Die Zerstörung von Wilhelm Reichs Erbe

27. Juni 2025

Eines der Rätsel der Orgonomie ist ihr schleichendes Ableben nach einer zeitweisen Renaissance in den 1970er Jahren. Hier und da hat es ein Aufbäumen gegeben, aber der wellenförmige Abwärtstrend ist eindeutig. Man kann vieles als Grund anführen, etwa die Zersplitterung einer fiktiven „Reichianischen Bewegung“. Die wahre Ursache hat jedoch nichts mit der Orgonomie selbst zu tun, sondern ist in der sozialpsychologischen Entwicklung der Gesellschaft begründet.

Die ersten Anzeichen waren bereits in den 70er und Anfang der 80er Jahre zu sehen, als orgonomische Veranstaltungen stets nur von einer Richtung angefeindet und teilweise sogar gestürmt wurden: von links. Es waren jene Kräfte, die heute den öffentlichen Raum vollständig kontrollieren. Man schaue sich etwa folgendes Video über den Versuch an, an einer amerikanischen Universität über den Islam aufzuklären:

Wie einer der Kommentatoren zu dem Video sagt:

Erstaunlich. Diese kleinen Rotznasen werfen Blumen nach Mahmud Ahmadinedschad, kritisieren jedoch Geert Wilders. Unwirklich.

Willkommen in der Welt der Linken, in der jeder klare Gedanke als „Hate Speech“ defamiert wird und beispielsweise jede Andeutung hinsichtlich Genitalität und die Funktion des Orgasmus als „Diskriminierung“ abgewürgt wird. In einer solchen Welt hat die Orgonomie kaum Überlebenschancen.

Ein zentrales Element der linken Geisteserkrankung, der alles durchdringende und zersetzende „Anti-Autoritanismus“, zersetzt die Orgonomie auch von innen her.

Ein Orgontherapeut wurde nacheinander zum Arzt, Psychiater und Medizinischen Orgonomen ausgebildet – was alles in allem mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch nimmt! Zu Reichs Zeiten gab es Ausbildung in Orgontherapie ausschließlich am Orgone Institute, d.h. bei Reich selbst, bzw. bei jenen, an die er diese Aufgabe innerhalb des Orgone Institute unmittelbar delegiert hatte. In den 1940er Jahren war dies Thedore P. Wolfe, in den 50er Elsworth F. Baker. Nach Reichs Tod (und damit dem Ende des Orgone Institute) hat Baker diese Aufgabe bruchlos weitergeführt. Nach seinem Tod Charles Konia. Ein Orgontherapeut ist demnach jemand, der dazu von Reich, Baker oder Konia persönlich ernannt worden ist. Das läßt sich ebenso wenig weitergeben, wie etwa ein Hausarzt jemanden ausbilden und dann zum Allgemeinmediziner „autorisieren“ kann! Schon gar nicht reicht es, selber Patient gewesen zu sein und/oder Reich gelesen zu haben…

Orgontherapie ist „bio-psychiatrische Chirurgie“, die, wie jede andere Art von Chirurgie auch, nur von speziell dazu ausgebildeten Fachärzten durchgeführt werden darf (siehe Reichs Brief vom 9.10.1950 an Paul Ritter, Journal of Orgonomy, May 1977, S. 62). Der bereits gestern erwähnte Möchtegern-Orgontherapeut Ritter war Architekt!

Es muß ein für allemal Schluß damit gemacht werden, daß Leute (darunter vollkommene Laien) irgendwelche „reichianischen“ „Therapieformen“ zusammenpfuschen und meistens auch noch mit angeblich „esoterischem“ Firlefanz ausschmücken.

1937 beschrieb Reich, wie sich am Ende der Therapie die Teilbewegungen des Organismus harmonisch vereinigen und einen funktionellen Sinn annehmen:

Solange mir diese Tatbestände nicht bekannt waren, war ich gezwungen, die Hemmung der Beckenbewegung teilweise durch „Übungen“ überwinden zu lassen. Die Unvollständigkeit der Erfolge brachte mich dazu, auf die künstlichen Maßnahmen zu verzichten und nach den Hemmungen der natürlichen Beweglichkeit zu suchen. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 259)

In der Folgezeit sind tatsächlich Laien auf die bizarre Idee verfallen, Reichs Therapie ausgerechnet mittels roboterartiger Yogaübungen fortentwickeln zu wollen oder gar „den Orgasmusreflex zu üben“. Keine Satire!

Die Orgonomie ist in erster Linie eine Naturwissenschaft und kann nur Therapien befürworten, die logisch nachvollziehbar sind, eine naturwissenschaftliche Basis haben und einer ständigen Erfolgskontrolle unterliegen. In dieser Hinsicht gibt es nur zwei Therapieformen, die diese Kriterien erfüllen: die „evidence based“ tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie, also das was die Krankenkasse jedem Versicherten ohnehin zahlen muß. Hinzu kommt die Orgontherapie selbst, die Reich zufolge ausschließlich von Fachpsychiatern mit einer orgonomischen Zusatzausbildung durchgeführt werden darf. Der Rest ist Körper- bzw. „Seelenverletzung“.

Bereits zu seiner Zeit als Psychoanalytiker mußte sich Reich mit jenen Wirrköpfen auseinandersetzen, die „mit dem Dritten Ohr hören“. Eine der Absurditäten dieser Welt ist, daß ausgerechnet viele unter denen, die sich selbst als Anhänger Reichs betrachten, sogenannte „Reichianer“, auf eine auffällige Weise unfähig sind, klar zu denken. Schlichte Debilität, offensichtliche Psychosen, narzißtische Selbstdarstellungen, paranoide und „spirituelle“ Wahnvorstellungen und nicht zuletzt Denkstörungen – sind besonders ausgeprägt bei denen, die als „Therapeuten“ auftreten.

