Archive for the ‘Sozialpsychologie’ Category

Das ultimative Tabu (Teil 3)

7. September 2021

Charles Konias Blogeintrag von 2013 findet sich hier (siehe „Das Problem die Emotionelle Pest zu erkennen“).

Dazu mein damaliger Leserbrief, Konias Antwort, gefolgt von dem Leserbrief eines anderen Lesers und Konias abschließender Antwort auf diesen:

Ich zitierte den Sozialpsychologen Richard Königsberg wie folgt [vgl. https://www.libraryofsocialscience.com/ideologies/resources/koenigsberg-genocide-as-immunology/ ]:

„Die Juden stellten in der Vorstellung Hitlers und anderer Naziführer einen fremden Mikroorganismus im Blutkreislauf der Deutschen dar. Da die Juden virulente Mikroorganismen im politischen Körper waren, war es notwendig, jeden einzelnen von ihnen zu vernichten, damit sie sich nicht erneut teilen und vermehren konnten. Die SS-Männer fungierten als ‚Killerzellen‘ innerhalb des nationalen Organismus und hatten die Aufgabe, die gefährlichen Mikroorganismen zu identifizieren, aufzuspüren und zu vernichten. Am Abend des 22. Februar 1942 traf Hitler mit Himmler und einem dänischen SS-Major zusammen und legte seine Überzeugung dar:

Die Entdeckung des Judenvirus ist eine der größten Revolutionen, die in der Welt stattgefunden hat. Der Kampf, den wir heute führen, ist von der gleichen Art wie der Kampf, der im letzten Jahrhundert von Pasteur und Koch geführt wurde. Wie viele Krankheiten haben ihren Ursprung in dem jüdischen Virus! Wir werden unsere Gesundheit nur wiedererlangen, wenn wir den Juden ausrotten.

Hitler konzipierte die Endlösung aus der Perspektive der Immunologie. Als ‚Arzt des deutschen Volkes‘ würde er handeln, um das Leben des Volkes zu retten, indem er die Krankheitserreger vernichtet, die die Quelle der deutschen Krankheit sind.“

Dr. Konia darauf: „Vielen Dank für Ihren wertvollen Kommentar. Aus einer charakterologischen Perspektive war Hitler ein brillanter paranoider Psychopath. Er nahm ein rationales Verständnis der Emotionellen Pest und stellte es auf den Kopf, indem er die Idee von Krankheitserregern auf die Menschen projizierte, die er persönlich haßte, die Juden.“

Ein anderer Kommentator, „Mondrianus“, warf folgendes ein:

„Der Text von Peter Nasselstein und Ihr Kommentar dazu behandeln einen interessanten Aspekt der Nazi-Ideologie und (aus orgonomischer Sicht) die Funktion des Antisemitismus darin.

Wie Dr. Elsworth Baker und Sie herausgearbeitet haben, haben rechte Menschen nach dem ‚Drei-Schichten-Modell der Persönlichkeit‘ viel mehr Kernkontakt als linke Marxisten.

Tatsächlich ist das ‚gemeinsame Funktionsprinzip‘ von beiden Weltanschauungen (in scharfem Gegensatz zu anderen ‚Weltanschauungen‘ wie Sozialismus, Liberalismus, modernem Liberalismus, Judentum und ‚politischer Korrektheit‘), daß sie in den Naturgesetzen verwurzelt sind und sich immer auf diese beziehen. Das bedeutet, daß der Mensch und sein soziales Leben von einem biologischen Standpunkt aus betrachtet werden – und daß diese biologische Dimension wichtiger ist als wirtschaftliche oder rationalistische Fragen.

Daher betrachten sowohl die Orgonomie als auch der Nationalsozialismus (im Gegensatz zum Liberalismus oder Sozialismus) Homosexualität als krank und ‚unnatürlich‘.

