Blankertz zufolge ist Politik nicht die Lösung, sondern das Problem. Klingt nach Konia. Blankertz:
Das fundamentale Recht besteht in der Privatheit. Politik ist Kolonialismus. Der herrschende Trend zur Aufhebung aller Privatheit markiert das Ende des Subjekts. (S. 53)
Was Blankertz nicht sieht, ist, daß Hitler (Reich zufolge „der Generalpsychopath“ schlechthin) alles tat, um den Staat (den er als eine „jüdische“ Institution betrachtete) zu zerschlagen. Um das in Teil 1 gesagte zu widerholen: Das schier unglaubliche Chaos und Kompetenzwirrwarr im nationalsozialistischen Staat war gewollt. Das Starke sollte sich sozialdarwinistisch durchsetzen, ohne daß sich das Schwache hinter „Recht und Gesetz“ verstecken konnte. „David“ sollte gegen „Goliath“ keine Chance mehr haben! In gewisser Weise war Hitler „antiautoritär“, d.h. die (sekundären) Triebe sollten frei walten.
Die von Blankertz geforderte Befreiung der Gesellschaft vom Staat (S. 76) ist schlichtweg genausowenig machbar wie die von der Panzerung. Deshalb war Reich kein Anarchist, sondern ein Konservativer. Das sieht man auch daran, daß Blankertz sich explizit als jemand sieht, der gegen den Vater rebelliert (S. 67). Oder wenn er den Zerfall des Staates in Clanstrukturen geradezu positiv sieht (S. 96). Charakterstrukturell weist dies zusammen mit der in Teil 13 erläuterten Oberflächlichkeit trotz aller libertären Lobpreisungen des Kapitalismus auf eine linksliberale Charakterstruktur hin. Kein Orgonom hat etwas gegen Friedrich von Hayek, ganz im Gegenteil, es kommt aber immer darauf an, welche FUNKTION Begriffe wie „Kapitalismus“ im jeweiligen individuellen Weltbild haben. Bei Blankertz ist es die Rebellion gegen den „Vater Staat“, d.h. es handelt sich um den Versuch eine ödipale Verstrickung auf letztendlich pestilente Weise zu lösen: die ganze Gesellschaft soll sich wandeln….
„Erst die Vernunft als außer-natürliche Instanz erschließt uns, daß wir nicht berechtigt sind, andere Menschen oder ganz allgemein andere Lebewesen zu quälen“ (S. 100). Ein Beispiel dieser Vernunft ist etwa der Dieb: ihm dürfe sein Diebesgut abgenommen werden, das er jetzt als sein Eigentum betrachtet, weil er ja selbst den Eigentumsbegriff negiert habe (S. 103). – Genau solche Beispiele zeigen, warum Reich nichts mit derartigen Anarchisten zu tun haben wollte. Sie leben nur im Kopf, in der charakterlichen Fassade und haben keinerlei Blick für die sekundären Triebe.
Blankertz‘ Kritik an der Planwirtschaft (S. 65-73) sind stichhaltig. Reich benutzte diesen Begriff noch immer, als er das Konzept der Arbeitsdemokratie ausformulierte. Aus dem Zusammenhang wird aber deutlich, daß er dabei in keinster Weise etwa an die (später gegründete) DDR dachte, wo wirklich alles ausprobiert wurde von teilweise „sozialistischer Selbstverwaltung“ bis hin zur Kybernetik und „materiellen Anreizen“, sondern vielmehr an den Organismus, der ohne Zweifel ja „planvoll“ funktioniert. (Letztendlich geht diese Wortwahl auf die Marxsche Definition von Arbeit in Das Kapital zurück.)
„Weshalb bloß mußte er die Idee (!, PN) der freiwilligen wirtschaftlichen Interaktion Arbeitsdemokratie nennen, nur um den bösen Begriff Kapitalismus zu vermeiden?“ (S. 66). Er zitiert Reich, daß die Menschen noch so irrational und von sekundären trieben bestimmt sein mögen, „in ihrer Arbeitsfunktion sind sie natürlicherweise dazu verhalten, rational zu sein.“ Dazu meint Blankertz triumphierend, daß das doch eben (frei nach Adam Smith) der Kapitalismus sei, „daß aufgrund der Freiheit des Marktes jeder, ob großherzig oder kleingeistig, gezwungen werde, dem Nächsten zu Diensten zu sein“ (S. 73). Schön, trotzdem gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen Arbeitsdemokratie und Kapitalismus: die Arbeitsdemokratie gehört per definitionem zu den bioenergtischen Kernfunktionen, während der Kapitalismus ein ökonomisches System ist. Er umfaßt auch die sekundäre Schicht (beispielsweise brutale Übervorteilung) und die charakterliche Fassade („der Kunde ist König“ – auch wenn man ihn verachtet) und kann entsprechend, „den Charakter verformen“, wie man so schön sagt (siehe das entsprechende Reich-Zitat bei Blankertz S. 88f). Ich verweise auch auf Teil 11.
