Orson Welles

18. November 2018

Orson Welles war zweifellos ein sehr großer Schauspieler. Bemerkenswert ist seine Theorie von der Kunst des Schauspielerns. Welles‘ zufolge setzt man nicht etwas auf, keine Charaktermaske, sondern man nimmt ganz im Gegenteil Masken ab und offenbart Aspekte seiner selbst, die sonst verborgen bleiben. In diesem Sinne ist gute Schauspielerei keine Lüge! Hier ein Beispiel seiner Schauspielkunst aus der Dean Martin Show in den 1960er Jahren – als so etwas noch möglich war, da die Kultur des Westens noch nicht vom linken Gesindel zerstört worden war:

Hier stellt Welles Falstaff dar, eine der wenigen durch und durch guten Figuren der Weltliteratur, ein ungepanzerter Mensch – etwas, was ich weitgehend auch Welles selbst zugestehe! (Ich verweise auf seine Darstellung von Falstaff in seinem gleichnamigen Film.)

Welles‘ selbst bewunderte die Schauspielkunst von James Cagney, den er für den besten Filmschauspieler aller Zeiten hielt. Das bemerkenswerte an Cagneys Leinwandpräsenz war, daß er sich nicht eine Sekunde „wie ein normaler Mensch“ vor der Kamera verhielt. Es war alles gespielt und hoch stilisiert. Es war schlichtweg Kunst. Es war in jeder Sekunde stimmig und genau das, was notwendig war, um die Essenz des Dargestellten zu vermitteln. Es ist sinnlos den Alltag abzufilmen, es ist sogar in bestimmter Hinsicht eine Lüge, denn er gewinnt nur Bedeutung durch den Subtext, das LEBEN, das wir leben. Der Schauspieler muß einen Weg finden, diese Bedeutungstiefe durch seine „künstliche“ Mimik und Gestik zu vermitteln. Wenn Cagney etwa einen Kellner spielt, ist seine Darstellung wahrhaftiger, als das, was man erhält, wenn man einen echten Kellner mit versteckter Kamera filmt. (Was „echt“ und „unecht“ betrifft verweise ich auf Welles‘ Film F – For Fake!)

Welles hätte seine Seele gegeben, hätte er etwa den „Paten“ spielen dürfen. Gemeinhin wird Marlon Brando für seine Leistung in diesem Film angebetet. Ich frage mich aber, ob seine Schauspielkunst, bei der er ganz in seine Rolle aufging, wirklich das Optimum war. Er spielte schließlich einen MÖRDER, der eine Autoritätsperson für Dutzende andere Mörder darstellen mußte, die nur überleben konnte, wenn sie Angst bei Leuten hervorrief, die sich ansonsten vor nichts fürchten. Bei Brando ist „Don Corleone“ nur ein guter Onkel, während bei Welles‘ hypothetischer Darstellung das BÖSE und der schiere Terror durchgeschienen hätte, also das, worum es überhaupt geht. (Ich verweise auf Welles‘ schier unerträglich bedrückende Verkörperung des Bösen in Hauch des Bösen.)

Welles war ein Wunderkind gewesen. Er hat oft den Witz gemacht, daß es seit seinem 25. Lebensjahr für ihn abwärts ging, was den Ruhm betraf. In einem absurd frühen Alter war er ein persönlicher Freund von Präsident Roosevelt gewesen und im Nachkriegseuropa hatte er engen persönlichen Umgang mit Politikern, beispielsweise Churchill. Vor diesem Hintergrund verwahrte er sich gegen die billige, wohlfeile Rede von den Politkern als Schurken. Es seien keine Schurken, sondern SCHAUSPIELER, die auf ihre Weise das Leben und Streben einer Nation verkörpern. Ihr Auftreten in der Öffentlichkeit ist genausowenig „unecht“, wie das von James Cagney vor der Kamera.

Aber auch zweifellose Bösewichter wie Hitler und Merkel konnten ihre Länder nur deshalb ins Unglück stürzen, weil ihre Charakterstruktur perfekt mit der durchschnittlichen Charakterstruktur der Massen harmonierte. Siehe dazu Reichs Die Massenpsychologie des Faschismus.

Was Welles und Reich betrifft, gibt es m.W. nur eine einzige Verbindung und zwar, absurderweise, über Ernest Bornemann: https://books.google.de/books?id=RYzVCgAAQBAJ&pg=PT31&dq=orson+welles+reich+borneman&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjR5Mrkr87eAhXswIsKHTZFD9gQ6AEILzAB (vgl. hier).

Sexpol 2018 (Nachtrag): Die „Reaktion“ anklagen und gleichzeitig den „Konservativen“ markieren, wie geht das zusammen?

17. November 2018

Dazu ist zweierlei zu sagen: Die „wilden Männer“, auf die sich Linke so gerne berufen, von Karl Marx bis Frank Zappa, waren deutsch-national oder rechtslibertär und für freien Waffenbesitz und gegen die Einkommenssteuer, etc. Und die „Neokonservativen“ wurden nach dem Zweiten Weltkrieg aus beinharten linksextremistischen Trotzkisten zu Turbokapitalisten und NATO-Falken – beides übrigens in vollkommener Übereinstimmung mit dem Rußland-Todfeind Marx! Da ist gar nichts widersprüchlich!

