Posts Tagged ‘Trauer’
David Holbrook, M.D.: SEX, LIEBE, STRÖMUNGSANGST UND ALL IHRE ÄUßERUNGSFORMEN (Teil 1)
26. Februar 2021Der bioenergetische Dreisatz der Corona-Krise
5. April 2020Die einen folgen der quasi regierungsamtlichen „somatischen“ Theorie, daß wir es mit einer echten Pandemie zu tun haben und alles getan werden muß, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, bis ein geeigneter Impfstoff entwickelt worden ist. Die quasi „oppositionelle“ Theorie ist eine „psychologische“: es handle sich um eine reine Massenhysterie, gar Massenpsychose angesichts eines ganz gewöhnlichen Grippevirus. (Die Frage, ob diese Massenhysterie intentional gesteuert ist und spontan entstanden ist, lassen wir mal draußen vor!)
In diesem, sozusagen „psycho-somatischen“ Rahmen kann es keine orgonomische („bioenergetische“) Antwort geben. Der eine Orgonom kann zur „Virusseite“ tendieren, der anderen zur Seite der „Hysterie“ je nach Informationsstand. Schließlich streiten sich selbst Virologen und Epidemiologen untereinander. Was also wäre die spezifisch orgonomische Antwort auf die gegenwärtige Corona-Krise?
Beim funktionellen Denken geht es stets darum, was das Endresultat eines Vorgangs ist. Das ist wiederum funktionell identisch mit der bioenergetischen Auswirkung. Beispielsweise ist es letztendlich egal, worauf die gegenwärtige Einschränkung unseres Lebens beruht, d.h. ob die Bedrohung real ist oder alle gaga geworden sind. Was erfolgt ist, ist eine bioenergetische Kontraktion des gesellschaftlichen Organismus. Es ist wichtig, wie wir mit dieser umgehen und wie wir wieder aus ihr herauskommen.
Hier beginnt die Expertise der Orgonomie, denn nur sie hat den Blick dafür, was wirklich vor sich geht. Nur sie weiß, daß überhaupt eine Kontraktion vorliegt, hinter den Kontaktverboten und der generellen Einschränkung aller ökonomischen und Freizeitaktivitäten etwas Bioenergetisches vor sich geht – und was dabei „bioenergetisch“ eigentlich bedeutet.
Da wäre Beispielsweise die Emotion, die (neben der Emotion Trauer) mit Kontraktion assoziiert ist: die Angst. Dr. Peter Crist weist etwa darauf hin, daß in der gegenwärtigen Situation Politiker dazu neigen könnten, „etwas zu tun“ und dabei gar nicht sachlich motiviert sind, sondern tatsächlich schlichtweg ihre EIGENE Angst unter Kontrolle bringen wollen. (Man höre seine Ausführungen hier.)
Nicht zuletzt wird diese generelle bioenergetische Kontraktion gravierende Auswirkungen auf das Soma und die Psyche aller Menschen in diesem Land haben. Die Menschen werden krankheitsanfälliger werden und psychisch (d.h. emotional) deskompensieren, allein schon weil der Ersatzkontakt wegfällt, der für viele Menschen ihre vermeintliche „Arbeit“ und ihre obskuren Freizeitaktivitäten darstellen. Es ist selbstredend, daß damit auch eine große Chance gegeben ist, nämlich die, daß sich die einzelnen Menschen und vielleicht auch die gesamte Gesellschaft neu justiert in Richtung eines genuineren Kontakts.
Orgonomie und Christentum: Die Abfolge Heidentum – Christentum – Neoheidentum – Orgonomie (Teil 1)
5. Januar 2020Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 2
8. Januar 2019ZUKUNFTSKINDER: 7. Das Drogenproblem, f. Der Weg in die Verblödung
30. April 2018Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:
ZUKUNFTSKINDER:
Die Charakteranalyse der Menschheit (Teil 1)
11. Mai 2016Shinobu Kitayama und Jinkyung Na (University of Michigan) konnten zeigen, daß die unterschiedliche Reaktionsweise von unterschiedlichen Ethnien, hier europäisch-stämmige gegen asiatisch-stämmige Amerikaner, nicht auf bloßen angelernten psychologischen Einstellungen beruhen, sondern im Gehirn sozusagen „fest verdrahtet“, d.h. zu „Biologie“ geworden sind. In orgonomischer Begrifflichkeit handelt es sich um (charakter-) strukturelle Unterschiede.
