Posts Tagged ‘Säuglinge’

KINDER DER ZUKUNFT: Orgonomische Erste Hilfe für Kinder

30. Januar 2018

„Orgonomische Erste Hilfe“ ist in der Orgonomie ein stehender Begriff, nicht „orgonotische“. Siehe etwa hier und hier. Wie der Übersetzer von Kinder der Zukunft von daher aus „orgonomic character anlysis“ eine „orgonotische Charakteranalyse“ (S. 68) machen konnte, gehört zu den Geheimnissen dieser Übersetzung. Oder etwa, wenn die Rede ist vom „Entwicklungsweg unserer Kinder, die von Natur aus als Gott aufwachsen und von der Natur so geschaffen sind“ (S. 72). Welch eine lebensfeindliche, perverse, krankhafte Blasphemie, die jeden normalempfindenden Menschen empören muß! Im Original steht jedoch geradezu das Gegenteil: „Thus, the obstacles in the way of our children growing up as God and nature have created them are great.

Solche Schnitzer sind um so bedauerlicher, weil dieses Buch wirklich in die Hände des deutschen Volkes gehört, d.h. nicht etwa in die von ohnehin meist verpeilten „Fachleuten“, sondern in die Hände des „einfachen Mannes auf der Straße“. Reich zufolge wird „eine gesunde, sexuell erfahrene, mütterliche Bauersfrau meist viel leichter und sicherer die richtige Antwort für ein Kind finden, als ein noch so ausgebildeter und studierter Erzieher“ (S. 68). „Die Sorge um das Neugeborene braucht“, so Reich, nämlich „Naturverbundenheit, etwas, das durch künstliche, kulturelle Maßnahmen in keiner Weise ersetzt werden kann“ (S. 70).

In diesem Zusammenhang möchte ich den geneigten Leser dringend auf folgende orgonomische (nicht „orgonotische“!) Artikel aus dem Journal of Orgonomie verweisen, insbesondere den ersten:

Worum geht es? „Wir arbeiten direkt an der Basis der übelsten Gegensätze zur menschlichen Natur und den damit verbundenen Strukturen“ (S. 70). Was? Wie bitte? Kein Wort verstanden! Im Original: „We are working at the very roots of what are probably the most evil and involved contradictions of human nature.“ Ich erinnere an das Symbol des orgonomischen Funktionalismus: Wir arbeiten direkt an der Wurzel dessen, was wahrscheinlich der übelste und komplizierteste Gegensatz der menschlichen Natur ist. Es geht hier um die einheitlichen orgonotischen (!) Funktionen im Kind und nicht, um was „der örtliche Priester oder ein in der Regel völlig ahnungsloser Parteisekretär dazu meint“ (S. 69). Was soll das schon für ein merkwürdiger Gegensatz sein?! Im Original geht es um den Priester und den „utterly ignorant secretary of the Communist Party“. Also ein Gegensatz voller funktioneller Konnotationen im Kalten Krieg und darüber hinaus. Mein Gott, Reich ist ein funktioneller Denker. Orgonomischer Funktionalismus! Auf diesem sollte jede ernstzunehmende Übersetzung, überhaupt jede ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem Reichschen Werk beruhen! ES GEHT HIER UM DIE KINDER DER ZUKUNFT, WAS AUCH BEDEUTET, DEN MYSTZISMUS UND MECHANISMUS DURCH DEN FUNKTIONALISMUS ZU ÜBERWINDEN.

Es gibt nichts Einfacheres, nichts Eingängigeres als die Orgonomie und den orgonomischen Funktionalismus, nur den „Fachleuten“, den „Reichianern“, scheint das ganze fremd und vollkommen unzugänglich zu sein! Alles, was sie zustandebringen, ist mechano-mystische Wirrnis!

ZUKUNFTSKINDER: 1. „Rousseauismus“? a. Von der Schwarzen Pädagogik zum digitalen Zeitalter

23. Januar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

1. „Rousseauismus“? a. Von der Schwarzen Pädagogik zum digitalen Zeitalter

Peters Lektüre von KINDER DER ZUKUNFT (Teil 4)

8. Januar 2018

Ähnliches ließe sich über das Kapitel „Der Ursprung des menschlichen ‚Nein‘“ sagen, das Reich ebenfalls selbst herausgegeben hat, 1955 – in einer vollständig anderen Version („The Source of the Human ‚No’“, Orgonomic Medicine, 1(2), S. 101-105), als das was Higgins/Raphael uns hier kommentarlos präsentieren.