Reichs „Arbeitsdemokratie“ sei „im Grunde genommen nichts weiter als das Wirtschaften nach dem Prinzip der Freiwilligkeit, ist Kapitalismus“ (S. 88). Dazu ist zu sagen, daß auch Anarchisten nicht „frei-willig“ handeln. Sie sind nämlich in der Abbildung in Teil 13 gezeichneten „Ursünde“ gefangen, der Panzerung. Arbeitsdemokratie bedeutet schlichtweg ungepanzert zu sein, bzw. sie zwingt gepanzerten Menschen ein ungepanzertes Verhalten auf. Im Gegensatz dazu funktioniert der Kapitalismus auch im sekundären, im gepanzerten Bereich.
Was soll man schließlich über Blankertz‘ Ausführungen über Homosexualität und Feminismus (S. 109-117) sagen? Für Reich war Homosexualität unnatürlich, was schlichtweg bedeutet, daß nur der Kontakt zwischen Vagina und Penis und das Fehlen jedweder emotionaler Ambivalenz einen Orgasmus ermöglicht. Ja, man kann auf den Händen gehen oder einen Rollstuhl benutzen, auf einem Bein hüfen oder Skilaufen, aber das ist niemals dasselbe wie „natürliches“ Gehen! Mit „Moral“ hat das alles nichts zu tun, außer daß die gesellschaftliche Unterdrückung der Homosexualität stets die Genitalität mit umfaßt. Und was die Frauenemanzipation betrifft: es geht einzig und allein um den orgonotischen Kontakt zwischen Kind und Mutter, Frau und Mann. Alles andere ist Beiwerk. Blankerts beschäftigt sich nur mit diesem Beiwerk.
Orgonotische Funktionen wie „relative Bewegung“ (orgonotische Kreiselwelle und orgonotische Pulsation) sind kosmische Funktionen und können entsprechend von jedem im eigenen Körper nachempfunden werden – zumindest, wenn er sich einer Orgontherapie unterzieht. „Kosmisch“ bedeutet hier, daß auf allen Größenebenen von den Galaxien bis zu Pantoffeltierchen exakt die gleichen orgon-energetischen Erscheinungen auftreten.
Betrachten wir dazu zunächst folgende Abbildung:
Sie beschreibt die Arbeit des Orgontherapeuten, die über bloße Symptome und Worte hinausgeht. Der Patient präsentiert Symptome beispielsweise in der Reihenfolge: „D4 → B2 → C1 → D7 → D3 → C2 → A1 → C4 → D1 → D8“ oder präsentiert entsprechende Begriffe und Wörter in dieser Reihenfolge. Der Orgontherapeut versucht die vier Funktionsbereiche (A, B, C, D) im Hintergrund dieser 10 einzelnen Funktionsvarianten und entsprechend ihre Funktionsreihenfolge zu sehen. Die funktionelle Gleichung zu sehen und dementsprechend zu arbeiten, d.h. auf der Grundlage dieses funktionellen Wissens zu handeln, ist Orgontherapie. Die Symptome und „bloßen Worte“ versuchen etwas auszudrücken, aber der medizinische Orgonom ist der einzige, der zuhört, verstehen kann, worum es geht, und dementsprechend hilft.
An der Spitze, buchstäblich im Kopf, haben wir den Funktionsbereich „D“ (weit weg vom CFP) und an der Basis, d.h. im Bereich des Genitals den Funktionsbereich „A“ (das CFP). Könnte man die obige Abbildung bzw. Gleichung verallgemeinern? Wohnt ihr in irgendeiner Form die erwähnte „Kreiselwelle“ inne? Die orgontherapeutische Arbeit von der oberflächlichen Ebene [D, weit weg vom CFP] zu tieferen Ebenen [das CFP, A] korreliert auch mit der Arbeit vom Augen- zum Beckensegment: Orgontherapie aus der Sicht der Kreiselwelle („energetisches Orgonom“).
