Posts Tagged ‘Marxisten’
7. Juni 2021
Der berühmte Scientologe Joe Feshbach ist vor einem Jahrzehnt im Alter von 55 Jahren an einem Herzanfall gestorben. Er war ein „OT8“ (die höchste „spirituelle“ Stufe, die ein Scientologe erreichen kann) und er war ein Vertreter dessen, was den gegenwärtigen Kapitalismus so hassenswert macht. Feshbach hat mit sogenannten „Leerverkäufen“ an der Börse ein Milliardenvermögen gemacht. Dabei geht es darum, durch entsprechende Spekulationen Gewinn daraus zu schöpfen, daß bestimmte Aktien nicht etwa steigen, sondern fallen. Man leiht sich dazu (als nachvollziehbares Beispiel) eine Aktie im Wert von EUR 100 für eine geringe Gebühr von EUR 2 und verkauft dann diese Aktie ebenfalls für EUR 100, braucht dann aber nach einem dramatischen Kursverfall nur EUR 60 ausgeben, um sie zurückzukaufen und dem ursprünglichen Eigentümer der Aktie zurückzugeben. Gewinn innerhalb von ein paar Tagen: EUR 38. Mit der entsprechenden Anzahl von Aktien kann man jede Menge Nullen dranhängen! Beim gewinnbringenden Kursverfall kann man natürlich mit dem streuen entsprechender Gerüchte und mafiöser Methoden nachhelfen und so das eigene Risiko minimieren. Es ist die schiere Boshaftigkeit, Niedertracht und Destruktivität – mit der Feshbach zum Milliardär wurde und die organsierte Emotionelle Pest mit Riesensummen unterstützen konnte; Scientology, wo er derartiges Verhalten gelernt hat.
Neulich war ich Zeuge, wie ein Vertreter für Büroartikel mit einem Neuling spricht: Wenn er das Produkt an den Kunden verkauft, erhält er eine Provision von gerade mal EUR 150. Wenn er dem Kunden jedoch zusätzlich noch ein „B-Scan“ (was immer das auch ist) andrehe, würde die Provision sich auf EUR 450 verdreifachen. „Die Kunden brauchen das zwar gar nicht, aber Du mußt geschickt vorgehen und ihnen sagen, Du würdest dich für sie einsetzen und dafür sorgen, daß sie zusätzlich noch einen B-Scan erhalten. Mein Gott, wir werden doch auch ständig beschissen!“
Es geht hier nicht nur um schlichten Betrug. Nein, diese Vertreter geben sogar vor einen selbstlosen Freundschaftsdienst zu leisten; sich extra für den Kunden ins Zeug zu legen, weil ihnen der Kunde ja persönlich so sympathisch sei!
Daß so die Arbeitsdemokratie im Kern ausgehöhlt wird, braucht nicht näher ausgeführt zu werden. Es ist aber auch so, daß sich diese neunmalklugen Vertreter selbst Schaden zufügen.
Das haben zur Zeit von Feshbachs Tod ausgerechnet Mark Fisher und Mike Rinder beschrieben. Fisher war zeitweise Sicherheitschef der geheimen Zentrale von Scientology (ein veritables Gefangenenlager hinter Stacheldraht!) und Rinder war bis wenige Jahre zuvor Sprecher von Scientology und Leiter des scientologischen Nachrichtendienstes OSA. Das „Office of Special Affairs“ ist das Nonplusultra von Emotioneller Pest.
Rinder stand an der Spitze dieses Systems und konnte sich trotzdem befreien, weil er noch nicht vollständig von seinem bioenergetischen Kern abgetrennt war. Eine Abtrennung, die die beiden obenerwähnten Handelsvertreter mit Macht für sich selbst bewerkstelligen wollen! Nachdem Fisher und Rinder den Kult verlassen hatten, in dem sie ihr ganzes Leben verbracht hatten, ohne Ausbildung, ohne Beruf, fanden sie schließlich eine Beschäftigung als Autoverkäufer. Anläßlich dem öffentlichen Hype um einen scientologischen „Verkaufsguru“, der die anfangs beschriebenen Tricks der Emotionellen Pest als Verkaufsrezept für Vertreter und Verkäufer – verkauft, schreibt Fisher in einem Leserkommentar:
Es ist wahrlich nicht verwunderlich, daß dieser Typ ein Anhänger von DM ist (David Miscavige, der gegenwärtige Führer des Kults). Er paßt zum Rollenmuster für Verkäufer, die Leute dazu bringen etwas zu kaufen und Geld für etwas auszugeben, das sie gar nicht benötigen. (…)
Meiner Erfahrung als Verkäufer nach ist die Kommunikation mit dem Kunden der Schlüssel, um herauszufinden, was sie BENÖTIGEN und WOLLEN und ihnen dann das passende Produkt anzubieten, das zu ihren Bedürfnissen UND zu ihren finanziellen Möglichkeiten paßt.