Wie diesen Augiasstall ausmisten? In erster Linie dadurch, daß immer und unter allen Umständen auf klarem Denken bestanden wird. Nicht von ungefähr wehren sich die meisten sogenannten „Reichianer“ im Namen der Arbeitsdemokratie oder gar „der Demokratie“ und sogar der „Weiterentwicklung des Reichschen Ansatzes“ gegen jene strenge Disziplin des Denkens, die Reich gefordert hat.

Praktisch jeder kann sich beispielsweise zum „originalen Reich-Therapeuten“ erklären, sich ein Cocktail aus „neo-Reichianischen Therapieansätzen“ selbst zusammenstellen oder gar eine neue „Therapieschule“ gründen. Etwa die „originale Orgasmusreflextherapie der Reichschen Sexualökonomie“ (sic!). Wie ehrlich auch immer ihre Motivation sein mag, diese Leute wissen nicht, was sie tun! Reich zufolge gibt es in jeder gegebenen Situation nur eine einzige richtige Intervention; daß der Erfolg der Therapie von der richtigen Diagnose abhängt und daß es von Reich entdeckte naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten des psychischen und bioenergetischen Funktionierens gibt, die man nicht ungestraft außer acht lassen darf. Beispielsweise darf man den Patienten nicht mit „Wahrheiten“ konfrontieren („deuten“), für die er gar nicht bereit ist (Wahrheitskrämerei). Auch ist es ein grober Kunstfehler, „Energie zu mobilisieren“ (nichts einfacher als das!), die den Patienten nur noch weiter in die Kontaktlosigkeit treibt, weil die oberen Segmente, insbesondere das Augensegment, noch nicht ausreichend von der Panzerung befreit sind (Freiheitskrämerei). Allein schon diese strenge Herangehensweise ist in unserer „anti-autoritären Welt“ nicht mehr durchzusetzen.

Warum sind „Liberale“ bzw. „Linke“ in der Orgonomie so gefährlich?

26. Juni 2025

Zunächst einmal gibt es grundsätzlich zwei soziopolitische Grundcharaktere: erstens den Konservativen, der sozusagen „konservativ vor sich hinpulsiert“, d.h. biophysiologisch einseitig von der Funktion der orgonotischen Pulsation, die im Solar plexus zentriert ist, bestimmt wird; und zweitens den Liberalen, der biophysiologisch ganz vom auf die kosmische Kreiselwellen-Bewegung zurückgehenden „Orgonom“ bestimmt wird und entsprechend ständig „nach vorne strebt“, „progressiv“ ist, wie man so schön sagt.

Ohne den letzteren würde es die Wissenschaft im allgemeinen und die Orgonomie im besonderen gar nicht geben! Das Problem ist, daß der Liberale („liberal“ im amerikanischen Sinne!) kein Halten kennt. Er ist der Feind alles Bestehenden, so rational es auch immer sei. Das ist im übrigen auch das Geheimnis des Stalinismus: nirgends wurden mehr Kommunisten umgebracht als unter Stalin, weil man mit „Trotzkisten“ und „Kosmopoliten“ buchstäblich keinen Staat machen kann. Man könnte geradezu von einer „Dialektik des Linksradikalismus“ sprechen, der stets in der Karikatur eines spießigen Pseudo-Konservatismus mündet. Oder kann man sich etwas Spießigeres vorstellen, als den „Realsozialismus“, wie er bis 1989 herrschte?

Ähnlich sieht es in der Orgonomie aus. Schon zu Reichs Lebzeiten war der Rand der Orgonomie unter Reichs verbliebenen „liberalen“ Schülern in Skandinavien und Figuren wie Alexander Lowen, Paul Ritter und David Boadella heillos und teilweise bis zum Gegenteil der Orgonomie zerfranst. Heute ist das Schild von Orgonon regenbogenfarbenbunt und die üblichen Verdächtigen tun alles, um die Orgonomie populär zu machen, d.h. neben andere „bunte Trends“ zu plazieren, Hauptsache diese sind auf eine unbestimmte Art und Weise „progressiv“ und sei das beispielsweise „Tantra“. In den Händen „dieser Leute“ wird nichts, aber auch rein gar nichts von der Orgonomie übrigbleiben, außer einer hohlen Geste. Das ist kein „böser“ Wille, sondern fast schon zwangsläufige Folge des charakterstrukturellen Zwangs, dem sie tragischerweise unterliegen.

Weniger neutral kann man auf den zweiten, den biopsychologischen Aspekt schauen: bioenergetischer Kern, sekundäre Schicht, soziale Oberfläche. Der Liberale geht ganz und gar in der dritten, der oberflächlichen Schicht auf und hat, da dieser so fremd und unheimlich ist, eine Todesangst vor dem Kern, letztendlich vor der Orgonenergie selbst. Deshalb auch der so auffällige und überaus penetrante, nervige und allgegenwärtige „Antifaschismus“ dieser Leute! Die sekundäre, „faschistische“ Schicht wird nicht etwa deshalb abgewehrt, weil sie lebensfeindlich ist, sondern ganz im Gegenteil, weil sie tiefer liegt und der „schwarze Faschismus“ (eine entstellte Extremform des Konservatismus) beispielsweise mit seinem „Blut und Boden“ tatsächlich verzerrte (!) Kernimpulse repräsentiert.