Wie die Kreiselwelle mit der Orgonometrie verbunden ist, zeigt folgende Abbildung:
In der Orgontherapie findet sich die Kreiselwelle darin, daß die Erregung zum Gehirn (Puls → Welle) fließt und von dort zurück zum Genital (Welle → Puls). Das „offene Orgonom“ Kreiselwelle kommt im „geschlossenen Orgonom“ Organismus zum Ausdruck. Ich hoffe, das wird durch folgende Illustration nachvollziehbarer:
Ich setze den Kopf gleich mit der expansiven Wellenfunktion der Kreiselwelle („weites Feld“). Interessanterweise sind es die Segmente des Auges („Schizophrenie“) und des Mundes („Depression“), die das Orgonenergie-Feld des Körpers steuern, es ist „Weite“ („Schizophrenie“) und „Substanz“ („Depression“). Es ist „Geist“, während das Genital (Entladung) „Körper“ und „Puls/Materie“ ist. Auf diese Weise ist der Mensch in der kosmischen Kreiselwelle verwurzelt und Orgontherapie ist „kosmische Therapie“.
Seit frühster Jugend sind Kulte und Sekten mein Leib- und Magenthema. Wenn ich selber eine Sekte gründen würde, wäre, jetzt spontan erfunden, beispielsweise die folgende Übung zentral für meine devoten Jünger: „Stehe vom Stuhl auf und verlasse durch die Tür den Raum. Tue das solange, bis du WIRKLICH den Raum verlassen hast.“ Ich garantiere, daß diese Übung (und zahllose andere, die ich mir vollkommen willkürlich und sinnfrei ausdenken könnte), auf meine Jünger eine lebensverändernde Wirkung hätte. Das absolut Perfide dabei ist, daß ich diese Übung als einen Initiationsakt der persönlichen Befreiung verkaufen würde („indem du den Raum verläßt, wirst du frei!“), tatsächlich aber meine Opfer dadurch hypnotisiere und zu willenlosen Robotern mache.
Da wäre zunächst einmal das eklatante Machtgefälle, die Grundlage jedweder Hypnose: Ich bringe dich dazu etwas Sinnloses und damit Erniedrigendes zu tun! Aus einem Menschen mache ich eine willenlose Maschine! Zweitens betreibe ich etwas, was man, Adorno paraphrasierend, als „Terror der Eigentlichkeit“ bezeichnen könnte. Du verläßt nicht einfach den Raum, sondern du verläßt den Raum WIRKLICH. Das entfremdet dich von der WIRKLICHkeit, du gehst in den Augen weg und es wird dergestalt künstlich ein schizophrenieartiger Zustand induziert (Spaltung zwischen Erregung und Wahrnehmung). „Ist das WIRKLICH nur der Postbote oder nicht eigentlich in Wirklichkeit ein CIA-Agent?“
Das wird dadurch verstärkt, daß praktisch alle derartige Sekten, in diesem Fall die Nasselsteinity, ein zentrales Paradigma haben: „Mind over matter!“ Wenn du mir folgst, bist du nicht mehr wehrloses Opfer der Umstände, der Materie, des Raumes und der Zeit, sondern du bist frei, weil du GEIST bist. Um zu wissen, was „Geist“ ist, muß man wissen, wie er funktioniert. Er ist frei von Materie, Raum und Zeit und operiert deshalb ausschließlich durch Intention, durch Postulate, durch „Willenskraft“. Darauf beruht die gesamte vermeintliche „Esoterik“, wie man sie aus den billigen Taschenbüchern lernt, die etwa in Bahnhofsbuchhandlungen an impotente Männer und frigide Frauen verramscht werden. Du gewinnst im Lotto, indem du den Lottogewinn „beim Universum bestellst“. Du wirst gesund, reich, schön, etc., wenn du WIRKLICH gesund, reich, schön, etc. sein willst. Oder mit anderen Worten: ich reduziere dich zu einem Fünfjährigen mit dessen magischem Denken und gewinne damit absolute Macht über dich, so als wärst du ein dummes kleines Kind, dem man jeden Schwachsinn vormachen kann!
