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Buchbesprechung: SEX-POL-Essays, 1929-1934 (Teil 1)*
30. Juni 2019Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 19
7. Juni 2019KISS und die Orgonomie (Teil 2)
2. Juni 2019Aus dem Nichts kommend hat sich Gene Simmons, Bassist von KISS, im letzten halben Jahrhundert ein Privatvermögen von 300 000 000 Dollar erarbeitet. Wie er das gemacht hat, zeigt, warum ausgerechnet die Orgonomie, Produkt des „Marxisten“ Wilhelm Reich ein Todfeind des Sozialismus sein muß.
Gene Simmons‘ 10 Gebote für den Erfolg im Kapitalismus. Das kapitalistische Evangelium:
1. Sei nie zufrieden mit dem, was du erreicht hast, sondern werde immer besser. Es gibt kein Ende der Geschichte, kein Ende der Mühsal, kein Paradies auf Erden. An dem Tag, an dem du fertig bist, „bist du fertig“. Es ist wie mit dem Hausbau: an dem Tag, an dem es fertig ist, fängt es an zu zerfallen, d.h. es ist nie fertig. Der Sozialismus ist aber genau von dieser Mentalität geprägt: daß ein seliges Ende erreicht wird, wo dir die Tauben gebraten in den Mund fliegen. Entsprechend abbruchreif sah am Ende die „DDR“ aus!
2. Sei du selbst, sei einzigartig und unverwechselbar, sei unersetzbar. Der Sozialismus hingegen will, daß du ein austauschbares Rädchen im Getriebe bist, nicht hervorstichst und du nicht Kern einer „Fraktionsbildung“ sein kannst.
3. Tu dich mit Leuten zusammen, die besser sind als du, und lerne von ihnen, umgekehrt können sie von dir lernen: 1 + 1 = 3. Das nennt sich Arbeitsdemokratie, die vollkommene Freiheit und Individualität voraussetzt.
4. Glaube daran, daß deine Träume sich erfüllen können. Es geht hier um individuelle, „egoistische“ Träume – um SUBVERSION in den Augen des Sozialisten.
5. Höre auf die potentiellen Kunden und produziere, was sie wollen. Höre hin! DER KUNDE IST KÖNIG. Er ist der Auftraggeber und du arbeitest für ihn. Arbeitsdemokratie. Im Sozialismus ist es immer ein „Friß oder stirb!“
6. Sei neugierig, arbeite dich in immer neue Gebiete ein und springe ins kalte Wasser. Du wirst niemals 100%ig vorbereitet sein! Antriebskraft des Kapitalismus ist das Aufsprengen festgefahrener Strukturen. Leute mit neuen Geschäftsideen oder Leute, die frischen Wind in alte Bereiche tragen, sind fast immer „Laien“ und „Amateure“. Sie stemmen sich buchstäblich gegen die „Panzerung“. (Auf diese Weise hat der biologische und physikalische Laie Reich die Orgonenergie entdeckt!)
7. Nehme es immer wieder mit neuen Herausforderungen auf, um lebendig zu bleiben. Ansonsten kannst du dich nämlich als fettes ekliges Hausschwein gemütlich hinsetzen und auf den Tod warten!
8. Investiere in dich selbst. Wie Reich sagte: habe immer die beste Ausrüstung, die besten Instrumente, das beste Equipment. Für den Studenten der Orgonomie: du kannst mit deinem Geld nichts Besseres tun, als es einem Orgontherapeuten geben, der deine Charakterstruktur optimiert. DU solltest im Zentrum deiner Interessen stehen!
9. Du hast immer genug Zeit. Zeit ist im Übermaß vorhanden – wenn man im „Flow“ ist, d.h. wirklich lebt. Es ist die Panzerung, die den Raum zusammenschrumpfen läßt und die dich unter „Zeitdruck“ setzt, wie man so schön sagt. Sie bringt dich dazu, daß du sitzenbleibst und nichts tust. (Panzerung erzeugt Enge und „Knappheit“!)
10. Laß dich nicht durch die Umstände runterreißen, sondern schöpfe dein Potential aus. Die gesamte sozialistische Propaganda will dir jedoch weißmachen, daß du ein Opfer bist.
Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 16
10. Mai 2019Das sozialistische Patientenkollektiv (Teil 3)
16. April 2019Man kann das, was in der Praxis der Orgontherapeuten geschieht auf die Gesellschaft übertragen. Zwar hat diese kein Über-Ich, kein Unbewußtes und keine „Komplexe“, doch jenseits von diesen psychologischen Vorstellungen: alle Systeme folgen den, wenn auch auf ihre jeweils spezifische Art und Weise, identischen energetischen Gesetzmäßigkeiten, etwa was die Abwehr („Reaktion“) von bioenergetischen bzw. „bio-sozialen“ Impulsen („Revolution“) betrifft. Aufkleber wie folgender sagen alles, doch nur die Orgonomie versteht wirklich, was sie eigentlich im Grunde aussagen:
Dem werden natürlich Aufkleber wie der folgende entgegengehalten:
Was soll man DAGEGEN einwenden können! Klingt gut, aber „Selbstorganisation statt Lohnarbeit“ kann nur jemand fordern, der wohlbehütet aufgewachsen, danach ohne jedwede Lebenserfahrung an die Uni gegangen ist und die Welt nur durch die rosarote Brille betrachtet. Jemand, der in der Jauchegrube dieser Gesellschaft aufgewachsen ist, die Unterschicht und ihre Kinder auf viszeraler Ebene kennt, weiß, daß ein Gutteil nicht arm ist, weil „der Kapitalismus“ so unerbittlich ist, sondern sie sind arm, weil sie schlichtweg einen „Dachschaden“ haben. Sie leben nicht in der Hölle, die Hölle ist vielmehr in ihnen. (Wann und wie in der Generationenfolge diese Hölle in sie gelangt ist, d.h. wie sich die äußere Hölle im Inneren verankert hat, ist eine ganz andere Frage!) „Befreit“ man sie von der Lohnarbeit, wie es „Hartz IV“ in gewisser Hinsicht getan hat, dann verlieren sie auch noch den letzten Halt. Der Zwang fünf Tage die Woche ganztägig zu malochen, ist ein absoluter Segen für sie – und nicht zuletzt für die Gesellschaft. Was passiert, wenn man diese Massen „befreit“, hat nicht zuletzt die Sowjetunion gezeigt. Schließlich mußten die Leiter der „volkseigenen Betriebe“ zu weitaus härteren Maßnahmen greifen, gar mit Konzentrationslagern und physischer Vernichtung drohen, um sinnlosen Vandalismus, ständige Arbeitsverweigerung und den „Diebstahl an Volkseigentum“ einzudämmen und die Gesellschaft in Gang zu halten. Wegen der gepanzerten Menschen muß jedweder Sozialismus, egal wie human sein Antlitz ist, letztendlich in der Hölle auf Erden münden.
Wenn man den sozialistischen und anarchistischen Wichsern sagt, daß der Kapitalismus mit seiner Mischung aus Zwang und Freiheit wahrscheinlich das ideale Gesellschaftssystem bzw. das Gesellschaftssystem ist, das einen Grad an Gesundheit verkörpert, den der gepanzerte Mensch gerade so noch eben ertragen kann, ticken sie auf die eine oder andere Weise aus. Sozialisten und Anarchisten sind schlichtweg Irre, die in die Psychiatrie gehören. Das sozialistische Patientenkollektiv:
Die Rote Fahne, Wien, 3. Februar 1932: MANN UND FRAU IN DER PROLETARISCHEN FAMILIE von Wilhelm Reich
22. Januar 2019Wir müssen offen und ehrlich aussprechen was ist: Die Klassenbewußtheit der Mehrheit der Arbeiter reicht bis zur Tür des Hauses. Innerhalb der öden vier Wände, in der unmittelbaren Nähe des materiellen und sexuellen Elends, vergißt man leicht die Parolen, die auf den Fahnen der Revolution stehen. Die proletarischen Männer halten die Versklavung ihrer Frauen in geistiger und sexueller Hinsicht aufrecht. Es hat keinen Sinn, hier anzuschuldigen und zu verurteilen.
Aber es muß scharf und klar festgestellt werden, daß das übliche Verhalten von Mann und Frau in der proletarischen Familie die Konterrevolution im eigenen proletarischen Hause bedeutet. Wer trägt die Schuld? Das eheliche und familiäre Elend ist in der furchtbaren Lage der Arbeiterfamilie begründet. Die Arbeiterfrau ist nicht in der Lage, sich anständig und für den Mann sexuell anziehend zu kleiden; wenn sie im Fabriksbetrieb steht, leistet sie nicht nur Mehrwert für den Kapitalisten in der Fabrik, sondern auch zu Hause, denn sie muß überdies unbezahlt die ganze Hausarbeit verrichten.
Abgehärmt und körperlich verödet kann sie dem Mann nicht das bieten, was er nach anstrengender Arbeit zu Hause ersehnt. Der Mann wieder, verärgert von seiner Fabrikarbeit oder zermürbt durch jahrelange Arbeitslosigkeit, ist gereizt, brutal, wird leicht zum Trinker, das Daheim macht ihn nur noch mehr böse, und der geringste Anlaß führt zu dem jeden Bewohner einer Mietskaserne gewohnten „Familienleben“ des Arbeiters.