Daß aus Reich, dem Linksaußen von KPÖ/KPD, ein Fan von Eisenhower und ein Verschwörungstheoretiker werden konnte, der auf den Pfaden der sich ein Jahr nach seinem Tod formierenden John Birch Society wandelte, ist nur für denjenigen überraschend, der keine Ahnung von der Geschichte der Arbeiterbewegung hat. Auch hatte Reich auch zu seinen linksradikalsten Zeiten nichts, aber auch rein gar nichts mit dem pseudointellektuellen Gesindel zu tun, das sich heute als Avantgarde des sozialen Fortschritts geriert.

Ich bin alles andere als ein Fan von Fritz Erik Hoevels (siehe hier), aber es ist kein Zufall, daß jemand, der sich dermaßen auf den ursprünglichen Marx und den ursprünglichen Freud bezieht „ausgerechnet“ auf pi-news.com Werbung für seine Bücher macht. Man denke auch an den Weg, den etwa Klaus Rainer Röhl und Jürgen Elsässer, beide einst bei konkret, gegangen sind!

Wie Reich in seinem Interview mit Kurt R. Eissler sagte: „I was never a communist in the usual sense. I was never a political communist.“ („Ich war nie ein politischer Kommunist.“) Es geht darum, daß man einst linksradikal war, weil man orgonotisch brannte, d.h. fremd in dieser gepanzerten Gesellschaft war. Derjenige, der das nicht nachvollziehen kann, war, ist und wird ewig ein blöder Wichser sein!

Sexpol 2018: Selbstregulation von Geburt an!

16. November 2018

Wir leben nicht mehr, wie zu Reichs Zeiten, im triebgehemmten autoritären, sondern im triebhaften anti-autoritären Zeitalter. Um so erstaunlicher ist es, daß seine erste größere Schrift vom „triebhaften Charakter“ handelte (1925), wo er dessen zerrissene Libido- und Ich-Struktur beschrieb. Sie entspricht weitgehend dem des Psychopathen, der innerlich tot ist, nach außen hin jedoch für wirres Chaos sorgt. Später, in der erweiterten Neuauflage von Die Massenpsychologie des Faschismus (1945) war Hitler der „Generalpsychopath“. Er war der Prototyp für das, was Reich nach dem ORANUR-Experiment als „emotionale Wüste“ beschreiben sollte. Heute wird diese flächendeckend in den „Kinderkrippen“ erzeugt. Das wird in einer Verwüstung münden, für die der Zweite Weltkrieg nur ein Vorgeschmack war.

Was Not tut ist eine revolutionäre Umgestaltung der Wirtschaftspolitik, auf daß Familien wieder auf eine ökonomisch sichere Grundlage gestellt werden und Frauen nicht (unter dem irrwitzigen ideologischen Versatzstück „Selbstverwirklichung“) in die Lohnsklaverei gepreßt werden. Es muß ein Ende gemacht werden mit einer Politik, in der die letzten noch funktionierenden Familien durch eine nur als verbrecherisch zu bezeichnende Steuer- und Abgabenlast bis in den Ruin hinein ausgepreßt werden. Produktive Arbeit wird systematisch bestraft, damit der Staat die menschliche Verfügungsmasse der Großkonzerne, das Gesindel, finanzieren kann.

TOD DER REAKTION!

Der verdrängte Christus: 30. Die Königsmütter

15. November 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

30. Die Königsmütter

Sexpol 2018: Vernichtet den Freudianismus und „Reichianismus“!

14. November 2018

Bei Freud und den anderen Vertretern der Psychoanalyse wird man vergeblich nach einer Beschreibung des genital-orgastischen Erlebens suchen. Es wird reduziert auf infantil-perverse Libidoanteile wie Saugen, Pissen und Defäkieren. „Orgasmus“ kommt nur vor als „Rückkehr in den Uterus“ bzw. als illusorische selige Erfahrung der einstigen symbiotischen Beziehung des Säuglings zur Mutter. Letztendlich ist für den Psychoanalytiker der Orgasmus eine „Illusion“ wie die Religion. Der reife, durchanalysierte Mensch kann über Kindereien wie die Reichs nur milde lächeln!

Die sexualfeindliche Reaktion ist zäh, weshalb im „Reichianismus“ Freud ständig neu aufersteht. Hier wäre beispielsweise Modju Alexander Lowen zu nennen, der ganz im Sinne Freuds die Funktion des Orgasmus durch das „Grounding“ ersetzte, die Verbindung zur „Mutter Erde“; das Ersetzen des Lustprinzips, durch das Realitätsprinzips. In „neo-Reichianischen“ Kreisen ist die Ablehnung der Konzepte „Genitalität“ und „genitaler Charakter“ universell. Imgrunde ist das alles eine Wiederkehr des Freudianismus und man kann es durchweg in die Tonne treten, Dieses Ungeziefer wird ausgemerzt werden, die Geschichte wird über diesen reaktionären Dreck hinwegschreiten!

