Posts Tagged ‘Wut’

David Holbrook, M.D.: NATUR, PANZER, PERSÖNLICHKEIT UND CHARAKTER / VERKÜNDET DIE MEHRHEIT BZW. VERKÜNDEN DIE MÄCHTIGEN, WAS DIE WAHRHEIT IST? / DER GESETZLOSE, UNDEMOKRATISCHE UND VERFASSUNGSWIDRIGE UMSTURZ DER VEREINIGTEN STAATEN

9. August 2021

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Natur, Panzer, Persönlichkeit und Charakter

Verkündet die Mehrheit bzw. verkünden die Mächtigen, was die Wahrheit ist?

Der gesetzlose, undemokratische und verfassungswidrige Umsturz der Vereinigten Staaten

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 9-11)

17. März 2021

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 9-11)

David Holbrook, M.D.: SEX, LIEBE, STRÖMUNGSANGST UND ALL IHRE ÄUßERUNGSFORMEN (Teil 1)

26. Februar 2021

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Sex, Liebe, Strömungsangst und all ihre Äußerungsformen (Teil 1)

 

David Holbrook, M.D.: DIE KOMMENDE GEGENREAKTION AUF DEN ZENSURKULT / DIE HALTUNG DER VERACHTUNG

11. Februar 2021

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Die kommende Gegenreaktion auf den Zensurkult

 

Die Haltung der Verachtung

 

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 20)

18. Januar 2021

Manchmal überkommt mich eine Melange aus tiefer Traurigkeit und unbändiger Wut. Der Zorn und die Trauer Pierre Paolo Pasolinis und des Orgonomen David Holbrook (Full Metal Jacket und die 1980er Jahre in http://www.orgonomie.net/holbrook36.htm) . Ich habe sie noch erlebt, die letzten Ausläufer wirklichen authentischen Lebens. Der gestrandete Seemann, Untermieter meiner Großtante, der ganz stolz auf seinen Weltempfänger war. Die Parterrewohnung der anderen Großtante neben der Butter- und Käsehandlung, mit den abenteuerlich hohen Wänden, der übergroßen altertümlichen Küche mit dem Küchengarten zum Hinterhof raus. Eine magische Welt, in der alles stimmig war. Vom Treppenhaus bis zur Stadtgestaltung, von der Form der Kinderwagen bis zur großen Architektur, alles paßte zueinander. Die Erinnerungen an das Kellnern, als das noch ein wirklicher Beruf war, an der Reeperbahn und im Sommer auf Helgoland und die Arbeit als Hausdame in Blankeneser Villen. Geerdet und identitär, irgendwo zwischen abartigen süßsauren Speisen (man muß ja nicht alles mitmachen!) und dem Flair der Außenalster. Die imgrunde tieftraurigen Geschichten um Klein Erna und der unbändige Stolz der Werftarbeiter, ob dem, was sie tagtäglich erschaffen. Menschen, die nur hierhin passen und zu keinem anderen Ort der Welt. Niemand hat jemals „Moin“ gesagt (sind wir etwa Friesen!) oder all dem anderen Plastik-Norddeutschland aus dem Fernsehkasten gefrönt, sondern es schlicht gelebt.

Es zerreißt mich, alte Filme über das Hamburg bis etwa Mitte der 1960er Jahre zu sehen. Das Gehabe und die Kleider der Frauen, das Spielen der Kinder, die Gesichter. Die Nazis, die uns fremder waren, als später die einmarschierenden Briten (mit denen meine Oma hervorragende Schwarzmarkgeschäfte gemacht hat, mit deren Ertrag das Haus gebaut wurde, in dem ich aufgewachsen bin), der Krieg und all sein Horror, die Flut an Misplaced Persons in ihren Wellblech-Verschlägen und an Ostvertriebenen, – nichts konnte Hamburg wirklich zerstören. Nur eins hat es unwiederbringlich kaputtgemacht. Etwas, was mit „Popkultur“ nur schlecht umschrieben ist, auch „Globalismus“ und „Liberalismus“ treffen es nicht ganz.

