Posts Tagged ‘Buddhismus’

Papa! (Teil 2)

13. August 2020

Orgonomie und Metaphysik (Teil 32)

Peters Geschichte

2. Juli 2020

Schon als 12- oder 13jähriger ist mir bei der Lektüre von Büchern über die „verlorenen Welten“ der Antike und Vorzeit, wie beispielsweise Cerams Götter, Gräber und Gelehrte, aufgefallen, daß diese ungeheueren Zeiträume von geschichtslosen „dunklen Zeitaltern“ zerrissen waren und die Geschichte sich ansonsten ständig wiederholte. Die gleichen Entdeckungen und Eroberungen werden im Verlauf einer offenbar nicht vorhandenen Entwicklung immer wieder gemacht, um danach unerklärlicherweise bald wieder in der Versenkung zu verschwinden. Monoton werden ständig dieselben Geschichten erzählt. Es ist fast unmöglich, die Chroniken unmittelbar benachbarter Kulturen logisch aufeinander abzustimmen. Der Zeitablauf machte keinen organischen Sinn, so daß meine jugendliche Faszination schnell in Widerwillen umschlug.

Als ich viele Jahre später Immanuel Velikovsky las, der versuchte, Ordnung in die westlichen „Zeitalter im Chaos“ hineinzubringen, stellte sich schnell heraus, daß er kaum mehr getan hatte, als die Geschichte des Nahen Ostens, die durch die Rekonstruktion der neuzeitlichen Altertumsforscher vollends durcheinandergeraten war, an der biblischen Geschichte neu auszurichten. Seine Rekonstruktion war ziemlich abwegig, da es keinen archäologischen Beleg für das Alte Israel gibt: Salomo, David und gar Moses sind allenfalls netter Erzählstoff. Daß Velikovsky mit Hilfe der nachweisbar frei erfundenen Bibel Ordnung schaffen konnte, war Hinweis darauf, daß die Alte Geschichte in ihrer Gesamtheit nicht etwa gelebt, sondern genauso wie die Bibel geschrieben worden war.

Velikovskys Forschungen entwickelten sich aus seiner Auseinandersetzung mit Freuds Buch Der Mann Moses und die monotheistische Religion, in dem sich Freud mit dem Rüstzeug der Psychoanalyse als Altertumsforscher versucht – und dabei ein weiteres Mal die Psychoanalyse ad absurdum führt. Doch bereits ein Jahrzehnt vorher war von Reich die Weiterentwicklung der Psychoanalyse zur Charakteranalyse in Angriff genommen worden. Er war zunehmend weniger an Erinnerungen und deren interpretativen Durchdringung interessiert, sondern am gegenwärtigen Funktionieren. Nicht die Erinnerungen bestimmen die jetzige Psyche, sondern umgekehrt: die (geschichtlich gewachsenen) aktuellen psychischen Verhaltensmuster und konkret greifbaren körperlichen Strukturen bedingen bestimmte „Erinnerungen“. Entsprechend kann es bei der Alten Geschichte nicht um die doch immer ziemlich willkürliche Rekonstruktion der Historie gehen, sondern allenfalls um das Freilegen von „metahistorischen“ Strukturen, die die Geschichtskonstruktion zur Zeit ihrer Fixierung bestimmten.

Unter den diversen „Geschichtskritikern“ ist der russische Mathematiker Anatolij T. Fomenko am konsequentesten vorgegangen und ist deshalb im Bereich der Geschichtswissenschaft vielleicht die beste Entsprechung zu Reichs Herangehensweise. Fomenko zufolge ist die gesamte Geschichte vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618) ein Konstrukt. Aufgrund einer statistischen Computeranalyse der Geschichtsdaten weist er nach, daß die Alte Geschichte künstlich generiert wurde, indem ein Grundmuster von 333 bzw. 360 Jahren vervielfältigt und in immer neuen Variationen der Grundelemente über die Zeitachse verschoben wurde. Nach der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert entzieht der Buchdruck, der die damalige Geschichtserfindung und ihre flächendeckende Verbreitung erst möglich gemacht hatte, die Geschichte ein für allemal dem menschlichen Zugriff. Man denke nur an die Institution „Tageszeitung“!

