Posts Tagged ‘Neurose’
20. Juni 2021
Die orgonomische Vorstellung von „Gesundheit“ ist offensichtlich absurd! Nehmen wir etwa das, was Federico Navarro in seinem zweibändigen, ähhh, Werk Die sieben Stufen der Gesundheit (Frankfurt 1986) über Haarausfall bei Männern gesagt hat: es sei (logisch!) Folge von okularer Panzerung… 🙂
Aber im Ernst: hier zeichnet sich ein wahrhafter Terror ab, der die gesamte Orgonomie ad absurdum führt. Will sagen, wenn man derartige Maßstäbe an den Menschen legt, wie der verpeilte „Vegetotherapeut“ Dr. Navarro, dann können wir das Konzept „Gesundheit“ gleich ganz vergessen, denn es ist offensichtlich nichts anderes als eine ideologische Chimäre, die letztendlich der Ausübung faschistischer Macht dient, indem jeder und jede „entlarvt“ wird. „Schütteres Haar?“ „Wußte ich’s doch!!!“
Im funktionellen Denken, das frei ist von den krankhaften Absolutheiten des mechanistischen und mystischen (d.h. gepanzerten) Denkens, treten derartige Probleme nicht auf.
So, was soll das sein, „funktionelles Denken“?!
Erst einmal denken wir nicht in Absolutheiten wie „krank“ und „gesund“! Niemand und nichts ist „absolut krank“ bzw. „absolut gesund“!
Das wird deutlich, wenn man konkrete Beispiele nimmt.
Gesundheit hat offensichtlich etwas, mit einem „ungepanzerten“, d.h. beweglichen Körper zu tun. Trotzdem kann ein Ballettänzer, an dessen Bewegungsabläufen nichts auszusetzen ist, hochneurotisch sein. Aber, und das ist entscheidend, ein verfettetes Couchpotato kann unter wie auch immer gearteten Umständen kein genitaler Charakter sein.
Jemand, der Sex bis zum Abwinken hat und dabei, nach eigener Einschätzung, vollkommen befriedigt ist, kann hochneurotisch sein. Ein zölibatär lebender Mensch kann jedoch unter keinen Umständen ein genitaler Charakter sein.
Ein „großer Denker“, etwa ein bekannter Philosoph, kann ein neurotisches Wrack sein. Aber jemand der, unabhängig vom IQ, Dinge nie zuende denkt und ständig an den Fragen vorbeiargumentiert, kann unmöglich ein genitaler Charakter sein.
Diese Beispiele mögen genügen. Was ist also „Gesundheit“, d.h. „orgastische Potenz“?! Schauen wir uns dazu folgendes Diagramm an:

Je weiter sich die Schenkel nach rechts hin spreizen, desto mehr Raum ist für „die bunte Welt der Neurose“. Hier ist wirklich Raum für alles.
Beispielsweise kann ein schizophrener Mensch zeitweise vollkommen freie Augen haben, während sie zu anderen Zeiten vollständig gepanzert sind.
Ein Mensch wie Richard Wagner kann großartige Kunst schaffen und gleichzeitig an einem Traktat arbeiten, das den Holocaust mit vorbereitet hat.
Jemand wie Lenin kann in vieler Hinsicht die Orgonometrie wie kein anderer vorweggenommen haben und gleichzeitig den GULAG begründet haben.
Jemand kann der netteste Arbeitskollege sein, den man sich überhaupt vorstellen kann, und sich abends sadistische Kinderpornos anschauen.
Je weiter wir aber nach links zurückgehen, d.h. in Richtung des Gemeinsamen Funktionsprinzips alles Lebendigen, desto eingeschränkter wird die Variation.
„Nach links“ verweist in Richtung der Gesundheit, die viele Dinge ausschließt, während „nach rechts“ in Richtung Krankheit verweist, die so gut wie alles einschließt.
