Posts Tagged ‘Wilhelm Reich’
Mundgeblasene Geschichte
12. August 2016Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.18.
20. Juni 2016I. Zusammenfassung
II. Die Hauptgleichung
III. Reichs „Freudo-Marxismus“
IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik
V. Reichs Biophysik
VI. Äther, Gott und Teufel
1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter
2. Spiritualität und die sensationelle Pest
3. Die Biologie zwischen links und rechts
4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur
5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“
6. Die gesellschaftlichen Tabus
7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus
8. Dreifaltigkeit
9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung
10. Die Schöpfungsfunktion
11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft
12. Bewegung und Bezugssystem
13. Der Geist in der Maschine
14. Orgonomie ist Wissenschaft, keine Naturphilosophie!
15. Die Identitätsphilosophie
16. Das Wesen des Marxismus
17. Reichs Auseinandersetzung mit Marx und Freud
18. UFOs und Magie
Das Schicksal der Orgonomie (Teil 2): Die Libidotheorie 1929 und heute
5. Februar 20161929 beschrieb Reich die damalige Lage der Psychoanalyse wie folgt:
Wenn man der Psychoanalyse in den Händen, besser den Köpfen von nicht wirklich analytisch Ausgebildeten begegnet, erkennt man in ihr das Werk Freuds nicht wieder; die Sache mit der Sexualität stimme ja, aber die Übertreibungen… und wo bleibt das Ethische im Menschen? Analyse sei ja sehr richtig, aber… Synthese sei nicht weniger notwendig. Und gar als Freud auf seiner Sexualtheorie die Ichpsychologie aufzubauen begann, da ging ein hörbares Aufatmen durch die wissenschaftliche Welt: endlich beginne Freud seine Absurditäten einzuschränken, endlich komme auch das „Höhere“ im Menschen zu Wort, und überhaupt die Moral… Und es dauerte nicht lange, bis man nur mehr von Ichidealen reden hörte und die Sexualität, wie die stereotype Ausrede lautet, „selbstverständlich vorausgesetzt“ wurde. Man sprach von einer neuen Ära der Analyse, von einer Renaissance… die Psychoanalyse wurde mit einem Worte gesellschaftsfähig.
Nicht weniger trostlos, nur noch widerlicher, sieht es im breiten Publikum aus. Unter dem Drucke der bürgerlichen SexuaImoral hat man sich der Psychoanalyse als einer die Lüsternheit befriedigenden Modeangelegenheit bemächtigt, man analysiert einander die Komplexe, spricht in den Salons beim Fünf-Uhr-Tee von den TraumsymboIen, streitet ohne die geringste Sachkenntnis und nur weil es sich um Sexualität handelt, für und wider die Analyse, der eine ist begeistert von der großartigen „Hypothese“, der andere, kein geringerer Ignorant, ist überzeugt, daß Freud ein Scharlatan ist und seine Theorie eine Seifenblase, und überhaupt diese „einseitige Überschätzung der Sexualität, als ob es nichts anderes, ‚Höheres‘ gäbe“, und dabei spricht der „Kritiker“ über nichts anderes als über die Sexualität. In Amerika bilden sich ganze Vereine und Diskussionsklubs für Psychoanalyse, die Konjunktur ist gut, sie muß ausgenützt werden, man lebt seine unbefriedigte Sexualität aus und verdient außerdem mit einer Mache, die sich Psychoanalyse zu nennen wagt, viel Geld. „Psychoanalyse“ ist ein gutes Geschäft geworden. So sieht es außerhalb der Psychoanalyse aus.
Und innerhalb? Eine Abfallbewegung nach der anderen, die Forscher halten dem Druck der Sexualverdrängung nicht stand. Jung stellt die ganze analytische Theorie auf den Kopf und macht daraus eine Religion, in der von Sexualität keine Rede mehr ist. Ebenso führt die Sexualverdrängung bei Adler zur These, die Sexualität sei nur eine Erscheinungsform des Willens zur Macht, damit zur Abkehr von der Psychoanalyse und zur Gründung einer ethischen Gemeinde. Rank, früher einer der begabtesten Schüler Freuds, gelangt dadurch, daß er den Libidobegriff ichpsychoIogisch verwässert, zu seiner Mutterleibs- und Geburtstraumatheorie und leugnet schließlich die wesentlichsten analytischen Erkenntnisse ab. Immer wieder wirkt sich die Sexualverdrängung gegen die Psychoanalyse aus. Auch sonst kann man im psychoanalytischen Kreise selbst die gesellschaftliche und ökonomische Gebundenheit in ihrer mildernden, abschwächenden, Kompromisse bildenden Arbeit sehen. Nach dem Erscheinen von Das Ich und das Es ist jahrelang von der Libido kaum die Rede, man versucht, die ganze Neurosenlehre auf die Ich-Termini umzumünzen, man verkündet, daß erst die Entdeckung des unbewußten Schuldgefühls die Großtat Freuds sei, man sei erst jetzt zum Eigentlichen und Wesentlichen vorgedrungen. (Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse)
Wenn man das aufmerksam liest, fühlt man sich unwillkürlich in die Welt zwischen 1957 und 2016 versetzt:
Begegnet man dem Werk Reichs in der Version fast aller seiner Adepten, erkennt man es kaum wieder. Reichs zentraler Aussage von 1931, daß „die Neurose ein Produkt der Sexualverdrängung und der Stauung der sexuellen Energie (ist), ihre Heilung Aufhebung der Verdrängung und gesundes genitales Lebens (voraussetzt)“ (Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, KiWi, S. 16), wird man nie begegnen. Stattdessen ein ermüdendes Blablabla über Pulsation, Blockaden und „Energie“. Statt von Sexualökonomie ist von „überweltlichen Wirkstrukturen“ und all dem verstaubten Krempel aus dem „New Age“ die Rede. Immer mehr tritt die Spiritualität, eben das „Höhere“, in den Mittelpunkt. Die Atmosphäre wurde „reiner“ und Versatzstücke von Reichs „körpertherapeutischer Arbeit“ akzeptabel für so gute wie alle. Man lese nur die schier unglaublichen Machwerke des verstorbenen Heiko Lassek! Beim breiten Publikum wird Reich nur noch mit „Orgonit“ und den Kinderfickern der Grünen in Zusammenhang gebracht. Wirklich jeder Schreiberling („Journalist“), der sich an das Thema heranwagt, kann sich von pornographischen Andeutungen und dem Suhlen im Psychotischen und Psychopathischen nicht wieder einkriegen. Wenn Reich verteidigt wird, dann als „Kämpfer gegen Rechts“, als Inspirator des besagten Grünen Abschaums und als „Rudolf Steiner“ für Arme. Ich habe an dieser Stelle keine Lust über so manchen vermeintlichen „Vertreter der Orgonomie“ herzuziehen. Wenn ich etwa daran denke, daß von manchen „Orgonomen“ ausgerechnet das Schwein Herbert Marcuse hervorgekramt wurde…
Hier ein Beispiel für die heutige Rezeption des Reichschen Werks:
Der Schriftsteller und Radiomann Matthew Sweet zeichnet für die Sendung The Life and Afterlife of Wilhelm Reich verantwortlich, die 2011 auf BBC Radio 3 lief. (Hier setzt sich der Dreck in einer Besprechung der Radiosendung fort.) Zentrum der Darstellung ist die „sexuelle Revolution“. Reichs Ideen hätten dazu beigetragen die 60er Jahre zu formen. Von der wirklich wichtigen Sache, den Kindern der Zukunft, ist an keiner Stelle in dem 45 minütigen Beitrag auch nur ansatzweise die Rede. Und das im Heimatland von A.S. Neill! Die Sendung sagt mehr über die heimlichen Obsessionen von Herrn Sweet aus als über Reich und seine Probleme!
Eingerahmt und zusammengehalten wird die Sendung von Sweets kurzem Besuch auf Reichs zugeschneiten Anwesen Orgonon. Hinzu kommen am Anfang und Ende der Sendung zwei Ausschnitte aus Reichs Tonaufnahme „Alone“, in der er darüber reflektiert, daß er keinen Gesprächs- und Ansprechpartner habe, der seine Arbeit auch nur annähernd verstehen würde. Die Sendung ist nach der Assoziationstechnik aufgebaut: „verschneites Orgonon → verschneites Galizien → ein kalter Hauch durchzog auch Reichs Kindheit → Selbstmord der Mutter“. Nach diesem Muster ist die gesamte Sendung gestaltet. In Maßen und als Notlösung ist das ja vertretbar, aber bei Sweet ist es das einzige Formelement! Genauso war 1987 Digne Meller Marcovicz‘ Film Wilhelm Reich – Viva, Little Man gestaltet. Ganz große Kunst!
Mary Higgins, seit einem halben Jahrhundert die Kuratorin des Wilhelm Reich Infant Trust, führt Sweet durch das Museum. Als nächstes wird der Orgontherapeut Harry Lewis interviewt, ein Schüler von Victor Sobey, der wiederum einer der medizinischen Orgonomen zu Reichs Lebzeiten war. Hier sind die beiden 1993 zu sehen:
Lewis berichtet über den Konflikt Freud-Reich und im Anschluß daran Higgins über Reichs Sexpol-Zeit in Berlin. Wie Sweet sich ausdrückt: „Er gab jungen verwirrten Berlinern radikale Ratschläge über Sex.“ Higgins‘ Beschreibung ist vollkommen korrekt, doch vorher hat Sweet vorgegeben, wie man das zu verstehen hat.