„Roter Faschismus“, die extremste Form der Emotionellen Pest, liegt dann vor, wenn die soziale Fassade auf zynische Weise genutzt wird, um desto effektiver lebensfeindlich, sozusagen „sekundär-schichtig“ sein zu können. Schöne Beispiele sind linke Gegendemonstrationen anläßlich von Aufmärschen echter oder auch nur vermeintlicher Rechtsextremisten: unvermittelt wird für „trans“, also die Amputation der Geschlechtsorgane schon bei Kindern, geworben und zur systematischen Ermordung ganzer Bevölkerungsgruppen aufgerufen. Der psychotische Haß und der mörderische Fanatismus machen einen schlichtweg sprachlos:

Von Rechtswegen sollten weder der Konservative noch der Liberale in der Orgonomie ein Problem darstellen, da die beiden Funktionen „Pulsation“ und „Kreiselwelle“ einen einfachen funktionellen Gegensatz bilden, d.h. sich gegenseitig anziehen und dabei wechselseitig verstärken. Entsprechend sollte die Orgontherapie, die Beobachtung und Erforschung des Orgons, sowie das Eintauchen in die Gefühls- und Gedankenwelt des orgonomischen Funktionalismus entsprechend einen konservativen Charakter „öffnen“ und einen liberalen Charakter „schließen“, aber leider Gottes spielt die Panzerung ihr übles Spiel. Auf der konservativen Seite führt das zum Stillstand und der Erstarrung der Orgonomie, auf der liberalen Seite jedoch, wie erläutert, zu ihrer Zerstörung. Das ist keine bloße Theorie, sondern jeder, der Augen hat, kann das plastisch am Beispiel der liberalen („antiautoritären“) Gesellschaft in ihrer Gesamtheit beobachten. Ich will nicht, daß die Orgonomie mit in den Orkus „unserer Demokratie“ gerissen wird!

Linke HASSEN das Leben selbst!

Linke und Dämonen hinten, weit, in der Türkei!

25. Juni 2025

Als Israel „endlich“ den Iran angriff und Trump einen draufsetzte, war ich spontan begeistert, da ich den Islam derartig hasse und eine tiefe Sympathie für Israel hege. Doch je mehr ich darüber reflektierte, kamen mir schnell Zweifel.

Jedes Land sollte sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, statt sich in fremde einzumischen. Wenn Israel sich bedroht fühlt und, genauso wie zuvor Rußland in der Ukraine, zu einem Präventivschlag ausholt; – soll es nur, was geht uns das an? Ich weiß nicht wer Recht und wer Unrecht hat und selbst wenn ich mich in diese Angelegenheit hineinknien würde: es wird immer Leute geben, die besser informiert sind als ich und eine gegenteilige Meinung vertreten.

Israel und der Iran sollen das unter sich ausmachen! Unser deutsches Interesse kann nur sein, zu allen Beteiligten ein gutes Verhältnis zu bewahren und als potentieller Vermittler zu gelten. Es ist vollständig gleichgültig, wie gut Israel und wie böse der Iran ist bzw. nach einer solchen Einschätzung zu agieren, denn jedes Volk wird sich immer treu hinter ein von außen bedrängtes Regime stellen. Entsprechend sollten wir niemanden auf diesem Planeten bedrängen oder bevorzugen. Alle Völker sind unsere Freunde, ohne Ausnahme und ohne jedwede Abstufung. Wenn die ihre Probleme untereinander haben, sollte uns das prinzipiell nichts, aber auch rein gar nichts angehen.

Außenpolitik ist immer der zentrale Fokus der Emotionellen Pest. Man nehme den derzeitigen Bundesfritzen, ein in Sachen Diplomatie ohnehin absolut unfähiger Narr, der aber trotzdem fast 100 % seiner Bemühungen auf die Außenpolitik konzentriert, weil Deutschland im Kern zerstört ist, entsprechend man mit Innenpolitik keinen Blumentopf gewinnen kann und die Außenpolitik wie bei allen bankrotten Pestregimen als Ablenkungsmanöver dient. Und ohnehin: wozu braucht Deutschland überhaupt eine Außenpolitik außer zur Sicherung des Außenhandels? Was hat uns die feministische Außenpolitik anderes eingebracht, als wirklich jeden vor den Kopf zu stoßen und Deutschland unbeliebter zu machen?

Warum gibt es auch nur ein einziges terroristisches amerikanisches Angriffsziel außerhalb der USA? Wenn Amerika arabisches und iranisches Öl haben will, soll es es einfach kaufen, genauso wie es beispielsweise Japan tut. Um meinen lieben Freund Dr. Google zu zitieren: „George Washingtons Außenpolitik, wie er sie in seiner Abschiedsrede formulierte, betonte die Neutralität und die Vermeidung dauerhafter Bündnisse mit fremden Nationen. Er riet der jungen Nation, Handelsbeziehungen mit allen Ländern zu pflegen, sich aber von politischen Verwicklungen fernzuhalten, die die Vereinigten Staaten in europäische Konflikte hineinziehen könnten. Washington war der Ansicht, daß die Aufrechterhaltung der Neutralität es den Vereinigten Staaten ermöglichen würde, sich auf ihre eigene Entwicklung zu konzentrieren und die Fallstricke ausländischer Machtkämpfe zu vermeiden.“