Das beinhaltet auch Ehrlichkeit gegenüber dem Kunden und den Gebrauch von ARC (Scientology-Sprech für Herstellung von Kontakt) zum gegenseitigen Verständnis und daß der Kunde kauft und darüber hinaus zurückkommen wird und seine Freunde vorbeigeschickt.
Der Verkäufer muß auch selbst an das Produkt, das er verkauft, glauben und das Gefühl haben, daß er etwas verkauft, was einen guten Tausch zwischen der Firma und dem Kunden darstellt und keine Abzocke. Auch muß er das Produkt und seine Vorteile aus dem Effeff kennen.
Die Art des Verkaufens in diesem Video ist die Verkaufsart, die ich hasse.
Ich war im letzten Jahr vielleicht nicht die Nummer 1 der Verkäufer in meiner Firma, aber ich gehörte zu den Top 5 und einige jener, die besser als ich abschnitten, hatten mehr Auftragsstornierungen und Beschwerden, weil es ihnen um die schnelle Mark ging, statt das Produkt korrekt zu verkaufen und sicherzustellen, daß der Kunde zufrieden war.
Dieser Typ mag die Abschlüsse dieser Verkäufer ansteigen lassen, ich würde aber gerne entsprechende Erhebungen sehen, die zeigen, wie zufrieden ihre Kunden wirklich waren.
Ich bin nicht überrascht, daß Mike Rinder die Nummer 1 in seinem Autohaus war. Ich wette, er tat mehr von dem, was ich oben beschrieben habe und weniger von dem, was dieser Typ pusht.
Darauf Rinder:
Mark – ich stimme Dir zu 100 Prozent zu. Der gesamte scheiß Müll in der Welt, den Motivationsvortragende verbreiten, ist kein Ersatz für einen comm cycle (Scientology-Sprech für den Austausch zwischen zwei Individuen), für wirkliches Interesse und Menschen aufrichtig helfen zu wollen. Ich habe vielen Leuten gesagt, daß es von ihnen eine schlechte Entscheidung wäre einen Wagen zu kaufen, der, den sie hatten, war OK und sie hatten nicht das Geld für einen neuen. Ich würde niemandem ein Auto verkaufen, wenn ich nicht glaube, daß es die richtige Entscheidung für ihn ist. Cardone (der Typ aus dem obigen Video) und all die anderen versuchen den Leuten einzubleuen, daß du jedem etwas andrehen kannst, wenn du ihn überzeugst mit gespielter Begeisterung, zustimmendem Nicken, ihn dazu bringst mit dir übereinzustimmen (du hörst wie oft er sagt: „Sie stimmen mir zu, nicht wahr?“) und den anderen „Tricks“, die alle zum Einsatz bringen.
Auch Menschen, die bis über beide Ohren in die Organisierte Emotionelle Pest verstrickt sind, können sich wieder aus ihr befreien. Fisher und Rinder kamen buchstäblich aus der Hölle („Haß, Zerstörung und Verblendung“) und wissen deshalb „Liebe, Arbeit und Wissen“ zu schätzen. Durch den starken Kontrast haben sie ein Gefühl für die Arbeitsdemokratie, ähnlich wie Menschen, die während des Kalten Krieges dem Realsozialismus entkommen sind. Der eingangs erwähnte Vertreter, der sein Leben lang die Vorteile der Arbeitsdemokratie genossen hat, tut hingegen alles, um die Quellen unseres Lebens zu vergiften. „Es bescheißen doch alle!“ Genau diese Einstellung, die von Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit, Bitterkeit und Defätismus geprägt ist, verwandelt unsere Gesellschaft langsam aber sicher in jene Hölle, aus der Fisher und Rinder entflohen sind.
Dieses Beispiel über das Verhältnis von Arbeitsdemokratie und Emotionelle Pest zeigt dreierlei:
- Ideologie ist weit mächtiger als Realität. Obwohl Fisher und Rinder wie kaum jemand ermessen können, wie zerstörerisch die scientologische Ideologie ist, hingen sie ihr zu diesem Zeitpunkt doch noch immer an. Im Vergleich zu dem, was in den Köpfen des gepanzerten Menschen vorgeht, sind seine tatsächlichen Lebensumstände und Erfahrungen fast bedeutungslos.
