratie“ gerissen wird!

Linke HASSEN das Leben selbst!

Orgonomische Soziologie am Beispiel der deutschen Polizei

30. Mai 2025

Ich präsentiere hier erneut einen Blogeintrag aus dem Jahre 2013. Die angegebene Quelle, pi-news.net, ist nicht mehr aufrufbar. Trotzdem ist das ganze immer noch lesenswert. Zwar gibt es nichts Unbedeuteneres als die Zeitung von gestern, aber die von vor-vor-vor-vorgestern ist teilweise interessanter als das Exemplar von heute, denn die Gegenwart gewinnt an Tiefenschärfe. Hat sich ein abzeuchnender Trend abgeschwächt oder verschärft? Hier sehen wir, daß sich die beschriebenen Probleme verschärft haben. Die Polizei ist diverser, die Bürokratie noch grotesker und die Apartheid noch ausgeprägter geworden: deutsche Gesetze gelten nur noch für treudoofe Biodeutsche:

Die orgonomische Soziologie wurde, angefangen mit dem 1942 verfaßten Vorwort zur Massenpsychologie des Faschismus in Amerika von Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia entwickelt. Ist das ganze auf deutsche Verhältnisse übertragbar?

Auf pi-news ist neulich der Erfahrungsbericht eines Polizeibeamten mit mehr als 30 Jahren Diensterfahrung erschienen. Dieser Text ist bemerkenswert, weil er in jedem Punkt die orgonomische Soziologie bestätigt.

Die Polizei werde seit den 1980er Jahren systematisch geschwächt. Der Abbau der „bewaffneten Organe“ (Militär und Polizei) ist ein typisches Syndrom des Einflusses des liberalen Charakters auf den Gang der Zeit. Die Energie wird von der Muskulatur auf das Gehirn verlagert, weil der liberale Charakter aufgrund seiner Charakterstruktur gesunde Aggression nicht ertragen kann. Er wehrt sich gegen seine Orgasmusangst nicht primär mit muskulärer Panzerung, sondern durch „intellektuelle Abwehr“.

Das zeigt sich auch in der Polizeiorganisation selbst, wo diverse „Polizeireformen“ dafür sorgten, daß immer mehr Polizisten am Schreitisch sitzen und „Wachtmeister“ einen immer größeren Teil ihres Tages für Papierkram verschwenden. Energieverlagerung von der „Muskulatur“ ins „Gehirn“!

Folge ist, daß die Streifenwagen derartig mit Aufträgen überlastet sind, daß der Bürger nach einem Notruf immer länger auf Hilfe warten muß. Aus Sicht des linken Gesindels, das heute das öffentliche Leben in Deutschland beherrscht, sind Leute, die die Polizei rufen, verachtenswerte Spießer („Nazis“!), die sich an ihren auf Ausbeutung beruhenden Wohlstand klammern. Der Linksliberale identifiziert sich mit den Kriminellen (zu einem Gutteil „Migranten“), die die wahren Opfer seien. Er identifiziert sich mit den Verlierern und Außenseitern, weil er seinen Ödipuskomplex nicht bewältigt hat und entsprechend in ewiger subversiver Rebellion gegen den kastrierenden Vater verharrt, statt in offene Konkurrenz (Kapitalismus!) mit ihm zu treten und sich entsprechend mit ihm zu identifizieren (Nationalismus!).

Unter der geradezu orgonomisch wirkenden Überschrift „Charakterliches und ideologisches Desaster“ fährt der Polizeibeamte fort, daß der einzelne Polizist kaum noch auf Rückendeckung durch die Vorgesetzten und übergeordneten Behörden rechnen kann: alle folgen dem linken Zeitgeist und möchten nicht ihre Karriere gefährden. Was bleibt ist eine allgemeine Verunsicherung. „Der selbstsichere, sich seiner Autorität bewußte und Autorität ausstrahlende ‚Herr Wachtmeister‘ ist schon lange ausgestorben!“ Er kann keine Macht mehr ausüben.

