Das ist meine Freundin, Donna. In den 1990er Jahren lebte und sang sie in Italien, Deutschland und Frankreich. Nach ihrer Rückkehr in die USA studierte sie mit Cornelius Reid, einem bekannten Gesangslehrer (siehe seinen Wikipedia-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Cornelius_L._Reid), der 2008 verstarb. Cornelius hatte eine Therapie bei Reichs wichtigstem Schüler Ellsworth Baker, mit dem er nach seiner Therapie persönlich befreundet blieb. Cornelius entdeckte, daß der „funktionelle“ Ansatz der orgonomischen Therapie sehr dem glich, wie er sich bereits der Stimme annäherte: die Hindernisse der natürlichen Stimme zu beseitigen. Cornelius und Donna haben darauf hingewiesen, daß die Muskeln, die die Stimmbänder kontrollieren, vom autonomen Nervensystem innerviert werden und daher fast völlig außerhalb jeglicher Art von sinnvoller bewußter Kontrolle liegen, was die Gesangstechnik betrifft. Daher entwickelten sie individuelle Stimmübungen, die die Stimme der gegebenen Person auf der Grundlage dessen befreien, was sie in der Stimme des Schülers hören. Die Ergebnisse sind oft wunderbar, und obwohl es sich um keine Therapieform handelt, stellen ihre Schüler oft fest, daß sie nicht nur als Sänger, sondern auch in ihrem emotionalen Kontakt zu sich selbst wachsen können, was häufig zu plötzlichen emotionalen Durchbrüchen als Folge des Gesangsunterrichts führt. Cornelius schrieb vier Bücher, darunter The Free Voice und Voice: Psyche and Soma. Außerdem veröffentlichte er einen zweiteiligen Artikel über funktionelles Stimmtraining im Journal of Orgonomy. Er führte regelmäßig Meisterkurse in Europa durch, oft auch in Deutschland, so wie es nun auch Donna jedes Jahr tut. Hauptsächlich werden Musicaltheater-Schüler unterrichtet. Drei oder mehr ihrer Schüler haben die beiden Hauptrollen im Broadway-Musical „Wicked“ gespielt, und sie hatte viele andere Schüler, die am Broadway gespielt haben. Sie unterrichtete lange Zeit an einem der führenden Ausbildungsprogramme für Musicaltheater-Künstler, der American Musical and Dramatic Academy in New York City. Donna hat die Website (http://www.donnasreid.com/) und lehrt an der Upper West Side von Manhattan. Sie hat auch Seminare beim American College of Orgonomy geleitet. Außerdem ist sie der wunderbarste Mensch, dem ich je begegnet bin.
Dieser Text wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.
Wir führen zwei Leben: eines tagsüber, das andere des Nachts. Das erstere ist das bewußte Leben in Bewegung. Hier verlieren wir das Bewußtsein während der Entladung, insbesondere im Orgasmus, aber auch etwa beim heftigen Nießen oder bei epileptischen Anfällen. In der Nacht ist alles umgekehrt: wir sind paralysiert und ohne Bewußtsein. Unsere Träume, in denen wir eine Art „Bewußtsein“ zurückerlangen, sind Entladungen, die manchmal mit Bewegungen einhergehen.
Viele Menschen glauben, der Schlaf sei imgrunde überflüssig, eine Verschwendung unserer beschränkten Lebenszeit: „Ich kann schlafen, wenn ich tot bin!“ Tatsächlich sind wir erst im Schlaf richtig Mensch, denn erst dort tritt das störende Bewußtsein zur Seite und entfaltet sich das Autonome Nervensystem ganz; wir sind ganz orgonotische Pulsation und laden uns mit Energie aus dem kosmischen Orgonozean auf:
Im Wachen tritt das zurück, die Entladung des Orgons, das Zentrale Nervensystem und der Bewegungsapparat treten in den Vordergrund und wir werden zum wachen Raubtier, das seine Beute jagt (bzw. zum nicht weniger wachen Fluchttier), ganz bestimmt vom vorwärtsschnellenden Schwung der Kreiselwelle:
Das „Leben des Tages“ ist ganz bestimmt von den Kategorien Raum (L3) und Zeit (t) = Bewegung (L/t), während das „Leben der Nacht“ von der „nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung“ bestimmt wird: Distanzen trennen nicht mehr und der Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft löst sich auf. Wie man sich das konkret vorstellen kann, zeigt der Traum, wo dieses „Leben der Nacht“ zumindest teilweise in unser Bewußtsein tritt.
Da es im raum- und zeitlosen „Leben der Nacht“ keinen Tod („das Ende einer Wegstrecke“) gibt, erübrigt sich die von vornherein unsinnige Frage nach einem „Leben nach dem Tod“ (sic!). Angesichts des Funktionsbereichs, der dieses zweite Leben, unser eigentliches Leben bestimmt, sind wir unsterblich: