Posts Tagged ‘Charakterologie’
30. März 2020
Angesichts der Horrorgestalten, die die US-Demokraten anzubieten haben, gilt die Wiederwahl Trumps als sicher. Entsprechend freuen sich die Konserbativen in den USA. Das Problem ist, daß etwas wie 1932/33 in Deutschland oder (in gewissem Sinne) 1917 in Rußland auftreten könnte, eine Krise, die Kandidaten aus der Hölle zum Sieg spülen würde. Ähnlich wie 1929 befindet sich die Welt, insbesondere Amerika, in einem Zustand wirtschaftlicher Überexpansion, ein Ballon, der jederzeit explodieren kann. Die eingangs angedeutete konservative Version von Lenins „schlechter ist besser“, was wiederum auf Marx‘ wirtschaftlichem Determinismus und dessen psychologische Naivität zurückging, die Reich 1933 in der Massenpsychologie des Faschismus enthüllt hat, wird in einem entsprechenden Desaster enden. In Krisen wenden sich die panischen Massen (die buchstäblich mit ihren Augen weggehen und ins Lala-Land entweichen) an den absurdesten und kriminellsten Führer, einen Lenin, Hitler oder Bernie Sanders, anstatt sich für das Rationale (Kontaktreiche) zu entscheiden, in diesem Fall einen Geschäfts- und mittlerweile Staatsmann wie Trump, der weiß, wie man mit der bevorstehenden Krise umzugehen hat.
Sowohl alle wirtschaftlichen als auch alle „charakterologischen“ Daten deuten darauf hin, daß dieses Worst-Case-Szenario Ende 2020 eintreten wird: 1933 redux. Reichs Massenpsychologie des Faschismus (insbesondere der angeblich veraltete erste Teil, das Originalbuch von 1933) ist aktueller denn je: die Verbindung von Wirtschaft und Charakterologie. Damals erklärte Reich, wie die Proletarier ihren Klasseninteressen entgegenhandeln, „ideologisch verblendet“ sein konnten. In der später von Reich formulierten Begrifflichkeit litten sie angesichts des äußeren Druckes unter einer verschärften okularen Panzerung. Eine entsprechende „Orientierungslosigkeit“ findet sich heute zwar unter anderen politischen Vorzeichen, doch funktionell ist es ein und dasselbe.
In der Neuauflage der Massenpsychologie des Faschismus von 1946 hat Reich versucht, die Marxistische Begrifflichkeit, in der das Buch ursprünglich geschrieben war, soweit es ging zurückzunehmen, um eine funktionelle Sichtweise, wie die soeben angeschnittene, möglich zu machen. Leider beobachten wir gerade eine abenteuerliche Entstellung in Form eines massiven Rollbacks dieser von Reich selbst vorgenommenen „Revision“, bei dem vollkommen unhistorisch und undialektisch Hitler mit Donald Trump bzw. Björn Höcke gleichgesetzt wird. Auf diese Weise wird Reichs Arbeit für die Todfeinde der arbeitenden Menschen fruchtbar gemacht!
Schlagwörter:Bernie Sanders, Björn Höcke, Charakterologie, Donald Trump, Lenin, Massenpsychologie des Faschismus, US-Demokraten
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18. Februar 2020
Schlagwörter:1960, 60er Jahre, Antiamerikanismus, autoritäre Gesellschaft, Charakterologie, Demokraten, gesellschaftlicher Irrationalismus, Linke, politischer Mainstream, psychischer Apparat, Rechte, Republikaner, Zweiparteiensystem
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19. Juli 2019
Schlagwörter:Absolution, Abwehrhaltung, Abwehrmechanismen, Aggression, Amnestie, Autoritarismus, Bürgerrechtsanwalt, Bürgerwehr, Brot, Charakterologie, Charles Bronson, Chauvinismus, Daniel Ellsberg, Death Wish, Demokratie, Ein Mann sieht rot, Fairness, Familie, Faschismus, Faschisten, Fassade, Ford, Freiheit, Freud, Freudo-Marxismus, Frieden, Gesellschaftspolitik, Gesellschaftssysteme, Gott, Ideale, Kiffer, Kommunismus, Konservatismus, Konservativ, Konservative, Konservativer, Liberale, Liberalismus, Linke, Loyalität, Moralismus, Mystizismus, Natur, Naturschutz, Neurose, New York, Nixon, Patriotismus, Pentagon, Philanthropie, Politik, Politiker, politisch, Projektion, Propaganda, Psychose, Puerto Ricaner, Rassismus, Rebellion, Rechte, rechtsextrem, Reformen, Rote Faschisten, roter Faschismus, Schuldgefühle, Selbstjustiz, Selbstverwaltung, Sexualverneinung, Straßenräuber, Subversion, Totalitarismus, ultrakonservativ, Umweltschutz, Unterdrückung, Verantwortungsbewußtsein, Vietnamkrieg, Volkswillen, Watergate
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1. Juli 2019
Nach Jahren ist dieser Tage wieder eine neue Ausgabe der Zeitschrift des Wilhelm Reich Infant Trust, Orgonomic Functionalism erschienen, die No. 7. Die Artikel stammen aus jedem Jahr zwischen 1935 und 1939.