Dazu muß man wissen, daß es buchstäblich keine einzige neurotische Äußerung gibt, wie bizarr sie auch immer sei (etwa die Untaten kannibalistischer Sexualmörder), die nicht als eine bloße Übertreibung eines primären, vollkommen natürlichen und gesunden Antriebes entlarvt werden könnte. „Ich habe dich zum Fressen gern!“
Wenn man die Orgonomie wirklich verstanden hat, dann sind faschistische Fehldeutungen von Gesundheit und Krankheit ausgeschlossen.
Schlagwörter:Federico Navarro, Gesundheit, Lenin, Medizin, Neurose, Richard Wagner, schütteres Haar
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17. Mai 2021
Schlagwörter:androgyn, Exhibitionismus, Gesangsidole, Geschlechtsakt, Geschlechtsverkehr, Gruppensex, Homosexualität, Masters und Johnson, Männlichkeit, multiple Orgasmen, Neurose, Orgasmus, orgastische Potenz, orgastische Zuckungen, Partnertausch, Prägenitalität, Privatsphäre, Sittsamkeit, Trobriander, Unisex, vaginaler Orgasmus, Voyeurismus
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19. April 2021
Schlagwörter:Ödipus-Komplexes, ödipal, Freud, Genitalprimat, Inzestwunsch, libidinöse Energie, Metapher, Neurose, Orgasmus, polymorph-pervers, psychische Energie, sexuelle Unterdrückung, Stase, Stauung
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9. März 2021
Ich habe soeben beim Spazierengehen einen Gesprächsfetzen aufgeschnappt. Einer dieser persönlichkeitsgestörten „Aufklärer“ sprach auf sein geduldig zuhörendes Opfer ein: „…der Markt regelt alles – der Markt regelt gar nichts! Der Markt, das sind die Menschen und die Menschen sind…“. Klingt gut, quasi orgonomisch, denn letztendlich zielt hier alles auf die Charakterstruktur der Menschen ab.
Es könnte aber kaum eine größere Lüge geben, denn der Markt ist eine vom Menschen unabhängige Macht wie die Natur. Beide zwingen dich dazu funktionell zu agieren, d.h. entgegen deinem neurotischen Charakter. Wenn du den Winter in Alaska überleben willst, mußt du dich zusammenreißen. Für irgendwelche Irrationalismen ist keinerlei Platz. Die Natur ZWINGT dich funktionell, d.h. naturgemäß zu agieren. Und genauso ist es in einer funktionierenden Marktwirtschaft. Als Ladenbesitzer kannst du es dir schlichtweg nicht leisten, Leute aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Ethnie oder ihrer politischen Einstellung zu diskriminieren. Du MUSST deinen Charakterpanzer neutralisieren, wenn du überleben willst.
Das ist letztendlich das Erfolgsgeheimnis des Kapitalismus: der Markt bestraft letztendlich die Neurose. Und die, die mit neunmalklugen „kritischen“ Aussagen, wie der oben zitierten, oberflächlich betrachtet den neurotischen Charakter angreifen („die Menschen sind…“), verteidigen ihn in Wirklichkeit, weil sie den Markt ausschalten wollen. Das zitierte persönlichkeitsgestörte Ars..l…, propagiert den Sozialismus, weil es seine Charakterneurose schützen will! Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn es ein „Reichianer“ war.
Solche Leute schneiden gegenwärtig den Ast ab, auf dem sie sitzen, indem sie, etwa in Hollywood, den Leuten politisch korrekte Filme und ähnliches aufzwingen, die diese gar nicht sehen wollen. Oder man denke an Aushänge an Geschäften und Restaurants, daß hier AfD-Anhänger nicht bedient werden. Der Markt wird diesen Irrationalismus hinwegfegen!