In dem von unserem fatalen Paar zu verantwortenden Buch fehlen in diesem Kapitel für die Orgonomie so wichtige Stellen wie die folgende, die wirklich jeder Student der Orgonomie kennen sollte, weil in der Orgonomie ständig darauf Bezug genommen wird:

Ich sprach über die ursprüngliche Schädigung, die dem Menschen widerfahren ist – Sie wissen, gleich bei Säuglingen. Darum geht es, diese Gleichgültigkeit. Niemand zeigt Interesse. Nichts kann ihr Interesse wecken. Das Protoplasma hat aufgehört zu funkeln. (meine Übersetzung)

Darum geht es bei dem Artikel! Wie kann man es wagen, einen der wichtigsten Artikel Reichs derartig zu kastrieren?! Ich glaube, ich spinne: was in dem Buch präsentiert wird ist nicht WILHELM REICHs Artikel „Der Ursprung des menschlichen ‚Nein‘“! Aaaarrrgggghhhhhhh!

Zum Schluß noch eine Bemerkung zum Übersetzen: Die Überschrift „Der Ursprung des menschlichen ‚Nein‘“ widerspricht dem Wesen der deutschen Sprache. Ich hätte übersetzt: „Das ‚Nein‘ des Menschen und sein Ursprung“. Oder nehmen wir beispielsweise Morton Herskowitz‘ Buch Emotional Armoring, das doch tatsächlich mit Emotionale Panzerung übersetzt wurde. Ist deine Panzerung auch emotional? Korrekt wäre m.E. „Die Panzerung der Emotionen“ oder besser „Gepanzerte Emotionen“. Englisch und Deutsch haben grundsätzlich unterschiedliche Strukturen. Beispielsweise ist es manchmal für einen Germanen die reine Tortur Baker und Konia zu lesen, geschweige denn übersetzen zu wollen, da die beiden vollkommen im anglosächsischen Sprachraum aufgehen – und sich beim durch die durch und durch logische deutsche Sprache gestählten Teutonen Knoten in den Hirnwindungen bilden. Es gibt kaum etwas Schwierigeres als das Übersetzen englischer Texte ins Deutsche! Daß ausgerechnet das schluderige Englisch das hochpräzise und jeder anderen Sprache überlegene Deutsche als internationale Sprache der Wissenschaft abgelöst hat…

Ja ja, die Übersetzerei. Reichs Übersetzer Theodore P. Wolfe hatte am Anfang das Problem, daß es im Englischen das Wort „energetisch“ einfach nicht gab, also übersetzte er „economic“ (sic!). Baker und Mathews haben später sogar „energic“ (sic!) gewählt. Ich würde mich nicht wundern, wenn Reich derjenige war, der das Wort „energetic“ in den englischen Sprachraum eingeführt hat! Baker sprach immer vom „emotional plague character“, anstelle von Reichs „pestilent character“. Reichs Version ist im Amerikanischen einfach nur daneben. In der deutschen Übersetzung von Bakers Der Mensch in der Falle heißt es für „emotional plague character“ unglaublicherweise „Charakter der emotionalen Pest“. Eine korrekte Übersetzung ist natürlich „pestilenter Charakter“. Ich übersetze „emotionell pestkranker Charakter“.

Peters Lektüre von KINDER DER ZUKUNFT (Teil 2)

6. Januar 2018

Kommen wir zum eigentlichen Buch, d.h. Reichs Text Kinder der Zukunft. Zur Prävention sexueller Pathologien. Herausgeber ist das Paar Mary Boyd Higgins und Chester M. Raphael. Der letztere war enger Mitarbeiter von Reich, seine Partnerin war ursprünglich seine Patientin.

Muß man eigentlich Philologie studiert haben, um zu wissen, wie man korrekt wissenschaftliche Schriften herausgibt? Das ist kein „Reich-Buch“, sondern eine kleine Sammlung seiner Schriften zur Kindererziehung und entsprechend müßte auch der Untertitel lauten! Diese Sammlung gruppiert sich um das Manuskript des Buches „Kinder der Zukunft“, das Reich aber nach vier oder fünf Kapiteln aufgegeben hat. Der Leser erfährt davon kein einziges Wort!

Im amerikanischen Original von 1983 wird immerhin erwähnt, daß das Kapitel „Fallangst bei einem drei Wochen alten Säugling“ Reichs Buch Der Krebs entnommen wurde, wo es sich um einen Abschnitt handelt. Warum dieser Abschnitt bzw. das „Kapitel“ vom deutschen Übersetzer aus dem amerikanischen rückübersetzt wurde, ist mir schleierhaft.

Es folgt das Kapitel „Mißhandlungen von Kindern“. Weder die amerikanischen Herausgeber noch der Übersetzer halten es für nötig, darauf hinzuweisen, daß das eine Notiz aus Reichs Zeitschrift International Journal of Sex-economy and Orgone Research aus dem Jahre 1942 ist mit dem weitaus passenderen Titel „Disastrous Fads in Infant Upbringing“ (1(3), November, S. 276-278).

