Posts Tagged ‘Gestapo’

Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 6)

16. August 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.

 

Niemand kann den Schrecken der nationalsozialistischen Grausamkeiten und des Völkermords überschätzen, und niemand kann die Notwendigkeit bestreiten, die Menschheit so oft wie möglich an diese Unmenschlichkeit zu erinnern. Die effektive Herrschaft der Nazis betrug jedoch rund zwölf Jahre (1933-1945), während die Kommunisten seit mindestens dreiundsechzig Jahren destruktiv auf der sozialen Bühne tätig sind und sich derzeit auf dem Höhepunkt ihrer Macht befinden. Sie waren für insgesamt mehr Tötungen, Völkermorde und Leiden verantwortlich als alle anderen Tyrannen zusammen. Warum werden wir dann endlos verschiedenen Erzählungen über den schwarzen Faschismus, aber wenigen über den roten Faschismus ausgesetzt? Dieses Verbrechen wird dadurch schlimmer, dass in den Kinos und auf verschiedenen Fernsehkanälen, sowohl kommerziellen als auch öffentlich-rechtlichen, eine beträchtliche Fülle von Filmen und Dokumentationen erschienen sind, die die Politik und die Institutionen Amerikas kritisieren. Diese befassen sich ständig mit Themen wie Vietnam und Kambodscha, Kernenergie, Arbeitslosigkeit, Bürgerrechten, wirtschaftliche Ungerechtigkeiten, industrielle Umweltverschmutzung usw. Niemand wendet etwas ein gegen die Ausstrahlung dieser Themen, solange das mit Perspektive geschieht und in die Tiefe geht, aber allzu oft ist es einseitig und hat die Tendenz eines verantwortungslosen Stichelns, das zur Demoralisierung, zu Schuldgefühlen und zum Selbsthass beitragen (liberale Kennzeichen). In Anbetracht der Weltlage, gesellschaftlich, wirtschaftlich und militärisch, ist dies ein gefährliches linksliberales Spiel.

Man wartet zum Beispiel vergeblich auf Filme oder Theaterstücke, die die Misere der Juden in der Sowjetunion sowie der nicht-jüdischen Dissidenten darstellen. Wird es Filme geben, die von der sowjetischen Invasion Afghanistans und ihren Grausamkeiten handeln? Was ist mit den kubanischen Stellvertreterkriegen in Afrika oder dem großen kubanischen Exodusj? Wie lange noch, bis wir ein „Coming Home“k und eine „Apocalypse Now“l des ungarischen Aufstands und der chinesischen Machtübernahmen sehen? Die „extravagante“ Anzahl von Filmen zu diesen Themen mag ein Hinweis darauf sein, was wir erwarten können. Die Gestapo und die amerikanische C.I.A. sind ausführlich behandelt worden. Warum nicht der KGB?6 „The Deer Hunter“m, einer der wenigen Filme, der es wagte, den nordvietnamesischen Feind zu kritisieren, wurde kritisiert und sogar gegen ihn demonstriert, obwohl es ein Meisterwerk des Filmschaffens war, und John Waynes „The Green Berets“n, das heroische amerikanische Kampfhandlungen in Vietnam darstellt, wurde wegen seines Inhalts und seines Stars verspottet. Solche Filme wie „The China Syndrome“o erhalten begeisterte Kritiken und ein sowjetischer Propagandafilm über die Rolle Russlands im Zweiten Weltkrieg („The Unknown War“)p wird genau so vorgeführt wie in Moskau, ohne korrigierende Analyse oder einen Kommentar, und präsentiert von einem beliebten amerikanischen Filmstar (Burt Lancaster).

Doch die kommunistischen Gesellschaften von heute sind die schlimmsten Mörder und Unterdrücker unzähliger Menschen. Es sind die kommunistischen Gesellschaften, die Mauern und „eiserne Vorhänge“ bauen, um ihre Bürger einzusperren. Es sind die kommunistischen Gesellschaften von heute, die Terroristen bewaffnen und ermutigen, unschuldige Menschen in ihrem Kreuzzug für das „Paradies auf Erden“ zu ermorden. Wo nun sind die Filme, Dokumentationen usw., die anschaulich die wahre Natur der Ideologie, die zu solchen abgründigen Vorkommnissen führt, enthüllen?