Aus diesem Grund waren Hitler, Himmler, Hess usw. sehr angetan von naturheilkundlichen Ansätzen wie Homöopathie, Kräutertherapien usw. Bemerkenswerterweise kamen sie sogar der Anerkennung der Orgonenergie nahe (sie beriefen sich häufig auf Reichenbachs ‚Od‘, auf Mesmers ‚Animalischen Magnetismus‘ usw.). So zynisch es klingen mag, in den Konzentrationslagern führte Himmlers ‚SS‘ sogar medizinische Experimente mit dem durch, was sie ‚Tierwärme‘ (= Orgonenergie) nannten. In einem Versuchsaufbau sollte untersucht werden, ob die Leben von Ostfrontsoldaten, die an extremer und lebensbedrohlicher Unterkühlung litten, durch die körperliche Zuwendung (d.h. Umarmungen, Streicheln, Halten des Soldaten im Arm) von Frauen gerettet werden können.

Und genau in diesem Zusammenhang war – wie Peter Nasselstein hervorhob – in der nationalsozialistischen Ideologie ‚jüdisches‘ Verhalten identisch mit dem, was Reich als ‚sekundäre Triebe in der Mittelschicht‘ bezeichnen würde. In den Augen der Nazis bedeutete ‚jüdisch‘ sein: herumschleichen, lügen, Klatsch und Verleumdung verbreiten, ein pornographisches Sexualleben haben, schwul oder pervers sein, Mädchen verführen, andere erpressen, ein trickreicher und unmoralischer Geschäftsmann sein, andere wirtschaftlich ausbeuten und so weiter. Dieses ‚Jüdischsein‘ wurde dem ‚Arischsein‘ (= ein ‚genitaler Charakter‘ in Reichs Bezugsrahmen) entgegengesetzt, denn ‚arisch‘ bedeutete, ehrlich, aufrichtig, anständig, fleißig, heterosexuell zu sein – und das alles in einem gesunden Körper verwurzelt, wie im alten griechischen Sprichwort ‚Mens sana in corpore sanum‘. Daher waren die Arier laut Hitler in der Natur verwurzelt und gute Sportler – im Gegensatz zu ‚den Juden‘, die als intellektuelle Eierköpfe betrachtet wurde, nie die Wälder durchwanderten, einen schwachen und kranken Körper haben und schlechte Sportler sind.

Hitler war sich auch der mittleren Schicht in sich selbst und in den Deutschen durchaus bewußt, als er sagte, jeder Deutsche müsse ständig ‚das Jüdische in uns‘ bekämpfen und vertreiben – was orgonomisch ausgedrückt hieße: ein echter Arier muß sich immer bewußt sein, daß er leicht vom ‚Jüdischen‘ (oder ‚sekundären Trieb‘) in sich selbst verführt werden kann.

Hitler bezieht sich hier offensichtlich auf den genialen Philosophen Otto Weininger, der in sehr jungen Jahren Selbstmord beging, weil er das ‚Jüdische‘ in sich nicht ertragen konnte, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Weininger.

Und Hitler bezog sich auch auf den berühmten Ausspruch von Martin Luther (der streng antisemitisch war): ‚Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn‘, was bedeutet: ‚Indem ich mich des Judentums erwehre, kämpfe ich für das Werk Gottes‘. In orgonomische Begriffe übersetzt hieße das: ‚Im Kampf gegen (die Verführung durch) die teuflischen Nebentriebe kämpfe ich für die Genitalität, Gott, die Natur, die Gesundheit und das Orgon!‘

Dies alles zeigt zwei Dinge:

a) daß rechtsgerichtete Menschen tatsächlich mehr Kernkontakt haben als Marxisten oder moderne Liberale,

b) aber daß dieser Kernkontakt stark verzerrt ist. Und wegen dieser Verzerrung haben die Nazis ihre Naturwahrnehmung falsch etikettiert. Sekundäre Triebe wurden falsch benannt und fälschlicherweise echten jüdischen Menschen zugeschrieben und auf sie beschränkt. Die Wahrnehmung der Orgonenergie durch die Nazis führte zu grausamen KZ-Experimenten, und ihr Verständnis der Natur führte zu Rassismus (was ihr Verständnis der Biologie deutlich von dem der Orgonomie unterscheidet).