Wie schon Marx wußte, ist die menschliche Arbeit und damit die menschliche Existenz schlechthin nur möglich, wenn du im Kopf einen Plan hast, sozusagen ein „Postulat“, den du dann mit deinen Händen abarbeitest. Du werkelst nicht einfach vor dich hin, sondern du hast die Vorstellung etwa von einem Hocker und schneidest und setzt entsprechend Holz zusammen, bist du einen Hocker materiell vor dir hast. Kultführer wie ich, also sozusagen Marx‘ „Kapitalisten“, versklaven die Menschen, indem sie Kopf und Hand voneinander trennen („Arbeitsteilung“). Der Lohnsklave hat keine Vorstellung davon, was er da tagtäglich tut, er werkelt sinnlos vor sich hin („Entfremdung“). Gleichzeitig ist, wie Lenin unterstrichen hat, die Gesellschaft, in der er leben muß, aber von einer „idealistischen“ Ideologie geprägt, derzufolge die Welt von genialen „Machern“ bestimmt wird.
Die soziale Revolution soll diese Entfremdung aufheben, das heißt „Hand und Kopf“ wieder vereinigen. Die ARBEIT (= „Kopf plus Hand“) soll die Gesellschaft bestimmen! Nicht ohne Grund hat der ehemalige Marxist Reich das, was er vorher als Sozialismus bzw. Kommunismus bezeichnet hat, später „Arbeitsdemokratie“ genannt Diese Arbeitsdemokratie ist funktionell identisch mit Genitalität, d.h. in der Orgontherapie passiert das genaue Gegenteil wie in einer typischen Sekte. Der Kopf und die Hände werden miteinander verbunden, damit du die Wirklichkeit selbstbestimmt verändern kannst. Höre auf ein Opfer, ein Sklave, ein Depp zu sein und verändere zusammen mit den anderen ARBEITERN, deinen Brüdern und Schwestern, diese Welt so, daß niemals mehr irgendwelche „Erlöser“ die Gesellschaft kollektiv ins Unglück stürzen können.
Kultführer sind bloß der Abschaum bzw. das Destillat der ausbeuterischen und entfremdeten (gepanzerten) Gesellschaft. Ihre schwachsinnigen „Lehren“ sind nichts weiter als die überzeichnete Karikatur dieser kranken Gesellschaft!
„Liebe, Arbeit und Wissen sind die Grundlagen unseres Lebens. Sie sollten es auch beherrschen.“ Dieses Motto Wilhelm Reichs ist nicht so unproblematisch fundamental, will sagen bioenergetisch, wie es auf den ersten Blick erscheinen will.
Erstens gibt es diese drei „Naturfunktionen“ nicht im Tierreich. Liebe ist nicht nur ein unverbindliches angenehmes Gefühl, sondern ein Versprechen von Treue und Verläßlichkeit. Arbeit ist, frei nach Marx, nicht ein blindes Werkeln, sondern immer mit bewußter Planung verbunden, also mit dem Blick auf die Zukunft, die durch eine geistige Blaupause vorweggenommen wird. Wissen ist nichts anderes als die Kunst der Voraussage. „Das Boot wird kentern, wenn nicht die Fugen richtig abgedichtet werden.“ Jede einzelne dieser drei Funktionen beinhaltet also jeweils große Spannungsbögen im krassen Gegensatz zur bloßen Lustabfuhr, der Befriedigung des Bewegungsdrangs und das Begnügen mit dem Hier und Jetzt. („Wieso? Das Bott schwimmt doch!“)
Die Arbeitsdemokratie („Liebe, Arbeit und Wissen“) setzt demnach einen gewissen Grad an emotionaler Reife und ein Mindestmaß an Intelligenz voraus. Das sieht man unmittelbar anhand der beiden Ausdrucksweisen der Arbeitsdemokratie in der gepanzerten Gesellschaft: der Demokratie und der Marktwirtschaft. In primitiven Weltgegenden werden kaum je Stammesdenken und Kriminalität (Bestechung, Vetternwirtschaft, Korruption) transzendiert. Das sahen wir im Nationalsozialismus, sehen wir in der heutigen Türkei und generell in der Dritten Welt. Nicht zuletzt sehen wir das aber in unserer heutigen grünroten Demokratie mit ihrem Gesinnungsterror und den wirtschaftlichen Profiteuren der um sich greifenden zukunftsblinden Verblödung (Beispiel „Energiewende“, irrwitzige Abgaswerte, Asylindustrie, etc.).