Konkret ging es um unterschiedliche Reaktionsweisen, die etwas über die Persönlichkeit aussagen (zuvorkommend, feige, egoistisch, etc.). Während Asiaten davon ausgehen, daß diese Verhaltensweisen aus Angst vor gesellschaftlichen Sanktionen erfolgen, und deshalb nichts über den intrinsischen Charakter der jeweiligen Person aussagen, gehen Europäer davon aus, daß diese Handlungsweisen das „Wesen“ der Person zum Ausdruck bringen.
In Die Panzersegmente (Teil 1): Der Augenpanzer habe ich ähnliche Experimente diskutiert, in denen es darum ging, daß Asiaten eher auf die Augen schauen, Europäer eher auf den Mund, um den Gefühlszustand des Gegenübers abzuschätzen.
Wichtig ist zunächst nur eins: daß sich Kulturen in der biophysischen Struktur ihrer Mitglieder verankern, daß es also nicht nur um bloße Psychologie („Angelerntes“) geht, sondern um eine Prägung, die Teil der biophysischen Struktur geworden ist.
Konkret wurde den beiden Probandengruppen ein Film vorgespielt, in der eine Person sich beispielsweise ängstlich verhielt oder mutig verhielt. Danach wurde ihnen ein Photo mit dem Gesicht der betreffenden Person gezeigt und unmittelbar darauf Persönlichkeitszüge, die dem Verhalten der Person diametral widersprachen. Die Gehirnaktivität der Europäer zeigte in Bruchteilen einer Sekunde „Überraschung“ angesichts des Widerspruchs an, während diese Hirnsignale bei den Asiaten ausblieben. Die Europäer hatten also vom gezeigten Verhalten unmittelbar auf die Persönlichkeit geschlossen, während die Asiaten keinerlei Zusammenhang sahen, bzw. es kam ihnen gar nicht erst in den Sinn, daß hier überhaupt auch nur entfernt ein Widerspruch vorliegen könnte.
Diese Forschungsergebnisse zeigen, daß Asiaten eher eine Struktur haben, die auf das Kollektiv bezogen ist. Soziale Kontrolle durch Scham („Gesichtsverlust“): man tut, was von einem erwartet wird – und verhält sich ganz anders, wenn niemand hinschaut. Während Europäer sich selbst kontrollieren und dies auch von anderen erwarten. Kontrolle durch „Gewissensbildung“. Zwei vollkommen unterschiedliche Arten von Menschentieren.
Kurz zusammengefaßt kann man sagen, daß die „Weißen“ individualistisch und in ihrer Beziehung zu anderen berechnend eingestellt sind, die „Gelben“ kollektivistisch und mitfühlend.
Dieser Unterschied zeigt sich auch darin, wie wir uns gegen die ultimative Bedrohung, den Tod verteidigen. Dies konnten die beiden Psychologen Christine Ma-Kellams und Jim Blascovich von der University of California, Santa Barbara zeigen. Während westlich geprägte Menschen das unabhängige, individuelle Selbst hochhalten, nutzen Asiaten angesichts des Todes das Gefühl von Gemeinschaft und Gruppenzugehörigkeit als Angstpuffer. Das zeigt sich daran, daß die ersteren im Bewußtsein der eigenen Sterblichkeit Personen stärker ausgrenzen, die sie nicht zur eigenen Gruppe gehörig empfinden, etwa weil sie ihre Überzeugungen verletzen. Sie konzentrieren sich also auf die Kerngruppe und werden auch gegenüber unschuldigen Opfern „engherziger“. Die eigenen Reihen werden fest geschlossen („Kontraktion“). Östlich geprägte Menschen sehen in Anbetracht ihrer eigenen Sterblichkeit über unerwünschtes Verhalten anderer hinweg, weiten ihre sozialen Bindungen aus und werden entsprechend „weitherziger“ („Expansion“).
