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DIE SITUATIONISTISCHE INTERNATIONALE: Wilhelm Reich kontra die Situationisten (Teil 4)

28. September 2021

von Jim Martin

DIE SITUATIONISTEN (Fortsetzung)

Später erschienen in den Vereinigten Staaten Streitschriften, die versuchten, Reich von einem situationistischen Standpunkt her zu rehabilitieren. In einem anrührenden Pamphlet, das 1973 unter dem Titel Remarks on Contradiction and its Failure erschien, wertete Ken Knabb seine eigene Beteiligung in einer amerikanischen Pro-Situ-Gruppe („Contradiction“) mit Hilfe der Betrachtungsweise der Reichschen Charakteranalyse aus. Dies war Reichs neuartige Therapietechnik, die die erstarrte Rolle identifizierte, welche vom Neurotiker gespielt wurde, um ihn vom vollständigen Kontakt mit dem Leben zu schützen. Sie richtet ihr Augenmerk besonders auf den Widerstand gegen die Analyse, und bedient sich tiefer Atmung zusammen mit der körperlichen Freisetzung des muskulären Festhaltens (Charakterpanzerung), um die Gesundheit wiederherzustellen.

„Die Mitglieder von Contradiction hätten ihrer Zwangslage mutig entgegentreten können, durch das Heranziehen jener grundlegenden Taktik, die Sackgasse gerade dadurch zu verlassen, daß man sich auf den Widerstand gegen die Analyse konzentriert. Dies hätte die Aufmerksamkeit nicht nur auf die grundlegenden Fehler kollektiver Organisation gelenkt, die ich in Remarks umrissen habe, sondern auch auf unseren individuellen Widerstand, will sagen unsere Charakter… Es sei nur gesagt, daß, obwohl unbestreitbar die Praxis der Theorie individuell therapeutisch wirkt, es mir ebenso wahr zu sein scheint, daß ein Angriff auf den Charakter des Einzelnen eine gesellschaftliche Strategie ist, ein praktischer Beitrag zur internationalen revolutionären Bewegung. Der Charakter des Pro-Situ wird durch das Schauspiel objektiv verstärkt (ein Charakter tritt natürlich am meisten durch seine Unfähigkeit hervor, seine Existenz als etwas anderes als ‚Banalität‘ wahrzunehmen, bis überstarke Symptome, die vielleicht seine gesellschaftliche Praxis sichtbar behindern, ihn zwingen, seine Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken). Auf der anderen Seite, verhindert es all die Klarheit eines Artaud, der seinen Charakter isoliert angreift, nicht, daß das ‚äußere‘ Waren-Schauspiel, das er verächtlich beiseite schiebt, in seiner inneren Welt als Phantasie von fremden, bösartigen Wesen wiederkehrt, von denen er besessen ist. Wie eine Revolution in einem kleinen Land muß der Mensch, der eine Blockierung, eine eingefahrene Routine oder einen Fetisch aufbricht, aggressiv nach außen gehen, um dort radikale Alliierte zu finden oder aufzuwiegeln oder er wird das verlieren, was er gewonnen hat und seinem eigenen inneren Thermidor zum Opfer fallen. Die Auflösung des Charakters und die Auflösung des Schauspiels sind zwei Bewegungen, die einander bedingen und erfordern.“

Hier legt Knabb seinen Finger auf den Kern des Problems. Er bietet eine Neuformulierung von Reichs Kritik am charakterlichen Rebellen. Mit dieser selbstbezüglichen Analyse übertrifft er alles, was die Situationisten jemals über Pro-Situs geschrieben haben. Im Gegensatz zu den französischen Philosophen war er in der Lage, Reichs Arbeit zu verstehen.

Im selben Jahr veröffentlichte Knabb eine Breitseite, Jean-Pierre Voyers Reich: How to Use. Voyer erörtert die Auflösung des Charakters und seine Rolle bei der Auflösung des Schauspiels.