Reich habe, Sweet zufolge, nicht nur eine Marxistische, sondern auch eine sexuelle Revolution angestrebt. Als nächstes kommt – die Pest vollends zum Zuge: Christopher Turner. Turner ist Autor des 2007 erschienenen Buches Adventures in the Orgasmatron: How Renegade Europeans Conceived the American Sexual Revolution and Gave Birth to the Permissive Society.
In Sweets Sendung erklärt uns Turner Reichs Buch Die Massenpsychologie des Faschismus!
Hier eine Beschreibung von Turners pestilentem Machwerk:
Die faszinierende jedoch bisher unbekannte Geschichte über Wissenschaft, Sex und das Amerika der Nachkriegszeit.
Bereits lange vor den 1960er Jahren entwickelte sich die sexuelle Revolution in Amerika angeführt von verbannten europäischen Denkern, die das weite Land als reif für die Befreiung erachteten. (…) Turner erzählt die Geschichte der Revolution – eine erhellende, packende, oft bizarre Geschichte über Sex und Wissenschaft, Ekstase und Repression.
Im Zentrum der Schilderung steht die Orgon-Box – eine große, schlanke Konstruktion aus Holz, Metall und Stahlwolle. Ein Mensch, der in der Kiste saß, konnte, wie geglaubt wurde, sein „orgastisches Potential“ erhöhen – den Körper von repressiven Kräften befreien und seine sexuelle Potenz verbessern. Norman Mailer, Saul Bellow und William Burroughs saßen in der Orgon-Box und suchten nach einer Synthese von sexueller und politischer Befreiung.
Die Box war die Erfindung von Wilhelm Reich, einem Außenseiter der Psychoanalyse und abtrünnigen Anhänger Freuds, der seine Theorien über die sexuelle Energie während des Zweiten Weltkriegs nach Amerika brachte. Bei ihm handelt es sich um die archetypische Geschichte eines zielstrebigen Wissenschaftlers, der sich mit einer argwöhnischen Gesellschaft in Konflikt befindet: er war mit einem landesweiten Verbot seiner Orgon-Box konfrontiert, einer Untersuchung durch das FBI, einer aufreibenden Begegnung mit Einstein und Anfällen von Verfolgungswahn, die es ihm verunmöglichten sich selbst zu verteidigen.
Turners lebhafter Darstellung zufolge nahmen Reichs Bestrebungen jene von Alfred Kinsey, Herbert Marcuse und anderen prominenten Denkern vorweg – Bestrebungen, die eine Transformation der westlichen Einstellung zur Sexualität herbeiführten in einer Art und Weise, die diese Denker nicht einmal selbst sich hätten vorstellen können.
Exakt, wortwörtlich, die gleiche Scheiße, mit der es Mildred Brady Ende der 1940er Jahre gelang, die FDA auf Reich aufmerksam zu machen, was schließlich zu seiner Inhaftierung und vorzeitigem Tod führte. Die Emotionelle Pest bleibt sich treu!
Das ist auch ungefähr der Inhalt von Sweets Radiosendung. Norman Mailer, Saul Bellow und William Burroughs werden als Beispiele für Reichs Einfluß erwähnt. Lewis weist darauf hin, wie berühmt Reich doch war, als er in Amerika erschien: der Hörsaal der New School of Social Research in New York sei vollständig überfüllt gewesen. Morton Herskowitz beschreibt seine Begegnung mit Reich und die Orgontherapie. Turner beruft sich auf „Reichs Tochter“ (wohl Lore Reich), die ihm erklärt habe, daß Reich, der manische und depressive Episoden gehabt habe, doch ganz offensichtlich „manisch-depressiv“ gewesen sei. Higgins stellt auf unangenehm sektiererisch und „kultisch“ wirkende Weise Reichs Umgang mit der FDA und dem amerikanischen Gerichtssystem als Triumph dar: die Wissenschaft habe sich durchgesetzt. Die Qual endet mit einer Aussage der feministischen Theoretikerin Germaine Greer, die sehr stark von Reich beeinflußt wurde:
Leider habe sich gezeigt, daß die sexuelle Revolution nicht zu mehr Glück geführt habe, denn die Befreiung des Sex habe gezeigt, daß er wie alles andere auch sei, d.h. mit dem Wegfall der äußeren Repression hätte sich gezeigt, daß selbstregulierte Sexualität nicht zärtlich und liebevoll sei – diese Vorstellung sei angesichts der Realität offensichtlich verrückt gewesen. Außerdem habe man, anstelle das repressive Gesellschaftssystem politisch zu analysieren, sich, Reich folgend, quasi religiös nach innen gekehrt, um die Repression in seinem Inneren zu suchen. Dies habe eine ganze Generation (politisch) lethargisch gemacht.
Diese Leute können sich ihr gesamtes Leben mit Reich beschäftigen – und nichts, rein gar nichts, verstehen!
Was Lewis geradezu enthusiastischen Hinweis auf Reichs Aufnahme in New York betrifft: das hat einen Hintergrund, der in der Radiosendung (man möchte sagen: zum Glück) nicht durchklingt. Sobey war der einzige Orgontherapeut in Reichs Umgebung (obwohl alle, bis auf Baker und Silvert, linksliberal eingestellt waren), der sich selbst als eine Art „Marxist“ verstand. Bei ihrem letzten Treffen vor seiner Inhaftierung habe sich Reich ihm gegenüber ausdrücklich zu Marx bekannt. In der Folgezeit bildeten er und seine Schüler, insbesondere Lewis, so etwas wie das „Linksaußen“ der Orgonomie. Wenn Lewis sagt, Reich wäre in New York begeistert empfangen worden, bezieht sich das auf die Sozialisten. Was Leute wie Lewis geflissentlich nicht erwähnen, ist daß Reich genau zu diesem Zeitpunkt mit seinem Konzept „Arbeitsdemokratie“ sich ein für allemal von den Sozialisten distanziert hat. Ilse Ollendorff beschreibt das als Zeitzeugin in ihrer Reich-Biographie. Reich hätte es so einfach haben können, wenn er nur opportunistischer gewesen wäre!
Herskowitz beschreibt die Halsstarrigkeit als Beispiel für Reichs therapeutische Herangehensweise. Halsstarrige Menschen seien buchstäblich halsstarrig. Er würde das so angehen, daß er den Muskel drückt bis dieser schmerzt und die Patienten dabei auffordern, die Gefühle auszudrücken, die von der kontrahierten Muskulatur zurückgehalten werden. Gut, nur leider geht heute kein gutausgebildeter Orgontherapeut mehr so vor! Ich habe mich damit in Warum Orgontherapie nichts bringt beschäftigt. Das dort dargestellte Orgontherapie-Opfer war ein Patient aus dem Sobey-Umfeld.
Reich als „manisch-depressiv“ zu beschreiben, weil sich Phasen großer Verzweiflung mit denen überbordendem Enthusiasmus und Optimismus abwechselten, ist an Gemeinheit kaum zu überbieten. Hier ist nicht der Platz, um sich mit Reichs Charakter und persönlichen Problemen zu beschäftigen. Faszinierend ist, wie paßgenau Reich „diagnostiziert“ wird, um sich eine wirkliche Auseinandersetzung mit seinem Werk zu ersparen. Er wurde einfach verrückt und man braucht sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr mit seinen Forschungen beschäftigen. Oder er war manisch-depressiv, so daß man sich Dinge aus jenen Phasen herausgreifen kann, in denen er ernst zunehmen war. Wenn man „Alone“ hört: der arme Mann! Wenn man vom Schwung seiner Arbeit mitgetragen zu werden droht: der arme Mann!
Higgins scheint vom gleichen Kaliber wie die kleingeistigen Fanatiker, mit denen sich Reich in seinen letzten Jahren umgab. Man siehe dazu meine Ausführungen in Fragwürdigkeiten der Reich-Biographik. Man kann es so sehen oder so… Als Treue zu Reich – oder als ultimativem Verrat an dem Mann. Geradezu… „tragikomisch“ ist das falsche Wort – ist es, wenn Higgins sagt:
Und, wie Sie wissen, wenn es eine Sache gibt, denke ich, die seit Reichs Tod sich als richtig erwiesen hat – obwohl sicherlich wenig, wenn überhaupt, sehr wenig wissenschaftliche Arbeit geleistet wurde und so weiter und so weiter – aber ich glaube der Trust hat die Richtigkeit von Reichs anfänglicher Haltung bewiesen.
Mein Gott, wenn der Trust etwas bewiesen hat, dann, daß es ohne Reich keine orgonomische Forschung mehr gab!
Auf den Einwand, der Einsatz sei hoch gewesen (Reichs Leben!), antwortet Higgins, daß es um Reichs Arbeit ging und daß er niemandem erlaubte, sich ihr in den Weg zu stellen.
Er hätte geradezu getötet, um sie zu schützen. Und tatsächlich hat er hier ein Gewehr bei sich getragen und wollte nicht mit den FDA-Agenten sprechen.
Nachfrage nach Nachrichtenbrief?