Aufgrund des oben gesagten wird klar, warum sich die Nazis so provoziert fühlten, als – nur wenige Wochen nachdem Hitler Kanzler geworden war – das Judentum 1933 seine Kriegserklärung an Deutschland abgab: [https://www.h-ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/daily-express.php PN]

Und 1945 betrachteten die Nazis den ‚Morgenthau-Plan‘, der die körperliche Kastration aller deutschen Männer vorsah, als den letzten Versuch der ‚teuflischen Juden‘, Gott und die Genitalität der Arier zu vernichten.“

Konia zu Mondrianus: „Ihr Kommentar zeigt deutlich, wie wichtig die Unterscheidung der drei Schichten der menschlichen bio-psychischen Struktur ist. Dies war einer von Reichs wichtigsten Beiträgen.“

Das ultimative Tabu (Teil 2)

5. September 2021

1986 führte Charles Konia in seinem epochalen Artikel „Cancer and Communism“ (Journal of Orgonomy) folgendes über den Nationalsozialismus aus:

„Die Ideologie des schwarzen Faschismus (Nationalsozialismus) als soziale Bewegung schöpfte im Deutschland der 1930er Jahre aus zwei Quellen ihre ungeheure Kraft, und zwar aus der Defensive heraus:

1. Sie war eine Reaktion auf den Zusammenbruch der Panzerung und das Erwachen der natürlichen sexuellen Sehnsucht in den Massen nach dem Ersten Weltkrieg. Dies war die Bewegung, der sich Reich in den 1920er Jahren anschloß.

2. Es war eine Reaktion gegen die mächtige destruktive sekundäre Schicht, die bei diesem Durchbruch in Form der linken Ideologie mobilisiert wurde. Der Erste Weltkrieg hatte ein Erbe der Verzweiflung hinterlassen. Die alte Welt war zusammengebrochen, und viele Menschen hatten ihre Hoffnungen und Ideale verloren. Diese Menschen sahen die Rettung im Kommunismus.

Der erste Aspekt machte den Nationalsozialismus zu einem Feind der gesamten freien Welt, während der zweite Aspekt ihn zu einem Feind der Linken und der kommunistischen Welt machte.

Der letztere Aspekt des Nationalsozialismus stellt einen gewaltsamen, aber verzweifelten Versuch dar, die sekundäre Schicht des gesellschaftlichen Lebens des Menschen zu zerstören, aber da der Nationalsozialismus selbst eine irrationale soziale Kraft ist, war er von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wären die linke Ideologie und der Kommunismus in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg nicht von Anfang an besonders gut entwickelt gewesen, hätte die Reaktion des schwarzen Faschismus dieses Land gar nicht erst so stark erfassen können. (…) Neurotische Rebellion stimuliert notwendigerweise die politische Reaktion.“

Als weiteres Beispiel führt Konia die Armenier und die Reaktion der Jungtürken an. Hier hat sich Konia, genau wie Reich, nur mit den Anfängen des Nationalsozialismus beschäftigt – und das übrigens ganz im Sinne Ernst Noltes. Aber was ist mit dem Holocaust? Hierzu erschienen 2013 zwei Leserbriefe auf Konias Blog, mit denen wir uns im 3. Teil beschäftigen werden.

Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen

1. September 2021

Beim Linken dreht sich alles um Gerechtigkeit und wenn der Rechte darauf verweist, daß einem die Güter und Privilegien schließlich nicht zugewiesen werden, sondern daß man sie erarbeiten müsse, d.h. Leistung belohnt wird, verweist der Linke triumphierend auf die Erben, die ihre Stellung und ihren Reichtum sich eben nicht erarbeitet haben.

Dagegen ist natürlich kaum etwas einzuwenden, aber im Grunde ist das ein moralisches Argument. Was sagt die Bioenergetik dazu?