„In allen Gesellschaften, in denen die modernen Produktionsverhältnisse vorherrschen, nimmt die Unmöglichkeit zu leben die individuellen Formen des Todes, des Wahnsinns oder des Charakters an. Mit dem unerschrockenen Dr. Reich und gegen seine entsetzten kompromißlerischen und heuchlerischen Anhänger (recuperators)* und Verleumder postulieren wir die pathologische Natur aller Charakterzüge, d.h. alles Chronischen im menschlichen Verhalten. Für uns ist weder unsere individuelle Charakterstruktur, noch das Aufklären ihrer Entwicklung wichtig, sondern die Unmöglichkeit sie für die Schaffung von Situationen zu verwenden. Der Charakter ist deshalb nicht nur eine ungesunde Wucherung, die man isoliert behandeln könnte, sondern zur gleichen Zeit ein individuelles Heilmittel in einer umfassend kranken Gesellschaft, ein Heilmittel, das uns erlaubt, die Krankheit zu ertragen, während es sie gleichzeitig verschlimmert.

Wir glauben, daß die Menschen ihren Charakter nur dadurch auflösen können, daß sie sich gegen die ganze Gesellschaft stellen (dies steht insofern im Konflikt mit Reich, als er die Charakteranalyse von einem spezialisierten Gesichtspunkt aus betrachtete); während auf der anderen Seite die Funktion des Charakters in der Anpassung an die Umstände besteht, bereitet seine Auflösung eine umfassende Kritik an der Gesellschaft vor. Wir müssen diesen Teufelskreis durchbrechen.“

1975 gab in Detroit Black and Red ein Pamphlet der britischen Solidarity von Maurice Brinton neu heraus: Authoritarian Conditioning. Sexual Repression and the Irrational in Politics. Es enthält eine achtbare Darstellung von drei Büchern Reichs: Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, Die sexuelle Revolution und Die Massenpsychologie des Faschismus. Das erste dieser drei war eine Untersuchung über die Bedeutung der Arbeit des Anthropologen Bronislaw Malinowski für das Freilegen der kulturspezifischen Natur von Ödipuskomplex, Pathologie und Sexualunterdrückung. Die sexuelle Revolution ist hauptsächlich ein Bericht über Reichs Besuch in der Sowjetunion, der zu seiner Enttäuschung über die bolschewistische Revolution führte, welche ihre anfängliche Beseitigung des moralistischen Ehe- und Sexualrechts rückgängig gemacht hatte. Aus Die Massenpsychologie des Faschismus entnimmt Brinton Reichs Analyse „der verschiedenen Methoden, mit denen die moderne Gesellschaft ihre Sklaven so manipuliert, daß sie ihrer eigenen Versklavung zustimmen.“ Obwohl sich Brinton ziemlich tief in die Anthropologie Malinowskis eingearbeitet zu haben scheint, hat er offensichtlich einen der Hauptpunkte seiner Arbeit übersehen: die Untersuchung primitiver Ökonomien im Lichte des industriellen Kapitalismus. Eine der faszinierendsten Aspekte von Malinowkis Werk ist seine Erörterung des Geschenkaustausches; eine Ökonomie, die ohne Arbeitslohn auf Gegenseitigkeit beruhte und alle Aspekte des kulturellen Lebens durchdrang (einheitlich). Die gesamte Produktion war auf den freien Austausch von Geschenken bei Reisen zu benachbarten Klans ausgerichtet. Der Wettbewerb beruhte nicht darauf, wer am meisten bekommen, sondern wer das meiste geben konnte. Diese Art von Ökonomie wurde nur wenig berücksichtigt, obwohl eine pro-situationistische Zeitschrift vielsagend Potlatch betitelt war, was sich auf Geschenkgaben bei Primitiven bezieht.

Brintons Grundproblem ist, daß er es fast lieber gehabt hätte, wäre Reich 1936 gestorben. Bei Brinton werden wir vergeblich nach irgendeiner Erwähnung der Konzepte Roter Faschismus, Emotionelle Pest oder Orgon suchen.

* ANMERKUNG DES ÜBERSETZERS: Zum Wort recuperator (recuperateur, „Rückholer“) schreibt Jim Martin: „ein französisches Wort, das von den Situationisten benutzt wurde, um die Fähigkeit des ‚Schauspiels‘ (bzw. Kapitalismus/Kommunismus/moderne technologische Gesellschaft) zu beschreiben, sich den Widerstand gegen das Schauspiel einzuverleiben und dienstbar zu machen.“