- Es stimmt einfach nicht, daß sich im Kapitalismus die besonders Skrupellosen durchsetzen. Jemand, der seinen Kunden übers Ohr haut, mag kurzfristig einen besonders hohen Profit aus seiner Skrupellosigkeit schlagen, aber er hat diesen Kunden und dessen Freunde für immer verloren, gleichzeitig wird er deshalb für seine Geschäftspartner zunehmend unprofitabel. Was natürlich voraussetzt, daß die Kunden nicht vollkommen verblendet sind.
- Marxistisch verbildete Menschen reagieren auf derartige Aussagen nur mit Verachtung: Es gelte alle Umstände zu ändern, in denen der Mensch bla bla bla… Hört mit eurem pseudo-materialistischen Geschwafel auf! Wir selbst bestimmen unsere „Umstände“.
Das zeigt mal wieder wie vollkommen inkompatibel Orgonomie und Marxismus sind. Doch Reich hat sich bis zuletzt zu Marx bekannt. Man lese Menschen im Staat und die Aussage des Orgonomen Victor Sobey, daß Reich ihm in seinem letzten Gespräch vor seinem Gang ins Gefängnis bekundet habe, er, Reich, sei noch immer ein Marxist. Reichs Biograph Myron Sharaf hat einem Freund von mir berichtet, daß Reich ihm in deren letzten Gespräch genau das gleiche gesagt habe: „Remember, I am still a Marxist!“
Mich erinnert diese absurde Selbsteinschätzung an das Bekenntnis von Fisher und Rinder zu L. Ron Hubbard, dem Begründer der Scientology. Reichs Selbstverortung ist absurd, weil sie (außer ein paar sektiererischen „Reichianern“) von wirklich keinem einzigen ernstzunehmenden Marxisten bestätigt wird. Und das nicht etwa nur „wegen dem Orgon“, sondern von der Analyse der unrevidierten angeblich „Marxistischen“ Schriften Reichs her. Man siehe etwa die Marxistisch versierte Darstellung in Christiane Rothländers Buch Karl Motesiczky 1904-1943 (Wien: Turia + Kant, 2010).
Reich glaubte naiv an die proto-Stalinistische Einordnung von Marx in die Geistesgeschichte, an die geschönte Marx-Biographie und manipulierte Geschichte der Arbeiterbewegung, wie man sie etwa bei dem Marx-Hagiographen Franz Mehring findet. Ideologische Märchen wie die, die sich um L. Ron Hubbard ranken!
Schlagwörter:Abzocke, Aktienkurse, Börse, David Miscavige, Franz Mehring, Ideologie, Joe Feshbach, Joseph Feshbach, Kapitalismus, Karl Marx, Kulte, L. Ron Hubbard, Leerverkäufe, Mark Fisher, Marxismus, Marxisten, Mike Rinder, Office of Special Affairs, OSA, Scientology, Verkaufsstrategien, Vertreter
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28. Dezember 2020
Schlagwörter:Agnostiker, Anarchie, Christentum, Erlösungstheologie, Gesellschaftsmodelle, Kapitalismus, kommunistische Gesellschaft, linkes Denken, Marx, Marxisten, Paradies auf Erden, Politik, politische Systeme, religiöse Ideologie, religiöse Lehren, Religion, Sozialismus, US-Verfassung, Utopien, utopische Phantasien, Vereinigte Staaten, Verfassung der Vereinigten Staaten, Weisheit, wirtschaftliche Systeme
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27. November 2020
Vermeintlich „rechten“ Orgonomen und Studenten der Orgonomie wird oft vorgehalten, sie würden Reich verraten, wenn sie wahllos Menschen als „rote Faschisten“ titulieren, nur weil diese Marxisten seien. Dazu ist zweierlei zu sagen.
Zunächst einmal hat Reich den Begriff „rote Faschisten“ nicht nur auf Stalinisten beschränkt, obwohl diese der unmittelbare Anlaß zu dieser Begriffsbildung waren. Schließlich war auch beispielsweise die englische Labour Party für Reich „rot-faschistisch“ (vgl. Zeugnisse einer Freundschaft).