Petitessen kann ich mir nicht verkneifen. Etwa, daß auf Seite 14 das amerikanische „orgonomist“ (der Orgonom) mit „Orgonomist“ übersetzt wird. Das wäre so, als würde man das amerikanische „agronomist“ mit „Agronomist“ übersetzen! Ein anderes Beispiel wäre der Astronom. Es gibt Pessimisten, Bigamisten, Alchimisten und Leninisten, aber keine „Orgonomisten“. Oder auf S. 197 der Verlag auf den „Wilhelm Reich Infant Trust Fund“ verweist. Die Organisation heißt heute „Wilhelm Reich Infant Trust“!

nachrichtenrief77

14. Oktober 2017

Der Rote Faden: Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

29. September 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

 

 

Robert (Berlin) 2012: Dahmer hat sich etwas mit Reichs Analyse der sowjetischen Reaktion beschäftigt, aber als typischer Kathedersozialist und natürlich negativ, da sein Idol Trotzki alles besser erklärt habe. Dahmer gab dann auch mehrere Schriften Trotzkis heraus.

O.: Reich ab 1927 noch völlig unfertig in seiner therapeutischen Sichtweise, versucht das erste Verständnis von der Wichtigkeit der sexuellen Befriedigung auf soziale Erziehung zu übertragen, um einen „besseren Typus“ zu schaffen: Kritisch, selbsbewußt, arbeitsfähig und befriedigt. Hier scheint das Missverständnis zu entstehen, es gehe überhaupt nur um die Möglichkeit zur Befriedigung, was eine Vorbedingung zu einer qualitativen Verbesserung des Einzelnen ermöglichen mag, wenn eine charakterliche Veränderung hierdurch (durchs Quantitative) möglich ist.
Ist der Stand der Orgontherapie heute weiter? Oder hängen wir in einer Charakteranalyse von 1933 fest, die heute zu sozialpolitischer Charakterologie einlädt? Erkenntnistheoretisch und am (geistes-)wissenschaftlichen Ansatz orientiert, müsste man es dann auch so benennen.

O.: „… Ihr Vater und ihre Brüder hielten Gericht über sie und verurteilten sie zum Tode. Sie wurde lebendig in Stücke geschnitten. (ebd., S. 216f)
Die gleiche Geschichte könnte sich heute so in Berlin zutragen, aber was kümmert das eine bestimmte Spezies von „Reichianern“!“ (s.o.)
Nun zuerst die Revolution auszurufen ist vielleicht auch etwas ungeschickt, insbesondere wenn man wissen sollte, wer die Peiniger sind und dass sie ihre Familienehre beschmutzt sehen. – Jedes Mädchen und jede Frau bekocht ihre Patriarchen und Peiniger täglich und bringt ihnen Tee, da gibt es genug Möglichkeiten mal ein scharfes Messer zur Hand zu nehmen oder den Tee mit Ergänzungsstoffen zuzubereiten.
Vor wenigen Jahren, gab es einen Fall eines kleinen Mädchens, dass, ich weiß nicht mehr von wo (Jemen oder so?), von ihren Eltern abgehauen ist. Die Presse berichtete darüber und sie sollte dann zu den Eltern zurückgeführt werden, wo es mit Sicherheit umgebracht worden wäre.
Wäre da die Bundesregierung mal von selbst auf die Idee gekommen, das Kind herauszuholen und in Deutschland geschützt und mit Bildung aufwachsen zu lassen? Nein, da musste man geschickt an die Ehre appellieren, damit schließlich diplomatisch eine deutsche Firma sich für das Kind einsetzte (eine Randnotiz ein paar Tage später). Offiziell ging das wohl nicht, weil da gewisse Gefühle der muslimischen Welt vermutlich verletzt worden wären. Ob das Mädchen tatsächlich von den Eltern „freigekauft“ wurde und man sich um sie kümmerte, weiß ich nicht. Vielleicht ist sie auch tot.
Hier bedarf es nicht nur eines politischen Signals, sondern einer schützenden und mit allen Mitteln ausgestattete Organisation.
Aber auch hier bleibt dann die Frage, was ist mit dem Rest des Elends?

O.: Geschichten wie diese machen fassungslos:

http://www.welt.de/politik/article1904570/Achtjaehriges-Maedchen-reicht-seine-Scheidung-ein.html