Und selbst wenn die Außenpolitik ein rationaler Faktor wäre, sollte die Emotionelle Pest schlichtweg ignoriert werden. Man denke nur an Nixons Reise nach China auf dem Höhepunkt des schlimmsten pestilenten Ausbruchs der Menschheitsgeschichte, dem Maoismus. Mao war der Höllenfürst höchstpersönlich! Dennoch war es ein vernünftiger Schritt, den Nixon unternommen hat, denn er untergrub die Macht der UdSSR und es war somit der Beginn von Amerikas Sieg im Kalten Krieg. Emotionelle Pest sollen wir in uns selbst, in der eigenen Familie und im eigenen persönlichen Umfeld bekämpfen, aber nicht in der internationalen Politik. Der Besitzer meiner örtlichen Bäckerei könnte das schlimmste pestilente Scheusal sein, das man sich vorstellen kann, solange das strafrechtlich nicht relevant ist, soll es mir vollständig egal sein, solange er gutes Brot backt. Ich bin nicht der Retter der Welt. Wenn er Lügen und Gerüchte über mich verbreitet, um mir zu schaden, ist das eine andere Sache, denn dann wird es persönlich. Es geht mich definitiv etwas an! Das ist die Weltanschauung des Konservativen, der im Grunde nur „vor sich hin pulsiert“ und dem die „übergriffige“ Art und Weise des von der Kreiselwelle bioenergetisch bestimmten und deshalb „außenpolitisch“ orientierten Linksliberalen vollständig wesensfremd ist. „Feministische Außenpolitik“…

Dazu eine bezeichnende Leserbriefstelle aus dem Merkur:

„Nichts Besseres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit, in der Türkei die Völker aufeinander schlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten. Dann kehrt man abends froh nach Haus und segnet Fried und Friedenszeiten.“ – Herr [Leserbriefschreiber] bemerkt treffend: „An den Menschen hat sich seit Goethe leider kaum etwas geändert. Nur ist die Türkei nicht mehr so weit weg.“ Wie nah uns die Kriege und Krisen im Nahen Osten sind, sehen wir gerade an den Anschlägen in der Mitte Europas.

Werter Leserbriefschreiber, die Türkei geht dich einen feuchten Dreck an! Hast du nicht genug zu tun, dich um dein EIGENES zu kümmern? Und wer hat denn überhaupt „die Türkei“ ins Land geholt und uns in fremde Angelegenheiten hineingezogen? Das linksliberale GESINDEL, das sich überall einmischt, alles zu begreifen vorgibt (der Intellekt als Abwehrfunktion) – und mit seiner „Solidarität mit dem Befreiungskampf des transkarpotenensischen Volkes“ nur Chaos, Tod und unlösbare Konflikte hinterläßt….

Scheiß auf die Politik, vor allem auf die Außenpolitik, und wenn du, Herr Leserbriefschreiber, unbedingt Menschen töten willst… Die Linksliberalen um dich herum sin das Problem und nicht die Leute, von denen du nichts weißt und die sich nicht weniger für dich interessieren könnten. Leute, in Ländern, von denen du nicht weißt, wo sie auf der Weltkarte zu finden sind!

Linke und Dämonen

24. Juni 2025

Dieser Blogeintrag wurde durch das Video inspiriert, das am Ende präsentiert wird.

Was Linke nicht verstehen, ist die Tiefe und Weite der menschlichen Seele. Sie ist so tief, daß, wenn man bestimmten Menschen hilft und sie unterstützt, die Hilfe nur in den unauslotbaren Tiefen des Inneren versickert und die eingespeiste zusätzliche Energie die Dämonen nur stärkt und sich ausbreiten läßt (im besagten Video ab Minute 28:00). Die „bestimmten Menschen“ sind tatsächlich Dämonen, denen nicht mehr zu helfen ist (im Video ab Minute 59:53).

Linke leben ausschließlich in ihrer sozialen Oberflächenschicht, deshalb dreht sich bei ihnen auch wirklich alles um „Soziales“ und um pure Gesten. Ich schreibe diesen Blogeintrag im ICE und mir gegenüber sitzt ein Antifant, dessen T-Shirt und Notebook von politischen Signalen übersät sind. So sind die alle! Gegenwärtig ist es „bunte (neurotische und perverse) Vielfalt“ und „Wir haben Platz!“, wobei es ihnen ausschließlich um die Signalisierung des eigenen Gutseins geht, nicht um die Realität jedes Jahr eine ganze Großstadt von Fremden, darunter viele komplette und „funktionale“ Analphabeten, auf Kosten der Arbeiterschaft zu integrieren; Migranten, die mit der besagten „bunten Vielfalt“ nun rein gar nichts anfangen können.

Selbst von Marx haben die meisten linken Vollpfosten null Ahnung. Wirtschaftliche und soziale „Tiefenzusammenhänge“ existieren für sie einfach nicht, sondern nur ideologische Versatzstücke. Wovon sie aber erstrecht keinerlei Ahnung haben, nicht mal einen Anflug davon, ist das innere Reich, das in unserer Kultur mit dem Namen „Freud“ verbunden ist. Oberflächlich, dumm und blasiert wie Linke sind („der Mensch ist gut!“), existiert für sie das, was Reich als „sekundäre Schicht“ bezeichnet hat, gar nicht. Sie ist ein undurchdringliches Gestrüpp aus Trieb und Triebabwehr, abgewehrtem und deshalb grotesk entstelltem Trieb und erneuter Abwehr und so fort. Man kann diesen Dornenbusch mit soviel Teddybären und „Liebe“ bewerfen, wie man will: es wird alles an den Dornen verbluten und wie ein Dünger für den Dornenbusch wirken.