Das hat natürlich mit der anti-autoritären Degeneration der Gesellschaft zu tun, die Charles Konia beschrieben hat.

Die Kompetenzen, die der frühere Wachtmeister noch hatte, wurden immer mehr beschnitten. Die Zeiten, wo ich als junger Polizeibeamter auf der Wache noch Schreiben amtlich beglaubigen durfte, sind schon lange vorbei. Das war ein schöner, freundlicher Dienst am Bürger – kostenlos. Viel schlimmer aber ist, daß man uns auch bei den für Polizisten rudimentär wichtigen Ermächtigungen beschnitt. Früher durften wir Blutproben bei betrunkenen Autofahrern selbständig anordnen. Heute müssen die Kollegen erst umständlich und zeitraubend eine richterliche Erlaubnis für eine simple Blutprobe einholen!

Das ist ein schlagendes Beispiel für ein Grundcharakteristikum der anti-autoritären Gesellschaft, in der die lokalen, „bürgernahen“ Autoritäten immer mehr geschwächt werden, während zentrale, „bürgerferne“ Autoritäten gleichzeitig eine Stärkung erfahren. Folge ist ein wachsendes Chaos und Gesetzlosigkeit. Der einzelne Polizist wird bloßgestellt und irgendwelche Randalierer können ihm auf der Nase rumtanzen: er muß „verhandeln“ und „deeskalieren“.

„Ein weiterer Schritt in den Abgrund, neben Personalabbau, fehlender Rückendeckung und Kompetenzentzug, waren die ständigen Reformen der Ausbildung!“ Ganz im Sinne der linksliberalen und anti-autoritären Gesinnung wurde die Ausbildung der Polizisten konsequent entmilitarisiert. Kasernen mit morgendlichem Antreten, Marschieren, Kameradschaft, Sauberkeit, korrekte Kleidung, Korpsgeist, etc. sind heute undenkbar. Außerdem dürfen sich heute nur noch Abiturienten bei der Polizei bewerben.

Und wenn diese Abiturienten bei der Polizei einsteigen, erleben sie heute eine „entmilitarisierte“ Ausbildung und durchlaufen, mehr oder weniger als Einzelkämpfer, einsam ihr dreijähriges Bachelor-Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung! Werden da die Kerle geschmiedet, die man im harten Polizeialltag braucht?

Zur Schwächung der Polizei trage auch der hohe Frauenanteil bei. „(W)enn der Frauenanteil zu hoch wird, schwächt das, rein körperlich betrachtet, die Polizei. Ich selbst war jedenfalls bei mancher Schlägerei froh, einen kräftigen männlichen Kollegen neben mir zu haben! (…) Frauen müssen bei der Polizei nicht die gleichen sportlichen Leistungen erbringen, wie ihre männlichen Kollegen. Warum eigentlich?“

Es geht um die Durchsetzung irgendwelcher ideologisch vorgegebener weltfremder „Gleichheitsgrundsätze“, wobei kurioserweise das eine Geschlecht „gleicher ist“ als das andere. Und es geht um die muskuläre Schwächung der Polizei – siehe oben.

Der Polizeibeamte resümiert:

Personalabbau, fehlende Rückendeckung, Kompetenzentzug, polizeifeindlicher Zeitgeist, falsche Ausbildung und Rekrutierung – das alles über Jahrzehnte kann nicht ohne böse Folgen für die innere Sicherheit unseres Landes bleiben!

Dieser ganze Wahnsinn ist nur vor dem Hintergrund der von Reich, Baker und Konia ausgearbeiteten soziopolitischen Charakterologie begreiflich.