O.: In Berlin führte man vor Jahren die „Vorschule“ ein. Statt dass das Kind in den Kindergarten geht, musste es zur Schule mit 5 Jahren, damit es schneller „intelligent“ werde. Was ein denkender und empfindender Mensch schon vorher hätte sagen können, traf dann auch ein: Die Sprachentwicklung war nicht wirklich besser und die Kinder dieser Jahrgangsstufe hatten wohl deutlich mehr Probleme. Natürlich sprechen wir hier von Ganztagsschulen, wo die Kinder um vier abgeholt werden dürfen.
Ohne Kommentar (und Entschuldigung) ließ man dieses Modell wieder fallen und versuchte hingegen die Kindergärten besser auszustatten und die Kinder sollten eben da schon wissenschaftlich (ver-/) gebildet werden bei einem Personalschlüssel, der natürlich überhaupt nicht geht – d. h. die Kinder nicht individuell fördern kann, sondern fast wie in der DDR massenhaft abfertigt. Nur dank empathischer Erzieher wurden die Kinder dort gut aufgebhoben.
Wer mal so nebenbei in den ehemaligen Ost-Verwahrungstätten (Kindergärten) so rein schnuppern kann, sieht die kolllektive Abfertigung noch. Mittags wird dann gemeinsam geschlafen, dann gibt den superleckeren Einheitstee – mit oder ohne Zucker ist dann die pädagogische Diskussion – wo Eltern auch nichts mitzureden haben. Das Essen was Kinder an Schulen etc. bekommen ist so schlecht und minderwertig, das man es sich als Erwachsener kaum antun möchte. Montags Nudeln mit Tomatensoße mit Tee und Apfelmus… usw. (Das gilt in allen Schulen West und Ost).
…. ich lass mal lieber die weitere Beschreibung, das muss man einfach erlebt und gesehen haben, das ist heute immer noch nicht anders in diesen Blocksiedlungen, wo in der Mitte das kleinere Gebäude mit dem Arzt, dem Kindergarten und dem Einkaufsladen um die Ecke ist.
Die seelische Behinderung der Kinder ist hier vorprogrammiert und wird über Generationen weitergetragen werden. Da muss ich mich einfach nur schämen für dieses „arme“ Land.

O.: Mit geht es nicht darum „Ost-Pädagogen“ schlecht zu machen, darunter gibt es heute auch sehr nette und taugliche Pädagogen. Es geht mir um die Atmosphäre, die in den Neuzigern noch sehr deutlich zu sehen war und teilweise sich bis heute gehalten hat, weil eine Durchmischung von West und Ost nicht stattgefunden hat.

O.: Das ist absolut korrekt, ich habe es gelesen. Das ist einfach zu gut gemeint mit illusorischen Ansprüchen ohne finanzielle Umsetzung und Ressourcen. D.h. es geht auf Kosten der Kinder und pädagogischen Fachkräfte und an Schulsozialarbeiter und Soziale Gruppenarbeit in Schulen wird nicht gedacht (nur als Alibi-„Projekte“), ebenso weinig an Kinderclubs, Schüler- und Jugendzentren mit entsprechendem Personal. Was machen die sogenannten „Lückekinder“, wenn nach der Überbetreuung/ Überwachung, sie dann ab der 5. Klasse plötzlich nur noch die Straße haben? Drogen verticken und Banden bilden? Die Eltern und Lehrer wissen davon nichts.

Robert (Berlin): Man braucht nur solch einen abgehobenen Blödsinn wie das Berliner Bildungsprogramm ( http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/bildungswege/vorschulische_bildung/berliner_bildungsprogramm_2004.pdf ) zu lesen und dann die beschissene Realität zu kennen, um zu merken, wie Schwachsinnig die Verantwortlichen vorgehen.

Robert (Berlin): „Projekt Frankenstein 2.0“
Die künstliche Gebärmutter befreit die Frauen
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/03/die-kunstliche-gebarmutter-befreit-die.html

Jonas: Mit dem Erstarken derartiger Bestrebungen wird mehr und mehr Menschen klar werden, dass sie eine solche Zukunftsgesellschaft *nicht* wollen. Man wird dies dann sicherlich als „bloßes Gefühl“ oder als „Irrationalismus“ abtun.
Wenn die Orgonomie mit ihren Erkenntnissen Recht hat, dann kann wohl nur sie objektive und wissenschaftliche Gründe liefern, warum eine solche Zukunft tatsächlich nicht erstrebenswert ist.
Wer ernsthaft an der Orgonomie als Wissenschaft arbeiten möchte, sollte auf diesen Zeitpunkt vorbereitet sein – mit klaren und empirisch untermauerten Argumenten, warum sich das Leben eben nicht wie jede „andere“ beliebige Maschine behandeln lässt.

Peter 2013: Kinderkrippen sind ein rotfaschistisches Verbrechen am Kind und an der Menschheit. Seelenmassenmord – die Spezialität der Kommunisten.

Roger Köppel zweifelt an Kinderkrippen

Peter 2016: Krippenerziehung ist Mord an Kinderseelen:

http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2016-06/kita-qualitaet-mitarbeiter-fehlverhalten-umfrage

Claus: Man bedenke, dass es nicht nur um Krippen geht, sondern um Kitas überhaupt: Staatsbetreuung. Dabei wird so getan, als wäre nur mangelnde personelle Ausstattung zu bemängeln. Dadurch will man also auf noch mehr Staatsversorgung, eben auch für die Betreuer, hinwirken. Und die – das habe ich selbst so erlebt – vertreten vor allem das Interesse, Jobs zu schützen. In ‚Ganztagsschulen‘ werden Grundschulkinder geradezu daran gehindert, sich zu beschäftigen (sei es etwa mit Fußballspielen), weil es nicht dem jeweiligen Gruppenangebot entspricht.

