Posts Tagged ‘Psychopharmaka’

Antiorgontherapie (Teil 7)

12. Juli 2022

Bei aller unbestreitbaren historischen Kontinuität muß doch gesagt werden, daß die Orgonomie imgrunde das Gegenteil der Psychoanalyse und aller aus ihr hergeleiteten Therapieformen ist! Diese „Bewußtseinstechniken“ wirken, weil die Energie, die sich in neurotischen Symptomen geäußert hat, im „Charakter“ gebunden wird (Panzerung). Psychotherapie ist die Flucht vor den Emotionen.

Vor 15 Jahren haben Matthew Lieberman und seine Kollegen an der University of California in Los Angeles mit bildgebenden Verfahren die Gehirnaktivität von 30 Probanden analysiert, die auf Bilder blickten, auf denen Gesichter gezeigt wurden, die bestimmte Emotionen zum Ausdruck brachten. Sie mußten zwischen zwei Namen, einem weiblichen und männlichen, je nach dem Geschlecht der Person, deren Gesicht zu sehen war, und zwischen zwei Wörtern wählen, um die Emotion richtig zu benennen. Beim Auswählen des Namens traten keine nennenswerten Veränderungen auf, doch beim Benennen der Emotion wurde eine Region im präfrontalen Cortex, dem „obersten Kontrollzentrum“, aktiviert, die mit dem In-Worte-fassen von emotionalen Erfahrungen assoziiert ist. Entsprechend reduzierte sich die Aktivität im „triebhaften“ Limbischen System, der Amygdala. Bei jenen Probanden, die Meditation und andere „Bewußtseinstechniken“ ausüben, traten diese Veränderungen besonders stark hervor. Sie haben sich im Griff, indem sie ganz im Hier und Jetzt bleiben und beispielsweise zu sich sagen: „Ich bin wütend“ – und sich so von eben dieser Wut distanzieren. Wenn man Gefühle in Worte faßt, ist es als trete man bei der emotionalen Reaktion auf die Bremse. Deshalb ist es auch hilfreich über seine Gefühle zu sprechen. Sie werden auf diese Weise „bewältigt“. Ein Gutteil der Psychotherapien funktioniert auf diese Weise.

Wir alle kämpfen mit unseren Emotionen und Gefühlen. Ein Zen-Meister wird sagen: bilde einen freien Raum zwischen dir und der störenden Emotion und laß sie dich nicht beherrschen. Letztendlich sollen wir uns nicht nur von unseren Ängsten, sondern auch von unseren Sexualtrieben lösen, um „frei zu sein“! Imgrunde ist das ganze Psychozeugs nichts anderes als „Let’s talk about Sex!“ In der Orgontherapie lernt man genau das Gegenteil: komme in Kontakt mit Deinen Gefühlen. Du wirst merken, daß je mehr du dich ihnen überläßt, sie desto angenehmer und „beherrschbarer“ werden. Die üblichen Psychotherapien sind im tiefsten Sinne „reaktionär“, weil sie nicht Energien befreien, sondern binden. Psychopharmaka ergänzen diesen Abpanzerungsprozeß. Und eure „Spiritualität“ (Achtsamkeit, Yoga, Meditation etc.) könnt ihr euch sonstwohin stecken!

Antiorgontherapie (Teil 1)

4. Juli 2022

Das, was heute typischerweise als Psychotherapie in Praxen und insbesondere Psychosomatischen Kliniken verkauft wird, ist eine Funktion der soziopolitischen Charakterstruktur der Psychotherapeuten, die praktisch zu 100% „grün-rot“ sind und deshalb fast ausschließlich in ihrem Intellekt („intellektuelle Abwehr“) und im energetischen Orgonom leben, bei dem sich alles um das Zentrale Nervensystem dreht.

Patienten, die diese „Therapien“ absolvieren, kommen typischerweise als veränderte Menschen nach Hause. Agierten sie vorher spontan „aus dem Bauch heraus“ (der Solar plexus ist das Zentrum des Vegetativen Nervensystems), sehen sie, bevor sie irgendwas tun, nunmehr „in sich“ im Sinne der „Selbstachtsamkeit“. Werden sie etwa gebeten, doch abends noch schnell den Müll runterzubringen, sagen sie jetzt, daß sie zuerst „in sich hineinhören“ müssen, „was das mit ihnen macht“. Mit anderen Worten werden aus Männern verweiblichte Weicheier und aus Frauen vermännlichte Zicken. Eltern sollen ihre Babys vor dem Windeln, um Erlaubnis fragen, d.h. das, was Reich als „intellektuelle Abwehr“ bezeichnete, soll so früh wie möglich verankert werden.

Das ganze wird dann noch mit „östlichen Weisheitslehren“ und gar Reichianischen (heutzutage „krypto-Reichianischen“) Versatzstücken ausgeschmückt. Doch die gelernte „Achtsamkeit“ hat rein gar nichts mit bioenergetischem (orgonotischem) Kontakt zu tun, sondern ist nichts anderes als Intellektualisieren, zerebral. Und das Gerede über „Chi“, „Prana“, „Energie“, gar „Orgon“ spiegelt nichts anderes wider als was man gemeinhin als „Geist“ bezeichnet. Es ist das „Leben im Spiegel“, ungreifbar, steril, kontaktlos. Das wird als befreiend und „heilend“ erfahren, weil man endlich von den Emotionen befreit ist. Das ist der gleiche Zustand, der chemisch durch Psychopharmaka hervorgerufen wird.