Was Fomenko, ähnlich wie vor ihm Velikovsky, unterließ, war eine konsequente Würdigung der theologischen Natur der Geschichtserfindung. Offensichtlich wurde zur Zeit der sogenannten „Re-Formation“ zusammen mit der Bibel eine zu ihren Aussagen passende Weltgeschichte kreiert, d.h. beides wurde gedruckt und unters Volk gebracht. (Dieser Ursprung der Bibel erklärt auch, warum die Amischen und die orthodoxen Juden bis heute partout darauf beharren, ausgerechnet in einer Welt des 17. Jahrhunderts leben zu wollen: die Bibel und die damalige Zeit gehören untrennbar zusammen.)

Gleichzeitig flossen, quasi nebenbei, die leider ganz und gar nicht „christus-haften“ partikularen Interessen der Schöpfer dieser pseudorealistischen Konstruktion in die Christus-Gestalt ein: im Geiste der damaligen machiavellistischen „Humanisten“, die natürlich auf der Seite der entrechteten „Plebejer“ standen, war Jesus ein Führer, der Schwäche und Ohnmacht in Stärke transformiert und in eine „geistige“ Macht, die alle „weltliche“ Macht übersteigt. In dieser Hinsicht waren diese „Befreiungstheologen“ Vorläufer und Inspiratoren von Lenin und Hitler. Diese diabolische Dynamik und die ins Auge springende schizoide Doppelgesichtigkeit Jesu – Spartakus/Cäsar, Bettelmönch/Pontifex Maximus, Diogenes/Alexander, Pazifist/herrschsüchtiger Gewaltmensch – wird in Christus thematisiert.

Andererseits: daß eine reale, charismatische Figur, ein genitaler Charakter und sein tragisches Schicksal die Autoren der Christus-Geschichte inspiriert hat, ist anzunehmen, denn nur so wäre die unwiderstehliche Kraft des Christentums und der Geschichtskonstruktion, die es perfekt illustriert, erklärlich. Reich schrieb dazu:

Die Geschichte Christi hat die Menschheit tief berührt und zu Tränen, Jammer und großer Kunst bewegt, weil sie die eigene, tragische Geschichte der Menschheit ist. Jeder Mensch ist Christus und Opfer der Pest. Die Menschen sind hilflos vor ihren eigenen Gerichten, fliehende Jünger und schlafende Bewunderer; es sind Judasse, die dem Meister den Todeskuß geben und Marias, die Christus eine verbotene, göttliche Liebe geben; sie sind abgestorbene Körper, die die Schönheit Gottes in ihren erstarrten Gliedern vergeblich suchen, aber niemals aufhören, seine Existenz in sich und außerhalb zu fühlen. Trotz aller Panzerung, Sünde, Haß und Perversion sind auch die Menschen im Grunde Lebewesen, die nicht anders können, als die Lebenskraft in sich und außerhalb zu fühlen. (Christusmord, Freiburg 1978, S. 240f)

Zwar hat der Beginn der heutigen Geschichtsschreibung nichts mit den Anfängen der flächendeckenden Panzerung der Menschenmassen zu tun, es ist jedoch von tiefer Bedeutung, daß sich der Kern ihrer Tragödie in praktisch allen Erzählsträngen der westlichen Geschichtsmythen niederschlug.