„Implications of Orgone for Consciousness Research“ von Leon Southgate

27. September 2021

Das Problem mit Southgates Arbeit (hier und hier) fängt bereits mit seiner Definition von Bewußtsein als jede subjektive Erfahrung an. Emotionen, Empfindungen, Kognitionen, Wollen und Ideation, Seele und Geist – wird alles zusammengeworfen. Daraus zaubert er eine Art „orgonomischen“ Panpsychismus frei nach Rupert Sheldrake, bei dem Bewußtsein und Orgonenergie schlichtweg gleichgesetzt werden. Es ist ähnlich wie bei Maglione, der die Lebensformel auch auf die unbelebte Natur angewendet hat. Auf diese Weise wird Reichs gesamte Lebensleistung ad absurdum geführt, denn dann hätte Reich gleich beim Vitalismus eines Driesch und dem Panpsychismus, der die Psychoanalyse der 1920er Jahre umwaberte (Groddeck), bleiben können. Es ist auch bezeichnend, daß Maglione mit keinem Wort das wirkliche Geheimnis des Orgonenergie-Motors erwähnt, nämlich die Kreiselwelle, und Southgate mit keinem Wort das wirkliche Geheimnis des Bewußtseins (die Funktionen Wahrnehmung und Erinnerung), nämlich die koexistierende Wirkung.

Was mich an dieser Arbeit geradezu abgestoßen hat, ist die sie prägende schizoide Weltsicht. Ein einzelner Mensch, mag jede Menge „Subjektivität“ haben und wie ein Autist in einer „psychischen Welt“ leben („Panpsychismus“), aber das ist das Gegenteil von Bewußtsein im eigentlichen Sinne. Bewußtsein im eigentlichen Sinne ist vor allem eine soziale Funktion. Herdentiere brauchen angesichts der hochkomplexen Vorgänge innerhalb einer Herde ein Konzept von „Ich“ und „Du“ und eine innere Bühne („Bewußtsein“), in dem sie ihre „Schachzüge“ im Voraus planen. Allein schon die Frage der Sprache! Bewußtsein ohne Sprache? Schwierig. Sprache ohne andere Menschen? Sinnlos. Die Psyche ist vom Sozialen nicht zu trennen. Das hat Freud gewußt („Ödipuskomplex“) und der Soziologe Reich gewußt, während Southgate, eine Art Wiedergänger C.G. Jungs, alles wieder in den autistischen Urschlamm des Okkultismus hinab zieht. Man vermeint bei der Lektüre geradezu die Ouvertüre von Wagners „Rheingold“ zu vernehmen…

Aber lassen wir Southgates Beitrag Revue passieren: Nach einer umfassenden Darstellung des wissenschaftlichen Problems „Bewußtsein“ und einer her oberflächlichen Darstellung des Reichschen Beitrags zu diesem Bereich kommt Southgate zu seiner eigenen Theorie, dem „orgonotischen [gemeint ist natürlich „orgonomischen“] Panpsychismus“, dem zufolge das Bewußtsein schlichtweg eine nicht weiter reduzierbare Eigenschaft der Orgonenergie ist. Was Southgate nicht aufzugehen scheint, ist, daß in diesem Zusammenhang „Bewußtsein“ genauso nichtssagend ist, wie „Sein“. Will sagen: das ganze bringt uns ungefähr so weit, als würde man sagen, daß „das Sein“ eine Eigenschaft der Orgonenergie ist. Es erklärt rein gar nichts!

Wenn es sich darauf beschränken würde, aber für Southgate „unterstützen Bione und die Abiogenese den panpsychischen Ansatz, daß Materie lebendig und bewußt ist“. Ich kann mir kaum einen schlimmeren Mißbrauch der Reichschen Theorie vorstellen. Die Bionforschung war nicht zuletzt ein antifaschistisches Projekt, das gegen den Mystizismus (Panpsychismus) gerichtet war, d.h. sowohl gegen das Neuheidentum der Nazis und die damalige „Erbforschung“, als auch gegen den kirchlichen Mystizismus. Reich wollte das Leben und damit auch „Geist und Seele“ (dialektisch-) materialistisch erklären. Southgate hingegen meint, daß die Beweise insgesamt darauf hindeuten, „daß sich der Geist gar nicht im Körper befindet, sondern lediglich mit ihm verbunden ist“. Dagegen hielt Reich, daß die funktionelle Einheit des Seelischen und Körperlichen „Jenseitigkeit oder auch nur Autonomie des Seelischen völlig und endgültig ausschließt“ (Äther, Gott und Teufel, S. 95).

