
DER ROTE FADEN (Band 2): 66. Reichs letztes Experiment
24. Januar 2018ZUKUNFTSKINDER: 1. „Rousseauismus“? a. Von der Schwarzen Pädagogik zum digitalen Zeitalter
23. Januar 2018Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:
ZUKUNFTSKINDER:
1. „Rousseauismus“? a. Von der Schwarzen Pädagogik zum digitalen Zeitalter
Politiker gegen die Arbeitsdemokratie
22. Januar 2018Aus orgonomischer Sicht kann man sich einem Verständnis des Phänomens „Politiker“ von drei Seiten her nähern. Erstens von der Sexualökonomie her (Politik als Sexualitätsersatz, Ersatzbefriedigung), zweitens von der Charakterologie her (Politik als Ausdruck der verschiedenen soziopolitischen Charaktertypen nach Elsworth F. Baker) und drittens von der Arbeitsdemokratie her.
Wer Politiker persönlich kennt, weiß, daß es hinter all dem Gerede um das soziale Wohl der Gemeinschaft, ihnen nur um zwei Faktoren geht: die Befriedigung und Vergrößerung des Ego und den Drang nach Vernetzung und „Strippen ziehen“. Beides steht im direkten Gegensatz zur Arbeitsdemokratie, d.h. der Politiker an sich ist der Todfeind der Quelle unseres Lebens, d.h. von Liebe, Arbeit und Wissen.
Statt beispielsweise etwas wirklich auszuarbeiten, zu arbeiten, haue ich einen vermeintlich „brillanten“ Nachrichtenbrief raus, nur um mich narzißtisch spreizen zu können. Politikern geht es um ihre „Vermächtnis“, ihr „Bild in der Öffentlichkeit“, ihre „Zustimmungswerte“, was dabei aus dem Land wird, etwa wenn Merkel sich als Mutter aller Verfolgten und Beladenen aufspielt, gerät dabei vollkommen aus dem Blick. Daß sogar die Arbeitsdemokratie in ihren Grundfesten zerstört wird, sieht niemand. Und das perfide ist, daß der Politiker alles Tut, um sich in Netzen und „Seilschaften“ zu verankern, so daß er schließlich unangreifbar wird. Die besten Beispiele sind aktuell Merkel und Hillary Clinton, die buchstäblich NUR Mist gebaut haben, sich aber so gut vernetzt haben, daß es unmöglich scheint, sie aus ihrer Verankerung zu lösen und sie endlich beiseite zu wischen. All ihre „Arbeit“ bestand seit jeher im Knüpfen dieser Netze, um darin unangreifbar und „alternativlos“ zu werden.
WIE LANGE LASSEN SICH DIE HARTARBEITENDEN MASSEN DIESES GROTESKE AFFENTHEATER NOCH BIETEN?!
Wilhelm Reichs Buch CHARAKTERANALYSE
21. Januar 2018Reichs Charakteranalyse ist dreimal erschienen: das Original 1933, das Reichs Weiterentwicklung der Psychoanalyse zu einer Charakteranalyse (Gegenwart → Vergangenheit) dokumentiert, die zweite Auflage von 1945, die zusätzlich Material enthält, das zeigt, wie er direkt mit dem „orgonotischen System“ (Peripherie → Zentrum) im Menschen umgegangen ist und schließlich die dritte Auflage von 1949, die das gleiche für das „energetische Orgonom“ (Kopf → Becken) beschreibt. Hier präsentiere ich meine Übersetzung des Vorworts, das Reichs enger Mitarbeiter Theodore P. Wolfe seiner amerikanischen Übersetzung der Charakteranalyse 1945 vorangestellt hat.
1933 war die Veröffentlichung von Reichs Charakteranalyse ein Meilenstein der Psychoanalyse. Zu einer Zeit, als sich die Psychoanalyse immer mehr in metapsychologischen Spekulationen verfing, lag hier ein Buch vor, das auf soliden psychoanalytischen Prinzipien und auf präziser klinischer Beobachtung beruhte. Sowohl theoretisch als auch praktisch stellte es den ersten bedeutenden Schritt dar über die übliche Symptom- und Interpretationsanalyse hinaus. Theoretisch enthob es das Konzept „Charakter“ dem Bereich der Moralphilosophie und machte es zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Psychoanalyse nur den historischen Hintergrund einiger individueller Charakterzüge untersucht. Der „Charakter“ als solcher wurde als eine unwillkommene Komplikation betrachtet und wurde als „gut“ oder „schlecht“ im üblichen Sinne eingestuft, anstatt wissenschaftlich untersucht zu werden. Eine wissenschaftliche Charakterologie, die die Frage nach Art und Funktion der Charakterbildung und der Bedingungen der charakterlichen Differenzierung, d.h. die Entwicklung fest umrissener Charaktertypen beantworten würde, war nie in Angriff genommen worden.