31. Dezember 2015Das Konzept des Nachrichtenbriefs beruht auf einem bioenergetischen Rechenfehler. Deshalb kann der Nachrichtenbrief nie und nimmer einen „meßbaren“ positiven Effekt haben. (Zum „nie und nimmer“ gleich mehr!) Der Nachrichtenbrief war als Angebot geplant bzw. schälte sich dies sehr schnell als seine Rechtfertigung heraus, nachdem er aus einer Laune heraus ins Netz gestellt worden war: ein Angebot, dem langsam aber sicher eine immer weiter ansteigende Nachfrage zuwachsen sollte.
Dieses Ansinnen ist nicht nur vollständig gescheitert, sondern ohnehin von Grund auf falsch, denn rationale, lebenspositive Produkte sind stets eine Funktion der Nachfrage. Nehmen wir als Beispiel illegale Drogen. Hier erzeugt das Angebot die Nachfrage. Je mehr Drogen, desto höher die Nachfrage, auch wenn die Gegner der Prohibition das Gegenteil behaupten. Das Gegenbeispiel sind lebenswichtige Medikamente (sozusagen „legale Drogen“): erst ist die drängende Nachfrage da, der über kurz oder lang ein entsprechendes Angebot entgegenwächst. Oder wie Reich sich bei der Definition der Arbeitsdemokratie ausdrückt: „Da alle Arbeitsprozesse voneinander abhängen und miteinander organisch verflochten sind; da ferner die Konsumption [die Nachfrage] die Produktion [das Angebot] bestimmt, ist eine natürlich gewachsene und organisch funktionierende Organisation in der gesellschaftlichen Basis gegeben“ (Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 279).
Es besteht schlicht und ergreifend keinerlei Nachfrage nach Wilhelm Reich und der Orgonomie. Oder mit anderen Worten: es fehlen dem Nachrichtenbrief sämtliche arbeitsdemokratischen Grundlagen. Jeder kann sich selbst bei Suchmaschinen ein Bild davon machen, daß das einzige, was „in Sachen Wilhelm Reich“ zumindest marginal nachgefragt wird, neurotischer oder gar pestilenter (destruktiver) Unsinn ist wie „Orgonit“ oder irgendwelche zusammengemurksten „Körpertherapien“.
Was tun? Die Frage sollte sein, ob es irgendeinen Aspekt der Orgonomie gibt, der einer bisher unerfüllten Nachfrage entspricht bzw. einer Nachfrage, die sich in Zukunft abzeichnet!
Blickt man zurück auf Reichs Karriere in Wien, Berlin, Kopenhagen, Oslo und New York gab es eine Zeit, in der Reichs „Botschaft“ begierig aufgesogen wurde, so daß die Emotionelle Pest alle Kräfte aufbringen mußte, um das Lebendige unter Kontrolle zu halten. Nach Reichs Tod, d.h. seit Anfang der 1960er Jahre ist diese Nachfrage nach und nach weggebrochen und heute bei Null angelangt.
Was geschehen ist? Es kam zu einem der größten Umbrüche in der Menschheitsgeschichte: die Umwandlung von der autoritären zur antiautoritären Gesellschaft. Mit einigem Schrecken und großem Widerwillen hat Reich noch die Beatniks und den Rock’n Roll miterlebt, die den Ausbruch der Hölle angekündigt hatten. „Reichs Themen“ sind mittlerweile vollkommen uninteressant geworden: aus der Sexualnot wurde – „Sex“, ein Konsumgut wie jedes andere auch; aus der Befreiung des Kindes wurden – Fans von Miley Cyrus; aus der Orgonenergie wurde – der Dalai Lama. Es ist vollkommen abwegig in einer derartigen gesellschaftlichen Atmosphäre den Leuten mit „Wilhelm Reich“ auf die Pelle rücken zu wollen.
Das ist aber auch gleichzeitig eine ungeheure Chance für die Orgonomie, denn das antiautoritäre System steht unmittelbar vor dem Kollaps und – die Letzten werden die Ersten sein! Das ist auch der tiefere Grund für meine kompromißlose Ablehnung des „Reichianismus“. Ich kann mir kaum etwas Destruktiveres für die Orgonomie vorstellen, als sich dieser untergehenden Gesellschaft anzupassen. Das „Reichianische“ Gesindel, das ich in diesem Blog bis zum Erbrechen behandelt habe, erinnert mich fatal an die Psychoanalytiker Anfang der 1930er Jahre, die sich allen Ernstes an das nationalsozialistische Regime anpassen wollten. Was für ein Gesindel!
Die Orgonomie, ein Überblick
22. Dezember 2015Die Seite der ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE wurde um eine von dem italienischen Orgonomen Vittorio Nicola verfaßte notwendige allgemeine Einleitung ins Thema ergänzt: Die Orgonomie, ein Überblick.
Wilhelm Reich in Norwegen
26. September 2015Gastbeitrag von Robert (Berlin)
Review:
Mitchel G. Ash (Hrsg.)
Psychoanalyse in totalitären und autoritären Regimen
Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt a. M. 2010
Kapitel:
Håvard Friis Nilsen: Widerstand in der Therapie und im Krieg 1933 – 1945 – Die Psychoanalyse vor und während der Besatzung Norwegens durch die Nationalsozialisten (S.176 – 210)
Der folgende Aufsatz wird von mir nur in Bezug auf W. Reich referiert, andere Themen werden beiseitegelassen.
Bisher war nicht bekannt, dass der norwegische Vasall des Hitlerfaschismus, Vidkun Quisling, sich direkt zu Reich geäußert hätte. Durch die neuere Forschung wird aber immer klarer, dass Reich in den Ländern, in denen er sich aufhielt, eine maßgebliche Rolle spielte. In einer Rede von 28. März 1941 äußerte sich Quisling folgenderweise: „Die Psychoanalyse [sei] eine Erfindung des Juden Freud“, Reich ein eingeschleuster „sexualpornografische(r) Psychoanalytiker“, der vom „jüdischen Geist durchtränkt“ wäre. Er meinte, Reich sei „ein jüdischer Pornograf und Pseudo-Wissenschaftler“, der – so offenbar der Eindruck von Quisling – „von allen Seiten als ein Mann mit neuen, fruchtbaren Ideen aufgenommen worden“ sei. Noch spannender wird dessen Ansicht, wenn er behauptet, dass Reich an der Universität „geherrscht“ habe, von „dekadenten Intellektuellen gepriesen und von der regierenden Partei (den Sozialisten) bejubelt“ worden sei. Auch wenn wir manches als propagandistische Übertreibung ansehen müssen, wird doch ein Teil der Wahrheit entsprechen.
Nilsen meint, dass die Psychoanalyse – mehr als in anderen Ländern – in Norwegen politisiert gewesen wäre, wobei Harald Schjelderup, ein Anhänger Reichs, eine maßgebliche Rolle spielte. „Schjelderup vertrat die Ansicht, Wilhelm Reichs Charakteranalyse sei die bislang beste Arbeit über psychoanalytische Therapie und Reichs therapeutische Neuerungen, speziell betreffend das Thema Widerstand, seien … bahnbrechend(…).“ Schjelderup war es auch, der Reich dazu bewog, nach Norwegen zu kommen.
Schjelderup erlebte, wie Reich 1934 in Luzern offiziell aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) ausgeschlossen wurde. Wie inzwischen bekannt, ging man in der linken Psychoanalyse zuerst davon aus, dass Reich sich der skandinavischen Gruppe anschließen könnte. Als Voraussetzung für die Anerkennung dieser Gruppe in der IPV sollte jedoch jeglicher Kontakt zu Reich und seinen Schülern eingestellt werden. „Harald Schjelderup, Ola Raknes und Nic Hoel wollten diese Forderung grundsätzlich nicht akzeptieren. Seit sie Reich in Berlin kennengelernt hatten, waren sie von seiner Idee der Bedeutung des Körpers für die Analyse fasziniert, und die Art und Weise, wie Reich behandelt wurde, empörte sie.“
Auch Nic Hoel verteidigte Reich auf dem Luzerner Kongress. Sie sprach auf dem Kongress direkt zu den Zuhörern. „Laut Nic Hoel waren die Argumente der IPV gegen Reich defensiv und alles andere als überzeugend: »Die Argumentation eines Teils des Vorstands bezog sich nicht darauf, dass Reich Kommunist oder ‚Häretiker‘ war, sondern darauf, dass er aus psychoanalytischem klinischem Material gesellschaftliche Schlüsse zog.«“ W. Reich war sehr zufrieden, dass ihn Schjelderup trotz anderer politischer Ansichten unterstützte – und zwar mehr als seine marxistischen Kollegen. Ein Vorgriff auf spätere Erfahrungen mit Marxisten, die ihn verrieten oder bekämpften. Schjelderups Unterstützung war auch im Gegensatz zu der der marxistischen Psychoanalytiker kein Lippenbekenntnis, sondern Ausdruck seiner Hochachtung vor Reichs wissenschaftlicher Arbeit.
Nach dem Luzerner Kongress zog Reich auf offizieller Einladung von Schjelderup im Oktober 1934 nach Norwegen.