Schlagwörter:Autorität Political Correctness, Hollywood, Kapitalismus, Ladenbesitzer, Markt, Marktwirtschaft, Natur, Neurose, persönlichkeitsgestört
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26. November 2020
Schlagwörter:Charaktere, das Böse, Gesellschaftspolitik, konservative Sichtweise, Links und Rechts, menschliche Natur, Neurose, politische Auseinandersetzungen, politische Haltung, politische Narrative, Politische Sozialisation
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18. November 2020
Es gibt eine weitgehend übersehene funktionelle Identität von Reichs Reaktion auf Freuds Libidotheorie (Sexualenergie) und auf Marx‘ Arbeitswert- und Mehrwerttheorie (Arbeitsenergie):
A) Es gibt zwei Aspekte der Psychoanalyse:
1) Wenn man von einem Freudschen (sozusagen „psycho-faschistischen“) Standpunkt aus auf Liebe und Genitalität blickt, sieht man nur Perversion, Niedertracht und Gemeinheit, d.h. man „dekonstruiert“. Es ist alles prä-ödipale und ödipale Libido, primärer und sekundärer Narzißmus, Sadismus, Masochismus, Oralität und Analität; die Liebe wird zu einem desillusionierten, desillusionierenden pornographischen Alptraum. Das Endresultat der Therapie ist zwangsläufig die Verurteilung der dergestalt ekelerregenden Sexualität mit einem „gestärkten Ich“, das sich endlich vom Es befreit hat. Um Freud selbst zu paraphrasieren: die Analysanden befreien sich von „einer Illusion“.
In der Charakteranalyse/Vegetotherapie/Orgontherapie geschieht das genaue Gegenteil: Perversionen verlieren ihre Faszination, weil man beginnt, alles zu durchschauen. Alles Neurotische und Perverse ist eine bloße Verzerrung gesunder Antriebe, sodaß Gesundheit viel anziehender und befriedigender als jede Perversion wird. Man beginnt, perversen Antrieben gegenüber völlig interesselos und „reizunempfindlich“ zu sein und Pornographie schlichtweg zu hassen.
2) Die angebliche psychoanalytische „Heilung“ ist nichts anderes als die Umleitung von Energie zum Gehirn (Verachtung), um die intellektuelle (Psycho-) Abwehr (Analyse) zu stärken. Dies wird wiederum als eine „Stärkung des Ich“ fehlinterpretiert.
Bei der Charakteranalyse und Orgontherapie geschieht genau das Gegenteil: Die Energie wird von allen Abwehrmechanismen befreit und durch (letztendlich) orgastische Entladung (Energie, die vom Gehirn weggeleitet wird) wird das Ich wirklich gestärkt, weil es aus der Libidostauung befreit wird. Das Endresultat ist nicht Verachtung (so typisch für Menschen nach „erfolgreicher“ Psychoanalyse), sondern – Liebe.
B) Es gibt zwei Aspekte des Marxismus:
1) Der rote Faschist reagiert auf die Arbeitswert- und Mehrwerttheorie, indem er erkennt, daß aus „ökonomie-analytischer“ Sicht Wert Ergebnis von Ausbeutung ist. Um überhaupt irgendeinen „Mehrwert“ jenseits einer bloßen Subsistenzwirtschaft zu produzieren, müsse man die Menschen einem Zwangsregime aussetzen. Im Kapitalismus werden die Menschen von der Bourgeoisie ausgebeutet, während im Sozialismus diese Ausbeutung endet, weil der Mehrwert vom Staat abgeschöpft wird, der ihn dann „für die Massen“ investiert.
Für Reichs arbeitsdemokratische Ohren war diese sozialistische Ideologie nichts anderes als „Staatskapitalismus“. Sein Standpunkt war ein völlig anderer: Er sah, daß alles auf Arbeit basiert, ein Produkt der Arbeit ist, und daher alles von der Arbeitsfunktion regiert werden sollte – und nicht von einem „Staatskapitalisten“ wie Stalin. Arbeit, Liebe und Wissen (Genitalität) sollten die Gesellschaft regieren, nicht irgendwelche Ausbeuter, die sich als Befreier gerieren!
2) Der rote Faschist sieht das Heilmittel gegen das soziale Elend in der Zentralisierung der Macht, damit das gemeinsame Arbeitsprodukt auf rationale Weise verteilt werden kann. Das ist wieder intellektuelle Abwehr am Werk, denn hier ist letztendlich das Gehirn das Zentrum.