Das ganze wird eingeleitet durch ein „Gespräch mit einem Frisörgehilfen“ aus Reichs Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie. Dieses Gespräch ist ein Beispiel für die besagte „politische Psychologie“. Es wird zwei Arten von Lesern geben:
Erstens jene, die in Reich einen (Mit-)Marxisten erkennen, der die Mehrwerttheorie „massengerecht“ darstellt. Ein perfekter Propagandist für die Demokratische Partei der USA, die seit spätestens Bernie Sanders den Sozialismus als Vision für Amerika entdeckt hat. Dazu passend sind viele Artikel nicht nur ins Amerikanische, sondern auch ins – Mexikanische übersetzt worden. Für den US-Amerikaner ist das ein politisches Statement „für Vielfalt und offene Grenzen“.
Die zweite Art von Lesern wird sich über Reichs Argumentation verwundert zeigen. Kein Arbeiter auf der ganzen Welt brauchte jemals die Mehrwerttheorie, um dem Tatbestand seiner Ausbeutung gewahr zu werden. Charakteristischerweise wird der Friseurgehilfe von Reich gefragt, warum er nicht mehr Geld bekomme, wenn die Geschäfte gut laufen, aber nicht, warum er nicht weniger Geld bekommt, wenn diese schlecht laufen.
Verblendet durch Marx‘ pseudowissenschaftliche Theorie sieht Reich nicht, daß die Frage der Bezahlung eine pure Machtfrage ist, die von der Mehrwerttheorie nur verkleistert wird. Diese Theorie hat eine ganz andere Funktion: sie soll den Kapitalismus an sich in Frage stellen. Der Friseurgehilfe könnte statt 100 im Monat 1000 Mark verdienen – solange der Unternehmer den Mehrwert einheimst, bleibt es eine (vermeintliche) Ungerechtigkeit. (Man sieht, ohne MORAL funktioniert der angeblich „materialistische“ Marxismus gar nicht!)
Gerade aus psychologischer Sicht ist Reichs ganzer Ansatz an Absurdität kaum zu überbieten. Der Friseurgehilfe soll seiner vermeintlich eigenen Interessen gegenwärtig werden und damit aufhören sich mit seinem Boß zu identifizieren. Dieser soll enteignet werden und der Mehrwert, der vorher in die Taschen des Kapitalisten floß, soll der Gemeinschaft der Werktätigen zugute kommen. Das bedeutet schlichtweg den Anreiz zu beseitigen, überhaupt Friseursalons aufzumachen und zu expandieren. Der erste Schritt hin zum Sozialismus ist stets die Einführung einer konfiskatorischen Erbschaftsteuer. Daß wir evolutionär so geprägt sind, für unsere Nachkommen zu arbeiten, d.h. für unsere Gene, und daß mit solchen Maßnahmen entsprechend der „psychologische“ Grundantrieb aller ökonomischen Aktivität zerstört wird… Zu diesem biologischen Erbe gehört auch, daß man sich mit seinem Boß identifiziert und mit ihm in Wettstreit tritt. (Ich verweise auf die soziopolitische Charakterologie und den dort beschriebenen grundlegenden „psychologischen“ Unterschied zwischen dem Konservativen, Identifikation und Wettstreit mit dem Vater, und dem Linken, subversive Rebellion gegen den Vater.)
Reichs hochnotpeinlicher Aufsatz ist nur von geschichtlichem Interesse, aber nun wirklich nichts für eine Zeitschrift, die der Verbreitung der Orgonomie dient. Läge der Fokus primär auf der Wissenschaft, würden die Aufsätze parallel im deutschen Original veröffentlicht werden und nicht ausgerechnet auf spanisch! Ich verweise auf Paul Mathews Ausführungen zu den SEX-POL-Essays: Reichs frühe Schriften werden gegen ihn selbst in Stellung gebracht. Die Emotionelle Pest in Aktion: Reich wird benutzt, um die Orgonomie zu zerstören.