Zunächst einmal: in Der Mensch in der Falle führt Elsworth F. Baker aus, daß der Linke auf subversive Weise gegen den Vater rebelliert, während der Rechte in offener Konkurrenz mit ihm steht. Dabei müsse es, so Baker, natürlich nicht in jedem Fall um den wirklichen Vater gehen, sondern ganz allgemein um das Vaterimago bzw. „das von den Vätern überkommene“.

Wegen seiner Rebellion sagt sich der Linke von der Generationenfolge los: vom Vater und seinem eigenen Vatersein, d.h. von „den Vätern“. Das ist seine Art zu sagen: „Ich bin kein Tier“! (Der Rechte bringt dieses Diktum des gepanzerten Menschen weitaus direkter mit seiner tiefsitzenden Sexualverneinung, die sich in den diversen überkommenen Religionen und „philosophischen Lebensanschauungen“ organisiert hat, zum Ausdruck.) Wenn der Linke also gegen das Erben wettert, geht es in Wirklichkeit gar nicht um Gerechtigkeit (ist ein Lottogewinn gerecht?), sondern im obigen Sinne um seine grundsätzliche Verneinung des „Vätererbes“. Der Rechte sieht sich als Teil einer Generationenfolge, die seinem Leben auf der einen Seite Sicherheit (Vergangenheit) und auf der anderen Seite Sinn (Zukunft) verleiht. Der Linke hingegen ist der geborene „Existentialist“, unglücklich, verbiestert, voller Ressentiment und durch und durch nihilistisch.

Bevor wir über die soziale Frage des Erbens überhaupt diskutieren können, haben wir uns mit der charakterlichen Frage auseinanderzusetzen! Im übrigen sollten wir alle von tiefster Dankbarkeit durchdrungen sein, denn wirklich ALLES haben wir leistungslos ererbt: uns selbst, unsere Sprache, unsere Umwelt und unsere Werkzeuge.

Heil Dir Heiliges Deutschland!

Grüne sind Kollektivisten

29. August 2021

Von Ernst Jünger, dem passionierten Insektensammler, stammt eine bezeichnende Anekdote. Bei einem Ägyptenurlaub hatte er im Hotelgarten mit seinem Netz Käfer, Schmetterlinge etc. gejagt, woraufhin ihn Hotelgäste angingen von wegen der „armen Tiere“, Artenvielfalt und Umweltschutz. Diese Umweltschützer ignorierten jedoch vollkommen die Hotelbediensteten, die währenddessen Insektenvernichtungsmittel gegen Kakerlaken, Grillen und so ein Viehzeugs versprühten. Der Solitär ist sichtbar, die Maschine des Kollektivs verschwimmt vor dem Hintergrundrauschen. Der hervorstechende Anarch stört und soll weg, die Sorge um das Krabbelgetier ist nur Vorwand!

Es gibt Frauen, die aus ethischen Gründen Veganer geworden sind, die aber gleichzeitig für das Recht auf Abtreibung eintreten. Mütter, die sich wegen „Genen“ in den Mohrrüben Sorgen machen, finden nichts dabei ihre Kinder mit einer experimentellen Gentherapie „impfen“ zu lassen. Leute, die noch in den 1980er Jahren gegen die Volkszählung gewettert haben und neulich noch über die „informationelle Selbstbestimmung“ schwadronierten, finden am Impfpaß und einer digitalen Währung nichts auszusetzen. Irgendwelche Leute nehmen sich heraus, über meinen Gesundheitsstatus unterrichtet zu werden!

Die Liste könnte beliebig ausgeweitet werden, etwa auf „Reichianer“, die angesichts von Corona plötzlich zu Fans der FDA und der Pharmamultis werden – von denen sie auch ihre sämtlichen Informationen erhalten, gehören Medien wie CNN doch Big Pharma. Wie sind diese eklatanten Wiedersprüche zu erklären? Linke sind charakterlich Kollektivisten, d.h. sie gehen ganz in der sozialen Fassade auf, im „gesellschaftlichen Leben“. Man läßt sich „für die Gesellschaft“ impfen! Dies bestimmt alles und übertrumpft alles, womit sie sich ansonsten noch identifizieren mögen, etwa „Umwelt“, „Tierwohl“, „Gerechtigkeit“, „Minderheitenschutz“ etc.