Und zweitens: die heutigen Marxisten sind faktisch durchweg „Stalinisten“, die Marx und jedweden progressiven Ansatz verraten haben! Fällt denn niemandem auf, daß der gewöhnliche Marxist heutzutage in seinen alltäglichen Meinungen hundertprozentig auf Linie der Großkapitalisten bzw. von deren Sprachorganen ist: Bertelsmann-Stiftung, CNN, Hollywood, Sony etc. Wer finanziert denn beispielsweise „Black Lives Matter“?! Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden! Beispielsweise hat Wall Street die Wahlkämpfe von Killary und Uncle Joe finanziert.
Auch geschichtlich: all die Sympathisanten der „Nationalen Befreiungsbewegungen“ (sic!), von „Che“, der RAF, all die Mao-Jünger und nicht zuletzt der SDS und all die Bloch-Jünger, später die K-Gruppen – all das Gesocks, das in die Grünen eingegangen ist: durchweg explizit Stalinisten. Die „Autonomen“ und vermeintlichen „Anarchos“ – identisch mit den chinesischen Roten Garden: man kann gar nicht Stalinistischer sein!
Ich bin alt genug, um mich noch lebhaft an die unfaßbare Hetze der Illustrierten Stern gegen Solschenizyn zu erinnern. Oder daran, daß das angedachte Bündnis der SPD mit der blutroten Die Linke ungebrochen zurückgeht auf die Zusammenarbeit der SPD mit der SED: „Gemeinsame Wertekommission“ (sic!).
Und schließlich auch ganz aktuell und praktisch: Gesinnungsjustiz, politische Korrektheit, Meinungsverbote, ständig wird ganz offen vom GULAG geträumt… Äh, HALLO!!
Schlagwörter:Anarchos, Autonome, Bertelsmann-Stiftung, Black Lives Matter, Che, CNN, Ernst Bloch, Gemeinsame Wertekommission, Gesinnungsjustiz, Grüne, Großkapitalisten, Gulag, Hollywood, Joe Biden, K-Gruppen, Killary, Labour Party, Mao-Jünger, Marxisten, Meinungsverbote, nationale Befreiungsbewegungen, politische Korrektheit, RAF, Rote Faschisten, Roten Garden, SDS, SED, Solschenizyn, Sony, SPD, Stalinisten, Wall Street
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12. November 2020
Schlagwörter:Dialektischer Materialismus, Freud, Kultur, kultureller Wandel, Marx und Engels, Marxismus, Marxisten, menschliche Natur, Neomarxisten, Neue Linke, Psychoanalyse, Sex-Pol, sozialer Wandel, Soziologie, Stalinismus, Wilhelm Reich
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28. September 2020
Schlagwörter:Anarchisten, Antifa, Benjamin Boyce, Black Lives Matter, BLM, Boshaftigkeit, Demokratie, demokratischer Republikanismus, Destruktivität, Identitätspolitik, Intersektionalitätstheorie, Kommunismus, Lynchmob, Marxisten, Meritokratie, Pöbel, Plünderer, Politik, Posttraumatische Belastungsstörung, psychische Probleme, psychopathisch, Randalierer, Rassismus, Sadismus, Social Justice Warriors, social media, soziale Gerechtigkeit, soziale Medien, soziopathisch, Todesdrohungen, Trauma, Trump, Viktimokratie, Viktimologie, Wahlkollegium
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25. September 2020
Generell muß ich über Marx und Reich folgendes sagen:
1. Wenn die Leute vor Marx‘ Zeiten, sagen wir, ein hochherrschaftliches Schloß betrachteten, dachten sie an den Fürsten oder König und vielleicht an den Architekten und einige große Künstler als „die Erbauer“. Wenn ein Marxist dasselbe Gebäude (oder etwas anderes von Menschenhand Geschaffene) betrachtet, sieht er nur die „lebendige Arbeitskraft“ in irgendeiner Materie verdichtet bzw. „geronnen“. Es ist ähnlich wie Reichs Konflikt mit den Freudianern, die nur Symbole und „Komplexe“ und anderes verkopftes psychisches Zeugs sahen, während Reich die freie Libido in verspannten Muskeln und Verhaltenssymptomen erstarren sah. Es geht um Arbeitsenergie (Marxismus) und Sexualenergie (Psychoanalyse).