Was geschehen ist, möchte ich an zwei Schlaglichtern verdeutlichen:

Entsprechend der dreischichtigen Charakterstruktur des Menschen (Kern, Mittlere Schicht, Fassade) gibt es grundsätzlich drei Arten von Menschen:

  • den Menschen, der merkwürdig ungreifbar ist, weil er keine Manierismen hat, kein „Wolf“, „Fuchs“, „Reh“, „Bär“ oder sonstwas ist, sondern einfach er selbst. Man kann solche Menschen nicht in Karikaturen zusammenfassen, weil sie halt einfach nur Menschen sind. Reich war so ein Mensch.
  • den gepanzerten Menschen, der das ist, was man gemeinhin als einen „Charakter“ bezeichnet. Das alte Hamburg (oder, selbstredend jeder andere Ort auf dieser Welt!) war von solchen „Charakteren“ bevölkert.
  • doch dann trat etwas in Erscheinung, was eine absolute Katastrophe darstellte: der eigenschaftslose, vollkommen austauschbare fassadäre Mensch, ohne Charakter und ohne jedwede Verbindung zum Kern!
  • In einer unheilvollen Schleife, haben Menschen des dritten Typs die Umwelt geschaffen, die solche „Non-Playable Characters“ wie sie hervorbringt – bzw. umgekehrt. Diese Schleife war das unausweichliche Resultat der „Emanzipation“ der Menschen aus ihrer alten Unterdrückung; im tiefsten Grunde war es die mißglückte sexuelle (biologische) Revolution, die seit Mitte der 60er Jahre alles in einen Haufen Scheiße verwandelt hat.

    Das zweite Schlaglicht ist das Geschehen von 1982, als das alte Hamburg ENDGÜLTIG in die Jauche getreten wurde. Karate-Tommy beschreibt sehr gut, was damals vorgefallen ist, was damals unwiederbringlich zerrissen ist:

    Selbst am Bodensatz der Gesellschaft (es soll mir niemand diese widerlichen Arschlöcher über Gebühr romantisieren!) gab es noch so etwas wie Ehre und Spielregeln – und Hamburg war für jeden Menschen eine „vollkommen“ sichere Stadt. Und dann kommt so ein weltfremder Richter, wie ein Alien aus dem Weltraum, und zerstört eine Sozialstruktur, die bis auf die Eroberung Hamburgs durch Napoleon zurückging. Kontaktlosigkeit hat Hamburg zerstört – sie zerstört den gesamten Planeten. Und niemand sieht, was geschehen ist.

    Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie

    2. November 2020

    Diese Arbeit von Klaus Heimann spiegelt die Orgonomie in Deutschland bzw. das orgonomische Wissen in Deutschland Mitte/Ende der 1970er Jahre wider. In diese Zeit reichen die Bemühungen zurück, die Orgonomie in Deutschland, nach der restlosen Zerstörung erster Anfänge auf deutschem Boden, die 1933 erfolgte, erneut zu etablieren. Das damalige orgonomische Wissen ist der Ausgangspunkt des NACHRICHTENBRIEFes und sollte deshalb von jedem, der neu zu unseren Netzseiten stößt, als Einführung gelesen werden, damit wir alle eine gemeinsame Grundlage haben. Klaus Heimanns Arbeit hat den Zauber des Anfangs an sich und möge in einer neuen Generation das Feuer von neuem entzünden:

    ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER ORGONOMIE von Klaus Heimann

    nachrichtenbrief175

    18. Oktober 2020

    David Holbrook, M.D.: POLITIK UND EMOTION – WUT UND RACHE

    15. Juli 2020

     

    DAVID HOLBROOK, M.D.:

     

    Wut und Rache

     

    Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 73

    10. Juni 2020

    orgonometrieteil12

    73. Die drei Arten von Wissen

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    Stottern (Teil 3)

    5. Juni 2020

    von Richard Schwartzman, D.O.

     

     

    Die biophysische Untersuchung ergab einen großen, gut proportionierten, schwer gepanzerten Mann, dessen auffälligste Kontraktionsbereiche sein Augen- und sein Mundsegment waren. Seine Augen wirkten glasig und zeigten Misstrauen und Angst, und er blinzelte häufig. Der offene Kontakt zu mir konnte nicht aufrechterhalten werden und er blinzelte und sah mich misstrauisch von der Seite an – versteckter Zweifel bzw. offenes Misstrauen. Sein Kiefer war zurückgezogen und so starr gehalten, dass er nicht passiv bewegt werden konnte. Die submentalenb Muskeln waren extrem angespannt und die gesamte Halsmuskulatur wurde festgehalten, was bis in den oberen Brustkorbbereich reichte. Auch der Zwerchfellbereich war starr, und die unteren Segmente waren gepanzert, aber weniger als die Bereiche über dem Zwerchfell. Er konnte seine Augen nicht vollständig öffnen, um seinen Schrecken auszudrücken, und wenn er wütend wurde, dann mit lauten, kurzen Schreien, abgehackten Schlägen und einem mörderischen Ausdruck in den Augen. Er konnte gut und mit großer Kraft treten. Interessanterweise stotterte er in meiner Gegenwart selten. Dies ist bis heute so geblieben. Die Diagnose, basierend auf Funktionieren, Charakter und Verteilung der Panzerung in der Vergangenheit, ist die eines katatonen Schizophrenen mit einem oralen unterdrückten Block.