Emotional kranke Menschen, nicht Waffen, töten Menschen

7. Juni 2022

Psychiatrie und Soziologie.

Emotional kranke Menschen, nicht Waffen, töten Menschen

David Holbrook, M.D.: DIE ETYMOLOGIE VON „PARANOIA“ / EMOTIONALE REGULATIONSSTÖRUNG UND BEZIEHUNGSGESTALTUNG

20. Mai 2022

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Die Etymologie von „Paranoia“

Emotionale Regulationsstörung und Beziehungsgestaltung: Text an die geschiedenen Eltern einer dysregulierten jungen Erwachsenen

Alter, naive Medizin! (Teil 6)

22. Juni 2021

Wie die tatsächlich alternative Medizin aussieht, läßt sich anhand einer interessanten Studie des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie zeigen. Untersucht wurden Zebrafische, die aufgrund einer Mutation chronisch unter Streß leiden, weil in ihnen die „Streßhormone“ Cortisol, CRH und ACTH deutlich erhöht sind. Nachdem man sie in ein neues Aquarium umquartiert hatte, sanken sie verschreckt auf den Beckenboden und verhielten sich ganz still, während normale Zebrafische sofort ihre neue Umgebung voller Neugierde begutachten würden.

Die Wissenschaftler setzten das Verhalten der mutierten Zebrafische mit dem Vorliegen einer „Depression“ gleich und initiierten deshalb sozusagen eine „Thymolepsie“, indem sie einfach das Antidepressivum Fluoxetin ins Wasser des Aquariums schütteten. Kurz darauf verhielten sich die Zebrafisch wie ihre normalen Artgenossen!

Uns interessiert in diesem Zusammenhang weniger die „Mutation im Glucocortcoid-Rezeptor“, sondern schlicht, daß diese Fische unter einer chronischen Sympathikotonie leiden, d.h. einem anhaltenden orgonotischen Kontraktionszustand und daß Wirkstoffe wie die „Serotonin-Wiederaufnahmehemmer“, zu denen Fluoxetin gehört, dem offensichtlich entgegenwirken können – auch wenn das manchen Ideologen der „Alternativmedizin“ und Kämpfern gegen die „Pharmakonzerne“ nicht ins Konzept paßt.

Welche Rolle hat hier nun die medizinische Orgonomie zu spielen? Sie ordnet derartige Beobachtungen in einen umfassenden Zusammenhang ein und macht damit eine sinnvolle Behandlung erst möglich. Wilhelm Reich faßt seine entsprechenden Untersuchungen wie folgt zusammen:

Die grundsätzlichen biologischen Funktionen der Kontraktion und Expansion ließen sich dem Seelischen in gleicher Weise zuordnen wie dem Körperlichen. Es ergaben sich zwei Reihen von Wirkungen, die einander entgegengesetzt waren. Ihre Elemente repräsentieren verschiedene Tiefen des biologischen Funktionierens. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 215)

Reich hat diesen „Urgegensatz des Vegetativen“ von psychologischen Gegebenheiten bis hinab in die Biophysik wie folgt aufgeführt (ebd., S. 220):

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Blogeinträge Januar/Februar 2016

5. Juni 2021

Blogeinträge Januar/Februar 2016

  • Zwangsmigration ist eine Massenvernichtungswaffe
  • Das Herausnehmen der Psyche aus der Psychiatrie
  • Das sexuelle Elend der arabischen Welt
  • Und was Donald Trump betrifft
  • Die Jungen und die Ahnungslosen
  • Die natürliche Funktion eines politischen Führers

David Holbrook, M.D.: TEXT AN DIE MUTTER EINER 20JÄHRIGEN PATIENTIN / BORDERLINE-ZUSTÄNDE / ZU POSITIVITÄT UND NEGATIVITÄT / ÜBER SCHLAFLOSIGKEIT, EMDR UND KVT

20. August 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Text an die Mutter einer 20jährigen Patientin

 

Borderline-Zustände: Textaustausch mit der Mutter einer Borderline-Patientin

 

Zu Positivität und Negativität. Hysterie, Wut und die dunkle Seite: Brief an eine Hysterikerin

 

Über Schlaflosigkeit, EMDR und KVT (Brief an einen Patienten)

 

David Holbrook, M.D.: MEDIZINISCHE ORGONTHERAPIE IN DER KONVENTIONELLEN PSYCHIATRISCHEN PRAXIS (Teil 2)

13. April 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Medizinische Orgontherapie in der konventionellen psychiatrischen Praxis

 

David Holbrook, M.D.: MEDIZINISCHE ORGONTHERAPIE IN DER KONVENTIONELLEN PSYCHIATRISCHEN PRAXIS (Teil 1)

12. April 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Medizinische Orgontherapie in der konventionellen psychiatrischen Praxis

 

Warum beschäftigen sich Psychiater nicht mehr mit Emotionen?

7. Februar 2020


Cipralex und Achtsamkeitstraining.

Warum beschäftigen sich Psychiater nicht mehr mit Emotionen?