Linke sind wie Leute, die im Zoo den süßen Bären streicheln wollen und dann baß erstaunt sind, wenn dieser ihren Arm abreißt und vor ihren Augen genüßlich an ihm zu nagen beginnt!

Was geschieht, wenn man Asozialen freien Wohnraum, freien Lebensunterhalt und freie Krankenversorgung gewährt? Das Asoziale, die sekundären Triebe, wächst und metastasiert unkontrolliert. Der sozialistische Weg ins Paradies…

Wie uns jede Nacht beim Träumen vorgeführt wird, ist unser Inneres, unser Unbewußtes, jeweils ein ganzes Universum, – das der Linke vollkommen ausblendet. Für ihn sind wir nur Schachfiguren auf einem Brett, die sich nach festen Regeln bewegen. Die Schachfiguren haben kein Unbewußtes und deshalb, so glaubt der verpeilte Linke, funktioniert auch seine Tätigkeit als Sozialingenieur glatt und planbar: „Bald werden die Nafris deine Rente zahlen!“

Wofür die Linke seit den 1960er Jahren ebenfalls vollkommen blind war, ist die verheerende Wirkung von Drogen. Für diese oberflächlichen Idioten ist das ganze nur Fun oder ein Management von Emotionen, ähnlich wie sie die Wirtschaft „managen“ wollen, ohne die allergeringste Ahnung von der Arbeitsdemokratie zu haben: „Ein Joint geht durchs Land!“

Genauso wie das linke Pack keinen Schimmer von Ökonomie hat, hat sie auch keinen hinsichtlich unserer inneren „Psychoökonomie“. Warum nimmt man Drogen? Weil sie einen von sich selbst trennen. Die Ängste verfliegen, weil sich eine Art „Milchglas“ zwischen der Wahrnehmung und dem Wahrgenommenen schiebt. Und genau wie in der äußeren Wirklichkeit, wo den Linken, etwa dem Schlaukopf Habeck, alles entgleitet und sie in einem gesellschaftlichen und ökonomischen Chaos versinken, verlieren auch Drogenabhängige angesichts dieser Kontaktlosigkeit (die „Milchglasscheibe“) die Kontrolle über ihr Leben und werden schließlich gelebt, buchstäblich als würden „Dämonen“ die Regie übernehmen, deren absurdes Ziel es zu sein scheint, den eigenen Wirt zu zerstören. All die Kinder und Jugendlichen denen ich wirklich jeden Tag begegne, wie sie ermöglicht durch die Grünen und die Sozialdemokraten ihre Emotionen im Geruch von Scheiße („shit“) ersticken, sind auf dem Weg in die Hölle und mit ihnen dieses Land.

Man schaue sich unten das Video über Manchester an! Unsere Innenstädte sehen aus wie bizarre Dystopien aus der Feder eines kokainsüchtigen Hollywood-Drehbuchautors der 1970er Jahre. Sie werden buchstäblich von Dämonen bevölkert und spiegeln in ihrer ganzen Tristesse und dem kontaktlosen Nebeneinander der Menschen ziemlich genau das erstorbene Innenleben der Stadtbewohner wider. Besonders bezeichnend sind die nie fehlenden Stände von Trotzkisten-Sekten, „revolutionären Kommunisten“ und anderem derartigen Gesindel. Und alle diese Städte, ohne jede Ausnahme, werden von „Demokraten“ in den USA, Labour in Großbritannien, überall von dem gleichen sozialdemokratischen Abschaum der Hölle regiert.

David Holbrook, M.D.: Über Wahrheit, Tiefe, Sanftmut, Gut und Böse / Das „unausgesprochene und ungedachte Wissen“: die Tragödie, seine Wahrheit nicht auszusprechen

23. Juni 2025

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Über Wahrheit, Tiefe, Sanftmut, Gut und Böse

Das „unausgesprochene und ungedachte Wissen“: die Tragödie, seine Wahrheit nicht auszusprechen

ORANUR und Kohlenmonoxid

22. Juni 2025

Der DOR-Notstand hat zwei Seiten: erstens Übererregung (ORANUR) und zweitens Lähmung (DOR). In den energetisch toxischen Großstädten ist es nicht nur der Lärm, die Menschenmengen und die Geschäftigkeit (die Leute hetzen über die Bürgersteige, als käme es gleich zu einer Massenhysterie). Die Stadt selbst liegt wie unter einer Glocke aus übererregter Energie. Ist man dafür sensitiv, spürt man das bei Fahrradtouren raus aufs Land, wenn ab einer bestimmten Stelle ziemlich unvermittelt „der Druck abfällt“. Es ist buchstäblich wie eine Käseglocke, deren Wand man durchstößt! Unvermittelt wird alles um einen herum ruhig, entspannt, samtig und „tief“. Es überkommt einen ein Gefühl von „zeitlosem Raum“, das den überkandidelten Städtern, die ständig auf die Uhr schauen, vollkommen fremd ist.

Den Lärm und die Hektik können die Städter nur ertragen, weil sie gleichzeitig in einer energetisch toten Umgebung leben. Die Umweltverschmutzung (nicht zuletzt die „energetische Verschmutzung“, DOR) schränkt die bioenergetische Pulsation so ein, daß das Leben wie in Trance erfahren wird. Das mechanische Äquivalent ist Kohlenmonoxid, ein geruchs- und geschmackloses schleichendes Gift, das Nerven und Herz irreversibel schädigt und ab einer gewissen Konzentration zum Tod führt.