TOD DER REAKTION!

Die soziopolitische Diathese (Teil 7)

13. November 2018

Paul Mathews: Die soziopolitische Diathese

Sexpol 2018: Buddhas Idioten

12. November 2018

Indische Heilige suchen die „unmittelbare spontane Erfahrung“, in der sie sich selbst verlieren. Alles, wirklich alles, ist auf diese Erfahrung ausgerichtet. Wer sich auch nur etwas in der Welt von Hinduismus, Buddhismus und Sufismus auskennt: es geht ausschließlich um Liebe und Sex bzw. um Ekstase und orgastische Befriedigung. Das ganze ist möglich, weil es in eine extrem sexualfeindliche Ideologie eingebettet ist. Da es ausschließlich arrangierte Ehen, meist innerhalb der Verwandtschaft, gibt, führt Flirten mit einiger Sicherheit in den Tod. Wer sich ausgerechnet als „Reichianer“ auf diese Welt einläßt, disqualifiziert sich selbst, erklärt sich selbst für unzurechnungsfähig.

Übrigens waren die Inder nicht solche kompletten Idioten, wie ihre europäischen Adepten, denn ähnlich den Schamanen bei den Naturvölkern, wurden praktisch ausschließlich psychisch Gestörte, „Intersexuelle“ und auf andere Weise Behinderte zu „heiligen Männern“. Man schaue sich doch Photos der bedauernswerten Gestalten an, die im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts den heutigen Hinduismus begründet haben. Der indische Mystizismus entsprach dem, was in Europa heute die Psychiatrie und die Fürsorge für Sorgenkinder ist. Auf diese Weise wurden die Unproduktiven produktiv gemacht, d.h. als Agenten der gesellschaftserhaltenden sexualfeindlichen Ideologie genutzt.

Ansonsten fällt mir nur der göttliche Frank Zappa ein:

TOD DER REAKTION!

Die soziopolitische Diathese (Teil 6)

11. November 2018

Paul Mathews: Die soziopolitische Diathese

Sexpol 2018: Modju Herbert Marcuse

10. November 2018

Neulich wieder im Abendprogramm von N3. Irgendeine Moderatorin berichtet über ihren Mann, der früher eine Frau war. Wir erfahren, wie schwierig es ist einen Penis zu konstruieren und das umgekehrt Männer, die Frauen werden, darunter leiden, daß das Testosteron diese in ihrer Jugend unwiederbringbar zu häßlichen Monstern geformt hat, halt Männern (Würrrggggggghhhhhhhh!). Trotz all dem menschelnden Drum und Rum und vielen sentimentalen Tränen („Nicht Frau und Mann lieben sich, sondern zwei Menschen!“) bleibt beim normalen Zuschauer doch Ekel und Horror: verschnittene und entstellte Menschen. Außerdem Kopfschmerzen: das biologische (anatomisch vorgegebene) Geschlecht ist kein Schicksal, sondern ein bloßes Konstrukt, sozusagen ein Hirngespinst, aber das Wahngebilde im falschen Körper geboren zu sein – das ist unabwendbar, ein unhinterfragbares Absolutum, sakrosankt.

Es geht nicht um diese Menschen. Jeder hat das Recht zu tun und sein zu lassen, was er will. Meinetwegen kannst du dir einen Ring durch die Nase ziehen. Wenn interessiert’s?! Mein Problem ist, daß ich in einer vom Modju Herbert Marcuse geprägten Welt von Freaks leben muß, in der das Leben und die Probleme der 99% weggewischt wird und das Leben und die Probleme von vielleicht 700 Menschen in ganz Deutschland alles dominiert. Es wird nie, NIE, über die genitale Not von 99% der Jugendlichen gesprochen, aber ständig über Probleme, die ausschließlich Privatsache einer verschwindend kleinen Minderheit sind und dementsprechend in die Praxis von Psychiatern, Spezialambulanzen, etc. gehören. Deren Probleme brauchen dezidiert nicht öffentlich erörtert werden, allein schon weil in einer sexualökonomisch einigermaßen gesunden Gesellschaft die Menschen entspannt und entsprechend tolerant sind. Die Massen bedürfen keiner Aufklärung über verstörende Sexualabweichungen. Das einzige, was Not tut, ist ganz im Gegenteil die Aufklärung über die Funktion des Orgasmus und im Zusammenhang damit, daß man Sex und Liebe nicht voneinander trennen kann. In der autoritären Gesellschaft mußte die Sexpol der antisexuellen Propaganda insbesondere der Kirche, also der organisierten Emotionellen Pest, entgegenwirken. In der antiautoritären Gesellschaft ist es vor allen Dingen die alles durchdringende mechanistische Propaganda der pestilenten Pornographie, der entgegengewirkt werden muß. Und was machen die vermeintlichen Aufklärer in diesem Land? Sie belästigen uns mit Tucken, Transen und Tunten.

TOD DER REAKTION!

Die soziopolitische Diathese (Teil 5)

9. November 2018

Paul Mathews: Die soziopolitische Diathese