Die aktualisierte BIBLIOGRAPHIE DER ORGONOMIE

1. August 2017

BibliographiederOrgonomie - Kopie

Ich habe den dritten Teil meiner Orgonomie-Bibliographie überarbeitet:

BIBLIOGRAPHIE DER ORGONOMIE

Der Mystizismus der Les Brigandes und der Mystizismus der Orgonomen

28. Mai 2017

Vor wenigen Tagen habe ich mich bereits mit Les Brigandes auseinandergesetzt. Die Damen faszinieren mich seit Monaten und daß nicht nur, weil es Frauen in der Blüte ihrer Weiblichkeit sind…

Zunächst ist da ein Modell, das stets Teil von Reichs Herangehensweise war, aber in der Orgonomie immer eine Leerstelle blieb: die Alternative zur Kleinfamilie. Ein gesundes Leben in dieser kranken Gesellschaft ist undenkbar. Niemand kann alleine leben und dabei glücklich sein. Und schon gar nicht kann man Kinder in der Kleinfamilie gesund aufziehen. Wie soll das funktionieren? Es ist „orgonomische“ Mystik, daß Frauen von sich aus wissen, wie man in jedem Fall mit Säuglingen umzugehen hat. Selbst Schimpansen-Weibchen brauchen das Beispiel und die Hilfe anderer Weibchen, um mit dem Baby richtig umzugehen. Davon kann jeder Zoo ein Lied singen. Und auch später: Kinder brauchen vertraute Onkel und Tanten und vor allem andere Kinder, die genauso sind wie sie. Die peer group ist so wichtig, wichtiger als selbst die Eltern, aber wir müssen unsere Kinder in eine Welt hinausschicken, wo sie auf lauter kleine Psychopathen und Perverse treffen. Ohnehin: unser vereinzeltes Leben ist dermaßen unnatürlich und krankhaft. Homo sapiens kann von jeher nur in Clans leben oder das Menschentier stirbt, früher physisch, heute „nur“ emotionell. Es ist deshalb absolut überlebensnotwendig neue Formen des Zusammenlebens zu finden, Clanstrukturen. Nicht zuletzt macht das die Faszination von Les Brigandes: man sieht den Damen an, wie glücklich und zufrieden sie sind.

Die zweite mystische Illusion der Orgonomie, die wir anhand von Les Brigandes exemplifizieren können, ist die Vorstellung, man könne aus dem Nichts eine neue Zivilisation aufbauen. Tabula rasa und ungepanzerte Menschen bauen alles neu auf. Vollkommener Schwachsinn! Homo sapiens konnte nie ohne Traditionen leben, ohne Verehrung der Ahnen, etc. Egal wie nationalistisch, royalistisch, guruistisch, gnostisch, kabbalistisch, sektiererisch, was-weiß-ich das Projekt von Les Brigandes auch ist: man kann so ein Projekt nur vor dem Hintergrund einer jahrtausendealten Kultur zum Erfolg bringen. Menschen brauchen Identität und die kann nicht aus der Retorte stammen, sondern kann nur „nationalistisch“ sein. Und auch ohne irgendeine Art traditioneller Religion wird man nie auskommen. Les Brigandes selbst sagen, daß sie nur deshalb „rechts stehen“, weil es nur hier ein Gefühl für die natürliche Ordnung und das Gewachsene gibt. Linke kollektive Projekte, wie sie Reich in den 1930er Jahren am Beispiel der frühen UdSSR vorschwebten, sind in dem Fall zum Scheitern vorurteilt, schlicht weil sie Kunstprodukte ohne jede Erdung sind.

Der Archipel der Kitas

7. März 2017

Die „DDR“ wollte bis Mitte der 1960er Jahre das verwirklichen, was Krypto-Stalinisten auch bei uns einführen wollen: arbeitende Mütter ohne Doppelbelastung, d.h. die staatliche Krippenerziehung. In der „DDR“ sprach man von „Wochenkrippen“. Forschungen, die die negativen Folgen für die emotionale („psychische“) Entwicklung der Kinder zeigten, schränkten den anfänglichen Enthusiasmus der sozialistischen Obrigkeit zwar ein und das Programm wurde in der „DDR“ nicht mehr mit gleicher Vehemenz durchgesetzt, aber entsprechende Forschungsergebnisse wurden in der Folgezeit unterdrückt und die Bindungstheorie, also daß Kinder den unmittelbaren emotionalen Kontakt zur Mutter brauchen, um gesund heranzuwachsen, wurde zum Tabu. Und das, nachdem man herausgefunden hatte, daß sich gravierende Defizite im Vergleich zu normalen Kindern im Bereich Orientierung und Bewegung im Raum, beim Sprachvermögen und Sozialverhalten zeigten.