In der Arbeitsdemokratie wird die Arbeit selbst autonom (kommt sozusagen aus dem Bauch heraus), d.h. die Arbeit wird entsprechend den Bedürfnissen der tatsächlichen Arbeiter geleistet. Und da Arbeit nur durch die Zusammenarbeit vieler Spezialisten möglich ist, garantiert der Arbeitsprozeß selbst, daß die Produktion im langfristigen Interesse der Gesellschaft als Ganzer erfolgt.
Meines Wissens hat bisher niemand die funktionelle Identität von A und B herausgearbeitet.
Schlagwörter:Abwehr, Analität, Analyse, antiautoritäre Gesellschaft, Arbeitsenergie, Arbeitswertlehre, Ausbeutung, ödipale, Es, Gemeinheit, gestärktes Ich, Kapitalismus, Libido, Libidotheorie, Liebe, Marxismus, Masochismus, Mehrwert, Mehrwerttheorie, Neurose, Niedertracht, Oralität, Perversion, Pornographie, präödipale, primärer Narzißmus, psycho-faschistisch, Psychoanalyse, Sadismus, sekundärer Narzißmus, Sexualenergie, Sexualität, sozialistische Ideologie, Staatskapitalisten, Stalin, Stärkung des Ich, Subsistenzwirtschaft, Verachtung, Zwangsregime
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2. November 2020

Diese Arbeit von Klaus Heimann spiegelt die Orgonomie in Deutschland bzw. das orgonomische Wissen in Deutschland Mitte/Ende der 1970er Jahre wider. In diese Zeit reichen die Bemühungen zurück, die Orgonomie in Deutschland, nach der restlosen Zerstörung erster Anfänge auf deutschem Boden, die 1933 erfolgte, erneut zu etablieren. Das damalige orgonomische Wissen ist der Ausgangspunkt des NACHRICHTENBRIEFes und sollte deshalb von jedem, der neu zu unseren Netzseiten stößt, als Einführung gelesen werden, damit wir alle eine gemeinsame Grundlage haben. Klaus Heimanns Arbeit hat den Zauber des Anfangs an sich und möge in einer neuen Generation das Feuer von neuem entzünden:
ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER ORGONOMIE von Klaus Heimann
Schlagwörter:Abszeß, Abwehr, Affekte, Albert Einstein, Alkoholvergiftung, amoeboide Protozoon, Angst, Angstneurose, Angstneurosen, anti-autoritäre Erziehung, Arbeitsdemokratie, Asthma, Atmosphäre, Atmosphärenphysik, Atmung, Ausdruckssprache, Autoinfektion, autonomer Lebensapparat, autoritär-patriarchal, Ärger, Übelkeit, Bakterien, Bakteriologie, Bazillen, Bestrahlung, Bewegungsausdruck, Bewußtsein, Biochemie, Biogenese, Biologie, biologische Energie, biologische Pulsation, biologische Strahlung, biologistisch, Blutbild, Charakter, Charakterzüge, Chemie, Chorea, chronischer Alkoholismus, Cloudbuster, Cloudbusting, Darm, Darwinsche Theorie, Depressionen, Destruktionstrieb, dialektische Materialismus, Dickdarmkrebs, Diktatur, Druck, Einzeller, Eiweiß, Ejakulation, elektrische Spannung, Elektrizität, Elektromotor, Elektroskop, Emotionen, Energiefeld, Epilepsie, Erdrotation, Erektion, Erkenntnistheorie, Erregungen, Erregungsablauf, Erziehung, Familienstruktur, Faraday-Käfig, Faschismus, Fäulnis. Medizin, Fieber, Fluoreszenz, Fortbewegung, Fraktur, Funktionalismus, Galaxien, Geiger-Müller-Zähler, Geiger-Müller-Zählrohr, Geigerzähler, Geschlechtsakt, Geschwulst, Gesellschaft, gesellschaftliche