Hier hat die Trunksucht, hier hat das Verbrechen, hier haben die Gattenmorde ihre soziale Wurzel. Dazu kommt, daß der Arbeiter und die Arbeiterin, von der bürgerlichen Moral durchsetzt, sexuelle Besitzansprüche gegenseitig erheben, auch dann, wenn sie aneinander kein sexuelles Interesse mehr haben. In den Sexualberatungsstellen sieht man die lange Prozession der zerbrochenen Leben voller Jammer, Grausamkeit und ohne Ausweg, wie es auf den ersten Blick scheint. Gewiß keinen unmittelbaren für viele Einzelschicksale, Opfer der kapitalistischen Wirtschafts- und Sexualordnung.
Aber es gibt einen Ausweg: Die Arbeit jedes Einzelnen für die Änderung dieser Ordnung, für den Sturz des Kapitalismus. Es gibt Arbeiter, die die Parole der Gleichberechtigung der Frau schon jetzt ernst nehmen, die sich und die Frau politisch interessieren, die nachzudenken und miteinander zu verstehen anfangen, warum das alles so ist, warum sie einander zerquälen; statt einander zu beschuldigen und zu beschimpfen, lernen sie, den aufgespeicherten Haß gegen die herrschende Klasse zu richten, und sie werden Klassen- und Kampfgenossen.
Heute gelingt es nur wenigen, morgen wird es vielen gelingen, wenn wir uns nur mehr darum kümmern werden, wenn wir die Klassenbewußtheit auch in dieses geheimste Nest, das sich das Bürgertum im Proletariat gebaut hat, tragen werden. Es gilt, nicht nur von Kameradschaft zwischen Mann und Frau zu sprechen, sondern insbesondere auch die sexuellen Schwierigkeiten der proletarischen Ehe verstehen zu lernen, sich frei zu machen von der bürgerlichen Moral, soweit es die genossene „Erziehung“ erlaubt, und kampfentschlossen eine Atmosphäre bei den Unterdrückten zu schaffen, die ihnen ein Aufatmen ermöglicht.
Wir müssen die proletarische Ehefrage ebenso politisieren wie den proletarischen Gewerkschaftskampf, denn das Eheelend hat schon manchen Arbeiter seiner Gewerkschafts- und Parteiarbeit abspenstig gemacht, indem es ihm seine besten Kräfte raubte. Dann wird die Frau nicht keifen, wenn der Mann mal mit einer anderen poussiert oder in die Versammlung geht, und der Mann wird nicht so fest glauben, daß der Körper der Frau sein Eigentum ist. Dann wird er die Frau in Versammlungen mitnehmen und sie politisch interessieren. Dann erst kann die Grundlage dafür geschaffen werden, daß Mann und Frau, statt einander die Haare auszuraufen, ihre Wut gegen die herrschende Klasse richten können in gemeinsamer politischer Arbeit, zu der sie alle Kräfte brauchen. Aber täuschen wir uns nicht: Den großen Kehraus auch auf diesem Gebiet wird erst die soziale Revolution besorgen, die der Frau ihre vollen Rechte auf Geist und Körper wiedergeben wird.
Der Klimawandel
18. Januar 2019„Klimawandel“ konnte nur in einer mechano-mystischen Kultur zu einem Schreckenswort werden. Einer Kultur, die davon ausgeht, daß alles imgrunde starr und bewegungslos ist. Da diese Weltanschauung unmittelbarer Ausfluß der menschlichen Panzerung ist, ist ihr insbesondere die Pulsation wesensfremd. Beispielsweise sind für unseren krypto-marxistischen Zeitgeist Konjunkturschwankungen der größte Graus überhaupt. Übrigens beruhen (seit unseren Tagen als Jäger und Sammler und später als Bauern) Wirtschaftszyklen letztendlich auf Schwankungen der Sonnenaktivität! Siehe dazu Die Zyklen des Himmels (Wien 1979, S. 203-208), wo sich die beiden Autoren Guy Lyon Playfair und Scott Hill mit der Synchronizität zwischen den Zyklen der Natur und der Wirtschaft auseinandersetzen.
Doch für den mechanistischen Geist muß die Natur statisch sein. Wenn sie es nicht ist, dann hat der Mensch (letztendlich der Kapitalist!) die Schuld. Ausgeblendet und geleugnet wird, daß die Sonne pulsiert bzw. die Sonnenaktivität ständigen kurz- und längerfristigen Schwankungen unterliegt. Sie brennt nicht so stabil („mechanisch“) vor sich hin, wie wir glauben. Alles deutet auf Bewegung, Änderung und Pulsation hin. Hier eine aktuelle Diskussion über die (vor allem indirekte) Einwirkung der Sonne auf das Klima.
Ich erinnere nicht nur an die Wärmeperiode zur Zeit der Staufer und die Kälteperiode, die mittelbar zum Beginn der Industrialisierung zu Goethes Zeiten führte: im Eozän, das vor 56 Millionen Jahren begann und vor 34 Millionen Jahren endete, war die Erdtemperatur dermaßen hoch, daß die beiden Pole des Planeten 15 bis 20 Grad Celsius warm waren!



