Schlagwörter:Bernie Sanders, Charakterologie, Demokratische Partei, Kapitalismus, Kapitalisten, Linke, Machtfrage, Marxisten, Mehrwert, Mehrwerttheorie, politische Psychologie, Rebellion, Sozialismus, Ungerechtigkeit
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22. März 2019
Schlagwörter:Abwehr, Aggression, Americans for Democratic Action, Anarchie, Anarchisten, Angola, Antiamerikaner, atomares Wettrüsten, Bürgerrechte, Bürgerrechtsbewegung, Benjamin Spock, bioenergetisch, Bioenergie, Black Power, Blumenkinder, Bombardierungen, Chaos, Charakterologie, Daniel Moynihan, der Westen, Erich Fromm, Ethiker, Fairness, Faschismus, Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit, Gesellschaftspolitik, gesellschaftspolitisch, Giordano Bruno, Grausamkeit, Herzensgüte, Hiroshima, Humanismus, Humanisten, Humanität, Ideale, Indonesien, Intellektualismus, Intellektualität, Intellektuelle, Jesus Christus, John F. Kennedy, Kalter Krieg, Kennedy, Kollektivismus, kollektivistisch, Kommunisten, Kommunistische Partei, Kreuzigung, Leukämie, liberal, Liberale, Liberalismus, Lieber rot als tot, linke Pest, Linksliberale, Lippenbekenntnisse, Lyndon B. Johnson, Maoisten, Martin Luther King, Massaker, McCarthyismus, McNamara, Mocenigo, moderne Liberale, moderner liberaler Charakter, Mord, Motive, Mukoviszidose, Muskeldystrophie, Nagasaki, Naher, Neue Linke, Pazifismus, Pazifisten, persönliche Bedeutungslosigkeit, Politik, Politiker, Pornographie, Präsident Johnson, Projektion Vietnam, Propaganda, Psychedeliker, Psychopathen. Beatniks, Psychose, Quäker, Rassendiskriminierung, Rationalisierung, Revisionisten, Rhodesien, Robert McNamara, Rote Faschisten, Rote Faschisten. Stalinisten, roter Faschismus, Rusk, Sadismus, sado-masochistische Beziehung, Südafrika, Südvietnam, Schuldgefühl, schwarzer Faschismus, Selbstmorde, Selbstverbrennungen, selbstzerstörerisch, sozialer Aktivismus, Sozialisten, Stalin, Strohmänner, Subversion, Titoisten, Toleranz, Trotzkisten, Unruhen, US-Regierung, USA, Utopisten, Verachtung, Vietcong, Vietnam, Vietnamkrieg, Vietniks, Volksfront, Wortverdrehungen, Zügellosigkeit, Zivilopfer, Zweiter Weltkrieg
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17. September 2018

Blogeinträge Januar-Juli 2014
- Eine weitere Möglichkeit die Emotionelle Pest einzudämmen
- Die Menschen verlieren zunehmend die Orientierung
- Putins Landraub
- Putins soziopolitische Charakterstruktur
- Was passiert im Nahen Osten?
- Sind alle Araber gleich?
Schlagwörter:ADHS, Amerika, Amokläufer, antiautoritäre Erziehung, Araber, arabische Gesellschaft, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Autorität, Baby-Boomer, Barack Obama, Charakterologie, die 60er, gesellschaftlicher Wandel, Hyperaktivität, Ideologie, innere Unruhe, internationale Politik, Irak, Islam, Islamismus, Islamisten, Islamo-Faschisten, Körperpsychotherapie, KGB, Kolonialismus, Konservative, Konzentrationsstörungen, Krim, Krim-Krise, Krimkrise, liberals, Massenmörder, Naher Osten, Nahostkonflikt, Nationalismus, Obama, Orientierung, Orientierungslosigkeit, Politik, politischer Islam, Politologie, Psychologie, Rassismus, Rationalisierungen, Reaktionäre, Rußland, Schießereien, Schulmassaker, Sowjetunion, Sozialpsychologie, Soziologie, Stammesgesellschaften, Syrien, Tribalismus, UdSSR, Ukraine, Weltanschauung, Wladimir Putin
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27. März 2018
Schlagwörter:Americans for Democratic Action, atomares Wettrüsten, Bürgerrechte, Bürgerrechtsbewegung, Benjamin Spock, Black Power, Charakterologie, Daniel Moynihan, Erich Fromm, Gerechtigkeit, Intellektualität, Jesus Christus, John F. Kennedy, Kennedy, Kollektivismus, Kommunisten, Kreuzigung, liberal, Liberale, Linksliberale, Lyndon B. Johnson, Maoisten, Martin Luther King, Pazifismus, Rote Faschisten, Schuldgefühl, Sozialisten, Trotzkisten, Verachtung, Vietnamkrieg, Volksfront
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