Produktionsverhältnisse, Gesellschaftsformen, Gesellschaftsstruktur, Gesellschaftstheorie, Gesundheit, Gewebezerfall, Gravitation, Grinsen, Haß, Habgier, Hinterhauptschmerzen, Hochvakuum, Humus, Hysterie, Ideologie, individualistisch, Induktionsapparat, infektiöse Peritonitis, Inzest, Inzestphantasie, ionisierte Luft, kardiovaskuläre Hypertonie, Karzinom. Angina pectoris, Katatonie, Körperbewegungen, Körperflüssigkeit, Körperganzbestrahlung, Körperhaltungen, Körpertemperatur, Körpertemperaturanstieg, Körpertherapie, Körperzellen, Körperzuckungen, Kernenergie, Kernphysik, Kirche, Kopfschmerz, kosmische Energie, Kosmos, Krankheitsbilder, Krebs, Krebserkrankung, Krebstumor, Krebstumore, Krebszellen, Kribbeln, Lächeln, Lähmung, Lüsternheit, Leben und Tod, Lebensenergie, Lebensformel, Lebensstrahlung, Leopold Infeld, Leuchteffekte, Leuchterscheinungen, Libido, Lichtäther, Lichteindrücke, Lichtphänomene, Lichttheorie, Lust, Magnetismus, Makrokosmos, Marxismus, maskenhaft, Masochisten, Massenenstehung, Masseteilchen, Mechanismus, Menschheitsgeschichte, Meteorologie, Mikrobiologie, Mikrokosmos, Mikroskop, Mikroskopie, Morphologie, multipler Sklerose, Muskeln, Muskelverspannungen, Muskulatur, muskuläre Starre, Mystizismus, Nackenverspannungen, Naturgesetze, Naturphänomene, Neid, Neugeborene, Neurasthenie, Neurose, Neurosenlehre, Normalität, Nuklearenergie, Oktoberrevolution, Onanie, Orgasmus, Orgon-Akkumulator, Orgonakkumulator, Orgonenergie, Orgonomie, paranoide Schizophrenie, Parteiprogrammen, patriarchalisch-autoritär, Pädagogik, Perversionen, Photozelle, Physik, Pneumonie, primordial, Profit, Protisten, Protozoen, Pseudowissenschaft, Psyche, psychische Energie, Psychoanalyse, Psychokörpertherapie, Psychoneurosen, Psychotherapie, Pubertät, radioaktive Strahlung, Radioaktivität, Rückenschmerzen, rheumatische Perikarditis, Rote Blutkörperchen, Sadismus, Schmerz, Schreck, Schwächeanfälle, Schweißbildung, Schweigen, Schwerkraft, sechziger Jahre, Selbstregulierung, Sexualenergie, Sexualerregung, Sexualität, Sexualtrieb, sexuelle Erregung, Soma, Sonnensysteme, Sozialisation, Spannungslösung, Stalin, statische Elektrizität, Stauungsneurosen, Stürme, Sternenflimmern, Strahlenkrankheit, Strahlung, Symptomauflösung, Syphilis, Temperatur, Temperaturdifferenz, Todestrieb, träge Masse, Trieb, Triebabkömmlinge, Triebe, Triebtheorie, Triebverzicht, Tumor, Unbewußte, Universums, Unlustempfinden, Unlustgefühle, Vakuumröhre, Vegetativum, Verbrennungen, Verspannungen, Wärmeempfinden, WDR, Weichtiere, Wetterbedingungen, Wettermanipulation, Wettersysteme, Wilhelm Reich, Wirbelstürme, Wissenschaft, Wolken, Wolkenbildung, Wut, Zerstreutheit, Zwangsgrübeln, Zwangsneurose, Zwangsphantasien, Zwangsrechnen, Zwerchfell
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21. Oktober 2020
von Paul N. Mathews
Was den Schreibstil betrifft, so vergleichen Sie Carfagnos Schwerfälligkeit in der folgenden Passage (S. xif) mit Wolfes Sprachkompetenz:
Diese Schichten der Charakterstruktur sind, wie ich in meinem Buch Charakteranalyse dargelegt habe, autonom funktionierende Ablagerungen der sozialen Entwicklung.
Wolfe, S.vii:
Wie ich in meinem Buch Charakteranalyse gezeigt habe, sind diese Schichten autonom funktionierende Repräsentanzen der sozialen Entwicklung.