Nilsen ist der Ansicht, dass Reich seine Experimente aufgrund derselben Einstellung wie Schjelderup durchführte: „Schjelderup und Reich teilten wichtige Ansichten: Beide waren skeptisch, was die neuen spekulativen Tendenzen der Psychoanalyse anbelangte, und beide fühlten sich dem Empirismus verpflichtet. Außerdem teilte Schjelderup die Ansicht, die Reich in der Diskussion über Laienanalyse vertreten hatte: Die Psychoanalyse sei eine klinische Spezialdisziplin und der Medizin zuzuordnen. (…)
Schjelderup nahm Reichs Charakteranalyse ebenso wie die folgenden Arbeiten, die in Richtung Vegetotherapie wiesen, zur Gänze an. Für ihn war Reich der wichtigste Pionier, wenn es darum ging, die Psychoanalyse zu einem stärker empirisch orientierten Fach zu machen, und er lobte Reichs Beitrag (…) öffentlich sowohl in wissenschaftlichen Vorträgen als auch bei internationalen Konferenzen.“
In einem Artikel von 1936 war Schjelderup war der Ansicht, „…dass Reichs neue Charakteranalysetechnik ein neues Zeitalter der Psychologie einläuten könnte:
»Es ist nicht länger der Traum, sondern das Verhalten, das den Königsweg, die Via Regia, zum Unbewußten darstellt. […] Ich verweise interessierte Leser auf Reichs Arbeiten Charakteranalyse und Psychischer Kontakt und vegetative Strömung. Meiner Meinung nach repräsentiert Reichs Charakteranalyse den wichtigsten Fortschritt in der Psychotherapie seit Freud.«
Aus diesem Artikel geht klar hervor, dass Reich von Schjelderup nicht etwa als freundliche Geste in politisch schwierigen Zeiten nach Norwegen eingeladen worden war.“
„Das widerspricht allen bisherigen Darstellungen der Geschichte der Psychoanalyse in Norwegen, die Schjelderup Skepsis gegenüber Reich in den Vordergrund gestellt hatten.“ Hier ist besonders R. Alnæs zu nennen, der häufig in deutschen Publikationen zum Thema zitiert wird.
Schjelderup hoffte mit Hilfe von Reichs Charakteranalyse den Brückenschlag zur „Mainstream-Psychologie in Form des Behaviorismus“ schlagen zu können und damit „einen Beitrag zur wissenschaftlichen Akzeptanz der Psychoanalyse“ zu leisten.
In Bezug auf Reichs „Forschungsprojekt“ zur „Erforschung vieler psychoanalytischer Grundsätze im Lichte anderer Wissenschaften wie der Physiologie und der Zellbiologie“ konstruiert Nilsen allerdings eine Chronologie der Ereignisse. „Reichs so genannte Bionen-Experimente und das später folgende Orgon-Konzept, das er in Oslo entwickelte, wurden zur damaligen Zeit von der Wissenschaft abgelehnt.“ Nebenbei sei festgestellt, dass die Psychoanalytiker zwar ständig behaupten, Reich hätte wissenschaftlichen Humbug betrieben, aber selbst sich nie die Mühe machen, dies auch wissenschaftlich zu belegen, mit der Begründung, Reichs Hypothesen und Experimente wären an sich unwissenschaftlich, so als wären die Psychoanalytiker an sich Experten in Physiologie oder Mikrobiologie.
Zwar ist es richtig, dass Reich schon in Norwegen eine Lebensenergie postulierte, aber die Orgon-Energie benannte er erst am Schluss seines Aufenthalts in Norwegen.
Trotz dieser Ablehnung führte „Reichs Einfluss (…) dazu, dass die norwegische Psychoanalyse die Standardtherapie um die Berücksichtigung von Körpersprache, Muskelspannungen, Gesichtsausdruck, Tonfall, Atmungsweise (…) anreicherte.“
Dann geht Nilsen auf Nic Waal näher ein. Er schreibt: „Sowohl Nic als auch Sigurd Hoel zählten während Wilhelm Reichs Aufenthalts in Norwegen zu seinen engsten Freunden und Kollegen.“ Zu den weiteren Freunden zählt Nilsen Arnulf Øverland, der „ein berühmter Autor, Dichter und Herausgeber [und] …neben Sigurd Hoel der wichtigste Exponent und Pionier des Freudianismus in der Literatur war; er stand Reich auch während dessen Aufenthalt in Oslo nahe. Das Gedicht »Du sollst nicht schlafen«, das erstmals in Wilhelm Reichs Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualtheorie erschien, beschreibt einen Traum und stellt Øverlands Treue zur Psychoanalyse von Anfang an unter Beweis. […]
Reich, der ob der mangelnden Ernsthaftigkeit der Norweger und ihrer Ignoranz gegenüber dem Extremismus und der Gefahr, die das Hitler-Regimedarstellte, tief verärgert war, ließ Øverlands Gedicht stolz auf der ersten Seite seines Journals abdrucken – ein Text, der mehr bewirkte als jeder Leitartikel.“
Hier ist anzumerken, dass Reichs Journal Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie (und nicht „Sexualtheorie“ wie Freuds Buch von 1905) hieß.
Bevor Reich Norwegen verließ, kam es zu schweren Spannungen zwischen ihm und Schjelderup. Wahrscheinlich Ende September 1939 schrieb er einen Brief an Schjelderup, „…in dem er ihm mitteilte, dass es Schjelderup nicht länger erlaubt sei, die Begriffe »Charakteranalyse« oder »Vegetotherapie« zu verwenden, da diese seine, Reichs, Erfindungen seien und nur in Zusammenarbeit mit ihm angewendet werden dürften. Reichs bitterer Tonfall war Ausdruck seines Gefühls, von Schjelderup verraten worden zu sein, doch Schjelderup war seinerseits ebenso frustriert von der Art und Weise…“, wie Reich seine Reputation und die der Psychoanalyse durch seine Öffentlichkeitsarbeit geschadet hatte. Schjelderup sah sich gezwungen, wegen Reichs schlechtem Ruf sich von ihm in der Öffentlichkeit zu distanzieren. 1940 veröffentlichte er ein Buch Neurosen und der neurotische Charakter mit Angriffen auf „… den Reichschen Sexualismus und seine Überzeugung, eine befreite Sexualität sei das Allheilmittel gegen sämtliche Neurosen.“ Um sich in der Öffentlichkeit von Reich reinzuwaschen, unterstellte er ihm Positionen, die er gar nicht vertrat, während er therapeutisch weiter mit Reichs Charakteranalyse arbeitete. Während Hoel ihm von der Veröffentlichung während und wegen der deutschen Besetzung abriet, auch weil die darin Kritisierten sich nicht mehr dazu äußern konnten, weil sie auf der Flucht waren, wurde Schjelderup vom prodeutschen Hitleranhänger Klaus Hansen ermuntert, das Buch zu veröffentlichen – was dann auch geschah. Hoel brach daraufhin die Beziehung zu Schjelderup ab, der allerdings in einer Widerstandsgruppe an der Universität mitmachte. Am 15. Oktober 1943 kam er deswegen in ein Konzentrationslager in der Nähe zu Oslo, was er knapp überlebte.
Ein weiterer Anhänger Reichs war Nina Hasvold. Sie stammte ursprünglich aus St. Petersburg, war Kindergärtnerin und ließ sich psychoanalytisch ausbilden. Sie besuchte Reichs Seminare in Berlin und zog 1936 nach Norwegen. Dort bekam sie eine zweijährige Charakteranalyse durch Nic Waal. Sie leitete ein Kinderheim für jüdische Flüchtlingskinder, manche kamen aus kommunistischen Familien. Nach der deutschen Besatzung rettete sie die Kinder in einer verwegenen Flucht nach Schweden.
Ob Hasvold in der ZPPS mitschrieb, wäre m. E. noch zu klären. Ebenso ist ungeklärt, ob Reich bei der Rettung der Kinder aus Deutschland 1938 mitwirkte.
Interessant ist ebenso, dass Trygve Braatøy, Ola Raknes und Sigurd Hoel nach Schweden flüchteten.
Nach dem Krieg verhinderte der ehemalige Einfluss Reichs den Anschluss der Norweger an die IPV. Erst nach dem Tod von Schjelderup 1975 wurde die norwegische Vereinigung in die IPV aufgenommen.
Diskussionsforum 2011: eine Nachlese (Teil 1)
30. August 2015Am 13. März 2011 wurde auf BBC Radio 3 folgende Sendung über Reich gebracht:
http://www.bbc.co.uk/programmes/b00zddlm
Außerdem verwies ich auf den „orgonomischen“ Regisseur Jon East, der ein vierteiliges Drama über Summerhill gedreht hat, die man hier sehen kann:
https://vimeo.com/channels/194093
Robert machte auf zwei Nachrufe, einer zu Alexander Lowen von David Boadella, einer zu Eva Reich von ihrer Tochter Renata aufmerksam:
http://www.traumaheilung.ch/Literatur/literatur.html
Darauf merkte ich an, daß Boadella ein schlimmer Wirrkopf war. Zitat Boadella: „Wohingegen die späten Vegetotherapeuten den Charakter vernachlässigten, hat Lowen die ‚somatische‘ Analyse in seinen therapeutischen Ansatz zurückgebracht. Lowen glaubte sehr an den Wert der emotionalen Katharsis, die Entladung von starken Energien der muskulären Panzerung.“ (sic!)