In der Praxis haben die neuen Einsichten in die Funktion des Charakters zwangsläufig zu grundlegenden Veränderungen der therapeutischen Technik geführt. Der Akzent verschob sich vom unbewußten Material, das durch „freie Assoziation“ erlangt wird, zum Charakter des Patienten, d.h. zu seinem „charakteristischen“ Verhalten bei der Abwehr gegen die analytische Einsicht und das unbewußte Material. Die Bedeutung dieser Änderung in der Technik kann nur von jenen Therapeuten gewürdigt werden, die sich selber einer Charakteranalyse unterzogen haben und die die Technik in ihrer eigenen Praxis gemeistert haben. Sie machte Patienten einer Behandlung zugänglich, die zuvor unzugänglich geblieben wären. Sie setzte jenen deprimierenden langjährigen Analysen, insbesondere bei Zwangsneurosen, ein Ende, wo ein Übermaß unbewußten Materials ohne irgendeinen therapeutischen Nutzen erschlossen wurde, weil es der Analyse nicht gelang, die Affekte des Patienten zu mobilisieren. Dies lag wiederum in der Tatsache begründet, daß die Affekte größtenteils im Charakterpanzer gebunden waren, aus dem man sie nur durch die charakteranalytische Technik befreien konnte. Da diese Phänomene verstanden und therapeutisch nun gehandhabt werden konnten, wurden die therapeutischen Alibis überflüssig, daß „der Patient keine Besserung wolle“, weil er ein „unbewußtes Strafbedürfnis“ hätte, einen „Todestrieb“, etc.
Von vielen Psychoanalytikern wurde das Buch enthusiastisch begrüßt. Über seine technischen Anleitungen wurde gesagt, sie gehörten „zum klarsten und eindeutigsten (…), was die psychoanalytische Literatur bis jetzt hervorgebracht hat“ und „zum besten und reifsten, was über Psychotherapie gesagt worden ist.“ „Der Wunsch [nach therapeutischer Anweisung] muß wirklich sehr stark gewesen sein, geht man von dem Eifer aus, mit dem Reichs Buch und Ideen von den jüngeren deutschen Analytikern aufgenommen wurden.“ Zieht man jedoch die psychoanalytischen Veröffentlichungen und private Gespräche mit Psychoanalytikern in Betracht, war ein tatsächliches Verständnis der Charakteranalyse sehr gering. Hauptsächlich beruhte es darauf, daß man nicht – wie es viele versucht haben – die Charakteranalyse akzeptieren und anwenden kann, ohne die Orgasmustheorie anzuerkennen. Man kann nicht argumentieren, wie es so viele Psychoanalytiker tun: „Ja, die Charakteranalyse ist richtig, die Orgasmustheorie aber nicht.“ Da das unzweideutige therapeutische Ziel der Charakteranalyse die Etablierung der orgastischen Potenz ist, folgt daraus, daß die Charakteranalyse und die Orgasmustheorie untrennbar miteinander verknüpft sind. Jedoch sind die Konzepte „orgastische Potenz“ und „orgastische Impotenz“ noch überhaupt nicht in das psychoanalytische Denken eingedrungen. Ein Mann wird immer noch als „potent“ betrachtet, wenn er erektil und ejakulativ potent ist. Auch hört man oft das Argument, daß Theorie und Praxis nicht notwendigerweise miteinander verbunden sind; daß man die eine Art von theoretischem Konzept und eine andere Art von Praxis haben kann. Das ist ein gefährlicher Irrtum und Selbstbetrug. Denn wenn man die Orgasmustheorie nicht akzeptiert hat, nicht erkennt, daß die Grundlage der Neurose sexuelle Stauung aufgrund orgastischer Impotenz ist, wirkt sich das unvermeidlich auf die Praxis aus: dann ist das praktische Ziel der Therapie nicht die Herstellung der orgastischen Potenz, so daß sich die sexuellen Energien, die im therapeutischen Prozeß freigelegt wurden, ein anderes Ventil suchen müssen. Dies macht wiederum die Formulierung einer entsprechenden Theorie notwendig: die der „Sublimierung“ und der „Verurteilung“. Theorie und Praxis sind so untrennbar miteinander verbunden wie Orgasmustheorie und Charakteranalyse. Besondere Erwähnung gebührt einer speziellen Art und Weise die Charakteranalyse „anzuerkennen“: die Verwendung der Bezeichnung „Charakteranalyse“ für eine Technik die rein gar nichts mit ihr gemein hat. Das ist eine heimtückische Art und Weise neue Entdeckungen aus dem Weg zu räumen, die viele Parallelen in der Geschichte der Wissenschaft hat (vgl. „Character-analysis.“ Internat. Journal of Sex-economy and Orgone-Research 1, 1942, S. 90ff.).