Hinzu kommt die ideologisch gewollte Bereicherung, die uns das vaterlandslose Dreckspack beschert hat, dessen Agenda die Ausmerzung des deutschen Volkes ist. Der Polizeibeamte spricht das zwar in seinem Text nicht direkt an, aber jedem ist klar, welche Klientel er meint, wenn er über den Alltag des Bonner Polizisten schreibt:

Er zieht sich zurück, fährt vielleicht „erst mal um den Block“, schaut woanders hin, meidet gefährliche Gegenden. (…) Selbst bei kleinen Verkehrsdelikten eskaliert die Situation heute häufiger, als noch vor 25 Jahren, weil eben kein Respekt mehr vorhanden ist. Der lächerliche nichtangelegte Gurt kann heute schnell zu einer körperlichen Auseinandersetzung führen. Glauben Sie es mir! Ich weiß, wovon ich spreche! Warum also den Verkehrsverstoß ahnden, wenn man keine Lust auf diesen Streß hat?

Polizeibeamter

Die koexistierende Wirkung in der soziopolitischen Charakterologie

29. Mai 2025

Bis zum Überdruß liegen Beschreibungen vor, wie sich die Bewegung der orgonotischen Erregung soziopolitisch äußert: „Kreiselwelle (energetisches Orgonom mit seinem Zentrum im ZNS) liberal“ vs. „Pulsation (orgonotisches System mit seinem Zentrum im Solar plexus) konservativ“. Ad nauseam!

Vielleicht wichtiger ist aber das einheitliche Funktionieren der orgonotischen Erregung, d.h. die koexistierende Wirkung, die sich in Erstrahlung und Anziehung kundtut. Genau darum (Erstrahlung und Anziehung) kreisen die beiden gegensätzlichen gesellschaftspolitischen Ideologien vor allem.

Das gesamte Fühlen und Denken der Linken dreht sich um das, was man im Englischen passenderweise „enlightenment“ nennt, also „Erleuchtung“ = Erstrahlung – die Wolken ziehen sich zurück und mit der „Aufklärung“ kommt die Sonne. Alles, was diese „Aufklärer“ empfinden, rationalisieren und schließlich tun, ist Ausdruck einer einseitigen bioenergetischen Polung in Richtung Erstrahlung: ihr Rationalismus bzw. „Kult der Vernunft“, ihre Formulierungen, die um „das Licht“ kreisen, ihr Planungs- und Ordnungswahn: das wuchernde Dickicht muß weg, damit das Licht den Boden erreicht.

Auf der rechten Seite ist es entsprechend die orgonotische Funktion „Anziehung“, die sich im „Glauben“ bzw. in der „Naturverbundenheit“ zeigt, in der Vaterlandsliebe, das um „Blut und Boden“ kreisende Empfinden. Schon in den 1970er Jahre war mir der gravierende Unterschied der rechten Ästhetik im Vergleich zur linken aufgefallen und zwar anhand des konservativen „ZDF-Magazins“ von Gerhard Löwenthal, dessen dunkle Erdfarben in einem auffälligen Gegensatz zur hellen Ästhetik der linken Politmagazine im Ersten standen. Die inneren Kämpfe des Konservativen drehen sich um Teilhabe „am Stammeserbe“, „an Gottes Liebe“, um die Frage, ob man würdig ist oder zurückgewiesen wird – gemäß den beiden Variationen des CFP „Anziehung“. Bei den Linken hingegen dreht sich alles darum, den „revolutionären Geist“, „den Impuls der Aufklärung“ etc. aufrechtzuerhalten – die Flamme am Erlöschen zu hindern.

All das „Linke“ und „Rechte“ hat nur oberflächlich mit realen gesellschaftlichen Problemen, d.h. arbeitsdemokratischen Problemen zu tun, sondern ist Ausdruck von Panzerung, die es verhindert, daß Erstrahlung natürlicherweise in Anziehung übergeht und umgekehrt. Genauso wie im Funktionsbereich „relative Bewegung“ die Panzerung eben das, die Bewegung, hintertreibt, einschränkt, bizarr einseitig macht, unterbindet die Panzerung im Funktionsbereich „koexistierende Wirkung“ – die koexistierende Wirkung. Resultat sind zwei vollkommen verkrüppelte Wesen, von Krankheit grotesk entstellte Monster: der „verstrahlte“ Liberale (Linke nach europäischer Ausdrucksweise) und der „gläubige“ Konservative, der ewig im finsteren Mittelalter feststecken wird. Ziel der Orgonomie ist, daß sich die orgonotische Erregung gesund und frei von diesem pseudorationalistischen und religiösen Wahnsinn ausbreiten kann!