Aus orgonomischer Sicht kann man sich einem Verständnis des Phänomens „Politiker“ von drei Seiten her nähern. Erstens von der Sexualökonomie her (Politik als Sexualitätsersatz, Ersatzbefriedigung), zweitens von der Charakterologie her (Politik als Ausdruck der verschiedenen soziopolitischen Charaktertypen nach Elsworth F. Baker) und drittens von der Arbeitsdemokratie her.
Wer Politiker persönlich kennt, weiß, daß es hinter all dem Gerede um das soziale Wohl der Gemeinschaft, ihnen nur um zwei Faktoren geht: die Befriedigung und Vergrößerung des Ego und den Drang nach Vernetzung und „Strippen ziehen“. Beides steht im direkten Gegensatz zur Arbeitsdemokratie, d.h. der Politiker an sich ist der Todfeind der Quelle unseres Lebens, d.h. von Liebe, Arbeit und Wissen.
Statt beispielsweise etwas wirklich auszuarbeiten, zu arbeiten, haue ich einen vermeintlich „brillanten“ Nachrichtenbrief raus, nur um mich narzißtisch spreizen zu können. Politikern geht es um ihre „Vermächtnis“, ihr „Bild in der Öffentlichkeit“, ihre „Zustimmungswerte“, was dabei aus dem Land wird, etwa wenn Merkel sich als Mutter aller Verfolgten und Beladenen aufspielt, gerät dabei vollkommen aus dem Blick. Daß sogar die Arbeitsdemokratie in ihren Grundfesten zerstört wird, sieht niemand. Und das perfide ist, daß der Politiker alles Tut, um sich in Netzen und „Seilschaften“ zu verankern, so daß er schließlich unangreifbar wird. Die besten Beispiele sind aktuell Merkel und Hillary Clinton, die buchstäblich NUR Mist gebaut haben, sich aber so gut vernetzt haben, daß es unmöglich scheint, sie aus ihrer Verankerung zu lösen und sie endlich beiseite zu wischen. All ihre „Arbeit“ bestand seit jeher im Knüpfen dieser Netze, um darin unangreifbar und „alternativlos“ zu werden.
WIE LANGE LASSEN SICH DIE HARTARBEITENDEN MASSEN DIESES GROTESKE AFFENTHEATER NOCH BIETEN?!
Charles Konias Orgonsoziologie. Angesichts des gestrigen Beitrags zur Ökonomie möchte ich insbesondere auf seinen Blogeintrag „Wieso ‚Konjunkturpakete‘ nicht funktionieren“ verweisen:
Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Christentums
Wieso „Konjunkturpakete“ nicht funktionieren
Kommunismus/Sozialismus ist der Krebs des Gesellschaftskörpers
Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Liberalismus
Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Konservatismus
Der schwindende Kern-Kontakt bei den Menschen
Das Robin-Hood-Syndrom
Eines der Hauptsymptome eines emotionell pestkranken Charakters
Die Auswirkungen der sozio-politischen Rotverschiebung auf das Denken der Menschen
Kommentar zu „Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Christentums“:
Robert (Berlin) schrieb 2013:
Dieser Artikel ist ausgesprochen gut, leider aber sein Lösungsansatz sehr utopisch. Das deswegen, weil durch den Einbruch der islamischen Pest seine Lösung immer unwahrscheinlicher wird, abgesehen auch davon, dass es nie genügend Therapeuten geben wird. Man müsste eine freie „Insel“ schaffen, diese gut schützen und darin ungepanzerte Kinder aufwachsen lassen (unter der Aufsicht von Orgontherapeuten) und diese erziehen dann wiederum als Erwachsene weitere ungepanzerte Kinder.
O.:
„Die Emotionelle Pest ist eine medizinische Erkrankung und muß wie jede andere Infektionskrankheit behandelt werden.“ (laut Konia)
Dies würde sagen, EP sei keine psychische Erkrankung und könne nicht mit Psychotherapie behandelt werden.
Daher mein Gegenargument: Emotionelle Pest ist eine psychische Erkrankung und muss mit Psychotherapie behandelt werden.
Genauer betrachtet ist sie aber ein soziales Phänomen einer Masse psychisch Kranker (definiert nach Reich). Mit Einzeltherapie wird dem keiner beikommen können. Vielleicht wäre eine Kombination aus Grupen- und Einzeltherapie sinnvoll?
_______________
@ Robert: Ich möchte nicht auf der Insel leben, wo Orgontherapeuten die Aufsicht haben.