Mit dieser Offenlegung ist die Aufklärung vollendet und dem Christentum das Fundament endgültig entzogen. An seine Stelle wird die Orgonomie, d.h. die Wissenschaft, als einzige legitime Quelle der Identität der westlichen Welt treten. Wir „glauben“ weder an einen persönlichen Gott noch an eine unpersönliche „kosmische Kraft“ (der „Druck“, den orgastisch impotente Menschen empfinden und als Chi, Prana und gar „die Leere“ mystifizieren – daraus sind faschistische Religionen wie der Buddhismus und der Hinduismus hervorgegangen), sondern an das Lebendige, das sich im unkodifizierbaren Gefühl von Anstand in uns selbst, im Funkeln in der Atmosphäre und im Lächeln jedes Neugeborenen offenbart.

Peters Held Meister Zatoichi

26. Juni 2020

Was ist das Besondere an Zatoichi? Warum ist er ein „orgonomischer“ Held?

  1. Er kämpft gegen soziale Panzerung. Im systematisch von der restlichen Welt abgeschotteten Japan der Edo-Zeit (1603–1868) gab es ein strenges Kastensystem. Jeder wurde in seine Kaste hineingeboren. Soziale vertikale Mobilität war gleich null. Nur Samurai durften ein Schwert führen, so daß die restliche Bevölkerung ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war. Selbst die horizontale Mobilität der Menschen war extrem eingeschränkt. Jeder hatte auf dem Platz zu funktionieren, der ihm zugewiesen worden war. Und hier kommt der fahrende Masseur und Glücksspieler Zatoichi, ohne festen Wohnsitz, ein überlegener Schwertkämpfer aus einer niedrigeren Kaste. Und er ist blind: im faschistischen Denken des Buddhismus ist er aufgrund des Gesetzes des Karma verflucht und ein wahrhaftiger Untermensch:

  2. Da er blind ist, hängt er neben seinem Gehör vor allem von seinem sechsten, seinem orgonotischen Sinn ab. Er spürt die energetischen Felder seiner Gegner. Er ist der ultimative „Orgonkrieger“.
  3. Als Blinder sieht er klarer als alle anderen, da ihn die Fassade nicht in die Irre führen kann.
  4. Er ist ständig damit beschäftigt gegen die Emotionelle Pest zu kämpfen und die Genitalität zu verteidigen. Er ist dabei bodenständig, ein Liebling der Frauen, kann mit Kindern und ist immer für einen Spaß zu haben. Seine Abenteuer erinnern an die von de Costers „Thyl Ulenspiegel“. Über drei Jahrzehnte hinweg war die Filmfigur der Volksheld der Japaner schlechthin. Zatoichi ist Kult.

  5. Er wirkt unbeholfen und emotional rein wie ein neugeborenes Baby. Zatoichi ist eine Christusfigur:

David Holbrook, M.D.: ÜBER WUT

24. März 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Über Wut

 

Orgonomie und Christentum: Die Abfolge Heidentum – Christentum – Neoheidentum – Orgonomie (Teil 3)

9. Januar 2020
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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 2. Wilhelm Reich statt Jesus Christus

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / Vorwort (Fortsetzung)

16. Januar 2019

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / Vorwort (Fortsetzung)

Sexpol 2018: Buddhas Idioten

12. November 2018

Indische Heilige suchen die „unmittelbare spontane Erfahrung“, in der sie sich selbst verlieren. Alles, wirklich alles, ist auf diese Erfahrung ausgerichtet. Wer sich auch nur etwas in der Welt von Hinduismus, Buddhismus und Sufismus auskennt: es geht ausschließlich um Liebe und Sex bzw. um Ekstase und orgastische Befriedigung. Das ganze ist möglich, weil es in eine extrem sexualfeindliche Ideologie eingebettet ist. Da es ausschließlich arrangierte Ehen, meist innerhalb der Verwandtschaft, gibt, führt Flirten mit einiger Sicherheit in den Tod. Wer sich ausgerechnet als „Reichianer“ auf diese Welt einläßt, disqualifiziert sich selbst, erklärt sich selbst für unzurechnungsfähig.