 

Anmerkungen

6 Der Roman The Spike ist, wie bereits erwähnt, eine jüngste, strahlende Ausnahme.

 

Anmerkungen des Übersetzers

j Stellvertreterkriege:
Algerien: ab 1961 militärischen Unterstützung und Truppen (1963: 680 Soldaten).
Angola: 1975-1991 Militäreinsatz (bis 50 000 Soldaten).
Äthiopien: 1978 (bis 24 000 Soldaten).
Militärische Missionen in Kongo (1965), Guinea, Guinea-Bissau (1966-1974), Mosambik (ab 1977) und Benin.
Militärische Ausbildung in Somalia, Südjemen und Sierra Leone.
Exodus:
Bis 1979 verließen hunderttausende Kuba, um ein neues Leben in den USA zu beginnen.
In den frühen 1980er Jahren kamen rund 25 000 Kriminelle, geistig Behinderte, Homosexuelle und andere Angehörige von unerwünschten Randgruppen der kubanischen Gesellschaft, die Fidel Castro wissentlich in den nördlichen Nachbarstaat infiltrierte, um die sogenannte „imperialistische amerikanische Gesellschaft“ zu verderben.

k Coming Home – Sie kehren heim ist ein US-amerikanisches Versehrtendrama aus dem Jahr 1978, das die Folgen des Vietnamkrieges sowohl bei Soldaten wie Daheimgebliebenen beschreibt.

l Apocalypse Now (englisch für etwa „Apokalypse jetzt“ oder „Weltuntergang jetzt“) ist ein Antikriegsfilm des Regisseurs Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1979, dessen Handlung während des Vietnamkriegs spielt.

m Die durch die Hölle gehen (Originaltitel: The Deer Hunter) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1978 und wird allgemein dem Genre Antikriegsfilm zugeordnet. In der Handlung ziehen drei Männer aus der US-amerikanischen Provinz in den Vietnamkrieg und sind in der Folge körperlich versehrt und psychisch beeinträchtigt.

n Die grünen Teufel ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 1968. Ein Hauptdarsteller war John Wayne und führte auch Regie. Der Film kam auf dem Höhepunkt des Vietnamkriegs heraus. Wayne stießen die damaligen Anti-Vietnam-Kampagnen und -Demonstrationen ab, so dass er einen Film dagegen setzen wollte. Die Geschichte nahm sich die realen Ereignisse der Schlacht von Nam Dong zum Vorbild, bei der eine kleine Einheit Special Forces (Green Berets) sich gegen die zahlenmäßig stark überlegenen Feinde durchsetzt.

o Das China-Syndrom (Originaltitel The China Syndrome) ist ein US-amerikanischer Katastrophenfilm aus dem Jahr 1979, der sich kritisch mit der wirtschaftlichen Nutzung der Kernenergie auseinandersetzt.

p Der Unvergessene Krieg (in der DDR: „Die Entscheidende Front“, im englischen Original: „The Unknown War“ [Der unbekannte Krieg]) ist eine 20teilige Dokumentation über den Zweiten Weltkrieg aus sowjetischer Sicht, die den Konflikt zwischen Hitlerdeutschland und der Sowjetunion darstellt.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 14 (1980), Nr. 2, S. 211-222.
Übersetzt von Robert (Berlin)

People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest (Teil 2)

6. Mai 2019

von Paul Mathews, M.A.

 

Faschismus und die Emotionelle Pest sind untrennbar miteinander verbunden. Beide entspringen biologischer Krankheit und dem Panzer (wobei es gerade die Emotionelle Pest ist, die diesen Panzer aufrechterhält und verewigt) und im schlimmsten Fall dienen sie dazu ein brutales totalitäres System organisierter Unterdrückung und Aggression aufrechtzuerhalten und zu unterstützen, das jeden Aspekt des Lebens erfaßt, um es zu zerschmettern. Beide sind Manifestationen der sekundären Schicht des Menschen und sind symbiotisch mit jedem erdenklichen Ausdruck dieser Schicht verbunden – ob offen oder verdeckt. Sie pflegen eine biologische „Volksfront“ mit Verhaltensweisen, die der sekundären Schicht entstammen, sowohl als verzerrtes Mittel zur Entladung aufgestauter Energie als auch als Abwehr gegen den Kern und die Genitalität. Sie funktionieren also unter einem „strukturellen Zwang“ (4, S. 341).

Faschistische Regierungen wie das nationalsozialistische Deutschland, das faschistische Italien, das Peronistische Argentinien, das kommunistische Rußland, China, Kuba, Vietnam, Kambodscha usw. sind in Wirklichkeit vergrößerte, schwerbewaffnete und organisierte Sekten der Emotionellen Pest. Es ist daher nicht schwer zu verstehen, warum Nazideutschland und Sowjetrußland einen Nichtangriffspakt unterzeichnen konnten, beiderseits in Polen einmarschierten und den Weg für den Zweiten Weltkrieg ebneten. Es ist auch nicht schwer zu begreifen, daß sie sich, ausgerichtet an Macht und Pest, danach gegeneinander wenden konnten. Jüngste derartige Manifestationen sind Rußland gegen China, China gegen Vietnam und Vietnam gegen Kambodscha. Ihr gemeinsames Funktionsprinzip ist die Zerstörung der freien Welt, insbesondere der USA. Sie sind, abgesehen von ihren unterschiedlichen Kulturen und Geschichten, wegen der Frage uneins, wem die oberste Kontrolle und Entscheidungsrolle bei der Erreichung ihrer pestilenten Ziele zukommen soll.