Zu „Wieso „Konjunkturpakete“ nicht funktionieren“:
David:
Die wirtschaftlichen Empfehlungen von Seiten der politischen Rechten, verantwortungsvolle Haushaltspolitik durch Ausgaben- und Steuerkürzungen und den Markt sich selbst regulieren lassen, kommt den aktuellen wirtschaftlichen Problemen der gepanzerten Menschheit näher als all die „Lösungen“ der heutigen linken Ideologen.
Richtig, die Deregulierung ist im Prinzip großartig.
Jedoch: de facto wird einseitig zugunsten der Konzerne und Firmen dereguliert, während – gegenwärtiger Berichterstattung zufolge – etwa ein Mini-Jobber sich mit Vertragswerken konfrontiert sieht, die bis oben voll gestopft sind mit Klauseln zugunsten des Stärkeren – für ihn gibt es also nicht weniger, sonder mehr Regulierung!
Das, was ich „Bürokratie westlichen Typs“ nenne, breitet sich immer mehr aus.
Knebelverträge nennt man sowas umgangssprachlich.
Es gibt – unter der Vortäuschung von Deregulierung von konservativer Seite her – eine gewaltige Verschärfung der Regulierung.
Und was kann Mann / Frau sonst machen, als sich verschärft ausbeuten zu lassen??
Mann / Frau braucht ja unbedingt das wenige Geld.
Diese ganze Freiheitsideologie und Dereguliererei ist genau so ein Lügengebäude wie der Marxismus, nur in entgegengesetzter Richtung .So sehe ich das.
David
—-
Übrigens hat der Autor dieser Zeilen online beim Deutschen Bundestag eine Petition eingereicht, die Leiharbeit – so genannte „Zeitarbeit“ – zu verbieten und unter Strafe zu stellen.
Auch als es die noch nicht gab, konnten dennoch die Firmen auf Auftragsspitzen reagieren:
Sie mussten eben zu den Treffpunkten der Gelegenheitsarbeiter gehen, wie etwa bei Haltestelle „Brendle“ am Stuttgarter Großmarkit, wo auch die „Servis“ des Arbeitsamtes war – die es heute nicht mehr gibt, und sie mussten sich dort Leute holen.
Das war keine Zeitarbeits-Einrichtung, sondern eine Vermittlung, d.h. der Arbeiter wurde nicht verliehen sondern vermittelt. Das muss wieder eingeführt werden.
Es ging also ohne weiteres, nur war es für die Firmen nicht so bequem.
Für die Firmen gab es auch nicht die Haftungs-Abwälzung, die man heutzutage um jeden Preis will – vielleicht wegen der amerikanischen Unsitte, dass übermäßig hoher Schadenersatz-Prozesse üblich sind.
Zu „Kommunismus/Sozialismus ist der Krebs des Gesellschaftskörpers“:
Robert (Berlin):
Ein anderer Krebs ist der Überwachungsapparat, der immer gigantischere Züge annimmt
der Verzicht auf Rückzahlung der Darlehen für College-Studenten …
dieser Verzicht soll schlecht sein??
Hiermit bezieht sich Konia meines Erachtens auf eine Gesetzes-Änderung, die es erlaubt, von den Studienkredit-Schulden im Falle einer Privatinsolvenz genau so befreit zu werden wie von anderen Schulden auch.
Vorher waren Studienkredit-Schulden von der Privatinsolvenz ausgenommen, das heißt sie mussten auf jeden Fall bedingungslos – und mit Zins und Zinseszins – bis zum letzten Cent zurückgezahlt werden.
Bekanntermaßen stehen die jungen Menschen in Nordamerika – gehört habe ich es von Kanada aber USA ist vermutlich genauso – unter einem GEWALTIGEN sozialen Druck – verschuldet durch die Bildungs-Inflation die wiederum auf das Konto des Modern-Liberalen Charkters geht und zwar:
Kein College-Abschluss – keine Arbeitsstelle.
Die Personalchefs wollen College-Abschlüsse sehen heutzutage.
Glaubt hier etwa immer noch irgend jemand, dass die jungen – nicht besonders privilegierten – Kanadier und US-Bürger sich zum Spass so hoch verschulden??
—
Und wie könnte man die Bildungs-Inflation wieder zurückdrehen?