2. Im Vergleich zu vorangegangenen Arbeiten zum Thema habe ich meine orgonometrische Sicht auf die Marxsche Werttheorie geändert, die die Arbeit auf das rein quantitative Maß der Zeit reduziert. Eigentlich steht hinter dieser Theorie das zentrale Konzept des Dialektischen Materialismus von „Quantität schlägt in Qualität um“, die primäre Materie wird gewissermaßen zum daraus abgeleiteten „Geist“, was eben den „Materialismus“ konstituiert. Heute glaube ich, daß hinter dieser Denkfigur etwas Funktionelles steckt, nämlich die orgonotische Kreiselwelle. Bei der Arbeitsenergie geht die über lange Zeit gedehnte Pulsfunktion („Quantität“) plötzlich in die Wellenfunktion („Qualität“) über. Ähnlich wie bei der Sexualität, also dem Bereich der Sexualenergie: lange Reibung, kurzer Höhepunkt.
3. „Reich’s Marx“ ist im Wesentlichen der Anfang von Das Kapital. Hier beschreibt Marx in klassischer Weise die Funktion der lebendigen Arbeit. Kein Wunder, daß Reich davon fasziniert war. Jeder ist fasziniert, der das liest. Aber der Pestcharakter Marx konnte seine wesentliche Einsicht nicht entwickeln, und der Rest von Das Kapital ist unlesbarer pseudodialektischer Müll. Noch schlimmer sind Band 2 und 3, die erst von Engels auf der Grundlage von Notizen geschrieben wurden, die Marx hinterlassen hatte. Die einzige Funktion der riesigen Buchstabenwüste besteht darin, daß Marxisten auf dicke Bände angeblicher „Wirtschaftswissenschaft“ verweisen können.
4. Wie ich bereits angedeutet habe, produziert nicht nur der Arbeiter einen „Mehrwert“, sondern auch der Kapitalist. Die letztere Funktion wurde vor Marx von allen gesehen (siehe Punkt 1), aber seit Marx vernachlässigt man sie. Heute sagt man zum Beispiel, daß die Neger Amerika aufgebaut haben, was natürlich eine Absurdität ist. Warum hatten die Schwarzen dann in ihrer afrikanischen Heimat nichts aufgebaut? Der weiße Meistergeist hinter ihrer Arbeit war natürlich wesentlich. Wenn man Reichs Massenpsychologie des Faschismus aufmerksam liest, sieht man, daß er versucht hat, beide Standpunkte, beide „Mehrwerte“, in einem gemeinsamen Funktionsprinzip zu harmonisieren. Auf unheimliche Weise taten die Stalinisten dasselbe, als sie in einer fast schon psychotischen Weise Stalin als den führenden Kopf hinter den „Errungenschaften der Sowjetunion“ darstellten.
5. Was ist Kommunismus? Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung, die Dutzende von „Marx-Bänden“ (fast alles Polemiken und endlose Notizen zu ökonomischen Fragen) sieht, hatte Marx nur drei Werke geschrieben: Das Kommunistische Manifest (zusammen mit Engels), den ersten Band Das Kapital und Fußnoten zum Gothaer Parteiprogramm der SPD. Und all das läuft auf das hinaus, was die vormarxistischen ursprünglichen Kommunisten der Arbeiterklasse lange vor dem Plagiator Marx gelehrt hatten:
Das Kommunistische Manifest: die rationale Organisation der Gesellschaft nach den Erfordernissen der Arbeit und nach denen, die tatsächlich die Arbeit verrichten (eine Art Arbeitsdemokratie = Sozialdemokratie).
Das Kapital: Arbeit wird in Zeiteinheiten gemessen.
Fußnoten zu Gotha: jeder Arbeiter sollte Bezugsscheine je nach der Zeit erhalten, in der er gearbeitet hat (Sozialismus) – später, in einer perfekten kommunistischen Gesellschaft, würde jeder diese Coupons nach seinen Bedürfnissen erhalten.
Offensichtlich gibt es hier eine gewisse Rationalität, denn auch beispielsweise medizinische Orgonomen werden streng nach der Zeit bezahlt, die Sie mit Ihren Patienten verbringen. Und in einem Wohlfahrtssystem erhalten die Bedürftigen „Bezugscoupons“ entsprechend ihren Bedürfnissen. Und es ist offensichtlich, wie all dies wegen der Emotionellen Pest allzuschnell in roten Faschismus („Stalinismus“) ausarten kann.