Diese wenigen Anmerkungen mögen andeuten, warum das Buch ein Meilenstein der Psychoanalyse war. Es war auch ein Meilenstein der Sexualökonomie. Es erschien zu einer Zeit, als sich in Europa die politischen Ereignisse zuspitzten. Wie viele vorangegangene Veröffentlichungen Reichs sollte es im Verlagshaus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, dem Internationalen Psychoanalytischen Verlag, publiziert werden. Es wurde bereits korrekturgelesen als Hitler an die Macht kam, woraufhin es der Verlag ablehnte, das Buch mit entsprechender Verlagsangabe zu veröffentlichen. Reich war als Antifaschist zu bekannt geworden. Zur gleichen Zeit plante die Vereinigung den Ausschluß Reichs, der im folgenden Jahr, 1934 wirksam wurde. Die erste Auflage seiner Massenpsychologie des Faschismus erschien 1933, die zweite 1934. Die Jahre um 1933 waren für die Sexualökonomie eine Zeit der Umorientierung, die Zeit als der Durchbruch von der Psychologie zur Biologie gelang. Die theoretische Notwendigkeit war von Freud formuliert worden und eine praktische Verwirklichung hatte 1927 Reichs Die Funktion des Orgasmus erahnen lassen, wo er zum ersten Mal die Verbindung zwischen Sexualität und Angst auf der einen Seite und dem vegetativen System auf der anderen Seite formuliert hatte. So kann man es nicht einem plötzlichen Wechsel in den Konzepten zur Last legen, sondern es ist das Ergebnis einer allmählichen und unvermeidlichen Entwicklung, daß nach der Charakteranalyse Reichs Veröffentlichungen nicht länger psychologischer Natur, sondern biologischer und neuerdings biophysikalischer Natur waren. Die Entwicklung der letzten zehn Jahre war so schnell, daß das Tempo oft sogar für jene ziemlich unbequem war, die es aus unmittelbarer Nähe verfolgt haben. Für die meisten Menschen, die der Entwicklung nicht Schritt für Schritt gefolgt sind, mag es sogar so erscheinen, als gäbe es einen Bruch, der schwer nachzuvollziehen ist. Dieser Schwierigkeit wurde Rechnung getragen, indem der gegenwärtigen Auflage als Anhang Psychischer Kontakt und vegetative Strömung beigefügt wurde, eine Monographie, die 1935 veröffentlicht wurde. Der wesentliche Inhalt von Experimentelle Ergebnisse über die elektrische Funktion von Sexualität und Angst, einer Monographie, die 1937 publiziert wurde, findet sich in Die Funktion des Orgasmus von 1942. Das betreffende Buch beinhaltet auch die wesentlichen Teile von Orgasmusreflex, Muskelhaltung und Körperausdruck, das ebenfalls 1937 veröffentlicht wurde; es führt in die Technik der charakteranalytischen Vegetotherapie ein. Zieht man das in letzter Zeit in unserem Journal veröffentlichte mit in Betracht, gibt es in englischer Sprache ausreichend Material, das es dem ernsthaften Studenten ermöglicht, den Schritten zumindest theoretisch zu folgen, die von der Charakteranalyse von 1933 zur Orgontherapie und Orgonbiophysik von heute führten.