Die Pädagogin und Dozentin Ute Stary hat die Betroffenen befragt. „Sie schildern“, so Stary, „schwierige Beziehungsverhältnisse zu ihren leiblichen Eltern, daß sie das eher als angespannt empfinden, dieses Verhältnis, daß man sich auch ein stückweit fremd ist. Und daß sie selber Schwierigkeiten haben, in Beziehung zu kommen, sich auf Partnerschaften einzulassen und vor allen Dingen ihren eigenen Kindern gerecht zu werden.“

Die Ergebnisse ihrer Untersuchung hat Ute Stary in einem Fachbuch publiziert. Weitere Forschungsarbeiten zum Thema Wochenkrippe gibt es in Deutschland bislang nicht. Schade, sagt Ute Stary, wäre doch hilfreich, jetzt, wo das Bundesfamilienministerium kräftig in 24-Stunden-Kitas investiert und in die sogenannte Randzeitenbetreuung, abends und nachts.

Sozialisten, etwa der Modju Herbert Marcuse, haben Säuglinge und Kleinkinder schon immer gehaßt. Diese bewegen sich nämlich in jenen Bereichen, gegen die die Sozialisten aufbegehren. Säuglinge und Kleinkinder funktionieren weniger im Zerebrum, als vielmehr im Vegetativum, während die Charakterstruktur des Sozialisten das energetische Orgonom (zu dem das Zentrale Nervensystem gehört) betont, zuungunsten des orgonotischen Systems (zu dem das Autonome Nervensystem gehört). Mit Kindern oder gar Säuglingen kann man keine intellektuellen Debatten führen, sie sind deshalb langweilig und, wenn man so will, „reaktionär“. Diese eklig aus dem Kern heraus lebenden gefühlsduseligen kleinen Wesen, d.h. „Konservative“, gehören solange unter Quarantäne, bis sie zu vollwertigen Menschen herangereift sind, mit denen die Marcuses dieser Welt angeregt über repressive Strukturen debattieren können.

Funktionalismus und Arbeitsdemokratie, unsere einzige Hoffnung!

8. Mai 2015

Während die Tiere traumwandlerisch eine apokalyptische Katastrophe nach der anderen überleben, tapsen wir fremd und hilflos durch die Welt, als wären wir auf einen fremden Planeten gestrandet.

In Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht wird der Volksstamm der Shom Pen auf Groß-Nikobar als Beispiel für ein ungepanzertes Leben angeführt.

Da die von Indien verwalteten Nikobaren und Andamanen direkt beim Epizentrum des verheerenden Seebebens lagen, das Ende 2004 Südasien in Mitleidenschaft gezogen hat, standen diese letzten Rückzugsgebiete einer Menschheit im Naturzustand, sozusagen der Gegenpol Saharasias, damals erstmals überhaupt im Zentrum des Weltinteresses.

In der ARD wurde über die Shom Pen berichtet:

Eine Art „Sechster Sinn“ habe die Völker gerettet, vermuten Ethnologen. (…) Gerettet hat sich z.B. das Volk der Shom Pen auf der Insel Great Nicobar. Angeblich besteht das ganze Volk aus gerade mal noch 200 Clanmitgliedern. Die Jäger und Sammler flohen offenbar in die Berge ihrer Inseln oder kletterten auf Palmen. Die Tier- und Wasserbeobachtungen der Urvölker [aus der sie Anzeichen für die unmittelbar bevorstehende Springflut ablasen] hat die hochtechnisierte Welt ersetzt durch milliardenteure Rechenzentren und Forschungsstationen…

Die Naturvölker leben ein funktionelles Leben (vgl. Interview mit Jerome Eden), d.h. sie leben wirklich in ihrer Umgebung, sind Teil der sie umgebenden Welt, während wir (einschließlich der uns nacheifernden Menschen auf Sri Lanka und in Indonesien) wie hilflose Touristen durch die Landschaften eines fremden Planeten stolpern…

Gnade uns Gott, wenn das weltweite Finanzsystem kollabiert und beispielsweise tatsächlich eine Klimakatastrophe eintreten sollte. Wir können uns weder auf die Stabilität des Klimas, noch der Erdkruste unter uns oder gar die Regelhaftigkeit der Himmelsmechanik verlassen. Seit längerem können wir uns nicht mal mehr darauf verlassen, daß wir abends unbehelligt durch unsere Städte gehen können. Griechenland zeigt uns, daß der „Sozialstaat“ sehr bald kollabieren wird. Das Leben selbst zwingt uns in Kontakt mit uns selbst und unserer Umwelt zu treten. Kontakt! Nichts anderes bedeutet „funktionell“ zu leben. Leider treibt uns das „Ersatzleben“, das wir führen systematisch in die Kontaktlosigkeit.