Robert (Berlin) schrieb 2016:
Gulag – Der lautlose Tod
GULAG – DER LAUTLOSE TOD
Kriegsdrama von Waris Hussein aus dem Jahr 1982.
Mit: John Savage, Willie Nelson, Francesca Annis, Ben Cross
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
INHALTSANGABE:
Als Abenteurer geht er nach Russland, wo er drei Jahre verbringen wollte. Doch Victors Leben wird zum Drama. Als angeblicher Spion verhaftet und in eine überfüllte Zelle eingesperrt, will man den amerikanischen Staatsbürger zu einer Unterschrift zwingen. In endlosen Verhören wird er brutal zusammengeschlagen und Tag für Tag fast leblos in das feuchte Rattenloch zurückgeschleift … bis er endlich unterschreibt sein eigenes Todesurteil. Denn die Antwort heißt 10 Jahre Gulag zehn Jahre lautloser Tod. Nur sein ungebrochener Stolz gibt dem US Bürger die Kraft, die grausame Zeit der Quälerei in Kälte und Eis zu überleben. Ausgezehrt und entkräftet wird Victor in ein abgelegenes Dorf verbannt. Jeglicher Kontakt zur Außenwelt ist abgeschnitten. Ständig überwacht und kontrolliert, findet sein kurzes Glück mit einer jungen Frau aus dem Dorf über Nacht ein jähes Ende. Russische Soldaten holen ihn ab und verschleppen den von Folter gekennzeichneten Mann in den Norden Sibiriens. Victors Alptraum beginnt erneut…
Zu „Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Liberalismus“:
Was unterscheidet Obama von seinem Vorgänger: Eigentlich nur seine vielen (falschen) Versprechen … ansonsten führt er im Einklang mit allen anderen Präsidenten die gleiche (eben konservative) Politik fort.
Seine Fassade scheint einem „liberalen Charakter“ entsprechen, sein Handeln ist „konservativ“. Wie seine Vorgänger spielt er eine Rolle, die des Präsidenten. Ihn als liberal-kommunistisch zu titulieren ist sicherlich eine gute Beleidigung für Linke, aber er tut was Globalisten tun. Hier blicke ich eher auf das Verhalten, woraus ich keinen liberalen Charakter ableiten würde. – Es mag ja sein, das ich hiervon auch gar nichts verstehe.
Zu „Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Konservatismus“:
Robert (Berlin):
Im schwarzen Faschismus müsste es dementsprechend auch pseudo-konservative Typen aus der roten Ecke gegeben haben; sozusagen alles spiegelbildlich.
David:
Goebbels?
Robert (Berlin):
Ich merke gerade, dass ich quatsch geschrieben habe. Der Pseudo-Konservative wäre ja der schwarze Faschist, der in der Demokratie „als ob“ auf Konservativ macht, wenn der Trend zum Rechten stark ist. Das wären dann Konservative, die z.B. in der Weimarer Republik im Stahlhelm oder ähnlichem gewesen ist. aber in Wirklichkeit nur auf dem Nationalsozialismus warteten.
O.:
Konias späte Konstruktion des konservativen Gutmenschentum mag nachkommende Generationen überzeugen und ablenken von dem 80er Globalisierungskapitalismus (der nichts mit den Linken zu tun hatte). Hierzu haben die Konservativen geschwiegen und rein gar nichts gemacht, sie haben abgewartet oder Beifall geklatscht als Typen wie Schröder ihre Politik auch noch reaktionär übertrafen.
Konservative haben in den 60- bis 80-er gegen den Kommunismus gewettert mit Parolen „Lieber tot als rot!“.
Wer jetzt „aufsteht“ und eine konservative „Revolution“ fordert, hat den Zug lange verpasst und sorgt dafür, dass alles so weiterläuft. „Linke Geister“ werden beschworen, konstruiert, in Szene gesetzt und von „Konservativen“ neu geschaffen. Jedes Aufbegehren (z. B. gegen Globalisierung und für mehr Basisdemokratie oder Arbeitsdemokratie, für eine leistungsgerechte Bezahlung) wird in die linke Ecke gestellt. So wird sich nichts ändern, die Bevölkerung bleibt gespalten, gelähmt und nehmen ihr Schicksal nicht in die eigene Hand. Alle Selbstregulationsansätze fallen bei Konia unter die „linke Fahne“ und somit wird die emotionelle Pest weiterregieren, die sich Konia eigentlich wegwünscht.