Bereits in der ersten Auflage von 1933 hatte Reich in seinem Kapitel über den masochistischen Charakter Freuds Todestriebtheorie widerlegt, mit der Freud nicht nur das Selbstdestruktive, sondern allgemein das Destruktive im Menschen erklären wollte. Das ergänzte Reich in der dritten Auflage von 1949 mit einem Kapitel über den pestilenten Charakter (die Emotionelle Pest), in dem gezeigt wird, warum und wie sich das Destruktive in der Gesellschaft ausbreitet. Ähnlich wie der Masochist, der vorgibt Schmerzen erleiden zu wollen, tatsächlich aber von seinen sexuellen Spannungen befreit werden will, ohne „Schuld“ auf sich zu laden, tut der Pestilente so, als wolle er nur dein Bestes, tatsächlich will er aber Erregung aus der Umwelt verbannen, die in ihm unerträgliche Spannungen hervorruft. Das vorgeschobene Motiv ist nie das wahre Motiv!
In den neueren von Mary Boyd Higgins zu verantwortenden amerikanischen Ausgaben der Charakteranalyse wurden diese funktionellen Zusammenhänge unsichtbar gemacht, indem das Kapitel über die Emotionelle Pest nicht mehr Folgekapitel des Kapitels über den Masochismus ist, sondern an das Ende des Buches gestellt wurde! Tja, die Emotionelle Pest…
Der verdrängte Christus: 3. Die Aktualität der Bibel
20. Januar 2018Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:
DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:
Das Antisemiten-Problem
18. Januar 2018
Das Antisemiten-Problem in der pdf-Datei suchen
Peters Herangehensweise an Verschwörungstheorien
17. Januar 20181. Das ganze macht nur Sinn, wenn sich die Verschwörungstheorie einem aufdrängt, nachdem man sie stets von sich gewiesen hat. Man muß von ihr und ihrer Logik überwunden werden: „OK, das sehe ich ein.“ Die meisten Leute WOLLEN etwas glauben und blenden systematisch alles aus, was diesem Glauben widersprechen könnte.
2. Alles hängt von den Quellen ab. Q, Alex Jones & Co. und Assange sind gute Quellen, einfach weil sie Voraussagen getroffen haben, die dann genau so eingetroffen sind. So viele andere haben null Zugang zu Geheimdiensten, den Eliten, etc., „offenbaren“ aber ständig irgendetwas, was null, wirklich null Relevanz hat, Zeitverschwendung ist und vom Wesentlichen ablenkt.
3. Der indirekte Beweis: man schaut nach irgendwas und plötzlich taucht eine Sache im Bild auf, die da gar nicht hingehört und auch gar nicht von irgendjemanden dort willentlich plaziert werden konnte. Im folgenden Beispiel ist das „Bild“ wörtlich zu nehmen. Das Photo von zwei NASA-Wissenschaftlern bei der Arbeit. Denkbar unspektakulär. Niemand denkt sich dabei was. Bis zufällig entdeckt wird, daß da ein Photo der Mondoberfläche auf dem Schreibtisch liegt, von dessen Existenz niemand wissen darf. Es ist übrigens mit der Bombardierung des Mondes 2009 verbunden, um angeblich nach Wasser auf dem Erdtrabanten zu suchen:
Charakter überTRUMPft alles
16. Januar 2018Eine zweite Ergänzung zu „Peters Lektüre von KINDER DER ZUKUNFT (Teil 5)“
15. Januar 2018Die Aufklärung wird von diesem Planeten verschwinden und das Mittelalter triumphieren, weil es in der Natur einen alles bestimmenden Faktor gibt: die Fortpflanzung. Religiöse Menschen pflanzen sich fort, während „aufgeklärte“ Menschen keinen rechten Sinn darin sehen sich für andere (d.h. die eigenen Kinder) aufzuopfern. Religiöse Menschen planen Gräber für die Ewigkeit, die von ihren Kindern und Kindeskindern gepflegt werden, während es Atheisten tendenziell ziemlich schnurz ist, was mit ihren Gebeinen geschieht.