Southgate kritisiert, daß Reich nicht den Ort des Bewußtseins angeben kann. Für Southgate ist dieser „Ort“ das Orgon selbst: das Bewußtsein sei die grundlegende Realität und Geist und Orgon seien „auf der tiefsten Ebene“ identisch. Entsprechend könnten die Gesetze der Psyche auf das Orgon übertragen werden. Das heißt nichts anderes, als daß wir wieder bei Georg Groddeck angelangt sind!

Southgates ganze Argumentation krankt daran, daß er „Soma“ und „Psyche“ nicht definiert. Das Soma, das ist die Gesamtheit der Teile des Organismus („die Niere auf Zimmer 7“), während die Psyche aus dem ganzheitlichen Funktionieren des Organismus bzw. dessen Störungen hervorgeht („Charakteranalyse“). Daß die Lebensenergie strömt, erregt wird und wahrnimmt, ist davon unabhängig und bedeutet nicht, daß das Orgon so etwas wie eine „Psyche“ hat. Es ist alles eine Frage der Orgonometrie, d.h. der Klassifizierung und richtigen Einordnung:

 

Southgate hintertreibt genau das, indem er alles mit allem gleichsetzt:

Orgon wird von Reich als eine unbewußte, nicht lebende, aber schöpferische Energie dargestellt, während seine Schöpfungen – Lebenswesen – immer bis zu einem gewissen Grad Bewußtsein zu haben scheinen. (…) Es ist unlogisch zu sagen, daß eine Energie, die Leben erschafft, kein Bewußtsein hat, wenn überall Leben mit Bewußtsein gepaart ist und nirgendwo Leben mit Nicht-Bewußtsein gepaart ist. (…) Man kann sagen, daß die Amöbe nur wahrnimmt und kein echtes Selbstbewußtsein hat, aber solche Klassifizierungen sind in diesem Zusammenhang bedeutungslos – jede Wahrnehmung ist eine Form von Bewußtsein. Es ist bei der Amöbe dasselbe wie bei unserem Selbst – es ist nur eine Frage des Grades.

Er fährt fort – und man merkt richtig, wie alles zerfällt – die Psyche geradezu dekompensiert:

Orgon und Bewußtsein werden auf der tiefsten Ebene identisch, so wie Energie oder Materie in Sheldrakes Panpsychismus mit dem Bewußtsein identisch ist. Orgon gewinnt erst auf oberflächlicheren Ebenen an Differenzierung, die als Orgonenergie und schließlich als Materie erfahren wird, die eine Form von gefrorener Orgonenergie ist. Es gibt also ein monistisches Kontinuum in einem Dreiklang: von orgonotischem Bewußtsein zu Orgonenergie und schließlich zu Orgon-Materie. Dieses monistische Kontinuum hat drei verschiedene Aspekte: Orgon-Bewußtsein, Orgon-Energie und Orgon-Materie. Alle drei sind physisch und alle drei sind real, aber man könnte sagen, daß die Bewußtseinsebene die „realste“ oder die primäre Realität ist. Orgonenergie und -materie sind in dieser Sichtweise spezialisierte Formen eines physischen orgonotischen Bewußtseins. Energie und Materie existieren noch immer für sich, sind aber nicht vom Bewußtsein getrennt.

Alles gerät heillos durcheinander und wird auf den Kopf gestellt, Worte verlieren ihre Bedeutung. Aus der Orgonenergie wird ein bloßes Wort. Wie bei allen „Reichianern“, etwa in der „energetischen Medizin“, ist das, was sie als „Energie“ oder „Orgon“ bezeichnet, nichts anderes als Psyche:

Dieser Mystizismus, und um nichts andere handelt es sich hier, mündet schließlich in Ausführungen über, man glaubt es kaum, künstliche Intelligenz, die von Magliones Arbeit inspiriert sind.

Southgate führt aus:

Ursprünglich war es das Ziel des Autors zu untersuchen, ob das Orgon selbst ein Bewußtsein besitzt. Im Laufe einiger Jahre dämmerte die Erkenntnis, daß die einzige Möglichkeit, dies zu erreichen, darin bestand, das Orgon selbst zum „Sprechen“ zu bringen – unabhängig von jeder anderen Entität. Alles andere wäre nur eine Demonstration des Bewußtseins eines Organismus, der bereits existiert. Eine solche Einrichtung, in der das Bewußtsein von Orgon demonstriert werden könnte, müßte also jegliche Organismen oder andere Eingaben ausschließen. Sie müßte völlig künstlich sein und sich nur auf das Orgon selbst stützen, um zu kommunizieren. Dann dämmerte dem Autor, daß dieses Ziel nicht ohne die Erforschung einer starken künstlichen Intelligenz verfolgt werden könnte.