Daher scheint mir die Carfagno-Übersetzung in mehreren wichtigen Punkten hinter der Wolfe-Übersetzung zurückzubleiben: Es fehlt die Genauigkeit von Reichs persönlich übermittelten Absichten; es fehlt die Autorität von Wolfe selbst; und schließlich fehlen ihm die Geläufigkeit, Warmherzigkeit und Bodenständigkeit von Wolfes Übersetzungsstil. Dennoch ist es interessant zu wissen, was einige von Reichs Gedanken vor ihrer endgültigen Bearbeitung waren, aber nicht wegen der „Genauigkeit“. Bis die Wolfe-Version wieder zur Verfügung gestellt wird, muss diese Übersetzung die Lücke füllen.
Um die Thesen von Die Massenpsychologie des Faschismus zu begreifen, bedarf es letztlich eines funktionellen Verständnisses von Reichs Orgasmus- und Charaktertheorie. Mittlerweile läuft das auf ein Verständnis des gesetzmäßigen Funktionierens der kosmischen Orgonenergie im menschlichen Organismus hinaus. Im Wesentlichen ist es wie folgt: Der gepanzerte, orgastisch impotente Mensch ist in drei deutliche charakterologische Schichten strukturiert: Im Kern ist er natürlich, genital gesund, selbstregulierend, rational, verantwortungsbewusst und freundlich; fähig zu anhaltender und kreativer Arbeit und natürlicher Aggression (das Reich des echten Revolutionärs). Die Blockierung dieser Kernschicht im Säuglings- und Kindesalter schließt die Fähigkeit zur gesunden Entwicklung und die adäquate Entladung der Orgonenergie aus, was zu einer sekundären Schicht führt, die voller Brutalität, Sadismus, Perversion und durchgängiger Irrationalität ist, einschließlich Zügellosigkeit und destruktiver Rebellion (das Reich des Faschisten). Diese mittlere Schicht wird durch eine Fassade (die äußerliche oder oberflächliche Schicht) aus falscher Nettheit, Pseudo-Humanitarismus und fingierter Fairness verdeckt (das Reich des Liberalen). Da der Mensch so stark gepanzert ist, ist es die sekundäre Schicht, die überwiegt und die durch die oberflächliche Schicht in Schach gehalten oder durch sozialverträgliche Ersatzmechanismen zum Ausdruck gebracht werden muss. Die Fähigkeit zum genitalen Ausdruck ist begrenzt und, laut Reich, am häufigsten in der rationalen schöpferischen Arbeit und im künstlerischen Ausdruck vertreten. Im Einklang mit der Panzerung des Menschen stehen jene sozialen Institutionen und Ausdrucksformen, die sowohl seine Neurose verstärken als auch in Form einer organisierten politischen Irrationalität, deren Archetyp der Faschismus ist, auf die soziale Szene ausgreifen. Es handelt sich um patriarchalischen Autoritarismus (die zwanghafte Familie), religiösen, rassischen und politischen Mystizismus, dazu mechanistisches Denken und Verhalten sowie deren reaktive Mechanismen wie Zügellosigkeit, Pornographie und künstlicher „Revolution“.
Daher Reichs Auffassung vom Faschismus als einer Krankheit, die in der psychischen Struktur der Massen verankert ist und die die Klassengrenzen überschreitet. Sie basiert auf der orgastischen Impotenz des gepanzerten Menschen, der strukturell nicht zu einer echten Demokratie fähig ist. Als solche ruft sie eine autoritäre patriarchalische Gesellschaft und eine mechanisch-mystische Orientierung hervor. Der faschistische Staat repräsentiert den bewaffneten, organisierten Faschismus eines Durchschnittsmenschen, verfochten von den Massen. In dieser Hinsicht besteht der Unterschied zwischen einer gewöhnlichen Militärdiktatur und dem Faschismus laut Reich bei der ideologischen Anziehungskraft auf und der Unterstützung durch die Massen.
Anmerkungen des Übersetzers
f Massenpsychologie, ebenda, S. 11.