Übrigens waren die Inder nicht solche kompletten Idioten, wie ihre europäischen Adepten, denn ähnlich den Schamanen bei den Naturvölkern, wurden praktisch ausschließlich psychisch Gestörte, „Intersexuelle“ und auf andere Weise Behinderte zu „heiligen Männern“. Man schaue sich doch Photos der bedauernswerten Gestalten an, die im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts den heutigen Hinduismus begründet haben. Der indische Mystizismus entsprach dem, was in Europa heute die Psychiatrie und die Fürsorge für Sorgenkinder ist. Auf diese Weise wurden die Unproduktiven produktiv gemacht, d.h. als Agenten der gesellschaftserhaltenden sexualfeindlichen Ideologie genutzt.

Ansonsten fällt mir nur der göttliche Frank Zappa ein:

TOD DER REAKTION!

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 8. Der Kampf der Götter/ OR gegen DOR

17. Juli 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 8. Der Kampf der Götter / OR gegen DOR

ZUKUNFTSKINDER: 7. Das Drogenproblem, f. Der Weg in die Verblödung

30. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

7. Das Drogenproblem, f. Der Weg in die Verblödung

Die Linke und die Psyche

19. April 2018

Von Rechtswegen sind Linke Materialisten, „Dialektische Materialisten“, die nichts mit Psychologie am Hute haben. Reich mußte sich in den 1920er und 1930er Jahren zur Genüge mit diesem „Vulgärmarxismus“ herumschlagen. Dieser extreme Materialismus ist die Ideologie der Roten Faschisten, der Trotzkisten, Stalinisten, Maoisten, DKPler und andere derartige Sektierer am äußersten linken Rand. Man muß mit eigenen Augen gesehen haben, wie sich solche Kommunisten auf Operationstischen buchstäblich ausschlachten lassen, weil sie partout keine „psychosomatischen“ Krankheiten anerkennen wollen!

Die breite Masse der Linken ist vollkommen anders: „Psychosomatik“ ist ihr Lebenselixier, sie lieben Freud, sind ständig am psychologisieren, gehen ganz in der „Kultur“ auf und ihr vermeintlicher „Marxismus“ ist kaum mehr als verweltlichtes „Christentum“, d.h. alles dreht sich um Moral, den Kampf gegen Ungerechtigkeit und die Sünde an den Armen und Geknechteten. Alles dreht sich ums Bewußtsein. Es durchzieht wirklich die gesamte Existenz dieser Klientel: Bewußtmachen des Unbewußten im Sinne der Psychoanalyse, die Pornographisierung des Alltags, die spezifisch „buddhistische“ Spiritualität („Achtsamkeit“), der Wahn alles regulieren und bestimmen zu können, etc.

Warum die, für einen Linken auf den ersten Blick so unnatürliche, Faszination mit dem so „unmaterialistischen“ Bewußtsein? Bewußtsein steht für das einheitliche, koordinierte Funktionieren des Organismus als Ganzheit. Aber gleichzeitig (Vorsicht: Dialektik!) unterbindet das Bewußtsein das einheitliche Funktionieren. Und genau das ist der Hauptmechanismus der linken Charakterstruktur: das, was Reich als „intellektuelle Abwehr“ bezeichnet hat. Der Intellekt dient der Abwehr bioenergetischer Strebungen, was mit einer Verlagerung der organismischen Orgonenergie vom Becken ins Gehirn einhergeht. Während der Konservative im Solar plexus zentriert ist (vegetatives Nervensystem), geht der Linke ganz im Zentralen Nervensystem („energetisches Orgonom“) auf: er ist sein Gehirn. Ein Gehirn, das alles analysiert und in seine Einzelteile „zersetzt“ – entsprechend dem Materialismus. Je weiter die Abwehr sich steigert, d.h. je neurotischer der Linke wird, desto offen materialistisch wird er, bis das anfangs beschrieben Syndrom in reiner Form vorliegt, der beinharte, knochentrockene Kommunist.