Ich erinnere an Reichs oben zitierte Aussage in Äther, Gott und Teufel über die funktionelle Einheit von Psyche und Soma. Bei Southgate kommt das kurzschlüssige mystische Denken zum tragen, das untrennbar mit dem Mechanismus verbunden ist.

Er schließt an Magliones Konzept einer Art „Orgonenergie-Motor-Einrichtung“ an: einem Orgonenergie-Akkumulator, dessen orgonotisches Potential durch eine radioaktive Quelle derartig hochgepusht wird, daß „dadurch das Orgon von seinem ‚nebligen‘ Zustand in seinen aktiven ‚spitzen‘ Zustand übergehen würde. Wenn dies geschieht, findet ein spontaner Wechsel von orgonotischen zu teilweise elektrischen Energien statt. Organismen scheinen auf einer trilateralen Basis zu funktionieren – ein nicht-energetisches Bewußtseinsfeld, das sich in Orgonenergie umwandelt, die sich wiederum in elektromechanische Bewegung umwandelt. Es gibt Parallelen zum Orgonmotor, der auf der Übersetzung von Orgonenergie in elektrische und dann in mechanische Energie beruht.“ Das ist nichts anderes als „orgonomisch“ verbrämter Mechomystizismus! Die magische-okkulte Weltsicht die letztendlich hier zum Ausdruck kommt, offenbart sich im letzten Satz des Autors: „Dieser Autor glaubt nicht, daß Bewußtsein oder bewußte Wesen erschaffen werden können, sondern daß ihnen eine Gelegenheit geboten werden kann, sich aus einem nichtmateriellen Bereich zu manifestieren.“

Der Aufstieg des Psychopathen (Teil 9)

3. Mai 2021

Barbara G. Koopman: Der Aufstieg des Psychopathen

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 8)

15. März 2021

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 8)

Papa! (Teil 1)

12. August 2020

Ein Symptom unserer zerfallenden, antiautoritären (d.h. „Antivater-“) Gesellschaft sind bestimmte junge Mädchen, die aus zerfallenden Familien hervorgehen. Der Vater (oder die Mutter zusammen mit der Tochter) verläßt die isolierte Kleinstfamilie, in der seine Tochter mangels Alternativen ihre gesamte Libido auf IHN konzentriert hatte. Nun ist er weg und gemäß ihres (fast immer!) hysterischen Charakters kleidet sie sich infolge extrem aufreizend, um auf „magische“ (d.h. psycho-logische) Weise IHN zurückzugewinnen. Psycho-logisch ist es nämlich IHR Ehemann. Gleichzeitig fühlt sie sich wie der letzte Dreck, eben weil ER sie verlassen hat und macht einen auf Punk, Gothic, Frankensteins Braut. Ihre Lektüre sind Horror- und Vampirstorys. Besonders tragisch wird es, wenn sie in sexueller Unterwerfung das sucht, was sie wirklich vermißt: Liebe, Bestätigung und Geborgenheit.

Jungen in der gleichen Situation werden Bodybuilder oder verfallen irgendeiner anderen Arten von extremem Machismo, um magisch/psycho-logisch den Vater zu ersetzen, – oder sie werden aus naheliegenden Gründen homosexuell oder zumindest „genderfluid“. (Entsprechendes läßt sich über so manches Mädchen sagen, daß dann halt keine „Bitch“ ist, sondern eine „Butch“.)

Ich bin kein Psychotherapeut und kann deshalb das obige nicht weiter ausführen. Es geht auch gar nicht darum, ob das hier nun unbedingt im einzelnen stichhaltig ist, sondern um die grundsätzliche tiefenpsychologische („Ödipuskomplex“) und bioenergetische („Charakterstruktur“) Sichtweise, die zunehmend verlorengeht. An ihre Stelle rücken „dekonstruktivistische“ (zersetzende) vulgärmarxistische und lerntheoretische Herangehensweisen, die darauf hinauslaufen, das Elend zu verfestigen durch familienfeindliche Sozialprogramme und Unterstützung „alternativer Identitäten“. Was immer sich das parasitäre rote Gesindel ausdenken mag und ihren zunehmend blööööderen „Studenten“ an den Universitäten eintrichtert.