Des weiteren verwies Robert auf folgendes „ohne Kommentar“: Reichian Growth Work. Melting the Blocks to Life and Love
http://homepage.ntlworld.com/n.totton/reichintro.htm
O. wies auf Wilhelm Reich, das Schreiben, meine Neurose und ich von Jan Decker hin, der wie folgt anfängt:
Das Schreiben entspringt einem neurotischen Bedürfnis, daran besteht gar kein Zweifel. Wer völlig ausgeglichen durch die Welt geht − und das ist doch ein wünschenswerter Zustand − wird nicht zu Papier und Feder greifen, um seine inneren Konflikte auszugleichen. Daß Schreiben heute im Kontext einer für neurotische Zustände anfälligen Gesellschaft stattfindet, macht das Schreibbedürfnis nicht schlechter oder besser. Es richtet sich nicht primär nach der jeweiligen Gesellschaft, in der es stattfindet, eher sucht es in jeder Gesellschaft seine eigenen kanalisierten Wege. Einen Roman der Finanzkrise wird es solange nicht geben, bis ein Schriftsteller sich an diesem Stoff entzündet − und das ist keine Frage der Wahrscheinlichkeit, sondern eher der Unwahrscheinlichkeit.
Klicke, um auf jan-decker-wilhelm-reich-das-schreiben-meine-neurose-und-ich.pdf zuzugreifen
Dazu Peters Kommentar 2015: Diese Leute mögen sich noch so sehr auf Reich berufen, letztendlich sind es doch Freudianer. Alles wird bei ihnen zu einer Kompensation, Reaktionsbildung, Sublimierung, Ersatzhandlung, d.h. Ausdruck der Panzerung. Beispielsweise das Schreiben ist nie einfach nur Ausdruck der Lebensenergie. Offenbar ist für sie der ungepanzerte Mensch nur ein sich lustvoll räkelndes Tier. Das ist die Freudsche unversöhnliche Trennung von Kultur und Natur in einem anderen Gewande.
Robert machte auf folgende Quelle von pdf-Dateien von Reichs Arbeiten aufmerksam:
http://ebookbrowse.com/search/wilhelm-reich
Ich auf das Archiv von Aurora Karrer:
Robert zitierte auch Joseph Wortis: Meine Analyse bei Freud, Verlag Integrative Psychiatrie, Innsbruck, Wien 1994:
14. Dezember 1934: [Joseph Wortis] „Von dem, was ich beobachtet habe“, sagte ich, „scheinen es genau die Menschen zu sein, die ihren Trieben freien Lauf lassen, die dann am freundlichsten und am besten gelaunt sind. Diejenigen, die sich zuviel einschränken, werden mürrisch und verbittert; mir scheint, die unglücklichen Leute sind die gefährlichsten.“
[Sigmund Freud] „Eine berechtigte Behauptung“, erwiderte Freud. „Das ist auch wahr. Es hängt vom Grad und der Qualität ab. Alles mit Maß. Das haben sie offensichtlich auch in Rußland entdeckt. Zuerst wurde alles frei und hemmungslos, aber dann stellte sich heraus, daß es nicht funktionierte. Ein Analytiker namens Wilhelm Reich ging nach Rußland, unterrichtete dort und erzählte soviel von Promiskuität, daß sie ihn schließlich aufforderten zu gehen“. (p. 101)
31. Januar 1935: [Sigmund Freud] „Der kommunistische Preis für intellektuelle Freiheit ist zu hoch. Kommunismus bedeutet intellektuelle Diktatur, und er ist nicht mit der Psychoanalyse vereinbar, weil er zu dogmatisch ist. Reich, ein talentierter Psychoanalytiker, muß wahrscheinlich die psychoanalytische Bewegung verlassen, weil er Kommunist wurde und seine Ansichten änderte. Er glaubt beispielsweise, daß der Aggressionstrieb und die sexuellen Probleme Produkte des Klassenkampfes sind anstatt angeborene biologische Triebe”. (p. 156)
Robert kommentierte: Zu Freuds Bemerkung ist anzumerken, daß Reich zu dieser Zeit auf Wunsch Freuds schon ein Jahr vorher aus der I.P.Vereinigung ausgeschlossen worden war. Womöglich hoffte er, Reich würde seine ‘Fehler’ einsehen und wieder zurück zur Psychoanalyse kommen.
Peter ergänzt 2015, daß Reich am 17. Februar 1955 an Neill über Wortis‘ Fragments of an Analysis with Freud schrieb: „Er ist ein geschickt manipulierter Helfershelfe der amerikanischen rotfaschistischen Verschwörer. Ich glaube nicht, daß Freud jemals so etwas zu ihm gesagt hat. Das Zeugs wurde von Moskauer Gangstern, die mich fürchten, in seinen Text geschleust.“
Robert: Aus der Reihe „Ehemalige Schüler und Studenten Reichs“: Zitat aus dem Buch: Friedrich Stadler (Hg.): Vertriebene Vernunft I. Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft 1930-1940. Reihe: Emigration – Exil – Kontinuität. Schriften zur zeitgeschichtlichen Kultur- und Wissenschaftsforschung, Bd. 1, 2. Auflage, 2004:
Stella Klein-Löw, geb. Herzig, wurde 1904 in Przemysl in Galizien geboren. Sie studierte klassische und moderne Philologie und Psychologie an der Universität Wien. Zu ihren Lehrern zählten Karl und Charlotte Bühler und Wilhelm Reich. Sie war Mitglied des Verbandes der sozialistischen Studenten und ab 1922 auch Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Von 1933 bis 1939 unterrichtete sie an einem jüdischen Privatgymnasium mit Öffentlichkeitsrecht. Als Jüdin und Sozialistin hatte sie keine Chancen auf eine andere Stelle. 1939 erhielt sie eine Einreisebewilligung als Hausgehilfin nach Großbritannien […]
Ich habe von James DeMeos Orgone Biophysical Research Laboratory verlinkt:
1.) Experimental Confirmation of the Reich Orgone Accumulator Thermal Anomaly. Subtle Energies, Vol. 20, No. 3, pp. 17-32
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Abstract: Experimentelle Untersuchungen wurden vom Autor durchgeführt hinsichtlich der thermische Anomalie (To-T) innerhalb des Orgonenergie-Akkumulators (ORAC). Ein Phänomen, das zunächst von Dr. Wilhelm Reich beobachtet wurde, der das ORAC-Gerät erfunden hat. Diese thermische Anomalie entsteht, Reichs Theorie zufolge, durch das dünne, sich pulsierend bewegende Orgonenergie-Kontinuum, das innerhalb der ORAC konzentriert ist und durch Reibung eine thermische Erwärmung der Luft erzeugt. Die experimentellen Beweise, die hinter Reichs Theorie und Behauptungen stehen, werden behandelt und auf ähnliche Konzepte in den modernen Wissenschaften verwiesen. Die Orgonenergie entspricht in vieler Hinsicht dem älteren kosmischen Lichtäther, da es den gesamten Raum erfüllt, es erfüllt aber auch die Rolle einer atmosphärischen-biologische Lebensenergie, da sie pulsiert und erregbar ist und lebendes Gewebe auflädt. Im To-T-Experiment wurde die Lufttemperatur im oberen Teil eines 10 cm großen kubischen ORAC gemessen und mit der Temperatur innerhalb einer thermisch ausgewogen aber nicht orgon-ansammelden Kontrolle verglichen, gemäß den Protokollen Reichs. Außerordentliche Mühen wurden bei der Konstruktion des Gerätes und bei Kontrollverfahren aufgewandt, mit einer Instrumentierung, die bis auf ~0.002 °C kalibriert wurde. Das Experiment wurde in einem gut belüfteten, aber völlig abgeschatteten im Freien stehenden thermischen Unterstand vorgenommen, der speziell für die Auswertungen konstruiert wurde. Unter optimalen Bedingungen für das Funktionieren des ORAC (d.h. niedrige Luftfeuchtigkeit, schwacher oder kein Wind, klarer Himmel) wurde eine zyklische positive thermische Anomalie systematisch festgestellt, mit einem Durchschnitt von +0,13 °C Unterschied in zwei 10-Tage dauernden experimentellen Läufen, die hier vorgestellt werden mit Maxima von täglich etwa +0,5° C wärmer als die Kontrolle und Minima bei etwa –0.1 °C. Die Experimente bestätigten Reichs Behauptungen von einer leichten spontanen Erwärmung innerhalb des ORAC, der keine bekannte Energiequelle hat, wenn man von klassischen auf dem „leeren Raum“ beruhenden Bewertungsmaßstäben ausgeht.
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2.) Following the Red Thread of Wilhelm Reich: A Personal Adventure. Edge Science 5, October-December 2010, p. 11-16.
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Ich las Dr. Wilhelm Reichs Buch Ausgewählte Schriften, als ich noch ein Bachelor-Student war, und fand es spannend und atemberaubend. Ich konnte es kaum weglegen. Das Buch skizziert eine ganze Reihe von neuen Entdeckungen, von der Biologie der Sexualität bis hin zu Emotionen und Krebs und somit zur Biophysik, atmosphärische Wissenschaft und Kosmologie. Mit Erstaunen erfuhr ich, daß seine Bücher verboten und verbrannt worden waren, zuerst in Europa, dann später durch die US Food and Drug Administration, die auch Reichs Tod im Gefängnis bewerkstelligt hat. Dies verstärkte nur meine Neugier. Nur Wissenschaftler von historischer Bedeutung erlitten solch ein Schicksal. Seine Wissenschaft von der Lebensenergie, die er als Orgonomie bezeichnete – nach der Orgonenergie, die er entdeckt hatte – bot derartig viele hoffnungsvolle Entwicklungen für eine leidende Menschheit. Ich konnte nicht einfach ruhegeben, ohne zu wissen, ob es wahr war oder nicht. Und so folgte ich dem roten Faden, den Reich wie im Mythos von Ariadne im Labyrinth hinterlassen hatte, wohin er auch führen würde. …
Im Diskussionsforum wurde auch die „offizielle Stellungnahme der Wilhelm Reich Gesellschaft vom 30.4.1995“ erneut diskutiert. Sie lautete:
Die WRG maßt sich weder eine Alleininterpretationsherrschaft zu den Forschungen und Arbeiten von Wilhelm Reich an, noch wird sie sich gegen wissenschaftlich notwendige Korrekturen stellen … Wir interpretieren den Orgonbegriff Reichs als universelles Lebens- und Liebesprinzip … Während Reichs Erkenntnisse auf biologischen, medizinischen und therapeutischen Gebiet eine zunehmende Evidenz und Bedeutung zukommt, sind Reichs quantitative Formeln als physikalische Definitionen nicht haltbar. Die Begriffe Orgonspannung und Orgonenergie bedürfen einer Korrektur und Neudefinition.