Literatur
1. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. Translated by Theodore P. Wolfe, M.D. New York: Orgone Institute Press, 1946.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 5 (1971), Nr. 1, S. 107-112.
Übersetzt von Robert (Berlin)
Schlagwörter:Aggression, Autoritarismus, Autorität, Brutalität, Charakteranalyse, Charakterstruktur, Faschismus, Faschisten, Massenpsychologie, Militärdiktatur, Neurose, Perversion, Pornographie, Rebellion, Revolutionäre, Sadismus, Zügellosigkeit
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13. Oktober 2020
Schlagwörter:Ärzteschaft, Biologie, Diagnosesystem, DSM, Freud, Gesundheit, ICD-10, Laientherapeuten, Libido, Massenpsychologie des Faschismus, Neurose, Psychiatrie, psychiatrische Praxis, psychiatrische Störungen, psychoanalytische Bewegung, psychoanalytische Theorien, Psychologie, Soziologie, Therapeuten
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3. Juli 2020
Schlagwörter:A.S. Neill, Aktualneurose, Albert Einstein, Alliierte, Angst, Anti-Antikommunismus, Antikommunist, Asthma, Ödipuskonflikt, Bürgerrechte, Befreiungstheologie, Benes, Charakter, Chile, David Horowitz, Demaskierung, Demokratische Sozialisten, Demokratisierung, der Verwirrung, Desillusionierung, Dissidenten, Dogma, Drogen, El Salvador, Engels, Ethik, Expansionisten, Fairness, Faschisten, Fixierungen, Frauenrechte, Freiheit, Frieden, Friedensliebe, Fundamentalisten, George Bernard Shaw, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gleichheit, Hitler, Holocaust, Humanismus, Hunger, Ideologie, Ideologiegläubige, Ideologisch, Indoktrination, Inquisition, Integrität, Intellekt, Intellektuelle, islamischer Fundamentalismus, Israel, Jean-Francois Revel, Jean-Paul Sartre, Kambodscha, Kerenskis, Kinder, Kommunismus, Kommunisten, kommunistische Welt, Konservativ, Konservative, Kontakt, kontaktvoll, Krebs, Kulte, Kultur, Kurt Waldheim, Lateinamerika, Leopold Infeld, liberal, Liberale, liberale Bastionen, Liberalen, Liberalismus, Libidostauung, Linke, Linksextremisten, Maoisten, Marxismus, Marxismus-Leninismus, Max Born, Männlichkeit, McCarthy, McCarthyismus, Mechanismus, mechanistisch, Menschenmassen, Menschenrechte, Menschheitsgeschichte, Menschlichkeit, Mitgefühl, Moskauer Prozesse, Mystik, Mystiker, mystisch, Mystizismus, Nachgiebigkeit, Nazi-Sowjet-Pakt, Neger, Neue Linke, Neugeborene, Neurasthenie, Neurose, Neurosen, neurotische Charakterzüge, Nicaragua, Nichtglaubenwollen, Norman Podhoretz, Organismus, Orgasmus, Paradies, Parasympathikotonie, Philippinen, politisches Spektrum, Pornographie, positive Diskriminierung, Protoplasmas, psychische Abwehr, Psychoneurose, Rassen, Rassismus, Rationalisierung, Raubtierkapitalismus, Reaktionäre, Rebellion, Rechte, Rechtsextremisten, Regression, Religion, Religionen, Rotchina, roter Faschismus, Rußland, Salem, Säkularismus, Säuglinge, Südafrika, Schuldgefühl, Schuldgefühle, Schwarze, Schwulenrechte, Sexualität, sexuelle Abstinenz, Sidney und Beatrice Webb, Solidarität, Somozisten, Sorge, Sowjets, Sowjetunion, Sozialismus, Sozioökonomie, Stalinisten, struktureller Zwang, Sublimierungen, Sympathie, Sympathikotonie, Terroristen, Thomas Sowell, Totalitarismus, Trotzkisten, Tschechoslowakei, Unterdrückung, Vater, Vietnam, Wahrheit, Wahrnehmung, Weimarer Deutschland, Zügellosigkeit, Zweiter Weltkrieg
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