Freud und Reich sind heute aktueller denn je. Ihre Theorien sind augenfälliger wahr als jemals zuvor. Doch die Welt wendet sich vermeintlich „zeitgemäßeren“ Erklärungsansätzen zu, nicht mal ahnend, daß sie für den, der sehen kann, vollständig nackt dasteht. Ja, du ahnst nicht mal, was ich sehe, wenn ich dich anschaue, einen üblen Wahnsinn aus genitaler Rache und genitaler Flucht.

nachrichtenbrief146

27. Januar 2020

nachrichtenbrief142

24. November 2019

Die antiautoritäre Transformation aus bio-psychiatrischer Sicht

18. Oktober 2019


Die Homer-Simspon-isierung:

Die antiautoritäre Transformation aus bio-psychiatrischer Sicht

Paul Mathews: Der genitale Charakter und die genitale Welt

19. September 2019

 

Paul Mathews:
Der genitale Charakter und die genitale Welt

 

Schuld und Schulden

15. September 2019

Es ist ein schönes „rechtspopulistisches“ Bonmot, daß wir alle in einer offenen IRRENANSTALT leben. Wer wollte das bestreiten! Aber geht es auch etwas spezifischer?

Nehmen wir die heute alles beherrschende liberale Charakterstruktur, wie sie von Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia beschrieben wurde. Eines ihrer Hauptcharakteristika ist das unverarbeitete nagende Schuldgefühl, das psychogenetisch auf den Ödipuskomplex und hier speziell auf die subversive Rebellion gegen den Vater zurückgeht. Den Rest des Lebens muß man dann immer wieder zeigen, was für ein guter Mensch man doch ist, eben kein hinterhältiger Mörder („Nazi“). Konia hat in den 1960er Jahren das Schuldgefühl bioenergetisch mit der Energie erklärt, die in der gepanzerten Muskulatur festgehalten wird und wegen der Aggressionshemmung (unter der insbesondere der Liberale leidet) nicht entladen werden kann.

Jetzt schaue man sich die Politik an, die absolut manisch zeigen will, daß wir keine „Nazis“ sind, stets darum bemüht ist, durch eigenes Leiden („Einschränkungen“) irgendeine imaginäre „Schuld“ abzutragen und die zu diesem Beginnen das Volk offen in die Selbstzerstörung führt. Die Neurose wird konsequent ausgelebt und normale Menschen wie unsereins stehen daneben und können sich nur verwundert am Kopf kratzen. EIN IRRENHAUS!

Ich habe sogar den Verdacht, daß unsere Wirtschaftspolitik auf die beschriebene liberale Charakterstruktur zurückgeht. Die Nullzins-, wenn nicht gar Negativzinspolitik kann nur dazu führen, daß das erwirtschaftete Kapital geradezu panisch vollkommen un-, wenn nicht kontraproduktiv verschleudert wird, etwa in Schrottimmobilien. Vor allen Dingen soll diese krypto-Gesellianische Politik der Zentralbanken dazu führen, daß keine Energie mehr gebunden, kein Kapital mehr akkumuliert werden kann. Das Geld soll fließen! Es soll also der von Konia beschriebene „Schuldmechanismus“ (Energie Festgefahren in der Muskulatur = Geld festgehalten auf dem Konto) von vornherein unterbunden werden. Dieser Einsicht kommt die deutsche Sprache mit der doppelten Bedeutung des Wortes „Schuld“ entgegen

Ähnliches läßt sich zum linksgrünen Umweltwahn sagen: es geht gar nicht um Umweltschutz (sonst gäbe es ja auch keine Insekten-, Fledermäuse- und Vogelschredder!), sondern darum die Schuld zu beseitigen, indem wir gegenüber der Natur unsere „Schulden“ abtragen, insbesondere unser CO2-Konto. Es ist ein echter Massenwahn aufgrund der Charakterdynamik, die von Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker, Paul Mathews und insbesondere Charles Konia aufgedeckt wurde. Der Hebel, um diesen Wahnsinn zu beenden, kann niemals die Politik sein, sondern nur die öffentliche Bewußtmachung dieser Charakterdynamik.