Itzhak Schnell, Tel Aviv University hat entdeckt, daß in sehr geringen Konzentrationen, d.h. den Konzentrationen, die für die Atemluft in der Innenstadt typisch ist, dieses Giftgas mit seiner betäubenden Wirkung den Menschen hilft mit den unzumutbaren Zuständen in einer innerstädtischen Umgebung fertigzuwerden, insbesondere mit dem nervtötenden Lärm. Das Kohlenmonoxid dämpft den Streß und hat diesem geringen Pegel keine dauerhaften gesundheitlichen Auswirkungen. Ob das letztere auch auf Kinder, Kranke und Alte zutrifft, ist, so Schnell, noch näher zu untersuchen.

Barbara G. Koopman: Der Aufstieg des Psychopathen (1. Drittel)

21. Juni 2025

Barbara G. Koopman: Der Aufstieg des Psychopathen (1. Drittel)

Max Stirner, Soter (Teil 12)

20. Juni 2025

Egoisten sind wir allein schon durch das perspektivische Wesen unserer Existenz: wir sind Mittelpunkt unserer Welt, ob wir es wollen oder nicht (Parerga, S. 159). Stirner nimmt die Welt als das „was sie Mir ist, als die Meinige, als Mein Eigentum: Ich beziehe alles auf Mich“ (Der Einzige, S. 14). Man vergißt dabei zu leicht, daß es Stirner um die nur scheinbare „Leiblichkeit“ der Gespenster geht, die es zu zerstören gilt: „so nehme Ich sie in die Meinige [Leibhaftigkeit] zurück und sage: ‚Ich allein bin leibhaftig‘“ (ebd.) Oder mit anderen Worten: es geht nicht um mein Gehirn und seine Hirngespinste, sondern um meinen Bauch – nicht „Solipsismus“, sondern um „Materialismus“.

Der „Einzige“ deutet aber nicht auf ein solipsistisches oder ein „ins Nichts geworfene“ „Seelenatom“; Stirner wählte dieses Wort nur, weil es von selbst jedes Allgemeine, jeden bloßen Begriff, jede bloße Idee ausschließt. Der Einzige ist einfach der unvergleichliche einzelne Mensch und so nichts weiter als eine tautologische Phrase, zu der jedoch im Gegensatz zu allen bisherigen Phrasen ein „Phraseneigner“ gehört (Parerga, S. 154f).

Die Welt ist nicht (von vornherein) mein Eigentum, sondern ich eigne sie mir an – das Gegenteil von „Solipsismus“. „Mein Eigentum aber ist kein Ding, da dieses eine von Mir unabhängige Existenz hat; mein eigen ist nur meine Gewalt. Nicht dieser Baum, sondern meine Gewalt oder Verfügung über ihn ist die meinige“ (Der Einzige, S. 307). „Die [Welt] ist mein eigen, sobald Ich selbst mein eigen, ein Eigener bin: dem Egoisten gehört die Welt, weil er keiner Macht der Welt gehört“ (Der Einzige, S. 316). „ (…) nicht das Ich ist alles, sondern das Ich zerstört Alles, und nur das sich selbst auflösende Ich, das nie seiende ich, das – endliche Ich ist wirklich Ich“ (Der Einzige, S. 199).

Stirner ist das Gegenteil von Selbstherrlichkeit und Arroganz. „‘Nichts in dieser Welt ist vollkommen‘. Mit diesem leidigen Spruche scheiden die Guten von ihr und flüchten sich in ihr Kämmerlein zu Gott oder in ihr stolzes ‚Selbstbewußtsein‘. Wir aber bleiben in dieser ‚unvollkommenen‘ Welt, weil Wir sie auch so brauchen können zu unserem – Selbstgenuß“ (Der Einzige, S. 357f). Auch wenn er vom Gegensatz zwischen Schöpfer und Geschöpft spricht, meint er keine illusorische Selbstherrlichkeit, vielmehr geht es darum, ob man die Kinder zu Schöpfern macht oder zu bloßen Geschöpfen erniedrigt, die dressiert werden müssen (Parerga, S. 75).

Das sieht dann so aus: Von dem Moment an, wo Mir nichts mehr über Mich geht „hört Staat, Kirche, Volk, Gesellschaft u.dergl. auf, weil sie nur der Mißachtung, welche Ich vor Mir habe, ihre Existenz verdanken, und mit dem Verschwinden dieser Geringschätzung selbst erlöschen: sie sind nur, wenn sie über Mir sind, sind nur als Mächte und Mächtige. Oder könnt Ihr Euch einen Staat denken, dessen Einwohner allesamt sich nichts aus ihm machen? Der wäre so gewiß ein Traum, eine Scheinexistenz, als das „‘einige Deutschland‘“ (Der Einzige, S. 316). Nur ein Idiot, kann hier, „Scheinexistenz der Welt“, Solipsismus hineindichten! Oder sagen wir mal so: Die dressierten Menschen leben in einer Scheinwelt aus lauter fixen Ideen, etwa so wie jemand, der unter einem Verfolgungswahn leidet oder gar unter einer manifesten Psychose. Stirner wollte diese Welt auslöschen und den Schöpfer dieser Welt, der zeitweise seine Souveränität verloren hat, wieder in seine Rechte setzen. Es ist die Auflösung von okularer Panzerung und generell von Panzerung.