Schlagwörter:Arbeit, Arbeiterklasse, Arbeitsenergie, Architekten, Das Kapital, Das Kommunistische Manifest, Dialektischer Materialismus, Engels, Fürsten, Freudianer, Friedrich Engels, Kapitalisten, Könige, Künstler, Kommunismus, Kommunisten, Komplexe, Marxismus, Marxisten, Marxsche Werttheorie, Mehrwert, roter Faschismus, Sexualenergie, Sexualität, Sowjetunion, Sozialdemokratie, SPD, Stalin, Stalinismus, Symbole, Wirtschaftswissenschaft, Wohlfahrtssystem
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31. Dezember 2019

46. Goethes Funktionalismus
Schlagwörter:Anthroposophie, Christentum, Dekadenz, deutsche Klassik, deutsche Philosophie, Energontheorie, Ethnologie, Evolutionsbiologie, Faust, französische Revolution, Goethe, Gretchen, Hans Hass, Hegel, Helena, Homunkulus, Humanitarismus, Identitätsphilosophie, Kapitalismus, Kolonialismus, Konservativ, Marxisten, Metamophose, Mysterienspiel, Nationalepos, Naturphilosophie, Nietzsche, Romantik, Schopenhauer, Sozialisten, Tragödie, Urpflanze, Urtier, Verhaltensforschung, Wagner, Wahrnehmung, Weltanschauungen, Wissenschaftsgeschichte, Zwischenkiefer
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28. Dezember 2019
Schlagwörter:Abwehrmechanismen, Afghanistan, Afrika, Aggression, Algerien, Angola, Apathie, Apocalypse Now, Arbeit, Arbeitslosigkeit, Äthiopien, Bücher, Bürgerrechte, Benin, Bildung, Black Panther, Burt Lancaster, Castro, Chile, China, CIA, Coming Home, Daniel Pipes, das Böse, Demoralisierung, Die grünen Teufel, Fake News, Faschismus, Führer, Fernsehen, Fidel Castro, Film, Freiheit, Frieden, Gestapo, Gesundheit, Gewinnsucht, Giordano Bruno, Guinea, Guinea-Bissau, Gulag, Hitler, Hitlerdeutschland, Ho Chi Minh, Hollywood, Holocaust, humanitäre Gesinnung, Iran, Irrationalität, Islam, John Wayne, Journalismus, Journalisten, Juden, Kalter Krieg, Kambodscha, Kernenergie, KGB, Khomeini, Kongo, Konservativ, Kreativität, Kriminelle, Kuba, Leonard Bernstein, Letellier-Affäre, liberal, Liberalismus, Liebe, Machthunger, Manipulatoren, Mao Tse-tung, Marxismus, Marxisten, Massenmedien, Medien, Medienschaffende, Medizin, Militärdiktaturen, Mosambik, Muslime, Mussolini, Nachrichten, Nationalsozialismus, Nazis, Neurose, Neurotiker, New York Times, Originalität, Peron, Pinochets, Pol Pot, Politik, Pornographen, Presse, Provokateure, psychische Gesundheit, Psychologie, Publikum, Radical Chic, Radio, Recht, Religion, Resignation, roter Faschismus, Salonbolschewik, Salonbolschewisten, Salonkommunisten, Südjemen, Südostasien, Schah, Schuldgefühle, Selbsthaß, selbstreguliert, Sexualität, Sierra Leone, Somalia, Somoza, Sowjetarmee, Sowjetunion, Sozialpsychologie, Soziologie, Stalin, Tet-Offensive, The China Syndrome, The Deer Hunter, The Green Berets, Theater, Totalitarismus, totalitäre Gesellschafen, UdSSR, Umweltverschmutzung, Unbeweglichkeit, Unfähigkeit zur Freiheit, Ungarischer Volksaufstand, Ungerechtigkeiten, Verhaltensstrukturen, verkopft, Vietcong, Vietnam, Wissen, Zeitschriften, Zeitungen
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11. August 2019
Schlagwörter:Abwehrmechanismen, Afghanistan, Afrika, Bildung, Castro, China, Daniel Pipes, Hitler, Ho Chi Minh, Islam, Kambodscha, Khomeini, Kuba, Mao Tse-tung, Marxismus, Marxisten, Medien, Medizin, Militärdiktaturen, Muslime, Mussolini, Neurotiker, Peron, Pinochets, Pol Pot, Politik, Psychologie, Recht, Religion, Schah, Sexualität, Somoza, Sowjetunion, Stalin, Totalitarismus, Vietnam
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2. Juli 2019
Schlagwörter:Arbeiterbewegung, Arbeiterstaat, Dialektischer Materialismus, Faschismus, Geheimdiplomatie, Jugend, Klassenbewußtsein, Kommunisten, Linksradikalismus, Marxisten, Massenpsychologie, Politisierung, Psychoanalyse, sexuelle Revolution, Sowjetunion, Subversion, Suggestion
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