Zunächst einmal ist interessant, wie der Kommunismus diese beiden emotionalen Grundstrukturen verändert hat: in Osteuropa wurden die Menschen „kollektivistischer“ und „solidarischer“, während sie in Rotchina unter dem Diktat des „Klassenkampfes“ (der sich bekanntlich auf dem Weg zum Kommunismus immer weiter verschärft: Säuberungen, Kulturrevolution, etc.) auf eine für die übrigen Asiaten erschreckende Weise ruppig und unsolidarisch geworden sind. Mit dem letzteren Phänomen habe ich mich in Die „progressive“ Zerstörung des Lebendigen und der Arbeitsdemokratie beschäftigt.
Kommunisten haben nur ein Ziel: Macht um der Macht willen. Entsprechend werden die Grundlagen der Gesellschaft, letztendlich die bioenergetische Pulsation, zerstört. Im Westen war das selbständige Individuum, das die Tendenz hat andere auszuschließen, Ziel dieser Zerstörung, im Osten der „mitmenschliche Mensch“, der im Zweifelsfall für „die anderen“ offen war. Beide Einstellungen untergraben den „Klassenkampf“!
Was der Kommunismus letztendlich zerstören will, ist die bioenergetische Struktur des Menschen, die sich in zwei Energiesystemen manifestiert: erstens das orgonotische System und zweites das energetische Orgonom.
Das erstere konzentriert sich im Oberbauch, im Solar plexus, und bestimmt unsere „selbstsüchtigen“ Emotionen: alles geht vom bioenergetischen Zentrum nach außen (Lust, Wut, Sehnsucht) oder nach innen (Angst, Trauer). Bleibt dabei aber stets im bioenergetischen Kern zentriert. Alles ist auf diesen bioenergetischen Kern bezogen. Die „emotionale Egozentrik“ des Westens.
Das zweite Energiesystem entspricht unserer Sensorik („Sensation“) und der koordinierten motorischen Antwort. Dieses System kennt als „Schnittstelle zwischen Außen und Innen“ keine wie auch immer geartete „Egozentrik“. Es ist archetypisch im Ameisenhaufen verkörpert, wo das Individuum nichts, das Kollektiv alles ist.
Im Westen ist das erste System mehr betont, im Osten das zweite. In einer idealen Gesellschaft wären beide Systeme ungefähr gleich stark bzw. würde die Betonung je nach Situation wechseln. Die Menschen wären nicht „festgefahren“ auf immer den gleichen Reaktionstyp.
Eine zukünftige ideale Arbeitsdemokratie (das diametrale Gegenteil des Klassenkampfs) könnte man geradezu so definieren, daß die Menschen weder ausgesprochen individualistisch, noch ausgesprochen kollektivistisch wären.
Gegenwärtig sieht es so aus, als würde im Westen der Mensch zunehmend von seinen Sensationen bestimmt werden, während es im Osten umgekehrt immer mehr die Emotionen sind. Aber dies ist kein Weg zu einer „Harmonisierung“, sondern ganz im Gegenteil wird die ohnehin gestörte bioenergetische Pulsation nur noch mehr durcheinandergebracht. Es ist ungefähr so, als würde man einem Amphetaminjunkie Beruhigungsmittel geben. Statt eines energetischen Ausgleichs kommt es zu einem endgültigen Zusammenbruch der Pulsation. Wir haben dann den ständig egoistisch „Solidarität“ einfordernden „Ossi“ und den oben erwähnten heutigen Rotchinesen vor uns, den sowohl die übrigen Asiaten als auch die Westler einfach nur entsetzlich finden.
Die Lösung kann nur in der Auflösung der Panzerung liegen. Die gelingt aber nur, wenn sich die westlichen und östlichen Menschen ihren jeweiligen Ängsten stellen und lernen sie auszuhalten. Der westliche Mensch muß lernen sich seinen Mitmenschen mehr zu öffnen, der östliche Mensch muß lernen mehr Eigenverantwortung zu tragen. Kurz, beide müssen jeweils arbeitsdemokratischer werden.
Die vordringlichste Aufgabe aber wird es sein, „kommunistischen“ Menschenexperimenten jedweder Art ein für allemal Einhalt zu gebieten. Kommunisten sind die gesellschaftliche Entsprechung von quacksalberischen „Körpertherapeuten“, die statt die gesunde Pulsation zu fördern sie immer weiter untergraben. Reich hat das (auf dem Entwicklungsstand des damaligen Orgonomischen Funktionalismus) in Die Massenpsychologie des Faschismus und Die sexuelle Revolution am Beispiel der Sowjetunion im Detail ausgeführt.