    Die charakterologische Arbeit konzentrierte sich hauptsächlich auf die Realitätsprüfung seiner Ziele und Ideen und die Klärung seiner Wahrnehmungen. Zur ersten Arbeit gehörte es, ausreichend von seinem Groll gegen mich als Therapeuten und weißen Mann aufzudecken, um die Behandlung voranzutreiben. Monatelanges Schreien und Schlagen, oft verbunden mit dem Beißen auf ein Laken, wobei seine Augen mich mit mörderischer Wut ansahen, hat den Griff der Panzerung so weit reduziert, um die Wahrnehmung des Strömens in seinem Körper zu ermöglichen. Direkte Arbeit an seiner Muskulatur hat nicht viel gebracht. Diese scheint entweder zu hart und unnachgiebig zu sein, wo sie erreichbar ist, oder zu tief im Mund-, Gaumen- und Rachenraumboden zu stecken, um zugänglich zu sein. Der Schwerpunkt der Arbeit richtete sich immer wieder zurück auf den Kopf und vor allem auf die Augen, die er nun problemlos kreist. Er ist in der Lage, den Kontakt beim Atmen aufrechtzuerhalten, und sein Ausdruck ist weicher geworden. Ihm ist jetzt bewusst, dass er oft blinzelt, und er kann viel besser erkennen, wenn er den Kontakt verliert.

    Es muss noch viel orale Wut, Schreien und Fluchen auf mich gerichtet werden, insbesondere die starken rassischen Gefühle, die noch nicht zum Ausdruck gebracht wurden. Er stottert weniger, und obwohl die Behinderung für ihn immer noch sehr wichtig ist, ist er ans College zurückgekehrt und kommt dort recht gut voran. Er ist verheiratet, hat eine kleine Tochter, arbeitet lange und hat zwei Jobs. Seine Pläne, in der Geschäftswelt erfolgreich zu sein, sind jetzt realisierbar, da er einen starken Antrieb und eine realistischere Wahrnehmung von sich selbst und der Welt um ihn herum hat.

     

    Zusammenfassung

    Der Fall eines 24-jährigen schwarzen männlichen Stotternden wurde vorgestellt. Orgontherapie scheint aufgrund der starken somatischen Komponenten, die in der Störung erkennbar sind, besonders für die Behandlung dieses Falles geeignet zu sein. Die klassische Wissenschaft hat die somatische Komponente erkannt: Barbara (2) betrachtet Stottern als ein Symptom und definiert es als „Störung des reibungslosen Sprachflusses aufgrund tonischer und klonischer Spasmen, die die Funktionen von Atmung, Phonation und Artikulation betreffen. Tics und Spasmen nah oder fern vom Sprachmechanismus sind häufig assoziiert.“ Diese physischen Manifestationen sind nichts anderes als das Ergebnis einer schweren Energiestauung, deren Beseitigung eine der größten Herausforderungen für die Orgontherapie ist.

    Die Behandlung hat sich darauf konzentriert, die Wut, insbesondere im Augen-, Mund- und Halsbereich, abzubauen und den Kontakt mit den Augen wiederherzustellen. Das auffälligste Merkmal des Falles ist die Beendigung des Stotterns, wenn der Patient mit den Augen in Kontakt ist und die Existenz seines Bauchsegments gefühlsmäßig wahrnimmt. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Orgontherapie mit ihrem Ansatz der gleichzeitigen Befreiung von physischer Panzerung und der Behandlung von Charakterwiderständen eine vielversprechende Behandlungsmethode für Stottern bietet.

     

    Anmerkungen des Übersetzers

    b unter dem Kinn liegend

     

    Literatur

    2. Arieti, S., Editor: American Handbook of Psychiatry, Vol. 1. New York: Basic Books, Inc., 1959.

     

    Quelle der Übersetzung:
    https://orgonomist.blogspot.com/p/stuttering-by-richard-schwartzman-do.html
    Erstabdruck: Journal of Orgonomy, Jhg. 16, Nr. 2 (ohne zusätzliche Hinweise)
    Übersetzung: Robert (Berlin)
    Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis von Dr. Schwartzman