Individuelle, selbstbestimmte Handlungen, Initiative und Unabhängigkeit werden instinktiv abgelehnt. Bei Corona geht es um die Rechte des Einzelnen im Gegensatz zum „Schutz der Gemeinschaft“. Desgleichen beim Umweltschutz, wo es eben nicht um die Umwelt geht, sondern um die Drangsalierung des Einzelnen.

Gegenargument: der Einzelne wird von diesen Leuten doch tatsächlich in den Mittelpunkt gestellt, nämlich der, der wegen Immunschwäche besonders gefährdet ist – wegen ihm, müssen alle anderen leiden, dürfen die Wohnung nicht verlassen, müssen sich mit einer gefährlichen Sumpfsuppe „impfen“ lassen etc. Hauptsache das Leben der Menschen, ihre innere und äußere Freiheit, ihre Motilität wird erstickt! DAS ist der wahre Grund des ganzen illegalen Impfzaubers, der etwa von Annalena Verbockt mit einem verdächtigen Fanatismus vertreten wird. (Illegal, weil mit Ivermectin ein einfaches, billiges und risikoloses Mittel gegen Covid vorliegt.)

Genauso mag man einwenden, daß die Linke doch den intellektuellen und neuerdings auch sexuellen Rebellen so überaus schätzt. Das ist nur Schein, denn diese Leute gehen ihnen am Arsch vorbei (und nach der Revolution werden sie die ersten sein, die an die Wand gestellt werden). Sie sind nur ein Mittel, um den „gesunden Menschenverstand“ und das „gesunde Volksempfinden“, d.h. die spontanen Empfindungen und Entscheidungen der Menschen mit dem Bannfluch der „Intoleranz“ belegen zu können. Dir geht das Kopfleuchten und Schoßleuchten dieser Paradiesvögel auf den Keks? Schäme dich und sei gefälligst tolerant, d.h. reihe dich in den kollektiven Einheitsbrei ein!

Man betrachte doch nur einmal das Wahlprogramm der Grünen (und damit aller anderen Systemparteien!): alles dreht sich um die Kollektivierung – wie einst bei den Bolschewisten. Beispielsweise sollst du nur noch dann deine Wäsche waschen, wenn gerade genug Zappelstrom im Netz vorhanden ist. DAS ist der wahre Sinn der „Energiewende“: du sollst dich in den Ameisenstaat einfügen.

Ohne Elsworth F. Bakers Der Mensch in der Falle kann man so gut wie gar nichts in dieser Gesellschaft verstehen!

David Holbrook, M.D.: ÜBER AUTORITARISMUS, RECHTS UND LINKS / EMOTIONALER TON UND DIE WAHRHEIT

22. August 2021

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Über Autoritarismus, rechts und links

Emotionaler Ton und die Wahrheit

David Holbrook, M.D.: MORDE DURCH POLIZISTEN VERSUS MORDE AN POLIZISTEN / PSEUDO-MORALISCHE URTEILE ALS ERSATZ FÜR FAKTEN UND ALS TECHNIK DER „EMOTIONELLEN PEST“

11. August 2021

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Morde durch Polizisten versus Morde an Polizisten

Pseudo-moralische Urteile als Ersatz für Fakten und als Technik der „Emotionellen Pest“

David Holbrook, M.D.: NATUR, PANZER, PERSÖNLICHKEIT UND CHARAKTER / VERKÜNDET DIE MEHRHEIT BZW. VERKÜNDEN DIE MÄCHTIGEN, WAS DIE WAHRHEIT IST? / DER GESETZLOSE, UNDEMOKRATISCHE UND VERFASSUNGSWIDRIGE UMSTURZ DER VEREINIGTEN STAATEN

9. August 2021

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Natur, Panzer, Persönlichkeit und Charakter

Verkündet die Mehrheit bzw. verkünden die Mächtigen, was die Wahrheit ist?