Die Entwicklungspsychologin Lieselotte Ahnert wurde im Spiegel gefragt, was sie denen antwortet, die die Kinderkrippe in den ersten drei Lebensjahren für widernatürlich halten. Das sei, so Ahnert, Unsinn. Es gäbe kein naturgegebenes Betreuungssystem. Dabei verweist sie auf zwei Naturvölker: die Efe-Pygmäen in Zentralafrika und die !Kung-Buschmänner in der Kalahari. Die Efe würden ihre Säuglinge „von Schoß zu Schoß weiterreichen“.

So ein Efe-Baby verbringt manchmal nur ein Fünftel der Zeit bei der leiblichen Mutter und hat im Schnitt 14 Betreuerinnen. Einige der Frauen stillen es sogar. Wir sehen aber auch Mütter wie die der !Kung (…), die ihre Kleinen drei Jahre lang praktisch immerzu am Körper tragen. Was ist jetzt das Natürliche?

Ganz offensichtlich ist der zentralafrikanische Urwald eine vollkommen andersgeartete Umgebung als die südwestafrikanische Wüste. Entsprechend haben sich die Pygmäen und Buschmänner an ihre Umwelt angepaßt, inklusive was den Umgang mit Säuglingen anbetrifft.

Hier zeigt sich der Unterschied zwischen der mechanistischen und der funktionellen Lebensauffassung. Obwohl Ahnert selbst ausdrücklich betont, die Efe würden ihre Säuglinge „von Schoß zu Schoß weiterreichen“ und diese dabei, so Ahnert, „sogar“ gestillt werden, bleibt sie doch vollkommen abstrakt und „mechanisch“ an dem nebensächlichen Umstand haften, daß die Efe-Mütter anders als bei den !Kung ihre Säuglinge aus der Hand geben. Dabei übersieht sie ganz das Wesentliche: den engen Körperkontakt, der sowohl bei den Efe als auch bei den !Kung gegeben ist. Aus funktioneller Sicht gibt es demnach gar keinen Unterschied, d.h. keinen wesentlichen Unterschied, im Umgang mit Säuglingen: sie bleiben stets in engem Körperkontakt.

Es ist vollkommen hoffnungslos mit Leuten wie Ahnert zu diskutieren.

Der amerikanische Sozialwissenschaftler John McKnight beschreibt in seinem Buch The Careless Society: Community and its Counterfeits, wie die Behörden mit all ihren Sozialprogrammen nachweislich zum sozialen Chaos, zur wachsenden Armut und Kriminalität beitragen, statt sie einzudämmen. Verschärft wird der Trend dadurch, daß, dank Arbeitsplatzabbau in der Industrie, Jobs im sozialen Dienstleistungsgewerbe immer attraktiver werden. Ein neuer Markt wird erschlossen und immer neue Bedürfnisse ausgemacht, unabhängig davon, ob es sie wirklich gibt. Aufgaben für die einst Nachbarschaft und Familie zuständig waren, werden zur ökonomischen Grundlage einer neuen sozialen Schicht.

Die Folgen verdeutlicht McKnight anhand einer faszinierenden Parabel. Als die amerikanischen Pioniere die Prärie erreichten, waren die alten gußeisernen Pflüge nicht mehr zu gebrauchen. Deshalb entwickelte 1837 ein gewisser John Deere den ersten selbstreinigenden Stahlpflug, mit dem man wie mit einem Messer durch die klebrige Erde schneiden konnte. In dem County in Wisconsin, in dem McKnight lebt, wurden die bodenständigen Sauk-Indianer von den Siedlern, die die Prärie mit dem neuen Pflug urbar machen wollten, in die Reservation verdrängt, wo sie sehr schnell die alten Anbaumethoden vergaßen. Der Landstrich hatte die Indianer über unzählige Generationen hinweg ernährt, doch nun war der Boden dank des agronomischen Fortschritts in einem Zeitraum von nur 30 Jahren ausgelaugt, so daß viele der Siedler weiterziehen mußten. McKnight faßt das Geschehen dahin zusammen, daß John Deeres Erfindung innerhalb einer Generation drei Wüsten produziert hatte: Wisconsin, die Reservation und das geistige Erbe der Indianer.

Zwar habe Wisconsin sich durch den Übergang zur Milchviehwirtschaft wieder erholt, aber heute bräche über Sauk County eine neue verheerende Invasion herein. Die Sozialbürokratie schicke bereavement counselors (Trauerbeistände) ins Land, die mit einer eigens entwickelten „Trauertechnik“ nun jenen beistehen, die einen ihrer Lieben verloren haben. Vor dem Auftauchen der Trauerarbeiter standen Nachbarn und Verwandte den Hinterbliebenden bei. Durch Teilen der Trauer und die gemeinschaftlichen Zeremonien war ein Todesfall etwas, das die Gemeinschaft enger zusammenschweißte und vermehrte Kraft zum Weitermachen schenkte. Doch nun werde, so McKnight, der Hinterbliebene den Trauerarbeiter mit einem Freund verwechseln und die Menschen, die dafür schließlich ihre Steuern zahlen, auf ihr Recht zur professionellen Trauerbegleitung pochen. Aus Angst, die Arbeit des professionellen Trauerarbeiters zu stören, werden die Nachbarn nicht mehr vorbeischauen.