Wie nahe sich Reich und Stirner nicht nur in der Sache („Panzerung“), sondern auch in den Sprachbildern stehen, wird deutlich, wenn Stirner im Zusammenhang mit der Gesetzgebung im Staate davon spricht, daß durch zurückliegende Willensäußerungen der Wille quasi „erstarrt“ sei, was aus einem einstigen „Wollenden“ einen „Willenlosen“ macht, der, wie Stirner sich ausdrückt, in seinem „Flusse“ und seiner „Auflösung“ gehemmt ist (Der Einzige, S. 215).

Werbung und Demokratie (Teil 2)

19. Juni 2025

Es ist wirklich erstaunlich mit anzusehen, wie Großkonzerne das Geld ihrer Aktionäre ins Klo spülen. Nichts anderes sind nämlich die großangelegten Imagekampagnen, die nicht Werbung für ein bestimmtes Produkt machen, sondern den Konsumenten sozusagen „allgemein“ beeinflussen sollen. Diese Kampagnen erinnern fatal an die Banner des Realsozialismus: „We can do it!“

Das Gute daran ist, daß wirklich niemand davon beeinflußt wird bzw. diese Kampagnen geradezu kontraproduktiv wirken. Man wird wie ein Kind behandelt und verhält sich entsprechend: trotzig.

Beispielsweise stelle man sich im Kino im Vorprogramm einen kleinen Werbefilm für die Orgonomie vor: blauer Himmel, glückliche Menschen, spielende Kinder und darüber die sonore Stimme eines Schauspielers, der irgendwelche Allgemeinplätze darüber verkündet, daß Glück möglich ist. Eine solche Werbekampagne wäre ein vollkommenes Desaster, da sich kein Mensch so einen Scheiß bieten läßt. „Was ist denn das wieder für ein Sektenkram?“

Effektiv ist nur Werbung für festumrissene Produkte und Dienstleistungen (d.h. für konkrete Arbeit!), die sich an eine klar definierte Zielgruppe über die entsprechenden Fachmedien richtet. Beispielsweise benötigt die Orgonomie dringend angehende Psychiater, die sich für eine Alternative zur rein medikamentösen Therapie interessieren. Solche Leute findet man nicht, wenn man „allgemein die Orgonomie verbreitet“. Ganz im Gegenteil: man stößt sie ab. (Übrigens: ich frage mich oft, ob das Betreiben dieses Blogs im besten Interesse der deutschen Orgonomie ist…)

1999 hat Sergio Zyman sein Buch The End of Marketing As We Know It (deutsch: Das Ende der Marketing-Mythen) veröffentlicht, das ein für allemal mit diesem Unsinn, dem Vermarkten von „Image“, aufräumen wollte.

Zyman war für das Marketing von Coca Cola verantwortlich gewesen, als es zu einer der größten Fehlentscheidungen in der Geschichte des Kapitalismus kam. Obwohl bei Blindtests immer wieder herauskam, daß Pepsi Cola eine Idee besser schmeckt, tranken die Leute Coca Cola, weil es Kult war, ein fester Bestandteil der Kultur. Der Namenszug, die Flaschenform, einfach alles. Bis einige Genies im Management in den 1980er Jahren auf die Idee verfielen, daß sich die Marke „neu erfinden müsse“: „New Coke“ war geboren – und die Kunden wechselten massenhaft zu Pepsi. Zyman startete großangelegte, unglaublich kostspielige Imagekampagnen, um „New Coke“ an den Mann zu bringen, ohne jeden Erfolg.

Er lernte daraus, daß man schlicht auf den Konsumenten und dessen Wünsche hören muß, wenn man Geld machen will, statt seine Ressourcen damit zu verschwenden, das Gefühlsleben der Konsumenten an die Bedürfnisse der Produzenten anzupassen. Der Sozialismus ist bei der Kreation des „Neuen Menschen“ gescheitert und dem Kapitalismus wird es auch nicht gelingen.

In einer Besprechung der deutschen Ausgabe von Zymans Buch hieß es zusammenfassend:

Wenn Sie eine Strategie entwickeln und Aktivitäten planen, gibt es nur eine Stimme auf die Sie hören müssen: die Stimme des potenziellen Kunden. Nur er zählt. Dabei ist es schwierig, herauszubekommen, was der Kunde wirklich will und was er nicht will, aber Sie müssen es immer wieder versuchen. Hören Sie auf jede Information, die er ihnen gibt.

In einer Besprechung der amerikanischen Ausgabe war zu lesen, daß man in der heutigen „Konsumenten-Demokratie“, in der der Kunde so viele Wahlmöglichkeiten hat, sich auf die Wünsche des Kunden einstellen muß und nur ganz gezielt etwas an den Mann bringen kann.

Auch wenn es viele „kritische Menschen” gerne anders darstellen: die Bevölkerung ist nicht beliebig manipulierbar und entsprechende Versuche werden dank der Massenkommunikationsmittel und insbesondere dem Internet ohnehin immer aussichtsloser.

Bei Imagekampagnen bekommt man schon richtig Mitleid mit den Volldeppen in Nadelstreifen, die sich künstlerisch hochanspruchsvolle Filmchen haben aufschwatzen lassen und tatsächlich glauben, mit diesem sündhaft teuren Firlefanz irgendjemanden auch nur im allergeringsten in ihrem Sinne beeinflussen zu können.

Man denke nur an all die „innovativen Produkte“, die in den letzten Jahren am Kunden vorbei teilweise mit einem gigantomanischen Werbeaufwand auf den Markt geworfen wurden. Nicht die Produzenten bestimmen, sondern die Konsumenten. Die Produzenten müssen sich anpassen und ihr Marketing entsprechend ausrichten. Das ist ein Wesenszug der Arbeitsdemokratie.