Dazu O.: Eine solche Aussage der WRG wurde meines Wissens nicht zurückgenommen und zeigt eine, wie ich meine, bedenkliche Grundhaltung der WR-Szene. Damit ist das Orgon sicher nicht abgeschafft worden, doch die physikalische Existenz einer Orgonenergie wird hier von der WRG bestritten, ohne eigene Experimente durchgeführt zu haben (…).
Peter kommentierte: Ein vages „Lebensprinzip“ wurde von allen möglichen Leuten „anerkannt“ und auch „genutzt“. Das reicht von „Tantrikern“, über „Shaolin-Mönche“ bis hin zum „Ahnenerbe der SS“. Das besondere an der Entdeckung des Orgons ist seine Greifbarkeit, seine „Unmittelbarkeit“ – sie zwingt den Körper mitzuschwingen, mitzupulsieren, sich hinzugeben. Die besagten „Leute“ hingegen, halten die Lebensenergie sozusagen auf Distanz und reduzieren sie auf möglichst statische Teilfunktionen, etwa „Erstrahlung“. Der Unterschied wird insbesondere am okularen Segment deutlich: während die besagten „Leute“ typischerweise einen verschleierten Blick haben und in einer „zweidimensionalen“, „flachen“ Welt leben, weitet sich bei korrekt durchgeführter Orgontherapie parallel zum wachsenden Kontakt mit der organismischen Orgonenergie und aufkommenden Strömungsempfindungen das okulare Segment und man beginnt genuin dreidimensional zu sehen.
Peter schrieb damals im Diskussionsforum: Neulich habe ich buchstäblich mit offenem Mund vor dem PC gesessen, als ich das von Dorothea Fuckert las – die Quelle ist heute, 2015, aus dem Netz verschwunden:
Heilung ist Entfaltung unserer vielschichtigen Gesamtheit und göttlichen Natur. Denn hinter den Körpersymptomen, emotionalen Beschwerden und negativen Gedanken schlummert ein riesiges Potential, das auf seine Entfaltung wartet. Dies ist als Evolutionsweg im menschlichen Bewußtsein angelegt. Es ist die Göttlichkeit in jedem Einzelnen, denn wurden wir nicht nach göttlichem Ebenbild erschaffen? Diese Annahme wird dadurch belegt, daß wir bisher nur 15% unserer Gehirnfunktionen kennen und nutzen. Das heißt, unser IQ liegt bei 15%, und unser begrenzter Verstand kann noch nicht erfassen, was 100% bedeuten würde. Diese Tatsache ist kein bedeutungsloser Zufall der Natur, sondern besagt, daß noch 85% zu erkennen und zu entwickeln sind. Wo liegt dieses Potential, wie sieht es aus und welches sind die Schlüssel, um es zu erschließen? In unseren 7 feinstofflichen Hauptchakras (Energietransformatoren) sind jeweils 12 unterschiedliche Ressourcen, Qualitäten und Energien eingebettet und warten auf ihre vollständige Aktivierung. Diese 84 Ressourcen können aus den energetischen Verdichtungen der entsprechenden Körperbereiche gelöst und als göttliche Qualitäten gelebt werden. Das letztendliche Ziel dieses Entwicklungsweges ist Liebe als die universale Schöpfungs- und Heilungskraft. Das Seminar bietet gleichzeitig einen Überblick an über die Ausbildung „Chakra-Heilung und Einweihungsweg nach St. Germain“
Ja wirklich: der Graf von Saint Germain! Auf den Unsinn mit den „Gehirnfunktionen“ will ich gar nicht erst eingehen. https://de.wikipedia.org/wiki/Zehn-Prozent-Mythos
O.: Fuckerts rechtfertigen ihren Esoteriktrip wie folgt: ” …Unsere Behandlungsangebote entwickelten sich mit unserer eigenen Entwicklung. Nicht zuletzt wäre auch Reich nicht auf dem damaligen Stand stehen geblieben, sondern hätte ganz sicher seine energetische Forschung und Therapiemethode weiterentwickelt. Er gelangte in den letzten Jahren vor seinem Tod in spirituelle, kosmische Bereiche und wäre wohl dort auch weitergegangen.” http://www.fuckert.de/wilhelm-reich-institut/uber-unser-institut
Warum dann noch mal auf Reich sich beziehen? Fällt der Abschied so schwer? Hr. Dr. Fuckert tritt aus dem Schatten seiner Frau und gibt sich die Ehre mit der Mischung Homöopathie und Reich. Ich hoffe er versteht wenigstens von einer Sache etwas und kann es auch verständlich erklären, ansonsten bleibt es bei einer geschüttelten homöopathischen Dosis über Reich. Es ist völlig unverständlich, warum nach dem Achtziger Artikel über die Wundheilungen, nichts mehr wesentliches folgte. (s. Müschenich & Gebauer 1986) Die Fuckerts wollen nun – so angekündigt, die „Reichsche Forschung“ verlassen. – Thanks for leaving this Sector!
Peter 2015: Zu Homöopathie und Orgonomie siehe meinen Beitrag Buchbesprechung: LEBENSKRAFT UND KRANKHEITSDYNAMIK von Manfred Fuckert .
Peter: Sie ist Mitglied beim Institute for Orgonomic Science (IOS) und veröffentlicht in deren Annals. Dazu mein folgender Eintrag 2011: Herskowitz war, als letzter Schüler Reichs, diesem bis zu seinem Tod treu. Danach ist er (neben Duval) der einzige amerikanische Orgonom der alten Garde gewesen, der Baker treu geblieben ist. Nach dessen Tod wechselte er zum IOS, das zuvor einige Orgonomen (darunter Bakers Sohn) gegründet hatten, weil sie glaubten, daß mit Baker das passiert sei, was allen alten Leuten früher oder später widerfährt: als erstes geht die Urteilskraft flöten. Ob das bei Baker der Fall war, ist fraglich. (Es ging darum, ob man Millionen in eine Zentrale im ultrateuren, aber prestigeträchtigen Princeton stecken sollte. Um irgendwelche theoretischen Fragen ging es – jedenfalls zunächst – nicht.) Ich fürchte jedoch, daß das mit dem Verlust der Urteilskraft auf Herskowitz definitiv zutrifft. Es gibt aber m.W. nicht auch nur den kleinsten Hinweis darauf, daß Herskowitz zum Mystiker geworden wäre oder sonst irgendwas vertreten würde, was… ähhhh – daneben ist.
Robert passend zum Thema: Es wird langsam immer wahnsinniger:
http://www.orgoniseafrica.com/
In Indien nennt man es Prana, in China Chi, in der westlichen Welt beschäftigte sich die Physik bis Anfang des vorigen Jahrhunderts mit dem so genannten Äther-Medium und Wilhelm Reich prägte schließlich den Begriff des Orgon. Gemeint ist immer ein sehr ähnliches Konzept einer universellen Lebensenergie, die alles durchdringt und aus der alles in gewisser Weise bestehen soll. Gast der Sendung ist der in Südafrika lebende Deutsche Georg Ritschl, der im Rahmen des Projekts „Orgonise Africa“ seit dem Jahr 2002 praktische Ansätze zur Energetisierung der Umwelt verfolgt und bereits ca. 20 000 kleinere Orgon-Akkumulatoren, sowie ca. 60 Orgonit-Cloudbuster in Süd- und Ostafrika installiert hat.
http://cropfm.at/mp3/sendung_orgonise.mp3
O. verwies auf:
[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=S1hpmqB9KGE%5D
und ich verwies auf:
[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=FzWOwwNX6Rk%5D
Und dann ist da natürlich Steven Katz, zu dessen Helden, seiner Face Book-Seite zufolge, u.a. Reagan und Che Guevara gehören. Er hatte 2011 das Buch Wilhelm Reich – Liberation Theologian of Cosmic Energy veröffentlicht. http://skatz.magcloud.com/
Diese Arbeit untersucht die spirituellen Implikationen der letzten Jahre des Erfinders, Wissenschaftlers und Philosophen, Dr. Wilhelm Reich. Neue Fakten werden über Dr. Reichs UFO-Kontakte und seine Entdeckung eines metaphysischen Portals während des Oranur-Experiments enthüllt. Dies sind die geheimen und unterdrückten Beweise für Reichs Durchbruch in das Okkulte.