Der gesetzlose, undemokratische und verfassungswidrige Umsturz der Vereinigten Staaten

Ergänzung zu „Besprechung von ORGONOMIC FUNCTIONALISM No. 8, Spring 2021 (Teil 1)“

8. August 2021

Ebenfalls 1939 und ebenfalls zum Komplex „Baerbock“ schrieb Reich:

Die Realität des „Faschismus“ wirft grundlegende Fragen zur jahrtausendealten menschlichen Kultur auf, angefangen von der Funktion der Politik, der Rolle der Gewalt bis hin zu den tiefgreifenden Fragen nach dem Sinn des Lebens im allgemeinen. Der Faschismus selbst kann nicht einmal eine dieser Fragen beantworten. Der Faschismus wird überall siegreich sein, solange keine Antworten auf diese Fragen gefunden werden, und das bedeutet den totalen Untergang. Eine europäische und globale Neuordnung kann also nur aus der Lebenswelt des Faschismus selbst kommen, indem man dieses Phänomen am Schopf packt und kräftig durchschüttelt, bis die darin enthaltene Saat herausfällt. Aus dem Faschismus wird die nächste Stufe hervorgehen. (S. 105)

Angesichts des faschistischen Merkelregimes und seiner Schlägertrupps (Antifa, Berlinier „Polizei“ etc.) und dem ganzen Zynismus und Nihilismus seiner Politik: Was wären heute die Antworten auf diese drei Fragen?

Gewalt: Das Problem mit der Gewalt ist, daß man sie wie Feuer zwar „chirurgisch“ (also quasi „funktionell“) einsetzen kann, aber Feuer hat die ungenehme Eigenschaft sehr leicht vollständig außer Kontrolle geraten zu können:

Zunächst einmal sollten wird das Wesen der Gewalt erfassen und zwar bioenergetisch und bioemotional („tiefenpsychologisch“): Gewalt („ORANUR“) ist Folge der wechselseitigen Sequestration von OR und DOR und entzieht sich damit weitgehend unserer Kontrolle. 1939 erwähnt Reich insbesondere das Problem der Rache, die uns unter keinen Umständen motivieren sollte, da sie uns blind und unfähig macht, das anzugehen, was unsere wirkliche Aufgabe sein sollte: „Unsere glorreiche Rache wird darin bestehen, daß sich das, was das gegenwärtige globale Elend verursacht hat, nicht mehr wiederholen kann.“ Mit anderen Worten: unsere „Rache“ ist der Aufbau der Arbeitsdemokratie und damit der endgültige Triumph des Lebendigen (OR) über die Emotionelle Pest (DOR).

Politik: Um das zu erreichen, müssen wir endlich das Wesen der Politik durchschauen, die eben nicht das Ringen um die beste Lösung ist, sondern einzig und allein das Ausleben neurotischer Charakterstrebungen, letztendlich „liberal gegen konservativ“. Nötig tut eine Art „Charakteranalyse“ der Gesellschaft im Sinne Elsworth F. Bakers (Der Mensch in der Falle), um die Bioenergetik freizumachen, d.h. Arbeitsdemokratie zu ermöglichen.

Sinn des Lebens: Das gegenwärtige faschistische Unrechtssystem ist zutiefst lebensfeindlich und im Kern mörderisch. Es ist nichts weiter als die organisierte Emotionelle Pest, die jederzeit in offenen Mord und Todschlag umkippen kann. Das ist so, weil ihre Träger und die von ihnen vertretene gesellschaftliche Ideologie (oder sprechen wir lieber von „gesellschaftlicher Grundstimmung“) sich vollkommen vom Leben, dem Lebendigen, gelöst hat und entsprechend nihilistisch ist – was, wie gesagt, jederzeit in „aktiven Nihilismus“ umschlagen kann. Dagegen können wird nur den Sinn des Lebens setzen! Was soll der sein? Wenn du mit deinen Kindern spielst, vollkommen in lebensnotwenige Arbeit aufgehst, durch den deutschen Wald gehst – wie kannst du es da immer noch nicht begriffen haben und nach dem Sinn des Lebens fragen? Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst! Etwas, was einem erst aufgeht, wenn man ins Leben eintaucht und Teil des Kontinuums des Lebendigen wird. Unsere faschistischen Todfeinde, diese lebensfeindlichen Mörder, haben diesen Kontakt verloren oder vielleicht nie gehabt. In der neuen Welt werden sie nicht überlebensfähig sein, so wie Vampire nicht im Sonnenlicht existieren können.