Die Emotionen, die Arbeitsdemokratie und der Mystizismus
18. Januar 2016Es gibt fünf Grundemotionen. Lust, Wut und Sehnsucht entsprechen einer Expansion, Angst und Trauer einer Kontraktion. Den drei expansiven („produktiven“) Emotionen kann man Liebe, Arbeit und Wissen zuordnen, die die drei Grundlagen der Arbeitsdemokratie sind.
Visionäre Zustände, auf die vermeintliche „Esoteriker“ ihre Systeme aufbauen, sind der Orgonomie nicht neu. Vegetative Erregungen gehen vom Solar plexus aus und streben nach Entladung. Normalerweise äußert sich die Liebe (und zwar ausnahmslos alle Liebe, also nicht nur die sexuelle) in einer Erregung des Genitals. Bei Mystikern wird daraus „göttliche Liebe“, was nichts anderes heißt als sozusagen „genitallose Kastratenliebe“, bzw. Kopfliebe – also überhaupt keine Liebe, sondern Verachtung, im besten Fall Verwirrung.
Einer von Reichs Patienten beschrieb:
In der Brust beginnt sich etwas zu regen, dann schießt es in den Kopf, ich bekomme das Empfinden, als ob mein Kopf zerspringen wollte. Es legt sich wie ein Nebel um meine Augen. Ich kann nicht mehr denken. Ich verliere das Empfinden für das, was um mich vorgeht. Ich drohe zu versinken, mich und alles um mich zu verlieren.
Dazu schreibt Reich: „Solche Zustände traten immer dann auf, wenn eine Erregung das Genitale nicht erreichte und ’nach oben‘ abgelenkt wurde“ (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 256).
Jene vegetativen Erregungen, die sich als Arbeit entladen (d.h. die Hindernisse für die Liebe aus dem Weg räumen bzw. die Voraussetzungen für die Liebe schaffen wollen), bedienen sich der Muskulatur. Bei Mystikern wird daraus „Arbeit“ an der spirituellen Vervollkommnung des Menschen, d.h. die Hintertreibung jeder aggressiven Lebensbewältigung – also Anti-Arbeit. Man denke nur an all das kontraproduktive Unheil, das die spirituelle Disziplin der „Nächstenliebe“ anrichtet, etwa im Zusammenhang mit der gegenwärtigen „Flüchtlings“-Krise.
Jene vegetative Erregungen, die sich als Streben nach Wissen entladen, gehen in Brust und Arme: es wird versucht die Welt „zu begreifen“. Eindrücke werden gewonnen und verarbeitet, um die Welt „zu entschlüsseln“. Man nehme das Bild eines Hausschlüssels, der in Knetmasse einen „Eindruck“ hinterläßt und anhand dieser Vorlage beliebig vervielfältigt werde kann. In der kotaktlosen Mystik werden (man verzeihe das verquere Bild!) damit Luftschlösser aufgeschlossen, d.h. nichts ergründet, nichts erkannt, nichts zum Leben beigetragen. Es seien nur die absurden Konzepte der Anthroposophie erwähnt. Ganze Gesellschaften beschäftigen sich mit nichts anderem als purem Unsinn.
Die Kultur, der Bereich des Wissens, ist funktionell identisch mit der Fassade, die unter gesunden Verhältnissen getreulich den Kern, den Bereich der genitalen Liebe widerspiegelt. Die Arbeit entspricht der Mittleren Schicht, die für die „Charakterstärke“, d.h. die Durchsetzungsfähigkeit des Kerns (und seiner Fassade) steht.
Durch die Panzerung wird aus Liebe Verachtung, da die Energie zum Kopf hin verlagert wird. Aus Lust wird Frustration. Der Panzer verwandelt Aggression in Destruktion. Aus Arbeit wird Zerstörung, jedenfalls läuft der Mystizismus im Endeffekt immer darauf hinaus. Wissen beruht auf Kontakt, entsprechend führt Kontaktlosigkeit zur Lüge.