Peter 2011: Das Buch enthält beispielsweise Angriffe auf Elsworth Baker und Paul Mathews. Und so einen „mystisch-kommunistischen“ schizophrenen Schrott wie: „Insbesondere verglich sich Reich mit Martin Luther, als er sich dem abgekarteten Spiel der kapitalistischen Justiz entgegenstellte, der er ausgesetzt war wegen dem Versand von Orgonenergie-Akkumulatoren über inneramerikanische Staatsgrenzen hinweg (um den Organismus mit revolutionärer Energie biologisch aufzuladen).” Mein Gott, das ist ja schlimmer als das Buch über das „Orgasmotron“ von Christopher Turner! Nur ein weiteres Beispiel: “Eden, Jerome, Planet in Trouble. The UFO Assault On Earth (Careywood, ID, Jerome Eden Co., 1973) (Diese Arbeit beschreibt feindliche Formen von UFOs. Diese Raumschiffe stehen im Bündnis mit den Kapitalisten, um die Bevölkerung in Angst zu versetzen und zu verhindern, daß Menschen Kontakt mit den kommunistischen extraterrestrischen Raumschiffen aufzunehmen.)” sic!
Klaus ergänzt Diskussionsforum 2010: eine Nachlese (Teil 3): Habe nun dieses ‘Rotorgon’ gebaut (wie schlecht auch immer): Scheint sich nur zu bewegen, wenn es oben und an der offenen Seite nicht abgedeckt ist – spricht dafür, daß da nur Luftbewegungen am Werk sind. Wie schade.
[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=DhDBdIwGU3U%5D
Martin (Regensburg) merkt an:
Man sollte keinesfalls glauben, daß die Wissenschaft per se eine honorige Angelegenheit ist. Auch in dieser Sparte wird oft mehr vertuscht als aufgeklärt; das Interesse der Macht gebietet sogar kategorisch, dem Volk zuviel wissen zu lassen.
Im 19.Jahrhundert wurde von Gauß und seinen Schülern in Göttingen die moderne Physik revolutioniert durch geniale Versuche. Der Arzt und Mathematiker Helmholtz wurde als Gegenpol in Berlin installiert und massiv gefördert. Auf diese Weise wurden die stringenten praktischen Untersuchungen der Göppinger durch mathematisch-metaphysische Konstrukte ersetzt. Man wird eines Tages einsehen müssen, daß der Stillstand in der Physik mit Einstein zementiert wurde. Seither gibt es keine vorurteilsfreie Forschung mehr, Urknall und E = mc² verhindern die freie Sicht.
Ein genialer Schüler von Gauß, sein Nachfolger Weber, fuhr kurz nach Faradays Tod nach London, um dessen hinterlassene Aufzeichnungen durchzusehen. Enttäuscht fuhr er zurück, denn es war fast alles auf mysteriöse Weise verschwunden. Natürlich werden diese Zusammenhänge von den Physikern bestritten, aber leider ist nichts schwerer aus den Köpfen zu bekommen, wie ein über lange Jahre angelerntes Vorurteil. Was würde geschehen, falls tatsächlich ein genialer Kopf den „Äther“ als Energiequelle anzapfen könnte? Über Nacht verlören die Mächtigen ihre Macht, weil jeder Bürger von den ihn versklavenden Energielieferungen frei wäre. Der Tod von Reich im Gefängnis wird unaufgeklärt bleiben und seine Aufzeichnungen aus dieser Zeit sind verschwunden.
Peter 2015: Nun ja, der deutlich vorgealterte Reich war zweifellos seit mindestens Anfang der 1950er Jahre schwer herzkrank. Selbst wenn er sich hätte konventionell behandeln lassen, konnte man solchen Patienten zur damaligen Zeit kaum helfen. Seine letzten Manuskripte sind tatsächlich verschwunden. Ob sie mehr enthalten haben als Contact with Space?
James DeMeos Buch über den Orgonenergie-Akkumulator ziert ein bemerkenswertes Photo, das ein blaues orgonotisches Erstrahlungsfeld um den Körper eines Astronauten zeigt, der auf dem Mond, d.h. im Vakuum steht. Dazu merkte O. an: „DeMeo behauptet das originale Bild der Nasa auf dem Mond habe ein blaues Leuchten um den Anzug des Astronauten gehabt. Nimmt man jedoch an, daß die Mondlandung nirgendwo anders als in einem Londoner Studio stattgefunden hat, wie hat DeMeo dann das orgotische Leuchten des Astronauten aufs Bild bekommen und was beweist es dann?“
Ich verwies auf DeMeos http://www.orgonelab.org/astronautblues.htm, worauf O. anwortete:
Das sind schöne „Mondbilder“ auf DeMeos Seite. Ratzfatz läuft man da zum Rand des Mondes. Wenn man das Leuchtphänomen mal außen vor läßt, gibt’s ja noch die auf dem Mond aufgestellten Scheinwerfer … interessant wäre die Spiegelung im Visier des Mannes zu vergrößern … ich stelle mal die Hypothese auf, daß das Gerät auf dem Mond in keinem Kindergarten einen TÜV kriegen würde.
Peter 2015: Das zeigt, wie zerstörerisch Verschwörungstheorien sind: sie sorgen für Verwirrung, bringen den arbeitsdemokratischen Prozeß durcheinander und binden Energie im Gehirn. Hier wird von O. (ernsthaft?) darauf angespielt, ausgerechnet Stanley Kubrick, der vor McCarthy aus den USA geflohen war, mit dem Equipment von 2001 der NASA ausgeholfen hätte… Alle „Argumente“ dieser Verschwörungstheorie zeugen von einer naturwissenschaftlichen Naivität, die einfach nur peinlich ist. Beispiele: Zweifellos waren die Astronauten einer ungeheuren Strahlenbelastung ausgesetzt, als sie den Van-Allen-Gürtel durchflogen, aber sie war für diese relativ kurze Zeit vertretbar. Die Mondoberfläche reflektiert die Sonneneinstrahlung außergewöhnlich gut, wie jeder weiß, der bei Vollmond schon mal die Zeitung gelesen hat. Wer also glaubt, die „ausgeleuchteten“ Schatten auf den Photos vom Mond wiesen auf Studioscheinwerfer hin… Ja, in der Sonne ist es auf dem Mond unvorstellbar heiß, aber das bedeutet nicht, daß die Astronauten mit ihren Anzügen in einen Hochofen hineinspazieren hätten können, denn es handelt sich auf dem Mond um ein Hochvakuum. Schon mal eine moderne „Vakuum-Thermosflasche“ angefaßt, in der kochendheißer Kaffee ist? Und so in allem. Verschwörungstheoretiker sind meist von einer naturwissenschaftlichen Ahnungslosigkeit gezeichnet, die atemberaubend ist. Das gilt auch für „Experten“, etwa Photographen, die sich allen Ernstes fragen, wie denn die empfindlichen Filmrollen auf dem Mond eine Hitze überstanden hätten, die instantan Blei zum Schmelzen bringen würde. Seufz… Und so bei fast allen Verschwörungstheorien: als würde man mit Kleinkindern diskutieren!
Klaus warf ein: „wie hat DeMeo dann das orgonotische Leuchten des Astronauten aufs Bild bekommen und was beweist es dann?” Leute, was soll es denn beweisen?! So ratzfatz geht das mit dem Beweisen (und Beweisen wovon?) nicht. Man kann einen Hinweis darin sehen und ihm nachgehen. Beweisen kann man dann ALLENFALLS Hypothesen, die ausreichend klar formuliert werden müssen. Ich sehe nachts um jede Straßenlaterne ähnliche „Strahlenkränze“. Spannender sind z.B. Erscheinungen, die man mit einer Lupe vergrößern kann, wie es nach Meinung einiger ja z. B. bei den von Anaxagoras „Tilai“ genannten „Sonnenstäubchen“ der Fall ist (mir ist es noch nicht gelungen). Vgl.
Sonnenstäubchen paart mit Sonnenstäubchen
Sich in trauter Harmonie,
Sphären ineinander lenkt die Liebe,
Weltsysteme dauren nur durch sie.
(Schiller, Phantasie an Laura)
und Monets klare Darstellung des Phänomens auf einem Bild (v.a. Himmel):
Diskussionsforum 2010: eine Nachlese (Teil 2)
5. Juni 2015Futjah wendet sich Anfang September 2010 direkt an mich, PN:
Deine Grundeinstellung wirkt auf mich sehr feindselig und VERurteilend.
Ich habe nichts gegen BEurteilungen, aber deine Abfälligkeit ist sehr auffällig.
Versteh mich nicht falsch, dafür möchte ich dich nicht verurteilen, finde es eher unheimlich verständlich, nur wenig hilfreich und damit unlebendig. Damit tust du dir selbst keinen Gefallen!
Ich hoffe du nimmst meine Kritik auf und verstehst, daß ich mich mit dir, dem „breitbeinig dastehenden Araber“ und allen anderen Menschen auf Augenhöhe fühle und ihnen nicht mehr ihre „Schwächen“ vorwerfe, die hat nämlich jeder auf seine Weise.
Botschaft Reichs ist für mich, daß jeder Mensch im Grunde gut bzw. lebendig ist. Was nicht bedeutet, daß ich mein Leben in die Hände anderer legen möchte und ihnen keine Grenzen bzgl. meiner Selbst aufzeigen werde.
Doch i.d.R. nicht ohne Verständnis für den anderen. Werte ich ihn ab, weil er angelblich mehr DOR und weniger Orgon ausstrahlt o.ä., so bin ich mehr „DOR-Verseucht“ als ich mir eingestehen möchte.