Deshalb stirbt beispielsweise Ostdeutschland aus. Nicht aus sozialen und ökonomischen Gründen (vollkommener, d.h. vulgär-marxistischer Unsinn!), sondern weil es die atheistischste Region auf diesem Planeten ist. Die Demographie in den USA ist so viel besser als in Europa, weil die Menschen in den Staaten im Durchschnitt religiöser sind als auf dem alten Kontinent. Die soviel bessere Versorgung mit Kindergärten, sozialer Absicherung, etc. in Europa spielt hier keinerlei Rolle! Eher im Gegenteil, denn (gut, jetzt argumentiere ich „materialistisch“!) wer sich vom Staat rundum versorgt fühlt, hat kein Interesse an Familienverbänden, die die persönliche Freiheit einschränken.
Aus orgonomischer Sicht zeichnet sich hier die ultimative Katastrophe ab, da auf diese Weise die Kinder der Zukunft eine Chimäre werden. Man betrachte sich etwa die Türken in Deutschland. Die, die sich westlichen Wertvorstellungen angleichen, haben im Durchschnitt genauso viele Kinder wie die Deutschen, während jene, die sich in der islamischen Kultur verpanzern, Deutschland eine unüberschaubare Schar zukünftiger inzuchtgeschädigter Islamisten und drogendealender HartzIVler schenken.
Religion bedeutet, daß zumindest ein wenig, wenn auch verzerrter Kontakt zum biologischen Kern vorhanden ist, während „aufgeklärte“ Menschen fast vollständig in der sozialen Fassade aufgehen. Ihre „Freiheit“ ist eine Illusion und selbstzerstörerisch. Das, wenn man so sagen kann, „religiöse Projekt“, bei dem sich alles um die Verantwortung für die Gemeinschaft dreht, hat wenigstens eine Zukunft.
Die gepanzerte Gesellschaft leidet daran, daß Freiheit und Verantwortung zu sich gegenseitig ausschließenden Gegensätzen werden:
Letztendlich beschreibt diese eine Gleichung die sich in „Parallelgesellschaften“ zersplitternde Gesellschaft.
Die Orgonomie steht dafür, daß Freiheit und Verantwortung nicht voneinander zu trennen sind und einander bedingen:
Die Orgonomie verkörpert diese Einheit:
Kinder stellen nicht, a la Fritz Perls, Hindernisse auf dem Weg zur vermeintlichen „Selbstverwirklichung“ dar, sondern sind Ausdruck der Selbstverwirklichung. Ein gepanzerter Mensch, etwa ein Fritz Perls, hätte sich auf die Sexualtheorie beschränkt, ohne jemals das Projekt „Kinder der Zukunft“ zu entwerfen. Tatsächlich sind Leute aufgetreten, die aus „Reichistischen“ Gründen gegen das Stillen waren (da dies dem Sexualorgan Brust schade) und gegen eine natürliche Geburt (da dies dem Sexualorgan Vagina schade). Sie träumten sogar von künstlichen Gebärmüttern und „Kinderkrippen“, um, frei nach Reich, Sexualität und Fortpflanzung endgültig voneinander zu trennen.
In einer orgonomisch geprägten Welt wären sexuelle Erfüllung im Hier und Jetzt und die Fortpflanzung nichts was sich behindert, sondern etwas was einander bedingt. Das Kinderkriegen ist dabei nicht nur wegen der Freude, die die Kinder schenken, eine Lust, sondern auch weil es selbst Spannung löst, indem wir uns sozusagen „entschulden“. Wir sind Teil eines transgenerationalen „Kreditgeschäfts“: unsere Eltern haben mit unserer Existenz in die Zukunft investiert und kontaktvollen (d.h. nicht „anti-autoritären“) Menschen ist es eine Lust sich dieser Schuld (bioenergetische „Ladung“ ohne moralischen Unterton!) zu entledigen („Entladung“), indem sie selbst Kinder bekommen. (Das Lebendige und die Arbeitsdemokratie erstrecken sich nicht nur im Raum, sondern auch über die Zeit!)
Der religiöse Mensch hat ein Gefühl für diese „bioenergetische Schuld“, moralisiert sie aber und beraubt sie ihres bioenergetischen Gehalts. Bei ihm wird alles zu „Pflicht“ und „Gefolgschaft“.




