McKnight schließt:

Das neue Werkzeug der Berater wird durch die Sozialstruktur schneiden und Verwandtschaft, Beistand, nachbarschaftliche Verpflichtungen und das gemeinschaftliche Erleben und Verarbeiten beiseiteschieben. Wie John Deeres Pflug werden die Werkzeuge der Trauerberatung eine Wüste hinterlassen, wo einst eine Gemeinschaft blühte.

Man sieht, wie abstrakte Zielvorgaben das lebendige Leben zerstückeln und zerstören.

Wisconsin war nur Teil einer den ganzen Kontinent in Mitleidenschaft ziehenden Entwicklung, die erst richtig ingang kam, als nach dem Ersten Weltkrieg die US-Regierung ein gigantisches farming program zur Industrialisierung der Landwirtschaft ins Leben rief, um Getreideexporte im großem Stil möglich zu machen. Die Agrarindustrie brach über den Mittleren Westen herein und verwandelte die vielfältige Landschaft in eine großflächige Getreidemonokultur. Viele Monate im Jahr waren die von schweren Traktoren, Mähdreschern und Motorpflügen malträtierten Böden ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Eine große Dürre tat ein übriges und die Katastrophe war da. Staubgeschwängerte „schwarze Blizzards“ trugen die fruchtbare Bodenkrume bis nach New York.

In einem kleineren Maßstab kann man heute ähnliches in Spanien und Portugal beobachten, wo die EUdSSR mit unseren Steuergeldern riesige Flächen irreparabel zerstört. Nutznießer sind letztendlich nur die Agrarindustrie, die Großbanken und die perfekt abgesicherten Bürokraten. In Deutschland geschah in den letzten 80 Jahren ähnliches, nachdem die Nationalsozialisten die „Flurbereinigung“ eingeführt hatten. Nur das feuchte mitteleuropäische Klima hat verhindert, daß aus unseren ausgeräumten Agrarsteppen Wüsten geworden sind. Die dilettantische Agrarpolitik der EUdSSR hat ein Übriges getan, um aus weiten Teilen des flachen Landes eine öde Sozialbrache zu machen. Und die Krankheit breitet sich, via Exportsubventionen, weiter aus in alle Welt durch Zerstörung der bodenständigen Agrarmärkte.

All diesen malignen Erscheinungen liegt ein Nenner zugrunde: das lebendige Geschehen wird in das Prokrustesbett lebensfremder Pläne gezwängt. Was dergestalt allgegenwärtig auf diesem Planeten passiert, wird wohl am ehesten anhand des Mussolinis der Karibik deutlich, der Kuba wie eine große Hazienda leitet und dessen Landwirtschaftspolitik zu einer beispiellosen ökologischen und ökonomischen Katastrophe geführt hat. Castro wird ein in jeder Hinsicht restlos zerstörtes Eiland hinterlassen. Bekannter ist, was Mao in China angerichtet hat oder Chruschtschow in Mittelasien. Man ist erschüttert über den Kommunismus, ohne zu ahnen, daß er nur die grotesk überzeichnete Karikatur unserer eigenen hoffnungslosen Lage darstellt. Zum Beispiel läßt sich mit einiger Sicherheit voraussagen, daß dank der Saatgutmultis die Standardisierung des (mittlerweile nicht nur sortenreinen, sondern auch erbgleichen) Saatgutes eines Tages für eine globale Katastrophe unausdenkbaren Ausmaßes sorgen wird, da durch die Uniformierung Erreger aller Art ein leichtes Spiel haben. Dann wird es auch keine Alternativen mehr geben, mit deren Hilfe man neu anfangen könnte…

Angesichts der Globalisierung der Wirtschaft (was freier Welthandel bedeutet, kann man ermessen, wenn man an die paradoxe Wirkung importierter Arten auf die heimische Artenvielfalt denkt), angesichts wachsender Fremdbestimmung durch parasitäre und inkompetente nationale und gar internationale Administrationen und multinationale Konzerne, dem Wechsel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft und der kontaktlosen „Virtualisierung“ aller Lebensbezüge läßt sich prognostizieren, daß sich die Verwandlung der Erde in einen Wüstenplaneten beschleunigen wird. Die einzige Überlebenschance ist die radikale arbeitsdemokratische Reorganisierung der Gesellschaft von unten nach oben.