Ich hoffe bei dir ist nicht Orgon sowas wie Arier und DOR sowas wie Juden! Das Spiel hatten wir schon, bitte nicht nochmal! Auch wenn die Gefahr sehr groß ist wie man immer wieder mal sieht…
Klingt gut, worum es aber wirklich geht, scheint deutlich durch: die Angst davor, daß es mit dem „Gutsein“ des Menschen nicht sehr weit trägt und daß dies alptraumhafte Konsequenzen hat. „Reichianer“, größtenteils liberale Charaktere ohne jede Tiefe, können meist nicht begreifen, daß Christusmord eine Wasserscheide in Reichs Werk darstellt und Blütenträume über das Gute im Menschen, das man nur freilegen müsse, passé sind – das Böse real ist, keine bloße Oberflächenerscheinung. Ich verweise beispielsweise auf den Blogeintrag Verfilmungen von Reichs Buch CHRISTUSMORD.
Und was die abfällige Art von PN betrifft… Karl Klein wendet sich ebenfalls an mich:
Was die orgonomische Qualität ihrer Nachrichtenbriefe betrifft, möchte ich nur an einen Nachrichtenbrief erinnern, in dem sie ihre „Gegner“, hier Linke, ganz allgemein als „Kinderficker“ beschimpfen.
Ich antwortete damals: „Welchen? Wohl https://nachrichtenbrief.wordpress.com/2015/05/13/kommunarden%C2%A0kinderficker/ Ich hätte noch ganz anders argumentieren können, insbesondere auf die Anfänge der GRÜNEN verweisen können.“
Was mich wirklich unermeßlich ankotzt, ist die Arroganz der Grünen: daß ausgerechnet dieses DRECKSPACK, diese schmierigen Sexkunde-Onkel und -Tanten, es wagt, die Katholische Kirche wegen deren Vergehen an Kindern anzuklagen. Und so in allem: daß diese „Israelkritiker“ überall „Nazis“ sehen, diese Vogelschredder („Windkraftanlagen“) es wagen, den Begriff „Umweltschutz“ in den Mund zu nehmen. Eine Partei, deren Klientel überwiegend von Steuergeldern lebt, „Ausbeutung“ anklagt. Leute, die „Bürgerrechte“ einklagen, aber gleichzeitig einen bürokratischen und Meinungsterror aufgebaut haben, der seinesgleichen sucht… Diese Pfaffen der Political Correctness hatten uns freie Rede versprochen. Niemand spielt virtuoser auf der Klaviatur der Schuldgefühle, denn die grünen ARSCHLÖCHER! Schluß, ich muß auf meine Herzgesundheit achtgeben.
Mal etwas Grundsätzliches über bestimmte Herrschaften: Jene, die sich in der Partei Die Grünen, im Umfeld der TAZ und nicht zuletzt im Reichianismus zusammengefunden haben, sind Menschen, die alles zerstören, mit dem sie in Kontakt kommen. In der DDR wurden die „Petra Kellys“ von der Stasi erbarmungslos verfolgt, während die Kommunisten freudig zuschauten, wie sie die westlichen Gesellschaften mit immer neuen Absurditäten unterminierten. Wären die Russen zum Atlantik durchmarschiert, wären „Die Grünen“ die ersten gewesen, die man an die Wand gestellt hätte. In dieser Hinsicht kann man von den Kommunisten nur lernen! Wenn die Orgonomie überleben soll, muß man diese Leute durch ständige Provokationen draußen halten. Es sind Zecken, nichts weiter als Zecken. Verpißt euch! Meinetwegen gendergerecht. Aber verpißt euch!
Robert zitiert folgende Stelle, die er hier gefunden hat:
An diesem Punkt möchte ich auf Deleuze und Guattari zu sprechen kommen. Im Anti-Ödipus schreiben sie an einer Stelle, die mir zentral erscheint: „So bleibt die grundlegende Frage der politischen Philosophie immer noch jene, die Spinoza zu stellen wußte und die Reich wieder entdeckt hat. Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil? Was veranlaßt einen zu schreien: ‚Noch mehr Steuern, noch weniger Brot‘?” Das ist eine sehr aktuelle Erscheinungsform von Askese, sie paart sich mit dem neuen, nicht-asketischen Gestus der Eliten.
Braungebrannte Sportwagenfahrer treten derzeit als politische Führer auf, die den Massen signalisieren, daß sie jetzt um ihre soziale Absicherung gebracht werden. Oder sie kündigen der Bevölkerung, wie der gegenwärtige Finanzminister es genannt hat, einen „Verlust von Annehmlichkeiten“ an. Wenn die Massen daraufhin nicht sagen, „Na gut, das müssen wir einsehen“, sondern statt dessen sogar noch rufen, „Hurra, endlich wird das Sozialsystem, werden die Gewerkschaften zerstört, die uns vor dem amoklaufenden internationalen Kapital vielleicht noch hätten schützen können“, dann zeigt sich hier ein offen einbekannter Hedonismus der politischen Führer mit einem eigenartigen asketischen Geist auf Seiten der Massen gepaart: Was der Führer an Nicht-Askese verkörpert, das verkörpern die Massen nun als asketische Haltung.
PN sagt dazu: So wird Reich für den Sozialismus dienstbar gemacht. Die Massen, die schließlich die Arbeitsdemokratie tragen, werden wie Kinder betrachtet, die geschützt werden müssen. (Bezeichnenderweise immer vor „denen da oben“, aber nie von „denen da unten“!)
Robert an anderer Stelle:
Reich in den Fängen der Stalinisten
In der Yale Universität existiert ein Dokument aus der Sowjetunion von 1936, bei der die meistgesuchten Trotzkisten aufgeführt werden. Folgender Eintrag ist dort zu finden:
10) OTTO KNOBEL (OTTO BRANT) [xxv] – ein ehemaliger Mitarbeiter des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands, der beim Internationalen Jugendverlag in Deutschland gearbeitet hatte und der 1933 ohne Zustimmung der Partei nach Paris emigrierte. [Ihm] wurde kein Status als politischer Emigrant zuerkannt. [Knobel] kehrte nach Deutschland zurück und emigrierte dann erneut. In Paris war [er] mit den Trotzkisten verbunden. [Er] zog, um zu arbeiten, nach Kopenhagen, wo er nicht mit der Partei verbunden war und keine Verbindungen mit der Gemeinde der Emigranten hatte. In Kopenhagen arbeitete [er] im Verlag von Wilhelm Reich [xxvi], der aus der KPD wegen Trotzkismus ausgeschlossen worden war. Ihm zufolge brach er mit Reich wegen persönlicher Differenzen. Einigen Parteigenossen zufolge ging er jedoch mit Reichs Zustimmung nach Berlin und ein Monat später, Ende 1935, kam er über Inturist in die Sowjetunion ohne Verbindungen und ohne Erlaubnis der Partei. Er stand Reich so nahe, daß er [Reichs] Briefe an Trotzki gelesen und sie sogar selbst abgeschickt hat.
Im April 1936 meldete die Kaderabteilung Knobels Vergangenheit an die zuständigen Organe. Seine letzte Adresse [war]: Hotel „Novomoskovskaia“.
[xxv] Otto Knobel (Brandt). Geboren 1908 in Schwerin, Deutschland, war seit 1929 Mitglied der KPD. Juni 1935 zog er in die UdSSR und unterrichtete an der deutschen „Karl-Liebknecht-Schule“ in Moskau. Er wurde am 1. Oktober 1936 verhaftet und am 22. Juni 1937 zu fünf Jahren in einem Arbeitslager verurteilt.
[xxvi] Wilhelm Reich (1897-1957). Ein Psychoanalytiker, spezialisiert auf Sexualprobleme und sexuelle Aufklärung, trat 1930 der KPD bei und wurde 1934 ausgeschlossen.
http://www.yale.edu/annals/Chase/Documents/doc20chapt4.htm#_edn25
Zu Knobel fand Robert noch folgenden Eintrag:
Knobel, Otto Ernst (alias Brand). Geb. 8.2.1908 in Schwerin. 1922-1928 Besuch der Karl-Marx-Aufbauschule in Neukölln, Freundschaft mir Bruno Krömke. Mitglied des SSB und Redaktionsmitglied der Zeitschrift Schulkampf. Seit 1927 Mitglied des KJVD, seit 1929 in der KPD, Redakteur der Zeitung Kommunistische Jugendinternationale. Fünf Semester an der Berliner Universität. 1935-1935 Emigration nach Frankreich und Dänemark, im Juni 1935 in die UdSSR. Im Sommer 1935 zeitweilige Arbeit am Moskauer Elektrotechnischen Institut für Nachrichtenwesen. Seit September 1935 Unterricht in der Karl-Liebknecht-Schule (Werken bzw. „Technologie“), seit September 1936 Klassenleiter und Biologielehrer, verantwortlich für das Biologiekabinett. Im Sommer 1936 einer der Leiter bei der Schulreise zum Sewan-See (Armenien). Am 1.10.1936 verhaftet, am 22.6.1937 zu 5 Jahren Arbeitslager verurteilt, vermutlich im Lager ums Leben gekommen. Rehabilitiert 9.3.1989.
Quelle: Natalja Mussienko, Alexander Vatlin: Schule der Träume. Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924–1938), Klinkhardt Verlag 2005, S. 243






