Zum Schluß eine vollkommen sinnfreie Imagekampagne (eine bloße Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Werbebranche) – immerhin illustriert der ansonsten sehr gut gelungene Film den ersten der zwei grundlegenden Aspekte der Arbeitsdemokratie:

Da alle Arbeitsprozesse voneinander abhängen und miteinander organisch verflochten sind; da ferner die Konsumption die Produktion bestimmt, ist eine natürlich gewachsene und organisch funktionierende Organisation in der gesellschaftlichen Basis gegeben. (Massenpsychologie des Faschismus)

Werbung und Demokratie (Teil 1)

18. Juni 2025

Ich habe nichts gegen Werbung. Teilweise findet sich hier, ohne jedwede Ironie gesagt, tatsächlich große Kunst, von Graphikern und Filmemachern, die ihre Miete bezahlen müssen und ihren Auftraggebern ihre künstlerische Vision unterjubeln. Meistens ist die Werbung aber nichts anderes als Emotionelle Pest im allgemeinen und eine Bankrotterklärung unserer gesamten Demokratie im besonderen. Es ist einfach unfaßbar! Der Souverän, der arbeitende Mann auf der Straße und die Mutter, die ihre Kinder großzieht, werden porträtiert als schlichtweg verachtenswerte, kindische Volldeppen:

So schauen die „Kulturschickeria“ (die Werbemacher) und die höheren Kreise (die Kapitalisten) auf den „kleinen Mann“ herab: dumme, emotional unreife Spasten. Und man muß den Werbemachern schon fast rechtgeben, denn das irgendjemand so etwas akzeptiert, und derartige Werbung, die dem Kunden voll Verachtung ins Gesicht rotzt, sogar effektiv zu sein scheint, ist wirklich atemberaubend. Bin ich hier im falschen Film? Im wirklichen Leben würde ich wie ein Hund leiden, wenn sich mein Gegenüber so über mich lustig machen und ich ihm nicht sofort den Kiefer brechen würde. Seit Jahrzehnten bin ich sprachlos, daß sich das die Werbetreibenden trauen und die Kunden offenbar goutieren. Hallo!

Reich hat ein ganzes Buch über den Kleinen Mann und seine Herrschaft, die „Demokratie“, geschrieben, die Rede an den kleinen Mann:

Möchtest du wissen, kleiner Mann, wie du bist? Du hörst im Radio die Werbung für Abführmittel, Zahnpasta und Deodoranten. (…) Und du kapierst nicht die bodenlose Dummheit und den ekelerregend schlechten Geschmack dieser Dinge, die extra dafür geschaffen sind, dein Ohr zu erreichen. Hast du je aufmerksam den Späßen zugehört, die ein Conferencier über dich im Nachtclub macht? Witze über dich, über sich selbst, über deine ganze kleine erbärmliche Welt. Hör nur auf die Propaganda für Abführmittel, und du weißt, wer und wie du bist. (…) Du hörst dir den Witz über dich an und lachst herzlich mit den anderen mit. Du lachst nicht, weil du dich selbst verulkst. Du lachst über den kleinen Mann, doch du merkst nicht, daß du über dich selbst lachst, daß man dich auslacht. Millionen kleiner Männer wissen nicht, daß man sie auslacht. Warum nun lacht man über dich, kleiner Mann, so offen, so herzhaft, mit solcher Schadenfreude, und dies schon seit Jahrhunderten? Ist dir je. aufgefallen, wie lächerlich „das Volk“ im Kino dargestellt wird?

Dem Souverän der „Demokratie“ wird ständig ins Gesicht gespuckt. Man stelle sich das mal bei einer Monarchie vor – sie wäre null und nichtig! Deshalb, um im Reich‘schen Duktus von Rede an den kleinen Mann fortzufahren, lacht man über dich: weil du das mit dir geschehen läßt und immer noch glaubst, so etwas wie „Demokratie“ hätte es je gegeben! Du bist die Arbeitsdemokratie, d.h. ohne dich und deine Arbeitskameraden würde uns das alles hier instantan um die Ohren fliegen, aber du läßt dich zu einem lächerlichen Clown herabwürdigen!

Durch Umvolkung zieht man dir dein eigenes Land unter dem Arsch weg! Du wirst von verachtenswerten VOLLFRITZEN regiert, die nie gearbeitet haben, nichts von Arbeit wissen und die alles tun, um das mit ihrem Arsch einzureißen, was du und Generationen deines gleichen vor dir unter unsäglichen Qualen unter Blut, Schweiß und Tränen aufgebaut haben und erhalten. Daß du dir das gefallen läßt, macht dich tatsächlich zu einer Witzfigur! Wenn du, der Schöpfer und Erhalter, nur wüßtest, wer du wirklich bist!

Der Psychiater Reich hat dich, seit er 1927 dabei war, als Arbeiter („Polizisten“) auf Arbeiter („Unruhestifter“) beim Wiener Justizpalastbrand schossen, mit wachsender Verzweiflung beobachten müssen; wie das demokratische Experiment weltweit zu einer blutigen Farce wurde. Knapp 100 Jahre später hat die Bratwurst gezeigt, wie tief sich die Menschenmassen erniedrigen lassen und wie enthusiastisch sie sich zur Schlachtbank führen lassen.

Was bleibt, ist eine schwarze Wolke aus Verzweiflung und das Miasma verfaulender Leichenberge.