Rationalität und Irrationalität des Religiösen

11. April 2025

Charles Konia befaßt sich in seinem Artikel „Applied Orgonometry IV: Mysticism“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 39, No. 2, Fall/Winter 2005, S. 60-69) u.a. mit einem recht überzeugenden Argument gegen die von Elsworth F. Baker entwickelte „sozio-politische Charakterologie“, derzufolge Konservative („verzerrter Kontakt zum Kern“) zum Mystizismus neigen, Liberale („fehlender Kontakt zum Kern“) eher zum Mechanismus. Seit den 1960er Jahren, d.h. seit dem Aufkommen der antiautoritären Gesellschaft, hat nämlich die Linke ein auffallendes Interesse für den Mystizismus gezeigt.

Wie diesen offensichtlichen Widerspruch erklären? Bakers Formulierungen gehen nicht tief genug, d.h. der alles entscheidende bioenergetische Unterschied zwischen Konservativen und Liberalen wird nicht klar formuliert: bei Konservativen steht die Emotion und das im Solar Plexus zentrierte „orgonotische System“ im Mittelpunkt, bei Liberalen die Sensation und das im Zentralen Nervensystem zentrierte „energetische Orgonom“.

Entsprechend können sich Liberale durchaus vom Ersatzkontakt „Mystizismus“ angesprochen fühlen, solange dieser ein „Head Trip“ bleibt. Während der „emotionale Rechte“ sich dem „unergründlichen Ratschluß Gottes“ unterwirft, versucht der „zerebrale Linke“, der sich zum Mystizismus hingezogen fühlt, die Welt in ihrem Innersten zu ergründen. Ein Gutteil dessen, was heute unter dem Titel „Orgonomie“ und 100 Prozent dessen, was unter dem Titel „Reichianismus“ abläuft, entspricht dieser Art von mystischer Perversion. Es ist Neurose, wenn nicht Emotionelle Pest und nichts außerdem.

Im Gegensatz zu den Mystikern der Rechten glauben die Mystiker der Linken, daß man im Diesseits Gesundheit („Ganzheit“) und Glück erlangen kann: holistische Medizin, spirituelles Wachstum, „Heilung“, etc. Typischerweise geht es um das Erlangen eines „höheren Bewußtseins“. Die Wahrheit hänge von der Sichtweise des Einzelnen ab, alles ist „relativ“. Von den etablierten Religionen, insbesondere aber von „Gott, dem Vater“ will man nichts wissen. Alles sei machbar.

Allen Arten von Mystizismus ist gemeinsam, daß sie Ersatz für sexuelle Befriedigung sind. Oder mit anderen Worten: ohne orgastische Impotenz kein Mystizismus.

koniamystik

Der Panzer verzerrt die ursprünglichen sexuellen Empfindungen und an ihre Stelle tritt der mystische Ersatzkontakt. Dieser ist antisexuell und gleichzeitig eben das: Ersatz für Sexualität. Bei den einen ist die Angst vor der Sexualität unmittelbar an die autoritäre Vaterfigur bzw. „Gott“ gebunden, bei anderen sind es pseudowissenschaftliche Theorien, die die antisexuelle Haltung rationalisieren. Man denke nur einmal daran, wie linke „Reichianer“ die Orgonomie mit Tantra, Taoismus, Yoga, Buddhismus und anderem extrem antisexuellen Theorien „erweitern“!

Zusammenfassend kann man sagen: Die religiösen Anwandlungen des Konservativen können inspirierend sein und auf tiefe zugrundeliegende Wahrheiten verweisen. Das zeigt sich etwa in Reichs Umgang mit dem Christentum in Christusmord. Die Entsprechung beim Linken bzw. „Liberalen“ ist fruchtlos, im Zweifelsfall destruktiv, in jedem Fall aber schlichtweg meschugge.