Ich habe mir den Beleg erspart, wonach es in den 70ern eben keine „anti-autoritäre“ Entwicklung gab und die Konservativen zweifelsohne alles im Griff hatten. Mit dem Chaos kämpfen wir heute.
Ich glaube nicht, dass wir mit einer erneuten politisierenden Rechts-Links-Debatte ein Problem lösen werden, wir entfernen uns von jedem arbeits-(demokratisch-)orientierten Ansatz.
First of all – no politics.
Zu „Das Robin-Hood-Syndrom“:
David:
Zitat aus New York Times:
Was jetzt gebraucht wird, ist noch mehr Unterstützung, einschließlich Ausgaben der Zentralregierung für Bildung und öffentliche Bauvorhaben zur Schaffung von Arbeitsplätzen …
Und es wird – im Entwicklungshilfesektor – immer mehr in Ausbildungsplätze gesteckt, deren Fehlen jedoch nicht das Hauptproblem ist.
Zitat Muhammad Yunus, Die Armut besiegen, S. 139:
Die politischen Entscheidungsträger, die internationalen Berater und viele NGO … glauben, die Menschen seien arm, weil es ihnen an Kenntnissen mangle. Ausgehend von dieser Annahme leiten sie Maßnahmen zur Armutsbekämpfung ein, in deren Mittelpunkt umfassende Ausbildungsprogramme stehen
… dass die meisten Experten gute Absichten verfolgen. Sie geben der Ausbildung den Vorzug, weil sich diese Vorgehensweise folgerichtig aus ihren irrigen Annahmen ergibt.
Zitat Ende. Yunus relativiert dies ein wenig, indem er später sagt, dass doch Ausbildung in vielen Fällen hilfreich ist. Jedoch habe werde der Arme ausgebeutet, habe nicht die Möglichkeit, die Früchte seiner Arbeit selbst zu ernten, weil er dekapitalisiert ist. Er hat kein Kapital, das hat im Dorf nur der Zwischenhändler, Mittler, Geldverleiher, der dem Armen die Bedingungen diktiert.
Abgesehen von Aubildungsplätzen hat für Yunus auch das Schaffen von Arbeitsplätzen (Arbeitsstellen für abhängige Beschäftigung) nicht sehr hohe Priorität.
Zitat: Aber es ist falsch, anzunehmen, die Menschen müssten darauf warten, dass ihnen jemand einen Arbeitsplatz gibt,
Hervorhebung hier von mir, und weiter:
… die Menschen sollen zwischen verschiedenen Optionen wählen können, darunter abhängige und selbständige Erwerbstätigkeit.
… Der beschriebene Einschätzungsfehler geht mit einem weiteren blinden Fleck der herkömmlichen Wirtschaftstheorie einher. Gemeint ist die Annahme, das „Unternehmertum“ sei eine seltene Eigenschaft.
Den Lehrbüchern zufolge haben nur wenige Menschen das Talent, wirtschaftliche Chancen zu erkennen, und den Mut, ihr Kapital zu riskieren, um solche Chancen zu nutzen.
Zitat Ende, Hervorhebung von mir. Genau das hat man auch mir ein Leben lang immer gesagt.
… gibt man den Menschen geeignete Werkzeuge in die Hand, so werden die meisten von ihnen bereitwillig die Gelegenheit beim Schopf packen.
Zitat Ende.
Zurück aus der „Dritten Welt“ in unser Land zu unseren Hartz-Behörden.
Auch hier werden Bildungsprogramme groß geschrieben: die Abhängigen müssen gehorchen; immer noch eine Bildungsmaßnahme und immer noch eine (Blome / Augstein zufolge oft dieselbe mehrmals hintereinander), sonst ist ja die Stütze weg.
Einen Systemzusammenbruch möchte man fast wünschen. Erst dann können Zustände eintreten, in welchen die Armen (in Deutschland sind die Armen Relativ Arme) sich selber helfen können.
Zu „Eines der Hauptsymptome eines emotionell pestkranken Charakters“:
Zu „Die Auswirkungen der sozio-politischen Rotverschiebung auf das Denken der Menschen“:
O. schrieb 2014:
Welchen Beleg gibt es für diese Annahme: „Die Democratic Party in Amerika wurde in den 1960er Jahren, zu der Zeit, als sich die sozio-politische Rotverschiebung zutrug, von knallharten kommunistischen Charakteren unterwandert und erfolgreich übernommen.“?