Die Makro-Kulte werden von einem oder mehreren mächtigen und oft charismatischen Anführern geleitet. Als Elite, die der Menschheit Weisheit und Führung angedeihen läßt, beanspruchen sie einen unfehlbaren Corpus von Lehren und Wissen. Mittels eines hochentwickelten Systems des Schreckens und der Einschüchterung (Gestapo, KGB, Castros CDR usw.) missionieren sie, unterwandern sie und erzwingen sie blinden Gehorsam gegenüber ihrer Sache (5, S. 50-52). Ihre mystischen Anhänger und Lobhudler sind ihre Verfechter und Unterstützer, die durch Identifikation mit dem Anführer, „der Sache“ und der Herde eine illusorische Potenz erreichen. Diese Anhänger geben jede persönliche Verantwortung für ihr eigenes Leben und für ihre Familien ab, im Gegenzug für das Versprechen von Erlösung, das die Führer-Gottheit hier oder im Jenseits bietet. Die Anführer sind erfüllt mit Angst und Haß, ob der Reaktion der Anhänger auf Zweifel, Opposition und Meinungsverschiedenheiten. Diese werden als tödliche Bedrohung für die Anführer empfunden, d.h. Todesangst aufgrund der Furcht vor dem Zusammenbruch ihrer Struktur. Sie existieren in einem Morast sadomasochistischer Ausdrucksformen, in dem sie zwischen mörderischem und selbstmörderischem Verhalten schwanken, das häufig durch humanitäre oder nationalistische Heuchelei maskiert wird. Nur über das Begreifen der biologischen Grundlagen dieser Massenneurosen und -psychosen können wir verstehen, wie es möglich war, daß Hitler, Mussolini und der Tojo so viele Millionen ihrer Bürger in die Irre führen konnten, die sie mit mystischer Verehrung anbeteten2 und wie es immer noch möglich ist, daß so viele Millionen und Milliarden ihre eigene Versklavung in den heutigen rot-faschistischen Gesellschaften unterstützen.

Es kommt auch häufig vor, daß diese großen Makro-Kulte die Mikro-Kulte entwickeln, fördern und für den Ausbau ihrer eigenen Macht einsetzen. Hitler hatte seine „fünfte Kolonne“, und die Kommunisten haben ihre „Front-“ und „Volksfront“-Organisationen. Diese „Fronten“ stellen sich als unpolitische oder politisch unabhängige Gruppen dar. Sie können vorübergehend eingerichtet werden, wie die „Dringlichkeitskomitees“ für irgendeine „Sache“, die manipuliert wird, um kommunistischen Interessen zu dienen, oder dauerhaft eingerichtet, wie die „Freundschafts“-Organisationen, die behaupten, nur ein rein unpolitisches Interesse an Amerikas Feinden zu haben. Es gibt auch die kleineren kommunistischen Nationen, die sich zuerst als Nationalisten oder „Agrarreformer“ (zum Beispiel Kuba) formierten, um an die Macht zu kommen. Kuba wurde bekanntlich von der UdSSR für Stellvertreterkriege in Afrika, zur Subversion in Lateinamerika eingesetzt und als Bereitstellungsraum für Tausende sowjetischer Truppen, wie kürzlich bekannt wurde. In verschiedenen Teilen der Welt fördern die kommunistischen Makro-Sekten Rebellionen und terroristische Aktivitäten – dazu gehören die Ausbildung und Ausrüstung der PLO, der IRA und der FALN. Afghanistan, Panama und Nicaragua sowie viele Länder der sogenannten Dritten Welt sind unter kommunistischem Einfluß geraten. Die iranische Revolution wurde von den Sowjets unterstützt in der Hoffnung, daß der Übergang vom religiösen Fanatismus zum Roten Faschismus leichter sei als der vom Schah-Regime. Beim Verfassen dieses Aufsatzes steht noch nicht fest, ob sie Erfolg haben werden. Jim Jones‘ Kult stand unter dem Einfluß des Roten Faschismus Rußlands.

 

Anmerkungen

(2) Vgl. den Film von Leni Riefenstahl, „Triumph des Willens“, der deutlich die Verehrung Hitlers und der Nazi-Führer durch die deutschen Massen zeigt. In der kommunistischen Welt gibt es heute viele Parallelen.

 

Literatur

4. Reich, W.: Charakteranalyse, Köln: KiWi, 1989
5. Ward, F.: „Cuba Today“, Book Digest Magazine, May 1979

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 13 (1979), Nr. 2, S. 249-260.

Der Rote Faden: Die Leninistische Organisation

28. Oktober 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

 

Der Rote Faden: Der Kalte Krieger Nr. 1

26. August 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1