Perfect Strangers

4. August 2021

Gestern bin ich mal wieder über eine dieser Facebook-Eintragungungen eines Links-Orgonomen gestolpert:

Eine der größten Lügen, die je erzählt wurde, lautet: „Blut macht eine Familie.“ Kein Blut macht euch zu Verwandten, sondern Loyalität, Liebe und Vertrauen machen euch zur Familie.

Die Reaktionen in diesem Milieu: unisono Begeisterung und Liebesbekundungen! Beides, der Text und die Reaktion auf ihn, zeigt mal wieder, wie exakt Elsworth F. Baker mit seiner soziopolitischen Charakterologie in seinem Buch Der Mensch in der Falle den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Mir schnürte die Aussage geradezu den Magen zu und ich fühlte mich instinktiv unwohl. Das diametrale Gegenteil von „Begeisterung und Liebe“.

Für sie, die Linksliberalen, spielt sich alles im Kopf ab. Es dreht sich alles um hehre Ideale („Loyalität, Liebe und Vertrauen“), während die Biologie, „der Bauch“, „das Blut“ diesen Menschen rein gar nichts bedeuten. Das erklärt so gut wie alles: vom Öffnen der Grenze bis zum Zurückdrängen von Elternrechten. Ihr größter Schrecken ist das implizite Credo jedes Konservativen: „Greife meine Familie an und du bist tot!“

Ich sage durchaus nicht, daß die linksliberale Haltung in irgendeiner Weise an sich „böse“ ist – ganz im Gegenteil. Zu Reichs Zeiten, d.h. vor etwa 1960, als die Familienbande jede Lebensregung erstickten, war sie sogar die anständige Option. Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie befreiend es war, ein „Genosse“ zu sein, d.h. mit Menschen verbunden zu sein, zu denen man sich frei gesellte, weil man die gleichen Ideale teilte. Doch gleichzeitig muß man bedenken, wie fragil diese Haltung ist. Es ist wohl von „Loyalität“ die Rede, aber diese hat nicht die gleiche Bedeutung, wie die „blutsbedingte“ Loyalität. Und diese Grundhaltung überträgt sich auch auf Bereiche, in denen das „Blut“ keinerlei Rolle spielt. Ich werde niemals glauben, daß ein Linksliberaler die gleiche Loyalität der Orgonomie (oder einer beliebig anderen „Sache“) entgegenbringt wie ich, einfach weil das bei ihm alles nur Kopfgeburten sind.

Das ist auch die wirkliche Tragik jedes Linksliberalen, der nie wirklich begreifen wird, wegen seiner Charakterstruktur auch gar nicht be-greifen kann, daß er alle „Solidarität“ der Welt aufbringen kann, er aber trotzdem nie von Zigeunern als einer der ihren anerkannt werden wird, von keinem Indiostamm, keiner tscherkessischen Dorfgemeinschaft etc.pp. Seine gesamte Existenz beruht auf einer existentiellen Lüge. Aus diesem Grund muß er auch, wenn er schließlich zum Roten Faschisten wird, alle natürlichen Gemeinschaften, die Familie an sich, ja sogar die biologische Geschlechter aufheben, um auf diesem Planeten überhaupt leben zu können.

Es ist wirklich erschreckend und tieftraurig, aber die Reaktion auf den obigen Facebook-Eintrag zeigt, daß wir ob unserer gegensätzlichen biophysischen Struktur in alle Ewigkeit einander komplette Fremde bleiben müssen:

Paul Mathews: Reich und die Politradikalen

27. Juli 2021

Reich und die Politradikalen